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  • #1

Sind euch unerwiderte Gefühle peinlich?

Mich würde mal interessieren, wie ihr es wegsteckt, wenn ihr Interesse an einer Person habt - oder vielleicht sogar mehr als "nur" Interesse - und dann bemerken müsst, dass das nicht auf Gegenseitigkeit beruht.

Wenn z. B. euer "Objekt der Begierde" (ich nenne das jetzt einfach mal so) euch sogar aus dem Weg geht, weil er/sie gemerkt hat: Der/die steht auf mich. Ich aber nicht auf ihn/sie.

Ist euch das peinlich? Habt ihr das Gefühl, euch etwas vergeben zu haben? Habt ihr euch schon mal nachträglich richtiggehend geschämt, wenn ihr jemandem eure Gefühle gezeigt habt? Und wenn es nur ein nettes "Ich mag dich" war, und der Mann (in meinem Fall ist es nun mal ein Mann) wechselt fortan lieber die Straßenseite und tut, als kennt er einen nicht mehr?

Ist es normal, dass man sich da bloßgestellt fühlt, aber irgendwie auch denkt: EIGENTLICH habe ich ja nichts Schlimmes verbrochen, wofür ich mich schämen müsste. Und bekomme trotzdem einen hochroten Kopf, wenn ich an die Situation denke ...

Oder sollte man in so einem Fall versuchen, selbstbewusster zu sein nach dem Motto: SEIN Problem, wenn er mit einem im Grunde eher harmlosen Satz ( es war ja kein Liebes-"Geständnis") Probleme hat?
 
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  • #2
Nein, mir ist das nicht unangenehm. Ich bin dann nur irgendwie wütend auf ihn.

w31
 
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  • #3
Es ist auf gar keinen Fall peinlich eher im Gegenteil ! Es erfordert sehr viel Mut jemand seine Gefühle zu gestehen !

Ich habe leider öfters erlebt, dass meine Gefühle nicht erwidert werden, allerdings schäme ich mich nicht dafür was gesagt zu haben - im Gegenteil.

ich bin sehr froh, dass ich es getan haben, denn schliesslich hab ich meine Chance genutzt, damit eventuell etwas entstehen kann. Wenn ich nichts gesagt hätte, hätte ich mir das vermutlich irgendwann vorgeworfen.

Ich bin kein Freund von: Was wäre gewesen wenn ich...... sondern ich weiss lieber ich hab und es war so und so. Ich möchte mir selbst nichts "vorwerfen".

Wenn eine Person so reagiert wie du beschreibst, kannst du froh sein, dass es nichts geworden ist. Solch ein dämliches Verhalten ist einfach nur peinlich und unreif.

m37
 
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  • #4
Wenn man sein Interesse selten kommuniziert, glaubt man etwas ungeheuerliches getan zu haben.

Das Gegenteil ist der Fall. Meiner Erfahrung nach ist jede 15. - 20. Frau schlecht gelaunt und reagiert extrem abweisend, wenn ich sie anspreche. Aber das sind Ausnahmen.

Die meisten Menschen lieben ehrliches und authentisches Interesse. Du gibst diesen Menschen etwas wundervolles, indem du ihnen diese ultimative Wertschätzung - dein Interesse - zukommen lässt.

Wichtig ist: Sieh dein Interesse als eine Bereicherung für diese Menschen. Denke nicht "Ich muss diesen Mann unbedingt haben, wenn er mich nicht will, dann bin ich total down, dann ist mein ganzes Leben scheisse und ich habe 'versagt'.

Denk stattdessen "Ich werde diesem Menschen etwas schenken und ihm/ihr ein Lächeln ins Gesicht zaubern." Und das macht wirklich Spaß. Unabhängig von weiteren Entwicklungen. Glaub mir.

Wie du bereits richtig erkannt hast, gibt es überhaupt nichts wofür du dich schämen musst. Du musst stolz darauf sein, die Initiative ergriffen zu haben. Nur so kann man die Menschen kennenlernen, die man wirklich in seinem Leben haben will. Wenn du das öfters machst, wird dein Ego das sehr schnell (der Mensch ist ein Gewohnheitstier) nicht mehr als etwas außergewöhnliches, sondern als etwas selbstverständliches und natürliches verstehen.

