• #1

Sind gebildete Menschen empathischer und verständnisvoller?

Liebes Forum,

bin schon seit einigen Jahren Single und mein Traummann ist bislang immer noch nicht dabei gewesen. Bei meiner Suche bin ich bislang sehr bescheiden gewesen, dh ich habe keinen Mann nach bestimmten Grunddaten (wie zB Erscheinungsbild, Job oder Bildung) sofort aussortiert, sondern habe mir Mühe gegeben die Persönlichkeit der Person herauszufinden. Nun musste ich in den ganzen Jahren leider die Erfahrung machen, dass ich (es wird jetzt vermutlich etwas schräg kriegen) mit keinem Mann klarkommen konnte, der nicht mindestens ein Vollabitur hatte. So gut wie alle, die wenig gebildet waren, waren oft sehr verständnislos, aggressiv oder hatten kaum Einfühlsamvermögen. Es gab auch einige wenige Akademiker, die ebenfalls kaum Empathie verfügten, aber dies in einem gefühlten Verhältnis von 1:10. Mittlerweile habe ich wirklich Probleme mich auf einen Menschen einzulassen, wenn er mir erzählt, dass er nur eine Ausbildung hat. Nun habe ich wieder einen Mann kennengelernt, der mir erstmal sympathisch ist, allerdings wenig gebildet und ich muss mich, aufgrund meiner negativen Erfahrungen, fast dazu zwingen, um ihm eine Chance zu geben. Deshalb stelle ich mir die Frage, ob ich einfach nur in den fast 4 Jahren andauernd Pech hatte oder ob in der Tat ein Zusammenhang zwischen Bildung und Empathie besteht? Aus meiner Sicht denke ich schon, dass die Bildung erheblich zu meiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat. Ich habe während der Studiumszeit gelernt disziplinierter zu arbeiten, Dinge nicht nur schwarz und weiß zu sehen, analytischer nachzudenken, Sachverhalte zu analysieren, diese aus allen möglichen Perspektiven zu betrachten und mich in gewissen Situationen einzufühlen etc.. das sind -nach meiner Überzeugung- Dinge, die mich empathischer und verständnisvoller gemacht haben: Kein Tunnelblick. Ich lege einen sehr großen Wert darauf, dass der Mann neben mir einfühlsam ist. Feht die Empathie bei meinem Gegenüber so werde ich oft nicht verstanden, was wiederum zu Konflikten führt. Was mir desweiteren wirklich sehr oft passiert ist, dass Menschen die keine Akademiker sind, versucht haben mir Gegenüber „Akademiker“ zu demütigen- ohne, dass ich mich irgendwie dazu geäußert habe. Es reicht schon oft aus, wenn ich beim Kennenlernen ganz normal sage, was ich so gemacht habe und als was ich arbeite, dann kommen da Sätze, wie: „Ah, ein Studium ist doch nichts, das schafft doch jeder mit links“ etc. (Mal etwas überspitzt ausgedrückt). Das empfinde ich total abstoßend, weil ich ganz genau weiß, dass es gar nicht so einfach gewesen ist zu studieren, im Existenzminimum zu leben und nebenbei noch zu arbeiten. Außerdem bekomme ich das Gefühl, dass der Mensch neben mir einfach Komplexe hat und kein Selbstbewusstsein besitzt. Ich möchte nur wissen, ob es bislang nur mein Pech war oder ob die Bildung doch in gewisser Hinsicht die Persönlichkeit eines Menschen bestimmt. Was sind eure Erfahrungen bezüglich dessen? Und wie wichtig ist euch die Bildung?
 
  • #2
„Ah, ein Studium ist doch nichts, das schafft doch jeder mit links“
Wie reagierst du auf solche Sätze? Ich finde, wenn einer so einen Spruch bringt, darf man ihn schon fragen: Und? Warum hast du es nicht gemacht?

Das sage ich als Nichtstudierte. Ich habe auch "nur" eine Ausbildung, arbeite aber in einem ganz guten Beruf in einer Behörde und verfüge über eine Menge Empathie und Verständnis. Ich glaube nicht, dass diese Charaktereigenschaften etwas mit der Bildung zu tun haben. Es gibt so herzensgute Menschen in einfachen Berufen, während so manch ein Akademiker meint, er müsse auf Nichtstudierte herabblicken und sich selbst als was Großartiges fühlen.

