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  • #1

Sind bewußt Kinderlose verantwortungslos?

Hallo!
In meinem Profil steht das ich keinen Kinderwunsch habe, noch nicht. W 27.
Meine Datepartner, meist älter, haben sich generell gegen Kinder ausgesprochen.
So wie sie sagten, wollen und können sie keine Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen.
Das ganze ist mir nun ein paar Mal passiert und ich frage mich ob Kinderlose aus Angst vor Verantwortung keine Kinder bekommen. Für mich wäre es wichtig eure Meinungen zu lesen.
 
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  • #2
ich frage mich ob Kinderlose aus Angst vor Verantwortung keine Kinder bekommen. .

Für mich war es so. Da ich emotional keine schöne Kindheit erlebt hatte, war ich total verunsichert, so sollte es für mein(e) Kind(er) nicht sein.
Ich habe viel darüber gelesen, aber ich hatte einfach keinen Mut, keine Überzeugung Kindern das geben zu können, was ihnen eine schöne Kindheit ermöglicht, sie in's Erwachsnenleben zu begleiten.
Als ich mich endlich erwachsen und reif genug dafür fühlte, war es zu spät.....
W.
 
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  • #3
Das würde ich so nicht sagen.
ich bin w/33 und "kann auch keine Verantwortung für Kinder übernehmen".
Ich könnte schon - ich habe sogar eine gute Ausbildung dafür - aber ich will es nicht.
"Kann nicht" ist für viele da draußen versöhnlicher als "will nicht". Ich könnte auch sagen, dass ich aus physiologischen Gründen nicht könnte, aber dann wird man bemitleided und bekommt Ratschläge wie es doch klappen könnte.
Hm. Warum will ich nicht? Ganz einfach: Weil ich Kinder für deutlich überbewertet halte und so viel mehr Lebenssinn und Existenzbedeutung und Zugewinn an Glück und Seligkeit hat man davon auch nicht, wie man sich das wohl blauäugigerweise am Anfang wohl erhofft, aber ich will da auch keinem auf den Schlips treten. Jeder muss schließlich sein Schicksal selbst tragen und manch einer kann das wohl besser wenn er sein althergebrachtes weiter aufrecht erhält.
Es auch noch andere Sachen im Leben gibt, denen ich den Vorzug geben würde, und ich stecke eben meinem Beruf lieber dort meine Energie rein. Da trage ich übriens viel mehr Verantwortung. Meine tägliche Arbeit bestätigt mich übrigens darin.

Kinderlos = generell verantwortungslos würde ich nicht unterschreiben.
Genausowenig wie vorhandene Kinder = generell blauäugig und einfallslos. Manche wollen das tatsächlich als Teillebensziel und die fahren auch ganz gut damit. Weiß man halt vorher nicht immer, was letzten Endes tatsächlich für dein einzelnen dabei rauskommt.

So ganz nebenbei. Es gibt auch Leute, die Kinder bekommen, weil sie dadurch mehr Verantwortung übertragen bekommen. Die waren vorher "verantwortungslos" und bekommen mit Kind die Möglichkeit, ihre "Verantwortungsfähigkeit" auch nach außen zu zeigen und nach innen zu leben. Bei dem Motiv "Verantwortung" kann man sich da auch fragen, warum die dafür erst mal ein Kind in die Welt setzen müssen.
 
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  • #4
Ich würde mich prinzipiell nicht als verantwortungslos bezeichnen, da ich in einer Führungsposition arbeite und Verantwortung für meine Mitarbeiter habe.
Diesen Vorwurf habe ich schon öfter von Eltern gegen kinderlose - nicht speziell mich - gehört, die sich damit selbst wohl trösten möchten, wenn die Arbeit mit den eigenen Kindern mal wieder über den Kopf wächst, während die Paare ohne Anhang gerade gemütlich und ruhig im Garten liegen.
Ich für meinen Teil finde es widerum wesentlich verantwortungsvoller das Hirn einzuschalten und zu reflektieren, ob man finanziell und emotional in der Lage ist ein Kind großzuziehen und sich dann im Zweifelsfall dagegen zu entscheiden, als seinen Hormonen (der Kinderwunsch wäre ja angeblich das bedeutendste auf der Welt) nachzugeben, welche zu bekommen um dann frustriert und überfordert dazustehen.

