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  • #1

sexuelle Vorlieben erfragen?

Nachdem ja hier mehrere No-Go-Listen mit recht bizarren und verschrobenen Gründen kursieren, fällt mir auf, dass dabei selten sexuelle Vorlieben oder Ablehnungen vorhanden sind. Dabei ist diese Ebene doch sicher eine der wichtigsten.
Wenn man also beim Mailen und im Profil möglichst viel erfahren will, um schon dadurch eine gezielte Vorauswahl zu treffen, warum sollte man sowohl in den Profilen, wie auch beim Mailen, das Thema nicht direkt ansprechen?
Oder ist die sexuelle Ebene nicht so wichtig?
 
  • #2
Sexualität ist zwar sicherlich ein wichtiger Aspekt einer erfüllenden und vollwertigen Partnerschaft, aber meiner Erfahrung nach können alle Menschen, die ganz normale, verbreitete sexuelle Vorlieben haben, fest darauf vertrauen, dass es bei allgemeiner Kompatibilität und Harmonie auch sexuell harmonieren wird. Wer zu sehr vielen Aspekten des Lebens ähnliche Ansichten hat, wer gegenseitig Ausstrahlung, Verhalten, Charakter liebt, man den Geruch des anderen mag, dann passt es fast ausnahmslos auch sexuell.

Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat auch bekannterweise ganz normale sexuelle Vorlieben und wenn Zärtlichkeit, Liebe, echte Gefühle gegeben sind und man den anderen riechen mag, dann wird es auch sexuell in fast allen Fällen passen. Der Mensch ist schon gut darauf angepasst, dass Sex sich gut anfühlt und quasi zwischen allen möglich ist.

Nur wer ausgefallenere sexuelle Wünsche hat, sollte die vorsichtig im Vorfeld abklären, aber auch das erst nachdem die prinzipielle Sympathie und Harmonie ermittelt wurde. Schließlich spricht man erst dann über sexuelle Vorlieben, wenn es überhaupt Sinn ergibt, also der andere als Partner in Frage kommt. Sexuelle Kompatibilität ist nur eine von dutzenden wichtigen Facetten -- außer für Einzelfälle, die den Sex abnorm überhöhen.

Konkret zu Deinen Detailfragen: In den Profilen und beim Mailen sollte man Sexualität eher nicht ansprechen. Das wird fast immer als aufdringlich, anzüglich oder sexuell fixiert empfunden und dürfte die meisten eher abschrecken. Wer normale Präferenzen hat, muss das ja auch nicht diskutieren.

Meine Frage an Dich: Wie kommst Du auf diese Frage? Welche Vorlieben hast Du, als dass sie diskutiert werden müssten? Man wird ja wohl kaum fragen, ob man Missionar oder Reiten mag, ob Fellatio oder Cunnilingus praktiziert werden, wo dies heutzutage fast alle machen.

Die wirklich wichtigen Aspekte sexueller Kompatibilität wie in eher seltenen Fällen unpassende Proportionen (Penisgröße, Vaginalweite) oder aber sehr verbreitet "riechen mögen oder nicht riechen können" lassen sich online ohnehin nicht klären. Faktoren wie "gut im Bett sein" im Sinne von Passivität vs. Aktivität oder Verklemmtheit vs. Experimentierfreude lassen sich ohnehin nicht ehrlich per Mail tauschen, sondenr müssen ausprobiert werden. Wer würde sich schon selbst als schlecht im bett bezeichnen oder als besonders verklemmt?
 
  • #3
Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat auch bekannterweise ganz normale sexuelle Vorlieben
Und das wären die genau, was ist bitte normal???


Zitat von Frederika;284440[B:
]Nur wer ausgefallenere sexuelle Wünsche hat, sollte die vorsichtig im Vorfeld abklären[/B]
Ist rasiert oder nicht rasierst, schon ein ausgefallener Wunsch??? ODER ist die Grenze erst er bei Fäkal Spiele ausgefallen?