Nein - Bildung und Charakter sind unabhängig voneinander. Aber wenn jemand versucht dich runterzumachen, weil er selbst mit Minderwertigkeitskomplexen behaftet ist, solltest du dir das keinesfalls gefallen lassen.
 
  • #3
Hallo Rose,

zunächst einmal schön, dass es anderen ähnlich geht wie mir ;)
auch ich suche jemanden, der über Empathie verfügt. Leider gibt es nicht viele solche Männer. Vielleicht ist bei Männern auch Empathie nicht oft gegeben? Mir sind zumindest nur wenige davon wirklich begegnet. Ich finde Bildung an sich wichtig und es zeigt mir auch, ob jemand gerne lernt und wissbegierig ist. Ich würde jetzt aber nicht sagen, dass Akademiker per se empathischer sind. Das können auch Handwerker, Krankenpfleger, also vor allem Männer im sozialen Bereich sein. Es gibt viele Akademiker, die auch nur ein Expertenwissen in ihrem Fach haben und das macht für mich einen Mann nicht gerade attraktiv. Davon sind auch viele arrogant und rücksichtslos...ich denke da an Juristen und viele narzisstische Ärzte. Da würde ich auch eher aufpassen, wenn derjenige zu sehr nach Status/Macht lebt, denn die sind nicht empathisch.

Ich mag vielseitig interessierte und geistig rege Menschen...sensible oder hochsensible (ich gehöre da auch dazu) sind zudem auch oft empathisch. Bei mir wirkt sich das so aus, dass mich Schicksalsschläge anderer Menschen auch tief berühren und ich mich schwer abgrenzen kann. Das ist widerum ein Nachteil der Empathie.

Alos kurz und knapp: Bildung ja gerne, aber Bildungsweg völlig egal. Es kommt auf den Mensch an und ob er sozial eingestellt ist...eher in helfenden Berufen zu finden, er engagiert sich gerne sozial, mag Natur und Tiere). Mir sind die bescheidenen Männer mit geringem Status viel lieber als die aufgeblasenen und arroganten Juristen und Bänker im Anzug.
 
  • #4
Hi,

dass Bildung und Empathielosigkeit zusammen hängen finde ich nicht!

Allerdings habe ich einen recht hohen Status und festgestellt dass wenn ich mit Männer n zusammen war die da nicht mithalten..dass es sie! gestört hat nicht mich. Die fühlten sich unterlegen und haben versucht mich kleinzu machen.
Obwohl mir persönlich Status schnurz ist. Aber das Gegenüber muss selbstbewusst sein wenn s ein Gefälle gibt.
 
  • #5
ich weiss nicht, ob gebildete Menschen empathischer und verständnisvoller sind.

Ich kann aber sagen, dass Akademiker meistens einen weniger groben Umgangston haben.

Das Nicht-Akademiker eine akademische Ausbildung herabwürdigen wollen nach dem Motto alle Akademiker sind lebensuntaugliche Theoretiker, die alles nur aus Büchern wissen, habe ich auch schon erlebt
 
  • #6
Ich möchte nur wissen, ob es bislang nur mein Pech war oder ob die Bildung doch in gewisser Hinsicht die Persönlichkeit eines Menschen bestimmt.
Guten Abend FS
Was für eine krude Theorie. Als wenn Mann oder Frau Empathie in der Schule gelehrt bekommt.
Ich glaube, dass Empathie bei Akademikern und Facharbeitern gleich verteilt ist. Es gibt hochintelligente Akademiker die nur in ihrer eigenen Welt leben und es gibt genausoviele Facharbeiter denen ihre Mitmenschen egal sind. Empathisch zu sein, erlernt amn doch nur durch den Umgang und den Kontakt mit anderen Menschen.
Soziale oder helfende Berufe sind da ein super Einwurf. Kein Pfleger, Sozialarbeiter, Lehrer, Kindergärtner, ... kann es sich erlauben ein Stinkstiefel zu sein, wenn er seinen Beruf gut machen will.
 
