• #1

Sind die "Schmetterlinge" meistens beidseitig?

Moin,

wie geht euch das, wenn ihr euch ein erstes Mal trefft:
Ist es häufig, dass gleich von beiden Seiten die "Chemie" stimmt, man sich gegenseitig nicht mehr aus den Augen lassen kann, nach dem ersten Treffen die Mails hin und her fliegen, man es gar nicht abwarten kann, den anderen wiederzusehen? Ist nur das eine gute Ausgangssituation für "mehr"?
Oder ist das meistens erst mal einseitig, der/die andere braucht ein paar Treffen, um sich darüber klar zu werden, dass daraus "mehr" werden könnte?
Als Mann tendiere ich vielleicht zu der Sichtweise, dass es - wenn einen die Dame nicht sowieso abtörnt - nicht schaden kann, erstmal miteinander ein bisschen intim zu werden, bevor man über die weitere Entwicklung entscheidet, auch wenn die "Schmetterlinge" nicht von Anfang an da sind, oder auch nach einem weiteren Treffen noch nicht. Was mir daran nicht gefällt, ist, dass man zumindest als Mann damit ein Stück weit "so tun muss als ob" - sonst kommt es ja gar nicht so weit.
Wie sehen das die Damen - gehen sie davon aus, dass der Mann nach dem ersten Treffen ehrlich "hin und weg" sein sollte? Kalkulieren sie die oben erwähnte "männliche" Sichtweise als "zu erwartende Strategie" mit ein?

manchmal
 
  • #2
Nein, ich kalkuliere die oben erwähnte "männliche Sichtweise" nicht so ein. Aber ich glaube, ich sollte es besser tun. Um nicht auf den Nächsten hereinzufallen...

Wenn ich hin und weg von dem Mann bin, dann schaue ich natürlich auf eventuelle Zeichen, ob es bei ihm auch so sein könnte...

Und wenn dann einer schauspielert, naja, es kann sein, dass ich es merke oder aber vor lauter Verliebtheit nicht checke....und umso böser ist dann das Erwachen.

Damit würde man mir schlicht weh tun....Früher oder später...
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #3
Wie sehen das die Damen - gehen sie davon aus, dass der Mann nach dem ersten Treffen ehrlich "hin und weg" sein sollte? Kalkulieren sie die oben erwähnte "männliche" Sichtweise als "zu erwartende Strategie" mit ein?
Schmetterlinge sind überschätzt und entstehen aus einem sexuellen Anziehungspunkt und dem irrationalen Glauben einen Seelenverwandten getroffen zu haben.
Schmetterlinge sind dann besonders aktiv wenn:
- der Mangel vorher besonders groß war
das heisst: je mehr Dates ein Mann hat..je mehr Sex, desto unwahrscheinlicher ist es das die Schmetterlinge fliegen bei einer x beliebigen Frau. Da muss es schon sehr einer optischen Zielvorgabe nahe kommen, das Objekt der Begierde..oder irgendwelche tiefliegenden Knöpfe ( Kindheit etc. ) drücken.
Ich finde es total albern das jeder immer nach Schmetterlingen Ausschau hält. Erstmal unterhalten und schauen ob grundsätzliche Anschauungen passen, schauen ob körperlich eine Anziehung möglich wäre und dann möglichst viele schöne Dinge machen zusammen und abwarten ob sich etwas entwickelt.
nicht schaden kann, erstmal miteinander ein bisschen intim zu werden
Wasch mich aber mach mich nicht nass...schon klar.
Intim ist intim.
Entweder man öffnet sich seelisch und körperlich und lebt den Rausch..oder man hat körperlichen Sex und beobachtet sich selbst und den anderen, mit analytischen Kommentaren dabei.
Was mir daran nicht gefällt, ist, dass man zumindest als Mann damit ein Stück weit "so tun muss als ob" - sonst kommt es ja gar nicht so weit.
Das verhindert zu 99% dein eigenes Verlieben, weil du manipulierst und nicht echt bist. Die Frau verliebt sich entweder in den Schauspieler ( dann fühlst du dich nicht gemeint..)
oder gar nicht..weil sie dich in Wahrheit auch nicht sieht.
Im schlechtesten Fall bleibt ein schales Gefühl.
Warum ist den Sex so wichtig, das er unbedingt mit fast Unbekannten gelebt werden muss?
Was ist mit Fantasie und Selbstbefriedigung?
Braucht es da unbedingt einen anderen Körper zum Abreagieren.
Ich versteh es nicht
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #4
Ich versteh Deine Frage nicht so ganz. Was meinst Du denn mit "ein bisschen intim werden"?

Ich bin jemand, der eh länger braucht, um sich zu öffnen., Mit mir muss Mann sich öfter schreiben. Und dann auch öfter daten. Bevor irgendetwas anderes passiert.
 
  • #5
Das hängt meiner Meinung vom Typ Mensch ab. Es gibt hier Schreiber/innen, die auf gar keinen Fall beim ersten Treffen Schmetterlinge im Bauch haben. Ich bin ein Typ, der sofort weiß, ob oder ob nicht. Das kann stärker oder schwächer sein, aber ich entscheide wirklich in den ersten Sekunden, ob ich eventuell Interesse habe.
Wenn man so tickt, klingt Deine Aussage, dass sich bei Dir die Schmetterlinge erst entwickeln, wenn Du es vom Kopf her zulässt, also nach dem Sex, berechnend und ich versteh auch sowas nicht wirklich.

Es ist klar, dass man nicht sofort eine Beziehung mit der Person will, da würde ich nie anderer Meinung sein. Und ich finde schon wichtig, dass es auch sexuell hinhaut. Aber die Schmetterlinge könnte ich nicht unterdrücken. Das wäre die Voraussetzung, Sex zu wollen, wenn man jetzt kein ONS-Typ ist.

Wie sehen das die Damen - gehen sie davon aus, dass der Mann nach dem ersten Treffen ehrlich "hin und weg" sein sollte?
Meine Eitelkeit würde sich das wünschen, eben weil es bei mir auch so sein würde, dass ich zumindest sehr angetan wäre.
 
