• #61
ich habe mal bei einem Dating Coach den Satz aufgeschnappt“ wenn du dem Mann, den du gerade datest, nichtmal lächerliche 8€ für eine Pizza wert bist, er auf getrennte Rechnung besteht, dann sch*** auf ihn“.
Recht hat. Das hat auch überhaupt nichts mit ausnutzen zu tun, sondern mit umwerben, Gentleman spielen.
In einer Beziehung sollte es sich nicht großartig ändern. Einmal im Monat essen gehen, sollte sich der Mann schon leisten können. Wenn du knapp bei Kasse bist, leg dir monatlich was zurück.

In südlichen Ländern erlebt man ein solches Verhalten von Männern übrigens nicht. Den Männern dort wäre es höchstpeinlich, wenn die Frau die Rechnung übernimmt bzw. sie würden es gar nicht erst zulassen. Beide Parteien fühlen sich in diesen Rollen wohl. Warum muss es in Deutschland so anders laufen?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #62
Ich verstehe die Männer schon - sie versuchen Cherrypicking zu betreiben, nur die Vorteile einzusacken. Versuchen kann Mann es, klappt aber bei immer weniger Frauen.
Ach komm, so wird kaum mehr ein Mensch erzogen. So wurde nichtmal ich erzogen und natürlich erst recht nicht meine Kinder und auch sonst Keiner meiner Generation (un die ja nun auch nicht mehr jung).

Essen gehen und co. war er auch immer geizig oder hatte kein Bock drauf (er gibt es selber zu geizig zu sein) allerdings nicht wenn’s ums feiern ging, da hatte er Geld für, genauso Autos und Elektronik. Typisch Mann, was?
Nein, nicht typisch Mann, aber sicherlich eine Typ Mannn der bei Frauen vor der Beziehung oft hoch im Kurs steht: Höheres Einkommen, er weiß was er will, männliches Hobby ... etc.

Wenn das also in Ausnahmen immer wieder vorkommt, dann ist es ein Mensch, der eben versucht, andere für sich auszunutzen (und das im Grunde auch weiß, nagut der FS vielleicht auch nicht).
Faulheit (die ich beim FS vermute, deswegen wird er sich auch nicht mehr melden) ist gleichfalls sehr verbreitet.

Und das gibt es bei Männern und Frauen nunmal gleichermaßen.

Patriarchische Rollenmodelle als systmatisches "Cherrypicking" bei Männern in der heutigen jungen Generation?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #63
Und das ist der Grund warum Modelle, wo Grundaufgaben an ähnlichen Anteilen aufgeteilt sind, insgesamt besser funktionieren, als Dein Modell, welches strak von den Faktoren "wirtschaftlicher Erfolg" und "Schönheit" abhängt.
Hmmmm .... hängt nicht jedes Modell vom wirtschaftlichen Erfolg ab ?

Natürlich kommt es immer auch darauf an, in welcher Lebensphase man sich befindet. Ich bin auf der Zielgeraden meines beruflichen Weges, V ist ja ohne mich auch nicht arm.
Kinder sind schon alleine aus Altersgründen kein Thema mehr für uns. Und nein, da V ja eine Tochter geboren hat .... Kinder machen Frauen nicht grundsätzlich unattraktiv.
Das beste Modell ist immer das, das gut funktioniert. Natürlich kann ich darauf bestehen, dass V mehr arbeitet, mehr Geld verdient. Was habe ich davon ? Eine gestresste Freundin, ein paar Mark mehr, die ich nicht brauche, ein wesentlich weniger angenehmes Leben .....

Ich denke nicht, dass irgendwelche Modelle für alle Menschen richtig oder falsch sind. Es sind Modelle, Theorien. Die sich erst in der Praxis bewähren müssten. Das hängt natürlich auch mit der eigenen Einstellung zusammen. Ich habe schon gearbeitet ... ich darf daher nun die Früchte meiner Arbeit geniessen, Routineaufgaben abgeben, freie Zeit erleben. Wird es zwingend erforderlich sein, dass ich nochmals ranklotze, werde ich es machen. Manche Menschen haben die Fähigkeit, ihr Können und Wissen in Geld umzusetzen. Andere Menschen haben die Fähigkeit, das Leben schön zu machen und haben nicht die Fähigkeit, für ein entsprechendes Honorar fast alles zu machen. Für dich scheint es wichtig zu sein, dass deine Frau arbeitet und möglichst viel Geld nach Hause bringt. Dafür musst du dann Windeln wechseln .....
Chris hat ein Modell, das nur ihm gefällt ... und ihr immer weniger. Ich lebe so mit V , wie es uns beiden zusagt. Dir wünsche ich, dass du mit deinem Leben ähnlich zufrieden bist wie ich mit meinem. Und deine Frau diese Zufriedenheit mit eurem Leben ebenfalls verspürt. Denn auch dein "Modell" ist nicht ohne Risiko. Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus menschlicher Sicht.
Und Chris wird etwas machen müssen, wenn er mit Freundin diese Zufriedenheit ebenfalls erreichen will.
 