  • #7
Mir ist Bildung sehr wichtig, aber die gebildesten Menschen haben alle das Gymnasium abgebrochen. Bildung fängt erst nach der Schule an! In der Schule werden Mitläufer und Idioten produziert, aber keine selbstständige, selbst denkende Menschen! Z.B. wenn du heute lange studierst bis über Mitte 20 und dann erst in den Job einsteigst, bleibst dir keine Zeit mehr, für Karriere + Kinderkriegen/Familie/Beziehung. Das ist dumm und deswegen hast du auch diese Probleme, wie alle anderen Frauen hier.

ob ich einfach nur in den fast 4 Jahren andauernd Pech hatte oder ob in der Tat ein Zusammenhang zwischen Bildung und Empathie besteht?
Du wälzt dein Problem auf die Männer, anstatt es bei dir zu suchen. Es kann ja auch sein, dass du nur hinter dem PC hängst und zu wenig ausgehst oder zu introvertiert bist und denkst, man muss für das Glück nichts tun.

Ich lege einen sehr großen Wert darauf, dass der Mann neben mir einfühlsam ist.
Entschuldigung, aber legt darauf nicht jeder wert? Niemand will schlecht behandelt werden! Du musst dir einfach die richtigen Männer suchen! Vielleicht bist du einfach zu passiv und lässt dich von Männern ansprechen?

„Ah, ein Studium ist doch nichts, das schafft doch jeder mit links“ etc.
Das hat doch aber nichts mit Bildung zu tun, das ist zwischenmenschliches Geplänkel, um dich als Frau abzuchecken, ob du gleich an die Decke gehst oder wie schlagkräftig du reagierst. Und die meisten Menschen sind eben nun mal Idioten in dieser Gesellschaft - unabhängig von der Schule oder Bildung.

empfinde ich total abstoßend, weil ich ganz genau weiß, dass es gar nicht so einfach gewesen ist zu studieren,
Wer zwingt dich, mit diesen Männern zu reden? Deine schulische Hörigkeit?

Nein, Empathie hat nichts mit Bildung zu tun. Gebildete können Empathie auch vorspielen und dich reinlegen, um zu bekommen, was sie wollen. Empathie ist Erziehungssache. Einige Menschen sind aber nicht so hörig, um sich den Mund verbieten zu lassen, um jedem Menschen empathisch zu begegnen. Warum auch?

Vielleicht verkennst du das Problem? Männer sind einfach nicht so schnell von dir/von Frauen allgemein emotional abhängig, wie du von ihnen, dass sie gleich empathisch abhängig und unterlegen sich vor jedem benehmen. Männer bleiben bei sich. Männer verschenken keinen unnötigen Respekt oder Empathie, sondern das muss man sich alles erarbeiten.
 
  • #8
Hallo liebe FS,

ich möchte nur auf Deine Frage im Titel antworten. Kurz und bündig.

Nein, gebildete Menschen sind keineswegs empathischer und verständnisvoller als weniger Gebildete!

Weshalb sollten sie es auch sein? Zwischen Bildung und Empathie besteht null Zusammenhang!

Empathie und Verständnisfähigkeit haben etwas mit Herzensbildung zu tun, und um diese zu erlangen, muß niemand zur Schule gehen...

Ich habe im Laufe meines langen Lebens sogar die Erfahrung gemacht, dass vorwiegend gebildete Menschen unempathischer sind als der "Pöbel" (so wie Du diese Menschen offenbar siehst).

Je gebildeter und erfolgreicher ein Mensch ist, um so mehr sind auch narzißtische Neigungen ausgeprägt, natürlich nicht ausnahmslos, aber zum großen Teil, und viel weiter weg kann man wohl nicht vom empathisch sein sein als Menschen mit solchen Charakterzügen...

Interessanterweise waren die am wenigsten empathischsten/verständnisvollen Männer in meinem Leben, mit denen ich zu zusammen war, und die ich näher kennengelernt habe, unter den Akademikern Ärzte und Anwälte.
 
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  • #9
Nein, sind sie nicht. Empathie hat mit Bildung nichts zu tun.

Nur weil jemand nicht einmal Hauptschule hat, bedeutet das noch lange nicht, dass die Person herzlich ist. Viele sind auch einfach nur ungebildet und eiskalt.

