• #1

Sind diese Liebeskummerphasen zu lang ?

Liebe Foris.

Ich wende mich mit einer Frage an Euch, die mich mittlerweile doch etwas beschäftigt, zumal ich hier immer fleißig mitlese und durch einige Beiträge oftmals etwas verunsichert bin, ob bei mir alles so normal ist.

Ich (w 41, eine Tochter 18) hatte in meinem Leben drei Beziehungen und nach Beendigung derer brauchte ich immer sehr lange um einigermaßen mit meinem Gefühlsleben zurecht zu kommen. Dabei war es nicht relevant, ob es eine Jugendliebe war oder ob es um meine 10 Jährige Ehe ging. Ich brauchte immer zwischen drei und fünf Jahren, bis ich für mich sagen konnte, nun bin ich mit der Thematik durch.

Wenn ich Eure Beiträge lese, dann denke ich immer, irgendwas stimmt mit mir nicht, da viele schon früher bereit für was Neues sind. Bestes Beispiel Sylvie Meis. Liebeskummer ohne Ende und nach sechs Monaten ein neuer Mann am Start.

Vor drei Jahren verliebte ich mich ganz heftig nach langer Singlezeit in einen verheirateten Mann und er sich in mich. Wir waren aber artig und jeder ging danach seiner Wege, da er ja eine Frau hat. Also keine Affaire oder Ähnliches. Die Versuchung war aber extrem groß. Obwohl dieses Ereignis nun schon drei Jahre her ist, bekomme ich ihn nicht aus dem Kopf und habe halt Phasen, wo ich sehr traurig bin.

Ist das alles noch im Bereich des Normalen ??

Ich freue mich über Eure Meinungen.
 
  • #2
Ja, Schatz. Mit dir ist alles in Ordnung. Fühle dich getröstet und umarmt. Wir stecken alle fest. Irgendwann kommt aber der Tag X und danach geht es wieder aufwärts. Alles wird gut :).
 
  • #3
Ich glaube, es ist sehr individuell, wie lange jemand braucht, um eine Trennung zu verarbeiten. Nach meiner Meinung zeugt es von Ernsthaftigkeit und Gefühlstiefe, wenn Du Dich nicht so schnell aus einer Bindung befreien kannst. Mit Dir ist alles in Ordnung. Es ist Dein gutes Recht und für Deine seelische Gesundheit wichtig, dass Du Dir die Zeit nimmst, die Du brauchst.
 
  • #4
Hi,
mach dir keine Sorgen. Es gibt eine gehörige Bandbreite an verschiedenen Arten, mit Beziehungen umzugehen. Tendentiell findet man hier im Forum vermutlich eher Leute, die stärker wechselbereit sind. Leute in festen Beziehungen finden das Forum hier denke ich weniger interessant, sondern manchmal merkt man, dass sich Leute extra anmelden, weil sie ein Beziehungsproblem haben. Ich lese hier mit, weil ich mejne Menschenkenntnis verbessern möchte, aber manche Meinungen hier fand ich anfangs total krass und kannte sowas nicht, z.B. diese ganzen Fragen zu Affären. Ich denke nicht, dass das der Normalzustand ist. Hier kann man einfach offen schreiben, deswegen häufen sich ja auch Tabuthemen. Ich bin froh, dass es so eine Möglichkeit gibt.
Oft ist es in Foren allerdings so, dass die Leute mit "normaler" Lebenseinstellung ("normal" gibt es gerade bei sowas eigentlich gar nicht!) sich kaum zu Wort melden, weil sie vielleicht denken, ihre Meinung ist nicht erwähnenswert, und Leute mit extremen Meinungen reden alle anderen klein (das gilt nicht unbedingt hier, eher in anderen Foren, ich finde die meisten hier sind nett und offen für abweichende Ansichten).

Zu dir speziell: Solange du keinen erhöhten Leidensdruck hast, sondern einfach noch mit leichtem Bedauern an deine Verflossenen denkst, ist alles gut. Wer sagt dir, wie viele Männer du haben musst? Wichtiger ist doch Qualität. Besser sich wenige ordentliche Männer angeln, als immer wieder seltsame Typen haben und frustriert oder abhängig werden.
Ich las mal, im Schnitt habe jeder 6-7 Partner im Leben. Für diejenigen, die z.B. 20 Partner haben, muss es ja jemanden geben, der den Schnitt senkt ;)

Unsere Zeit ist sehr schnelllebig, hoher Konsum wird medial befeuert, was sich offenbar auch darauf auswirkt,wie schnell man einen Partner verschleißt. Bitte lass dich nicht in die Irre führen. Wenn du zufrieden bist, ist alles gut!