Ich habe manchmal 10, 20, 30 oder mehr Körbe nacheinander bekommen. Und die letzte Frau die ich dann anflirtete fand mich toll. Ich hätte sie nie kennengelernt, wenn ich Körbe als etwas schlimmes und unbedingt zu vermeidendes sehen würde. Dass ich mein Interesse quasi stets zurückhalten sollte, um eine Zurückweisung unbedingt zu vermeiden.

Nach ca 100 Körben, hatten diese ganz einfach keinen negativen Effekt mehr. Ich war eigentlich immer nur Stolz darauf so mutig zu sein. Du wirst auch merken wie du in alltäglichen Situationen mit Freunden, Bekannten, Fremden, Präsentationen und allen möglichen sozialen Situationen sehr viel selbstsicherer wirst.

Die meisten Menschen vermeiden diese Situationen und trainieren ihr Ego nicht. Du aber gehst genau den richtigen Weg.

Die Alternative wäre ständig Männer zu sehen die dir gefallen und dann jedes Mal zu zögern, um dann später zu denken "Hätte, könnte, würde...."
Und das ist das einzige vor dem man sich wirklich fürchten sollte. Nur die Angst vor Zurückweisung ist unangenehm, erkennt man dann, dass sie völlig unbegründet ist, lacht man darüber.

Viele Menschen werden deine Offenheit sehr zu schätzen wissen. Selbst, wenn sie kein Interesse haben. Denn sie wissen, dass du zu einer außergewöhnlichen und kleinen Gruppe Menschen gehörst. Menschen lieben alles was besonders und selten ist. Indem du deine Gefühle offen zeigst, bist du etwas sehr besonderes und außergewöhnliches, da die meisten zuviel Angst davor haben zu zeigen wer sie wirklich sind.

Geh diesen Weg weiter und du wirst unweigerlich Erfolg haben. Mut wird tatsächlich belohnt. ;-)
 
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  • #5
Wenn z. B. euer "Objekt der Begierde" ... euch sogar aus dem Weg geht, weil er/sie gemerkt hat: Der/die steht auf mich. Ich aber nicht auf ihn/sie.

Sowas ist natürlich doof und fühlt sich auch so an. Ich hatte es vor kurzem auch, dass mich jemand quasi weggestoßen hat im Sinne von "du bist lästig" (obwohl ich ihn nun wirklich nicht angebaggert habe, aber es muss wohl mein zartes Zeigen von "ich mag dich" gewesen sein) Ich hab dann das Zeigen meiner Sympathie für ihn eingestellt und bin einfach freundlich zu ihm, wenn wir miteinander zu tun haben. Wen meine Gefühle dieser Art erschrecken oder nicht interessieren, der muss das auch nicht sehen und ja - der hat Pech :D


Eigentlich nicht. Nur wenn ich Signale falsch gedeutet habe, dann ja. Aber auch nur kurze Zeit, weil - ich würde auch niemanden hassen oder verteufeln, der meine ablehnenden Signale nicht verstand.
Früher war das schlimmer, da hab ich jede Ablehnung schlimm empfunden, weil ich mich selber abgelehnt habe und unterschwellig meinte, ich verdiente keine Liebe und kein Wunder, dass mir das bestätigt wird. Heute denke ich mir, es hat nichts mit meinem Selbstwert zu tun, wenn der andere mich nicht so mag wie ich ihn.

Habt ihr das Gefühl, euch etwas vergeben zu haben?

Nein.

Habt ihr euch schon mal nachträglich richtiggehend geschämt, wenn ihr jemandem eure Gefühle gezeigt habt? Und wenn es nur ein nettes "Ich mag dich" war, und der Mann wechselt fortan lieber die Straßenseite und tut, als kennt er einen nicht mehr?

Der Mensch hat ein Problem, wenn er sich so verhält. Und nicht Du. Lass das Problem bei ihm. Niemand, der aufgeschlossen ist und anderen Menschen zugewandt, reagiert so.

EIGENTLICH habe ich ja nichts Schlimmes verbrochen, wofür ich mich schämen müsste.

Natürlich nicht. Wie gesagt, sein Verhalten ist verdächtig - hat vielleicht psychische Probleme, wer weiß?

