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  • #1

Sich erklären müssen vs. wortloses Verstehen. Suche Inspiration.

In letzter Zeit häufen sich meine Erfahrungen mit unterschiedlichen Menschen (interessierte Männer, alte Bekannte, Verwandte), in denen ich mich von ihnen unverstanden fühle, wo sie meine aktuelle Bedürfnislage übergehen oder sich respektlos benehmen.

Zur Veranschaulichung ein paar Beispiele:

1) Freundin vergisst Treffen, für das ich mir extra freigenommen habe. Sie fordert außerdem ständig Hilfe von mir, ohne etwas Vergleichbares zurückzugeben. Wenn sie gibt, fordert sie es sofort doppelt wieder ein.
2) Mann übergeht meine Bitte, einen Zeitpunkt für das erste Telefonat zu vereinbaren und ruft einfach zu einer Zeit an, zu der es ihm gerade passt. Folglich verfehlt er mich und muss es zu seinem Ärger sehr oft probieren, bis er mich erreicht.
3) Verwandte drängen mich wiederholt, mehr zu arbeiten, obwohl ich in aktuellen Situation sehr zufrieden bin. Sie wollen das nicht hören oder verstehen.
4) Mann überhäuft mich mit Komplimenten und drückt sehr deutlich seinen Wunsch nach körperlicher Nähe aus, obwohl ich ihm gerade erklärt habe, dass ich für eine Beziehung einen Mann ganz in Ruhe kennenlernen möchte.

Ich stehe nun vor der Frage, diese Menschen aus meinem Dunstkreis zu entfernen bzw. mich zurückzuziehen, oder ihnen zu erklären, wie sie bei mir ankommen. Wenn ich mir vorstelle, das Gespräch zu suchen, habe ich ein ganz schlechtes Gefühl. Es könnte zu noch mehr Missachtung und Disharmonien kommen und am Ende hätte ich den schwarzen Peter, wie ich die Betroffenen einschätze. Mit Einsicht, Reflektion und Reue rechne ich weniger.
Zum Glück habe und hatte ich auch Bekannte und Partner, mit denen niemals solche Missverständnisse aufkamen. Sie machten einfach, was gut für uns beide war. Sie wussten es ohne Worte.

Ich stehe also vor einer neuen Herausforderung und erhoffe mir in dieser Frage von Euch hier ein bisschen Inspiration...
 
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  • #2
zu 1) - ich würde mich bei dieser Freundin wohl nicht mehr melden und ihr nur noch absagen. Was willst du mit solch einer sogenannten Freundin? Ich hasse Leute die nicht aus Sympathie Freunde suchen, sondern nur um Leute für irgend einen Zweck zu gebrauchen - und noch dazu ohne Gegenleistung. Nein Danke, da bin ich lieber allein.
zu 2) - Wenn das bisher erst 1x vorkam würde ich ihm noch eine Chance geben und es ihm auch erklären was mich gestört hat - kommt sowas immer wieder vor - vergessen.
zu 3) - den Verwandten würde ich sagen dass sie das überhaupt nichts angeht und sie sollen sich um ihren eigenen Kram kümmern.
zu 4) - Diesen Mann nicht mehr treffen und eigentlich ist es auch unnötig noch eine Erklärung zum Abschluss zu liefern. Der weiß auch einfach bei Nichtmelden, woran es liegt - es sei denn, er wäre taub - du hattest ja gesagt was du nicht willst.

Es ist doch super dass du beschlossen hast dich von Leuten zu befreien die dich mehr nerven als dass du etwas von ihnen hast. Lieber allein in guter Gesellschaft als sich mit respektlosen, unerzogenen Leuten abgeben zu müssen.
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  • #3
von ihnen unverstanden fühle, wo sie meine aktuelle Bedürfnislage übergehen oder sich respektlos benehmen.

Der Versuch, eine Frau auch ohne Worte zu verstehen, geht fast immer schief, weil sie nämlich sowohl das Fragen als auch das Nicht-Fragen als Übergehen ihrer Gefühlslage interpretiert.

Anders ausgedrückt: fühlt sie sich unwohl, und du fragst, ob alles in Ordnung ist, denkt sie: er merkt noch nicht einmal, daß es mir nicht gut geht, sondern muß fragen. Fragst du sie nicht, denkt sie: er merkt noch nicht einmal, daß es mir nicht gut geht, sonst würde er fragen.

Ich habe einmal (und seitdem nie wieder) eine Frau wortlos in den Arm genommen, als ich merkte, daß sie etwas bedrückt. Und dann einfach nur gewartet, daß sie mit mir darüber spricht. Hat sie aber nicht. Später hieß es dann, ich sei ein Jasager, der einfach alles hinnimmt, ein richtiger Mann hätte sie zum Reden gezwungen. Na, toll.
 
  • #4
Ohjeh..

ich hoffe du bist weit unter 30, sonst hast du ne menge noch nicht gelernt..

1.) "Princess Bitchface" - Syndrom.. (ja, es IST mein neugelerntes Lieblingswort.) typisch für Verwöhnte (meist wegen ihren Aussehens, oder weil sie "verfügbarkeit" signalisierten..) Abhilfe: ignorieren und laut und deutlich Kontra geben..

2.) Der Mann hat eine komplett andere Vorstellung von "spontan" als du.. wen das auch noch gepaart mit einem cholerischen Habitus einhergeht hast du den ungeduldigen Schreihals.. ansprechen und wenns nicht besser wird: meiden.

3.) was geht das deine Verwandten an? deutlich klar machen. "none of your business!" (im wahrsten Sinne des Wortes..)