Mein Tipp des Tages in fast allen Lebenslagen (auch z.B. Gehalt, nach außen gezeigtes Glücklichsein etc.): Vergleiche dich njcht mit anderen, du selbst bist das Maß deines Lebens!

Klingt nach Glückskeksweisheit.... Ist aber für mich bereichernd!
W35
 
  • #5
Liebe Yilvina

Ich habe deine Frage gegoogelt und anscheinend hatte es auf Elitepartner selbst einen Artikel im "Magazin". Dort habe ich folgende Antwort rauskopiert:
Durchschnittliche Dauer Liebeskummer
Eine Faustregel aus der Liebeskummer-Praxis lautet: Wurde die Partnerschaft nach sechs oder mehr Jahren beendet, leiden Frauen durchschnittlich bis zu drei Jahre lang an Liebeskummer, Männer dagegen nur rund 18 Monate.17.08.2017

Anscheinend ist es total normal, wenn man als Frau 3 Jahre um eine Beziehung trauert, die sechs Jahre dauerte. "Nicht normal" scheint es demnach zu sein, genau so lange zu trauern, wenn eine Beziehung/Verliebtheit nicht so lang währte.
Dies ist ja aber eine Faustregel. Ich gehe davon aus, dass du bei weitem nicht die Einzige bist, die so lange braucht, um eine Trennung zu verarbeiten. Und wer weiss, wie's bei Sylvie Meis im Innern aussieht.
 
  • #6
zumal ich hier immer fleißig mitlese und durch einige Beiträge oftmals etwas verunsichert bin, ob bei mir alles so normal ist.
Das kenne ich inzwischen auch. Frage mich auch manchmal, ob ICH merkwürdig bin, oder die anderen.

Dabei war es nicht relevant, ob es eine Jugendliebe war oder ob es um meine 10 Jährige Ehe ging. Ich brauchte immer zwischen drei und fünf Jahren, bis ich für mich sagen konnte, nun bin ich mit der Thematik durch.
Das kann ich für mich nicht bestätigen. Das hatte ich nur einmal:
Nach 18 Jahren Ehe und über 20 Jahre Beziehung muss ich sage, dass ich danach keine Beziehung mehr eingegangen bin, die mich noch einmal derart verletzen kann!!!

Ich denke, dass man eine ganz frühe und sehr lange Beziehung, beginnend in jungen Jahren, nicht vergleichen kann mit den Kurzzeitbeziehungen, die andere aneinanderreihen. Gebranntes Kind halt.
Ich bin mit dem Ex quasi groß geworden und habe in meiner Ehe im Traum nicht daran gedacht, was andere hier so schreiben.
Es erklärt nachträglich aber auch einiges.

Dass es für Dich keine Rolle spielt, welche Art von Beziehung betroffen ist... hm.
Es ist nicht eine, wie die andere.

Du kannst Dich jedenfalls nicht an anderen messen. Es dauert bei Dir so lange, wie es eben dauert!

Und ich weiß für mich, dass ich mir keinen derartigen Jeck mehr ans Bein binden werde, der mich noch einmal so verletzt.

Du bist traurig, weil dir das Gefühl von Verliebtheit vll fehlt. Die Enttäuschung macht es wahrscheinlich noch schlimmer.

Du liest ja hier, wie die Menschheit tickt.
Der eine kommt, der andere geht.

Mach Du, wie es sich für Dich richtig anfühlt.
Die Zeit heilt alle Wunden... isso!
 
  • #7
Es gibt kein richtig oder falsch, du brauchst so lange, wie lange du eben brauchst. Leute, die schnell bereit sind für was neues, haben entweder nicht richtig geliebt oder verdrängen ihre Gefühle. Hier liest man im Forum oft, dass Männer zum Beispiel plötzlich ihrer Ex nachtrauern oder gar zurück gehen.
Einziges, was du schauen sollst - wenn du immer sehr heftiges Kummer hast, prüfe, ob du sehr viel reininterpretierst oder projezierst in den Mann - "nur er und kein anderer" oder "ohne ihn hat mein Leben kein Sinn" - schau, ob du dein persönliches Glück zu stark von anderen abhängig machst.
 
