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  • #1

Sexueller Übergriff wühlt mich wieder auf

Ich (w 46) lerne derzeit einen Mann kennen. So weit so gut. Allerdings habe ich ein Problem:

In jungen Jahren habe ich einen sexuellen Übergriff erlebt.Ich weiß, vieles ist mir erspart geblieben, da gibt es noch ganz andere Dimensionen. Doch die Tatsache, dass ich mich damals nicht erfolgreich wehren konnte, beunruhigt mich zur Zeit wieder sehr. Schließlich kann das immer wieder passieren.

Ich habe lange gebraucht, um dieses Ereignis zu verarbeiten. - Endgültig kann ich das wohl nie, da es keine Garantie gibt. Es gab Beziehungen in meinem Leben, aber auf Sex konnte ich mich nicht einlassen. Ich habe da auch kein Kopfkino, jedenfalls nicht in Bezug auf meine eigene Sexualität.

An die Frauen: Wie seid Ihr mit Euren negativen Erfahrungen, Euren Ängsten beim Kennenlernen umgegangen?

An die Männer: Um ihm davon zu erzählen, ist es mir definitiv zu früh. Seht Ihr eine Möglichkeit, die ihn nicht abschrecken lässt?

Danke für Eure Antworten!
 
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  • #2
Hallo FS, ich kenne diese Situation.
Ich habe dieses mehrfach erlebt, bin jetzt 40 (w). Helfen kann ich Dir nicht wirklich, nur den Weg zeigen, den ich gegangen bin. Letztlich kannst Du Dir nur selbst helfen. Das ist nicht nur dahergeredet, das ist Wirklichkeit.

Verarbeitet habe ich das, indem ich die meiste Zeit meines Lebens Single war. Kein Sex. Kein Freund. Nix. Ich war "Kumpel", sobald es sich "stwas mehr angedeutet" hat, war ich weg. Irgendwann mit Anfang 30 dachte ich mir, das muss mehr geben, andere haben es auch geschafft.... Ich war in Tantra-Seminaren, habe dort gelernt, dass ich meinen Körper annehmen kann. Dass es JETZT alles ok ist. Nein, Tantra hat nichts mit Sex zu tun. Es ist allumfassend. Und hat mir geholfen auf dem Weg "heraus". Du glaubst nicht, wie schwer mir das gefallen ist. Aber letztlich, nur wenn Du etwas änderst und anders machst als bisher, dann ändert sich etwas.

Dir auf Deinem Weg alles Gute!
 
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  • #3
Mir fehlen da noch ein paar Informationen. Hast du bisher dein ganzes Leben lang sexlos gelebt? Hast du eine Therapie gemacht? Wie siehst du deine Zukunft - mit oder ohne Sex?

Man kann etwas dafür tun, um nicht wieder Opfer solcher Gewalttat zu werden. Vielleicht nicht hundert prozentig, aber schon zu einem großen Teil. Wir wissen auch nicht, ob das passiert ist, weil du in einer schlimmen Gegend wohnst. Bist du derweil umgezogen oder lebst du noch da? An deiner Stelle würde ich erstmal eine Kampfsportart lernen, bzw. einen intensiven Selbstverteidigungskurs machen und mehrere Persönlichkeits- oder Selbstbewusstseinstrainings oder -seminare absolvieren und zwar immer wieder von Zeit zu Zeit. Es kann ja nicht sein, dass man permanent mit Angst durch die Gegend läuft. Denn wer Angst hat, wird meist zum Opfer (nicht selten mehrfach, wie sich bei lebenslangen Opfern zeigt). Also wirst du mal deinen Kreislauf unterbrechen müssen und dich stark machen müssen von innen raus.
Um die Aufwühlung in Griff zu bekommen sehe ich nur noch die Lösung einer ernsthaften Therapie, um an dir zu arbeiten. So unangenhm es auch sein mag.

Der nächste wichtige Punkt:
Interessierst du dich überhaupt für Sexualität im Allgemeinen und daran was zu verbessern? Auch wenn du jetzt noch kein Kopfkino oder Lust hast? Ohne Sexualität brauchst du nämlich auch keine Partnerschaft mehr. Wäre auch dem Partner gegenüber nicht fair, ihn sexlos hinzuhalten. Würde nur zu weiteren Unstimmigkeiten und Schmerzen führen, wenn der Mann sich woanders besser begnügt.
Interessiert man sich dafür, seine Sexualität positiv in den Griff zu bekommen, wirst du Sexualtherapien machen müssen. Daran kann man nämlich arbeiten, Freude für Sexualität zu empfinden, sofern einem das wichtig erscheint. Aber es wird nicht so schnell von einen auf den anderen Moment klappen. Rechne unter Umständen mit mehreren Jahren Energie und Lernzeit.
 
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  • #4
Du warst in deiner Kindheit oder Jugend das Opfer eines sexuellen Übergriffs, der dich bis heute belastet und dir Sex in einer Beziehung unmöglich macht. Das würde der überwiegende Teil der Leser wahrscheinlich so nehmen, wie du es darstellst und nach Möglichkeiten suchen, dich zu "therapieren" oder dir einen Tipp zu geben.

Allerdings schreibst du selbst, dass es da "noch ganz andere Dimensionen" gibt, und was mich ein wenig stutzig macht, das ist die melodramatische Formulierung, die du im Titel gebrauchst.

Bist du möglicherweise eine Persönlichkeit, mit der Sex in einer Beziehung ohnehin problematisch wäre? Solche Persönlichkeiten gibt es, es gibt Frauen, die nur schwer "Nähe zulassen" können, Hat dieses Erlebnis in deiner Jugend vielleicht auch eine gewisse Alibifunktion, denn du kannst ja, wenn "es" nicht so recht klappen will, jederzeit auf dieses Erlebnis verweisen?!


m 52
 
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  • #5
Liebe FS,
schweigen, schweigen, noch mal schweigen. Niemals erzählen, auch nicht nach einem Jahr.