  • #64
Interessant. In meinen Nachbarbeitrag "Streitereien wegen Nichtigkeiten". Wir mir vorgehalten, dass ich viel zu spendabel bin, und so auf die Frau Druck ausübe. Und hier wird dem Fragesteller vorgeworfen, er sei knausrig (was ich auch so sehe) Aber eben. Schwierig, es richtig zu machen.
 
  • #65
Zu dem Haushalt - ja, das ist so eine Sache, wenn man das nicht so kann. Dann macht der andere es, denn er kann es viel besser und schneller. Ich kenne auch Paare, bei denen die Männer nicht wissen, wie das mit dem Wischding funktioniert und wie rum man den Eimer halten muss, damit Wasser reingeht.
Ich frage mich, wo sie das gelernt hat. Das muss ein Hobby von ihr sein, wenn sie so viel Energie entwickelt hat, sich hier zu perfektionieren, und alles ohne den Lohn, den sie dafür kriegen könnte, würde sie es in einem anderen Haushalt machen.


Und das hat sie gar nicht wertgeschätzt, dass Du Dich überwunden hast.
Das Schichtarbeiten wird Dich ziemlich schlauchen, aber ist mal Essen gehen so anstrengend, dass Du das ernsthaft mit dem fast-alleinigen Führen des Haushaltes über euer Jahr des Zusammenwohnens vergleichst?
Obwohl - wenn ich die Wahl hätte - ich würde auch essen gehen und mich dann wertschätzen lassen, statt den Haushalt für zwei größtenteils allein zu machen.


Weiß ich auch nicht. Sie könnte ja zufrieden sein, dass Du EINFACH DA BIST und sie für Dich putzen und waschen, vielleicht auch einkaufen und kochen kann. Ich meine, was stellt sie sich unter schöne Beziehung führen und Partner-Haben denn vor? Zusammen Spaß haben?
You made my day, liebe @void! Selten so gelacht hier im Forum! 😂

Ja, das mit dem Haushalt ist so eine Sache. Wir handhaben es so, dass ich 95% der anfallenden Arbeiten zu Hause mache inkl. fast tägliches Kochen und Abwaschen, aber nur, weil ich Selbstgekochtes liebe und Staubschichten und schmutzigen Boden hasse. Zu zweit verursachen wir eben mehr Unordnung.
Dafür trägt mein Partner mittlerweile die kompletten Mietkosten und ist auch sonst extrem großzügig mir gegenüber. Ein Mal pro Woche lädt er mich mindestens auf ein Essen ein (entweder auswärts oder - wie jetzt mit Baby - Bestellung). Von anderen Geschenken will ich hier gar nicht reden.

Deine Partnerin zahlt die Hälfte von allem und erledigt den Haushalt allein? - Die Arme. Ich hoffe, sie findet jemanden, der sie und ihren unermüdlichen Fleiß mehr wertschätzt. Denn Hausarbeit macht wirklich keinen Spaß.

w, 34
 
  • #66
Für diesen Austausch an Dienstleistung und Pekuniärem gibt es eigentlich einen anderen Ausdruck.
Ach, jetzt ist die Frau also quasi eine Prostituierte, weil sie sich wünscht, dass er mal ihre Gratisarbeit würdigt?

Offensichtlich profitiert sie in keinster Weise finanziell vom FS, im Gegenteil, wie schon einige Male erwähnt, nutzt er sie aus und kapiert es nicht mal.

Deiner Meinung nach hat sie also den Haushalt aus reiner „Machtgier“ an sich gerissen? Keine Ahnung, wie man auf so absurde Ideen kommen kann. Die meisten Männer habens übrigens auch gern sauber und ordentlich, manche wollen sich aber gern vor der Arbeit drücken.

Ich hoffe, die Freundin des FS lässt sich das nicht mehr lange gefallen.
 