Verantwortung ist auch, darüber nachzudenken wie sich das Leben für den Nachwuchs entwickelt. Sei es politisch, finanziell und vor allem was die Umwelt betrifft. Ich für meinen Teil möchte, wie es sich aktuell entwickelt, keine Kinder in diese Welt setzen. Und das ist schönerweise mein gutes Recht. Wer meint mich deshalb als verantwortungslos hinstellen zu müssen, darf das gerne tun. Es interessiert mich nicht.

w
 
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  • #5
Liebe FS,
es ist völlig i.O., dass Du in Deinem Alter noch keinen Kinderwunsch hegst. Ich lese jedoch auch heraus, dass Du es jedenfalls für später auch nicht ausschließt. Wenn Deine meist älteren Datingpartner deutlich sagen, dass sie keine Kinder wollen, aus welchem Grund auch immer, dann ist das immerhin ehrlich und zeugt nicht von grundsätzlicher Verantwortungslosigkeit. Sie wollen und können nach eigenen Angaben, die Verantwortung für Kinder nicht übernehmen. Das lässt sich unterschiedlich interpretieren: fehlende Reife, Unentschlossenheit, Lebenseinstellung, Angst vor Verantwortung oder vor dem Verlust von Freiheiten, richtige Partnerin dafür noch nicht gefunden... Kinder bedeuten eine große Herausforderung und natürlich auch Verantwortung. Dem wollen sich nicht alle stellen. Das ist ok. Du musst Dich lediglich fragen, ob Du einen Partner möchtest, der definitiv keinen Kinderwunsch hat, oder lieber einen, der sich zwar aktuell keine Kinder vorstellen kann, so wie Du, es aber auch nicht ausschließt, ebenfalls so wie Du. Wahrscheinlich haben sich mehr Männer ohne Kinderwunsch auf dein Profil gemeldet, weil sie sich erhoffen, dass Deine Einstellung der ihren entspricht.
 
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  • #6
Meine Kindheit war ein Albtraum (in Dosen) und ich wollte keinen Kind soetwas zumuten. Jetzt befinde ich mich in Therapie und kann mich mit den Gedanken eher anfreunden. Leider ist es jetzt fast zu spät dafür - so dass ich wohl Kinderlos bleiben muss.

Als Verantwortungslos habe ich mich in dem Fall noch nie gesehen...

LG

W/40
 
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  • #7
Ich bin w/39 und wollte nie Kinder haben. Ich habe einfach nicht das Bedürfnis/Mutterinsinkt und ich vermisse es nicht, keine eigenen Kinder zu haben. Grundsätzlich mag ich Kinder, doch selbst eins zu haben-danach war es mir nie.

Nein, ich kann nicht sagen, dass ich verantwirtungslos bin. Denn ich bin sehr verantwortungsvoll im Beruf und ich unterstütze gerne meine Eltern-auch ohne Bedarf. Ich konnte es mir nie vorstellen, eine Schwangerschaft auszutragen und ich wollte nicht unbedingt mich um ein Kind kümmern. Wäre ich ungewollt schwanger geworden, hätte ich 100% das Kind behalten und die volle Verantwortung dafür ubernommen. Kinder zu bekommen ist es kein Muss im Leben. Viele haben das Bedürfnis, Kinder zu bekommen. Einige wie ich nicht.

Ich fände es schlimm, wenn jemand den Wunsch hat, ein eigenes Kind zu haben, aber Angst vor der Antwortung hat. Das kann ich nicht nachvollziehen.
Wir leben in einem Land, wo keiner hungert und obdachlos leben muss.

