• #32
@Frederika

Nach außen hin würdest Du Leute <MOD: umformuliert, um Angriffe zu entfernen und den Beitrag feischaltbar zu gestalten. Formulieren Sie doch selbst bitte neutraler!>, die ein Faible für ungewöhnliche sexuelle Praktiken haben, nicht mal erkennen, da sie sich völlig normal verhalten und vielseitig interessiert sind. Ihr Interessenspektrum ist weit vielfältiger angesiedelt als bei Normalos. Genau das macht diese Leute zu interessanten Gesprächspartnern, mal ganz davon abgesehen, daß sie sich sehr mit ihren speziellen sexuellen Vorlieben auseinandergesetzt haben.

Wie Du hier lesen kannst, schreiben doch viele Frauen, daß sie ungewöhnliche Erregungsmuster haben, die man ihnen vom rein Äußerlichen nicht zutrauen würde.

Es reicht manchmal völlig aus, wenn man sich schon sympathisch ist. Das Sprechen über sexuelle Vorlieben kann dann oft der überspringende Funke sein, daß man sich ineinander verliebt.
 
  • #33
die ein Faible für ungewöhnliche sexuelle Praktiken haben, nicht mal erkennen, da sie sich völlig normal verhalten und vielseitig interessiert sind. Ihr Interessenspektrum ist weit vielfältiger angesiedelt als bei Normalos.
Also nur weil jemand sexuell abartig veranlagt ist, bedeutet das nicht zwangsweise, dass er auch auf ganz anderen Gebieten vielfältiger interessiert wäre. Wie kommst Du auf diesen Zusammenhang?

Wenn man diese Leute besser kennenlernt, dann fallen die abweichenden Ansichten und gesellschaftlichen Haltungen durchaus meist auf, es sei denn, die Personen verstellen sich absichtlich.

Genau das macht diese Leute zu interessanten Gesprächspartnern, mal ganz davon abgesehen, daß sie sich sehr mit ihren speziellen sexuellen Vorlieben auseinandergesetzt haben.
Das ist zutreffend.

Wie Du hier lesen kannst, schreiben doch viele Frauen, daß sie ungewöhnliche Erregungsmuster haben, die man ihnen vom rein Äußerlichen nicht zutrauen würde.
Ja, weil solche Threads solche Personen anziehen, aber doch nicht, weil der Anteil abartiger Wünsche in der Bevölkerung signifikant wäre. BDSM ist eine sehr kleine Minderheit, über die eben gerne geschrieben wird, weil es so bizarr ist.

Es reicht manchmal völlig aus, wenn man sich schon sympathisch ist. Das Sprechen über sexuelle Vorlieben kann dann oft der überspringende Funke sein, daß man sich ineinander verliebt.
Verlieben durch sexuelle Harmonie? Interessante These. Wird dann ja nicht lange halten, denn im Alltag zählen ganz andere Werte als Sex: Ansichten und Wertvorstellungen, Charakter, Nähe vs. Distanz, Freizeitinteressen, Lebensziele und so weiter.
 
  • #34
Wenn man diese Leute besser kennenlernt, dann fallen die abweichenden Ansichten und gesellschaftlichen Haltungen durchaus meist auf, es sei denn, die Personen verstellen sich absichtlich.

Nein. Da habe ich ganz andere Erfahrungen gemacht. Ich kenne mehrere Leute mit "buntem" Sexualleben, die sich ansonsten in überhaupt nichts von "Normalos" unterhalten. Da sind natürlich auch Menschen mit konservativem bis liberalem Weltbild und entsprechenden Vorstellungen von Beziehungen vertreten.
Sie haben sich lediglich, wie Dogbert schon schrieb, ausführlich mit ihren Vorlieben und Neigungen beschäftigt und gehen diesen eben nach. Dass diese Menschen oft interessante und vielseitig interessierte Charaktere sind, kann ich ebenfalls bestätigen.

[Mod.= gelöscht! Kein Chat bitte!]
 
  • #35
ausführlich mit ihren Vorlieben und Neigungen beschäftigt
Was für Drumherumgerede. Wer keine abartigen Neigungen hat, muss sich auch nicht ausführlich damit "beschäftigen", sondern kann einfach Spaß im Bett haben. Ganz einfach.

Liebe, Zärtlichkeit, Leidenschaft, Verwöhnen, Lust, Erregung, Orgasmus, Wohlfühlen. Das ist normale Sexualität und damit muss man sich nicht "beschäftigen", die kann man einfach genießen und fertig. Das ist natürlich und gesund und normal.