  • #67
In südlichen Ländern erlebt man ein solches Verhalten von Männern übrigens nicht. Den Männern dort wäre es höchstpeinlich, wenn die Frau die Rechnung übernimmt bzw. sie würden es gar nicht erst zulassen.
Die ganzen anpassungsfähigen Frauen aus dem asiatischen Raum oder die schnittigen Osteuropäerinnen sind auch so ein tolles Klischee. Es steht ja jeder Frau frei, sich einen dieser tollen Südländer zu angeln. Ist das daher hilfreich? Nein.
Die netten südländischen Männer haben eben auch nicht nur Vorteile. Wenn es "die" Männer oder Frauen überhaupt gibt...
 
  • #68
Ach komm, so wird kaum mehr ein Mensch erzogen.
Ich glaube, das hat weniger mit Erziehung als mit Bequemlichkeit zu tun.

Einerseits ist es ja heute völlig zu Recht gesellschaftlicher Konsens, dass beide ihren finanziellen Anteil leisten.

Das ist ja auch dem FS wichtig.

Aber andererseits scheint er dann doch ein Mann zu sein, der Hausarbeit (und in weiterer Folge vermutlich auch Kinderbetreuung/-erziehung) gerne an die Frau auslagert.

Dass er zwar auf Teilen aller Kosten besteht, aber nicht sieht, dass er dafür genauso seinen Anteil beim Haushalt leisten muss, kann man durchaus als cherrypicking bezeichnen.

Auf Einsicht braucht man auch nicht hoffen, da er sich ja sogar ausgenutzt fühlt, wenn er für die ganze Gratisarbeit mal ein nettes Essen im Restaurant bezahlen soll.
 
  • #69
Interessant. In meinen Nachbarbeitrag "Streitereien wegen Nichtigkeiten". Wir mir vorgehalten, dass ich viel zu spendabel bin, und so auf die Frau Druck ausübe. Und hier wird dem Fragesteller vorgeworfen, er sei knausrig (was ich auch so sehe) Aber eben. Schwierig, es richtig zu machen.
Wie auch da schon geschrieben wurde: Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, sondern ganz viel dazwischen. Von Familienfest der Partnerin bezahlen, obwohl man noch nicht lange zusammen ist, bis zu nach vier Jahren Beziehung ein Essen von der Haushaltskasse abziehen zu wollen - sind das die einzigen zwei Möglichkeiten, die du siehst? Soweit ich weiß ist Geld allerdings wirklich ein häufiger Streit- und Trennungsgrund in der Beziehung. Wenn beide da sehr unterschiedliche Vorstellungen haben, kommt man kaum zusammen. In meinem Bekanntenkreis aber nicht anzutreffen, da haben beide meist moderate mittlere Vorstellungen von spendabel sein... Wenn beide gleich verdienen, dann bezahlen beide auch mal was für den anderen und teilen sich im Haushalt die Kosten. Simpel.
 
  • #70
Na Chris,

die Quote stimmt, wenn ich richtig gezählt habe: 58:7 (mit Doppelzählung).
Chapeau! Zu mehr reicht Deine Frage nicht.

Wenn Dich der Verlust des Hartgeld so schmerzt, tröste Dich damit, dass es keine Scheine sind.

Sollten Dich Haushalt und wie Deine Freundin ihn führt überfordern, dann führe Deinen eigenen.

Was ist bloß los mit Männern wie Dir?

M51

PS: Jetzt 58:8
 
  • #71
Ich finde es gut, dass Du Dich zur Wehr setzst. Du wirst allerdings bis zum Äußersten, d.h. Trennung, zu gehen bereit sein müssen, sonst velierst Du
??? In meinem Gesicht.
Es muss erst die Dienstleistung von ihr erbracht werden, dann gibt's Futter spendiert? Wie gut, dass er sich wehrt? Da würde ich aber mal die Kirche im Dorf lassen. Er sollte ihr (vermutlich) eine Pizza und ne Cola "schenken", kein Auto.
Ich spinne mal in die andere Richtung...
Würde er ihr anderweitig Wertschätzung entgegen bringen, meinetwegen durch Liebe Worte o. ä., wäre die Pizza nicht Thema.

Für diesen Austausch an Dienstleistung und Pekuniärem gibt es eigentlich einen anderen Ausdruck.
Muss mir entgangen sein, dass es um Sex geht.
Ja, dann soll er zu einer Prostituierten gehen. Ich glaube, Vorkasse ist dort auch üblich.