Entweder kannst Du es aus der Beziehung raushalten, d.h. es hat keinen Einfluss auf Deine Sexualität oder Du kannst es nicht, dann hilft Dir das reden auch nichts, verunsichert und frustriert den Mann nur. Er fühlt sich als Opfer, weil er bei so einer Frau gelandet ist. Es wirkt eher negativ als positiv.
Wenn es keinen Einfluss auf Deine Sexualität hat, gibt es keinen Grund darüber zu reden. Wenn es einen Einfluss hat, bringt das reden mit jemand anderem als einem Therapueten auch nichts. Es ist fuer jeden Laien eine maßlose Überforderung.

Aus meinem Erfahrungssammelsurium: es gibt Maenner, die haben eine Art, dass sie nichts aufruehren, einen sicheren Instinkt, wann welche Annäherung angemessen ist. Mit denen kann frau auch nach schlimmen Erlebnissen guten Sex haben.
Die Notgeilen, die moeglichstrschnell ihre Pornovideos mit Dir nachturnen wollen, bringen Dich in eine Notlage, die Typen, die beim 3. Date im Bett landen müssen, weil sonst Friendzone ist. Das sind unsichere Menschen, die keine Instikte mehr haben, die sie leiten und solche Regeln brauchen. Von denen solltest Du Dich fern halten, weil sie Dir substanziell schaden. Diese Maenner sind im Onlinedating überproportional vertreten.

Wenn Du mit 46 noch keinen Sex hattest und auch kein Bedürfnis danach, weil der Uebergriff das verhinderte, dann hattest Du keine Beziehungen, sondern Freundschaften und dann ist die Sache so festgefahren, dass Du jetzt auch nichts anderes machen solltest, als mit dem Mann Freundschaft zu pflegen. Das solltest Du ihm aber auch kommunizieren, dass Du an Sex kein Interesse hast. Dasist dem Mann gegenüber nur fair.

Wenn Du andere Wünsche hast, empfehle ich Dir keine Beziehung zu starten, bevor Du nicht ein paar Therapiesitzungen hinter Dich gebracht und das für Dich geklärt hast. Das dauert und der Mann mit dem Du grad in Kontakt bist, ist dann sicherlich weg.
In der heutigen uebersexualisierten Zeit musst Du davon ausgehen, dass selbst nahezu impotente Maenner mit hohem Gesundheitsrisiko Viagra einwerfen, um noch Sex haben zu koennen.

Ich war als Kind über Jahre den übelsten Zugriffen eines pornogedopten Mannes ausgesetzt, eine ganz andere Erlebnisliga als bei Dir. Ich konnte immer unterscheiden, dass der Mann, der mir jetzt gegenüber steht, nicht der Täter ist, sondern ein Mann, der in mir positive Gefühle weckt.
In meinen jungen Jahren waren die Annäherungen anders, große Verliebtheit, wachsende Zärtlichkeiten vor dem ersten Sex. Der Wunsch nach Sex konntebei mir wachsen. Heute läuft das schneller als die Gefühle. Sexualpraktiken, die ein stabiles Vertrauen brauchen, sollst Du 50+Maennern am besten beim ersten Date liefern. Ich werde in mir zynisch, denke, die Maenner sind tumb, haben nichts anderes in Leben was ihnen etwas gibt und Angst, zu sterben, bevor sie was auch immer an Sex hatten - kommentarloser Kontaktabbruch.
w, 50+
 
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  • #6
Liebe FS,

Du schreibst

"Ich habe lange gebraucht, um dieses Ereignis zu verarbeiten. - Endgültig kann ich das wohl nie, da es keine Garantie gibt. Es gab Beziehungen in meinem Leben, aber auf Sex konnte ich mich nicht einlassen."

Das ist für mich ein Widerspruch: Du hast es verarbeitet (auf welche Weise, mit therapeutischer Hilfe?), aber Du konntest Dich bisher auf keine sexuelle Beziehung einlassen?
Möchtest Du den auch für Deine Zukunft keine? Wenn doch, such Dir professionelle Hilfe.

Und was genau willst Du ihm denn jetzt erzählen? Dass er mit Dir keinen Sex haben wird?

Ich denke Du solltest erstmal für Dein eigenes Wohl sorgen, bevor Du versuchst, hier eine Beziehung einzugehen. Denn wie soll die aussehen?

Alles Gute für Dich.
w48
 
  • #7
Mach eine Therapie.

Was ist denn genau vorgefallen? Bist du vergewaltigt worden? Sexueller Übergriff kann alles sein.

Einen Partner zu finden, der die nächsten Jahre sexlos lebt, wird schwierig sein. So lange wird die Therapie dauern.
Verständnis hin oder her. Warum sollte sich der Partner das "antun"?
Antun ist nicht böse gemeint, es verkompliziert das Leben des Partners ungemein.
Was sollte ihn denn da halten? Sex ist ein Grundbedürfnis.

Spiel mit offenen Karten. Jetzt gleich. Du kannst es sowieso nicht verstecken. Das du Sex umgehst, wird er irgendwann bemerken.
Und dann denkt er es liegt an ihm oder du spielst Spielchen mit ihm.
 
  • #8
Du hattest seit dem Übergriff keinen Sex mehr und wolltest auch keinen? DAS solltest du ihm wirklich schnellstens ezählen..
 
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  • #9
Mir ging es ähnlich wie Dir. Ob ich es nun ganz hinter mir gelassen habe, weiß ich nicht, da ich es noch nicht "testen" konnte, da ich noch nicht den passenden Mann gefunden habe. Aber ich bin sicher, dass ich heute ganz anderen Sex haben werde als früher und mich auch fallen lassen werde.

Ich hatte irgendwann eine Phase über drei Jahre, in der mir so einiges klargeworden ist. Unter anderem, warum sich Opfer wirklich schuldig fühlen, obwohl ich das vorher nie verstanden hatte, wenn jemand sowas sagte (ich hab mich viel damit beschäftigt, Literatur dazu gelesen, Sendungen gesehen).

