• #1

Sexuelle Verweigerung?

Ich hätte gerne mal die ein oder andere Meinung zu meinem Problem gehört: Ich bin seit einem guten Jahr in einer Beziehung zu einem Mann. Bevor wir zusammen kamen, hatten wir ein leidenschaftliches Verhältnis, obwohl er in einer Partnerschaft war. Als er damals diese Partnerschaft beendete, war auch unsere Affäre vorbei. Nach vier Monaten Funkstille stand er dann vor meiner Tür und unsere Beziehung begann. Das erste Vierteljahr war sexuell erfüllt und leidenschaftlich. Dann wurde es von seiner Seite aus immer weniger. Es gab nach einigen Monaten bereits mal eine etwa sechswöchige (Sex-)Pause. Jetzt haben wir seit Mitte Oktober überhaupt keinen Sex mehr. Er rührt mich nicht mehr an, er küsst mich nicht, er nimmt mich freiwillig nicht in den Arm. Er war noch nie der »Kuscheltyp«, aber diese körperliche Distanz zu mir grenzt schon an Verweigerung. Ich bekomme zur Begrüßung (wir leben nicht zusammen) ein Küsschen auf den Mund, ebenso wenn wir uns Gutenacht sagen. Das einzige, was er mir an körperlicher Nähe zugesteht, ist, dass er beim Fernsehen meine Hand hält und streichelt. Sonst NICHTS.

Er sagt mir nicht, dass mich lieb hat, nicht mal ein »ich mag dich« kam je über seine Lippen. Er scheint gern mit mir zusammen zu sein. Wir lachen viel, wir liegen am Wochenende stundenlang im Bett und quatschen angeregt über Gott und die Welt. Wir unternehmen schöne Dinge, fahren gemeinsam in den Urlaub, aber auch da ist er körperlich komplett distanziert.

Ich habe immer mal wieder versucht, mit ihm darüber zu reden. Entweder schweigt er dann oder er sagt (wie alle wohl): »Ich weißt nicht, woran das liegt / Es liegt nicht an Dir.« Ich brauche auch gar nicht zu versuchen, ihn verführen zu wollen, das würde nichts ändern, meinte er.

Unsere Beziehung ist sonst nicht von nennenswerten Problemen belastet. Wir verstehen uns gut, der übliche kleine Beziehungsalltag, der aber normal ist und den wir auch in den Griff bekommen. Wir hocken uns nicht auf der Pelle, ich habe mich körperlich in dem Jahr (und den Affären-Monaten davor) nicht verändert, bin gepflegt und finde mich im Grunde recht attraktiv für mein Alter.

Er hat angeblich keine neue Frau (wer würde das auch schon zugeben?), und er weiß nicht, wieso das bei ihm so ist. In seiner letzten Beziehung hatte er angeblich fast drei Jahre keinen Sex.

Kann dieser Mann nur außerhalb einer Partnerschaft seine Sexualität ausleben?

Ich habe am Wochenende die Beziehung mehr oder weniger (?) beendet, weil ich das nicht länger ertragen kann. Ich glaube, die Basis stimmt bei ihm nicht. Er ist jetzt verzweifelt, sagt aber: »mein Körper zeigt mir, dass du vielleicht doch nicht die richtige Frau bist, sonst würde ich ja mit dir schlafen wollen.«

Ich würde mich freuen, wenn irgend jemand vielleicht von einer ähnlichen Erfahrung berichten könnte. Ich weiß, die Reissleine zu ziehen, ist dringend notwendig. Aber ich wünschte im Augenblick, ich hätte eine Lösung für uns beide ...
 
G

Gast

  • #2
Ich habe am Wochenende die Beziehung mehr oder weniger (?) beendet, weil ich das nicht länger ertragen kann. Ich glaube, die Basis stimmt bei ihm nicht. Er ist jetzt verzweifelt, sagt aber: »mein Körper zeigt mir, dass du vielleicht doch nicht die richtige Frau bist, sonst würde ich ja mit dir schlafen wollen.«
Ach, tut mir leid, aber er hat ein Problem, nicht du. Wenn er nicht weis, was mit ihm los ist und er dir schon sagt, dass du nicht die Richtige bist, dann aktzeptiere das und lass ihn los, auch wenn es weh tut. Zeit heilt wirklich alle Wunden.