  • #8
Ich bin vom selben Stern und habe alle Wege ausprobiert....es ist dabei geblieben.

Heute bin ich froh mal überhaupt nicht an einen Mann oder Beziehung zu denken.
Kein Liebeskummer, nicht verliebt und keine Sehnsucht.

Das schwerste was ich lernen musste, mich in den Mittelpunkt meiner Gedanken zu stellen.
( ausser Familie und Co)...
Was mag ich
Gefällt mir
Tue ich gerne

Damit ging's schneller
 
  • #9
Das Herz eine Frau ist ein Ozean voller Geheimnisse.

Liebe FS,
ich schließe mich anderen an. Mit dir ist alles in Ordnung.

Jede Trennung ist anders, manchmal trennt man sich, wenn alle Gefühle bereits weg sind, dann ist die Trauerphase nicht so lang.

Nach meine Trennung, aus meine 20 jährige Ehe, habe ich "nur 9 Monate" gebraucht, da ich bis zu Ende gekämpft habe und war derjenige, die ausgezogen ist. Für mich war es bereits alles aus. Jahrelang starb meine Liebe stück für Stück.

Jetzt bin ich nur ein Paar Monate aus meine 4 jährige "on off" Beziehung getrennt, mit Schwerpunkt "on off", und ich kann mir schon vorstellen, dass irgendwann, ziemlich bald, ein neuer Mann in mein Leben eintritt.
Ein Jahr war meine Beziehung ein Traum, dann kam die erste Trennung, ich war am Ende, voll verkrampft, genau so wie mein Partner, wir kamen wieder zusammen. Die folgende 3 Jahre war immer dasselbe und jedes mal starb ein kleines Stück von mir.
Ich bin immer noch traurig, aber es ist nicht mehr so wie damals, beim erster Trennung, nach einem Jahr.

Ich denke der Trauer hängt davon ab in welcher Phase der Verliebtheit verliert man geliebte Menschen, wie tief die Gefühle waren.
Du warst heftig verliebt und müsstest dich trennen, dass braucht selbstverständlich sein Zeit zum Verarbeiten.
Meine erste Jugendliebe trage ich immer noch tief in mir, es ist 30 Jahre her. Dadurch habe ich aber kein Stück weniger meinen Partnern danach geliebt.

Was Sylvia betrifft, vlt ist ihr Strategie nicht so leichtsinnig wie es scheint?
Sie erkennt, dass der Mann nicht zu ihr passt und hat Mut sich zu trennen, bevor sie zu tiefe Gefühle entwickelt und sehr stark verletzt wird.
Sie kann sehr gut ihr inneres Kind schützen und lässt sich nicht auf halbe Sachen an.

Alles Gute und Liebe Grüße
W46
 
  • #10
Das ist ganz normal. Wir sind übrigens Frauen lieber die länger trauern und Liebeskummer haben. Das ist ein Zeichen, dass sie nicht gleich jedesmal wieder einen neuen haben.
Bestes Beispiel Sylvie Meis. Liebeskummer ohne Ende und nach sechs Monaten ein neuer Mann am Start.
Glaubst du etwa im Ernst, dass sie ihren Ex jemals richtig geliebt hat? Ansonsten hätte sie niemals so schnell jemand neues. Mit ihren anderen hat es ja auch nicht geklappt.
 
  • #11
Ich las mal, im Schnitt habe jeder 6-7 Partner im Leben. Für diejenigen, die z.B. 20 Partner haben, muss es ja jemanden geben, der den Schnitt senkt ;)

Das jemand 6 - 20 oder mehr Partner in seinem Leben hat sehe ich auch als eine Vergewaltigung des Partner Begriffs an.

Partnerschaft als Beziehung beschreibt für mich eine langfristige loyale und verbindliche Verbindung aber nicht Beziehungen die max ein/zwei Jahre andauern. Eine Partnerschaft zerbricht nicht an der ersten größeren Krise.

Auch bei einer extremen Fernbeziehung die viele Jahre dauert aber in der man sich nur alle paar Wochen oder noch seltener sieht würde ich bezweifeln, dass Partnerschaft die richtige Bezeichnung ist. Man lebt in so einer Beziehung überhaupt kein gemeinsames sondern jeder sein eigenes Leben.

Wenn man jemanden zugesteht, dass er 6 - n Partnerschaften und nicht etwa Affären oder Kurzbeziehungen hatte, macht man das um ihn nicht verletzend auszugrenzen aber das macht aus einer Affäre trotzdem keine Partnerschaft.