  • #6
Als Mann tendiere ich vielleicht zu der Sichtweise, dass es - wenn einen die Dame nicht sowieso abtörnt - nicht schaden kann, erstmal miteinander ein bisschen intim zu werden, bevor man über die weitere Entwicklung entscheidet, auch wenn die "Schmetterlinge" nicht von Anfang an da sind, oder auch nach einem weiteren Treffen noch nicht.
Ich sehe das ganz entgegen gesetzt. Wenn dich die Frau nicht begeistert, selbst noch nicht beim zweiten Date, dann lass' es einfach bleiben. Klar, damit kommst du auf weniger "Intimitäten", als wenn du das Büffett der Single Damen körperlich mal durchprobierst auf der Schmetterlingssuche. Aber von mir, als Frau, ganz klar: Ich will nicht mehr mit jemandem rummachen, der nicht ehrlich begeistert ist von mir und noch nicht weiss, ob er überhaupt etwas fühlt für mich. Dieses Lauwarme, Leidenschaftslose, dieses "Ausprobieren" ist mir zuwider. Es nimmt der Sexualität die Bedeutung, macht sie beliebig, wahllos und nimmt ihr damit das Intime.
 
  • #7
Moin und danke,

ihr versucht zu helfen, auf meine wahrscheinlich zu wacklig gestellte "wasch mich aber mach mich nicht nass" ;) -Frage hin. Ich möchte mich also ein bisschen besser erklären:

Es geht mir sicher nicht um möglichst viele Intimitäten mit möglichst vielen Damen. Ich sehe mich nur leider zwei Szenarien gegenüber, die in dieser Hinsicht beide nicht einfach sind (lassen wir mal die beiseite, bei denen sie oder ich sich einfach gar kein Interesse an einem näheren Kennenlernen haben, weil es "nicht passt"):

Entweder sie ist offensichtlich interessiert, ich bin mir aber noch unsicher, ob ich mich in sie verlieben könnte. Das wäre der Fall, in dem ich den Kontakt nicht voreilig aufgeben möchte. Ich meine dann, es würde die Dame zu sehr vor den Kopf stoßen, wenn ich zu zögerlich aufträte und den Dingen nicht ihren Lauf ließe. Um meinen Ruf zu retten, muss ich dazu sagen, dass ich dann meistens doch die Reißleine ziehe, bevor es zu ernst wird.
Oder - das ist aber sehr selten - ich bin mir schon bei den ersten Treffen ganz sicher, dass ich gerne eine ernsthafte Beziehung mit ihr hätte; wir treffen uns einige Male, und dann kommt "irgendwas" dazwischen, sie meldet sich selten, Ex taucht auf, Freundschaftsschiene usw.. Ich interpretiere das dann so, dass ihre Anfangsbegeisterung eben doch nicht ausgereicht hat, sie sich nur aus einem eher oberflächlichen Interesse heraus ein paar Mal mit mir getroffen hat etc..

Mir ist bewusst, dass sich das sehr unoriginell anhört, so ziemlich das alte "die, die mich mögen, mag ich nicht"... daher eben meine Frage, wie realistisch es ist, auf beiderseitige starke Anziehung beim ersten Kennenlernen zu hoffen.

manchmal
 
  • #8
Beidseitige Verliebtheit? Wo findet man sowas? Diesem Ideal jage ich seit Teenagerzeiten vergeblich nach. Folglich war ich immer Single.

Zweimal gab's sowas wie beidseitiges zaghaftes Anfangsinteresse...es reichte aber jeweils nicht für eine Beziehung.

Wie sehen das die Damen - gehen sie davon aus, dass der Mann nach dem ersten Treffen ehrlich "hin und weg" sein sollte? Kalkulieren sie die oben erwähnte "männliche" Sichtweise als "zu erwartende Strategie" mit ein?

Mir ist klar, dass gerade im Online-Bereich viel geschauspielert wird. Die Konsequenz, die ich daraus ziehe, lautet: kein Online-Dating und generell keine Treffen mit Männern, die spürbar verzweifelt auf der Suche sind. Je verzweifelter ein Mann ist, desto eher wird er zu unlauteren Mitteln greifen, um sein Ziel zu erreichen.

Vor Süßholzrasplern nehme ich genauso Reißaus wie vor nüchtern-pragmatischen Typen, die auftreten, als sähen sie in einer Partnerin nur eine formal adäquate Besetzung für eine "vakante Position" in ihrem Leben.

Die "Schuld" für die Unehrlichkeit mancher Männer sehe ich allerdings auch ein Stück weit bei den Frauen, bzw. bei einem bestimmten Teil der Frauenwelt. Ein auf dem Partnermarkt häufig vertretener pseudo-selbstbewusster Frauentypus, der 1. extrem auf Schmeicheleien anspringt und 2. vom Mann erwartet, das Kennenlernen quasi im Alleingang zu wuppen, erzieht die Männerwelt zu Blendern. Um bei solchen Frauen zu landen, MUSS man schauspielern. Die suchen in einem Mann letztlich nur den Spiegel, der ihnen versichert: "Du bist die Schönste im ganzen Land". Diese Rolle kann nur ein seelisch unreifer Mann ausfüllen - oder ein Schauspieler.

Ich spreche hier wohlgemerkt nicht von dem völligen normalen Bedürfnis nach Spiegelung der eigenen Gefühle, sondern von Frauen, die den Mann komplett auf die Rolle des Bewunderers reduzieren. Begehrt und geliebt werden will ich auch, aber 1. will ich auch Liebe zurückgeben und 2. erwarte ich nicht, dass ein Mann sich sofort verliebt. Wenn ein Mann nach und nach Gefühle für mich entwickelt, finde ich das sogar viel wertvoller.

Worauf ich aber allergisch reagiere: wenn ein Mann, der (noch) nichts empfindet, es "mal versuchen" will (sexuell oder sogar mit einer Beziehung). Er darf sich gerne Zeit lassen - aber ohne Verliebtheit von BEIDEN Seiten will ich weder Sex noch halbgare Beziehungsexperimente.
 
  • #9
daher eben meine Frage, wie realistisch es ist, auf beiderseitige starke Anziehung beim ersten Kennenlernen zu hoffen.
Nach meiner persönlichen Einschätzung ist das extrem unrealistisch.
Weil es schon unrealistisch ist, dass überhaupt einer der beiden beim ersten Date eine starke Anziehung empfindet.