Ich hatte es meinem Ex-Freund erzählt, dass ich Schwierigkeiten habe. Allerdings lag das auch noch an der vorherigen Beziehung, die grauenhaft war. Ich konnte damals ja nicht anders als ihm davon zu erzählen, weil er sich über mich gewundert hätte und mein "komisches" Verhalten auf sich bezogen hätte.
Er war sehr verständnisvoll. Aber es hat meine Beziehung bzgl. des Sexuallebens negativ beeinflusst, dass ich was gesagt hatte. Ich glaube, Männer werden dann sehr vorsichtig, wenn sie sowas wissen.
Dazu sagen will ich noch, dass ich mir auch den falschen Mann gesucht hatte. Ich stehe auf andere Männer mit anderer Sexualität, stärker und leidenschaftlicher. Wenn ich aber sowas früher bei einem Mann gespürt hatte, bin ich dem tunlichst aus dem Weg gegangen, weil ich selber so eine Ablehnung gegen und Angst vor Sex hatte. Also habe ich einen Mann gefunden, der mich sehr liebte, aber dessen Sexualität und Begehren ich nicht wahrnehmen konnte. Ich hab ihn auch sehr geliebt, aber irgendwann, als ich mich endlich innerlich von diesem früheren Erlebnis lösen konnte, habe ich gesehen, dass es sexuell nicht passt.

Wenn ich von mir ausgehe, dann weiß ich nicht, wie Du das verbergen solltest bzw. wie Du es jetzt so ohne Auflösung dieser Sache in Dir schaffen willst, eine schöne Sexualität zu erleben. Du schreibst zwar, dass Du es "verarbeitet" hast, aber für mich klingt das nicht so.

Also was ich an Deiner Stelle tun würde ist, ihm allgemein zu sagen, dass Du mal ein schlechtes Erlebnis hattest (keine Altersangabe, nichts konkretes) und es länger dauert, bis Du Dich öffnen kannst. Ich hoffe sehr für Dich, dass Du jemanden kennengelernt hast, der so ist wie mein liebevoller Exfreund, der sehr viel Rücksicht nahm. Und ich wünsch Dir, dass es nicht so ist wie bei mir, also dass eure Sexualität gut zusammen passt.


Dieser Mensch aus der Vergangenheit hat Dir schon so viele Jahre gestohlen. Ich war so unendlich wütend nach meiner "Aufarbeitungsphase", dass ich nie sowas hatte wie viele andere Teenager, meine "schönen" Zwanziger Jahre nicht in Lust und Liebe verbracht habe.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du diesen innerlichen Knoten auflösen kannst. Ich habe es ohne Hilfe machen müssen/können, Du kannst es vielleicht mit dem jetzigen Mann in einer liebevollen Beziehung.
 
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  • #10
Das Problem sind wohl nicht die Männer, das Problem liegt in dir.
Es ist schlimm, was dir passiert ist, aber wenn du es bis heute noch nicht verarbeiten konntest, dann wird es beim nächsten Mann auch nicht besser.
Selsbt wenn du es dem Mann sagst und er versucht, dir zu helfen - ohne prof. Hilfe wird er es auch nicht schaffen.
Bitte hol dir Hilfe. Es war nicht deine Schuld und es ist auch keine Schande, mit solchen Problemen zu einem Fachmann zu gehen. Mach eine Therapie um das Erlebte zu verarbeiten. Nur dann wird ein Mann dein Herz und auch deinen Körper erobern können. Du wirst dabei auch lernen, wie du mit damit umgehen kannst, einem Mann deine Erfahrungen zu sagen.
Es wäre schade, wenn du dein ganzes restliches Leben auf schönen, guten Sex verzichten müsstest und es nie genießen könntest.
w 55
 
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  • #11
Ich denke, das Hauptproblem ist, du sagst es selbst, dass du dich nicht wehren konntest.
Dieses Gefühl der Hilflosigkeit, Demütigung, des Ausgeliefertseins muß einfach schrecklich sein.

Ich hatte zweimal das Glück, mich wehren zu können.

Einmal war es 'nur' eine Belästigung am Telefon. Ich konnte den Spieß umdrehen und den Typen fertigmachen, mich über ihn lustig machen. Er wurde immer kleinlauter und legte schließlich auf.
Ich habe das Glück, eine große Klappe zu haben und schlagfertig zu sein. Ich weiß, dass ich daher leicht reden habe.

Das andere mal war handfest. Wahrscheinlich eine versuchte Vergewaltigung. Aber ich habe auch das Glück, kräftig und sportlich zu sein. Ich habe mich mit allem, was mir an Kraft und Wut zur Verfügung stand, gewehrt.
Ich hatte am Ende Prellungen im Gesicht und ein blaues Auge, blaue Flecken an den Armen etc.
Das alles hatte der Typ aber auch.
Er ist weggerannt und ich habe noch hinter ihm her gebrüllt.

Beide Erlebnisse sind sehr lange her aber ich denke immer noch daran, als ob es gestern gewesen wäre.
Und...ich erzähle GERNE davon.
Ja wirklich !
Denn ich bin eben nicht gedemütigt worden.
Ich war beide Male der Sieger.

Mein Rat, nicht an dich, liebe FS, denn für dich ist es leider zu spät, aber an die anderen Frauen:
Wehrt euch !
Nicht stillhalten aus Angst, es noch schlimmer zu machen.
Euer blaues Auge verheilt und die gebrochene Nase ist auch bald vergessen, selbst wenn sie schief bleibt.
Aber die Demütigung bleibt euch ein Leben lang.