Wie kommst Du darauf, dass sie die Hausarbeit für ihre Machtstrategie nutzt?
Der FS formuliert doch selbst, dass er sich gar nicht einbringen will, sie ist ja so routiniert.
Er schreibt außerdem:
"Sie ist seit dem nicht sehr zugänglich, meinte dass es etwas mit Wertschätzung (Haushalt?) zu tun hat..."
Haushalt verstehe ich hier als seine persönliche Vermutung. Er weiß doch selbst, dass er sich nicht einbringt.
Wertschätzung ist nicht mit Bezahlung gleichzusetzen und das Essen mE nur der Tropfen, der das Fass hat überlaufen lassen.
 
  • #72
Gehe ich weiter Recht in der Annahme, sie definiert das Maß an Haushaltsarbeit, welches notwendig ist, und sie erfüllt dieses zu ihrer Zufriedenheit? Gehe ich weiter Recht in der Annahme, Deine Standards für Reinlichkeit etc. pp. sind viel niedriger?
Also man kann über Andreas ja viel sagen, und das tut hier gelegentlich auch die ein oder andere, aber das hier ist gut, oder ?
Er ist der einzige, der diese Frage stellt.
Ich tippe, er hat recht.

Ich hatte, als ich mit meiner Tochter zusammen wohnte, eine Küchenarbeitsplatte aus schwarzem Granit. Die kann man nicht einfach abwischen, man muss sie trockenpolieren, sonst gibt es Streifen und Schlieren wie bei einer Fensterscheibe.
Das konnte ich meiner ( Kind- ) Tochter aber doch nicht abverlangen, ist doch mein Privatvergnügen, wenn ich sowas Arbeitsintensives in einem Nutzbereich haben will, oder ?
Ich putze jeden Tag mein Waschbecken, das könnte ich von meinem Freund oder sonstigen Mitbewohner doch nicht erwarten.
Mein Freund ist ein Schwein, ich meine, was die Sauberkeit in seiner Wohnung anbelangt. Aber wer sagt, dass er falsch liegt und ich richtig ?
Uns stellt sich das Problem, einen Kompromiss zu finden, nicht, da wir nicht zusammen wohnen. Ich kann den Dreck in seiner Wohnung sehr gut aushalten.
Seine Ex, meine Vorgängerin, mit der er zusammen wohnte, konnte es nicht. Sie machte auch alles allein, wie beim FS. Allerdings war mein Freund einsichtig, nur eben nicht schnell genug. Und ich glaube es ihm sogar, dass er den Dreck wirklich nicht sah.
Nachdem es ganz viel Streit gab, einigten sie sich auf das Modell, dass er eine Putzfrau für den großen Hausputz bezahlte und auch seine Wäsche von ihr machen ließ. Seine Freundin machte alles, was täglich so anfiel.
Sie hat außerdem gratis bei ihm gewohnt.

Ich will den FS, Gott bewahre !, nicht in Schutz nehmen ( zudem denke auch ich, dass er ein Fake ist ), ich wollte nur mal Andreas meine Wertschätzung ob seines guten Einwands zukommen lassen.
Das Leben ist nicht schwarz-weiß.

w 53
 
  • #73
Gehe ich weiter Recht in der Annahme, Deine Standards für Reinlichkeit etc. pp. sind viel niedriger?
Soll die Partnerin sich also zwangsweise daran gewöhnen, mit staubigen, verklebten, verkalkten Oberflächen, stinkendem Klo, vergammelten Lebensmitteln etc (ich weiß, wie der typische Männerhaushalt aussieht) zu leben? Also "einfach" auch nichts mehr im Haushalt tun und im Dreck leben, was vermutlich seinem Standard entspricht? Das wäre dann also ein ausgeglichenes "Machtverhältnis", hahaha! Mal was ganz Anderes. Sauberkeit ist nun mal OBJEKTIV gut, Dreck ist schlecht. Hat auch was mit Gesundheit zu tun. Wohnen heißt automatisch auch Saubermachen und Aufräumen - für jeden Menschen, egal ob so ein frauenfeindlicher Sackschleifer oder eine Frau! Und wer zu zweit oder zu mehreren wohnt (WG), der muss sich gefälligst beteiligen!
 
  • #74
Mein Tipp an deine Freundin wäre der gleiche, den ich allen Frauen gebe, die ihre Typen beputzen: Mädels, hört auf damit! Es wird. weder geschätzt noch macht es Spass. Du bist ein so ausgesprochenes Paradebeispiel für meine Dauerpredigt, dass ich mich auch frage, ob du uns auf die Schippe nehmen willst.

Unroutiniert? Der letzte Depp kann einen Lappen schwingen, wenn er will. Es liegt am Wollen, nicht am Können. Ich verrate dir ein Geheimnis: Frauen finden Hausarbeit auch nicht witzig.