Drei Beziehungen empfinde ich für einen 41 jährigen Menschen nicht als zuviel aber auch nicht als zu wenig.

Die Verarbeitungszeit muss zu dem jeweiligen Menschen passen. Wenn Menschen schnell wieder zugreifen bedeutet dies außerdem nicht, dass sie wirklich schon abgeschlossen haben.

Rebounding war hier schon in verschiedenen Threads ein Thema. Liebeskummer quasi durch neue Verliebtheit oder unverbindlichen Sex heilen.

Ich sehe das nicht als echte Lösung sondern als Vermeidung einer Beschäftigung mit sich selbst, fehlende Selbstliebe und Ausdruck von Angst vor dem Alleinsein an.

Entsprechend eilen einige Kandidaten (temporär ich selbst) von einem Liebeskummer in den nächsten. In diesem Hamsterrad dauerhaft zu verweilen sehe ich als ungesunder an als länger zu pausieren um an sich selbst zu arbeiten.
 
  • #12
Liebe TE,

nachdem der Trennung vom Vater meiner Söhne habe ich viele Jahre gebraucht um darüber hinwegzukommen. Obwohl wir nur zwei Jahre ein Paar waren.

Für mich gab es bei den Mann auch nichts zu meckern oder zu beschweren, was mir einen Abschluss vielleicht leichter gemacht hätte. Anders als beispielsweise bei Betrug, da würde ich die gepackte Tasche hinterherwerfen.

Aber erwähnen will ich, dass mich der Liebeskummer nicht lebensuntüchtig oder gar depressiv gemacht hat, traurige Phasen kamen immer wieder mal. Nur andere Männer haben mich in der Zeit null, nix interessiert.

Also solange Du im Leben bleibst und nur von Zeit zu Zeit noch traurig bist, finde ich das völlig in Ordnung.


w/36
 
  • #13
Ist das alles noch im Bereich des Normalen ??

Ist doch egal, wie es bei anderen ist. Du bist du, es dauert so lange, wie du dafür braucht.

Wenn alle schreiben würden: nee, nicht normal... was würdest du dann tun? Um der Norm zu entsprechen, eine Beziehung eingehen, die du nicht willst?

Wenn es dir hilft: ich bin auch so. Verliebe mich selten und brauch lange, um es zu verdauen.
 
  • #14
Hallo du,

ich antworte mal, weil ich deine Frage entweder falsch oder halt so verstanden hatte, ob es normal ist, dass du 3 Jahre um einen Mann trauerst, Mit Dem Du Gar Nicht ZUSAMMEN Warst. Richtig? Das ist sicherlich schon ein wenig ungewöhnlich, und es ist schade für dich, denn damit verbaust du dir die Chance auf eine echte, neue Beziehung, weil dein Herz ja durch den Mann besetzt ist. Ich hab in deinen alten Beiträgen Gelesen und die Stelle gefunden, wo du von dem wirklich toll klingenden Mann erzählst. Er war seiner Frau treu, das ist echt bewundernswert. Und du wärst als Affärenfrau eh nicht glücklich geworden. Aber ihr habt ja beide geweint, als klar war es wird nichts aus euch, das war schon eine Besondere Begegnung, und da kannst froh sein, ihn getroffen zu haben.

Gibt es irgendetwas das du tun kannst, um diesen tollen Mann loszulassen? Ihm einen Brief schreiben, den du dann nicht abschickst, sondern verbrennst oder so? Ich würde mir jedenfalls an deiner Stelle irgendein Ritual ausdenken. Ich hab auch schonmal was geschrieben, dann zum Bötchen gefaltet und im Rhein schwimmen lasse bis es unterging, das hat echt was bewirkt. Also Feuer und Wasser wirken sehr reinigend....

Ne andere Idee ist, dass es evtl einen anderen Verlust gibt, den du an den Mann knüpfst? Und ihn daher nicht loslassen kannst?

Bei mir gibt es einen Mann, mit dem ich fast eine Beziehung begonnen hätte, der eigentlich mein Traummann ist, aber weil ich einen großen Fehler gemacht hab und ein Vollidiot war und ihm es erzählt habe, hat er sich zurückgezogen. Ich kann ihn auch noch nicht so ganz loslassen, und das war auch vor 3 Jahren. Wir haben uns nur 1 Mal am Flughafen für 20 Min geküsst, und ich wusste, den würde ich vom Fleck weg heiraten. Aber im Gegensatz zu dir hab ich es mir selber in die Schuhe zu schieden, du hast nix falsch gemacht, es war wohl nur falsche Zeit, richtiger Mann, wie in dem Beatles Song If i needed someone. Das hilft mir übrigens auch, traurige Musik hören, mir dabei aber vorstellen, der Mann geht immer weiter weg, und dann halt alle Traurigkeit rauslassen.