Ich finde es erstaunlich, wie Abartigkeiten auch noch hochstilisiert werden können. Die Personen sind gestört und krank (ICD F65.5). Jeder kann das machen, wie er will, aber dann doch bitte nicht auch noch auf Normalos herabblicken!

Dass einige dieser Menschen interessante Typen sind, bestreitet ja niemand. Im übrigen wirst Du staunen: Auch sexuell gesunde Menschen können interessante Typen sein! Wow.
 
G

Gast

Gast
  • #36
... kenne mehrere Leute mit "buntem" Sexualleben ...

Also „buntes“ Sexualleben möchte ich doch nicht pauschal mit - aus meiner Sicht - persönlichkeitsverletzenden Praktiken à la BDSM gleichgesetzt wissen. Da versucht eine bestimmte Szene sich ein Definitionsmonopol anzueigenen, das ihr keinesfalls zusteht. Ich habe wirklich über viele Jahre ein „buntes“ Sexualleben gepflegt, aber BSDM- Praktiken wären mir dabei sicher nie in den Sinn gekommen ...

... ist natürlich und gesund und normal. .... Die Personen sind gestört und krank (ICD F65.5).

Auch wenn ich deiner Definition „normaler“ Sexualpraktiken im Prinzip durchaus zustimme (ziehe allerdings das „üblich“ dem „normal“ vor – denn das macht sehr wohl einen Unterschied!), vor einer Verwendung von Begriffen wie “gesund“ bzw. „gestört“ möchte ich doch etwas mehr Nachdenken gesetzt haben. Wir hatten solche Definitionen bereits in der Vergangenheit und das mit nun allerdings wirklich fatalen Folgen. Wenn die Leute sich quälen und piesacken wollen, sollen sie das meinetwegen. Solange sie niemanden damit belästigen (auch nicht im o.g. Sinn von Definitionsübergriffen.)

Wenn der psychische Leidensdruck der Betroffenen hoch genug ist, werden sie ggf. schon einschlägige Hilfen in Anspruch nehmen (und dann erst greift der ICD, denn der beschreibt nämlich ein Krankheitsbild).
 
  • #37
Definiere bitte abartige Neigungen. Ich bezeichne weder SM noch BDSM als abartig, auch wenn diese nicht mein Gebiet sind. Man sollte sich schon mit diesen Bereichen auseinandersetzen und sich möglichst auch mal mit den Leuten unterhalten, bevor man über sie urteilt.
 
G

Gast

Gast
  • #38
Um mal zur Ausgangsfrage zurückzukommen:

VOR einem ersten Treffen oder BEIM ersten Date fände ich eine direkte Frage nach den sexuellen Vorlieben zu aufdringlich, obwohl ich sexuell schon immer sehr offen und aufgeschlossen war, und auch eine "Nur-Sex-Affäre" oder Sex beim ersten Date, wenn es beide packt, völlig okay finde.

Wer so unsensibel gleich mit der Tür ins Haus fällt, wäre bei mir sofort unten durch.

w54
 
G

Gast

Gast
  • #39
@Dogbert: Ja das kann ich bestätigen, mein letzter Freund, mit dem ich das große Glück hatte, meine submissive Ader auszuleben, hatte Musik studiert und arbeitet sogar in der Öffentlichkeit.
Wir hatte eine wirklich EXTREM befriedigende Sexualität und man hätte uns unsere Spielchen auch nicht angemerkt.

Also ich werde auch bei meiner nächsten Beziehung mich vorher erkundigen, ob ich mit ihm kompatibel bin.

@Frederika: ich glaube nicht, dass Dein Statemant für die große breite Masse gilt, dass der Sex schon passen wird, wenn alles andere passt.....warum gibt es in vielen Beziehungen bereits nach relativ kurzer Zeit (weinige Monate bis wenige Jahre Beziehung) schon sexuelle Flaute? Obwohl sich das Pärchen sonst gut versteht?
Einfach weil der Sex unbefriedigend ist. Da hat dann die Frau keinen Bock mehr, Orgasmen vorzuspielen, damit der Mann endlich Ruhe gibt nach 10 Stellungswechseln und sinnlosem Gerammel....und der Mann sagt dann eben einfach : ist doch frigide die Frau.

Weil der Blümchensex vielen eben doch langweilig wird nach einiger Zeit.....wenn dann die Verliebtheit weg ist.

ich behaupte: Wenn mehr Menschen ihre kühnen Träume ausleben würden, hätten wir weniger Scheidungen....oder auch Trennungen....

w/44
 
  • #40
@#37

Wir müssen unterscheiden zw. Ausnahmeneigungen und normalen Neigungen. Es geht nicht darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, sondern bei speziellen Neigungen sagen können, daß man so und so gepolt ist.