Zu den "unempathischen Gebildeten" kannst Du im Nachbarthread, den ich gestartet hatte, nachlesen.

Ich schrieb, dass ich es momentan besonders schwierig habe, interessante Männer kennenzulernen, da ich zwar in einer hübschen Altbauwohnung wohne, allerdings in.einem sozial schwachen Viertel und hier eher angepöbelt, statt angeflirtet werde,und dass mich dies sehr traurig macht. Und ich bat um Aufmunterung und brauchbare Tips.


Statt dessen ergoss sich kübelweise Hass und Beschimpfungen über mich. Ich sei arrogant. Es geschähe mir zurecht, da ich nichts besseres verdient hätte schliesslich hätte ich eine abgrundtief hässliche Seele. - Nun.ja. Das Internet eben...


All diese Hass-Postings sind auf sprachlich gutem, bis höheren Niveau. Heißt:
Die Schreiber sind gebildet.

Empathisch sind sie nicht. Es gibt keine Verbindung zw. Empathie und Bildung.

Mein Tip ist:
Achte auf Dein Bauchgefühl, wenn es Dir sagt "FINGER WEG!" - auch wenn "objektiv betrachtet" der andere Mensch ein perfekter Match zu sein scheint, von Alter, Bildungsstand, Beruf, Einkommen her. Dein.Bauchgefühl weiß immer Bescheid.

Liebe Grüße!
 
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  • #10
Ich denke, das ist auch eine Generationenfrage.
Wir Kids der 60 er haben nicht derart selbstverständlich studiert wie das heute der Fall ist. Und gewisse Berufe waren bei uns auch noch nicht akademisch. Allerdings mussten diese Jahrgänge auch meist keine Praktika nach Studienabschluss machen.
Ich habe bspw. trotz Studium der Wirtschaftswissenschaften keinerlei Zugang zu Autoren wie Hesse, keinerlei Interesse an klassischer Musik oder an Lyrik.
Es gibt auch nicht "den Akademiker" - Juristen ticken anders als Mediziner, Lehrer und Soz Päds ganz anders als Ingenieure. Philosophen sind mehr Theoretiker als Ingenieure .....
Meine Erfahrung ist die - Menschen mit Personalverantwortung wirken teilweise empathischer - ganz einfach, weil sie es gewohnt sind, Menschen zu lenken. Und diese sind heute oft Akademiker, ganz einfach, weil alle Ausbildungen darunter gelitten haben, dass alle etwas erreichen sollen.
Diplomatie - haben sehr viele Akademiker gelernt. Auf Kosten der Effektivität. Vielleicht empfindest du die akadem. Welt daher als angenehmer?
Ich bin z.B. darauf trainiert, Zusammenhänge zu erkennen, Fehler zu finden und Lösungen zu schaffen. Ausschliesslich den Vorteil meines Mandanten anzustreben. Effektiv, rücksichtslos und ohne jeglichen moralischen Bedenken. Ich bin aber auch der Typ dazu - und daher im Privatleben zwar unkompliziert, aber eher unempathisch. Ich kann nicht verstehen, wie sich jemand um Fragen Gedanken macht, die sich für ihn nicht stellen. Religiöse Menschen - für mich inkompatibel. Oder diese ganzen Wichtigtuer, die sich für grosse Künstler halten ... für mich ist der erfolgreiche Künstler gross. Und einen rauhen Umgangston halte ich für effektiver als das Gerede um den heissen Brei.
"Sagen Sie mir in 10 Worten, was mich interessieren sollte" - daran halte ich mich auch selber. Empathisch und verständnisvoll kommt das nicht rüber. Weiss ich. Das kann jede Friseurin, jeder Autoverkäufer etc besser als ich. Ohne Studium. Aber mit der Einsicht, dass deren Beruf dies erfordert.
 
  • #11
Man kann vielleicht feststellen, dass Menschen, die materiell ums Überleben kämpfen, keine Ressourcen für den Luxus der Empathie übrig haben. Und erst wenn nach Maslows Bedürfnispyramide die Grundbedürfnisse (Essen, Wohnen, Kleidung, usw...) erfüllt sind, werden soziale Bedürfnisse wichtig, die dann verstärkt auch Empathie belohnen.