Wenn man ein Kind haben möchte, klar muss man die Verantwortung dafür -gerne sogar.

Wenn man aber kein Kind haben möchte, muss das nicht mit einer Verantwortungslosigkeit einhergehen. Das Kinderbekommen ist nicht in jedem Menschen von Natur aus verankert.

w/39
 
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  • #8
Ich kenne in meiner Altersgruppe viele Kinderlose, Frauen wie Männer, aber ich schätze keinen als Verantwortungslos ein, höchstens etwas unreif, aber auch da könnte man schon wieder von viel Reife sprechen, denn entweder haben die Umstände nicht gepasst, oder der passende Partner gefehlt, oder es hat einfach nicht geklappt, oder andere gesundheitliche Probleme usw. waren vorhanden.

Ich bin auch nur durch Zufall schwanger geworden. Ich liebe mein Kind, aber wäre nicht am Boden zerstört, wenn ich Kinderlos geblieben wäre.

w 50
 
  • #9
Angst vor der Verantwortung habe ich keine. Wenn ich mit mehreren psychiatrischen Patienten einen Ausflug mache, 3 beatmete Intensivpatienten betreue oder im Labor einen komplizierten Versuch überwache etc... trage ich viel mehr Verantwortung. Klar, dass diese Verantwortung nur zeitlich befristet ist, aber ich will damit sagen, dass Angst vor Verantwortung kein Motiv für meinen nicht vorhandenen Kinderwunsch ist.

Es ist vielmehr so: Ich liebe das Leben mit meinem Mann so sehr und möchte nichts tun, was dieses gefährdet: Nicht jede Schwangerschaft geht gut und ich möchte kein schwerkrankes Kind pflegen müssen (was ich aber auf jeden Fall tun würde, da ich es dann wohl nicht übers Herz brächte es anderen zu überlassen, wo ich ohnehin in diesem Bereich qualifiziert bin). Und selbst wenn ich das Glück hätte ein gesundes Kind zu bekommen, ich würde mir eines Teil meines Lebens beraubt vorkommen. Ich brauche viel Zeit für mich und ich will Zeit haben mit meinem Partner (und der hat einen kraft- und zeitraubenden Beruf, dass ich faktisch Alleinerziehende wäre- ebenfalls eine absolut abschreckende Vorstellung)
Vielleicht ändere ich meine Meinung noch, aber mich überstürzt in das Abenteuer Schwangerschaft stürzen, möchte ich nicht. Dann nehme ich lieber in Kauf, dass es später nicht mehr geht.
 
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  • #10
Hier noch mal Gast 1.

Ich hatte vergessen auf den Satz >Sind bewußt Kinderlose verantwortungslos?< einzugehen.

Von mir aus gesehen (für mich) "nein". Ich hätte es eher als verantwortungslos angesehen, ohne Rück-sicht auf meine Erfahrungen einfach Kinder zu bekommen.
Wie gesagt, als ich mich erwachsen und reif genug für diese große Verantwortung fühlte, war es zu spät.....
 
  • #11
Ganz im Gegenteil.

Wer sich bei Kindern überfordert fühlt, und deswegen keine Kinder will - handelt sehr verantwortungsvoll.
Gegenüber sich selber, und den Anderen. Und den dadurch nicht-geborenen Kindern.

Anstatt trotzdem stur Kinder zu bekommen, und dann erst merken, daß er es nicht schafft.
Aber dann das Kind und dessen Eltern darunter leiden müssen. Dieses Leiden ist dann verantwortungslos.

Meine Eltern hätten besser keine Kinder bekommen. Dann hätten sie m.E. ein besseres Leben gehabt. Und ihren Kindern diese Kindheit erspart. Obwohl meine Eltern nicht arm waren.

Es gibt auch Leute (M+F) die Anderes für ihr Leben bevorzugen, z.B. Beruf, Job, Freizeit, Lebensplanung und Lebensstil. Aber Kinder für sie dabei nur hinderlich wären. Also sich ganz ehrlich und bewusst gegen Kinder entscheiden. Und damit für sie die bessere Entscheidung treffen.
 