Das erspart beiden viele Probleme. Was nützt es mir denn, wenn mir eine Frau sympathisch ist oder ich ihr, aber sie nichts mit meiner Neigung anfangen kann?
 
  • #41
@Frederika

Was Du beschreibst, ist graue Theorie. Wenn es danach ginge, könnte ich mit beinahe jeder Frau eine Beziehung eingehen, die mir äußerlich gefällt.

Wozu gehen wir denn heute, wo wir autark sind, überhaupt Beziehungen sprich Partnerschaften ein? Sicherlich wird es einige geben, die das nur tun, um nur nicht allein zu sein. Für die kreative und selbstständige Menschen, die auch locker ungebunden sein können, ist eine feste Partnerschaft nur unter dem rein sexuellen Gesichtspunkt interessant. Was nützt mir eine Frau, die mich sexuell in keiner Weise reizt oder mit der ich nicht in dieser Hinsicht kompatibel bin? Einfach nichts.

Ich habe mit meiner Freundin z. B. keine nennenswerten Berührungspunkte. Was uns verbindet, ist unser Sex und unsere Interessen (Natur, Outdoorsport, Tiefenromantik, Literatur). Das alltägliche Zeug ist völlig uninteressant. Das Wichtigste ist für uns der Sex. Das normale Leben bewältigen wir uch alleine.

Da wir keinen Langweiler-Sex haben, verbindet uns das umso mehr. Gerade die ungewöhnlichen Sexualpraktiken bieten so viel Vielfalt, da sie weit über die Normalo-Praxis hinausgehen.
 
G

Gast

Gast
  • #42
Ich finde es erstaunlich, wie Abartigkeiten auch noch hochstilisiert werden können. Die Personen sind gestört und krank (ICD F65.5). Jeder kann das machen, wie er will, aber dann doch bitte nicht auch noch auf Normalos herabblicken!
Dieses ICD (Internati. Klassifizierung von Krankheiten) wurde seit der Gründung 1948 mehrmals revidiert. So wurde im ICD-8 im 1968 erstmals die Homosexualität als psychische Krankheit angezweifelt und sie wurde erst 1992 aus der noch heute gültigen ICD-10 Version entfernt. Was wird wohl bei der nächsten Revision aus dem Diagnosemanual entfernt und was neu dazu gefügt? Es gibt nicht wenige Kritiker unter den Ärzten, welche in diesem Diagnosemanual ein legales Mittel zur Diskriminierung einiger Menschen sehen.

Niemand hat doch hier auf Normalos herabgeblickt! Ich weiche selber auch nicht von der sexuellen Norm ab! Ich erkenne viel eher, wie du in fast allen Beiträgen die andersartigen Menschen, als krank, gestört und anormal bezeichnest und das nur, weil du ziemlich geschockt sein musst (was ich verstehe), zu erfahren, dass es andere sexuelle Praktiken und Vorlieben gibt, als DEINE SEXUALITÄT. Ich glaube, du kannst und willst einfach nicht verstehen und akzeptieren, wie facettenreich und variationsreich die MENSCHLICHE Sexualität doch ist!
 
G

Gast

Gast
  • #43
Ich finde es sehr wichtig, die sexuellen Neigungen möglichst früh zu erfragen. Trägt das doch sicher mehr dazu bei, den Charakter und die Gemeinsamkeiten festzustellen, als im Vergleich dazu recht banale Dinge, wie den Musikgeschmack oder bevorzugte Bücher (obwohl das auch wichtig ist).

Allerdings herrscht in unserer Gesellschaft immer noch eine sehr starke Hemmschwelle, früh über solche Themen zu reden.

Ich persönlich handhabe es so, dass ich es sehr früh diesbezügliche Andeutungen mache.
So erwähne ich, wenn es beispielsweise um die Wohnungseinrichtung geht, dass ich ein Bett mit 4 stabilen Pfosten und eine Augenbinde habe.
Das verstehen eigentlich alle (bisher).

Im Gegensatz zu vielen Meinungen hier hat das aber noch nie zum Kontaktabbruch geführt, sondern eher zu mehr Interesse.
Meist wurde es spontan aufgegriffen und es entwickelte sich ein interessantes Gespräch darüber.
Interesse daran hatten eigentlich alle, mit denen ich bisher Kontakt hatte.


m, 44
 
G

Gast

Gast
  • #44
@#39 Dogbert

Okay, dann muss man unterscheiden zwischen "Vorlieben", wie hier ursprünglich gefragt, und "Neigungen".

