Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
G

Gast

Gast
  • #1

Sind deutsche oder österreichische Frauen zu emanzipiert und Männer zu verweichlicht?

Keine Frage - eine reife Beziehung basiert auf gegenseitiger Achtung, sie lebt davon, sich auf Augenhöhe zu begegnen. Aber: Sind die eingangs geschilderten Menschen zu sehr auf eine Rolle gedrillt, die auf gesellschaftlichen, erzieherischen und anderen Rollenverschulungen beruhen...ist Weiblichkeit und Männlichkeit definierbar? Also, nicht Unterwerfung und Dominanz als weibliches und männliches Prinzip, sondern Hingabe und das Geben von Geborgenheit etc. Beschreibt mir Euere Sichtweise und Euere Einstellung. Graf Dracula
 
S

Signor Rossi

Gast
  • #2
Mein bester Freund und seine Frau haben sich immer bemüht, das traditionelle Rollenmuster zu überwinden und bzgl. Arbeit und Familie (2 Kinder) alles so gut es ging geteilt. Er hat z.B. nur vier Tage in der Woche gearbeitet, sie halbtags.
Eines Tages hat er mich angerufen und mir erzählt, dass er auf dem Weg zur Arbeit die ganze Zeit heulen musste, weil er nicht mehr konnte.
Denke ich jetzt, dass er ein Weichei ist? Nein, ich denke, er ist hart im nehmen.

Das Paradox in dem sich der moderne Mann befindet, ist das einerseits, auch von der modernen Frau, eher traditionelle Erwartungen an ihn gestellt werden, wie man ja auch hier immer wieder lesen kann (Macker, Geldverdiener, Ärmelaufkrempler, möglichst höherer sozialer Status). Andererseits wird von ihm erwartet, und das auch zu recht, dass er ein liebevoller Vater ist, und zwar nicht nur am Wochenende, und einen angemessenen Teil der Erziehung und Haushaltsführung übernimmt. Weil die moderne Frau nämlich meist genauso wenig Lust hat wie er, die ganze Woche zu Hause zu verbringen, insbesondere wenn sie eine akademische Ausbildung genossen hat.

Diese beiden Rollenbilder irgendwie in sich zu vereinen, so dass sich etwas stimmiges ergibt, das ist die große Kunst. Und nichts für Weicheier ;-)

Würde ich mir das geben wollen? Nein!
Hätte ich gerne eine Frau, die die ganze Woche zu hause auf die Kinder aufpasst? Nein!
Was dann?
ich würde gerne auf die Kinder aufpassen und sie geht arbeiten. Aber das ist ja wieder schon zu emanzipiert und "das geht ja gar nicht" ;-)
 
  • #3
Guten Morgen,
sehr schöne Frage, damit beschäftige ich mich auch zur Zeit.
In manchen ähnlichen Fragen hier im Forum merke ich, dass Frauen argumentieren, sie seien emanzipiert, guter Job ... und dem seien die Männer nicht gewachsen...

Das habe ich in meiner Ehe auch erlebt, je mehr ich meinen beruflichen verantwortlichen Weg gegangen bin, desto mehr Schwierigkeiten hatte mein Exmann damit und das führte dann zu 'männlichem Versagen'.
Jetzt wäre es aber für mich zu einfach zu sagen, die Männer kämen mit uns starken Frauen nicht zurecht. Das stimmt ja so nicht.
Ich meine, es ist wichtig, dass jeder lernt, sich zu seinem weiblichen/männlichen Prinzip zu bekennen.
Das war das Schwierigste für mich, aber nachdem ich abgehakt habe: die Männer kommen nicht klar, sondern mir sage (und es fühle) ich mag Männer, denn sie sind anders und mich um meine eigene Weiblichkeit endlich kümmere, fange ich an zu spüren, was den Unterschied ausmacht.
Der 'Knackpunkt' war für mich der Sex. Beruflich etc. stehe ich meine Frau, aber das Spiel beim Sex ist ja doch anders - da kann ich als emanzipierte Frau aktiv mitmachen, mich auch äußern... aber ihm gebührt doch die männliche Rolle (und mir die weibliche), damit es 'stimmt'.

