G

Gast

Gast
  • #1

Sich auf einem Stadtfest wie unsichtbar fühlen.

Ich bin vor 4 Jahren betrogen verlassen worden, seit dem vergangenen Jahr endlich geschieden.
Außer einer halbjährigen Kurzzeit-"Affäre" hatte ich keinerlei Beziehungen zu Männern, auch keinen ONS.
Ich bin weder unansehnlich, noch unausstehlich. Ich gehe alleine in Konzerte, Ausstellungen, alleine ins Restaurant oder ins Cafe, alleine auf Volksfeste, habe Hobbies, einen guten Job.
Alleine gehe ich deshalb, weil ich ansonsten immer das ungerade "Anhängsel" von Familien- und Paarkonstellationen bin und das ist nicht immer angenehm. Viele hier im Forum kennen das.

Und auf diesen Events bleibe ich dann immer alleine. Klar, man trifft dort auch Bekannte, aber die sind *bingo* nicht alleine unterwegs. Ich habe normalerweise keine Probleme, Kontakte zu knüpfen, bin ein offener, aufgeschlossener Mensch.
Aber diese Events haben offensichtlich ihre eigene Dynamik.
Ich dachte immer, es liegt an mir, dass ich dort keine Kontakte knüpfe, aber das ist wohl doch nicht so.
Gestern war ich auf einem Mittelalterfest. Tolle Musik, interessant anzusehende Leute, tolles Ambiente - und ich war allein. Selbst im Gedränge in der Menschenmenge vor einer der Bühnen war plötzlich richtig Platz um mich herum... Und fast nur Paare oder Grüppchen...

Wenn ich von Leuten den Partnersuche-Ratschlag höre "Geh' doch raus unter Leute!", dann macht mich das inzwischen richtig aggressiv, weil ich eben per se kein Stubenhocker bin und eine hilflose Klette schon gar nicht.
Die Leute können gar nicht verstehen, dass ausgerechnet ich niemanden kennenlerne.
Ich gehe in diesen Menschenmengen wohl irgendwie "unter". Werde nicht wahrgenommen, bin irgendwie unsichtbar. Blickkontakte oder gar ansatzweise Flirts - Fehlanzeige.
Ich werde nicht angesprochen.
Wenn ich jemanden anspreche, dann gucken die Leute an mir vorbei oder suchend über meine Schulter.
Woran es liegt, weiß ich nicht. Ich komme auch nicht "bedürftig" rüber, das weiß ich.
Ich bin einfach unsichtbar geworden und das fängt an, richtig an mir zu nagen.

Gestern nach dem Fest bin ich nach Hause gegangen - um mich herum turtelnde, angeregt miteinander erzählende oder auch schweigende oder streitende Paare oder Paargruppen - ich war alleine, wie immer. Nach den vielen Jahren der Einsamkeit in der Ehe und nach der Trennung sollte ich mich ja eigentlich dran gewöhnt haben...
Habe ich aber nicht.
Die Sehnsucht nach Zweisamkeit wird immer unerträglicher.

....und am liebsten würde ich mich zu Hause verkriechen, aber was dann?

w
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich (m) kann das nur unterschreiben.

Die reale Partnersuche taugt nichts aus den von beschriebenen Gründen. Ergänzend weise ich darauf hin, daß ein lautes Umfeld (z. B. disco) indem man sich anschreien muß um sich kennen zu lernen, auch nicht für das Anbandeln taugt - schließlich kommt das Anschreien in Beziehungen zumeist ohnehin irgendwann.

Das Problem ist doch, daß es real verdammt viel Aufwand bereitet, genau den / diejenige zu treffen, mit der ein gewisses Suchprofil paßt. Man schätzt sich selber ein und weiß, was man braucht und sucht. Aus einer Menge X wird eine Menge Y aussortiert, sodaß die Menge D (date) übrig bleibt.

Man kann die Menge D erst virtuell suchen und sich dann treffen - aber die reale Suche nach der Menge D ist nicht zielführend sondern eher ein Glückstreffer.

Bleibt das Internet. Es gibt viele Server, die sind kostenlos, aber die Partnersuche ist dort zumeist umsonst, weil die Server so konzipiert sind, daß man auf ihnen endlos verbleibt in der Hoffnung, daß man auf Werbebuttons klickt.

und so bleiben wir eben single - obwohl wir alle einen Partner wollen. Sicher ist es auf Festen öde - und auch sonst. Ich war gestern allein unterwegs und hab zwar in einer Disko Frauen getroffen, aber wirklich unterhalten konnte man sich mit denen nicht.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Vielleicht hilft dir ein Tip weiter. Versuchs mal mit Vereinen oder ähnlichem. Geh in ne Tanzschule und buche den Anfänger Single Kurs. Ob du danach weitermachst bleibt dir überlassen. Kannst auch in einen Kletterverein gehen. Gibt ja sehr viele dieser Sachen. Dort lernt man Leute kennen. Und ich zieh den Hut vor dir. Weil ich weis was es heißt allein zu Veranstaltungen und des gleichen zu gehen.
37m
 
G

Gast

Gast
  • #4
Vielleicht sollte man ergänzen: Geh raus unter Singles. Auf Festen/ Konzerten etc. sind die meisten als Paar/ geschlossene Gruppe unterwegs, wer soll dich dann ansprechen? Vielleicht solltest du es eher auf Veranstaltungen versuchen die konkret auf Singles ausgelegt sind?