Wie ist eigentlich sein Verhältnis zu seiner Mutter?

w
 
G

Gast

  • #3
Entweder hat er Errektionsprobleme oder Du bist einfach nicht die Frau, die er liebt. Denn ein Mann, der eine Frau liebt, will auch gerne Sex mit ihr haben.
 
G

Gast

  • #4
Meine Vermutung ist, dass er sich einfach "relativ" schnell an dir satt"gesehen" hat, bzw. ist der Sex mit dir für ihn nicht aufreizend genug, das kann 100000 Gründe haben, allerdings mag er dich zu sehr um dich zu verlassen und findet alles andere auch ok. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier...der gedanke an eine "ewige" Beziehung mit dir + der ganze Beziehungsalltag macht das Ganze natürlich nicht besser.
Wenn er die richtige findet wird sie ihn vermutlich nicht mehr langweilen.
Andernfalls kann ich mir nur vorstellen dass er vllt. private/berufliche Sorgen und Probleme hat mit denen er dich nicht belasten will oder er hierüber von dir keien Unterstützung erwartet. Diese nehmen ihm die komplette Lust.

Die Beziehung zu beenden war absolut die richtige Entscheidung. Nicht weil man das Problem nicht lösen hätte können (das wär vermutlich gegangen), sondern weil seinerseits keine Eigeninitiative auf Verbesserung kam, mit sojemandem kann man kein Leben voller Hürden und Hindernissen bestreiten.
M28
 
  • #5
@#1

Seine Beziehung zu seiner Mutter und zu seinem Vater ist m.E. sehr gestört: Er hat mit 48 Jahren eine extrem kindliche Beziehung zu seinen Eltern. Er hat furchtbare Angst, dass sie sterben könnten und weiß nicht, wie er dann noch weiterleben soll. Seine Mutter ist mit Anfang 70 Alkoholikerin, sein Vater der Patriarch, der die Familie und die Fassade nach außen zusammen hält. Er kommt damit nicht klar, dass seine Eltern nicht mehr so sind, wie früher (»ich brauche sie doch«) und bricht immer wieder in Tränen aus, angesichts des fortschreitenden Alters und der gesundheitlichen Probleme der beiden.

Er weiß und ich weiß: er hat sich nicht von den Eltern abgenabelt. Aber ist das ein Grund für sein merkwürdiges Verhalten? Psychische Probleme, depressive Verstimmtheit mit daraus folgender sexueller Verweigerung?

@#3

Ich glaube eigentlich nicht, dass er sich mit mir langweilt oder es sich satt gesehen hat. Im Grunde ist er der passive Teil von uns beiden. Ich bin im Gegensatz zu ihm ein lebensfroher Mensch. Er verzweifelt oft am Leben, hat keine Freunde und fühlt sich einsam. Im Grunde saugt er sich die Energie von mir ... Wenn er dann seine depressive Stimmung überwunden hat, dann kann er ausgelassen rumalbern, lachen und entspannt die Seele baumeln lassen. Manchmal habe ich das Gefühl, er braucht mich, um seelisch zu überleben oder um irgend etwas »zu fühlen«. Aber vielleicht ist das auch nur eine Vermutung ...
 
G

Gast

  • #6
Ich nehme an, dass er eine andere Frau liebt und sich nur noch nicht traut, die Konsequenzen zu ziehen. Als ich mich während meiner ersten Ehe in meine spätere Frau verliebt habe, hat mich meine Exfrau gar nicht mehr angemacht. Entgegen landläufiger Meinung: die meisten Männer möchten nicht nur Sex, sondern Sex mit einer Frau, die sie lieben und nicht parallel mit mehreren Frauen.
 
  • #7
Zwei Punkte könnte zusammenkommen, mit denen ich mich aber auch nicht genau auskenne, da solltest du mal bei einer Sexualtherapeutin nachfragen:
- Manche Männer können nur außerhalb einer Beziehung, sonst erschreckt sie die beim Sex nötige Hingabe zu sehr. Sie wollen sich einlassen, können es aber nicht exclusiv oder auf Dauer. Das ist die Grundessenz für viele Fliegende Holländer. Solche Leute angelt man sich mit solchen Vorgeschichten, Du warst ja auch Affaire! Das ist eine Form von Bindungsunfähigkeit.
- Manche Männer verwechseln auch ihre nachlassende Libido (sei es aus Alters- oder Gesundheitsgründen, aus Gewohnheitsgründen, wenn der Extra-Kick fehlt,...) mit nachlassender Liebe. Andere blockieren und rationieren dann Zärtlichkeiten so sehr, wie Du es erlebst. Das sind zwanghafte Versuche, die Kontrolle zu behalten, wenn sie ihr Leben nicht mehr im Griff nicht mehr zu haben glauben. Schade...
 