Ich habe es schon zwei oder dreimal hier erzählt, aber da immer neue Leser hinzukommen, hier noch einmal:
Innerhalb von drei Jahren haben mich auf drei Partnerbörsen etwa 10.000 Männer angeschrieben, davon habe ich jedem zehnten erstmal positiv geantwortet und es gab wenige Nachrichtenwechsel.
Davon mit der Hälfte etwas längere Wechsel mit anschließendem Telefonat ( wir sind jetzt also bei 500 ).
Mit ca. 100 habe ich mich dann getroffen.
Das waren schon die, die ich soweit richtig gut fand, sonst hätte ich mich ja nicht getroffen.
Und auch so kam ich im Schnitt auf ein erstes Date etwa alle zwei Wochen.
Das ist wohl der entscheidende Unterscheid zwischen Männern und Frauen in Singlebörsen, die Männer müssen einfach alle Angebote annehmen, weil sie so wenige erhalten, Frauen eben nicht.

Von diesen 100 Männern wollte ich 90 ganz sicher nicht wiedersehen, 10 habe ich ein zweites mal getroffen, aber nur bei dreien hatte ich beim ersten date sowas wie Schmetterlinge oder sagen wir, die fand ich wirklich toll, habe beim Date die ganze Zeit gelächelt, hing an ihren Lippen etc.
Mit zweien davon hatte ich kurze Beziehungen, der dritte ist mein Freund.

Von den hundert Männern, die ich getroffen habe, haben viele gelächelt und an meinen Lippen gehangen. Wieviel davon das vorgespielt haben wie Herr manchmal, um mich ins Bett zu kriegen, weiß ich nicht.
Ich bin leider nicht gut im Lügnerentlarven.
Aber da ich keinen Mann brauche, erst recht keinen Sex mit einem Beliebigen, laufe ich nicht Gefahr, probegefahren zu werden.

w 49
 
  • #10
Ich denke das ist zu 50% nicht geschlechtsspezifisch sondern Typ- und Chemie. Die anderen 50% sind durch Erziehung, Erwartungen etc. gesteuert. Beides ist nicht zu trennen da ein Gefühl nicht nur entstehen muss (Chemie), die Person muss es auch zulassen damit es wachsen kann und nicht (bewusst) oder (unbewusst) unterdrückt wird.

Meiner persönlichen Erfahrungen nach ist es im RL im Bezug auf Schmetterlinge meist genau andersherum wie bei Bastei Lübbe. Bevor etwas "passiert" sind jenseits des Teenager Alters "Verschossenheit" und "Schmetterlinge" (impuls- bzw. instinktgesteuerte Begeisterung für einen anderen) bei Männern viel häufiger zu finden als bei Frauen.

Ist ja auch logisch - Beide Geschlechter schätzen zwar äußere Schlüsselmerkmale beim anderen Geschlecht aber bei Männern reicht das alleine schon aus um sich zu verlieben. Bei Frauen meist nicht, da sie in der Pubertät lernen diesen "Urinstinkt" über Verhaltenskontrolle zu konditionieren. Damit verlieren Sie aber auch sukzessive an Offenheit (Naivität) die es braucht damit Schmetterlinge fliegen.

Einem Schlüsselreiz folgen geht in einem Date - einen Benchmark durchführen nicht.

Wäre es anders würden Frauen nicht so lange Listen an Qualitäten haben die ein Mann erfüllen muss damit sie sich ihn "ihn" verlieben können.

Eine Trennung in Versorger und Liebhabertypen gäbe es bei Frauen wahrscheinlich auch nicht.
(Männer trennen bei den Schmetterlingen auch nicht in gebärfähiges Becken und andere...) Frauen würden Männer die Ihnen gefallen dann einfach ansprechen, statt rational taktische Vorteile daraus ziehen zu wollen das sie abwarten...

Männer bleiben in Sachen "Schmetterlinge" oft - nicht immer - Ihr Leben lang unkonditioniert. Daraus folgt das einer sich mit 18 oft noch genauso schnell verlieben kann wie mit 80. Liebeserfahrungen und bessere Selbsteinschätzung im höheren Alter verhindern also nicht die Schmetterlinge - der Mann hat ja in den formativen Jahren nicht gelernt dieser Gefühl über "quality gates" zu steuern bzw zu unterdrücken.

Bei Frauen nimmt die Wahrscheinlichkeit für Schmetterlinge, ausser bei ewigen girlies, eemnach mit dem Lebensalter ab.

Die inneren rationalen Barrieren (zu klein; zu arm; zu ungebildet etc.) die ein Schmetterling bei einer Frau überfliegen muss bevor das Gefühl zugelassen wird werden im Laufe der Zeit ja mehr und nicht weniger.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #11
Naja also so läuft es drauf raus, dass du mit den Frauen schlafen wirst, die du nicht so toll findest, sie dich aber...
Tja..dann sind diese wohl irgendwann verliebt und du hast Sex mit einer Frau, die du nicht abstoßend findest.
Klingt jetzt nicht nach einem super Plan.
Zumal Männer sich beim Sex eigentlich eh nicht verlieben...
Vielleicht solltest du dann eher die Frauen begeistern, die du eh toll fandest. Wenn sie dich ein paarmal getroffen haben, kannst du ja kein Nogo sein.
 
  • #12
Ich kenne beides: den coup de foudre, der dann meist auf beiden Seiten gleichzeitig einschlug. Aber auch das Gefühl, der ist ja ganz nett, aber …

Genau zweimal habe ich dieses tolle Erlebnis des Blitz-Einschlagens erlebt, wir standen uns gegenüber und wussten sofort: der/die is’es! Das hat dann aber nicht angehalten und verflog nach ein paar Wochen/Monaten.

Ging es mir aber so, dass ich erst einmal dachte, »… na ja, ganz nett; nicht unbedingt mein Fall; aber ausbaufähig …«, wurde (ebenfalls zweimal) eine richtig lange, schöne Beziehung daraus. In der ich so nach und nach die aufregenden und absolut passenden Seiten entdeckte - das lief dann bei »ihm« ähnlich ab.

Und natürlich kenne ich auch die einseitig (bei mir, sic!) aufflammende, nennen wir es mal »Begeisterung«. Ohne den anderen - und das kann ja nicht gut enden.