Und bekomme trotzdem einen hochroten Kopf, wenn ich an die Situation denke ...

Naja, kann ich mir schon vorstellen, dass es mir auch so gegangen wäre. Aber ich glaube, Du siehst in diesem Fall nur Dich in der Situation. Vielleicht hat er wirklich ein Problem psychischer Art oder es ist sonstwas, warum er so reagiert. Es hilft, wenn man sich in solchen Fällen immer vorstellt, das eigene Verhalten würde einem gerade durch wen anderes geboten. Was würdest Du über jemanden denken, der sagt "ich mag dich", wie würdest Du reagieren. Dann siehst Du, dass SEINE Reaktion seltsam ist, und nicht Deine Aktion etwas, dessen man sich schämen müsste.

Oder sollte man in so einem Fall versuchen, selbstbewusster zu sein nach dem Motto: SEIN Problem, wenn er mit einem im Grunde eher harmlosen Satz ( es war ja kein Liebes-"Geständnis") Probleme hat?

Genau :) Denk nicht weiter drüber nach, ob mit Dir irgendwas nicht stimmt.
 
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  • #6
Hallo,


ja, ist mir schon passiert, unerwiderte Gefühle. Es war mir peinlich. Aber die Ablehnung war so nett und höflich (Danke, aber es ist nicht möglich), dass es nicht so schlimm war.

Der Mann allerdings, den Du beschreibst mit seiner absolut unhöflichen und total überzogenen Reaktion,dem trauere nicht hinterher. Der hat wirklich ein Problem bei dieser Verhaltensweise.

Du hast Recht, Du hast kein Verbrechen begangen, mußt Dich nicht schämen.

Es gibt sogar Männer, die sich freuen würden, wenn eine Frau den Mut hat und den Anfang macht.

Es ist doch so: Von der ganzen Männerwelt wird verlangt, dass sie den Anfang immer machen müssen, demgemäß auch sie immer die Körbe kassieren und aushalten müssen. Manche Körbe,
hier im Forum auch beschrieben, so schroff und vulgär (verp+++ Dich, hau ab, wortloses Wegdrehen mit zusammengepreßten Lippen und verächtlichem Gesichtsausdruck).

Da schämt man sich seiner arroganten Tussi-Geschlechtsgenossinnen. Solche Frauen mag ich nicht kennen.

Also Kopf hoch. Zur Abwechslung könntest Du doch das nächste Mal die Straßenseite wechseln,
Aber das wäre kindisch und nicht souverän.. Übersieh diese seltsame Type einfach.

Und schäme Dich nicht.

Gruss, W
 
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  • #7
Gute Frage. Ich habe das schon häufiger erleben müssen jemaden zu mögen, der mich aber nicht genauso gern hat. Das ist eine sehr traurige Sache. Ich kann es nicht nachvollziehen wenn sich Männer dann dermaßen distanzieren, als habe man etwas verbrochen. Das ist mir zum Glück auch nur einmal passiert dass sich ein Mann dann so stark abgewandt hat von mir. Ich verhalte mich ganz normal wenn der andere auf Distanz geht. Natürlich merke ich das, aber ich will mich nicht noch lächerlicher machen und bleibe daher auch nach einer Zurückweisung höflich. Ist zudem fraglich weshalb der andere sich so distanziert. Vielleicht ist er in einer Beziehung und hat Angst vor der Situation. Oder er ist so unsicher, dass er gar nicht weiß wie er sich verhalten soll. Ich würde einem Mann erst Gefühle offenbaren wenn ich mit ihm in einer Beziehung bin, vorher nicht. Klar kann man sagen ich mag dich oder du bist mir wichtig ect- das ist doch völlig ok sowas dem anderen zu sagen! Dafür braucht sich niemand zu schämen. w 34
 
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  • #8
Liebe FS.

ein klares "Nein ", bitte schäme dich nicht wenn deine Gefühle die du ausgesprochen hast in diesem Fall nicht erwidert werden.
Den Mut für Gefühle einzustehen,diese auszudrücken, noch dazu wenn man nicht weiß wie sein Gegenüber damit umgeht, halte ich für unglaublcih stark und integer.