Viel Erfolg
 
  • #5
Das ist für Männer eigentlich vollkommen normal. Von nichts kommt nichts, du musst selbst aktiv werden. Probierst du immer hin, aber wie oft? Es muss nicht jedes mal klappen, als Mann passiert einem das "wegschauen" ständig.

Hast du keinen Mann in der Bekanntschaft, der dich mal beobachten kann? Vielleicht hängen deine Schultern zu sehr, vielleicht gibt es andere Gründe, die er leichter erkennt?

Und wenn es überhaupt nicht funktioniert mit dem Ansprechen, dann liegt es vielleicht wirklich dran, dass es nicht laut und freundlich und bestimmt genug rüberkommt. Klappt es denn, wenn du z.B. nach der Uhrzeit fragst?
 
G

Gast

Gast
  • #6
Hast du denn keine Single Freunde oder Freunde die ihren Partner nicht ständig überall mithin schleppen, mit denen du etwas unternehmen könntest oder durch die du jemanden kennenlernen könntest?

An deiner Stelle würde ich versuchen deinen Freundes und Bekanntenkreis zu erweitern, um so einen potentiellen Partner kennenzulernen oder einfach nur um Leute zu haben, mit dem du unterwegs sein kannst. Das kannst du natürlich über Vereine...etc. machen oder auch über das Internet.

Auch wenn du möglicherweise gut aussieht, könnte man es vielleicht noch optimieren.
Also durch Sport, gesunde Ernährung, passende Frisur...etc.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Hey,

als erstes solltest Du nie die Hoffnung aufgeben. So was nenne ich die "neutrale" Zeit. Ich meine damit die Zeit zwischen den Beziehungen. Versuche sie so gut wie möglich für dich zu nutzen. Jeder wünscht sich eine glückliche Beziehung, weil diese das Leben lebendig machen. Der Mensch ist kein Einzelgänger. Ich kann Dir nur sagen. Kopf hoch! Lass Dich nicht runterziehen. Hoffe Dir damit ein wenig geholfen zu haben.

Viele Grüße
Micha
 
G

Gast

Gast
  • #8
Keine Ahnung, welcher Natur, diese Stadtfeste sind, aber ich glaube, die Erwartungen sind einfach zu hoch. Nicht wahrgenommen zu werden, muss ja nicht zwangsläufig etwas schlechtes bedeuten. Genau so sieht das eben aus, wenn man beziehungslos ist. Nach meiner Erfahrung lernt man bei solchen Veranstaltungen grundsätzlich niemanden kennen, es sei denn, man bringt sich jemanden mit. Das sind Wahrheiten, die gern unterschlagen werden, wenn man sagt "geh doch mal raus" und "sei doch einfach Du selbst". Außerdem scheinen die schlechten Erfahrungen mit der vergangenen Beziehung noch zu frisch zu sein, sodass SIE selbst alles durch einen Grauschleier sehen und Ihnen daher manches auch einfach entgeht. Dann ziehen Sie sich doch eine Zeit lang zurück. Beschränken Sie sich auf Sport, oder Meditation.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Liebe w,

dass liegt aber nicht an deinem Status "geschieden" oder nach Beziehung wieder allein. Ich habe dasselbe blöde Ausschlussverhalten mehrfach erlebt als ich Single war. Mit 25 bin ich auf eine Insel im Mittelmeer allein geflogen (mein Freund hatte fremdgevö...lt und ich hatte ihn verlassen) und dachte es ergeben sich nette Abende an der Hotelbar oder Verabredungen zum gemeinsamen Ausgehen. Im Hotel sass ich als 25jährige allein am Katzentisch und wurde von den Herren natürlich begierlich angegafft wenn die Frau zur Salatbar ging. Ansonsten habe ich Sauna und ähnliches vermieden und viel in Kultur und Ausflüge gemacht. Ich lernte viele nette Paare tagsüber kennen, die aber abends allein durch die Altstadt bummeln wollten. Auf Stadtfesten wurde ich selten zum Tanz aufgefordert (ich wohne auf dem Land, bin einzige Singlefrau, also die Hexe) und Frauen tuscheln dann auch gern oder ziehen ihre Männer weg. Als Single wirst du nur nachmittags eingeladen, nicht wenn abends die Männer dabei sein können. Meine beste Freundin ist 33, verwitwet, hübsch, mit 1 Kind. Die hat es noch schwerer überhaupt gesehen zu werden. Mein Tipp: Restaurant, Museum, Kino, Konzert ist zur Anbandelung eher ungeeignet. Du kommst allein und gehst auch so. Nett sind bloss die Kellner, wenn sie gut geschult wurden.
 
G

Gast

Gast
  • #10
Liebe FS,

es ist ganz normal auf solchen Veranstaltungen "unsichtbar" zu sein. Die meisten Besucher sind wenigstens zu zweit unterwegs und nicht daran interessiert, fremde Menschen kennenzulernen.

Wenn Sie mal wieder einmal wahrgenommen werden wollen, dann gehen Sie in einen Nachtclub für die Generation 30 plus.
 
G

Gast

Gast
  • #11
Hallo FS

Wenn Du wirklich so offen und aufgeschlossen bist dann schliess dich doch einer Single und/oder Freizeitgruppe an . Die gibt es überall..Muss nur mal googeln.

Die gehen gerade auf solche Veranstaltungen wie Du sie beschreibst...Und in der Gruppe ist man dann nicht mehr einsam.