Sexuelle VORLIEBEN sind nicht festzementiert, sondern man kann sich in einer Partnerschaft anpassen, kann sie entwickeln, bzw sind sie auch davon abhängig, wie vertraut man mit einem Partner ist und ob man ihn liebt oder ob es sich nur um eine Affäre oder einen ONS handelt. Besipiele: ob und wie sehr man sich intim rasiert, ob oder nicht man Sperma schlucken mag, ob man Analverkehr mag. Fragt ein Mann also schon beim ersten Date nach diesen Vorlieben, empfinde ich das als zu indiskret und primitiv.

NEIGUNGEN sind dagegen unveränderbar wie eine Charaktrereigenschaft. Wer Neigungen hat , die eine große Mehrheit der Bevölkerung nicht teilt, der sollte das selbstverständlich in seinem Profil oder sehr früh beim Kennenlernen erwähnen. Dau zähle ich BDSM oder irgendwelche Fetische.

w54
 
G

Gast

Gast
  • #45
Verfolge nun schon die ganze Zeit diesen Tread und bin ehrlich gesagt etwas erstaunt. Bei mir ist das alles ganz anders. Ich könnte weder so eine Liste meiner Neigungen aufsetzen, noch ist mein Sexualleben etwas, was ich bei einem Date zur Sprache bringen würde. Meine Erfahrung im Bereich der Sexualität ist völlig anders. Bei einem Partner fand ich es toll, die Initiative zu ergreifen, alles auszuprobieren wozu wir Lust hatten, oder wozu der andere Anregungen gab...bei einem anderen Partner völlig anders, eher Sex ohne Akrobatik und in Augen anderer vielleicht langweilig, aber dafür so intensiv, dass man sich selber vergessen konnte...Finde die Vorstellung irgendwie gruselig, von einem Partner so eine Liste gesagt zu bekommen, auch wenn da viel bei wäre, mit dem ich positiv etwas anfangen könnte, ich würde sofort reißaus nehmen, wenn ein Mann bei einem Date anfangen würde das zu verbalisieren. Wo bleibt denn da die Spannung und das geheimnisvolle! Es ist weder alles planbar noch vorhersehbar...
w/44.
 
  • #46
warum gibt es in vielen Beziehungen bereits nach relativ kurzer Zeit (weinige Monate bis wenige Jahre Beziehung) schon sexuelle Flaute? Obwohl sich das Pärchen sonst gut versteht? Einfach weil der Sex unbefriedigend ist.
Du ziehst hier den falschen Schluss. So gut wie nie liegt der langweilige Sex daran, dass Stellungen, Praktiken oder Vorlieben divergieren (und darum geht es in der Titelfrage), sondern vielmehr liegt es daran, dass die Partner sich nicht mehr begehren, nicht mit der wünschenswerten Zärtlichkeit und dem notwendigen Einfühlungsvermögen interagieren, vielleicht gar daran, dass sie sich nicht wirklich lieben, sondern eben nur noch "ganz gut verstehen".

Da verweigern Frauen nach zwei Jahren nicht Fellatio, weil sie diese Praktik plötzlich abstößt, sondern weil sie sie nicht mehr erregt, weil das Wechselspiel aus Lust, Liebe, Leidenschaft nicht mehr klappt. Sexuelle Flauten sind meistens ein Stimmungsbarometer für eine Partnerschaft.

Aber nochmal: An Vorlieben, Praktiken und Stellungen scheitert es so gut wie niemals, sondern fast immer an Lust, Begehren und Liebe.

Weil der Blümchensex vielen eben doch langweilig wird nach einiger Zeit.....wenn dann die Verliebtheit weg ist.
Quatsch, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat wundervollen normalen Sex, der niemals mit diesem schrecklichen Wort Blümchensex diffamiert werden sollte. Sex und Liebe gehören zusammen. Ganz normaler Vaginalverkehr in den ganz normalen Stellungen und Oralverkehr in beiden Richtungen sind für fast alle Menschen alles, was sie begehren und brauchen. Diese Praktiken bleiben ein Leben lang spannend und erfüllend, wenn sich das Paar wirklich liebt und begehrt.

ich behaupte: Wenn mehr Menschen ihre kühnen Träume ausleben würden, hätten wir weniger Scheidungen....oder auch Trennungen....
Nein, das glaube ich nicht.

Es gilt ganz klar die Richtung: Sex wird schlecht, wenn die Beziehung schlecht ist. Aber nicht umgekehrt. Sex ist ein Stimmungsbarometer, aber nur seltenst die Ursache für Beziehungsprobleme.
 