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  • #12
Nein, ist ganz und gar nicht verantwortungslos.
Wie viele Beziehungen gehen kaputt?
Ich schätze, mittlerweile mehr als 70 Prozent, alles nur noch 'Bäumchen wechsle dich Spiel'.

Als Mann ist es nicht mehr kalkulierbar, ab du im Trennungsfall deine Kinder noch sehen kannst. Oder nur noch Zahlpappa spielst und deine Kinder alles zwei Wochen mal sehen darfst.
Einfluss hast auf die Entwicklung dann eh' nicht mehr. Das macht dann der Zweit-, oder sogar Drittpappa....
 
  • #13
Liebe Fs,

seltsame Schlussfolgerung. Natürlich ist weder jemand der diese Begrünung vorschiebt Grundsätzlich verantwortungslos noch sind Eltern grundsätzlich Verantwortungsbewusst.

So wie sie sagten, wollen und können sie keine Verantwortung für ein Lebewesen übernehmen
. Klar doch, Sie können nicht. Meines Erachtens haben das die allerwenigsten so reflektiert und können das ehrlicherweise für sich selbst tatsächlich so vertreten. Wer jedoch reflektiert hat und für sich befunden hat dass er wieso auch immer tatsächlich NICHT in der Lage ist diese Verantwortung zu übernehmen dürfte es auch sonst nict sein. Also auch woanders echte Verantwortung zu übernehemen.

Aber die meisten das nur als Begründung weils halt viele nicht verstehen wollen. Sie wollen einfach nicht. Ich weiss nicht so recht wieso man das nicht einfach so sagen kann.

Also was soll dieses geschwurble?
Verantwortung ist auch, darüber nachzudenken wie sich das Leben für den Nachwuchs entwickelt. Sei es politisch, finanziell und vor allem was die Umwelt betrifft. Ich für meinen Teil möchte, wie es sich aktuell entwickelt, keine Kinder in diese Welt setzen
. Das ist mit Verlaub Bullshit- Alle Rahmenbedingungen sind Heute für Kinder besser denn je. Bildung, Gesundheit, ja sogar Umwelt (weil wir heute wesentlich besser wissen was krank macht). Die Lebenserwatung ist höher als jemals zuvor, der Komfort und der Luxus auch.

Ja, es ist eines jedem Menschen Recht keine Kinder zu wollen- aber bitte nicht mit solch fadenscheinigen Begründungen.

@Tertia
ich würde mir eines Teil meines Lebens beraubt vorkommen. Ich brauche viel Zeit für mich und ich will Zeit haben mit meinem Partner (und der hat einen kraft- und zeitraubenden Beruf, dass ich faktisch Alleinerziehende wäre- ebenfalls eine absolut abschreckende Vorstellung)
Nun ja, auch wenn ich denke dass sich diese Bedenken mit einem Kind recht schnell in Rauch auflösen würden (Oft genug beobachtet) ist es ehrlich. Aber liebe Tertia- all das ist auch der Angst vor der Verantwortung (Zeitaufwand) geschuldet, oder etwa nicht?

Leute, ich bin mit 25 Vater geworden- was hatte ich Panik es nicht zu schaffen, was zu verpassen, der Verantwortung nicht gerecht zu werden, keine Zeit mehr zu haben... Na ja, nicht umsonst ist man 9-10 Monate schwanger. Klar, das Leben ist dann anders, sehr sogar. Und manchmal will man die kurzen einfach nur mal an die Wand klatschen- aber es ist das natürlichste der Welt- wenn man einen Sinn im Leben sucht- das ist biologisch der einzige. Fortpflanzung!
Dafür hat die Natur diese hübschen Hormone erfunden. Kleine effektive Steuerelemente. Es gibt nur sehr wenige Erwachsene die damit immer noch ungeeignet sind Eltern zu werden. Solange man selbst keine hat denkt man über sehr vieles noch völlig anders....
 