Ein großes Lob an dich und ich wünsche dir von Herzen einen netten Mann in naher Zukunft,
der sich freut, eine Frau an seiner Seite zu wissen die in Kontakt mit ihren Gefühlen ist.
 
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  • #9
Früher war mir das endlos peinlich, generell Gefühle zu zeigen, egal ob sie erwidert werden oder nicht. Wenn nicht war das natürlich noch schlimmer, aber genau weil man das meistens nicht weiß war es mir so unangenehm.

Vor kurzem hatte ich was mit einem Mann, ich war unglaublich verliebt, er anscheinend nicht. Zumindest wollte er keine Beziehung. Ich habe ihm trotzdem gesagt dass ich für ihn etwas empfinde und es mir war bedeutet hat mit uns beiden. Das habe ich nicht mitleidserregend oder vorwurfsvoll rübergebracht, sondern ganz sachlich. Inzwischen ist mir das egal. Ich bin selbstbewusst und es gibt genug andere Männer, die sich für mich interessieren.

Ich finde es eher traurig, dass man heute keine Hemmungen mehr haben muss, jemandem zu sagen, dass es nur ne Affäre ist und man außer Sex kein Interesse hat, aber Gefühle gestehen ist ein Tabu?!

Muss jeder selbst entscheiden, aber ich stehe inzwischen zu mir und meinen Gefühlen.
 
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  • #10
Eigentlich sollte da überhaupt nichts dabei sein. Wenn du ihm signalisiert hast, dass du ihn interessant findest, er dir das Gegenteil signalisiert hat und du nicht weiter versucht hast, ihn von dir zu überzeugen, kann er dir nichts vorwerfen.

Dass er jetzt die Straßenseite wechselt und dich vollkommen ignoriert finde ich eher peinlich. Es ist sicher nicht schlecht, wenn ihr jetzt etwas Abstand habt und angeblich sollen ja auch Verliebtheitsgefühle nach ca. 2 Wochen weg sein, wenn man denjeniger in der Zeit nicht sieht und auch nicht an ihn denkt. Aber deswegen muss man ja nicht gleich unhöflich werden.

Allerdings kannst du natürlich an seinem Verhalten nicht viel ändern, es sei denn, du würdest ihn darauf ansprechen wollen. Lass ihn am besten einfach machen und denk dir nichts dabei, bzw. kümmer dich um deine eigenen Gefühle! Immerhin weißt du jetzt woran du bist.

Und schäm dich auf gar keinen Fall dafür, dass du ihm gezeigt hast, wie du fühlst! Das erfordert Mut!

w27
 
  • #11
Ich finde es sehr positiv wenn jemand keine Spielchen spielt, zu seinen Gefühlen steht und diese auch offenbart, er kann verletzt werden, aber er weiß Bescheid und er weiß, dass sie es auch weiß.

Dieses hin und her taktieren, grübeln, analysieren, sich was schön reden oder nächtelang Freunde dazu befragen fällt in die Tonne.

Die Gefühle wurden offenbart und fertig.

Natürlich tut es weh, wenn sie nicht erwidert werden.
Dennoch hat man ein reines Gewissen als diejenigen, die nur ewig um den heissen Brei schleichen, aus Angst verletzt zu werden und später einer Chance nachtrauern.

Man trauert so keiner Chance nach, aber man muss verarbeiten, das ist richtig, erzwingen kann man keine Zuneigung. Peinlich ist es nicht, es ist eine starke Geste und Hut ab, wer sich das traut.
 
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  • #12
Früher ja, heute nicht mehr. Früher konnte ich aber auch nicht damit umgehen, wenn mich jemand mochte, den ich nicht so mochte.

Heute mag ich auch Menschen, die mich nicht zurück mögen, und weiß, dass diese neue Eigenschaft ein großer Gewinn für mich selbst ist. Heute achte ich alle Menschen, die mich mögen. Und mit der Zeit gewöhnt man sich oft an die Menschen, die einem wohl gesonnen sind und möchte sie nicht mehr missen. Der erste Eindruck trügt mangels Erfahrung nämlich doch oft.