  • #8
Hier können nur Vermutungen angestellt werden.

Wie alt ist er denn? Ich dachte zunächst, dass er eventuell Erektionsschwierigkeiten hat. - Aber so plötzlich?
Eher tendiere ich zu der Annahme, dass er nur in einer Affaire sexuell angetörnt wird. Es war schon auffällig, dass er sich getrennt hat, als er wirklich frei war.
 
  • #9
@#6
Er ist 48 Jahre alt und zumindest in seiner letzten sieben Jahre dauernden Beziehung mehrmals fremd gegangen. Zuletzt eben halt mir mir. (Ich war damals frei und hätte wissen müssen, dass ich für eine Affäre nicht geeignet bin!). Er ist selber traurig darüber, dass sich dieses Phänomen – absolut keine Lust auf die Partnerin – scheinbar wiederholt. Er hätte gerne Sex, aber er verspürt keine Lust. Ihm fehle zur Zeit auch nichts. Aber aufgrund der Vorgeschichte kann ich mir an zwei Fingern ausrechnen, dass er sich bald eine neue Affäre suchen wird. Darauf will ich nicht warten. Auch wenn er unsere Beziehung nicht beenden will, Urlaubspläne mit mir macht und man stelle sich vor: drei Stunden nach unserem finalen Gespräch bei mir anrief, ob wir nicht den Abend miteinander verbringen und gemeinsam fernsehen wollen!!! Ich verstehe ihn nicht. Und ich weiß: er wird jetzt wieder heiß laufen, denn ich hatte schon zwei mal den Ansatz zur Trennung gemacht. Und plötzlich waren seine Hormone wieder da!
 
G

Gast

  • #10
mein Körper zeigt mir, dass du vielleicht doch nicht die richtige Frau bist, sonst würde ich ja mit dir schlafen wollen.
Soso, sein Körper sagt ihm das. Offenbar sind er und sein Körper aber unterschiedlicher Meinung, sonst würde er nicht stundenlang mit Dir reden und all die anderen schönen Dinge tun.

Möglicherweise ist er asexuell veranlagt. Solche Menschen können eine ganz normale Beziehung leben – mit einer Ausnahme, nämlich Sex – und sind (wen wundert's?) auch treu. Er spürt aber auch, daß Du nicht glücklich bist, und baut Dir goldene Brücken, falls Du Dich von ihm trennen willst.

Oder aber, er fühlt sich körperlich von jeder Frau immer nur eine gewisse Zeit lang angesprochen.
 
G

Gast

  • #11
@2
In welchem Kontext ist denn deine Frage nach dem Verhältnis zur Mutter in Bezug auf die Fragestellung zu sehen?
Ist mir nämlich unverständlich!
 
G

Gast

  • #12
Seine Ehe lief wohl nicht und da warst du als Affaire und als Auslöser für eine Trennung grad richtig. Ohne dich hätte er sich wohl nicht getrennt.
Nun möchte er wohl genau das wieder haben, was er aufgegeben hatte, eine nette Partnerschaft ohne die vielen Anstrengungen, die eine Affaire ausmachen. Er hat dich und das reicht ihm wohl. Er hat die Frauen ausgetauscht.
Der Mann hat ein gewaltiges Problem, das du nicht zu deinem Problem machen solltest.
Ich würde mich trennen, wenn du nicht händchenhaltend vor dem Fernseher enden willst.
 