G

Gast

Gast
  • #47
[Quatsch, die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat wundervollen normalen Sex, .

Das glaube ich nicht. Wo gibt es dazu Fakten? Oder ist das nur eine Behauptung?
Was ist überwältigende Mehrheit in Prozenten?
Ich meine jetzt natürlich das, was Du als normal bezeichnest.
 
  • #48

Es ist natürlich und gesund, dasss Stress, Schreck, Angst, Ablenkung, Überraschung, Demütigung und erst recht Schmerzen und Gewalt den Sexualtrieb stoppen. All diese Dinge sind keine Basis für Lust und Leidenschaft.

Welcher normalveranlagte Mann kriegt einen hoch, wenn er Schmerzen hat, Angst hat, vor Stress kaum schlafen kann? Wieviele Männer haben schon jähe Erektionsflauten erlebt, weil sie abgelenkt wurden, überrascht wurden, sich nicht entspannt hingeben konnten?

Es ist daher widernatürlich und abartig, wenn man Schmerzen und Demütigung, Gewalt und Unterdrückung mit Erregung verbindet. Das ist einfach gestört und krank. Punkt.

Wohlgemerkt, alles was Erwachsene einvernehmlich miteinander tun, sollen sie gerne machen. Aber abartig bleibt abartig. Normal im Sinne von natürlicher Veranlagung ist das definitiv nicht.

Wir müssen die Sache schon beim Namen nennen und den Fakten in die Augen schauen. BDSM wird nur von einer kleinen Minderheit betrieben und viel Hype darum gemacht. BDSM ist aber eigentlich auch gar nicht Thema dieses Threads. Wieso wird immer von den 3-5% Ausnahmen so viel geredet, aber die überwältigende Mehrheit der Forumsteilnehmer und deren ganz normale Alltagsprobleme ignoriert? Lass uns mal wieder auf ganz normales Sexualverhalten zurückkommen, wie gesunde Menschen es ausüben.
 
  • #49
Wozu gehen wir denn heute, wo wir autark sind, überhaupt Beziehungen sprich Partnerschaften ein? [...] Für kreative und selbstständige Menschen [...] ist eine feste Partnerschaft nur unter dem rein sexuellen Gesichtspunkt interessant.
Aha, Partnerschaften führt man nur wegen des Sex? Sorry, das ist armselig und sachlich unzutreffend.

Partnerschaften und enge soziale Bindungen sind ein Grundbedürfnis des Menschen und ermöglichen Familiengründung, gegenseitige Fürsorge, gemeinsames Altwerden, eine Zweierneziehung mit Vertrauen und Nähe.

Hast Du schon mal was von Liebe gehört? Das ist der Hauptgrund, dass zwei Menschen sich füreinander entscheiden und miteinander leben. Nicht nur Sex und alles andere ist austauschbar. Wie armselig wäre das?

Ich habe mit meiner Freundin z. B. keine nennenswerten Berührungspunkte. Was uns verbindet, ist unser Sex.
Wie grausam und innerlich verarmt ist das denn? Sorry, unter solchen Bedingungen braucht man gar nicht mehr weiterdiskutieren. Da bist Du wirklich eine absolute Ausnahme.

Die meisten verbinden Gefühle und Liebe, Fürsorge und der feste Wunsch, einfach mit genau diesem Menschen zusammensein zu wollen, miteinander.

Da wir keinen Langweiler-Sex haben, verbindet uns das umso mehr. Gerade die ungewöhnlichen Sexualpraktiken bieten so viel Vielfalt, da sie weit über die Normalo-Praxis hinausgehen.
BDSM oder was? Welche anderen Praktiken gehen denn angeblich über das Normalo-Niveau hinaus und warum darfst Du "Normalo-" als Vorsilbe negativ gemeint verwenden, während ich "normale Praktiken" nicht sagen darf, weil "normal" ja ach-so-unkorrekt ist?
 
  • #50
Das glaube ich nicht. Wo gibt es dazu Fakten? Oder ist das nur eine Behauptung? Was ist überwältigende Mehrheit in Prozenten? Ich meine jetzt natürlich das, was Du als normal bezeichnest.
Der Anteil an BDSM liegt laut seriösen Studien bei etwa 3-5%. Dagegen praktizieren mehr als 95% regelmäßig Vaginalverkehr in den üblichen Stellungen Missionar, Doggy und Reiten. Oralverkehr praktizieren unter jüngeren Leute ebenfalls über 80%, unter älteren etwa jeder zweite bis dritte.