Und zwischen diesen Rollen zu wechseln, damit tun sich meiner Erfahrung nach die Männer noch schwerer als wir Frauen (vielleicht können das aber auch manche Frauen nicht?)

Hingabe ist für mich das Schlüsselwort. So viel fürs erste.

Bin gespannt, wie's hier weiter geht.
 
G

Gast

Gast
  • #4
[gekürzt - rassistische Äußerungen nicht erlaubt - MOD]
Man weiß dort - Emanzipation hat mit Gleichberechtigung zu tun - und Gentleman sein hat mit gutem Benehmen zu tun.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Zickensklaven :
Aber weshalb laufen Männer sehenden Auges ins Messer und verharren trotz Demütigung und beständigem Liebesentzug.....

Ich kann nur vermuten (Hypothese würd ichs nicht nennen)
Die Natur muss angesichts der Emanzipation ein neues Gleichgewicht herstellen. Mal abwarten ob sich Zicken oder Nicht-Zicken im Laufe der nächsten Generationen durchsetzen werden.
Leider ist der Zeithorizont noch weiter als beim Klimawandel entfernt, so dass wir die Antwort der Natur nicht mehr erfahren werden.
 
A

anoki

Gast
  • #6
Die Frage ist etwas konfus. Der Titel suggeriert einen Zusammenhang zwischen Emanzipation und Verweichlichung, ohne das später zu belegen. Im Text kommt dann die Frage zur Definierbarkeit von männlichen / weiblichen Rollen. Und das Ganze könnte noch einen nationalen Bezug haben. Oder auch nicht...


Hinsichtlich der Arbeitsteilung in der Familie wäre es gut, wenn beide gleichermaßen in die Kindererziehung einbezogen werden. Leider steht dem oft eine unflexible Arbeitswelt entgegen.

In der Gesellschaft ist es die Frage, welches Männer/Frauenbild tragen wir in uns [Erziehung] und wollen wir das verändern... wer von klein auf darauf gedrillt ist,
- der "Macker" zu sein und urdeutsche Unterschichtsideale vom harten Mann verinnerlicht hat [inkl. Homophobie und übersteigerten Männlichkeitserwartungen]
- oder ein traditionell türkisches Rollverständnis mit bringt [Ehre vor Menschlichkeit]
- oder ein arabisches / asiatisches / christlich fundamentalistisches ...
dem fällt es schwer, eine emanzipierte Frau zu akzeptieren.

Eine Beziehung so zu leben, als gäbe es diese Konditionierung nicht, wird auf Dauer nicht funktionieren. Aber trotzdem kann man diese auch ein Stück weit ändern, wenn man sich ihrer bewußt wird. Das geht aber nur, wenn es beide wollen. Wenn er Angst hat, in der Umkleidekabine der Altherrenmannschaft als Warmduscher verunglimpft zu werden, weil er nur noch Teilzeit arbeitet und für seine Kinder da ist, hat er natürlich ein Problem.

Sie: "Sei ein Mann und hör endlich auf, dich immer von mir bestimmen zu lassen!"
Er: "Ja, Schatz."
 
G

Gast

Gast
  • #7
Die Rollenveränderungen, denen wir in unserem Gesellschaftssystem seit einigen Jahrzehnten unterworfen sind, sind für beide Geschlechter schwierig. Darüber, wie sich die weibliche Rolle verändert hat, ist öffentlich diskutiert worden bis zum Geht-nicht-Mehr, die Veränderungen für Männer hingegen fallen im Vergleich dazu ein bißchen unter den Tisch. "Frauen zu emanzipiert und Männer verweichlicht" stimmt für mich nicht, sondern eher auf beiden Seiten große Verunsicherung, wie mit den veränderten Anforderungen umgegangen werden kann. Auf der individuellen Ebene geht es für mich darum, Verständnis für unterschiedliche Rollen zu entwickeln und zu gegenseitiger Unterstützung zu finden.
 