Und weil ich hier sowas wie die Buchempfehlungstante bin, würd ich dir gern empfehlen: Ich lasse mich finden von Daan van Kampenhout, denn er beschreibt da tolle Rituale wie man Ex Partner loslässt, und dann neue Männer anzieht.

Alles Gute
w35
 
  • #15
Ja, Schatz. Mit dir ist alles in Ordnung. Fühle dich getröstet und umarmt.
Och wie lieb! :) Du hast Recht! Wir sind alle verschieden und nichts SOLLTE in zwei Jahren verarbeitet sein. Jeder braucht seine Zeit und ALLES hat seine Zeit. Mach Dir keine Gedanken, liebe @Yilvina , auch wenn Du "schon" 41 bist und eine große Tochter hast.Da kannst Du stolz drauf sein, Du bist nicht oberflächlich. Ich frage mich nur warum das
Männer dagegen nur rund 18 Monate.17.08.2017
so ist. Oder trauern Männer anders?
 
  • #16
Ich versteh dich, ich habe auch bei großer Liebe immer so lang gebraucht. Und als ich vorher eine Beziehung begonnen habe, war das ein klarer Fehler. Ich denke, das ist allerdings bei jedem anders und es kann auch gut sein, dass jemand schon in der Beziehung abschließt und dann schnell einen neuen Partner hat. Unnormal ist es auf jeden Fall nicht. Mir wär es persönlich auch immer eher lieber, mein neuer Partner war eine Weile Single. Dann ist die Chance höher, dass er die letzte Beziehung verarbeitet hat und es zeigt mir, dass er auch allein sein kann und nicht einfach dringend einen Ersatz sucht.

w, 36
 
  • #17
Es hat schon Frauen gegeben, die haben einmal einen Mann so richtig geliebt. Als das vorbei war (warum auch immer, da kann es ja mehrere Gründe geben), blieben sie bewusst und gewollt allein.

Und auch das ist "normal", auch wenn es hier Meinungen geben wird, die das nicht so sehen.

Für dich ist die lange Liebeskummerphase normal, und für mich und für viele anderen auch. Es gibt da keine Norm. Vielleicht ist das so, weil wir besonders gefühlvolle Menschen mit zarter Seele sind.
 
  • #18
Liebe Fragestellerin,

langer Liebeskummer ist bei mir auch ganz normal, ich bin erst ungefähr nach 2 Jahren bereit, es wieder mit einem Mann zu versuchen.......ich bin jetzt gerade 9 Monate von meinem Ex getrennt. Wir waren 4 Jahre ein Paar, für mich die große Liebe, anstrengend, er ein Egozentriker ...und ich denke noch immer jeden Tag ganz viel an ihn. Ich kann mir momentan keinen anderen Mann in meinem Leben vorstellen, das wird noch dauern, obwohl ich schon gerne jemanden an meiner Seite hätte, einen der mich liebt und auch für mich da ist....und umgekehrt, diese Sehnsucht gibt es schon.
Aber er ist so präsent in meinem Kopf, dass nichts anderes möglich wäre.
Was ich bei dir nicht ganz verstehe, du warst ja gar nicht mit ihm zusammen, hattest keine jahrelangen Erlebnisse, die du nicht vergessen kannst.......du projizierst da etwas hinein,....unerfüllte Liebe.......das ist nicht gut:(
 
  • #19
Ist es normal? Für dich ja für andere nicht. Ich hab immer sehr lange gebraucht bis ich dinge verarbeitet habe.

Nachdem mir aber die endlichkeit des Lebens sehr bewusst wurde. Lebe ich schneller. Entscheidungen brauchen jetzt nur noch Stunden keine Monate mehr. Es wird nichts mehr verschoben oder hinausgezögert.
 
  • #20
Die Verarbeitungszeit muss zu dem jeweiligen Menschen passen. Wenn Menschen schnell wieder zugreifen bedeutet dies außerdem nicht, dass sie wirklich schon abgeschlossen haben.