Das Grundsätzlich überall nur Paare geben soll kommt mir angesichts der hohen Singlezahlen mit steigender Tendenz etwas komisch vor.

Ich denke das ist nur dein Eindruck..

Und ich denke das Menschen die grundsätzlich offen und aufgeschlossen sind " Immer" Kontakte zu anderen Menschen bekommen können sofern sie denn selber "aktiv" und in der Lage sind diese Kontakte auch zu pflegen.

m48
 
G

Gast

Gast
  • #12
Frau allein bei Gruppenveranstaltungen hat immer so eine Art Stigma. Daher "teilt sich dann auch die Menge" vor Dir.
Ich kann nur unterschreiben, dass Singlefrauen über Sportgruppen am besten in Kontakt kommen.
Im Fitnesstudio, in Wandergruppen etc. findet man immer andere Singles für Eventbesuche.

Und aus der Gruppe heraus ergeben sich die weiteren Kontakte auf Festen, in Kneipen etc.
Allein eine Kirmes, ein Stadtteilfest besuchen, mit dem Wunsch, Anschluss zu finden, das endet für die meisten im Frust.
 
G

Gast

Gast
  • #13
Man kann jeden Tag alleine auf Feste, in die Stadt, zu Veranstaltungen gehen und trotzdem nie jmd kennenlernen.

Frauen haben oft die trügerische Meinung, dass das Ansprechen (vor allem Interesse zeigen) die Aufgabe der Männer ist.

Geh mal in andere Länger. Dort kennen Frauen derartige 'Normen' nicht.

Wenn dir ein Mann gefällt, dann sprich ihn an. Wenn du stets passiv bist und nie selbst Initiative zeigst, Risiken eingehst wirst du sehr sehr viel weniger Erfolg haben als etwa die weiblichen Freunde von mir. Die halten nichts von solchen Philosophien. Gefällt denen ein Mann gehen sie hin und sagen "Hi", und lächeln die Männer an.

In Deutschland haben Männer und auch Frauen panische Angst davor ihr Interesse direkt und unmissverständlich zu zeigen. Ich bin ein gutaussehender, trainierter, 1,84 großer Mann. Ziehe mich stets sehr modisch an. Aber bis ich wirklich verstanden hatte, dass man in Deutschland nicht einfach nur dastehen und auf große Erfolge hoffen kann, hatte ich große Schwieriegkeiten eine Freundin zu finden.

Heute gehe ich auf Frauen zu die mir gefallen und habe ständig Dates, bzw. bin nie lange Single. Aber das liegt daran, dass ich mein Interesse zeige, so wie meine weiblichen Freunde, und dann auch öfters Körbe kriege.

Wenn du deine Einstellung diesbezüglich nie änderst und erwartest, dass Männer stets den ersten Schritt machen, dich erobern, dann wirst du in vielen Ländern (Etwa Karibik, GB, Australien, USA, Italien, oder vor allem Frankreich) auch kein Problem damit haben. Dort Flirten die Männer 100 mal so offensiv wie hier.

Aber in Deutschland funktioniert das ganz einfach nicht. Hier muss man (und auch Frau) die Sache selbst in die Hand nehmen.

Wenn du in riesigen Menschenmassen bist, dann siehst du doch ständig attraktive Männer. Frag sie nach dem Weg, frag was das für eine Veranstaltung ist oder sag einfach "Hi" und lächel sie an.

Wer das nie lernt und sich vor Körben fürchtet kann auch noch so oft nach 'draußen' gehen, aber seine Chancen nicht zwangsläufig erhöhen. Wenn du also rausgehst um Männer kennenzulernen, dann sprich mit diesen Männern.

Und wer glaubt das sei nicht gut, peinlich, falsch, Männersache, der darf sich dann auch nicht beschweren lange Single zu sein.

Die verinnerlichten gesellschftlichen Normen die quasi das Flirtverhalten von Frauen beschreiben - wie sollte eine Frau versuchen einen Mann zu bezirzen - diktieren dann dein Leben. Sie sind dafür verantwortlich, dass du alleine bist. Es liegt nicht an dir, deinem Aussehen, deiner Art oder an den Männern. Es liebt an der vorherrschenden Vorstellung vieler Frauen, dass sie möglichst kein direktes Interesse zeigen sollten. Denn das sei unweiblich und viel zu offensiv. Was kompletter Unsinn ist und bei ausländischen Frauen höchstens auf Unverständnis treffen würde.
 
G

Gast

Gast
  • #14
Ja, ja: diese böse kalte Welt da draussen. und immer sind die anderen Schuld. Liebe FS: seien wir doch mal realistisch. Um angesprochen zu werden soll man sehr gut aussehen und eine tolle Ausstrahlung haben. Das ist in der heutigen Zeit ein muss. Falls man es nicht hat soll man an sich arbeiten statt zu meckern. Kann sein das deine Frust dir im Gesicht und der Körperhaltung deutlich zu merken ist.
Und das macht nicht attraktiv.
m, 45
 
  • #15
Die Leute können gar nicht verstehen, dass ausgerechnet ich niemanden kennenlerne.
Ich gehe in diesen Menschenmengen wohl irgendwie "unter". Werde nicht wahrgenommen, bin irgendwie unsichtbar. Blickkontakte oder gar ansatzweise Flirts - Fehlanzeige.
Ich werde nicht angesprochen
.

Doch, ich verstehe das sogar sehr gut!