Die überwältigende Mehrheit (>90%) kann sich Schmerzen, Gewalt oder Demütigung beim Sex nicht vorstellen, sondern die Erregung würde schlagartig enden -- wie es das ja auch tut, wenn man plötzlich beim Sex die Angst hat (z.B. etwas gehört hat, so dass man denkt, es wird gerade eingebrochen), oder wenn man plötzlich irgendwo starke Schmerzen hat (z.B. sich den Zeh sehr stark stößt). Es ist gesund und normal, unter Angst und Stress und Schreck keine Erregung zu verspüren.
 
G

Gast

Gast
  • #51
Die "Normalo-Praxis" klingt sehr abwertend.
Kann man denn nach Auffassung einiger hier nur dann guten Sex haben, wenn man viele (sehr viele?) verschiedene Partner hatte? Alle Variationen ausleben kann? Alles probiert hat?
Nein, das sehe ich genau umgekehrt.
Aus Liebe erwächst (nicht immer, aber meistens) guter Sex in einem vertaruensvollen, intimen Miteinander.
Aus Sex dagegen erwächst vielleicht Leidenschaft, alleine oder an erste Stelle gesetzt macht er keine erfüllende Partnerschaft. Eine Affäre in einer langen Reihe ebensolcher schon eher.

Zwei Konzepte halt... sehr unterschiedlich.

M59
 
G

Gast

Gast
  • #52
Der Anteil an BDSM liegt laut seriösen Studien bei etwa 3-5%. Dagegen praktizieren mehr als 95% regelmäßig Vaginalverkehr in den üblichen Stellungen Missionar, Doggy und Reiten. Oralverkehr praktizieren unter jüngeren Leute ebenfalls über 80%, unter älteren etwa jeder zweite bis dritte.

Die überwältigende Mehrheit (>90%) kann sich Schmerzen, Gewalt oder Demütigung beim Sex nicht vorstellen, sondern die Erregung würde schlagartig enden -- wie es das ja auch tut, wenn man plötzlich beim Sex die Angst hat (z.B. etwas gehört hat, so dass man denkt, es wird gerade eingebrochen), oder wenn man plötzlich irgendwo starke Schmerzen hat (z.B. sich den Zeh sehr stark stößt). Es ist gesund und normal, unter Angst und Stress und Schreck keine Erregung zu verspüren.


Da kenne ich ganz andere Zahlen. 5-25% für BDSM (man sieht, gar nicht so einfach, Statistiken zu finden, die Aussagekraft haben) und 40 für BD. Interesse oder dahingehende Gedanken (ich rede jetzt über Fesselung und Unterwerfung) sollen etwa 75% haben.
Letzteres halte ich auch für durchaus realistisch.
Noch einmal: Wir reden hier nicht über Menschen, die nur so Sex haben können.
Ich kann auch Vegetarier werden, aber mir würde etwas fehlen. Dennoch esse ich nicht immer fleisch.
 
  • #53
Kannst Du denn auch bei ganz normalen Sex Befriedigung erlangen? (...) Oder ist normaler Sex nicht erfüllend für Dich? Kannst Du ihn einfach oral zärtlich und aufregend verwöhnen ohne Kinkerlitzchen
Wahrscheinlich schon, aber das findet sie vielleicht zu langweilig, weil sie möglicherweise das zu genüge praktiziert hat und sie offener wurde etwas neues auszuprobieren. Sie schluckt ja seinen Samen. Ich vermute, es geht ihr dabei nicht nur, um Befriedigung sondern auch um deren Intensität und um das Gefühl etwas Aussergewöhnliches zu tun.
Es ist natürlich und gesund, dass sexuelle Erregung nicht durch Schrecken, Stress, Angst, Schmerz, Demütigung oder Bloßstellung eintritt.
Frederika, wer darf sich überhaupt das Recht nehmen zu definieren, was für einen Menschen gesund und normal ist? Ein Konsilium von Psychiatern, die Gesellschaft? Nur, weil die Mehrheit, die Sexualpraktiken - von dir als üblich genannt - praktiziert, bedeutet das nicht, dass sie für alle gesund und normal sind. Nicht alle mögen Fellatio und Cunnilingus. Sind sie deshalb abnormal und krank? Es geht doch immer nur um ganz persönliche Vorlieben und Neigungen.