Mein Vorschlag: Sucht Euch zu Lasten der Haushaltkasse eine Putzhilfe. Das löst jede Menge Beziehungsprobleme, das weiss ich aus eigener Erfahrung. Wie viel wäre dir die erledigte Hausarbeit wert?

Frau 53
 
  • #75
Ich finde es gut, dass Du Dich zur Wehr setzst. Du wirst allerdings bis zum Äußersten, d.h. Trennung, zu gehen bereit sein müssen, sonst velierst Du.
Hast Du den Eingangstext nicht verstanden? Der FS flennt rum, weil sie auf dem Weg ist, bis zum Äußersten zu gehen. Er will garnicht, dass sie "nicht zugänglich" ist, sondern Tipps, wie er sie wieder auf Kurs kriegt. Mit ''ner Trennung funktioniert das eher nicht.

Gehe ich weiter Recht in der Annahme, Deine Standards für Reinlichkeit etc. pp. sind viel niedriger?
Damit hast Du vollkommen recht. Beim Zusammenleben müssen die Standards passen - wie bei allen anderen beziehungsrelevanten Werten auch. Zumal die Reinlichkeitsstandrads in der Wohnung meistens auch für die Körperpflege gelten.
Der eine kann es mit einem Schwein zumindest in einer LAT aushalten, siehe @frei , der andere kann es nicht.

Ach komm, so wird kaum mehr ein Mensch erzogen. So wurde nichtmal ich erzogen
Sei Dir da nicht so sicher. Wer soll denn die Kinder der Herschar von ganztags berufstätigen Alleinerziehenden zur Selbstständigkeit erziehen? In der Fremdbetreuung geht das alles ratzfatz durch das Personal, statt sich mit einem bockigen Kind lange abzukaspern - Erziehung gibt der Personalschlüssel leider nicht her. Die Muttter bekommt einen Anschiss, wenn das Kind keine Schuhe mit Klettverschluss, keine Schlupfhose anhat oder am Anorak der Reißverschluss klemmt.

Und die Mutter mit einem aus mehr als 8 Stunden in der Gruppe fremdbetreutem gestressten Kind, drückt dem auch keinen Staubsauger in der Hand oder verlangt, dass die Wäsche in den Korb gebracht wird - will sich nicht stressen mit Schreiorgien, sondern macht es fix selber. Jungs machen hormonbedingt immer mehr Ärger/sind aggressiver als Mädchen und kommen daher damit durch.

Noch schlimmer sind die nicht-berufstätigen Mütter, die ihre Kinder von allem frei halten, weil für sie der moderne Haushalt kaum ausreichend Beschäftigung bietet.

Ich erinnere mich noch gut an meine Berufszeit, wo keiner der Männer meinte, für irgendeine Ordnung oder Sauberkeit in der Teeküche zuständig zu sein. Ja, dann waren die Frauen auch mal 3 Wochen nicht zuständig für Spülmaschine ein-/ausräumen etc. Nach 3 Tagen gab es kein Geschirr mehr und die Kollegen irrlichterten auf der Suche nach sauberen Tassen durch die Büros.
Der Chef versuchte einzugreifen und benannte 3 Frauen für die Aufgabe Klarschiff zu schafffen, die ihm einen Vogel zeigten - Küche aufräumen steht nämlich nicht in der Stellenbeschreibung, noch nichtmal bei der Abteilungssekretärin.

Die Männer selber beschwerten sich über die versifften Männerklos, weil die meisten ihrer Artgenossen mit einer Klobürste nichts anzufangen wussten und die Putzfrauen kamen erst nach Feierabend.
 
  • #76
Also man kann über Andreas ja viel sagen, und das tut hier gelegentlich auch die ein oder andere, aber das hier ist gut, oder ?
Er ist der einzige, der diese Frage stellt.
Ich tippe, er hat recht
Das wäre eine Möglichkeit. Hatte ich auch gefragt. Der FS hat aber explizit nicht geschrieben „sie möchte es alleine machen, weil das schneller geht“. Ich tippe eher drauf, dass es sich so entwickelt hat und er das gern so angenommen hat. Wenn das so ist, dann ist das trotzdem wertzuschätzen vom FS, und nicht als gegeben hinzunehmen. Ob der andere andere Reinlichkeitsvorstellungen hat oder nicht, ist es egal - wenn einer den Haushalt allein übernimmt, muss man das natürlich anerkennen, was der FS ja fragt, warum da Wertschätzung notwendig ist. Das betrifft alles, was jemand in eine Beziehung einbringt. Dass das Andreas natürlich immer nur aus einem seltsamen Blickwinkel sieht, ist allerdings klar.
 