Meine Frage an Dich: Wie kommst Du auf diese Frage? Welche Vorlieben hast Du, als dass sie diskutiert werden müssten? Man wird ja wohl kaum fragen, ob man Missionar oder Reiten mag, ob Fellatio oder Cunnilingus praktiziert werden, wo dies heutzutage fast alle machen.

Ja aber halt nicht alle, nur weil man das selber macht und mag, ist es nicht selbstverständlich. Für viele sind auch leichte Fessel Spiele normal, ich würde an der Decke kleben, wenn mich einer versuchen würde zufesseln.

Zu der Frage, warum kann man das nicht schon vorher abklären, ganz einfach, es gehört sich nicht und ist in unserer Gesellschaft verpönt. Darum man kann sie fragen aber wie weit oder ob man eine Antwort bekommt, ist was anderes.
 
  • #4
Und das wären die genau, was ist bitte normal?
Übliche Sexualpraktiken sind Vaginalverkehr in den Stellungen Missionar, Reiten, Doggystyle und deren Varianten. Üblich sind auch Fellatio und Cunnilingus. Vorlieben wie Sex auf dem Tisch, unter der Dusche, in der Natur, Intimmassagen etc. sind weniger verbreitet, aber normal und jederzeit ansprechbar und würden von den allermeisten ausprobiert weden. Grob als normal ansehen kann man alles, was auf natürlicher Erregung basiert und ohne Schmerzen, Demütigung, Ekel abgeht.

Ist rasiert oder nicht rasierst, schon ein ausgefallener Wunsch?
Es ist normal, Vorlieben für das eine oder andere zu haben. Es ist aber unnormal, danach einen Partner zu selektieren! Und darum geht es in der Frage. Solche Themen kann man in einer Partnerschaft klären, erproben und Kompromisse schließen -- wenn man sich aufrichtig liebt, begehrt und schätzt, dann sollten Schamhaare nicht das Entscheidende sein.

ist die Grenze erst er bei Fäkalspielen ausgefallen?
Das ist definitiv außerhalb des Normalen. Ich kann mir aber bis auf wenige gestörte Personen nicht vorstellen, dass man danach den Partner auswählt oder das ständig oder zwangsweise praktizieren muss.

Für viele sind auch leichte Fessel Spiele normal, ich würde an der Decke kleben, wenn mich einer versuchen würde zufesseln.
Richtig, aber Fesselspiele sind auch nur für eine ganz kleine Minderheit notwendiger Bestandteil von Sexualität. Die allermeisten, die mal Fesselspiele ausprobieren, tun dies, um ihr Sexualleben zu bereichern und mit dem Gedanken zu spielen.

Wenn Du das nicht magst, wird ein Partner, der richtig in Dich verliebt ist, dessen Herz klopft, der erregt ist, sobald Du ihn berührst, der sich über Deine Anwesenheit freut, der Dich wirklich heiß begehrt, doch völlig egal sein. Sexuell ist im normalen Bereich des Vaginal- und Oralverkehrs soviel Erfüllung und Befriedigung möglich, dass er dann eben auf Fesselspiele verzichten würde. Das ist doch gar kein Problem für normalveranlagte Personen.
 
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  • #5
Ich fand es gut, dass es einem Mann im ersten Gespräch wichtig war zu erwähnen, dass er beim Sex dominat sei. Meine Gegenfrage " etwa in Richtung BDSM?" bejahte er.

Gut, dass wir darüber gesprochen hatten, wenn auch nur andeutungsweise, Wäre doch blöd gewesen, ich hätte das erst später erfahren. Möglicherweise erst wenn ich mich bereits verliebt hätte. Denn das ginge gar nicht, eher ein ganz wenig in umgekehrter Richtung.
 
  • #6
Ich finde Frederikas Beitrag sehr gelungen und differenziert.

Spätestens, wenn sich verstärkte Sympathie einstellt, sollte sich zumindest derjeinige, der spezielle Vorlieben hat, öffnen, um zu sondieren, ob der andere sich dafür begeistern könnte.