Man nennt dies auch bedingungslose Liebe bzw. Zuneigung, da sie nicht an eine Erwartung geknüpft ist. "Ich mag dich nur, wenn du mich auch magst" ist keine echte Zuneigung, sondern ein Geschäft.


w32
 
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  • #13
Ich steh nicht ohne Anlass einfach so auf jemandem: Normalerweise mag ich einen Mann, wenn er mich mag. Deshalb passierte mir so etwas nicht bis auf eine Situation vor kurzem. Weil es eine einzige Situation war, nimmt es mich etwas mit.

Mein Interesse und Vertrauen war von ihm durch seine Hartnäckigkeit (positiv gemeint) erweckt. Als Reaktion ging ich auf ihm zu mit einem netten und impliziten "Ich mag Dich. Darum würde ich Dich sehr gerne näher kennenlernen und wir schauen was daraus wird". In dem Moment wandte er sich plötzlich ab und wirkte, ob er geschockt war. Und es war jemand, von dem ich im Leben so etwas nie erwartet hätte.

Es ist mir nicht peinlich. Es ist mir unverständlich - und das ist noch schlimmer. Gerade weil er davor wusste, dass ich mit meinen Gefühlen und den Gefühlen von anderen vorsichtig umgehe, halte ich sein Verhalten eh als vorsätzlich.

Selbstbewusst sein heißt m.E. nicht, derartige blöde Situation mit Humor überspielen zu können. Sondern es bewusst zu sein, dass man auf falsche Person geraten ist, die mit einer einfachen Symphatieerklärung nicht umgehen kann.

Im Übrigen bin ich eine sehr gelassene Frau.

W.
 
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  • #14
Liebe FS

nein - ich schäme mich nicht meiner Gefühle.
Die tieferen Ursachen warum ich mich jetzt und hier in einen bestimmten Mann verliebe ergründe ich nie hinreichend. Es wird Gründe geben die mein Verstand nicht weiss. Da ich mich nur alle paar Jahre überhaupt einmal verliebe und das nie auf 1. Blick schmerzt es schon wenn da nicht mal Sympathie kommt. Schliesslich ist es eine Auszeichnung wenn jemand meint "Du bist der /die Richtige". Viele wissen das heute nicht mehr zu schätzen, nach dem Motto: es kommt genug nach, warten wir es ab.
Ich denke der richtige Zeitpunkt ist immer der Moment in dem ich mich verliebe. Verliebte sind halt ein bisschen egoistisch. Sie glauben im Ernst die Welt dreht sich um sie. Wenn du abgewiesen wirst weisst du halt sofort es ist nun mal anders. In Beziehungen erfährst du es häppchenweise. Was ist nun schlechter, was besser ?
 
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  • #15
Ja, ist schon mal peinlich gewesen, zumal, wenn ich liebe, dann auch gleich richtig und richtig viel dabei investiere - also sozusagen alles reinstecke, um den einen Mann zu bekommen. Ich habe "ihm" einmal einen 11 seitigen Liebesbrief geschrieben und dabei eigentlich noch gar nicht gekannt bis auf ein "Hallo". Das war ganz schön peinlich im Nachhinein. Wir hatten aber trotzdem eine 10 jährige Affäre hinterher. War also wohl doch nicht so verkehrt.
 
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  • #16
Peinlich? Nein. Es macht mich vielleicht etwas traurig, Aber auch bestimmt nicht wütend. Denn wie kann ich auf jemanden wütend sein, nur weil er mich nicht mag oder gar liebt - solche Gefühle halte ich für sehr grenzwertig.

Ich mag oder liebe ja auch nicht alle Menschen.

Jemanden seine Gefühle zu offenbaren ist schon sehr mutig.

w
 
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  • #17
Es erfordert sehr viel Mut jemand seine Gefühle zu gestehen !

Es ist nicht mutig, sondern schlicht dämlich, für beide peinlich und vor allem: kontraproduktiv.
Gefühle sind keine Verbrechen, deshalb muss man sie nicht "gestehen", aber ich selbst erinnere mich gut daran, wie mir mal ein Mann, der mich absolut nicht interessiert hat, sowas eröffnet hat. Zuerst einmal bin ich auch allen Wolken gefallen, fortan bin ich ihm aus dem Weg gegangen, wo ich nur konnte, und seine Chance, mich näher kennenzulernen und sein Interesse zu wecken, war damit ein für alle Mal hin.