4.) du hast nicht "NEIN gesagt sondern "vielleicht" was bei etlichen Frauen "Ja, aber versuch's bitte etwas stärker" heisst.. das IST für ihn wahrscheinlich "Ruhig" und du willst seine "Sturmeroberung" erst gar nicht kennenlernen.. =)
 
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  • #5
Da ich sehr gut nachfühlen kann wie es dir geht, kann ich dir vor allem einen Rat geben:
Ziehe dich mit Ankündigung ( ich fühle mich zur Zeit nicht wohl) zurück und erhole dich erstmal von dem Ärger.
Anscheinend hast du viel um die Ohren, vielleicht findest du jetzt auch manches schlimmer als in psychisch stabilen Seiten.
Ich finde, wenn es einem oder beiden nicht gut geht, merkt man erst wie gut eine Beziehung funktioniert.
Wenn du auch nach einer Pause manche Kontakte nicht vermisst:
Lass die Leute gehen.
Hab ich auch schon gemacht:/
Alles Gute
 
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  • #6
Was du da beschreibst, hätte alles auch mir passieren können. Ich habe damit schon seit langem Probleme. Es ist einerseits die Unfähigkeit, Grenzen zu setzen, andererseits die Neigung vieler, diesen Umstand gnadenlos auszunutzen, weil man es mit dir eben machen kann.
Ich habe darüber schon Bücher gelesen, war in Therapie, habe mich von guten Freunden coachen lassen. Ganz ändern kann ich mich wohl nie. Ich verstehe schon, was dich bei den anderen so enttäuscht: Es handelt sich ja um dir eigentlich nahe stehende Personen oder sogar Familienmitglieder. Von denen würde man eigentlich erwarten, dass sie automatisch auch auf deine Bedürfnisse eingehen und dich nicht einfach so übergehen. Leider ist dem aber nicht so.
Seit einiger Zeit, versuche ich, an meinem Verhalten etwas zu ändern, um nicht mehr ständig in solche Situationen zu kommen. Zunächst solltest du erst einmal begreifen, dass die anderen weder sich selbst ändern werden, noch du sie durch nette Worte oder die Bitte um Verständnis ändern kannst. Schon allein dadurch, legst du ihnen erneut deine Gutmütigkeit und deinen auf Harmonie ausgerichteten Charakter offen. Auf sie wirkst du dann einfach nur gutdumm und inkonsequent. Dein Bestreben nach einem guten sozialen Miteinander legen sie dir als Schwäche aus und verlieren den Respekt vor dir. Das ist hart, aber leider die Wahrheit.
Nachdem mir genau das auch mehrfach vermittelt wurde und ich es immer noch nicht glauben wollte, habe ich es an einigen Personen in meinem Umfeld getestet. Ich habe also ganz gezielt in meiner üblichen Art um Verständnis oder Rücksichtnahme oder gar Hilfe für mich in bestimmten (oft gar nicht wirklich so vorhandenen) Situationen gebeten. Zum Beispiel habe ich einer Freundin, die mich immer stundenlang volljammert und auch mal ganz selbstverständlich mitten in der Nacht wegen einer Lappalie Telefonterror macht, obwohl sie weiß, dass ich früh raus muss, mal selbst eine psychische Krise vorgegaukelt und sie auf dem AB weinerlich um Rückruf gebeten. Du kannst dir vorstellen, was passiert ist! Als sie sich nach einer halben Ewigkeit mal wieder meldete, kündigte ich ihr sofort die Freundschaft.
Ich habe mir fest vorgenommen, mir meine Freunde und Bekannten zukünftig besser auszusuchen und ihre Grenzüberschreitungen nicht mehr einfach so hinzunehmen. Bei deiner Familie und alten Bekannten wirst du damit anfänglich auf einige Widerstände treffen, weil sie so was von dir nicht gewohnt sind. Sie werden versuchen, dir Schuldgefühle einzureden, die Vorwürfe zu machen oder dir sagen, früher seist du viel netter gewesen. Lass dich davon nicht beirren! Das sind nur weitere Manipulationsversuche, damit sie weiter ihren Egoismus leben, indem sie ihre Bedürfnisse und Rechte über deine stellen. Wenn jemand mit deinem Streben nach mehr Selbstbewusstsein und gesunden Grenzen gar nicht klar kommt, schieße ihn ab! Auf solche Freunde kannst du verzichten.
 
  • #7
1) Sprechen sie klar direkt und freundlich an: "Wir sind verabredet" (Nicht zum Treffen aufzutauchen ist eine Missachtung der Person) Passiert das nochmal, sind wir nie wieder verabredet.

Lernen sie "Nein" zu sagen falls sie ausgenutzt werden. Nein, ich bin deine Freundin, nicht dein Umzugssklave, Babysitter.

2) [mod] Wenn sich die erste Kontaktaufnahme bei ihnen schon so schwierig gestaltet, sollten sie sich zumindest über jeden freiwilligen Anruf eines Interessenten freuen

3) Das geht ihre Verwandten nichts an. Danken sie für ihre Anteilnahme und machen sie was immer sie wollen.

4) Es gibt kein "in Ruhe kennenlernen". Entweder die Chemie stimmt, dann geht es schnell oder
eben nicht, dann gibt es keine Beziehung.

Kommen sie von ihrem weiblichen Standpunkt runter. Der Mann hat 50% Mitspracherecht. Wenn sie keine körperliche Nähe wollen, ist das ihr gutes Recht. Aber sehen sie es nicht als Fehler des Mannes an. Er hat das Recht "Gas zu geben".

Sie sind wahrscheinlich gar nicht an diesem Mann interessiert. Oder er ist nur ihre Drittwahl.

"In Ruhe kennenlernen" ist eine nette Umschreibung für Frauen, die gerne die Aufmerksamkeit des
Mannes genießen. [mod]
 
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