G

Gast

  • #13
Ich würde auch auf Bindungsangst tippen.Sexuelles Miteinander im Rahmen einer Beziehung ist eben nochmal etwas anderes als in der Anfangsphase. Die anfängliche Verliebtheit, der Kampf der Eroberung, die Unsicherheit befeuern die Libido und führen in den ersten Wochen zu einem sexuellen Höhenrausch. Danach erfolgt die Phase der großen Verliebtheit. Man kennt den Partner im Alltag und Sex ist nun auch ein Ausdruck von Nähe, tiefer Intimität und Verbundenheit. Manche bindungsängstliche Menschen können diese Form der Sexualität aber nicht leben. Für sie gibt es nur die leidenschaftiche Liebe, oftmals verbunden mit Eroberung oder Verlustangst (daher auch häufig on/off Beziehungen) oder eben die tiefe freundschaftliche Verbundenheit zu einer Frau (mit Gesprächen, Ausflügen, gemeinsamem Alltag) dann jedoch ohne den sexuellen Kick.
Meine Freundin lebt dies seit Jahren mit ihrem "Partner". Sie war bereits unzählige Male getrennt. Ist ihr Partner sich ihrer nicht sicher, dann ist das sexuelle Verlangen da. Sobald es jedoch zu harmonisch oder nah wird, verliert er die Lust und behandelt sie nur noch wie eine gute Freundin. Wenn sie sich dann zuürckzieht, erwacht sein Interesse wieder. Natürlich wildert auch er außerhalb, um sich immer wieder seinen Kick zu holen. Obwohl er, da bin ich mir ziemlich sicher, meine Freundin wirklich tief und innig mag.
Zu einer echten Liebe gehört jedoch auch das unbedingte JaSagen zun Partner und damit auch Beziehungsarbeit. Und genau das fehlt den wahren Bindungsängstlichen. Sie bekommen die Nähe und Innigkeit einer Beziehung einfach nicht hin. Wenn man von jmd. weiß, dass dieses Muster immer wieder auftaucht, würde ich die Beine in die Hand nehmen. So jemand ändert sich nicht. Und ganz bestimmt auch nicht, wenn "die Richtige" kommt. Lass dir das nur nicht einreden. Wahre Bindungsangst ist sehr kompliziert und ohne den festen Willen etwas zu ändern kaum "heilbar". Aber falls es dich tröstet (und wie du ja nun leider auch bei dir sehen kannst): Auch mit der nächsten Frau wird es genauso laufen.
Entscheide dich also, was du willst: Du kannst ihn als Kumpel haben, Gespräche und häufiges Sehen (und einer Affäre seinerseits nebenbei)
oder als Sexualpartner (mit eingebauter Distanz und albernen Spielchen)
Beides wird nicht gehen. Denn das wäre Liebe.
Alles Gute für dich!
 
G

Gast

  • #14
Meine Güte, ich frag mich wirklich, was diese problembeladenen Männer nur an sich haben, damit die Frauen reihenweise auf sie reinfallen. Du, liebe FS meinst er würde sich jetzt halt bald wieder eine Affäre suchen. Ja, geht denn das so einfach? Braucht der nur mit dem Finger schnippen und die Frauen sind da? Ich bring dieses Bild überhaupt nicht im Einklang, auf der einen Seite so ein Weiberheld mit ständigen Affären und auf der anderen Seite heult er weil er angeblich seine alten Eltern doch noch braucht ...

m.
 
G

Gast

  • #15
Liebe FS, du selbst analysierst die Sache schon ganz richtig! Der Mann hat ein großes psychisches Problem (ich vermute Bindungsangst), an dem du nicht im Geringsten "Schuld" bist (von wegen: "nicht die Richtige"), aber auch gar nichts wirst ändern können!
Gast #12 erklärt es auf den Punkt gebracht schon sehr richtig und genau! Lies dir Beitrag #12 genau, Satz für Satz, durch und präge es dir ein, was da steht! Genau so funktionieren Beziehungen mit bindungsgestörten Männern, dort steht eigentlich alles!
Ich habe solche Beziehungen leider auch mehrmals durchgemacht. Das einzige, was man selbst tun kann, ist, sich zu fragen, warum man sich auf solch einen Mann (immer wieder) einlässt.

Schau mal im Internet unter entsprechenden Suchbegriffen "Bindungsangst" usw. Da findest du ganze Foren nur zu diesem Thema. Wenn du dort ein bisschen liest, wirst du deinen Freund und eure Beziehung wahrscheinlich "wiederfinden".

w47
 
G

Gast

  • #16
Primitiv! Ich würde so einen Mann mit Handkuss entlassen und ja, die Tendenz ist sehr groß, dass er Sexualität nur außerhalb der Beziehung ausleben kann, sei es aus früheren Trauma durch andere Frauen, eigener Verklemmtheit, oder weil ihn gewöhnlicher Beziehungssex schlichtweg nicht mehr reizt und er den Nervenkitzel braucht. Vielleicht durch verschobene Wertvorstellungen, vergifteter Erziehung und sozial verdorbenem Umfeld. Das kann einem manchmal mit den Jahrzehnten bißchen matsch in der Birne machen, insbesondere wenn es um Knüpfung von Bindungen geht.