Das musste ich leider auch mit viel Kummer erfahren.
Liebe FS
Ich hatte auch immer lange Singlephasen, anders konnte ich das nicht. Meine längste Verarbeitungszeit war 2+2 Jahre. Wir waren nur 6 Wochen zusammen, er hatte seine EX nicht verarbeitet, die ihn verlassen hatte und brach ab. Wir hatten dann noch ein bisschen on-off, im Folgejahr. Alles gar nicht gut für mich. Würde ich NIE! mehr machen. Aber ich war nun auch einmal eine „Zwischenfrau“ und kann mitreden… Am Ende ging er auf „Ihren Kontinent“ zurück, weiß der Himmel, ob er sie zurückgekriegt hat. Nur mich hatte er leider mit „reingerissen“, weil er die Trennung nicht vernünftig verarbeitet hatte. Insofern plädiere ich für reichlich Verarbeitungszeit.

Ich habe damals 2 Jahre gebraucht, bis ich wieder etwas aus meinem Schneckenhaus rausgeblinzelt habe. Aber es hat noch mal 2 Jahre gedauert, bis er nicht mehr in meinen tiefen Träumen auftauchte und die Trauer mit zurückbrachte. (Daher 2+2 Jahre).

Tu Dir viel Gutes, es dauert einfach. Wenn Du an „deinem“ Gras ziehst, wächst es auch nicht schneller! (falls Du den Spruch kennst)
 
  • #21
...ob bei mir alles so normal ist.
Ich brauchte immer zwischen drei und fünf Jahren, bis ich für mich sagen konnte, nun bin ich mit der Thematik durch.
Falls du damit meinst, dass du deinen beiden richtigen Exen erst nach dieser Zeit beim Aldi hättest begegnen, ein paar Sätze hättest wechseln, dir anhören können, dass es ihnen gut geht, dass sie Erfolge haben und auch eine neue schöne Beziehung und du das ihnen hättest gönnen können, oder es dir einigermaßen egal gewesen wäre und du am Abend danach nicht an die Begegnung hättest denken müssen, fände ich das eher kurz.

Wenn du aber meinst, dass du 3-5 Jahre brauchst, um wieder fröhlich zu sein, eben nicht regelmäßig an den Ex zu denken und dann ein flaues Gefühl im Bauch zu spüren oder mit den Tränen zu kämpfen, fände ich es eher lang.

Ich finde es wichtig, nach einem Tiefschlag wieder nach vorn zu sehen.
Klar, erst mal zu trauern.
Dann aber peu a peu wieder ins normale Leben reinzukommen.
Wieder Lust auf ein Treffen mit Freundinnen zu haben, bei dem es nicht um den Ex geht, sondern um Spaß.
Am Abend zu merken, dass man heute den ganzen Tag gar nicht an ihn gedacht hat.
Wie lange dauert so was ? Das hängt sicher davon ab, wie schön man die Beziehung fand, wie schön das sonstige Leben, also wie groß die Differenz ist.
Und auch, wie stark sich das Leben verändert, also ob man zusammen gewohnt hat, ob man einen gemeinsamen Freundeskreis hat, der jetzt wegbricht. Ob man finanziell abhängig war....

Vor drei Jahren verliebte ich mich...jeder ging danach seiner Wege, ...keine Affaire oder Ähnliches...bekomme ich ihn nicht aus dem Kopf und habe halt Phasen, wo ich sehr traurig bin.
Das ist aber nun etwas anderes, als nach einer Beziehung die Zeit der Verarbeitung zu brauchen, denn ihr hattet ja keine.
Was heißt 'danach' ? Nach was ? Nach längerem Kontakt ? Nach Sex ?
Jedenfalls war da etwas, was für dich sehr schön war.
Was als Option erschien.
Ihr seid so verblieben, dass ihr zusammen gekommen wärt, wenn der Mann nicht schon eine Frau gehabt hätte.
Darf ich mal raten ? In schwachen Momenten hast du dir ausgemalt, wie es wäre, wenn die Frau weg wäre. Tot oder so.
Außerdem hast du den Mann nur ganz kurz und ganz vorteilhaft erlebt. Ihn nie mit seinen völlig normalen Defiziten gesehen.
Du kannst also träumen vom perfekten Mann.
Vom Mann, der dich haben wollen würde.
Und daher kommst du nicht von ihm los.