Liebe Männer und Frauen, wenn ihr euch in jemanden verguckt, gibt es viele Möglichkeiten, sich dieser Person zu nähern und Interesse und Gefühle zu wecken. Wenn ihr beides im Keim ersticken wollt, dann macht einem ahnungslosen Gegenüber solche Geständnisse.

Unerwiderte Gefühle sind nicht peinlich; das kann jedem passieren, ist mir (w) auch schon geschehen. Es wäre mir nicht im Traum eingefallen, den armen Mann durch irgendwelche Geständnisse in Verlegenheit zu bringen. Ich kenne andere Möglichkeiten, einen Mann zu umgarnen ... und wenn es dann nicht klappt: schmerzlich, Pech gehabt. Wenigstens kann man noch unbefangen miteinander umgehen, als Kollegen, als Freunde, als Sportkumpel, als Angehörige derselben Clique.
 
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  • #18
Ich habe schon vor längerer Zeit damit aufgehört, einer Frau, die mich interessiert, das auch zu sagen. Warum? Weil ich immer - mal mehr mal weniger höflich - einen Korb bekommen habe. Sicher, ist die Situation danach etwas seltsam, peinlich war es mir aber nicht. Trotzdem gehe ich diesen Frauen seit dem so gut es geht aus dem Weg, denn ich möchte nicht jedesmal wieder an die Abfuhr erinnert werden. Und so halte ich es auch mit meinem aktuellen "Objekt der Begierde". Ich weiß, dass sie kein weitergehendes Interesse an mir hat, ein Annäherungsversuch meinerseits also zwangsläufig in einer Absage enden würde. Deswegen habe ich den Kontakt auch abgebrochen.
 
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  • #19
Ja, es ist peinlich, machen wir uns nichts vor. Mir ist es peinlich, wenn ich Signale übersehen habe, die Gefühle des anderen falsch eingeschätzt habe, zu weit "vorgeprescht" bin, taktischer hätte sein können, usw. Es ist aber vor allem in den eigenen Augen peinlich, weil man die Erwartungen an sich selbst nicht erfüllt hat ("warum war ich nicht geschickter") und der andere hat es mitbekommen.
 
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  • #20
Es kommt darauf an, ob die betreffende Person von vorneherein Desinteresse signalisiert bzw. für ein intimes Verhältnis gar nicht in Frage kommt (weil verheiratet oder fest liiert), oder ob sie nach anfänglichem Interesse eine Kehrtwendung vollzogen hat. Wenn einem plötzlich ein "sorry, aber mit dir nicht" signalisiert wird, dann ist einem das freilich peinlich, weil der Freundeskreis ja zur Kenntnis nimmt, daß man bei der Frau offenbar dann doch nicht "landen" konnte, obwohl es anfangs so aussah.

Man steht dann da, die Freunde fragen "wollte deine neue Freundin nicht auch mitkommen?", und ist plötzlich in der Pflicht, etwas erklären zu müssen, das man selber nicht versteht, weil man ihr ja keinen Anlaß gegeben hat und sie auch keine Gründe genannt hat. Peinlich, ja. Sehr peinlich sogar.
 
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  • #21
Du solltest dich nie für das schämen was du fühlst. Es ist auch immer besser kongruent zu sein. Sich also so zu geben wie man ist.Dann wirst du genau solche Menschen in deinem Leben haben die dich genau dafür schätzen

Ich schäme mich rückwirkend überhaupt nicht für nicht erwidertes Interesse, sondern ausschließlich für die Momente in denen ich zögerte. Selbst Jahre später stelle ich mir manchmal noch die Frage "Was wäre passiert, wenn..."

Diese Zweifel habe ich nie, wenn ich genau gesagt (oder gezeigt) habe, was ich wirklich denke und will. Vielleicht weil man dann genau weiss, dass man sich nicht versteckt hat und keine Chance im Leben einfach so vorbeiziehen lässt. Vielleicht ist es auch der Lohn dafür mutig zu sein oder hat andere Gründe. Auf jeden Fall fällt mir das immer wieder auf. Ehrliches Interesse ist nichts für das man sich schämen sollte, sondern etwas auf das man stolz sein muss. Harsche Reaktionen oder Abfuhren haben nichts mit dir zu tun, sondern zeigen nur, dass die betreffende Person gerade unglücklich, schlecht gelaunt, von Komplexen geplagt oder irgendwie anders negativ beeinflusst ist. Du hast etwas wundervolles getan und die meisten Menschen werden das auch als solches erkennen.