  • #77
Lieber Fs und Andreas,
es gibt Untersuchungen von Paartherapeuten, die darauf gekommen sind, dass Beziehungen lange und glücklich laufen, wenn beide für sich einen Vorteil in der Beziehung sehen.
Deshalb ist es von beiden klug, dem anderen Gefälligkeiten zu erbringen... klar, das soll im besten Fall im Gleichgewicht sein.
Die Möglichkeit, Sex zu haben, wird den meisten nicht als Vorteil einer Beziehung ausreichen.

Der Fs sollte schon darauf schauen, dass auch seine Partnerin Vorteile für sich in der Beziehung mit ihm sieht, damit sie ihm nicht davon rennt
 
  • #78
Die kann man nicht einfach abwischen, man muss sie trockenpolieren, sonst gibt es Streifen und Schlieren wie bei einer Fensterscheibe.
Das konnte ich meiner ( Kind- ) Tochter aber doch nicht abverlangen, ist doch mein Privatvergnügen, wenn ich sowas Arbeitsintensives in einem Nutzbereich haben will, oder ?
Ich putze jeden Tag mein Waschbecken, das könnte ich von meinem Freund oder sonstigen Mitbewohner doch nicht erwarten.
Liebe Frei,
Dann bekenne ich mich als Diktatorin.
Ich erwarte von meinem Sohn, wenn er die Küche nutzt, dass die Granitplatte wieder schlierenfrei ist - der Herd auch.
Ich erwarte auch, dass ein Bad so verlassen wird, wie es vorgefunden wird.
Dass die Dusche abgezogen wird, Waschbecken nach Benutzen sauber und der geölte Holzwaschtisch trocken ist hier selbstverständlich.
Macht mein LG von sich aus, ich habe nie was gesagt, ich mache es bei ihm analog.
Hat was mit Höflichkeit zu tun.
Oder, liebe Frei, findet man bei Dir, wenn Du irgendwo geduscht hast, Deine langen Haare und Shampooreste in der Dusche?

Und wer der letzte im Schlafzimmer ist, macht auch das Bett. Ebenso ohne Worte.

Frühere Partner hatten evtl. bei sich einen anderen Reinlichkeitsstandard, es war nach dem Zusammenzug nie Gegenstand einer Diskussion. Der Haushalt wurde selbstverständlich aufgeteilt, Putzen nach Räumen, und es war sauber. Der Rest nach Zeit und Möglichkeiten

Jetzt der Frau zu unterstellen, sie habe einen anderen Standard, und deswegen beteilige der FS sich nicht, ergo sie ist schuld - das ist die älteste Ausrede der Welt. Er ist faul, nichts anders.
Verantwortung trägt sie durchaus, sie lässt es ihm durchgehen. Und sie arbeitet Vollzeit.
Da hätte ich eine andere Lösung - Putzfrau, und beide teilen sich die Kosten. 😉.
Ebenso für Lieferservice und Essen.

Meine Lösung wäre aber, keine Partnerschaft mit so einem Traummann...

W, 50
 
  • #79
Wahrscheinlich muss man jeder Frau raten, sich die Mutter des neuen Freundes anzusehen: Wenn sie dem kleinen Prinzen alles nachgeräumt hat und er daher "Hotel Mama" gewohnt ist, kann es schwierig werden. Vor allem, wenn Mama Vollzeit-Hausfrau war und daher alles gemacht hat.
 
  • #80
Ich bin mittlerweile ein großer Fan von @Andreas1965, weil ich durch ihn immer besser verstehe, was in den Köpfen von Männern vorgeht😉
Hat mein Alter, scheint nicht dumm zu sein und erklärt mir ein bis zu diesem Zeitpunkt unverständliches Verhalten👍Danke dafür!
Aber ich habe schon das Gefühl, dass er hier ein wenig konterkariert, der Sache nicht gerecht wird.
Vielleicht haben die beiden einen unterschiedlichen Standard bezüglich der Hygiene, so what? Der FS ist 39 und mokiert hier eine Rechnung im Restaurant? Armselig würde ich sagen und niemals in meinem Leben würde ich mit solch einem Menschen leben wollen! Daraus pseudo-psychologische Schlüsse zu ziehen, bedeutet für mich nur, lieber @Andreas1965, Du bist genauso unterwegs ... der FS ist meiner Meinung nach einfach nur stinkfaul und geizig, wenn es ihn so überhaupt gibt.
 