Ich hatte früher regelmäßig den Fehler gemacht, meine Vorlieben zu "unterdrücken", weil mir rein rational betrachtet klar war, daß das einfach "Blödsinn" ist. Als es dann darauf ankam, mußte ich damit "rausrücken" und die Enttäuschung war damit seitens der Dame verständlicherweise groß.

Heute halte ich es genau so, wie es Frederika empfiehlt. Neben der geistig-ideellen Verbundenheit, die irgendwann ja auf körperlicher Ebene vervollständigt werden soll, muß auch hier wenigstens eine grundsätzliche Übereinstimmung bezüglich der Vorstellungen bestehen.

Solche Themen anzusprechen, kosten zumindest am Anfang eine erhebliche Überwindung, aber sie sind es wert, weil man dann zeitig weiß, woran man in dieser Hinsicht ist.

Für viele Frauen kann sowas sogar eine Erlösung oder Befreiung bedeuten, da sie sich seltener trauen, ausgefallenere Vorlieben zu artikulieren.

Meine Freundin erlebte in dem Moment, wo ich mich diesbezüglich erklärte, reihenweise Orgasmen und konnte es nicht begreifen, daß sie mit ihrer bislang heimlichen Neigung verstanden wurde. Spontan sagte sie mir, daß sie gerne für meine für immer geschorene Frau sein möchte.

Es ist also schon sehr wichtig, daß man sich gerade in Ausnahmefällen rechtzeitig darüber unterhält.
 
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  • #7
Ich bin inzwischen dazu übergegangen, relativ früh einem Mann gegenüber anzudeuten, wie meine Vorlieben aussehen - das erspart einfach Enttäuschungen und gebrochene Herzen.

Vielleicht könnt Ihr (insbesondere die Männer) umreißen, was für Euch realistisch denkbare Praktiken sind, die Euch nicht schon bei der bloßen Erwähnung in die Flucht schlagen würden. Dazu habe ich aus einem anderen Forum die dort gängige Liste an "Erfahrungen" kopiert und ein wenig vorab bewertet.

meine "gos":
+ Schläge (mit Hand, Rohrstock / Gerte / Single Tail ...)
+ Klammern
+ Wachs
+ Nadeln
+ Reizstrom
+ Bondage
+ Schlucken (Oralverkehr wird vorausgesetzt)
+ Atemkontrolle
+ Anal
+ Dehnung / Fisting

meine "no-gos":
+ Klistier /CBT
+ NS/KV
+ Gangbang / Vorführung / Verleih
+ Petplay
+ D/S / Total Power Exchange / 24/7
+ Piercing / Branding / Cutting
+ Keuschhaltung

w33
 
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  • #8
Es ist in der Tat schon ein wenig sonderbar, wenn Hunde/Kinder/Katzen/Rauchen/Sparsamkeit/Größe/Religion usw als Ausschlusskriterium gewertet werden und anhand der Bücherpräferenzen, des Musikgeschmacks oder der Urlaubsziele Profile aussortiert werden, aber über sexuelle Vorlieben nicht geredet werden darf. Ist ein wenig verklemmt.

Und was bedeutet bitte "der sexuellen Norm" entspricht?
Welcher Norm entsprechen denn dann die Menschen,die eine No-Go-Eigenschaft haben, nicht?
Es geht um Vorlieben, ebenso wie bei dem Ausschluss über Profile.
 
  • #9
meine "gos": + Schläge (mit Hand, Rohrstock / Gerte / Single Tail ...) + Klammern
+ Wachs + Nadeln + Reizstrom + Bondage + Atemkontrolle + Dehnung / Fisting
Das dürfte alles WEIT außerhalb des Normbereichs liegen und nur von einer Minderheit mitgemacht werden. Du solltest beim näheren Kennenlernen erwähnen, dass Du auf SM der groberen Art stehst.