Frauen die das noch nie gemacht haben, wie hier jmd schrieb, werden zunächst vor allem sehr negative Assoziationen haben, sich verletzt und erniedrigt fühlen. Aber das liegt ausschließlich daran, dass der eigene Verstand eine so 'neue', ungewöhnliche und (mangels ähnlicher Erfahrungen) zunächst stressbelastete Situation als eine Art Lebenstest interpretiert. Wie eine wichtige mündliche Prüfung mit kritischen Prüfern. Ohne verfügbaren emotionalen Präzedenzfall, versteht ein diesbezüglich unerfahrener Mensch so etwas als Prüfung die man entweder besteht oder durch die man durchfällt.

Da man nur bei wichtigen Punkten in der Karriere (Prüfungen, Bewerbungsgespräche, Moderationen, Präsentationen, etc.) derartig 'getestet' wird, misst der eigene Geist die aktuelle Situation mit ähnlich stressbelasteten Situationen in der Vergangenheit, etwa Prüfungen. Ohne zu realisieren, dass dies eine ganz andere und völlig harmlose Situation ist. Doch der Körper reagiert entsprechend der Bedeutung die wir einer Aktion (oder Vorgang) beimessen. Geht es für uns um Leben und Tod, dann reagiert der Körper entsprechend.

Das ist auch der Grund warum Männer die zum ersten Mal eine Frau ansprechen von Herzrasen, feuchten Händen und sogar kompletten Blackouts geplagt sind. Alles was fremd ist bereitet vielen Menschen mehr oder minder starkes Unbehagen. Entsprechend unserer Gedanken und Ängste erfolgt eine proportionale Reaktion des Körpers. Der dann auf diese Ängste reagiert und auf Notfallprogrammierung schaltet, genau wie in tatsächlich gefährlichen Situationen. Der Geist lässt die Gedanken quasi Realität werden. Wer das verstanden hat, kann beginnen sich wirklich zu entspannen. Das geht jedes Mal besser und wird leichter, da man nicht wirklich in Gefahr ist.
 
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  • #22
Es gibt die Menschen verschieden, da muss der Mann ja nicht gleich gestört sein, Blödsinn, dem ist das halt unangenehm, wenn er dich sieht. Er wechselt die Straßenseite, weil es eben für ihn so besser ist. Der hat Angst vor Konfrontation. Da muss er dir ja nicht noch auf die Schulter klopfen, weil du so mutig warst. Man merkt im Normalfall, wenn der andere auch interessiert ist.
 
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  • #23
Ja. Sehr peinlich. Es ist mir einmal passiert, dass ich mich intensiv in einen Kollegen verliebt habe und es ihm sogar sehr vorsichtig gestanden habe (was ich sonst NIE machen würde...). Der Mann konnte mich danach gar nicht mehr begegnen und war nicht mal Bereit für ein kurzes, klärendes Gespräch.
Viel später habe ich zufällig erfahren, dass er eigentlich Schwul ist. Ich schäme mich immer noch für mein Verhalten...
w
 
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  • #24
Ja, leider, und leider auch mehrmals.

Ich hatte allerdings nicht nur "Interesse", sondern war hoffnungslos verliebt, in einen Mann nach dem anderen. In vielen Fällen hat das soziale Umfeld gemerkt, dass ich es nicht lassen konnte, den Betreffenden anzusehen oder mit strahlenden Augen von ihm zu reden. Einmal hat der Mann dies sogar als letzter erfahren, und daraufhin war ich die einzige, die nicht wusste, warum er mir ständig aus dem Weg ging und nur schroffe Antworten gab, wenn ich ihn ansprach (ich hatte kein "Geständnis" gemacht). Mehrmals bin ich in der Öffentlichkeit in Tränen ausgebracht, weil meine Gefühle so heftig waren. Das fing an, als ich ca. 16 Jahre alt war, und ging bis ich 29 war und eine Art Zusammenbruch hatte. Ich konnte für meine Gefühle nichts und war auch nicht in der Lage, sie abzuschalten. In manchen Fällen habe ich meine Gefühle eingestanden und bekam eine mehr oder weniger höfliche Abfuhr, in anderen Fällen habe ich nichts gesagt. Der Schmerz war derselbe. Einige der Herren waren vergeben oder schwul, andere fanden mich einfach nicht attraktiv. Mehrmals habe ich Jobs gekündigt, Hobbies aufgegeben, weil ich es nicht ertragen konnte, den Angebeteten zu sehen und dass andere über mich redeten. Das waren meine prägenden Erlebnisse im sexuellen Bereich, und ich denke, das ist mitunter ein Grund, warum ich bis heute Langzeitsingle und kinderlos bin. Mein Herz verschenke ich nicht mehr, ist mir zu gefährlich.

