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  • #1

Sind alle Männer so schreibfaul?

Ich (w,44) schreibe für mein leben gern. Mir macht es Spaß, so zu kommunizieren und wenn ich gut drauf bin, geht mir der Text nur so von den Fingern. Leider muss ich feststellen, dass die meisten Männer diese Leidenschaft nicht teilen. Die wollen alle schon nach dem 3. oder 4. Mail die Nummer haben um zu telefonieren oder gar schon ein Treffen. Da hat man sich doch noch gar kein Bild vom Gegenüber machen können und die Enttäuschung ist vorprogrammiert, denke ich. Wie seht ihr das? Oder gibt es vielleicht doch auch Herren, die gern schreiben?
 
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  • #2
Liebe FS,
suchst Du einen Brieffreund oder einen Partner? Wenn Du einen Mann im real life kennenlernst, wie geht es dann weiter bei Dir? Willst Du dann auch so viel wie möglich schreibend kommunizieren, weil es Dir "nur so von den Fingern geht"?
Vermutlich bist Du eher introvertiert, allerdings macht es doch aber auch Spaß und ist eine Bereicherung, neue Leute/Männer kennenzulernen. Diese Einstellung, dass man sich nur treffen sollte, wenn auch schon vorher in zig Mails abgeprüft wurde, ob es denn nun auch wirklich und sicher und optimal passen würde, halte ich für eher kontraproduktiv, die Enttäuschung oftmals schon vorprogrammiert. Ein Bild vom Gegenüber machen, wie der Name schon sagt, Bild = visuell!, geht doch letztlich nur bei einem persönlichen Kennenlernen, hier trennt sich die Spreu vom Weizen...
Weiterhin trotzdem viel Glück auf der Suche nach einem Herrn, der gerne schreibt!

w / 39
 
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  • #3
Ich habe auch schon mit Männern geschrieben denen das Schreiben leichtfiel. Aber das war genau das Problem, beim Reden war es dann schon rum.

Manche scheuen wirklich den Kontakt und schreiben sich lieber die Finger wund wie mal kurz anzurufen oder sich auf einen Kaffee zu verabreden.

Ehrlich gesagt ich lese auch nicht so wahnsinnig gerne seitenlange Mails von Männern die ich noch nicht mal im Ansatz kenne. Das geschriebene Wort ist geduldig, ich nicht.

w46
 
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  • #4
Also ich habe es auch aufgegeben viel zu schreiben, denn es bringt schlussendlich nicht viel. Nur die Realität zeigt das wahre Gesicht. Und wenn es dort passt, klar, dann schreibe ich viel, denn dann geht es darum sich wirklich näher kennenzulernen. Natürlich respktiere ich es , wenn man das anders sieht, denke eben es müssen sich zwei finden, die gleich denken.
 
  • #5
schreiben - telefonieren - persönlich treffen - zusammen bleiben = daß ist doch das Ziel.

Wer sich lange aufs schreiben beschränken will - hat Angst vor persönlicher Nähe, oder gar einer Absage ?
(= könnte diesen Eindruck machen)

Oder vielleicht ist das Profil + Foto gelogen, und die Person will sich nicht persönlich zeigen ?
Sondern "hinter ihrem schreiben sich verstecken" ?

Ich schreibe auch viel und gerne, (sogar als Mann). Aber ich rate Jedem, den Kontakt nicht "tot schreiben". So daß der Andere das Interesse verliert. Weil der eine Partner/in sucht - keine Brieffreund/in.

Eine Frau (49) wollte zunächst nur schreiben = nicht so schnell treffen. Ihr Foto im Profil = ca. 15 Jahre jünger, als aktuell = gemogelt.
In ihrem 3. Mail kam ein Link auf ihr aktuelles Foto. Ich blieb trotzdem weiter dran, und schlug ein Treffen vor. Aber das lehnte sie ab, und quasi totale Absage. Weil bis dahin bei ihr "der Funke nicht (bereits) übergesprungen sei". (lt. ihr)
Einerseits diese Frau zurückhaltend, mit der Bitte auf vorerst Distanz. Aber dann Absage, weil sich dieselbe Frau nicht bereits bei den ersten Mails verliebt hat. Aber der Mann keine Chance bekam, sich auch persönlich vorstellen zu dürfen.
Falsche Fotos soll man hin nehmen. Aber ehrliches Interesse wird "mit Füßen getreten".