Was es auch ist, es ist SEIN Problem, nicht deines, ER wird dich verlieren, nicht du ihn! Das Schlimmste was du machsen kannst: bei ihm bleiben und so weiter machen wie bisher. Dass du nicht ordentlich auf den Tisch haust und ihn rausschmeißt für seine leicht seltsame Persönlichkeitsstörung, vermittelt den Eindruck, als findest du das ganz ok, dass es dir gefällt, du absolut abhängig von ihm bist und ihn eh nicht verlässt. Damit hat er volle Macht über dich und kann so handeln, wie es ihm beliebt - heute so und morgen vielleicht wieder so.

Nicht falsch verstehen, Sex ist nicht das Allerwichtigste, aber es gibt Männer, die treiben allerlei solche Spielchen aber nur mit den Frauen, die ihnen offensichtlich haushoch unterlegen sind und sich auch nicht wehren. Solche Männer suchen sich gerne Affären zu naiven jungen Frauen, denn die wehren sich nicht und können ihre Meinung noch nicht formulieren.

Ich weiß nicht was für ein Problem der Typ hat, du auch nicht, wir alle wissen es eigentlich nicht so genau. Vielleicht ist er auch asexuell oder impotent geworden. Ich würde Inititative ergreifen und für ihnen einen Arzttermin ausmachen, damit er sich hintenrum blamiert. Was der Mann braucht ist eine weibliche Führungskraft, die ihm zeigt, dass es so nicht langgeht. Auch du hast ein Recht darauf, glücklich zu sein.
Und ganz ehrlich, jede normale Frau hätte schon längst das Weite gesucht. Vermutlich ist er auch der Typ, dem Freunde und Bekannte schnell wegrennen, weil sie mit seiner allgemeinen Art nicht umgehen können.
Beziehungsunfähigkeit geht nicht selten mit teilweiser sozialer Imkompetenz einher.

Ich würde mich defintiv nicht mit Händchen vor dem Fernseher abspeißen lassen. Das klingt so, als mag er dich, vielleicht sogar sehr, aber sucht insgeheim trotzdem wieder nach einer besseren, tolleren, interessanteren Frau.
 
G

Gast

  • #17
Hier ist noch mal Marie 21
Vielen herzlichen Dank für Eure Beiträge! Es hilft mir sehr und ich fühle mich auch in meiner Entscheidung, vor 10 Tagen die Trennung ausgesprochen zu haben, bestärkt. Ja, Gast #12 hat sicherlich Recht, dass bei ihm Bindungsängste eine Rolle spielen, auch wenn er räumlich immer meine Nähe gesucht hat. Und es auch jetzt in seiner Einsamkeit wieder versucht. Ich weiß, es würde sich nichts ändern und das on/off-Spielchen ginge so weiter wie bisher.

Und es stimmt, er hat keine Freunde und gilt in seinem privaten und beruflichen Umfeld als sehr schwierig und nicht sehr sympathisch.

Ich weiß auch, das ER das Problem hat und ist, dennoch tut es weh, loszulassen und die Traurigkeit, dass das mit uns nicht geklappt hat, ist im Augenblick riesengroß. Aber ich bin mir letztendlich doch zu schade, die nächsten Jahre mit einem Mann zu verbringen, für den es bequem und nett ist, nicht alleine zu sein. Der mich sicherlich irgendwo sehr gerne hat, aber mich seit einem dreiviertel Jahr (wir sind ein gutes Jahr richtig zusammen) an allen Ecken und Ende spüren lässt, dass ich es nicht bin. Bis hin eben zur kompletten Verweigerung körperlicher Zärtlichkeiten und Sex.

Ich hoffe und weiß: Nur durch einen klaren Schnitt habe ich die Chance, irgendwann auf jemanden zu treffen, der mich tatsächlich lieben kann. Vielen Dank Euch allen!