G

Gast

Gast
  • #8
Ich denke, dass sich die moderne Frau im gleichen Paradox befindet wie der Mann, wie das in #1 beschrieben wurde.
Für mich ist die Konsequenz, mir genau zu überlegen, wo Erwartungen und Wünsche herkommen: dreh ich im Job auf, weil ich das selber genau so will, oder weil die "moderne Frau" das eben so macht? Würde ich die umgekehrte Rollenverteilung (Mann zu hause, Frau geht arbeiten) ablehnen, weil sich das nicht gehört, oder weil ich das selbst nicht wünsche?
 
G

Gast

Gast
  • #9
siri

#8 ....wieder mal eine Antwort zu der ich zu gerne das Profil kennen würde - um es zu umgehen. Wenn ich löschen geschrieben hätte, wäre es vermutlich unlesbar gemacht worden....
 
G

Gast

Gast
  • #10
@ 9 siri von der 8

was genau passt dir denn an meiner meinung nicht? was ist daran falsch?
mein profil möchtest du gerne kennen? du würdest wahrscheinlich sogar zu denen zählen, die mir eine partneranfrage schicken würden ;-)
 
  • #11
Von der klassischen Rollenverteilung halte ich persönlich eigentlich nichts. Mag sein dass das daran liegt das ich diese bei meinen Eltern auch nicht wirklich vorhanden war.
Eine Hausfrau brauche und will ich auch nicht, eine Frau die ihren Weg beruflich geht und dabei auch noch erfolgreich ist da für mich persönlich einfach deutlich attraktiver.
Generell denke ich das sich die Menschen zu viel Gedanken um irgendwelche Rollenverteilungen machen, es sollte sich einfach jeder genau selbst überlegen wie er leben muss um glücklich zu sein.

Alex
7E21CB57
 
S

Stefan

Gast
  • #12
@8 du bist da sehr emotional bei der Sache. Betrifft dich das in irgend einer Weise selber?

Gerade das Posting von @2 habe ich gut gefunden.
Devot ist das nicht, eher einfühlsam. Ich habe eher den Eindruck das ist eine Frau die die ganze Sache aus Sicht des Mannes zu sehen versucht.
Das solltest du bei den Frauen auch einmal versuchen.
 
G

Gast

Gast
  • #13
@#8
Ich möchte Dir hier ausdrücklich zur Seite stehen und stimme Deiner Meinung voll und ganz zu.

[gekürzt - Anfeindungen und rassistische Äußerungen nicht erlaubt - MOD]
 
G

Gast

Gast
  • #14
siri
#10

veränderst du deine Wortwahl und Aussagen wenn du nicht im anonymen Forum schreibst? Das ist zu befürchten und läßt mich noch! vorsichtiger beim Kennenlernen werden!

Es wäre nicht tragisch, wenn wir aufeinander treffen würden. Ich würde dir nicht gefallen.
 
G

Gast

Gast
  • #15
Männer und Frauen!
Schlagt Euch hier nicht postalisch den Schädel ein...habe es schon im Sinne von Janima, #2, gemeint...
Empfinden, hingeben und sich geborgen fühlen können, ebenso wie Wärme und Geborgenheit geben zu können...
Weiter, weiter, ich möchte wissen: Was ist weiblich, was ist männlich?
Graf Dracula
 