(Ironie an) Gibt es in der Zukunft vielleicht sogar Ehen via E-Mail ? Täglich sich schreiben - aber nie persönlich zusammen kommen ? Liebe, Erotik etc. - alles nur verbal ?
 
  • #6
Nööö! Bei mir beschweren sich die Frauen eher umgekehrt. Ist dann wohl eher der Frauentyp wie #1! Wenn man sich die Frauenprofile so ansieht, dann sind die Frauen auch überwiegend schreibfaul. Ich kann mir z.B. gar nicht erklären, wie die Leute ihr Profil so extrem leer lassen können.

Ich glaube das ist der "häufigste" Frauentyp und schätze, bei den Männern ist es auch nicht anders.

Aber das hat auch etwas Gutes: daran erkennst Du halt auch eine gewisse Einstellung/Denke/Haltung und kannst Dir schnell passende Partner einfach "filtern" und unpassende "rauswerfen".
<- mod >
 
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  • #7
hallo fs,

ja ich schreibe auch gerne, aber eher des schreibens willens und weil es mir spaß macht. frauen an denen ich echtes interesse habe, die treffe ich lieber direkt

m/48
 
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  • #8
Ich wäre wahrscheinlich schon derjenige der gerne und auch viel schreibt.Gleichwohl hat es auch den Vorteil, wenn man es geschickt und gut anstellt einen Briefkontakt sehr schön im eignen Interesse lenken kann. Manchmal verbirgt dies auch so seine Nachteile, da genauso wie du meinst, dass Männer schreibfaul wären trifft dies auf viele Frauen auch zu und manchmal erfährt man wesentlich mehr als in einen persönlichen Gespräch.
Wie viel und wieweit ich dann den Kontakt auf die schriftliche Form ausweite liegt aber auch an der Entfernung des anderen.
Zur Zeit habe ich hier einen “schriftlichen” Kontakt wo die Dame ca. 400 Km von mir entfernt wohnt.
Für ein schnelles oder kurzes treffen doch ein wenig zu weit entfernt und somit will ich schon durch den schriftlichen Verkehr einiges im Vorfeld abklären ob ich mir diese Reise antue, bzw. auch ein ausgedehntes Telefonat ich mir vorstellen kann. Wenn man sich nichts zu schreiben hat und auch am Telefon sich nicht viel zu sagen hat, stellt sich doch nur noch die Frage wie soll das denn im persönlichen Gespräch aussehen. Ich habe bisher die Erfahrung gemacht, dass man schon auf
diese Art und Weise den Spreu vom Weizen aussortieren kann und man hat sich zeitlich einiges erspart. m,48
 
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  • #9
Ich empfinde E-Mails und SMS als Kommunikation zweiter Klasse. Ich greife darauf zurück, wenn ich keine Lust habe zu Telefonieren. Der Informationsfluss ist langsamer, man hat beliebig viel Zeit Worte zu wählen und kommt nie in die Verlegenheit sofort antworten zu müssen. Das ist natürlich sehr bequem, aber ich glaube nicht, dass man dabei authentische Informationen vom Gegenüber bekommt.

m35
 
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  • #10
Ich hab mich mal mit einen Mann geschrieben der einen ganz aussergewöhnlichen, zwar hochtrabenden, aber sehr ansprechenden Schreibstil hat. Das war´s dann aber auch. Im persönlichen Gespräch konnte er von dem was er so wunderschön umschreiben, beschreiben, sich in Schrift ausdrücken konnte kein bisschen rüberbringen. Nicht, dass er nicht gebildet war - ganz im Gegenteil, aber er hatte einfach komplett andere Themen. Dazu seine monotone Stimmlage. Den hätte ich gerne als Brieffreund behalten - oder er möge mal ein Buch schreiben bitte.
Nee liebe FS, toll schreiben zu können und ein interessanter Gesprächspartner zu sein sind zweierlei. Und durch tolles Geschreibse fängst Du dann nur unnötig an den Absender zu idealisieren. Die meisten Männer die ich kenne schreiben nicht gerne. Und wenn doch - siehe oben.
 