Wenn er dich damals hart verarscht hätte, kalt abserviert nach der Nacht, die ihr vielleicht hattet oder er hätte nach den tollen Gesprächen, die ihr hattet, auf deinen Versuch, ihn zu küssen, gesagt, dass du da etwas falsch verstanden habest, du seist nun so gar nicht sein Typ, dann wäre das sehr hart gewesen, aber du würdest jetzt nach drei Jahren nicht mehr trauern.

Ich drücke die Daumen, dass es dir gelingt, von diesem Traum loszukommen.

w 52
 
  • #22
„Normal“ lässt sich da aus meiner Sicht nicht definieren. Du solltest Dir die Zeit nehmen, die Du brauchst, um eine Beziehung vollständig abzuschließen, bevor Du die nächste beginnst. Und wenn das drei Jahre dauert, dann besser so als Dich halbherzig in „irgendwas“ neues stürzen.
 
  • #23
Ich finde die Dauer auch normal. Es ist aber nicht wirklich Liebeskummer, den ich meine, sondern Verarbeitungszeit. Was lief falsch, was will man beim nächsten Mal anders, wie kann man erkennen, ob was richtig laufen wird (das ist nicht auf spezifische Dinge bezogen, sondern auf einen selbst: Wenn es ein Störgefühl gibt beim neuen Menschen im Leben, genau hingucken und ergründen, woher es kommt und was es heißen könnte).

Vor drei Jahren verliebte ich mich ganz heftig nach langer Singlezeit in einen verheirateten Mann und er sich in mich. Wir waren aber artig und jeder ging danach seiner Wege, da er ja eine Frau hat. Also keine Affaire oder Ähnliches. Die Versuchung war aber extrem groß. Obwohl dieses Ereignis nun schon drei Jahre her ist, bekomme ich ihn nicht aus dem Kopf und habe halt Phasen, wo ich sehr traurig bin.
Du hast mit diesem Mann ja nun gar keine Beziehung gehabt. Also der Gedanke, dass es superschön und die beste Beziehung aller Zeiten geworden wäre, könnte dieses Nachtrauern bewirken. Gefällt Dir das Leben seiner Frau an seiner Seite? Manchmal hilft ja der Blick auf die Beziehung, um zu sehen, dass man das nicht wollen würde, aber es genau das ist, an dem der Mann festhält. Ich war auch schon in vergebene Männer verliebt oder fand die begehrenswert. Der Blick auf die Beziehung verriet dann immer Dinge, die ich nicht haben wollte, mal davon abgesehen, dass die sich niemals getrennt hätten, weil sie eben genau die Bez. haben, die zu ihnen passt mit diesen "Makeln", die mir nicht gefallen. Früher, als ich jung war, hat es auch länger gedauert zu erkennen, dass es nicht passt. Heute ist das nicht mehr so.
Bestes Beispiel Sylvie Meis. Liebeskummer ohne Ende und nach sechs Monaten ein neuer Mann am Start.
Und denkst Du, sie hat jetzt ihre Exbeziehung wirklich schon verarbeitet? Ich denke eher, der neue Mann soll sie ablenken. Aber die Prominentenwelt sehe ich wirklich nicht als Beispiel fürs reale Leben an. Manche werden "normale Beziehungen" haben, aber andere flattern dort auch von Person zu Person. Gibt es im Normalbürgerleben aber auch. Nur haben die NB vielleicht weniger Gelegenheit, Leute kennenzulernen, die sie "zu ihrer Kaste" gehörig finden. Die Promis rennen auf Partys, wo sich ihresgleichen rumtreibt, das gerade wieder Single wurde, oder deren reiche Freunde. Was machen Klempner oder Chemiker?
 
  • #24
Och wie lieb! :) Du hast Recht! Wir sind alle verschieden und nichts SOLLTE in zwei Jahren verarbeitet sein. Jeder braucht seine Zeit und ALLES hat seine Zeit. Mach Dir keine Gedanken, liebe @Yilvina , auch wenn Du "schon" 41 bist und eine große Tochter hast.Da kannst Du stolz drauf sein, Du bist nicht oberflächlich. Ich frage mich nur warum das

so ist. Oder trauern Männer anders?
Männer geben ungern Schwäche zu. Ich beobachte, dass Männer nach dem Ende einer (selbst langen) Beziehung sehr schnell jemanden Neues am Start haben. Das ist wie eine Trotzreaktion à la "ich brauche Dich gar nicht". Und viele Männer können schwer allein sein. Man liest auch hier im Forum oft genug von Männern, die beziehungstechnisch quasi Vorsorge treffen, um nicht allein sein zu müssen. Das geht so weit, dass halbherzige Zweitbeziehungen geführt werden. Mir ist ein solches Verhalten von Frauen nicht bekannt.
 