Ich habe auch meine Tochter so erzogen und tatsächlich kam sie schon in eine ähnliche Lage.
In der Nacht auf der Straße wollten ihr ein paar Typen ihr Handy wegnehmen.
Sie hat den, der schnell zugreifen wollte, so laut sie konnte schrill angeschrien und ist dabei mit ihrem Kopf auf ihn zugeschnellt.
Da ist er erschrocken und die Typen sind alle weggerannt :)
Auch meine Tochter erzählt das oft und gern und ist sehr stolz auf sich.
Und ich auch :)

w 47
 
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  • #12
Hallo liebe FS

ich treffe mich seit einiger Zeit mit einer Frau die ebenfalls Opfer sexueller Übergriffe in ihrer Jugend war.
Ich habe recht schnell gemerkt, dass sie sehr zurückhaltend auf jeden körperlichen Annäherungsversuch reagierte. Sie hat es mir recht früh erzählt als ich sie auf ihre Zurückhaltung ansprach. Das hat mich nur noch mehr motiviert ihr, zu zeigen dass nicht alle Männer so sind.

Bedeutet dir dieser Mann schon etwas ?
Wenn er etwas in diese Richtung gehend fragen sollte, würde ich ihm davon erzählen wenn ihr beide an einem schönem Ort alleine seid. Das wird ihn nicht abschrecken wenn er dich wirklich will.

Viele Grüße
 
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  • #13
Wenn Sie ihm davon erzählen, muss er sich nicht zwangsläufig automatisch von Ihnen abwenden. Es könnte nämlich ebenso wahrscheinlich sein, dass er verständnis- oder rücksichtsvoll reagiert.

In jedem Fall können Sie seine Reaktion nicht vorhersehen. Gedankenspiele sind somit ohne Belang, solange Sie ihm nicht davon erzählen (was Sie laut Ihren Worten tun wollen).

Was damals geschehen ist, ist geschehen. Doch Sie leben HEUTE und da gibt es für Sie keinen sexuellen Übergriff mehr.

Vermutlich haben Sie Angst vor Ihren eigenen Emotionen, die hochkommen, wenn Sie an damals denken. Sie wollen nicht noch einmal Angst haben, wollen nicht noch einmal diesen Mann vor Ihren Augen sehen, usw. Diese Angst projizieren Sie nun auf diesen neuen Mann, der aber gar nichts mit der damaligen Geschichte zu tun hat. Und vermutlich haben Sie diese Angst auch auf jeden vergangenen Mann projiziert, mit dem Sie eine Beziehung, aber keinen Sex hatten.

Das ist wie bei jemandem, der Angst davor hat, vor vielen Menschen zu sprechen. Es ist nicht die Angst vor den vielen Menschen, die ihn zurückhält. Es ist die Angst vor dem eigenen Herzrasen, dem eigenen Schwitzen, dem eigenen Stottern, das er durchlebt, sobald er vor all diesen Menschen sprechen muss. Das passiert unbewusst. Bewusst ist dieser ängstliche Mensch aber der Meinung, der Grund für seine Redeangst liege bei den Menschen, vor denen er sprechen soll.

Sie leben HEUTE. Sie können loslassen. Sie können alles zulassen und alles verbieten, was Sie wollen. Auch im Bezug auf Ihre eigene Sexualität. Nur Sie bestimmen über sich selbst.

m, 35
 
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  • #14
Liebe FS

das klingt nach psychischer Blockade. Ich habe auch eine Vergewaltigung mit inneren Verletzungen erlebt da war ich 19 und kam von einer Party. Ich lag zunächst in der Klinik und habe mich geschämt. Mein positives Körpergefühl war ganz weg und ich habe sexuelle Regungen unterdrückt ausser wenn ich allein einen Film oder ein Buch zur Anregung hatte. Ich habe 6 Jahre gebraucht um wieder unterscheiden zu lernen ob ein Mann friedliche oder feindliche Absichten hat. Ich habe trainiert mit Männern allein herum zu spazieren, mit ihnen Auto zu fahren ohne gleich Panilkattacken zu kriegen. Mein ganzes Studium habe ich keine Sexbeziehung zustande gebracht. Die Männer waren aber zärtlich, verständnisvoll. Sie haben sich dann halt mit Kuscheln zufrieden gegeben oder masturbiert. Ich musste erstmal lernen einen Mann an mich heran zu lassen ohne gleich an Flucht zu denken. Das hat weitere Jahre in Anspruch genommen, da waren meine Freundinnen schon sexuell sehr erfahren. Ich hing immer noch beim ABC. Du musst auch das Glück haben auf einen echt geduldigen Mann zu treffen der nicht gleich entnervt aufgibt wenn du z.B. vor dem Eindringen Panik kriegst. Ich würde dir raten Sex nur in einer vertrauensvollen Zweierbeziehung zu erproben. Was #4 sagt trifft voll zu, besonders das mit den "Turnern" die Performance sehen wollen. Das können wir halt nicht leisten.
 
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  • #15
Hier wieder die FS

Danke für Eure Antworten mit Euren guten Wünschen und Anregungen.

Gast 10, ja, dass ich mich nicht erfolgreich wehren konnte, ist der Kern meines Problems.

Ich bin selbst überrascht, dass das Thema jetzt wieder aufkommt, nachdem es sehr viele Jahre nicht mehr aktuell war. Die Person, die diese Ängste in mir ausgelöst hat, ahnt vermutlich nichts davon. Aber das nur am Rande.

Dem Mann, den ich gerade kennen lernen will, werde ich es erzählen, sobald ich sehe, dass es zu einem ersten und zweiten Date kommt. Momentan schreiben wir uns und ein Telefongespräch ist geplant. Es tut einfach gut, die Sorgen hier lassen zu können, das entlastet.

Einige haben nach meinen sexuellen Erfahrungen gefragt: Es gab welche, doch die waren nichts Besonderes, haben keine Lust auf mehr gemacht. Trotzdem habe ich Sehnsüchte, doch dazu muss ich vertrauen können.
 