Kannst Du denn auch bei ganz normalen Sex Befriedigung erlangen? Einfach Missionar oder Reiten und dabei ein Orgasmus erleben? Oder ist normaler Sex nicht erfüllend für Dich? Kannst Du ihn einfach oral zärtlich und aufregend verwöhnen ohne Kinkerlitzchen?
 
  • #10
was bedeutet bitte "der sexuellen Norm" entspricht?
Na ja, komm, das Diskutieren über "Norm" und "Normalität" ist doch langweilig geworden. In unserem Sinne enstspricht zunächst erst einmal ganz platt alles der Norm, was die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung mitmachen würde.

Es ist natürlich und gesund, dass sexuelle Erregung nicht durch Schrecken, Stress, Angst, Schmerz, Demütigung oder Bloßstellung eintritt. Es ist gestört und krankhaft, wenn solche Dinge nicht die Lust zu erliegen bringen (in solchen Situationen hat der Mensch biologisch wichtigeres zu tun!), sondern im Gegenteil die Lust anfachen.

Welcher Norm entsprechen denn dann die Menschen,die eine No-Go-Eigenschaft haben, nicht?
Sorry, aber das ist logikbefreit. Ausschlusskriterien sind persönliche Präferenzen und haben nichts mit dem Normbegriff zu tun. Man kann doch einen Kandidaten mit Kindern oder Haustieren, einen Raucher, einen Kleinwüchsigen und so weiter ausschließen, weil m an sich selbst einfach so einen Partner nicht vorstellen kann und man dabei keine Erotik, Romantik, Gefühle empfindet oder weiß, dass er mit dem eigenen Leben und Lebenszielen inkompatibel wäre. Mit Norm hat das nichts zu tun.
 
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  • #11
+ Schläge (mit Hand, Rohrstock / Gerte / Single Tail ...)
+ Klammern
+ Wachs
+ Nadeln
+ Reizstrom
+ Bondage
+ Schlucken (Oralverkehr wird vorausgesetzt)
+ Atemkontrolle
+ Anal
+ Dehnung / Fisting

w33

Bis auf Analdehnung und Atemkontrolle passt alles.

Zu Frederika:
das mag extrem sein, stimmt schon.
Das bedeutet aber keineswegs, dass man den von Dir normal genannten Sex nicht auch geniessen kann.
Ich muss ja zB auch nicht jeden Tag ein Rumpsteak essen.
Übrigens ist das nach meiner Erfahrung auch nicht weit ausserhalb des Normbereiches, obwohl ich meine Partnerinnen bisher nie über die sexuellen Kriterien ausgesucht habe, das ergab sich erst später.
In Zahlen würde ich schätzen, dass etwa 60-70% solche Praktiken nicht ablehnen.

m, 44
 
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  • #12
Kannst Du denn auch bei ganz normalen Sex Befriedigung erlangen? Einfach Missionar oder Reiten und dabei ein Orgasmus erleben? Oder ist normaler Sex nicht erfüllend für Dich? Kannst Du ihn einfach oral zärtlich und aufregend verwöhnen ohne Kinkerlitzchen?

Ja, das kann ich.
Aber ich will das nicht immer. Ab und zu brauche ich ein wenig ausgefallenere Abwechslung. Dabei muss auch keineswegs alles, was auf meiner "Neigungsliste" steht, praktiziert werden.
 
  • #13
Ich kann mich rein geistig-ideelll in eine Frau verlieben, aber spätestens dann, wenn sie meinen sexuellen oder visuellen Vorstellungen nicht entspricht, ist das Feuer erloschen. Deswegen stelle ich sehr schnell klar, was mir gefällt.
 
  • #14
Es ist natürlich und gesund, dass sexuelle Erregung nicht durch Schrecken, Stress, Angst, Schmerz, Demütigung oder Bloßstellung eintritt. Es ist gestört und krankhaft, wenn solche Dinge nicht die Lust zu erliegen bringen (in solchen Situationen hat der Mensch biologisch wichtigeres zu tun!), sondern im Gegenteil die Lust anfachen.