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  • #14
Natürlich sind bewusst kinderlose NICHT verantwortungslos - auch wenn dass immer gerne als "Argument" benutzt wird um zu erklären wie es jemanden geben soll, dessen einzigster Lebensinhalt eben NICHT Kinder sind.

Sie tragen ja schon einmal die volle Verantwortung für das eigene Leben und Glück, anstatt ein hilfloses Kind dafür verantwortlich machen zu wollen - sehr viele( natürlich nicht alle!) Paare nehmen Kinder doch leider nur als Lückenfüller...Sei es für eigene unerreichte Träume, das eigene Leben,dem man selbst keinen richtigen Sinn gibt, oder einfach nur als Aufputschmittel für eine schon längst eingeschlafene Beziehung...
Von den Frauen die Kinder um jeden (!) Preis wollen mal ganz abgesehen - das sind dann mit die verantwortungslosesten und selbstbezogensten von allen finde ich.

Ich hatte im übrigen eine sehr tolle Kindheit und großartige Eltern :)

M32
 
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Mooseba

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  • #15
Ja, sind sie. Es sollten noch einige Allgemeinheiten gelten und man kann sich nicht Verantwortung mit anderen Verpflichtungen zurechtdefinieren.
 
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  • #16
m50
Ich bin verantwortungsvoll weil ich keine Kinder habe.
Mit Mitte / Ende 20 wurde mir klar, dass ich in einem gesicherten Beruf mit einer anständigen Bezahlung nie Fuß fassen werde. Daher hätte ich meinen potentiellen Kindern keine gesicherte Existenz bitten können. Kinder brauchen nun einmal gesicherte Strukturen. Das Finanzielle ist heute sehr wichtig. Was wenn mein Kind nicht mit kann zur Studienreise nach England, weil mein Geld nicht reicht - echt blöd.
Dann fällt mir Treue sehr schwer. Was wenn die Mutter meiner Kinder mich verlässt, nur weil ich auf einer Dienstreise mal fremdgevögelt habe.
Und als letzter Grund: Ich mag keine Schwangeren, diese verklärten Blicken und der dicke Bauch - einfach schrecklich.
Also dann doch besser aus Verantwortungsgefühl gegenüber den potentiellen Kindern, besser keine Kinder.
 
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  • #17
Für mich ist der Satz mit der Angst vor Verantwortung ebenfalls Unsinn. Im Gegenteil bin ich mir der Verantwortung vollauf bewusst und könnte Kinder aus erzieherischer Sicht mit Sicherheit bedenkenlos in die Welt setzen.
Nur:
- beruflich wenig Zeit, wird sich auf Grund des Berufsfelds nicht ändern. Ich mache den Beruf zu gerne.
- Cash; ich will weder für mich noch für Kinder jeden Cent umdrehen, müsste ich aber.
- Kinder sind immer noch oft mit Heirat verbunden und Heirat mit Scheidung. Letzteres gilt es um jeden Preis zu vermeiden, und wenn der Preis eigene Kinder sind, dann ist es so.
 
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  • #18
Das ist doch wiedermal Blödsinn! Weil ich keine Kinder haben möchte, bin ich ein verantwortlungsloser Mensch? Denkt doch bitte mal an! Ernsthaft! Bitte nachdenken, bevor man sowas schreibt! So entstehen die blödesten Vorurteile.

Eher scheint mir, du willst provozieren, weil es Menschen gibt, die eben mit Kinder nix anfangen können. So ist das halt. Man muss mal ein bißchen weltoffen und tolerant für andere Denkweisen werden. Es gibt tausend andere Gründe, wofür man heutzutage leben kann, man muss nicht mehr zwangsläufig Kinder in die Welt.