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  • #16
Hier die FS

Zu recht haben einige von Euch auf eine Therapie hingewiesen. Die habe ich auch gemacht. Doch in den zurückliegenden Monaten habe ich bei einem Mann ein Verhalten erlebt, dass ich schon sehr speziell finde:

Im Januar diesen Jahres habe ich ihm (39 Jahre) bei einem Vortrag geholfen. Er – ich gebe ihm hier den Namen Thomas – hat ihn bei mir zur Probe gehalten und ich habe meine Kritik geäußert. Auf meinen Vorschlag hin haben wir auch noch gemeinsam Abendbrot gegessen. Als er kam, fragte er mich, wo er sich die Hände waschen könne. Als ich ihn ansah – ich habe sehr feine Antennen – machte er auf mich einen völlig gereizten Eindruck. Ich dachte, wenn ich jetzt ein falsches Wort sage, rastet er aus; ich habe ihn mal so während eines Telefonats erlebt. Diesmal war ich allein mit ihm in meiner Wohnung. Um die Situation zu mildern, antwortete ich ihm, dass er es sich aussuchen kann – er kannte die Möglichkeiten. Als er wieder zurück kam, erschien er mir wieder ausgeglichen zu sein.

Beim Essen machte er Bemerkungen, bei denen ich den Eindruck hatte, dass er mich kontrollieren will. Danach kam keine Frage, ob er mir beim Abwasch helfen könne, sondern ging sofort von sich aus in mein Wohnzimmer, schaltete das Licht ein und wollte, dass ich seinen Vortrag anhöre. Ich setzte mich bereitwillig hin. Thomas sah mich an und meinte, dass er sich nicht wohl fühle. Wieder beschlich mich ein ungutes Gefühl und bekam Angst. Nachdem wir seinen Vortrag bearbeitet hatten, eröffnete er mir, dass er keine Freundschaft zu mir wolle! Ich könnte hier noch verschiedene Beispiele aufzählen, die mich geärgert haben.

Ich kenne Thomas seit gut zwei Jahren und war mal in ihn verliebt, woraus jedoch nichts Festes geworden ist. Er gab mir einen Korb, erzählte mir aber von seinen Problemen. In der Folge habe ich versucht, ihm positives Feedback zu geben, wann immer es mir stimmig erschien. Außerdem habe ich versucht, ihm dort Sichtweisen aufzuzeigen, wo er offensichtlich unsicher war. Doch oft habe ich mich von ihm verletzt gefühlt, auch das habe ich kommuniziert. Immer wieder fiel mir sein ambivalentes Verhalten auf, das er jedoch bestritt.

In der Nacht, nachdem Thomas an jenem Abend gegangen war, konnte ich nicht einschlafen. Mich wühlte das alles auf. Ich stand auf, schaltete meinen Laptop an und sagte die nächste Verabredung, bei der er mir in meiner Wohnung helfen sollte, ab. Ich wollte das nicht noch einmal erleben. Und anschließend schlief ich, richtig erleichtert, sofort ein.

Fortsetzung folgt (zu hohe Zeichenzahl)
 
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  • #17
Fortsetzung FS

Ich beendete auch den Kontakt insgesamt zu ihm, wir haben uns noch gegenseitig alles Gute für das weitere Leben gewünscht. Eines Tages jedoch traf ich ihn in der Stadt. Thomas, der auf der anderen Straßenseite war, überquerte sie, kam direkt auf mich zu und fragte mich, ob ich noch Interesse an der Ausstellung hätte, zu der er den Vortrag gehalten hatte. Ich war überrascht und sagte zu, widerrief die Zusage aber später. Wozu hatte ich den Kontakt beendet? Ich war wütend, auf ihn und auf mich, dass ich zugesagt habe. Meine Frage, warum er den Kontakt wieder herstellt, beantwortete er damit, dass er niemanden verurteile! Er hat sich dem Kontaktende noch ein weiteres Mal widersetzt. Und so ist das alte Ereignis für mich wieder aktuell geworden, auch wenn es keine Handgreiflichkeiten gab, so hat mich doch das Verhalten von Thomas sehr beunruhigt.
 
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  • #18
Dem Mann, den ich gerade kennen lernen will, werde ich es erzählen, sobald ich sehe, dass es zu einem ersten und zweiten Date kommt.
Liebe FS,
du hast hier die ganze Bandbreite an Reaktionen auf die Frage "Soll ich es gleich erzählen oder nicht?" bekommen. Wobei sich einige Gäste auf eine faire Offenheit bzgl. Zögerlichkeit in Sachen Sex beziehen und NICHT die schnelle Einweihung in das Erlebniss selbst.
Ich möchte an dieser Stelle eine Foristin aus einem anderen Thread zitieren: "... wie die GSG9 mit der Tür ins Haus fallen" - bitte bedenke, dass die Eröffnung schwerer Schicksalsschläge gleich zu Beginn eine Annährung enorm belastet.
Mir hat ein Datingpartner vor dem ersten Date angekündigt, dass er keinen schnellen Sex will. Er hätte es zur Genüge mit etlichen Damen aus mehreren Jahren Online-Dating durchexerziert: Erst Sex und dann Kennenlernen wäre ihm mittlerweile zu anstrengend - all die Tränen, Fragen, Anrufe und langen Mails der Frauen, wenn er sich zurückzog und auch sein eigener Schmerz über das Scheitern von Beziehungsversuchen - nee, er würde eine Frau jetzt erst einmal genau auf Partnerqualitäten hin "prüfen" wollen. Ob das Masche war oder nicht, vielleicht verstehst du, was ich dir hier an Optionen andeuten will.

An Online-Dating mit gutem Selbstschutz heranzugehen, wird dir auf jeder Ratgeber-Seite des großen PBs empfohlen. Nicht zu schnell wunde Flanken offenlegen!
...schweigen, schweigen, noch mal schweigen. Niemals erzählen, auch nicht nach einem Jahr.
Als Studentin war ich kurz mit einem Mann verbandelt, der in der ersten gemeinsam verbrachten Nacht plötzlich in Tränen ausbrach und von den sexuellen Übergriffen eines Trainers damals im Jugendcamp erzählte. Die Problematik dieses Falles ist anders gelagert als bei dir, trotzdem würde ich lange damit warten, traumatische Erlebnisse auf den Tisch zu packen. Es kann sehr verletzend sein, wenn der andere mit der eigenen Vergangenheit nicht gut umgehen kann.