  • #81
Vielleicht haben die beiden einen unterschiedlichen Standard bezüglich der Hygiene, so what?
Das mit den unterschiedlichen Standards ist nicht ohne. Denn, wer den höheren Standard hat, wird in aller Regel nicht zurückstecken, sondern die Sache selbst in die Hand nehmen, folglich den Großteil der Hausarbeit machen. Das fällt dann aber auf sie, meist ist die Frau diejenigen mit den höheren Standards, zurück. Ich hatte einmal eine Freundin, die jedes Handtuch nur einmal benutze, täglich das Waschbecken putze und mindestens einmal im Vierteljahr alle Fenster. Ich putze mein Waschbecken alle zwei Wochen, benutze Handtücher eine Woche und putze die Fenster einmal im Jahr. Dreimal darfst Du raten, wer in meiner damaligen Konstellation das Waschbecken putzte, die Handtücher wusch und die Fenster putzte. Das hat sie aber nicht für uns gemacht, sondern für sich allein.

Was bei Thema Hausarbeit auch idR unter den Tisch fällt, sind alle arbeiten, die typischerweise von Männern übernommen werden: Handwerkliches aller Art, Chauffeurdienst für die Kinder, Steuererklärung, Bank- und Versicherungs-Papierkrieg. Ich habe einmal aufgeschnappt, einer Studie zufolge glauben Frauen 90 % der häuslichen Arbeit zu verrichten, tatsächlich sind es aber 60 %. Die Diskrepanz erklärt sich aus der Ausblendung der typisch männlichen Verrichtungen.

Der FS ist 39 und mokiert hier eine Rechnung im Restaurant? Armselig würde ich sagen und niemals in meinem Leben würde ich mit solch einem Menschen leben wollen!
Isoliert betrachtet, wäre das so. Ich vermute aber, es ist nur die Spitze des Eisbergs, was er hier thematisiert hat.

Im Übrigen, danke für die Rosen!
 
  • #82
Der FS ist 39 und mokiert hier eine Rechnung im Restaurant? Armselig würde ich sagen und niemals in meinem Leben würde ich mit solch einem Menschen leben wollen!
... und mit der Rechnung musste er einfach nur seinen eigen Verzehr bezahlen...
Er regt sich auf, weil er seine Mahlzeit nicht aus dem Haushaltsgeld bezahlen durfte, sondern direkt aus seiner Tasche zahlen musste...

Er wollte vor dem Kellner den Schein schaffen, dass er seine Freundin einlädt oder zumindest mit seiner Freundin zusammen wirtschaftet.

Ihn ärgerte, dass er den Schein vor dem Kellner nicht wahren konnte
 
  • #83
Handwerkliches aller Art, Chauffeurdienst für die Kinder, Steuererklärung, Bank- und Versicherungs-Papierkrieg.
LOL... 😂😂😂
Klar. Ich sehe auch immer die Männer vor Schulen, Kindergärten, Vereinen... stehen.
Verallgemeinerungen... Bei Elternabenden...

Bei meiner Trennung habe ICH das Werkzeug behalten
1) weil ich es gekauft hatte
2) weil ICH es nutzte.

Beim Haushalt war es einigermaßen geteilt, Garten meist schon eher meines, und der ganze lästige Kram, Büro, Planungen landete bei mir.. Steuer der Steuerberater.
Die netten kleinen Reparaturen und Wartungen waren in meiner 2. Ehe mein Bereich. Dumm anstellen hilft...

Nein, pauschal ist es nicht so einfach zu sagen.

Nun sind wir zwei, die alles können und so macht jede*r was er mag.
Freue mich tatsächlich, wenn er mir handwerkliches abnimmt, und ich ganz traditionell für ihn einen Kuchen backe..
Und er schätzt es, dass ich ggf. es selbst mache und kann, so wie ich es bei ihm sehr schätze.
Er fragt mich um Rat, ich ihn...

W, 50
 
  • #84
Dass er zwar auf Teilen aller Kosten besteht, aber nicht sieht, dass er dafür genauso seinen Anteil beim Haushalt leisten muss, kann man durchaus als cherrypicking bezeichnen.
Nein Du bist viel zu weit weig vom Kernthema.
Ich meinte schon ganz konkret, dass wir alle erzogen worden sind, die anfallende hausarbeit zu machen, unanhängig vom Geschlecht.

Auf das Finazielle habe ich das nicht nur bezogen. Da könnte ich eine Ungleichgewicht in einem gewissen Rahmen noch nachsehen, wenn sich andere Dinge ausgleichen.

Der FS ist ein fauler Arsch. Ein fleißiger Mensch macht alle Arbeiten, welche anfallen, und nicht nur diejenigen, welche er bevorzugt.