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  • #11
aber ich glaube nicht, dass man dabei authentische Informationen vom Gegenüber bekommt.

Man bekommt schon authentische Informationen gleichwohl aber nur wenn man in der Lage ist zwischen den Zeilen zu lesen, bzw. zwischen den Zeilen zu schreiben und somit bekommt man sogar mehr Informationen als wenn man sich nur auf die verbalen Informationsketten verlässt. m,48
 
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  • #12
. Aber dann Absage, weil sich dieselbe Frau nicht bereits bei den ersten Mails verliebt hat.

Das ist doch nur wieder mal nur so ein Indiz das viele im Onlinedating einfach zu realitätsfremd sind.
Ich habe es ja schon erfahren das mache eher ein “Augentier” sind mit so irrealen Vorstellungen wie Liebe auf den ersten Blick,gleichwohl ist aber Liebe auf die erste Mail schon wieder etwas neues. Tja man lernt nie aus. m,48
 
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  • #13
Ich habe Männer getroffen die mich höflich und knapp per Email nach einer Verabredung zum Golfspielen fragten. Mit denen verbrachte ich dann blendend unterhaltsame Stunden auf dem Platz.
- Schönes Spiel.
Andere haben mich mit dem Stil ihrer Emails stundenlang unterhalten und geblendet. Beim Treffen kam jedoch die Ernüchterung. Meine Absage war höflich und knapp.
- Game over.
w33
 
  • #14
Ich sehe es genau anders herum. Je länger du sich schreibst, um so verschobener wird das Bild vom anderen. Das führt zu Enttäuschung da es selten mit der Realität über einstimmt. 1-2 Mails und so schnell wie möglich treffen, telefonieren hilft nicht. Wenn man sich persönlich kennt, kann man erst wissen, ob Interesse besteht oder nicht. Und das hat nicht mal was damit zu nun, dass Männer nicht gern schreiben, auch wenn das sicherlich noch dazu kommt.
 
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  • #15
Also ich schreibe auch gerne und viel, vor allem mit Frauen: Denn da müssen sie einen ausreden lassen und was zurück kommt ist meist mehr überlegt *lach*.
m, 45
 
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  • #16
Man bekommt schon authentische Informationen gleichwohl aber nur wenn man in der Lage ist zwischen den Zeilen zu lesen, bzw. zwischen den Zeilen zu schreiben und somit bekommt man sogar mehr Informationen als wenn man sich nur auf die verbalen Informationsketten verlässt. m,48

Zwischen den Zeilen lesen heisst Vermuten und Interpretieren. Das kann zu keinem reellen Bild führen. Vielmehr wird die Phantasie angeregt, sodass man sehr wahrscheinlich enttäuscht wird. Das sehe ich zumindest für die Kennenlernphase so.
 
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  • #17
Mal was anderes! Ich kenne es, dass mir Frauen ein Ohr abkauen ... hier wird mal eine Auge abgekaut! Scherz beiseite. Es ist wie mit dem Reden, manche Leute reden viel und sagen wenig. Manche Reden wenig und sagen viel. Für mich wären lange Mails ein Abtörner. Ich will die Frau live und sehen ob der Funke rüberspringt. Ich gehöre aber auch zu der aufdringlichen Sorte, die gerne schnell mit einer Frau auf tuchfühlung geht;-) Warum Zeit verschwenden?
 