So einfach ist das nicht. Mir sind gerade die beruflich sehr geforderten Frauen dadurch aufgefallen, daß sie sexuell zu deratigen Praktiken neigen. Nach außen stellen sie eine normgerechte Fassade dar, nach innen wollen sie sich komplett fallen lassen, um den Druck der Auswirkung zu entfliehen. Das führt in Extremfällen zu einem extrem devotem Sexualverhaltensmuster, welches sie befriedigt.
 
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  • #15
Sexuell ist im normalen Bereich des Vaginal- und Oralverkehrs soviel Erfüllung und Befriedigung möglich, dass er dann eben auf Fesselspiele verzichten würde. Das ist doch gar kein Problem für normalveranlagte Personen.
Auf "ewig" kein Problem? Sicher, Frederika?

<MOD: Bitte Quote-Funktion verwenden!>

Ich glaube das nicht und würde das Risiko nicht eingehen wollen, dass er das nicht eines späteren Tages - wenn der Sex nicht mehr so aufregend ist - es doch will und dann - wer weiss - vielleicht auf eine andere Frau trifft mit der er seine grossen Sehnsüchte endlich wieder voll ausleben kann.

Mir zuliebe auf einen wichtigen Lustbestandteil verzichten, ist für mich verbiegen. Und verbiegen dem Partner zuliebe schlägt zurück.
 
  • #16
Mir zuliebe auf einen wichtigen Lustbestandteil verzichten, ist für mich verbiegen. Und verbiegen dem Partner zuliebe schlägt zurück.
Das wäre für mich natürlich genauso.

Die Frage ist aber, ob zum Beispiel harmlose Fesselspiele wirklich "ein wichtiger Lustbestandteil" sind. Für mich definitiv nicht. Cunnilingus ist mir zum Beispiel schon wichtig, aber wenn alles andere passt, ich ihn wirklich liebe, alle anderen Praktiken toll klappen, dann würde ich mich nicht verbiegen müssen, sondern einfach nur verzichten müssen. 100% perfekte Übereinstimmung wird es nie geben und nach so einer Praktik einen Partner auszusuchen, käme mir absurd vor.
 
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  • #17
Mir sind gerade die beruflich sehr geforderten Frauen dadurch aufgefallen, daß sie sexuell zu deratigen Praktiken neigen. Nach außen stellen sie eine normgerechte Fassade dar, nach innen wollen sie sich komplett fallen lassen, um den Druck der Auswirkung zu entfliehen.

So geht es mir. Und ich liebe es, wenn ein Mann eine so große innere Stärke zeigt, dass ich mich bei ihm so fallenlassen und die Kontrolle völlig abgeben kann. Das kann/darf ich sonst nirgends in diesem Ausmaß.

w33
 
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  • #18
Die Frage ist aber, ob zum Beispiel harmlose Fesselspiele wirklich "ein wichtiger Lustbestandteil" sind...
das muss und kann nur jeder für sich entscheiden. es hängt mit sicherheit auch davon ab, welchen stellenwert das hat - und wie weit es geht.

100% perfekte Übereinstimmung wird es nie geben. und nach so einer Praktik einen Partner auszusuchen, käme mir absurd vor.
aber für einen anderen menschen vielleicht doch sinnvoll. auf jeden fall sollte es angedeutet oder auch angesprochen werden, damit das nicht eines tages(?) aus heiterem himmel kommt!
 
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  • #19
Mir geht es fast exakt genauso wie der Dame mit den devoten Vorlieben - im Job extrem gefordert mit sehr vielen Mitarbeitern unter mir und schon recht heftiger Verantwortung. At home dann gerne mal ziemlich devot. (Ab und an auch dominant). Ich kann mir eine Beziehung (ausserhalb des sexuellen auf Augenhöhe) ohne SM nicht vorstellen und es ist nicht sehr einfach gerade auch hier, dieses Thema anzusprechen. Ich hatte es mal verschleiert in meinem Profil stehen, so daß alle, die sich auskennen, wussten was ich meinte, aber wirklich gebracht hat es nichts. In den einschlägig bekannten Plattformen liegt das Niveau leider unter der Fussleiste, so daß ein Suchen dort für mich nicht in Frage kommt.