Viel eher finde ich es aber lobenswert, wenn jemand sagt, er setzt besser keine Kinder in die Welt, weil er der Aufgabe und Verantwortung nicht gewachsen ist. Denn das ist Realität und bevor ein Kind letztendlich unter Gewalteinflüssen groß wird, soll man besser keine Kinder bekommen. Es gibt genug Kinder, die in Deutschland misshandelt und ermordet wurden von ihren Eltern, die überfordert waren.
 
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  • #19
Eher das Gegenteil: Gewollt Kinderlose haben mehr Verantwortung, denn sie wissen/ahnen, welche Aufgaben damit auf sie zukommen täten, die sie wahrscheinlich nicht meistern können (aus diversen Gründen: eigene Probleme, psychische Probleme, Depressionen, Stress, Versagensängsten, Geldmangel)
 
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  • #20
Ich verstehe die Frage nicht ganz, was hat gewollte Kinderlosigkeit mit fehlender Verantwortung zu tun? Ich nehme an, es geht Dir, FS, primär um Rentensicherung?!? Ist es denn besser, ein Kind nach dem anderen in die Welt zu setzen und sie dann quasi sich selbst zu überlassen, weil Mutter und/oder Vater überfordert sind oder die finanziellen Mittel hinten und vorne nicht reichen? Oder das Gegenbeispiel: Erfolgreiche Eltern, die beide Vollzeit arbeiten wollen und das Kind so früh als möglich in einer KITA deponieren oder es fremd betreuen lassen?
Auf der einen Seite denke ich auch, dass es Kinder in der "heutigen Zeit" viel schwerer haben, mit allem, auf der anderen Seite trägt jedes Kind auch das Potential in sich, die Welt etwas besser zu machen, reife, liebende und verantwortungsbewusste Eltern voraus gesetzt.

w, 37
 
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  • #21
Ich habe mich ganz bewusst gegen Kinder entschieden, da ich nicht das Bedürfnis hatte, welche zu haben. Für mich wäre es keine Bereicherung gewesen, im Gegenteil, andere Dinge hätte darunter zu leiden gehabt. Und das, obwohl ich gut mit Kindern umgehen kann.

Daneben spielten auch Gedanken mit, dass wir sowieso viel zu viele Menschen auf der Erde sind und die Bedingungen in der Zukunft sich verschlechtern werden. Mein Handeln sehe ich nicht als verantwortungslos an. Was die Rentenargumente etc. angeht, zahlt man als Kinderloser sowieso seinen Beitrag durch höhere Gebühren und Steuern, während man arbeitet. Von daher habe ich auch bei diesem Punkt kein schlechtes Gewissen.
 
  • #22
Aber liebe Tertia- all das ist auch der Angst vor der Verantwortung (Zeitaufwand) geschuldet, oder etwa nicht?

Ich wurde hier direkt angesprochen, daher versuche ich mal zu antworten, was mir schwer fällt, denn ich verstehe die Frage nicht wirklich. Ich sehe keinen Zusammenhang inwiefern meine Liebe zu meinem gegenwärtigen Leben, eine heimliche Angst vor Verantwortung sein sollte. Ich bin sehr sicher, dass ich der Verantwortung für ein Kind gerecht würde und überdies auch eine gute Mutter wäre (warum denn auch nicht: besitze die Fähigkeit zu lieben, führe eine gute Ehe, leidlich gebildet, schönes Haus und sogar ein wenig Geld.. Und für all das auch noch sehr dankbar :)

Kalle, Du hast insofern Recht, dass man ins Eltern-Sein hineinwächst, auch die körpereigene Physiologie unterstützt dies sehr, selbst wenn die äußeren Rahmenbedingungen nicht alle optimal sind.
Der springende Punkt ist aber bei mir: Ich will nicht. Kinderlosigkeit oder der Wunsch keine zu bekommen ist etwas, das man vielleicht erklären KANN. Jedoch niemals rechtfertigen müssen sollte.
 
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  • #23
Ich wollte nie Kinder, mein Ex Mann und andere Freunde auch nicht, habe ganz gerne meine Ruhe, aber dass wir alle verantwortungslos sind-nein!