Verstellen würde ich mich nie, schon gar nicht in der Absicht, den anderen nicht zu enttäuschen.
 
  • #13
Niemals intim werden! Erst intim zu werden, schadet enorm! Fast alle Männer, die mit einem ins Bett springen, sind One-Night-Stands oder Affäremänner. Frauen wissen das!

Auch ich weiß das und halte mich dann aus Selbstschutz emotional zurück, mich in den Mann zu verlieben. Never ever verliebe ich mich dann, da ist mein Selbstschutz zu groß, die Enttäuschung hinterher zu immens. Auch im Zweifelsfall hast du dann eine Verehrerin, die du nicht einfach so nach dem Sex wegwerfen kannst! Oder noch schlimmer: du hast ihr ein Kind gemacht in der ersten Nacht.

Ich habe nichts dagegen, wenn es erotisch passt, intim zu werden, ich bin ja kein kleines Mädel mehr, aber dann halte ich mit meinen Gefühlen komplett zurück und hake den Mann innerlich für längerem schon ab. Ich kann auch durchaus nur so Sex genießen. Wo ist das Problem? Anderen Frauen geht es genauso. Hallo? Aufwachen aus deiner Mittelalterwelt und mal ein neues Bild über die Frau aneignen!
Ich bin aber so reif zu wissen, er ist nach dem Intermezzo meist schnell weg. Trifft zu 100 % immer zu.

Ein Mann mit langfristigem Beziehungsinteresse, der hat riesen Angst, was falsch zu machen. Er wägt alles dreifach ab und braucht von sich aus schon längeren Anlauf (Frauenerfahrung). Du bist ein Mann und weißt daher nicht, wie alle andere Männern im Zusammensein mit einer Frau reagieren. Frauen haben aber diese Erfahrung mit einer Vielzahl von Männern schon durchgemacht. Deswegen kann ich dir nur sagen und raten, lass als Mann die Finger davon, zu schnell ranzugehen, nur um zu sehen, ob der Sex Spaß macht. Auch dir zu Liebe. Welche Steigerung kommt denn danach, wenn du die Frau im Bett hattest? Meist ist das Interesse der Männer dann auch ein Stück weit gesunken/normalisiert.

Beziehung bedeutet = es ist wichtig, was er im Kopf hat, welches Weltbild und welchen Humor. Passt das nicht, ist der Mann nichts zum Verlieben.

Schmetterlinge entstehen bei mir, wenn ich das reine Zusammensein vor dem Sex mit dem Mann genießen kann. Wenn alles spaßig und humorvoll ist. Wenn es knistert bei zufälligen Berührungen. Wenn man dazu seine Freizeit gerne miteinander verbringt (nicht nur ein Diskoabend nach einem Vollrausch). Sehr selten sowas. Wenn das zutrifft, dann dauert es mit dem Sex auch nicht lange. Also sattel das Pferd nicht von hinten auf, indem du rein auf Sex abzielt.
 
  • #14
In mein
Beidseitige Verliebtheit? Wo findet man sowas? Diesem Ideal jage ich seit Teenagerzeiten vergeblich nach. Folglich war ich immer Single.
.

Also ich kenne es aus meinem Leben gar nicht anders, als dass die Verliebtheit immer beidseitig war. Wenn dem nicht so wäre, sprich, nur ich verliebt wäre und der andere nicht, wäre genau dieser Umstand der Grund dafür, dass sich meine Gefühle sofort wieder abkühlen. Ich hatte - außer als ich 14 war - noch nie einseitige Gefühle für jemanden.
Beidseitige Verliebtheit ist für mich die Grundlage, überhaupt intim mit jemandem zu werden, vorher findet das überhaupt nicht statt.
Bei mir hat das auch nie super lange gedauert. Ich bin keine Freundin von wochenlangem herantasten und austesten. Entweder es funkt gleich, oder nicht. Das merkt man doch irgendwie. Ich weiß, dass es viele Menschen gibt, die das nicht merken, aber das kann ich nicht so gut nachvollziehen.

Moin und danke,

Ich meine dann, es würde die Dame zu sehr vor den Kopf stoßen, wenn ich zu zögerlich aufträte und den Dingen nicht ihren Lauf ließe.

Das kannst du stecken lassen, lieber @manchmal . Das ist doch Mitleid. Du machst mit der Dame weiter, aus Mitleid, weil du sie nicht vor den Kopf stoßen willst. Das braucht doch niemand. Wenn ich dahinter kommen würde, wäre ich echt richtig sauer auf dich, das würde mich extrem in meinem Stolz verletzen. Denn zum Schluss würde sich ja herausstellen, dass du gar nichts willst. Das kannste doch gleich sein lassen.
 
  • #15
Ich kenne es so, dass "Schmetterlinge", wenn welche da sind, beidseitig sind - so war es bei mir, aber solche Fälle gab es selten.
Es schadet also natürlich nicht, auch jemanden abzuchecken, mit dem es eher nur ein paar Raupen sind ;) .
Und, @manchmal , du hast schon recht, dass es dazu auch gut ist, "ein bisschen intim" zu werden (den Ausdruck finde ich drollig!), aber wie genau man da als Mann vorgehen soll, hängt halt auch von der Frau ab. Ich zB fühle mich eher leicht abgestoßen, wenn jemand, bei dem ich selbst keine Schmetterlinge im Bauch habe, so extrem verliebt rumtut - das, was ich "romantisch" und "süß" und weiß der Geier was finde, wenn ich selbst total verliebt bin, kommt mir dann eher "klebrig" vor, also treibt mich eher in die Flucht als zu weiterer Annäherung treibt. Andererseits gibt es auch Frauen, bei denen man sich als Mann wohl wirklich ziemlich reinhängen, dh, gegebenenfalls auch schauspielern muss, bevor man sie ins Bett kriegt. Also geh es halt einfach mal gelassen an und entscheide situationsabhängig, was geboten scheint.
 