Das Interessante aber ist, daß tatsächlich nach meiner Erfahrung 50-70% dem Ganzen nicht wirklich abgeneigt sind.

[Mod.= gelöscht]

Es wird erst ab dem Moment pervers, in dem einer zu etwas gezwungen wird, was er nicht möchte. Und was für den einen normal ist, das kann für den anderen schon total aussergewöhnlich sein.
Ansprechen würde ich es aber trotzdem - also natürlich, wenn man sich schon näher gekommen ist. Aber auch das geht mit Andeutungen oder spielerisch ganz gut. Irgendwer sagte, daß man Profile aufgrund von so vielen Punkten aussortiert und einen der wichtigsten ausslässt - das sehe ich auch so. Und, daß man sich mag etc heisst noch lange nicht, daß es im Bett klappen muss.
 
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  • #20
@Nr. 18 und auch andere Vorposter

Pervers seid Ihr erst, wenn Ihr niemanden mehr findet, der mitmacht...

Hey, ich bin nicht allein, das ist das was ich aus diesem Thread mitnehme. Und ja, das Niveau in einschlägigen SM-Platformen ist unterirdisch... Und ja, hier wird man als Außenseiter und Triebgesteuert abgestempelt, wenn man seine Neigungen offenbart...

Aber man muß seine Neigungen eben doch offenlegen - wie soll man sonst eine passende Partnerin finden?
 
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  • #21
Die Aufzählung von #6 ist sehr sinnvoll.Da weiß jeder Mann, dass es sich um eine sehr an Sex interessierte Frau handelt. So trennt sich die Spreu vom Weizen und es fühlen sich nur Männer angesprochen, die eine solche Frau auch sexuell befriedigen können.
 
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  • #22
hier die #6/11/16...

@Frederika:
Natürlich informiere ich einen Mann, den ich näher kennenlerne über meine Interessen. Ich will ja weder ihm noch mir Kummer verursachen. Es gibt übrigens weit mehr Menschen, die sich (in Abstufungen) solche Spiele vorstellen können, als Du glauben magst.

@19:
Ja, die einschlägigen Plattformen ziehen schon die unterschiedlichsten Menschen an. Allerdings habe ich dort durchaus kultivierte, gebildete, nette Leute kennengelernt. Hier in der Großstadt ist die "Szene", ob öffentlich oder rein privat, ohnehin recht groß, so dass dort auch viele spannende Menschen zu finden sind. Entgegen landläufiger Vorurteile springen sich die Leute auf Partys/Treffen auch nicht sofort an, sondern benehmen und unterhalten sich ganz normal.

@20:
Ja, so trennt sich die Spreu vom Weizen. Ich finde es wahnsinnig frustrierend, wenn in einer Beziehung der Sex überhaupt nicht passt und auch das sexuelle Verlangen sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Darunter habe ich schon mehrmals gelitten und ich habe den festen Vorsatz, mir das nie wieder anzutun. Da können andere hundertmal schreiben, dass es nur auf die Liebe ankommt, dann würde der Sex schon passen - diese Aussage ist einfach falsch. Eine gewisse Kompatibilität und ein halbwegs gleich stark ausgeprägter Trieb sollten schon von vornherein vorhanden sein.

w33
 
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  • #23
ich finde es gut sexuelle vorlieben zu erfragen.. da erspart man sich doch viel unangenehmes, ohne zuviel gefühl investiert zu haben.

all diese in einem beitrag genannten experimente wie reizstrom, anal, etc. sind für mich nicht denkbar ..*oh schreck*, da würde ich flüchten..

ich mag männer die mich als frau behandeln und mit meiner blümchen-sex-mentalität zufrieden sind und gerne gemeinsam mit mir in der löffelchen-stellung einschlafen und wieder aufwachen wollen ; )
 
  • #25
Es gibt durchaus Männer, die Cunnilingus und Reiten nicht mögen, liebe Frederika. Jeder hat andere Vorstellungen. Gerade DU sagst doch immer, dass Kommunikation wichtig ist und nun plötzlich doch nicht mehr?
Welchen Teil von meiner Erklärung hast Du nicht verstanden?