Eine Bekannte (Hartz4) hat 2 Kinder, und ich rege mich fürchterlich darüber auf, dass ihr Freund trinkt, sie auch oft betrunken ist, die Kinder sofort nach der Schule an der Spielekonsole hängen und in der Schule nichts mehr mitkriegen.
Sie nennt mich dann spiessig, und ich sollte erstmal selber Kinder haben.
Die Nachbarin schmeisst ihrem 15jährigen Sohn Pizza und was zum Trinken in die Wohnung und geht zu ihrem Lover übers Wochenende, während der Vater des Jungen sich zukifft. Der Sohn ist völlig fertig und aggressiv geworden.
Ich überlege das Jugendamt einzuschalten.

Nun ja, dann wären meine Kinder bei einer Spiesserin aufgewachsen, die auf Bildung und ein gutes Umfeld achtet.

Es gibt genug verantwortungslose Menschen mit Kindern, meist aus der Unterschicht mit geringer Bildung.
Dann lieber was im Kopf, verantwortungsvoll gegenüber allem und keine Kinder!
 
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  • #24
Wenn irgendwer zu mir ins Rathaus kommt, um sich über die Lautstärke der verschiedenen Dorffeste oder des Weihnachtsmarkts zu beschweren, dann sind das immer die drei GEWOLLT KINDERLOSEN PAARE, die um 17.30 Uhr schon bei der Polizei anrufen und sich wundern warum die aber nicht kommt.
Verantwortungsbewusst? Ja aber nur für sich SELBST!
 
  • #25
Der springende Punkt ist aber bei mir: Ich will nicht. Kinderlosigkeit oder der Wunsch keine zu bekommen ist etwas, das man vielleicht erklären KANN. Jedoch niemals rechtfertigen müssen sollte.

Ja, jetzt sind wir uns doch einig. Brauchst Du dafür Ausreden von wegen Verantwortung oder die Welt ist ach sooo schlecht, ich tue den Kindern nichts gutes Sie hier hinein zu gebähren? Komischerweise sind die meisten die so argumentieren gar nicht so traurig darüber dass Ihre Eltern nicht so gedacht haben.

Der Spruch den die FS zitiert ist eben nix weiter als eine Ausrede. Ihr wollt keine Kinder? Wieso steht Ihr dann nicht einfach dazu anstatt es Gesellschaftspolitisch zu verbrämen? Das ist feige.

Ach ja, und liebe Führungskräfte- die Verantwortung für einen Job oder die Mitarbeiter ist schon etwas anderes als die Verantwortung für ein Kind. So mancher Topmanager ist nicht wirklich gut mit seinen Kindern.
 
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  • #26
Verantwortungslos bedeutet nicht, keine Verantwortung zu wollen, sondern eine schon bestehende Verantwortung nicht oder nur schlecht wahrzunehmen. Verantwortungslos sind also Eltern, die ihre Kinder misshandeln etc.

Bewusst keine Kinder zu wollen, weil sie nicht in das eigene Leben passen, ist dagegen erwachsen und verantwortungsvoll. Das kann ja in der heutigen Zeit und in dieser Gesellschaft zum Glück auch jeder für sich selbst entscheiden.
 
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  • #27
Manchmal ist es so, dass man in den "richtige" Jahren ungewollt kinderlos geblieben ist und später die Verantwortung dafür übernimmt, dass es nun einfach zu spät ist. (und sich z.B. keine ultrajunge Partnerin sucht, mit der man Scheidungswaisen produziert)

Ich bin jetzt 43 und bevorzuge ungefähr gleichalte Frauen (bis maximal -5J). Dabei ergeben sich drei typische Bilder:

- Die kinderlosen Frauen, bei denen der biologische Zug (höchstwahrscheinlich) abgefahren ist

- Die kinderlosen Frauen Ende 30 bis Anfang 40, bei denen die Kinderlosigkeit nicht zufällig, sondern gewollt ist