Wichtig finde ich die Hinweise vieler Gäste hier, aktiv deine Blockade (oder wie auch immer ein Psychologe dies benennen würde) anzugehen. Deine Zeilen lassen bei mir das Bild eines verkrusteten Panzers enstehen, der dich umgibt. Ein Mann in deinem Leben wird dieses alleine nicht durchbrechen können, dafür braucht es Energie von innen. Therapie, Körperarbeit - Sinnlichkeit entdecken...was willst du mit deiner Yoni (Tantra ;-) geben.

Ich wünsche dir einen guten Kontakt mit dem Online-Mann, w
 
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  • #19
Hallo

Traumata brechen plötzlich wieder herein. Es braucht nur wenige ähnliche Signale.
Die Überreaktionen sind der Situation meist nicht angemessen.

Dein "Thomas" ist unterschwellig aggressiv gegen dich, ambivalent dazu. Du brauchst aber mit deinem Hintergrund einen zärtlichen beharrlichen konstanten Mann der einfach nachdrücklich bei der Stange bleibt und dich auffängt wenn du durchdrehst.
 
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  • #20
Ich finde deine Geschichte mit dem Thomas sehr seltsam. Sie wirkt emotional hochambivalent und verworren, aber nicht von seiner Seite her, sondern von deiner Seite!
Du warst mal verliebt in ihn, er hat dir damals aber einen Korb gegeben … Dann hast du ihn bei seinen Problemen gecoacht, jetzt korrigierst du seinen Vortrag, lädst ihn bei der Gelegenheit vorher zum Essen bei dir ein, bist sauer, dass er dir nicht beim Abwaschen hilft, fühlst dich von ihm kontrolliert und hast das Gefühl, er sei aggressiv, weil er gereizt fragt, wo er sich die Hände waschen kann … Schließlich sagt er dir, dass er keine Freundschaft mit dir möchte. Als er später ganz normal auf dich zukommt, weil ihr euch zufällig auf der Straße trefft, reagierst du völlig über.

Also, mir erscheint an dem Verhalten des Mannes überhaupt nichts merkwürdig. Vielmehr denke ich Folgendes: Du warst verliebt in ihn, er hat dich zurückgewiesen, dies hat dich (verständlicherweise) etwas gekränkt. In der Folge versuchtest du, ob du es mit deinen Hilfsangeboten an ihn, doch noch schaffst, ihn für dich zu entflammen, spürtest aber immer wieder, dass er nicht darauf einsteigt.
Mir scheint, dass der Mann sich eher von dir "umklammert", vielleicht auch etwas bemuttert und bevormundet fühlte und sich bereits unwohl fühlte, als er in deine Wohnung kam. Ihm war dieses "gemütlich Essen und danach gemeinsam Abwaschen" entschieden zu eng und er fühlte sich von dir bedrängt. Dass er dir am Ende des Abends sagte, er wolle keine Freundschaft mit dir, finde ich mehr als klar und deutlich. Wir wissen natürlich nicht, ob du ihn das gefragt hast oder er es von sich aus gesagt hast, ich finde jedoch solch eine Aussage schon sehr beachtlich!

Kann es sein, dass du dich ursprünglich in diesen Mann verliebt hattest, weil du ihn ungefährlich fandest, da du dich ihm etwas überlegen fühltest, du ihn kontrollieren konntest, er sich von dir beraten ließ usw.?
Nun, da er dich endgültig zurückgewiesen hat, schwindet dein Einfluss und damit Sicherheitsgefühl ihm gegenüber und nun projizierst du unbewusst dein eigenes Bedürfnis, ihn zu beherrschen, auf ihn. Bzw. da du die Kontrolle über ihn verloren hast, bricht sich deine Angst vor unkontrollierbarer Aggression (Sex ist auch Aggression) Bahn.

w49
 
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  • #21
Liebe FS,

ich kann zwar nicht mitreden, denn ich hatte zum Glück noch keine schwerwiegenden sexuellen Übergriffe, aber andere Traumata habe ich leider auch, habe auch deshalb Therapie gemacht.
Es treten immer wieder in meinem Leben Situationen auf, wo ich durch irgendetwas an vergangene
Situationen erinnert werde, aber ich kann mittlerweile damit umgehen. Man kann ja nichts ungeschehen machen, aber eine neue Sichtweise und damit Verarbeitungsmöglichkeiten bekommen.
Bei deiner Schilderung des Umgangs mit diesem Thomas sehe ich auch, dass du aus deiner Vergangenheit etwas gelernt hast. Ich finde, du hast dich sehr gut verhalten. Der Mann zeigte eigenartige Verhaltensweise, die dich an Etwas erinnerten und dein Alarmsystem funktionierte und du konntest dich schützen. Das finde ich sehr gut.
Du wurdest nicht panisch, sondern hast vielmehr deiner Intuition vertraut. Das wirkt auf mich sehr gut reflektiert und darauf kannst du stolz sein.

Alleine deine Schilderung weckte bei mir keinen guten Eindruck von dem Mann.
Du solltest daran arbeiten, dein Selbstwertgefühl noch weiter aufzubauen, aber deiner Intuition kannst du dankbar sein.
 
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  • #22
Du kannst es vielleicht aus eigener Kraft schaffen, dich innerlich von dem Erlebnis zu distanzieren und nach vorne zu sehen. Der sexuelle Übergriff war eine einmalige schlechte Erfahrung. Heute kannst du wieder gute Erfahrungen machen. Warte einfach, bis du dich mit einem Mann wirklich wohl fühlst und ihm vertraust. Bei einem leisen Zweifel würde ich nichts sagen oder tun. Lerne, dir zu vertrauen. Hast du auch eine positive sexuelle Erfahrung in deinem Leben gemacht? Dann kannst du dich daran erinnern und dich wieder so genussvoll hingeben, sobald du einen Mann gefunden hast, der dich überzeugt.