  • #16
Moin,

naja, es geht hier nicht um meine Unehrlichkeit. Ich bin fast nie unehrlich, in manchen Bereichen - so in diesem Aspekt des Onlinedatings - bin ich mir unsicher. Das gefällt mir dann aber auch nicht, deswegen versuche ich mir z.B. hier Rat zu holen. Wie gesagt, eher ein Nebenthema, aber das
Die "Schuld" für die Unehrlichkeit mancher Männer sehe ich allerdings auch ein Stück weit bei den Frauen
ist zweifellos - wie wenn man schriebe "die Schuld für die Unehrlichkeit bei Jobsuchenden liegt ein Stück weit bei den Arbeitgebern". Frauen entscheiden nun mal, ob eine Beziehung entsteht, Männer können nur reagieren.
und selbst dann mag ich noch warten, wie beständig sie fliegen, oder es nur ein Kurzeuphorieflug war.
Ja, das ist so ein Teil dessen, worauf Männer eben reagieren müssen... Bleiben wir beim Beispiel mit dem Arbeitgeber: Sollte deiner Meinung nach ein Bewerber sich während des Bewerbungsgesprächs dahingehend äußern, dass er sich unsicher ist? Solche Gedanken braucht er sich erst in der Probezeit machen - wenn sich die Firma also tatsächlich für ihn entschieden hat. Dann ist man zusammen im Bett und versucht, das beste draus zu machen (manche Frauen kommen mir allerdings so vor, als würden sie statt der Probezeit erstmal ein mehrmonatiges Praktikum anbieten) :) .

Beidseitige Verliebtheit? Wo findet man sowas? Diesem Ideal jage ich seit Teenagerzeiten vergeblich nach. Folglich war ich immer Single.
Ach Andriana - das würde dann ja nahelegen, dass das eine unrealistische Erwartung ist?
Genau deswegen stelle ich ja diese Frage hier.

manchmal
 
  • #17
Bewusst vorspielen solltest Du dringend von Deiner Liste streichen. Da sollte der kategorische Imperativ greifen.
Und ich glaube, wenn Du bei Deinem ersten Blick auf eine Dame weißt, dass Du Dir nichts Intimes vorstellen kannst, dann wird das auch nichts.
Alles andere ist einfach eine Frage des eigenen Typs.
Nicht jeder empfindet sofort Schmetterlinge. Wenn Dir eine Frau aber sehr angenehm erscheint, dann lerne sie kennen.

Es gibt Menschen, die umarmen schnell wen sie nett finden, herzliche Küsschen zur Verabschiedung und sind dennoch nicht verliebt. Andere spüren Schmetterlinge und sind dennoch oder gerade deshalb, zurückhaltend. Somit erkennt ihr Gegenüber keine eindeutigen Zeichen.

Eine Studie hilft Dir nicht, nur Dein Bauchgefühl.
 
W

wahlmünchner

Gast
  • #18
Ach Andriana - das würde dann ja nahelegen, dass das eine unrealistische Erwartung ist?
Genau deswegen stelle ich ja diese Frage hier.
es IST eine unrealistische Erwartung.
Bei vielen Leuten kommt dann raus, das es eben gar nicht passt ...langsames Entwickeln von Gefühlen ist auf jeden Fall schöner. Ninja, also sagen würde ich am Anfang gar nichts. Wer gestrickt ist wie ich, weiss das man sich gar nicht plötzlich verlieben kann, sondern höchstens verschossen ist in eine Hülle( Phantom).
Wie wäre es denn, wenn du einfach eine Annäherung/ Flirt startest. Seelisch: Gespräche über Themen, die für dich ins einer Partnerschaft wichtig und ...Körperlich: immer erst über längeren Blickkontakt und ev zufälligen Berührungen ( an der Schulter, wenn die Frau vor dir den Raum verlässt...sie sonst zur Seite ziehen, wenn ein Hindernis kommt um sie zu retten ( Radfahrer am Gehweg), unter den Schirm nehmen beim Regen..usw ( heben Männer bei mir ALLE gemacht wenn sie im Flirtmodu waren..was auch immer das Ziel war)
Lebenstechnisch: Freizeit zusammen verbringen. Dir von ihr einen Lieblingsort zeigen lassen...ihr einen von dir zeigen und auch erklären warum er das für dich ist ..Was gemeinsam unternehmen (essen gehen ist nach dem 2. Date langweilig und bringt oft auch nichts voran)..
Und die Schmetterlinge sind zweitrangig. Erstmal lernst du eine Frau kennen und weisst dann schon ob du sie wirklich so passend findest, sie wird ähnlich vorgehen.
Komisch das du nach 2-3 Treffen weisst ob du eine Frau als Partnerin möchtest..?Derartige Offenbarungen haben mich immer in die Flucht geschlagen, denn ich dachte mir : Himmel, der Typ kennt mich doch gar nicht, was soll das denn jetzt..
Wenn man sich mal geküsst hat und mehr von einander weiss, sie die Sache svn anders aus
 
  • #19
Entweder sie ist offensichtlich interessiert, ich bin mir aber noch unsicher, ob ich mich in sie verlieben könnte. Das wäre der Fall, in dem ich den Kontakt nicht voreilig aufgeben möchte. Ich meine dann, es würde die Dame zu sehr vor den Kopf stoßen, wenn ich zu zögerlich aufträte und den Dingen nicht ihren Lauf ließe. Um meinen Ruf zu retten, muss ich dazu sagen, dass ich dann meistens doch die Reißleine ziehe, bevor es zu ernst wird.
Interessante Frage.
Hast du dich denn jemals in einem solchen Szenario dann noch verliebt? Denn wenn nicht, dann könntest du inzwischen die Lehre ziehen, dass es keinen Sinn hat und du lieber gleich den Kontakt aufgibst. Dann tust du ganz sicher keiner der interessierten Damen weh und du würdest auch nie in den Verdacht geraten, dass es dir nur um Sex ging, obwohl das nicht der Fall ist.