Einfach weil ein Stadtfest noch schlechter ist um Leute kennenzulernen als eine Disco. Ich hab nen ziemlich grossen Freundes/Bekanntenkreis. Nicht einen davon als Single auf dem Stadtfest kennen gelernt. Das geht einfach nur in Gruppen mit gleichen Interessen, Vereine, Lauftreffs etc. Und mit diesen Gruppen verabredet man sich um aufs Fest zu gehen. Natürlich ist man dann für Menschen ausserhalb der Gruppe nicht sonderlich offen. Innerhalb dieser Cliquen gibt's dann auch Singles, völlig normal.

Genau das meinen die Leute mit "rausgehen". Nämlich sich aktiv seinen Interessen gemäss für irgendwas zu engagieren und einzubringen. Die allerwenigsten gehen auf ein Fest um Mädels klarzumachen.
 
G

Gast

Gast
  • #16
Liebe FS,
das ist so und ich habe mich auch jahrelang daran abgestrampelt, allein auszugehen. Jetzt habe ich es aufgegeben. Ich gehe zu solchen Veranstaltungen nur noch, wenn mich jemand fragt, ob ich mitkomme. Ich mag mich auch nicht mehr an Paare anhängen.
Wie bitte soll man jemanden ansprechen, wenn alle Ohrstoepsel tragen und auf ihr Smartphone gucken.
Im Moment habe ich eine Phase, in der ich meine Freizeit fast nur noch in meiner Wohnung verbringe. Früher ging ich 5 mal in der Woche zum Sport, heute nur noch einmal und dasmauch nur, um meinen Personal Trainer nicht zu enttäuschen. Das tut meiner Figur nicht gut, noch ein Grund mehr, mich zu verstecken und so ist es eine üble Spirale, in der ich rotiere.
Mein Fehler war, dass ich es zu lange versucht und alle Energie und Motivation verbraucht habe. Ich hätte mir wohl früher solche Auszeiten gönnen müssen.

Fakt ist, seit ich akzeptiert habe und mich nicht mehr bemühe, geht es mir besser. Ich bin ruhiger. Natürlich ist da der Wunsch nach einem Partner, aber zu wenig Hoffnung, dass sich das bemühen überhaupt lohnen würde. Also lieber auf dem Sofa liegen und Fernsehen. Da wird man wenigstens nicht enttäuscht, weil die ganze Anstrengung zu nichts fuehrt. Spass hat das alles schon ganz lange nicht mehr gemacht.
Ich warte darauf, dass das Tief vorbeizieht, vielleicht lege ich dann noch mal los.
w, 50+
 
G

Gast

Gast
  • #17
Die FS hier.

Ich bin in mehreren Vereinen aktiv, Altersstruktur sehr gemischt. Die Kontakte, die sich dort ergaben bzw. ergeben, sind interessant, aber mit diesen Menschen teile ich eben nur das Hobby. Es haben sich Kontakte zu Single-Frauen und Männern ergeben, die mich mit ihrem Ex-Bashing und dem fast krankhaften Klammern irgendwann zum Rückzug bewogen haben.

Mehrmals habe ich versucht, mich zu einem Tanzkurs anzumelden, obwohl ich gut tanzen kann.
O-Ton der Damen und Herren beim Anmeldeversuch: "Wenn Sie einen männlichen Tanzpartner mitbringen, dann ist es ok. Ansonsten tut es uns leid, wir sind leider sehr damenlastig."
Verrückt, oder?
Ok, ich tanze gerne, aber z.B. Tango oder Salsa mit einer Frau ist zwar mal ganz witzig, aber mehr auch nicht.

Ich bin in einer Laufgruppe und in einem Sportverein aktiv, die Leute dort kennen sich schon sehr lange und ich werde immer wieder von den Partnern der Aktiven misstrauisch beäugt. Dabei sind die Vergebenen absolut tabu für mich und die anderen entweder 20 Jahre zu jung oder zu alt. Aber wir haben Spaß miteinander.

Ich gehe nicht mit verbittertem Gesicht durch's Leben, im Gegenteil. Habe auch keinerlei Scheu, Männer einfach zwanglos anzusprechen, die ich interessant finde - aber wie bereits beschrieben, werde ich ignoriert oder die Herren wenden sich irritiert ab.

Mir wird immer wieder von anderen Leuten gesagt, dass ich das habe, was man Charisma nennt. Ich weiß zwar nicht, woran sie das festmachen, aber nun ja.

Ich habe auf einschlägigen Portalen Freizeitpartner gesucht - gefunden habe ich Paare, die auf andere Paare keine Lust hatten.

Ich habe Spaß am Leben und strahle das auch aus. Bin eher eine Macherin und keine Schnackerin. Ein Freund sagte mal, dass ich damit vielleicht die Herren überfordere und lachte.

Tja, ich werde immer wieder von gebundenen Männern "angegraben" und auch auf Events eingeladen, aber diese Gentlemen sind für mich absolut tabu. DEN Stress brauche ich nicht.

Manchmal denke ich, ich bin nicht normal.
 
  • #18
Ich bin in einer Laufgruppe und in einem Sportverein aktiv, die Leute dort kennen sich schon sehr lange und ich werde immer wieder von den Partnern der Aktiven misstrauisch beäugt.

Also liebe Fs, dann verstehe ich das nicht wirklich. Gerade meine Vereine, auch der Lauftreff, haben mich in meiner Singlezeit absolut nicht ausgrenzt. Im Gegenteil, die haben mich aufgefangen und auch zu Festen etc. überredet mitzukommen. Genauso wie ich das in Paarzeiten auch mit den Freunden mache. Komisch beäugt hat mich da keiner, vielleicht weil Sie alle wussten dass Ich niemals eine liierte Frau anbaggern würde.