Schrecken gibt es nicht, weil das Paar darauf vorbereitet ist, es weiss genau, was es tut. Schrecken hat mit Überraschungseffekt zu tun.
Lustschmerzen kennt absolut jeder! Beim ersten sex. Kontakt meldet sich die Angst und während der Penetration treten starke Schmerzen auf. Im Laufe des Lebens haben Frauen ab und zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und auch Männer je nach Stellung. Sexualität ist per se auch mit Schmerzen verbunden. Manche "normal" Veranlagte beissen und kratzen sich dabei oder schlagen sich auf den Po! Dem Schmerzzentrum im Gehirn ist es egal, wie der Schmerz entsteht ;-)
Es ist gestört und krankhaft, wenn solche Dinge nicht die Lust zu erliegen bringen (in solchen Situationen hat der Mensch biologisch wichtigeres zu tun!), sondern im Gegenteil die Lust anfachen.
Wenn das für eine Minderheit der Menschen gestört und krankhaft wäre und sie dabei die Lust verlieren, dann würden sie diese Praktiken nicht ausüben. Im Gegenteil, das steigert gerade ihre Lust zur völligen Befriedigung. Sie machen das, was sie persönlich erregt und zum Höhepunkt bringt - nicht mehr und nicht weniger. Das ist ganz individuell, auch wenn die "Normalen" das nicht verstehen können. Ich selber versuche das nicht zu verstehen, sondern akzeptiere es als eine weitere Variation der Sexualität - was es auch ist. Sexualität ist immer individuell.
 
G

Gast

Gast
  • #54
Natürlich ist das Erleben von Sexualität eine sehr individuelle Sache. Aber gerade jemand, der von Praktiken jenseits der "üblichen" Standards fasziniert ist, sollte das einem potentiellen Partner rechtzeitig vermitteln. Das ist auch eine Frage der Aufrichtigkeit und der Rücksichtnahme auf die andere Person und ihre Bedürfnisse.

Ebenso wenig wie ich jemanden aus der SM-Szene vom größeren Genuss meiner "Normal"-Vorstellungen überzeugen kann und will, möchte ich meinerseits nicht über die vermeintlichen Vorzüge einschlägiger Praktiken und damit verbundene tiefere Empfindungen belehrt werden. Sondern einfach nur darüber informiert werden, dass es da eindeutige Präferenzen gibt. Es ist schlichtweg nicht korrekt, nur den kultivierten Zeitgenossen zu präsentieren und die "dark sides" zu verheimlichen.

So wie es z.B. auch wenig Sinn macht, Kinder einschließlich Unterhaltsverpflichtungen zu verschweigen und erst allmählich deren Existenz einzuräumen.
 
  • #55
Natürlich ist das Erleben von Sexualität eine sehr individuelle Sache. Aber gerade jemand, der von Praktiken jenseits der "üblichen" Standards fasziniert ist, sollte das einem potentiellen Partner rechtzeitig vermitteln. Das ist auch eine Frage der Aufrichtigkeit und der Rücksichtnahme auf die andere Person und ihre Bedürfnisse.
Selbstverständlich sollte das jemand nicht verheimlichen, sondern einen potenziellen Beziehungskandidaten rechtzeitig darüber informieren. Aber ab wann ist es rechtzeitig: Schon in der ersten Mail beim Online-Dating? Oder erst beim ersten Date, obwohl man nie vorher weiss, ob man sich wieder sehen will?

Ich jedenfalls denke bei einem ersten Date, nie darüber nach, welche Sexualpraktiken und Vorlieben der Mann haben könnte. Solche Fragen zu stellen, wäre mir zu indiskret und das fände ich beim ersten Date unpassend, weil es nicht klar ist, ob man sich wieder sehen will. Aber ich denke, die Menschen, welche BDSM mögen und praktizieren, tun das beizeiten. Ich hoffe es zumindest.
 
L

Löwin

Gast
  • #56
@Frederika: Na dannkann ich ja noch Hoffnung haben, dass mein Exfreund keine weitere findet, die so gerne Sub bei ihm sein wird, wie ich.....

Leider ist es nicht so, wie Du es schreibst - im übrigen gebe ich einigen meiner Vorschreibern recht: Deine Ausdrucksweise, alles das ,was Du als nicht normal per Deiner Definition findest, gleich als "krank", "gestört" und abartig" zu bezeichnen finde ich als sehr besorgnis erregend.

Leider hat mir mein Exfreund erzählt, dass er auch zu vor keine Freundin hatte, die nicht wenigstens geschluckt hat und Anal nicht mochte....es gibt wesentlich mehr Menschen die das mögen, als Du es Dir vorstellen kannst.
Da hlft auch keine Statistik - es gibt immer eine Statistik dagegen.