Ich persönlich tue mich mit Vertrauen, mit mich einlassen schwerer, und wenn ich es tue, dann möchte ich dem richtigen Menschen begegnen, keinem Schauspieler.
Ich verstehe diese Angst vor Schauspielerei etc überhaupt nicht, meines Erachtens schauspielern nur wenig Menschen, warum auch? Da muss man einfach mal ein bisschen logisch bleiben. Warum sollte ein Mann schauspielern und vortäuschen, dass er an einer Frau Interesse hat, wenn das nicht der Fall ist? Für Sex, den er dann mit einer Frau hätte, die er nicht interessant findet? Und worin liegt dann sein Benefit?? Aber klar, an dieser Stelle kommt dann das Argument, dass Männer möglichst vielen wahllosen Sex haben wollen, egal mit wem etc pp. Tut mir leid, aber das halte ich für Quatsch. Männer wollen Sex mit Frauen, die sie begehren. Dieses Interesse ist dann also schonmal da. Und ob dann auch Verliebtheit entsteht - das passiert bei Männern genauso selten wie bei Frauen. Und ganz sicher verliebt sich ein Mann nicht dadurch, dass er sich erstmal ewig bewähren muss, bevor die Dame ihm huldvoll ein Schäferstündchen gewährt. (Das dann im Zweifel noch nicht einmal gut ist, weil die Dame Sex nur als Währung gegen Beziehung sieht und nicht als etwas, was vor allem Spaß und Lust macht.)
Sorry, aber ich kann das Gejammer der Frauen von wegen, sie sind nur für Sex benutzt worden, manchmal nicht mehr hören. Lasst den Dingen einfach ihren natürlichen Lauf, nicht so viel zaudern und misstrauisch sein, und dann klappt es auch mit dem Verlieben und einer Beziehung.
 
  • #20
Oder - das ist aber sehr selten - ich bin mir schon bei den ersten Treffen ganz sicher, dass ich gerne eine ernsthafte Beziehung mit ihr hätte
Wie kannst Du Dir beim ersten Treffen da so sicher sein? Ich würde NIE beim ersten Treffen denken, dass ich mit dem Menschen eine Beziehung will. Beim zweiten auch nicht. Ich wüsste nur, ob ich Sex wollte oder nicht und würde daran festmachen, ob ich mich noch weiter treffen will. Weil - sonst würde es ja von meiner Seite aus eine Freundschaft und er würde sich verschaukeln fühlen, weil mir vorher schon klar war, dass es keine Körperlichkeiten geben wird, ich das aber nicht gesagt habe.

Weil Du das hier geschrieben hast
Als Mann tendiere ich vielleicht zu der Sichtweise, dass es - wenn einen die Dame nicht sowieso abtörnt - nicht schaden kann, erstmal miteinander ein bisschen intim zu werden, bevor man über die weitere Entwicklung entscheidet, auch wenn die "Schmetterlinge" nicht von Anfang an da sind, oder auch nach einem weiteren Treffen noch nicht.
, habe ich den Eindruck, dass Du eigentlich genauso tickst wie ich. Sexuelles Interesse ist da, also gucken, ob es weiter passt.

Mir ist bewusst, dass sich das sehr unoriginell anhört, so ziemlich das alte "die, die mich mögen, mag ich nicht"... daher eben meine Frage, wie realistisch es ist, auf beiderseitige starke Anziehung beim ersten Kennenlernen zu hoffen.
Hm. Ich denke, das kann schon passieren, dass jemand einen sehr "anmacht" und derjenige nicht "angemacht" ist. Aber ich glaube, das ist kein Verlust, weil das auch nur Probleme in einer Beziehung gibt. Du fragst vermutlich danach, ob es jemals jemanden gibt, der genauso gleich weiß, dass man zusammengehören könnte. Ich hab mal so eine ähnliche Frage gestellt, ob es Leute gibt, die mit ihrer Liebe auf den ersten Blick zusammen waren. Das war gemischt, auch die, die es waren, hatten sich teilweise getrennt irgendwann.
 
  • #21
Bei Frauen nimmt die Wahrscheinlichkeit für Schmetterlinge, ausser bei ewigen girlies, eemnach mit dem Lebensalter ab.
Ich halte mich selber jetzt nicht für ein ewiges Girlie, ich war auch nie eins. Gut, kommt natürlich drauf an, wie man das definiert.

Keine Ahnung, was Du unter Schmetterlingen im Bauch verstehst, ich bin ganz froh, dass ich mich noch verlieben kann mit Ü40, als wär ich 17. Nur bin ich nicht mehr so naiv, das gleich für den Mann meines Lebens zu halten und eine Beziehung mit ihm zu wollen.

Die inneren rationalen Barrieren (zu klein; zu arm; zu ungebildet etc.) die ein Schmetterling bei einer Frau überfliegen muss bevor das Gefühl zugelassen wird werden im Laufe der Zeit ja mehr und nicht weniger.
Ich kann ja nur für mich sprechen: Doch, die werden weniger, weil man weniger oberflächlich wird, weniger sein Lebensglück von einem anderen Menschen abhängig macht und selber auch einen realistischen Blick auf sein eigenes Äußeres wirft. Außerdem - je mehr eine Frau ihr Leben selber im Griff hat, umso mehr kann sie auf echtes Verlieben statt auf den Kram wie "ich stelle mich durch meinen Mann dar" oder "er erarbeitet meinen Lebensstandard" zu gucken. Wenn man sich selbst alles erarbeitet hat, kann man, was die Liebe angeht, einzig darauf schauen, mit welchem Menschen es am schönsten wäre, statt sich versorgen zu lassen oder endlich wer zu sein, weil der Mann wer ist.
 
  • #22
Meiner Meinung nach sind Schmetterlinge "gefühlt" immer beidseitig. Man lässt sie ja nicht fliegen, wenn man weiß, dass auf der anderen Seite keine sind.

Wenn also einer spielt, um in den Genuss eines verliebten Menschen zu kommen, ist das nicht fein. Ich denke aber, dass da viele Prozesse unbewusst ablaufen. Ich spreche positiv davon, dass einer "Verliebt ins Verliebtsein" ist. Das Fiese daran: Man kann den Unterschied, ob einer den Menschen meint, oder nur das Verliebtsein, kaum bemerken.
 
  • #23
Nach meiner Erfahrung sind Schmetterlinge meistens einseitig vorhanden und zwar immer dann, wenn eine Beziehung garnicht erst zustande kommt. Ich war schon oft in Männer verliebt, die nicht an mir interessiert waren (wussten sie wahrscheinlich garnicht) und ich bin mir ganz sicher, dass es umgekehrt genauso war: Männer waren interessiert, die ich garnicht wahrgenommen habe.
Wenn der seltene Zufall eintritt, dass beide gleichzeitig die Schmetterlinge empfinden, dann kommen eben Beziehungen zustande, meistens leidenschaftliche, die nicht unbedingt gut verlaufen müssen.