Gut, ich bin auch nicht einfach nur dabei sondern engagiere mich auch für die Gemeinschaft. Kontakte ergeben sich dann schon automatisch. Man steht nicht 3Stunden am Zapfhahn ohne miteinander zu reden und die eine oder andere Freundschaft zu schliessen.

Also lieber auf dem Sofa liegen und Fernsehen. Da wird man wenigstens nicht enttäuscht, weil die ganze Anstrengung zu nichts fuehrt. Spass hat das alles schon ganz lange nicht mehr gemacht.
Ich warte darauf, dass das Tief vorbeizieht, vielleicht lege ich dann noch mal los.

Vielleicht war das eben auch der Fehler: Sie ging zu all diesen Veranstaltungen um einen Partner kennenzulernen, nicht um mit Freunden Sport/Musik oder was auch immer zu machen. Das merken die Menschen, dass man nicht mit dem Herzen dabei ist sondern nur um Männer abzuschleppen.

Leute, habt auch ein Leben voller Leben als Single!
 
G

Gast

Gast
  • #19
Allein aufgrund deiner Überschrift verstärken gerade auch die Ausführungen bezüglich deiner Vereinsaktivitäten/Tanzkurse/Sportgruppen/etc. den anfänglichen Eindruck.

In deiner Überschrift sagst du, du kriegst nicht genug Aufmerksamkeit von Männern (Stadtfeste, etc). Man wählt eine derartige Überschrift nur, wenn du erwartest, dass Menschen auf dich zugehen. Ihr Interesse zeigen.

Dieser Eindruck wird auch bestätigt indem du erzählst, dass die vergebenen Frauen in deinen Vereinen dich misstrauisch beäugen und Männer (du sagtest alle Interessenten seien vergeben) dich auch durchaus angraben.

Ein eingeschobener Nebensatz, in dem du erklärst, du zeigst auch Initiative und sprichst interessante Männer an klngt da wenig überzeugend. Vielmehr drängt sich der Verdacht auf, dass du zwar männliches/weibliches Interesse weckst, aber nicht von den Menschen die du dir wünscht oder die du selbst attraktiv/interessant findest.

Würdest du selbst aktiv auf andere Menschen zugehen und auch wirklich zeigen, warum du mit ihnen sprichst (findest sie heiß, interessant, charmant, hübsch, etc) dann hättest du unweigerlich eine ganze Reihe Singles kennengelernt. Mir kannst du da nichts vormachen hehe, ich spreche oft und überall Frauen an und lerne zwangsläufig ständig Singles kennen.

Wer stets passiv wartet und hofft wenig Risken eingehen zu müssen kann auch in noch so vielen Vereinen und Gruppen sein. Die Wahscheinlichkeit genau von solchen Menschen angesprochen zu werden die du gerne in deinem Leben hättest ist nicht sehr groß. Es passiert durchaus alle paar Monate/Jahre aber man muss sich auf längere Wartezeiten einstellen.

Unverbindliche Gespräche bringen überhaupt nichts, wenn man romantisches Interesse hat. Natürlich sind Frauen Meister im uverbindlichen Kommunizieren. Aber das, habe ich gelernt, bedeutet nicht diese Gesprächspartner haben auch nur den leisesten Schimmer was du wirklich von ihnen willst.

Gerade Aufmerksamkeit verwöhnte Frauen (Vergleiche deine Überschrift und spätere Kommentare von dir...) haben selten gelernt wirklich selbst Initiative zu zeigen. Wie gesagt. In anderen Ländern flirten Männer was das Zeug hält. Hier flirten Männer und Frauen extrem subtil bzw. verdeckt. Willst du einen Mann/eine Frau musst du Mann/Frau genug sein dir zu nehmen was du willst. Ansonsten wirst du ewig der wartende passive Teil sein, der auf Gottes Gnaden angewiesen ist.

Aber keine Angst hehe. Irgendwann wird dich jmd interessantes ansrpechen. Ich bin allerdings viel zu ungeduldig um auf göttlichen Beistand zu warten.

Ist etwas harsch die Kritik. Aber zwischen den Zeilen sendest du widersprüchliche Signale was eine gewisse Erwartungshaltung kommuniziert.

Wie gesagt. Ich habe Dutzende Männer und Frauen aus allen sozialen Klassen und dem unterschiedlichsten äußeren Erscheinungsbild erlebt. Wer selbst wirklich aktiv wird und Risiken eingeht wird immer, wirklich immer einen Partner/eine Partnerin finden.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Auch ich war ziemlich alleine. In einer Freizeitsbörse habe ich erstmal so an die zehn Singlefrauen in meiner Altersgruppe zwecks Freizeitsgestaltung angeschrieben. Daraus haben sich mittlerweile Freundschaften entwickelt aber bis dahin war es schon "Arbeit". Der Ausgleich für dieses Engagement ist eben, dass man Begleitung findet, um solche Events zu besuchen. Etwas später haben sich nette Männer, die ich Online kennen lernte, dazu gesellt. Gut, da muss man auch aktiv bleiben: es folgen Einladungen meinerseits, Aufforderungen zu Aktivitäten monatelang, jahrelang, sonst gerät man schnell in Vergessenheit. Man muss viel geben, den 1., 2.,3. Schritt machen, es kommt dann auch etwas zurück. Meine Erfahrung.