Wenn dir das nicht gelingt, wird dir eine Therapie helfen. Dort kannst du mit dem Therapeuten die traumatische Situation so bearbeiten, dass du sie nicht mehr als belastend empfindest. Hypnose ist dabei eine sehr wirksame Methode.

Alles Gute!
 
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  • #23
Zunächst an Gast 2. Es gibt keine 100%ige Sicherheit. Ebenso sind es in höherer Zahl Männer aus direktem Umfeld: Famillie, Bekannter, Nachbar... .
Kampfsport hält fit und schafft ja auch ein wenig mehr Selbstvertrauen. Gewisse Dinge sollte man als Frau von vorn herein vermeiden. Gegen KO-Tropfen hilft aber die beste Selbstverteidigung nicht. Man kann also sein Leben in dauernder Psychose verbringen, jedem Mann nur noch volles Misstrauen aussprechen oder eine Lösung finden, wenn es (leider) passieren sollte.

Da ich ein Mann bin, gehe ich in der Kernfrage auf den "Teil Mann" ein. Du musst Dich zunächst von Deinen Ängsten befreien, das ist die schwierigste Aufgabe. Die Angst, ihn zu verlieren, schafft Dir eine zu große Hürde. Du wirst im Grunde nie für Dich einen Zeitpunkt finden, es ihm zu sagen. Je länger es dauert, desto stärker die Angst, ihn zu verlieren.

Wenn ein Mann es ernst meint und auch eine angemessene Tiefe besitzt, dann versteht er Dich und wird MIT Dir eine Lösung suchen.
Falls nicht, dann ist er es nicht wert.

Statistisch betrachtet kann jede Frau Opfer eines solchen Gewaltverbrechens werden. Während der letzten Wochen hatte ich häufiger die Gelegenheiten, in diesem Zusammenhang Berichte mitzuverfolgen. Auch als Mann war es für mich teils erschreckend, insbesondere die Berichte aus Kriegen (2. WK, Kosovo) und aktuellen Kriegsgebieten (Afrika). Diese überwiegend unmenschlichen Greueltaten sind unvorstellbar. Solche Übergriffe werden heutzutage flächendeckend, gezielt eingesetzt, um nachhaltig ganze Völker regelrecht in ihren Grundfesten zu zerstören. Und die Welt sieht zu, während es noch immer ein Tabu-Thema ist, das jedoch allmählich aufweicht. Ich bewunderte die Frauen, die zumindest nach außen den Eindruck erweckten, überhaupt wieder in ein normales Leben gefunden zu haben. - Solche Übergriffe gegen Frauen lassen keinen soliden Mann kalt!!!
 
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  • #24
Hier noch einmal die FS

Danke, dass Ihr mir - zumindest überwiegend - Verständnis entgegen gebracht habt.

Gast 20, Deine Zeilen haben mich besonders gefreut, das hat gut getan zu lesen
 
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  • #25
Liebe FS,

ich verstehe Dich, wir sind viele.

Auch ich rate Dir zu einer Fachtherapie - und zu einem Selbstverteidigungskurs für Frauen. Dort werden spezielle Tritte und Schläge eingeübt (Ellenbogen in Magen, Faust oder Knie kräftig in die Weichteile), die einen Mann außer Gefecht setzen und Zeit zum Wegrennen ermöglichen.

Auch Waffen des Alltags (Schlüsselring an Finger klemmen und Bund kräftig ins Gesicht hauen), die
man einsetzen kann.

Klar ist nicht jeder Mann ein Ungeheuer, doch manche die Unsicherheit von Kindern (ich war 10), Jugendlichen und Frauen spüren, probieren es einfach mal. Es ist ja für manche nur ein Kavaliersdelikt. Tüchtiges Grabschen macht ja nix, man muß doch mal fühlen, wie weit der Busen schon ist, sie soll sich mal nicht so anstellen. Wenn Du mir einen Kuß gibst, lass ich Dich aus der Ecke, in die ich Dich gedrängt habe. Heute werde ich echt zur Furie. Und schlage zu.

Und dieses Hilflosigkeitsgefühl kann ich nachvollziehen. Dagegen hilft so ein Kurs.

Aber die Therapie ist auch nötig, Du brauchst Lebensqualität.

Und ich würde erstmal nichts sagen, schon gar nicht beim ersten oder zweiten Date. Laß es einfach nicht so schnell zu Körperlichkeiten kommen, lernt Euch doch erst einmal kennen.

Alles erdenklich Gute für Dich und viel Erfolg bei den Maßnahmen, welche auch immer Du ergreifst.

W ü50
 
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  • #26
Hier noch einmal die FS

Gast 19: Ich glaube nicht an die 49-jährige Frau, sondern vielmehr daran, dass sich hier Thomas selbst zu Wort gemeldet hat. Vom Stil her passt alles dazu.

Ich kenne es von ihm, dass er Sachverhalte ignoriert, wie hier eben auch. Hier z. B., dass er mich zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung angesprochen hat, nachdem wir den Kontakt im gegenseitigen Einvernehmen beendet hatten. Damit finde ich es ganz und gar nicht mehr normal, auf gemeinsame Unternehmungen angesprochen zu werden!

Die Vermutung, die du äußerst, stimmt nicht. Insgeheim hatte ich damals tatsächlich Angst, dass Thomas handgreiflich würde. - Es gab mal ein Telefonat, in dem er total ausfallend geworden ist, er hat sich dafür nie entschuldigt, obwohl er wusste, was das in mir ausgelöst hatte.

Wieso hätte er sich bedrängt fühlen sollen? Das verstehe ich nicht. Vielmehr hätte Thomas mich fairerweise zum Thema informieren müssen, weil Erotik hier eine wichtige Rolle gespielt hat. Worum es sich handelt, habe ich leider erst erfahren, als er in meiner Wohnung war.