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  • #18
Langes Schreiben von Mails verursacht in meinen Augen eine Enttäuschung. Es gibt Menschen, die können wunderbar Schreiben und ihre Gedanken sehr schön zu "Papier" bringen. Generell handhabte ich es so, dass ich mit meinem zukünftigen Datingpartner ein paar Mails schrieb und dann kam es zu einem Telefonat, hier kann man wunderbar feststellen, ob sich ein Date generell lohnt. Mir ist Stimme, Stimmlage, Spontanität (Ping-Pong) sehr wichtig.

Gerade bei langen Mails, die sich über Wochen oder gar Monate hinziehen, baut man sich ein falsches Bild des Gegenübers auf. Ich wurde misstrauisch, wenn ein Treffen hinausgezögert wurde - die Gründe mögen unterschiedlicher Natur sein: Es ist nicht die Person, die hinter dem Profil steckt, das Foto ist 10 Jahre alt oder der Mann gar verheiratet oder grundsätzlich nicht interessiert.

Es geht nichts über ein zeitnahes Date. Herbe Enttäuschungen erlebte ich so gut wie nie.
 
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  • #19
Als Mann kann ich Dir sagen, dass ich eigentlich sehr gerne schreibe. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass es nichts bringt, seitenlange Mails wochenlang zu schreiben. Denn schlussendlich suche ich eine Beziehung, wenn ich mich bei einer Partnerbörse anmelde und keine Mailfreundschaft. Und ob es etwas wird, sieht man erst, wenn es zum Treffen kommt. Deshalb schlage mittlerweile schnell ein erstes Treffen vor.

Und ich habe noch etwas anderes bemerkt: Wenn man als Mann zu viel und zu lange schreibt, landet man oftmals in der berühmten Kumpelfalle (mir jedenfalls erging es schon paarmal) so. Und das will ich nicht.
 
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  • #20
- Schreiben können ist Muss,
- Reden können ist Muss,
- direkte Kommunikation ist Muss,
- Sinnlichkeit und äußere Erscheinung ebenso ...
... und dann mal sehen, was daraus wird.

Wenn schon beim Schreiben deutlich wird, dass es keine gemeinsame Zukunft geben kann, dann ist die Entscheidung immerhin recht frühzeitig und ohne größeren Aufwand gefallen. Deshalb gilt für mich: Grammatikfehler und Kommata-befreite, nebensatzlose Aussagen sind rigide Ausschlusskriterien.
 
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  • #21
Ich w32 bin schreibfaul - um nicht zu sagen, ich hasse es zu schreiben und fühle mich immer unter druck gesetzt auf eine elend lange mail auch mit vielen Sätzen zu antworten.

Und meistens muss ich leider sagen, dass die mails der Männer trotz der Länge sehr langweilig waren.
Mir sind dann kürzere, dafür aber witzige Nachrichten lieber.

Ich brauche das nicht, dass mir jemand seine kompletten Gedanken in philosophischen Schriften mitteilt... vor allem über was soll ich mich dann noch unterhalten, wenn ich bereits ganze Romane meines Dates gelesen habe?
 
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  • #22
Ich brauche das nicht, dass mir jemand seine kompletten Gedanken in philosophischen Schriften mitteilt... vor allem über was soll ich mich dann noch unterhalten, wenn ich bereits ganze Romane meines Dates gelesen habe?

So sieht es aus.

Ellenlange Emails sind im Übrigen auch kein Garantieschein, dass man sich bei einem persönlichen Treffen dann wunderbar versteht. Ich mag auch lieber kürzere und im Idealfall auch lustige Nachrichten. Ich bin ebenfalls nicht die große "Romanschreiberin" und fange mich bei ewigen langen Mails an zu langweilen.

w
 
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  • #23
Beim Schreiben fehlt das schnelle Feedback und es ist mehr ein Monolog als ein Dialog. Was nützt mir eine seitenlange Mail wenn die Empfängerin nach ein paar Zeilen nicht mehr weiter liest da sie das Thema überhaupt nicht interessiert? Im persönlichen Gespräch (eingeschränkt, da Mimik fehlt, auch Telefonat) kann man viel besser Themen finden die beide interessieren.

m,33
 
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