w38
 
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  • #25
Es kommt auf die Situation an.
Wenn gewisses Interesse des Gegenübers vorhanden war und Du mit der verbalen Äußerung schneller warst, dann ist es völlig in Ordnung. Du hast gesagt, dass Du ihn lediglich magst. Er wechselt die Straße, weil er darin falscherweise mehr als Mögen sieht und er kein Verbindliches möchte. Es kommt eh bei schüchternen Männern vor.
 
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  • #26
Der Mann hat keine Probleme, er löst das auf seine Art. Da kannst du nicht erwarten, dass er dich noch freundlich grüßt. Da schwingt ein Unwohlsein mit. Er verdeutlicht, dass er dazu steht und keinen Kontakt wünscht.

Das Problem hast du und wenn du nicht beruflich usw. mit ihm zu tun hast , dann solltest du das akzeptieren und darüber hinwegsehen. Oder einen großen Bogen machen. Dann kennt er dich nicht mehr und du ihn eben auch nicht. Ist doch sinnlos, sieh nach vorne und hake das ab. Kindergarten sowas, unter erwachsenen Menschen. Pfeif drauf, fertig.
 
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  • #27
ich denke mir sehr wohl: "Sein Problem..."- bekomme keinen "hochroten Kopf" ABER
verletzt bin ich sehr!
"peinlich" ist hierfür der falsche Begriff!- manchmal klappt´s eben (leider :-( ) nicht!
KOPF HOCH!
 
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  • #28
Ein wenig, ja, aber eher schmerzhaft als peinlich, finde ich.
Doch wie schon Goethe sagte: "Wer nicht liebt, und wer nicht irrt, der lasse sich begraben."
Rückblickend schmerzen verpasste Chancen und was-wäre-gewesen-wenn viel mehr!
(w/47)
 
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  • #29
Naja, ich kann beide Seiten verstehen, da ich schon beide Seiten erlebt habe.
Wenn man dem Sympathiebekunder gegenüber nicht zufällig die gleichen Gefühle entgegenbringt, steckt man schon ein wenig in der Klemme.
Man will diejenige/denjenigen mit seiner Reaktion darauf nicht verletzen, aber auch keine falsche Hoffnungen schüren.
Viele haben Angst davor, wie das Gegenüber bei einer "Abfuhr" reagieren wird und gehen dem ganzen lieber komplett aus dem Weg.
 
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  • #30
Für Zuneigung muss man sich nicht schämen. Sie ist wunderbar und man sollte sie als Kompliment betrachten, immerhin wird einem gerade erklärt, wie liebenswert man ist. Es gibt jedoch Menschen, die das als Verpflichtung und Stress ansehen und damit nicht umgehen können. Schade eigentlich, aber auch eine Facette dieses Menschen.

Ich habe manchmal 10, 20, 30 oder mehr Körbe nacheinander bekommen. ....
Nach ca 100 Körben, hatten diese ganz einfach keinen negativen Effekt mehr.
Obiger Schreiber hingegen scheint seine Gefühl allzuschnell zur Hand zu haben und das spürt eine Frau. Kein Wunder, wenn es Körbe hagelt. Hier wird das persönliche Gefühl zu einem bestimmten Menschen offenbar mit "Möglichkeiten", also flüchtigem Anbaggern (das Gefühl kommt dann schon) verwechselt oder als solches angesehen. Interessant, wie unterschiedlich die Betrachtungen sind, was "Gefühle" überhaupt bedeutet.
 
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