Da wir uns aber (noch) in einem System bewegen, wo auch Nichtakademiker ihre Grundbedürfnisse decken können, ist das alles keine Frage des Bildungslevels. Ich habe besonders empathische Menschen oft in "Arbeiterfamilien" kennengelernt.

Es gibt aber Studien, die nahelegen, dass man mit viel Empathie eher keine große Karriere machen wird. Denn dazu braucht es die Fähigkeit, Konkurrenten auf dem Weg nach oben, kalt zu stellen und dabei keine Gewissensbisse zu haben.

In wie weit jemand solche Fähigkeiten im Job anschalten und zuhause dann abschalten kann, das ist mir schleierhaft.

Übrigens gibt es Forschung über die Behandlung durch Ärzte. Wie freundlich und wie wieviel Zeit sie sich für Patienten nehmen. Und da kam raus, dass egal wie Leute versichert sind, der Arzt sich viel mehr Zeit nimmt, wenn er jemanden vor sich hat, den er von seiner Kleidung und Sparche her zur eigenen Schicht einordnet.

Es lohnt sich daher immer, wenn man einen "neuen" Arzt besucht, erstmal mit Anzug und Hemd da zu erscheinen. Denn "Empathie" wird v.a. der eigenen Gruppe entgegen gebracht.
 
  • #12
Man sollte eventuell erst einmal entscheiden, was gebildet bedeutet.
Vor 50 Jahren war dies vielleicht auch noch einfacher. Jeder gebildete Mensch sprach lateinisch und diejenigen, die kein Latein konnten, waren automatisch ungebildet. Deshalb war damals ja gerade auf dem Gymnasium Latein die 1. Fremdsprache.

Oft hat auch gebildet eine Art von Anpassung für mich. Geht um zur Oper, dann passt man sich an und geht man zum Fußballspiel passt man sich wieder an. Wer sich nicht anpassen kann, ist für mich nicht gerade gebildet oder man möchte sich nicht anpassen.
 
  • #13
Naja, warum willst du dich rechtfertigen, wenn du lieber einen Akademiker hättest? Für mich ist ein abgeschlossenes Studium Grundvoraussetzung für eine Beziehung. Das ist das Mindeste, was er mitbringen muss. Natürlich gibt es Ausnahmen, aber ich bin mit Männern ohne Studium nach 1-2 Monaten schon auf grundverschiedenen Wellenlängen. Sie fordern mich geistig nicht - und da ist es mir egal, ob sie sich mal daneben benehmen oder nicht - wobei Empathie und Höflichkeit auch Zeichen von Intelligenz sind - aber nicht jeder intelligente Mensch studiert - und umgekehrt sind nicht alle Studierten wahnsinnig intelligent, aber im Schnitt schon mehr.
Dass gebildete Menschen empathischer sind, würde ich allerdings nicht sagen, eher dass intelligente Menschen höflicher sind und bessere Umgangsformen haben. Und Bildung geht mit guten Umgangsformen oft einher. Und deshalb ist die Trefferquote natürlich für einen intelligenten Menschen bei Akademikern höher.
Die haben sich besser im Griff, rasten nicht so leicht aus, sind aber dafür manchmal auch sehr selbstverliebt und egozentrisch.

Ich würde also sagen, dass intelligente Menschen sich besser benehmen können, aber Herzensbildung und Empathie ist auch Erziehungssache. Wer eine liebevolle Kindheit hatte, kann die Liebe, die er bekommen hat auch weitergeben, egal, ob er nun studiert hat oder nicht.

Trotzdem musst du dich nicht rechtfertigen, wenn du einen Akademiker zum Partner willst. Deshalb gibt es Plattformen wie EP.
 
  • #14
Empathie, Verständnis, soziale Kompetenz und Liebe, haben nichts mit Bildung zu tun. In meinen Augen (und meinem Erleben) sind diese Eigenschaften Ergebnisse von »Herkunft«, die wiederum nicht ein Akademikerumfeld vorweisen muss, sondern einfach nur Wärme und Verständnis füreinander.