Beim Onlinedating hatte ich nie Schmetterlinge verspürt, dafür ist das alles zu zielgerichtet, zu kopfgesteuert zu verkrampft. Deswegen wurde das wohl nie was. Meinerseits war höchstens Interesse für die kumpelschiene an den männern vorhanden.

Im echten Leben hatte ich 2 mal dieses adhoc-Schmetterlingsgefühl (Liebe auf den ersten Blick).
Einmal entwickelte sich die Sache meinerseits langsam, wo er von Anfang an schwer begeistert war. Er blieb am Ball und weckte die Gefühle in mir.
 
  • #24
Das hier thematisierte Problem stellt sich in erster Linie beim Online-Dating. Bzw. überall dort, wo Menschen sich ausschließlich zum Zweck der Partnersuche begegnen.

Ein langsames Wachsen von Gefühlen ist durchaus möglich - aber dazu muss man sich logischerweise über eine längere Zeit treffen, und zwar möglichst ohne Erwartungsdruck. Aber wer trifft sich schon mehr als 3 - 5 Mal mit einer Online-Bekanntschaft, wenn nicht mal ansatzweise Schmetterlinge da sind? An solche Kontakte gehen Menschen mit einer bestimmten Erwartungshaltung ran, und wird die Erwartung nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erfüllt, ist kein Anreiz mehr da, sich weiterhin zu treffen. Zumal man sich ja im Hinterkopf ständig ausrechnet, wieviele alternative Partneroptionen einem gerade durch die Lappen gehen, während man sich mit Person X trifft. Online-Dater sind geradezu panisch darauf bedacht, nur ja keine Zeit mit aussichtslosen Kontakten zu vertun.

Im Real Life hingegen braucht es entweder keinen Anreiz, sich zu verabreden, weil man sich sowieso trifft - z.B. auf der Arbeit - oder es gibt einen Anreiz, der nicht gleich hinfällig ist, nur weil keine Schmetterlinge fliegen. z.B., wenn zwei Menschen sich über ein gemeinsames Hobby kennenlernen. Da können sich Gefühle gaanz langsam und ohne Druck entwickeln.

Ja, beim Online-Dating hat man wohl tatsächlich nur ein sehr kurzes Zeitfenster zur Verfügung, um sich zu verlieben und das Gegenüber für sich zu begeistern. Ich denke, man hat online eigentlich nur die Wahl zwischen Taktiererei und Erfolglosigkeit, bzw. Warten auf den extrem unwahrscheinlichen glücklichen Zufall.

Jeder muss selbst wissen, ob ihm diese Kennenlernmöglichkeit liegt und welche Schachzüge er mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Meins ist es nicht.
 
T

Toi et moi

Gast
  • #25
Natürlich gibt es die beidseitige Verliebtheit. Es gibt auch die einseitige Liebe und es gibt auch Menschen, die Verliebtheit simulieren, um ihre Erfahrungen zu erweitern oder auch etwas mitzunehmen, obwohl es nicht passt...... Ich denke, dass Du dir etwas vormachst. Ich denke, dass du eigentlich gar nicht bereit bist eine neue Beziehung einzugehen. Vielleicht brauchst Du Zeit, um die alte Beziehung noch zu verarbeiten aber du weißt es nicht so genau. Ich finde du solltest erst mal für dich rausfinden, was du eigentlich willst. So wie man diese Fragestellung verstehen kann, bist du eigentlich gar nicht bereit für eine neue Beziehung. Du willst rumexperimentieren und ein bisschen intim werden. Ich möchte es nicht verurteilen aber m. E. sollte man in solchen Dingen aufrichtig sein und es auch so kommunizieren. Am schlimmsten finde ich Menschen, die Wasser predigen und Wein trinken wollen. Meine Erfahrungen nach sind diese Sorte von Menschen die Schlimmsten und würden am meisten schwarze Asche hinterlassen. Solche Menschen machen mir mittlerweile so viel Angst, dass ich absolut aufgehört habe einen Mann zu wollen und lebe alleine aber mit Würde und bin so froh aus dem Wildnis entkommen zu sein.
 
  • #26
...dass man zumindest als Mann damit ein Stück weit "so tun muss als ob" - sonst kommt es ja gar nicht so weit.
Wie sehen das die Damen - gehen sie davon aus, dass der Mann nach dem ersten Treffen ehrlich "hin und weg" sein sollte? Kalkulieren sie die oben erwähnte "männliche" Sichtweise als "zu erwartende Strategie" mit ein?
manchmal

Ich habe keine Angst vor Schauspielern, ich denke, ich merke es, wenn jemand nicht authentisch ist, das war bis dato so. Dann ist das Thema erledigt, mit so jemanden baue ich keine Beziehung auf.

@manchmal,
Die Analogie mit dem Bewerbungsgespräch - es ergeben sich folgende Optionen.
1) Die Stelle passt nicht, ich sage ab - nach dem Gespräch, weil ich mir Bedenkzeit gönne, selbst wenn ich sicher bin.
2) Ich bin stark zweifelnd, negativ - dann gibt es einen 2.Termin, einen Grund findet sich.
Danach bin ich klarer - Nein (->1) / positives vielleicht(-> 3)
3) Ich denke, die Stelle könnte passen, nur mit dieser Überzeugung trete ich die Probezeit an (außer ich benötige die Stelle dringend, da endet die Analogie mit Partnerschaft).
Natürlich hoffe ich, dass die Probezeit = Kennenlernphase positiv läuft, aber wenn dem nicht so ist, dann gehört es dazu. Dafür sind Probezeiten und Kennenlernphasen da.

Lieber @manchmal, ist diese Analogie, die Du ziehst, nicht traurig?
Ein Job ist doch überhaupt nicht vergleichbar mit einer Partnerschaft.

Weißt Du, ich mag daran festhalten, dass es um sich begegnen, kennen lernen geht, und im besten Fall um anfängliche Sympathie, die sich zu Verliebtheit / Schmetterlinge entwickelt und dann zu beständigem = Liebe.
Das geht nicht mit Fassade, Theater, das geht nur, wenn jeder offen, ehrlich und authentisch ist.

Bleib bitte bei Dir, was Dir gut tut, und nicht Gedankenspiele mit Strategien, die Dich immer mehr selbst schädigen.
 