Ich behaupte, dass wenn Dutzende notwendige und wünschenswerte Facetten an Ansichten und Wertvorstellungen, Zärtlichkeit, Geruch, Begehren, Interessen, Verhalten, Lebensstil, Charakter und so weiter passen, fast imemr auch die Sexualität passen wird. Menschen sind meist in sich stimmig und wer ein biederes Sexualleben hat, wird auch ansonsten eher bieder sein, wer insgesamt bunt und auffällig ist, wird auch beim Sex anders sein. Aber fast immer bilden Persönlichkeiten eine in sich stimmige Einheit.

Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat ganz normale sexuelle Präferenzen und wünscht keine seltsamen Praktiken. Diese breite Mehrheit muss daher auch nicht darüber diskutieren. Innerhalb des normalen Spektrums an Stellungen und Praktiken wird man den Großteil gemeinsam mit dem Partner erfüllend ausleben können und das reiht für eine tolle Partnerschaft und befriedigende Sexualität.

Wer tatsächlich seltsame Präferenzen hat und diese als wichtiger als andere Facetten des Menschen empfindet, so dass er eher nach Sexualität als nach Ansichten und Wertvorstellungen oder Interessen die Partnerwahl betreibt, der muss wohl in der Tat rechtzeitig (wenn auch nicht früh) bei der Anbahnung darüber sprechen oder gleich in entsprechender Fetisch-Umgebung nach einem Partner suchen. Das betrifft aber nur kleine Minderheiten, um die es hier im Forum überhaupt nicht geht.

Klar, wer auf SM oder andere abartige Fetische nicht nur steht, sondern sich von ihnen abhängig fühlt und sich eine Partnerschaft ohne nicht vorstellen kann, der muss natürlich rechtzeitig ermitteln, ob das auslebbar wäre. Das ist doch unstrittig. Aber von diesen maximal 5% rede ich gar nicht.

Die Frage war nicht so gestellt, dass es hier um Fetische, Perversionen oder seltsame Praktiken geht, sondern ganz allgemein formuliert. Und im allgemeinen Fall bleibe ich dabei: Nein, man kann nicht per Mail vorab klären, ob der andere Fellatio oder Doggystyle mag oder es mal im Wald machen würde. Ganz klar lautet hier die Devise: Einerseits ist all das für fast jeden denkbar, andererseits genügt es völlig, darüber zu sprechen, wenn man denn ein Paar ist. Erst mal muss man sich verlieben, und das auf Gegenseitigkeit. Dann müssen etliche Charaktermerkmale harmonieren wie Nähe vs. Distanz, Dominanz vs. Unterordnung, Ansichten und Wertvorstellungen und so weiter.
 
  • #26
Ich muß da mal den Leuten, die ein Faible für ungewöhnliche sexuelle Spielarten haben (wie z. B. die von #6 genannten), mal zur Seite springen.

Gerade diese Leute zeichnen sich durch überdurchschnittliche Intelligenz, Phantasie, Empathie, feinmotorisches Geschick und Bildung aus. Vor allen Dingen setzt es hohes Verantwortungsbewußtsein voraus.

Natürlich gibt es dort auch regelrechte Stümper oder ganz einfach "Idioten". Diese sind meist in der Praxis noch unerfahren bzw. haben sich auch noch nicht mit den theoretischen Grundlagen beschäftigt. Bevor man mit sowas anfängt, sollte man vor allem sich selbst erstmal kennen. Dann ergibt es sich fast von selbst, den dazugehörigen Partner zu erkennen.