Es gäbe zu diesem Kommentar noch einiges zu sagen, doch ich belasse es hierbei.
 
G

Gast

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  • #27
Liebe FS,

Was dir in jungen Jahren geschehen ist, weiß ich nicht, aber die Geschichte mit Thomas ist mehr als verworren. Was du erzählst von eurer Begegnung , klingt normal...
Ich habe auch eine Vergangenheit , mit der klar zu kommen nicht einfach ist, wehren konnte ich mich auch nicht. Aber warum sollte ich den Rest meines Lebens davon bestimmen lassen?

W34
 
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Gast

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  • #28
Hier noch einmal die FS

Gast 19: Ich glaube nicht an die 49-jährige Frau, sondern vielmehr daran, dass sich hier Thomas selbst zu Wort gemeldet hat. Vom Stil her passt alles dazu.

Ich bin w49/Gast 19 … und bin einigermaßen erstaunt, dass du mich für "Thomas" hältst. Auch wenn es wohl nichts helfen wird, es noch einmal zu beteuern, tue ich es trotzdem: Ich bin tatsächlich eine 49-jährige Frau!
Da habe ich mit meinem Kommentar wohl ziemlich ins Schwarze getroffen, sonst hättest du nicht diese "Phantasien"! FS, ich denke, dass du eine ziemlich schräge Wahrnehmung hast, um es mal harmlos auszudrücken. Du scheinst einigermaßen paranoid zu sein. Kann gut sein, dass das eine Folge deines zurückliegendes Traumas ist, aber verarbeitet wirkt das ganz und gar nicht und ich würde dir ernsthaft empfehlen, noch einmal psychotherapeutische Hilfe zu suchen!

Ich kenne es von ihm, dass er Sachverhalte ignoriert, wie hier eben auch. Hier z. B., dass er mich zum gemeinsamen Besuch der Ausstellung angesprochen hat, nachdem wir den Kontakt im gegenseitigen Einvernehmen beendet hatten. Damit finde ich es ganz und gar nicht mehr normal, auf gemeinsame Unternehmungen angesprochen zu werden!

Glaube mir! Nichts ist besonders ungewöhnlich oder gar beängstigend daran, dass dich dieser Thomas noch einmal zum Besuch dieser Ausstellung eingeladen hat, für die er mit deiner Hilfe den Vortrag gehalten hat, auch wenn ihr den Kontakt eigentlich beendet hattet. Er hat dich ja nicht mal extra deshalb kontaktiert, sondern ihr lieft euch zufällig über den Weg.
Viele Menschen sind nicht so besonders konsequent im Durchhalten von beendeten Kontakten, da ist bei den meisten Menschen eine Menge Ambivalenz mit im Spiel - das ist absolut nicht ungewöhnlich!

Die Vermutung, die du äußerst, stimmt nicht. Insgeheim hatte ich damals tatsächlich Angst, dass Thomas handgreiflich würde. - Es gab mal ein Telefonat, in dem er total ausfallend geworden ist, er hat sich dafür nie entschuldigt, obwohl er wusste, was das in mir ausgelöst hatte.

Auch dass jemand mal verbal ausfallend wird (was auch immer du konkret als "ausfallend" bezeichnest), kommt in vielen Beziehungen oder zwischen Bekannten in einem Streit oder einer Auseinandersetzung vor. Das ist zwar nicht schön, aber auch nicht unnormal. Jemand, der keine übermäßige Angst vor Handgreiflichkeiten seines Gegenübers hat, bekommt da normalerweise nicht gleich Angst davor!

w49
 
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Gast

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  • #29
Wieso hätte er sich bedrängt fühlen sollen? Das verstehe ich nicht.

Wenn dir dieser Mann früher mal auf deine Avancen einen Korb gegeben hat, und er dir außerdem in seinem Verhalten nicht ganz geheuer war, warum lädst du ihn dann überhaupt zum gemeinsamen Kochen/Essen in deine Wohnung ein? Soetwas und auch noch danach gemeinsam die Küche aufräumen wollen, kann jemanden zu einer Vertrautheit nötigen, die er eigentlich nicht will, das meine ich mit "bedrängt fühlen". Warum hast du dafür kein Gespür?
Wenn ich bei einem guten Freund zu einer "Arbeitsbesprechung" verabredet wäre und er erwartet mich in seiner Wohnung mit einem Candlelight-Dinner (jetzt mal übertrieben gesagt) und noch dazu wüsste ich, dass der mal verliebt in mich war, würde ich mich wahrscheinlich auch etwas bedrängt fühlen.

Vielmehr hätte Thomas mich fairerweise zum Thema informieren müssen, weil Erotik hier eine wichtige Rolle gespielt hat. Worum es sich handelt, habe ich leider erst erfahren, als er in meiner Wohnung war.

Du hast geschrieben, dass ihr euch schon länger kennt, schon viele sehr persönliche Gespräche hattet, wo du ihn ja beraten hast und du ihm auch schon öfter bei solchen Vorträgen etc. geholfen hast. Warum ist es dann wiederum plötzlich ein Problem für dich, wenn es sich bei diesem Vortrag um ein Thema handelt, in dem nun mal auch Erotik thematisch vorkommt? Ihr seid erwachsene Menschen und das Thema ist ja abstrakt, d.h. es ging um einen Vortrag für eine Ausstellung.
Tut mir leid! Ich habe nach wie vor den Eindruck, dass du einen völlig paranoide Wahrnehmung hast und du dich nicht angemessen verhältst. Du hättest vor der Aktion einfach nach dem Thema fragen sollen, dann hättest du deine Hilfe ablehnen können, wenn dir dieses Thema unangenehm gewesen wäre! Er wird dich ja nicht gezwungen haben, ihm in deiner Wohnung bei seinem Vortrag zu helfen …
Mag sein, dass der Mann auch ein bisschen ambivalent dir gegenüber ist, aber einen Anhalt für Übergriffigkeit sehe ich bei ihm überhaupt nicht!

w49
 
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