Und das Frauen nach zwei Jahren kein Fellatio mehr mögen, hat einfach den grund: es ist langweilig geworden, weil sie den immer gleichen Ablauf wissen: ein bißchen szreicheln, ein bißchen Fellatio ein bißchen Cunnilingus und dann geht ab in die Vagina für die nächsten 5 Minuten...und das wars dann - der Fernseher kann angeschaltet werden.
bei manchen fängt das nach kurzer Zeit an, andere haben etwas länger....aber spannend ist das wirklich nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #57
Es ist schlichtweg nicht korrekt, nur den kultivierten Zeitgenossen zu präsentieren und die "dark sides" zu verheimlichen.

Weil Du dann das Gefühl hast Deinem Partner nicht zu genügen bzw. Du nicht möchtest, dass er auf Praktiken verzichtet, die er gerne durchführen würde? Wenn er weiß, dass Du das nicht magst, macht er es ja nicht. Jemand mit ungewöhnlichen Vorlieben ist auch in der Lage und Willens normalen Sex zu machen.
 
G

Gast

Gast
  • #58
Nachdem ja hier mehrere No-Go-Listen mit recht bizarren und verschrobenen Gründen kursieren, fällt mir auf, dass dabei selten sexuelle Vorlieben oder Ablehnungen vorhanden sind. Dabei ist diese Ebene doch sicher eine der wichtigsten.
Wenn man also beim Mailen und im Profil möglichst viel erfahren will, um schon dadurch eine gezielte Vorauswahl zu treffen, warum sollte man sowohl in den Profilen, wie auch beim Mailen, das Thema nicht direkt ansprechen?
Oder ist die sexuelle Ebene nicht so wichtig?

Ich finde das eine gute Idee. Schließlich mokieren sich hier einige z.B. über Frauen/Männer die viele Sexualpartner hatten. Vielleicht war da auch die Ursache, dass diese Menschen nach dem sexuell passenden Partner suchten, der nicht nur auf 0815 Sex steht. Sowas kriegt normalerweise Mann/Frau halt erst heraus, wenn Mann/Frau mit dem vermeintlichen Partner im Bett war.
 
G

Gast

Gast
  • #59
.... das Frauen nach zwei Jahren kein Fellatio mehr mögen, hat einfach den grund: es ist langweilig geworden, weil sie den immer gleichen Ablauf wissen: ein bißchen szreicheln, ein bißchen Fellatio ein bißchen Cunnilingus und dann geht ab in die Vagina für die nächsten 5 Minuten...und das wars dann - der Fernseher kann angeschaltet werden.

Sollten das allerdings deine Erfahrungen mit längerfristigen (also 2 Jahre +) Beziehungen sein ... dann scheinst du nicht nur ein Problem mit dem Beziehungskonzept, sondern auch der Variationsbreite erotischen Erlebens zu haben. Auch ohne Praktiken, die auf körperliche Verletzungen oder Demütungen abheben, lässt sich eine breite (!) Vielfalt sehr (!) aufregender Beschäftigung mit dem Körper des anderen entwickeln, die nicht schon nach ein paar Minuten durch Fernsehen abgelöst werden.

Es scheint mir schon eine Art Sucht geworden zu sein, den Adrenalin-Ausstoss immer noch weiter steigern zu wollen. Ob das jetzt Sexualpraktiken aus dem SM-Bereich sind oder Bungee-Springen, die Erfahrungen müssen immer grenzwertiger, extremer und plakativer werden.
 
  • #60
Vielleicht kann mir mal jemand hier rational erklären, warum man seinem Partner nicht nach seinen sexuellen Vorlieben aussuchen darf? Was nützt mir denn die größte Liebe, wenn der Partner sexuell nicht kompatibel ist?

Frederika, Du hast anscheinend das Problem nicht begriffen. Wenn man dabei ist, sich zu verlieben und dann zu spät feststellt, daß man sexuell unvereinbare Vorstellungen hat, ist der Schaden, den man vermeiden wollte, entstanden.

So haben meine oben erwähnte Freundin und ich dieses Problem ziemlich frühzeitig angesprochen. Es hat überhaupt nichts mit "armselig" zu tun, sondern vielmehr mit besonderer Größe und Stärke. Alles andere wäre schlicht feige. Das würde doch früher oder später unweigerlich dazu führen, daß man heimlich seiner Neigung anderweitig nachgeht.

Ich würde mich hüten, irgendwelche Praktiken, nur weil sie für mich nicht in Betracht kommen, als abartig oder krank zu bezeichnen. Man kann das machen, aber dann muß man konsequenterweise auch Homosexuelle als "krank" bezeichnen, da ihre Neigung nicht den von der Natur vorgesehenen Zweck erfüllt.
 
Top