Es ist schön, mit völlig Fremden in Kontakt zu treten. Egal ob Kind, Frau oder Mann. Oft gibt es einen gemeinsamen Anlass. Ich lächle wegen dem Anlass, ich suche Blickkontakt und sage etwas dazu: Das kommt immer gut an und gibt mir ein gutes Gefühl.

Paare: ich als Frau kommuniziere (verbal, non-verbal) zu ca. 70% - 80% mit der Frau. Auch bei den netten Männern von "damals", die ich als Single kennen lernte und die inzwischen fast alle liiert sind, halte ich mich mehrheitlich an die "Neue" (Frau). Funktioniert.
 
G

Gast

Gast
  • #21
Meine beste Freundin ist 33, verwitwet, hübsch, mit 1 Kind. Die hat es noch schwerer überhaupt gesehen zu werden.

Die hat aber noch ein ganz anders gelagertes Problem mit der "Sichtbarkeit" und das ist nur eine Variante des Problems der FS und hat auch nur wenig mit dem Kind zu tun. Ich habe dieses Problem nämlich auch und ich habe keine Kinder.

Wo wir gerade bei Stadtfesten/Mittelaltermärkten sind ...ich war dort zusammen mit einem befreundeten Paar und wir haben bei einer Bude 3 mal Kraut+Fleisch bestellt. Der Wirt hatte einen Moment noch etwas anderes zu tun und bereitete uns dann 4 Schälchen zu und schob sie uns rüber ..dann stutzte er und sagte "sorry, aber ich habe mich eben nicht konzentriert und irgendwie machten sie den Eindruck, als wäre ihre Frau oder Partnerin nur mal eben um die Ecke oder gegenüber bei einem Stand und würde gleich wiederkommen..."

Ich antwortete "ersteres stimmt irgendwie, zweiteres ist leider unmöglich"

Verwitwete strahlen irgendwie noch zusätzlich etwas aus, was nicht hilfreich beim Kontakt mit potentiellen neuen Partnern ist.

m44
 
G

Gast

Gast
  • #23
Schon mal mit einem Wingman probiert?

Schnapp dir deinen besten Freund (männlich, nicht weiblich!) und geh mit dem los. Erstens macht es zu zweit mehr spaß und zweitens lernt man witziger weiße besser leute kennen.
 
G

Gast

Gast
  • #24
"Geh raus unter Leute" ist eben der Allgemeinratschlag für 97% aller Leute. Denn die meisten sind nun mal gnadenlose Trantüten und Stubenhocker.

Du scheinst sehr speziell zu sein. Vielleicht findest du deswegen niemanden draußen. Mir ging es auch 10 Jahre lang wie dir. Nicht unattraktiv, immer alleine unterwegs, aber auch immer alleine nach Hause gegangen. Die Lösung des Problems war in der Tat, dass ich für die Normalgesellschaft viel zu speziell war. Hast du bestimmte Leidenschaften? Du könntest dich im Internet Communities anschließen. Dort gibt es auch Stammtische und Treffs. Genauso wie man über Facebook sich einem riesen Interessenkreis anschließen kann. Meiner Erfahrung nach sind da auch viele Paare zustande gekommen. Oder du musst gezielt in den Hobbies und Vereinen suchen, die dich interessieren.

Mir scheint, die bist zu unabhängig draußen. Du hast Spaß alleine ins Kino oder ins Lokal zu gehen und lässt dir das vielleicht auch nicht nehmen. Vielleicht stört da ein Partner sogar. Demzufolge machst du vielleicht auch den Eindruck auf andere Männer, dass sie an dich nicht wirklich rankommen, weil du so ein Alleingänger bist.
 
G

Gast

Gast
  • #25
Liebe FS,

das hört sich doch alles sehr gut an, was Du über Dich schreibst.

Darf ich nach Deiner Altersgruppe fragen? Es gibt manchmal Phasen im Leben, da sind scheinbar alle, absolut alle Menschen paarweise verbandelt, nur man selbst nicht.
Man sieht nur Paare, Paare Paare.

Kann es sein, daß Du zu verbissen "auf der Suche" bist und man Dir das Verbissene auch anmerkt?
Hier kommen wir wieder zu dem Phänomen der Ausstrahlung, die doch tatsächlich eine Rolle spielt.

Der Tip mit dem Wingman ist sehr gut. Kurioserweise bekommt man eher Kontakt, wenn man nicht alleine unterwegs geht.

Der Tip, jemanden anzusprechen, ist ein zweischneidiges Schwert, denn:
a) wie mutig ist diese Frau doch;
b) die muß ja bedürftig sein.

Wie sprichst Du jemanden an? Unverfängliche Fragen nach einer Straße, einer Poststelle, der Uhrzeit (siehe Poster Hugo), nach dem nächsten Bauernlokal wären gut.

Nun ja, heute haben alle ihre allwissenden Smartphones und Apps und können das selbst heraussuchen, aber Dein Phone funktioniert gerade nicht. Akku leer. Zuhaus liegengelassen.
Lieber Tip eines Einheimischen hören wollen, statt App.

Stelle fest: die modernen KommunikationsMITTEL machen Kommunikation zwischen Menschen oft schwer (Ohrstöpsel...etc, wie Du schon sagtest).
Und lies Dir #12 nochmal gut durch. Er hat recht. Die Flirtkultur in Deutschland ist wirklich etwas rar entwickelt. Hier wirst Du erst zu einem Kaffee eingeladen, wenn der Göttliche ernste Absichten hat. Einfach so, zum nett sein - macht man hier nicht.

