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  • #31
Ich verstehe den Unmut nicht. Der Fadenersteller wünscht sich, mit seiner Freundin sexuelle Entwicklung genießen zu dürfen, und das kann ich gut verstehen.

Mit meinem Partner kam ich in jungen Jahren zusammen, und ich empfand den Sex von Anfang an als befriedigend. Dennoch blieben wir an diesem Punkt nicht stehen. Wir entdeckten neue Varianten, neue Spielarten für uns. Es gab Phasen, da war das Sexleben zärtlich, jede Nuance einer Berührung auskostend, dann gab es Phasen, da war unser Umgang stürmischer und wir ertasteten, wo für uns die Grenze lag. Wir eroberten gemeinsam Neuland, und diese Erkundungen zusammen erleben zu dürfen, machte unser Sexleben zu etwas Besonderem, statt es einfach bei "gut" zu belassen. Da war viel Sinnlichkeit, Genuß und Neugier auf den Körper und die Gedanken und Gefühle des anderen im Spiel, und das wäre nicht so gekommen, wäre unser Sexualleben statisch geblieben. Nach mehreren Jahren waren wir an einem anderen Punkt und konnten auf eine aufregende gemeinsame Reise zurückblicken.

Ich denke, dafür waren zwei Dinge wichtig: Erstens Interesse für den Partners. Das Bedürfnis, ihn immer wieder zu erkunden und seine Gedanken zu erforschen, auch sexuell. Zum anderen Begierde. Lust ist ein ganz entscheidender Anreiz. Es genügt nicht, Wünsche einfach zu äußern, auch wenn man dies deutlich tut. Selbst wenn darauf eingegangen wird, geschieht das oftmals nur dem Partner zuliebe, und die Lust auf eine Wiederholung ist dementsprechend meist nicht ausgeprägt. Man muss in der Lage sein, seinen Partner sexuell zu reizen und neugierig zu machen, und offenbar gelingt dies hier nicht.

Möglicherweise ist mehr mit Ihrer Partnerin einfach nicht möglich. Vielleicht ist sie tatsächlich zufrieden und möchte nicht mehr Neuland erkunden, sondern fühlt sich wohl innerhalb dieses Rahmens. Dann kann man daran nichts ändern. Es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie sich einfach unmotiviert fühlt. Verstehen Sie es denn, sie wirklich zu erregen? Nicht nur zu einem befriedigenden Orgasmus zu führen, sondern sie in einen Zustand zu versetzen, in denen simple Worte oder Gesten ihre Lust aufflackern lassen? Wie gut kennen Sie ihre Wünsche? Wie gut gehen Sie darauf ein? Wie gut kennen Sie ihren Körper, wann haben Sie ihn zuletzt angefasst, wie bei den ersten Malen, als es noch ein Ertasten war? Fördern Sie es, dass Sie sich mit ihren Gedanken und Fantasien beschäftigt - nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Neugier? Oder geben Sie ihr das Gefühl, Sie bereits vollends zu kennen, erachtet sie Ihre Reaktionen als selbstverständlich? Wie kreativ sind Sie in den kleinen Dingen und wie viel Raum und Anreiz geben Sie ihr, die Initiative zu ergreifen? Denn es geht nicht darum, sie zu irgendeiner Stellung zu bewegen, sondern darum, Neugier und Lust in ihr zu wecken. Sie sagen, Sie kennen diese Dynamik aus früheren Beziehungen, was war da anders? Das sind einige der Fragen, die ich mir an Ihrer Stelle stellen würde.

26, w
 
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  • #32
Wir drehen uns hier im Kreis. Und wenn ich als Frau noch lese, dass etliche weibliche Freunde des FS noch mehr in der Hinsicht "Gas geben" würden...,
Da frage ich mich, woher der FS dies weiß...Hoffentlich jammert er seinen weiblichen Freunden nicht die Ohren voll, wie wenig Entwicklung er doch mit seiner Partnerin im Bett haben würde und vor allem das Unausgesprochene ist noch wichtiger: du vergleichst. Ich bin mir sicher, der FS ist so auf seine sexuelle Entwicklung fixiert, weiß jetzt aus direkten Quellen, da gäbe es Frauen, die mehr "Gas geben würden", so dass er in nicht all zu langer Zeit sich so eine Gas gebende Fraue holen wird...um sich zu entwickeln. Wetten???
Trenn dich von deiner Partnerin, entwickle dich weiter und gib ihr die Chance, die Wertvollste sein zu dürfen, für einen anderen Mann.
 
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  • #33
Der FS: Nun, #31, es geht eben darum, gemeinsam weiter zu gehen. Und nicht rückwärts zu gehen.
Und #22/#29: Ich möchte ungern konkreter werden, da ich nicht möchte, dass die Diskussion sich darum dreht, ob dies oder jenes in einer Partnerschaft Normalität sein sollte oder nicht. Das ist zu individuell, jeder hat da seine eigenen Vorstellungen. Aber es um Erforschen, Neugier, Interesse, was auch teilweise vorhanden ist.

Danke, #30 (26 w) für Ihren Beitrag, genau das wollte ich ausdrücken. Genau darum geht es mir.
Verstehen Sie es denn, sie wirklich zu erregen? Nicht nur zu einem befriedigenden Orgasmus zu führen, sondern sie in einen Zustand zu versetzen, in denen simple Worte oder Gesten ihre Lust aufflackern lassen? Wie gut kennen Sie ihre Wünsche? Wie gut gehen Sie darauf ein? Wie gut kennen Sie ihren Körper, wann haben Sie ihn zuletzt angefasst, wie bei den ersten Malen, als es noch ein Ertasten war? Fördern Sie es, dass Sie sich mit ihren Gedanken und Fantasien beschäftigt - nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus echter Neugier? Oder geben Sie ihr das Gefühl, Sie bereits vollends zu kennen, erachtet sie Ihre Reaktionen als selbstverständlich? Wie kreativ sind Sie in den kleinen Dingen und wie viel Raum und Anreiz geben Sie ihr, die Initiative zu ergreifen? Denn es geht nicht darum, sie zu irgendeiner Stellung zu bewegen, sondern darum, Neugier und Lust in ihr zu wecken. Sie sagen, Sie kennen diese Dynamik aus früheren Beziehungen, was war da anders? Das sind einige der Fragen, die ich mir an Ihrer Stelle stellen würde.

Ich hoffe, dass mir das Erregen gelingt und würde auch auf alle Wünsche eingehen, wenn sie denn kämen. Vielleicht frage ich aber tatsächlich zu wenig konkret nach oder übersehe subtile Hinweise, typisches Männerproblem ;) Danke für die Hinweise, ich werde verstärkt darauf achten und dann berichten...
 
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