G

Gast

Gast
  • #16
Ich denke, dass viele Frauen in ihrer Kindheit aufgrund emotional abwesender, distanzierten Vätern sich deren Liebe jeweils über Leistung oder funtionieren müssen quasi earbeiten mussten. Sie bekamen selten die Liebe, Geborgenheit u. Anerkennung um ihrer selbst Willen. Die erste Liebe im Leben einer Tochter ist der Vater. Sie liebt in von Anfang an bedingungslos. Spiegelt er sie nicht,
fühlt sie sich verlassen, ihr Selbswertgefühl leidet im spätern Leben darunter mit: ich bin nichts wert. Das Grundvertrauen zur männlichen Welt ist dann gestört. Grundvertrauen ist aber für die Entwicklung eines gesunden Selbstbewusstsein eine Grundvoraussetzung, um Stärken und Schwächen ( Nähe zulassen etc.) an sich u. später am Partner anzuerkennen mit: so wie ich bin, bin ich gut.
Andererseits übernahmen die Mütter die Rolle, ihre Kinder zu überbehüten, sie an sich zu binden.
Aus dieser Konstellation heraus - so glaube ich- betrachten viele Frauen >40 J. ihre Partner
durch die Brille ihrer Mütter und haben ihm ihr Vaterbild aufgesetzt. Aber der Partner kann niemals den Vater ersetzen, denn er ist ja anders. Unterbewusst soll er ihr das geben, was sie
u.U. von ihrem Vater nicht erhielt: Anerkennung, Geborgenheit etc.Er kann ihr das auch nicht geben, wird aber stellvertretend dafür verantwortlich gemacht. Sie fühlt sich verlassen und
wertet ihren Partner unbewusst ab ( Er ist schwach, zu verweiblicht).
Dieses Fehlen an Anerkennung wird dann versucht durch Arbeit, Freizeitaktivitäten zu kompensieren, denn abhängig vom Partner zu sein, also Nähe zu zeigen, bedeutet verletzbar zu sein und das macht Angst.
Die repressiven Erziehungsstile vor 40 und mehr Jahren waren darauf angelegt keine Schwäche
zu zulassen.

Deshalb gibt Mann/Frau sich betont emanzipiert oder unabhängig, um ja nicht den Verdacht aufkommen zu lassen, Nähe zeigend zu suchen. Wer das signalisiert, wird als schwach empfunden.
 
G

Gast

Gast
  • #17
@8+16

[gekürzt - persönliche Beleidigungen und Anfeindungen nicht erlaubt - MOD]. Deine Mitmenschen sind für Dich nur Objekte,
die man verführt, ausbeutet und wenn sie Deinen Nutzen erfüllt haben, wegschmeißt. [MOD]
 
G

Gast

Gast
  • #18
hier ist die 8 + 16

@ 17
naja, reichlich die hälfte von dem was du schreibst ist richtig, aber den psychovortrag spar ich mir jetzt mal ;-)
die grundtendenz stimmt immerhin: [mod]

@ 18
[mod].

@ 19
[mod]
zynisch bin ich nicht, nur lernfähig. als junger mann vor 20 jahren war ich einer von den
"netten" und hätte mich falls es damals schon internet gegeben hätte auch über die [mod] frauen in so einem forum beklagt. man verändert sich mit der zeit und wird dann jemand, den man wahrscheinlich als junger mensch zum kotzen gefunden hätte. aber was solls, ich kann schlecht ein leben lang rumjammern und mich über die realität beschweren, oder ich passe mich eben an. die [mod] nennen das abspaltung. ;-)
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
MOD: Du solltest schnellst möglich an deinem Ton arbeiten.
 
G

Gast

Gast
  • #19
[mod]

@2: ehrlich und authentisch, mutig und angemessen. So sehe ich dieses Posting.

@Siri: doch, doch, den Bruder sollte man, vielmehr frau, kennen lernen. Um ihm die Hammelbeine lang zu ziehen, hehe. Habe ich, offengestanden, allerdings auch keine Lust zu, die Zeiten der Zeitverschwendung sind vorbei. Wie sagte meine Mutter immer: "Andere Mütter haben schönere Söhne". Zum Glück. Herzlichen Gruß, Amanda.
 
G

Gast

Gast
  • #20
Lisa
Na klar Graf Dracula, ist Männlichkeit und Weiblichkeit definierbar - begebe dich in die entsprechenden Threads - was ist ein Mann oder was macht eine Frau aus - da kannst du alles sehr ausführlich nachlesen!
 
G

Gast

Gast
  • #21
@22: Liebe Lisl, das hätte ich schon getan, wenn ich nur das gewollt hätte...will es aber hier wissen (!)...hätte mich auch gefreut, wenn Du wenigstens ein statement dazu dagelassen hättest.
Mag Dich aber, Lisl....
Graf Dracula
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Top