Wenn Dich ein Mann anlächelt, lächle zurück. Wenn Dir ein Mann gefällt, lächle ihn an, mit Augenkontakt, 2-3 Sekunden. Und denke dabei nicht unbedingt sofort an traute Zweisamkeit über Jahre. Lächle einfach, denk' dabei an was Lustiges. Sei freundlich. Sei einfach freundlich.

Behandle jeden Mann höflich und zuvorkommend, der es zu Dir auch ist, auch wenn er für Dich als Partner auf den ersten Blick nicht infrage kommt. Riskiere dann einen zweiten Blick.
Viele Männer klagen hier im EP-Forum über wirklich barsche, unhöfliche Abfuhren von Frauen, die prinzessinnenhaftes Verhalten an den Tag legen und - nur - vom "Richtigen" angesprochen werden möchten, sonst gibt's ein patziges Wort, jawoll! So geht es aber nicht. So lernt man keine Menschen, die Männer sind, kennen. Siehe erst den Menschen, dann den Mann.

Viel Glück Dir, von Herzen.

W 50plus
 
G

Gast

Gast
  • #26
Ich habe was das angeht gute Erfahrungen mit spontacts.com gemacht.
Ich weiß jetzt nicht wie alt Du bist, aber da sind auch viele Leute zwischen 30 und 50 Jahre die einfach unverkrampft Leute für verschiedene Freizeitaktivitäten suchen und finden
Oft entwickeln sich daraus zumindest Grüppchen, die gerne wieder was zusammen machen, eine ganz gute Freundin auch zum Probleme bequatschen hab ich gefunden und da es naturgemäß auch Singles dort gibt, entweder echte Singles oder halt "Wieder-Singles" kann es auch mal zum Flirt kommen, aber das Gute ist - es ist unverkrampft. Es kann, aber es muss nicht. Man trifft sich halt gleich bei gemeinsamen Hobbies und hat damit schon erste Gemeinsamkeiten. Trifft Menschen so wie sie sind und nicht wie sie sich darstellen auf irgendwelchen dämlichen Profilen. Es hat nicht dieses zwanghafte wie wenn man sich wegen einer Singlebörse zu zweit trifft, wo es dann meistens doch nicht passt und einer von beiden dann gucken muss wie man sich höflich wieder aus der Sache verabschiedet.
 
G

Gast

Gast
  • #27
Nun ja, heute haben alle ihre allwissenden Smartphones und Apps und können das selbst heraussuchen, aber Dein Phone funktioniert gerade nicht. Akku leer. Zuhaus liegengelassen.
Lieber Tip eines Einheimischen hören wollen, statt App.

Also, wenn ich jemanden nach dem Weg frage, dann rechtfertige ich mich garantiert nicht damit, dass ich mein Handy vergessen habe. Ich glaube auch nicht, dass jemand auf die Idee kommt, mich zu fragen, wieso ich nicht aufs Smartphone gucke. Außerdem möchte ich einen Mann, für den ich auch ohne Smartphone ein vollwertiger Mensch bin.

Aber um Punkt zu kommen: Nach dem Weg fragen ist eine tolle Möglichkeit einen Mann kennenzulernen. Ich bin bei so einer Gelegenheit tatsächlich schon mal nach Dates gefragt worden. Und ebenso in Situationen, wo ich einen Mann um Hilfe gebeten habe. Also nur zu!
 
G

Gast

Gast
  • #28
Indirekt vs. Direkt:

Angenommen ein Mann spricht eine Frau in der Stadt an.

Er ist unerfahren und nervös.

Wählt er die indirekte Methode (z.B. nach dem Weg fragen) geht er wenig Risiken ein. Dieser Mann - so wie auch die Frau - weiß, dass eine derartige Frage auch als tatsächlicher, unverbindlicher 'Informationsgewinn' gedacht sein könnte. Er geht quasi auf Tuchfühlung, ohne seine wahren Absichten zu offenbaren.

Eine gängige Assoziation ist hierbei, eigene Gefühle zunächst stets zu verbergen. Da dies: " falsch, zu forsch, nicht angebracht, aufdringlich, komisch, unnatürlich ist (falsch)". Es sei also besser stets unverbindliche Unterhaltungen zu führen und die Enthüllung der tatsächlichen Absichten (des Mannes/der Frau) auf einen nicht näher spezifizierten späteren Zeitpunkt zu 'verschieben'.

Wird diese (Mis-) Interpretation dann auch bei aktiveren (indirekten) Avancen nie hinterfragt und weiter verinnerlicht/verstärkt, wird man folglich auch zukünftig stets davon überzeugt sein, dass man zwar nach dem Weg/der Zeit/usw. fragen darf, aber das eigene natürliche Interesse an dieser Frau/diesem Mann keine hinreichende Grundlage für eine Unterhaltung sei. Gleichzeitig ist man nicht kongruent. Man versucht das Gespräch quasi auf einer unverbindlichen/risikoarmen Ebene zu führen, obwohl in Wirklichkeit kein sonderliches Interesse an Wegbeschreibungen oder Zeitangaben besteht. Diese fehlende Kongruenz wird z.B. von vielen Frauen als unattraktiv/schüchtern/nicht maskulin empfunden. Da man sich letztendlich schämt/versteckt.