Selbst in eine Beziehung zu finden, die einem »genügt«, einen glücklich macht, beinhaltet für mich aber noch anderes, als Empathie oder »Bildung«: ich muss mich mit meinem Gegenüber unterhalten, verständigen, vergnügen, mit ihm lachen und vieles mehr können. Kurz: ich muss mich bei ihm zu Hause fühlen, brauche seine Geborgenheit, seinen Witz, seine Klugheit ... damit ich mich immer wieder neu auf ihn freuen kann. Umgekehrt muss das natürlich auch funktionieren.

Dabei ist es mir egal, was für eine Ausbildung er hat, welche Studien er für sich wichtig fand. Es zählt nur, wie er HEUTE ist, denn viele Nichtstudierte sind Persönlichkeiten geworden und gewachsen an dem, was sie (er)lebten. Für mich persönlich weiß ich, dass ich mit (den meisten) Technikern wenig anfangen kann, mit einem »Philosophen« (oft) dagegen viel. Studiert oder nicht.

Es wird dir, liebe @Rose34, wohl nichts anderes übrig bleiben, als weiter zu suchen, zu sortieren, endlich dann auch zu entdecken. Das dauert manchmal länger und kann ein enttäuschender Weg sein. Aber er lohnt!
 
  • #15
Was mir desweiteren wirklich sehr oft passiert ist, dass Menschen die keine Akademiker sind, versucht haben mir Gegenüber „Akademiker“ zu demütigen- ohne, dass ich mich irgendwie dazu geäußert habe.
Kenne ich, auch umgekehrt. Oft von Menschen, die Komplexe haben. Krönung war mal eine Medizinerin, die irgendwas von „Vollakademiker“ faselte.
Generell: in der Tendenz sind intelligente Menschen reflektierter. Aber nicht immer. Suche also einfach Akademiker, wenn Du mit denen besser klarkommst.

... der Arzt sich viel mehr Zeit nimmt, wenn er jemanden vor sich hat, den er von seiner Kleidung und Sparche her zur eigenen Schicht einordnet.
Ärzte sind da speziell. Arzthelferinnen noch mehr. Eigentlich nur dafür lohnt sich der Titel im Personalausweis.
 
  • #16
@Martina698

Du klingst sehr verbittert: „Die meisten Menschen sind Idioten, Menschen die studiert haben sind dumm und solche, die zur Schule gehen, sind doch eh alle Mitläufer und die Schulabbrecher sind die intelligentesten“. Aber zeitgleich erwähnst du auch, dass Bildung dir wichtig ist. Ein ziemlich paradoxes und seltsames Weltbild. Schulabbrecher sind für mich einfach solche, die zu „faul“ sind, um etwas zu lernen, Theorie ist nichts für sie, mehr steckt da nicht hinter. Ob diese außerhalb der Schule nicht faul sind, das bezweifle ich sehr. Bei diesen fehlt erstmal ein Wille und der Ehrgeiz etwas zu Ende zu bringen, womit sie begonnen haben. Eine schlaue Entscheidung ist dies schon mal auch gar nicht, weil Schulabbrecher unattraktiv für die meisten Arbeitgeber sind, dh dieser Mensch interessiert sich nicht mal für seine Zukunft, macht sich keine Gedanken darüber, was aus ihm werden kann, einfach: Perspektivlos. Natürlich kann man sich auch außerhalb der Schule eigenständig weiterbilden und sich zumindest ein Allgemeinwissen aneingnen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch, dem Allgemeinwissen schon bereits in der Schule nicht interessiert hat, ist sehr gering, dass er dies dann außerhalb der Schule eigenständig tut. Am Ende haben wir dann die „typischen Bild-Leser“, die einfach alles glauben und nicht in der Lage sind, selbst etwas zu recherchieren. Andersrum besitzt für mich ein Mann, der Wert auf Bildung legt und diesen Weg auch willlensstark gegangen ist, oft mehr Zukunftsvisionen. Ich habe schließlich auch studiert, um später meinen Kinder ein „schöneres“ Leben schenken zu können, damit ich mir und meinen Kindern was gönnen kann, ein schönes Zuhause und finanzielle Sicherheit im Leben haben kann. Das ist alles andere als dumm. Ich betrachte es andersum eher verantwortungsloser eine Familie zu gründen ohne Sicherheiten. Btw die meisten Ehen, die in jungen Jahren stattfanden, enden ohnehine am häufigsten am Ende mit einer Scheidung. Ja, ich verbinde schon einige positive Eigeschaften mit einem Menschen, der sich schon früh möglich Gedanken um seine Zukunft, Bildung und finanzielle Sicherheit gemacht hat.
 