- Die Frauen mit vorhanden Kinder, die mit um die 40 nicht nochmal von vrone anfangen wollen. (die kommen dann eh' nicht in Frage)

Also werde ich wohl kinderlos bleiben ...obwohl das nicht so geplant war.

m43
 
  • #28
Ja, jetzt sind wir uns doch einig. Brauchst Du dafür Ausreden von wegen Verantwortung oder die Welt ist ach sooo schlecht, ich tue den Kindern nichts gutes Sie hier hinein zu gebähren? Komischerweise sind die meisten die so argumentieren gar nicht so traurig darüber dass Ihre Eltern nicht so gedacht haben.

Der Spruch den die FS zitiert ist eben nix weiter als eine Ausrede. Ihr wollt keine Kinder? Wieso steht Ihr dann nicht einfach dazu anstatt es Gesellschaftspolitisch zu verbrämen? Das ist feige.

Wieder spricht mich hier Kalle persönlich an, deswegen möchte ich nochmal persönlich antworten dürfen: ich habe meine Entscheidung nicht gesellschaftspolitisch begründet, sondern sehr persönlich (nachzulesen unter #8): ich habe u. a. Angst vor einer problematischen Schwangerschaft (die Gründe hierfür möchte ich nicht nochmals aufführen und erst nicht konkretisieren). Nie habe ich hier geschrieben, die Welt sei zu schlecht für meine potentiellen Kinder, ganz im Gegenteil. Ich könnte Kindern ein schönes Leben bieten, aber ich will einfach nicht. Ich habe die Entscheidung persönlich abgewogen.
Dennoch Kalle, Du solltest es akzeptieren, wenn hier Threadteilnehmer gesellschaftlich/ politisch argumentieren. Jeder Mensch hat das Recht für seinen Blick auf die Welt und darf sich aufgrund dieser Einschätzung ein Urteil bilden über die Frage: will ich ein Kind oder nicht. Was genau ist denn eigentlich Dein Anliegen in dieser Sache?
 
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  • #29
1. Also auch woanders echte Verantwortung zu übernehemen.

2. Heute für Kinder besser denn je. Bildung, Gesundheit, ja sogar Umwelt (weil wir heute wesentlich besser wissen was krank macht). Die Lebenserwatung ist höher als jemals zuvor, der Komfort und der Luxus auch.

@Tertia

3. Dafür hat die Natur diese hübschen Hormone erfunden. Kleine effektive Steuerelemente. Es gibt nur sehr wenige Erwachsene die damit immer noch ungeeignet sind Eltern zu werden.

1. Mit Verlaub, das ist Schwachsinn hoch drei! ICH habe an anderen Orten so viel Verantwortung zu tragen, dass ich einem Kind nicht gerecht werden könnte.

2. Komfort und Luxus...das ist genau das, was Kinder wollen und brauchen. Der Druck, überall und immer perfekt sein zu müssen, Stichwort: Designerbaby! Fehlt nur noch, dass die Frauen ihre Kinder nicht mehr austragen "müssen", damit ihre Figur nicht zerstört wird und sie weiterhin dem schnöden Mammon hinterher jagen können.

3. Tja, wenn`s doch nur nur an den Hormonen liegen würde....Schick mir doch ein paar, ich werde sie dann ganz schnell nach oben bringen, zu meiner Nachbarin mit ihren drei Kindern, die Tag und Nacht am Rumschreien ist! Dummerweise sind auch die kleinen schicken Teilchen daran Schuld, dass viele ungewollte Kinder ein freudloses Dasein fristen müssen, denn wie viele denken im Überschwall der Hormone nicht mehr an Verhütung?

w, 44
 
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  • #30
Liebe Teilnehmer! Weitere Chats in diesem Thema werden nicht freigeschaltet. Bitte äußern Sie sich auf die Titelfrage ohne Beiträge anderer Teilnehmer zu zerpflücken und zu kommentieren. Viel Spaß im Forum. Ihr Moderationsteam
 
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