Um diese 'Finte' überzeugend und möglichst kongruent zu transportieren wird man möglicherweise auch sehr viel nüchterner und sachlicher reden als beabsichtigt. Früher oder später muss die tatsächliche Motivation für eine Unterhaltung verdeutlicht werden. Im schlimmsten Fall wird der Gesprächspartner diese indirekte Finte sogar 'schlucken' und sich nach der Auskunft u. U. zeitnah verabschieden.

Kurzum, wer nach dem Weg fragt, weil er glaubt man könne ein Gespräch nicht auf Grundlage reinen Interesses eröffnen, läuft Gefahr sein natürliches Interesse bewußt oder unbewußt als etwas schlechtes zu sehen. Etwas das verdeckt und niemals offen gezeigt werden sollte.

Man sollte sich allerdings darin üben kongruent zu sein. Gerade und vor allem wenn es um etwas so natürliches wie dem Ansprechen von subjektiv attraktiven Männern und Frauen geht.

Soziale Kompetenz kann zunächst mit indirektem Smalltalk 'trainiert' werden. Dieser sollte aber nicht als Selbstzweck verstanden werden um tatsächliche Wünsche und Interessen aufgrund von möglichen sozialen Verurteilungen zu vermeiden.

1. Man kann soziale Kompetenz durchaus mit indirekten Gesprächen trainieren. Sollte aber lernen,...

2. Dass tatsächliches Interesse an einem Menschen (Herkunft, Frisur, Outfit, Lächeln, Akzent, Auftreten, usw.) ein natürlicher und hinreichender Grund ist mit fremden Männern/Frauen zu sprechen (kongruent/selbstbewußt/maskulin).
 
G

Gast

Gast
  • #29
Die FS hier.

Es wurde nach meinem Alter gefragt - ich bin Mitte 40 und habe zwei schulpflichtige Kinder.

Ich war schon vor der Trennung bzw. Scheidung Mitglied in Sportverein und Laufgruppe und auch in anderen Vereinen - deshalb ist der stets bemühte Hinweis, sich doch in einem Verein zu engagieren oder sich ein (neues) Hobby zu suchen, bei mir der sprichwörtliche Kühlschrank am Nordpol. Und weil ich in den Vereinen aktiv bin, habe ich nicht nur einmal zwischenmenschliche Dramen mitangesehen, weshalb ich niemals mit einem der Liierten etwas anfangen würde.
Ich bin durch meine Kinder und meinen Job auch nicht unendlich flexibel, was für spontane Freizeitaktivitäten mit anderen Singles per se nicht zuträglich ist.

Hier schrieb jemand, dass ich wohl sehr speziell sei. Inzwischen denke ich, dass das der Fall ist.

Heute ist z.B. wieder so ein Abend, den man *eigentlich* irgendwo mit Freunden verbringt, zumindest nicht alleine. Laue fast tropische Abendluft, ein heraufziehendes Gewitter - eigentlich eine sehr schöne Stimmung und nicht zum Alleinsein gedacht. Aber meine Freunde haben logischerweise mit ihren eigenen Familien zu tun.
Meine Kinder sind seit dem späten Nachmittag bei ihrem Vater - und ich habe es vorgezogen, zu Hause zu bleiben. Selbst hier im Viertel hatte ich in den letzten Tagen um mich herum irgendwie nur paarweise Turteltauben oder fröhliche Familien - es ist in der Stadt jetzt nicht anders.

Tja. Mein Kommunikationsverhalten ist das, was irgendwie Fluch und Segen zugleich ist. Ich komme nicht gestelzt daher und kann mich gut auf meinen jeweiligen Gesprächspartner einstellen.
Witzigerweise passiert es mir immer wieder, dass ich in einem mir fremden Ort von anderen Fremden nach dem Weg gefragt werde - ich sähe so "einheimisch" aus...
Keine Ahnung, woran das liegt.
Mir passiert(e) das in Hamburg genauso wie in einer Kleinstadt im Schwarzwald oder in einem Dorf an der Ostsee.

Mir sagt man immer wieder, ich würde so geerdet wirken, autark, ausbalanciert.
Dabei empfinde ich mich selbst oft als etwas chaotisch.

Selbstwahrnehmung, Fremdwahrnehmung, ein schier unerschöpfliches Thema.
 
G

Gast

Gast
  • #30
Also liebe Fs, dann verstehe ich das nicht wirklich. Gerade meine Vereine, auch der Lauftreff, haben mich in meiner Singlezeit absolut nicht ausgrenzt. Im Gegenteil, die haben mich aufgefangen und auch zu Festen etc. überredet mitzukommen. Genauso wie ich das in Paarzeiten auch mit den Freunden mache. Komisch beäugt hat mich da keiner, vielleicht weil Sie alle wussten dass Ich niemals eine liierte Frau anbaggern würde.

Das kann man nicht vergleichen. Single-Frauen haben es da schwerer als Single-Männer, gerade wenn sie attraktiv sind. Da fängt dich oft keiner auf, weil alle Frauen Angst um ihre Männer haben, auch wenn du zehnmal nichts mit denen anfangen würdest, geschweige denn diese überhaupt attraktiv findest. Ich habe das Gefühl, viele Frauen trauen ihren Männern nicht über den Weg wissen, wenn die Single-Frau ja sagen würde, würde der Mann keine Sekunde zögern. Umgekehrt bei Männern habe ich das noch nie gehört. Das ist eben so, wie du sagst.

w
 
Top