  • #27
An solche Kontakte gehen Menschen mit einer bestimmten Erwartungshaltung ran, und wird die Erwartung nicht innerhalb eines bestimmten Zeitfensters erfüllt, ist kein Anreiz mehr da, sich weiterhin zu treffen.

Im Real Life hingegen braucht es entweder keinen Anreiz, sich zu verabreden, weil man sich sowieso trifft - z.B. auf der Arbeit - oder es gibt einen Anreiz, der nicht gleich hinfällig ist, nur weil keine Schmetterlinge fliegen. z.B., wenn zwei Menschen sich über ein gemeinsames Hobby kennenlernen. Da können sich Gefühle gaanz langsam und ohne Druck entwickeln.

Siehste, und genau das ist meiner Erfahrung nach genau andersrum. Meine bisherigen Partner habe ich alle im Real Life kennengelernt. Und da waren immer beim ersten Kennenlernen sofort beidseitig "Schmetterlinge" im Bauch. Das war die Grundlage für weitere Treffen.
Als ich bei einer SB angemeldet war, fühlte es sich eher wie ein Bewerbungsgespräch an, wie da irgendwas funken soll, ist mir bis heute schleierhaft. SB sind viel strategischer, bei einer persönlichen Begegnung im richtigen Leben, die zufällig passiert, spielen auch noch Zeit, Ort, Musik und das große Unbekannte eine Rolle, die den flatterhaften Insekten in die Luft verhelfen. Durch ein gemeinsames Hobby (am Ende noch verschwitzt nach dem Sport, pfui) hab ich noch nie ernsthaft jemanden kennengelernt, in den ich mich verliebt habe, denn je länger die Kennenlernphase, umso ernüchternder. Oder gar auf der Arbeit? Och nö. Beim Ausgehen dafür schon, meistens auf Privatfeten, wo immer irgendjemand noch wen mitbringt, den man noch nicht kannte. Und entweder es funkt gleich, oder nicht. Andernfalls starte ich auch keine Annäherungsversuche. Daher finde ich auch Onlinedating für mich nicht sinnvoll. Für Leute, die auf so ewige Kennenlernen stehen, wahrscheinlich schon.
 
  • #28
Moin,
Wie kannst Du Dir beim ersten Treffen da so sicher sein?
Ohja, das kommt vor, selten, three times a lifetime, aber doch - ich tanze dann durchs Haus, singe in der Dusche und im Auto, schwärme meinem besten Freund von ihr vor, grinse den ganzen Tag wie ein Lebkuchenpferd, klopfe meinem Chef auf den Rücken, würde mein Leben ändern...
Hat ganz viel mit - vermuteter, seufz - Seelenverwandtschaft zu tun, ganz wenig mit Sex - sie könnte mir glaubhaft erzählen, dass sie Enthaltsamkeit geschworen hat, das wäre mir fast egal.
Beim Onlinedating hatte ich nie Schmetterlinge verspürt, dafür ist das alles zu zielgerichtet, zu kopfgesteuert zu verkrampft. Deswegen wurde das wohl nie was. Meinerseits war höchstens Interesse für die kumpelschiene an den männern vorhanden.
Bei mir geht das offenbar, selten, aber doch.... hab' ich ja richtig Glück gehabt :)
Nach meiner Erfahrung sind Schmetterlinge meistens einseitig vorhanden und zwar immer dann, wenn eine Beziehung garnicht erst zustande kommt.
Ich versuche mich dahingehend zu prüfen: ist es so, dass ich mich prinzipiell in Frauen verliebe, die mich nicht gut finden. Nein, so ist es offenbar auch wieder nicht..
Nein, ganz sicher nicht. Mir gefällt diese Phase der Partnersuche nicht, ich würde viel lieber meine ganze Energie dafür aufwenden, mit "meinem Lieblingsmenschen" eine wunderschöne Beziehung zu führen.

manchmal
 
  • #29
Siehste, und genau das ist meiner Erfahrung nach genau andersrum. Meine bisherigen Partner habe ich alle im Real Life kennengelernt. Und da waren immer beim ersten Kennenlernen sofort beidseitig "Schmetterlinge" im Bauch.

Ich sage ja nicht, dass man sich im RL niemals schnell verliebt! Natürlich kommt das vor. Ist mir auch schon passiert (nur blieb es leider immer einseitig, vermutlich mangels Attraktivität meinerseits).

Was ich meinte, ist: wenn es NICHT gleich funkt, kann es an den klassischen Kennenlernorten wie z.B. Arbeitsplatz trotzdem noch was werden. Denn man trifft sich noch unzählige Male. Und zwar ohne sich irgendwelchen Druck zu machen, dass es doch endlich mal funken muss. Das sind gute Voraussetzungen für ein langsames Wachsen von Gefühlen (dass es z.B. am Arbeitsplatz anderweitige Komplikationen geben kann, ist ein Thema für sich).

Wenn jemand von sich weiß, dass er sich grundsätzlich gleich verliebt oder gar nicht mehr - dann bringt das natürlich auch nichts. Aber viele Menschen können sich noch nach Monaten in jemanden verlieben, der ihnen anfangs gar nicht aufgefallen ist. Manche verlieben sich sogar NUR langsam. Und v.a. für Letztere ist Online-Dating auch nichts, weil da die Voraussetzungen für langsames Verlieben - regelmäßige, zwanglose Begegnungen über einen längeren Zeitraum, Abwesenheit von Druck(!) - nicht gegeben sind. Mit "langsamem Verlieben" ist ja nicht gemeint, dass es nach 3 - 5 Treffen funkt...ich denke da eher in Dimensionen von mehreren Monaten.
 
  • #30
Ja, ich erinnere mich an diverse Dates, bei denen ich sofort gemerkt habe, dass ich dem Mann gefalle. Optisch. Dass er gerne mit mir ins Bett gehen würde und aber sonst nichts von mir will.

Aber warum sollte ich mich für so ein billiges Angebot hergeben. Warum? Was habe ich denn davon? Mir ist Sex mit einem Fremden gar nicht wichtig. Überhaupt nicht.

Fazit: die meisten Männer, die Billigangebote machen, sind hierfür gar nicht toll genug. Muß ich nicht haben. Dann muß er mal weiterflattern, der Schmetterling. Zur nächsten Blume.
 
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