Ich weiß schon: In der Arbeitswelt muss man delegieren.

Zuhause zählt das für mich nicht. Ich bin mir für nichts zu schade, egal ob ich es mir auch leisten könnte jemanden zu bezahlen. Und darauf bin ich auch stolz und blicke auch Menschen herab, welche faul sind.
 
  • #85
Genau wie es die Frauen gibt, die allein glauben zu wissen wie was geputzt werden soll und die es dann halt selber machen müssen (ist auch meine Meinung) gibt es aber auch Männer, die sich mit Absicht saudoof anstellen, bissle sinnlos rumwischen ohne dass was sauberer wird und sich dann beschweren, dass sie es ihrer Freundin beim Putzen ja eh nicht recht machen können. Und dies als Ausrede nehmen um nichts machen zu müssen. Ich hab so verschlagene Zeitgenossen durchaus kennengelernt und gehört, wie sie mit der Masche geprahlt haben.

Der FS schreibt aber auch nichts von unterschiedlicher Auffassung bei der Sauberkeit, sondern dass es bei ihr schneller geht. Vielleicht ist sie auch einfach schneller weil sie sich sinnlose Diskussionen spart...
 
  • #86
Zu dem Haushalt - ja, das ist so eine Sache, wenn man das nicht so kann. Dann macht der andere es, denn er kann es viel besser und schneller. Ich kenne auch Paare, bei denen die Männer nicht wissen, wie das mit dem Wischding funktioniert und wie rum man den Eimer halten muss, damit Wasser reingeht.
:'D
Ja, aber man darf aber auch die Gefahren nicht marginalisieren. Schon mal nach der Arbeit den Partner unter dem Bettbezug oder von der Gardinenstange geholt, weil er sich versehentlich mal wieder selbst eingewickelt hat? So ein Tag irgendwo eingewickelt und festgezurrt kann äußerst unangehm sein, man kriegt ja auch irgendwann Hunger.
 
  • #87
Schon mal nach der Arbeit den Partner unter dem Bettbezug oder von der Gardinenstange geholt, weil er sich versehentlich mal wieder selbst eingewickelt hat? So ein Tag irgendwo eingewickelt und festgezurrt kann äußerst unangehm sein, man kriegt ja auch irgendwann Hunger.
LOL. Das ist so wahr. Und an die Fernbedienung kommt er ja auch nicht.

Man braucht wirklich Talent, was wohl nur auftritt, wenn das haushaltende Wesen zwei X-Chromosomen hat.

Das wusste man aber früher schon, wie man an den Märchen sehen kann. Z.B. bei Hänsel und Gretel: Frau war fürs Backen zuständig, Mann saß rum und wurde gefüttert.
Oder beim Froschkönig. Er wollte die Prinzessin nicht etwa selbst bekochen, nee, er wollte von ihrem Teller essen.
Rumpelstilzchen halte ich für einen Faker. "Heute back' ich, morgen brau' ich" - ja klar, als ob er das könnte.

Ich kannte aber wirklich mal einen Mann, der sich kein Essen machte. Seine Frau musste immer die Besuche bei Freunden und Verwandten rechtzeitig beenden, sonst rief er an und wartete am leeren Tisch.
 
  • #88
Ich stehe nicht auf Geizkrägen und deine Freundin offensichtlich auch nicht.

Mal ehrlich: Man kann seine Freundin doch auch einmal zum Essen einladen. Immerhin macht sie den Haushalt und ihr teilt euch die Haushaltskosten.
 
  • #89
Mal ehrlich: Man kann seine Freundin doch auch einmal zum Essen einladen. Immerhin macht sie den Haushalt und ihr teilt euch die Haushaltskosten
Man kann seine Freundin auch nur mal einfach so einladen, wenn sie sich das wünscht, ohne dass sie mit irgendwas in Vorleistung geht oder es als Ausgleich für irgendwas erhält - weil man sie liebt und einen gemeinsamen gemütlichen Abend verbringen will. 😉
 
  • #90
Mal ehrlich: Man kann seine Freundin doch auch einmal zum Essen einladen. Immerhin macht sie den Haushalt und ihr teilt euch die Haushaltskosten.
Meine Freundinnen machen alle ihren Haushalt, solange sie alleine wohnen. Meine Partnerin macht "den Haushalt" natürlich nicht (alleine). Deswegen lade ich sie auch ohne jede Gegenleistung zum Essen ein. Manchmal macht währenddessen die gemeinsam bezahlte Putzfrau den Haushalt :)