  • #25
Huch, ich hatte vorhin einen Teil meines Posts vergessen, wollte Dir noch was zu Deiner aktuellen Situation schreiben....
Ich persönlich glaube, man entwickelt sich am meisten in den Phasen zwischen Beziehungen weiter, insofern hast Du Dir eher Gutes in Punkto Reifeentwicklung getan.

Bei deinem aktuellen Mann, welcher keine Beziehung mit Dir eingehen konnte, bist Du in der „Idealisierungsphase“ ausgebremst worden, Du konntest keinen Beziehungsalltag leben. Sozusagen „kalter Entzug“ in der „Rosarote-Brille-Phase“.

Auch nach Deiner Ehe passt es von der Zeit her, je nachdem, wie stark es Dich mitgenommen hat, wie die Umstände waren.

Habe mal folgenden Spruch gehört: "Solange wie die Beziehung dauerte, dauert auch die Verarbeitung derselben."
Bei kürzeren Beziehungen würde ich das auch so sehen.
Aber was machen die, die z.B. 25 Jahre verheiratet waren? Können die sich dann erschießen???

Verliere Deinen Humor nicht, das Leben verläuft in Phasen. Vielleicht wird es bei Dir nicht weiter immer so lange dauern.
 
  • #26
Das ist wie eine Trotzreaktion à la "ich brauche Dich gar nicht".

Du redest Dir das womöglich schön, damit es in Deine Gefühls-, und Weltsicht besser hinein passt.

Und ja, wir Männer sind auch Menschen und können jahrelang leiden.

Aber Ablenkung durch andere Frauen funktioniert, dass habe ich selbst schon mehrfach festgestellt.
Natürlich hängt es immer von der konkreten Konstellation der Ex -beziehung und der eigenen "Marktchancen" ab, aber die von Dir so vermutete "Trotzreaktion" dürfte wohl tatsächlich kaum eine Rolle spielen.

Eher der Trieb und die gesellschaftliche Konvention, auf Frauen aktiv zuzugehen (zu müssen, zu sollen), dürfte der tatsächliche Grund für deine Beobachtung sein.
 
  • #27
Du weißt doch selbst am besten, ob in Deinem Leben wieder Platz für einen Mann ist.

Das mit dem Aufarbeiten der beendeten Beziehung ist gut und schön.
Von manchen ( ich meine jetzt nicht die Fs) wird es übertrieben.

Letztlich bringt den Betroffenen das lange Aufarbeiten oft auch nichts. Sogar nach der 2. und 3. gescheiterten und jahrelang aufgearbeiteten Beziehung landen sie wieder in einer kranken und scheiternden Beziehung.
 
  • #28
Ihr Lieben, ich danke Euch sehr. Ihr habt mir mit Euren sehr wertvollen Beiträgen geholfen, diese Thematik von einem anderen Blickwinkel aus zu betrachten.

@frei ja, du hast Recht. Ich habe den verheirateten Mann idealisiert. Seine Defizite konnte ich nie kennenlernen. Da scheint mir aber einiges erspart geblieben zu sein. Wenn wir uns zufällig beim Einkaufen treffen, rennt er neuerdings weg. Ich habe wie immer zum Gruss freundlich mit dem Kopf genickt, er hatte einen halbvollen Einkaufswagen, den er stehen lies und rausrannte als wäre der Leibhaftige hinter ihm her. Ich blieb etwas verdattert zurück und konnte das Verhalten nicht wirklich einsortieren. Sei’s drum. Wenn er nicht mal ein Hallo zustande bringt.... ich grüsse jetzt auch nicht mehr.

@all ich nehme jetzt mein Gefühlsleben so an, wie es ist in der Voraussicht, dass diese Phase irgendwann vorbei sein wird und das es okay ist, solange zu brauchen, weil ich wirklich ernsthaftig bin.

Grund für meinen Beitrag war u.A. auch der, dass ich auf einer Party in einem Gespräch gefragt wurde, wie lange ich schon Single sei und als ich wahrheitsgetreu antwortete wurde ich gefragt, was mit mir nicht stimmen würde. Das hatte mich dann zusätzlich verunsichert.

Daher nochmal ein dickes, fettes DANKE an Euch.

Liebe Grüße aus dem Norden.

Yilvina
 
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