Natürlich sind derartige "Outings" mit einem Risiko verbunden, jedoch weiß man dann sehr zeitig, ob es überhaupt noch Sinn macht, sich mit der Person weiter zu befassen. Gerade bei meiner Vorliebe gehört sehr viel Investition, Vor - und Nachbereitung dazu.
 
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  • #27
Ich behaupte, dass wenn Dutzende notwendige und wünschenswerte Facetten an Ansichten und Wertvorstellungen, Zärtlichkeit, Geruch, Begehren, Interessen, Verhalten, Lebensstil, Charakter und so weiter passen, fast imemr auch die Sexualität passen wird. Menschen sind meist in sich stimmig und wer ein biederes Sexualleben hat, wird auch ansonsten eher bieder sein, wer insgesamt bunt und auffällig ist, wird auch beim Sex anders sein. Aber fast immer bilden Persönlichkeiten eine in sich stimmige Einheit.

Vielleicht ist das in Deiner Vorstellung so, aber keineswegs in der Realität.
Wenn Du mich sehen oder kennenlernen würdest, dann würdest Du mich zwar nicht für bieder, aber doch für seriös, intellektuell und sonst ziemlich normal halten. Fast alle meiner Bekannten aus dem BDSM-Umfeld wirken im "normalen Leben" und im Umgang mit anderen Menschen ebenfalls nicht auffällig.

[Mod.= unnötige Stichelei gelöscht.]
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  • #28
ich oute mich jetzt mal. Ich war schon auf einer Online Seite für Affairen und da gibt ja jeder auch munter an, auf was er im Bett steht und das ist schon toll, wenn man vorher weiß, dass das so in die ähnliche Richtung geht und die Mails sinddann auch viel offener und die Gespräche auch und bei vielen geht es auch nicht nur um Sex
w42
 
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  • #29
... wenn Du mich sehen oder kennenlernen würdest, dann würdest Du mich zwar nicht für bieder, aber doch für seriös, intellektuell und sonst ziemlich normal halten. Fast alle meiner Bekannten aus dem BDSM-Umfeld wirken im "normalen Leben" und im Umgang mit anderen Menschen ebenfalls nicht auffällig. w33

DAS kann ich allerdings bestätigen, denn zumindest die (wenigen) Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, die sich als SM-Fans im weitesten Sinne outeten, wirkten tatsächlich nicht nur seriös, sonder meist sogar bieder.

Aber um beim Thema zu bleiben: es ist sicher richtig, dass Personen, deren Sexualpraktiken außerhalb des Normalbereichs liegen, dies auch deutlich zum Ausdruck bringen sollten. Alles andere führt leicht zu Missverständnissen. (Jenseits aller Diskussion um "Normalität" würde ich in diesem Zusammenhang auch die von Frederika angeführte Liste als "üblich" definieren, selbst wenn sogar das nicht immer gegeben ist. Kann ja z.B. auch vom Alter der Beteiligten abhängen. Alles Darüberhinausgehende - etwa im Sinne der zitierten w33 - sollte aber in jedem Fall eindeutig offen gelegt werden.)

Übrigens können auch sexuelle Vorlieben innerhalb des "Üblichen" inkompatibel sein. Und das kann dann sehr schnell zum Dauerfrust werden. Weiß man aber erst, wenn man es ausprobiert hat ...
M, Ende 50
 
  • #30
Fast alle meiner Bekannten aus dem BDSM-Umfeld wirken im "normalen Leben" und im Umgang mit anderen Menschen ebenfalls nicht auffällig.
Hatte ich extreme Abarten wie BDSM und Fetische nicht gerade ausgenommen? Von solchen Minderheiten ist hier einfach nicht die Rede. Naürlich, wer so extrem drauf ist, der muss eben Bekanntschaften im passenden Umfeld suchen.

Aber für die breite Masse gilt: Wenn alles andere harmoniert, dann passt auch fast immer die Sexualität.
 
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