  • #17
Bei meiner Suche bin ich bislang sehr bescheiden gewesen, dh ich habe keinen Mann nach bestimmten Grunddaten (wie zB Erscheinungsbild, Job oder Bildung) sofort aussortiert, sondern habe mir Mühe gegeben die Persönlichkeit der Person herauszufinden.
Bei der Partnersuche gilt wie im richtigen Leben: Man/frau sollte wissen, was bzw. wen man möchte. Sich mit Menschen außerhalb des Beuteschemas zu treffen ist schlicht und ergreifend Zeitverschendung.

Nun zum Thema "Empathie":
Zunächst einmal sind die Nicht-Akademiker, die sich negativ über Dein Studium und Deine Leistung äußern, neidisch und haben sehr offenscihtliche Minderwertigkeitskomplexe.
Im Studium lernt man, wie Du richtig schreibst, Disziplin, analytisches Denken, etc. pp. - nicht aber Empathie. Ich sehe es wie @Amytan

Empathie, Verständnis, soziale Kompetenz und Liebe, haben nichts mit Bildung zu tun. In meinen Augen (und meinem Erleben) sind diese Eigenschaften Ergebnisse von »Herkunft«, die wiederum nicht ein Akademikerumfeld vorweisen muss, sondern einfach nur Wärme und Verständnis füreinander.
Ob ein Mensch empathisch ist und Einfühlungsvermögen besitzt ist nicht so einfach nach ein, zwei Dates festzustellen. Insbesondere gebildete Narzisten (aufgrund des inneren Antriebszwang häufig beruflich sehr erfolgreich) geben sich sehr redegewandt einer Frau gegenüber als entsprechend empathische Menschen aus. Und nicht wenige - insbesondere Frauen - fallen darauf rein. Die heftige Quittung bekommen sie dann später...

Wenn Du seit vier Jahren erfolglos suchst, solltest Du Dir auch mal an die eigene Nase fassen - vielleicht stimmen Anspruchsdenken und Realität nicht überein. Das war nicht gerade empathisch, aber direkt formuliert (um Dir eine andere Perspektive zur Selbstreflexion zu bieten).

m, 39
 
  • #18
Ich möchte nur wissen, ob es bislang nur mein Pech war oder ob die Bildung doch in gewisser Hinsicht die Persönlichkeit eines Menschen bestimmt. Was sind eure Erfahrungen bezüglich dessen? Und wie wichtig ist euch die Bildung?
Abitur, Studium und Co. sind erst einmal bestimmte fachliche Qualifikationen. Da werden Fächer bewertet und nicht der Charakter eines Menschen. Du kannst dir nicht vorstellen, wie viele A****löcher es gerade bei den Herren und Frauen Doktoren gibt. Fachlich top, aber andere Dinge sind dann eben auf der Strecke geblieben.

Im Gegenzug gibt es auch Leute, die nicht viel Bildung haben, aber ganz wunderbare Persönlichkeiten sind.

Dazwischen gibt es alles mögliche.

Mir scheint, als ob du eher auf die Kategorie "Null Bock" getroffen bist.
 
  • #19
Du hast geschrieben "gebildet", dann aber Akademiker gemeint. Das würde ich nicht als Synonym verwenden, weil Akademiker ja nur eine Geistesleistung vollbracht haben, was aber nicht "gebildet" heißen muss.

Welche Akademiker hast Du denn so getroffen? Ich meine, es gibt sicher Unterschiede auch noch im Fach. Ich würde rein von den Erfahrungen und Vorurteilen bei einem Kunsthistoriker mehr Empathie vermuten als bei einem Naturwissenschaftler.

Ich habe während der Studiumszeit gelernt disziplinierter zu arbeiten
Ich denke, Du meinst arbeiten, ohne dass Dir einer sagt "tu dies, tu das", weil der Arbeiter ja seinen Chef hat, der ihm die Lebensgrundlage entziehen kann, während es allein in Deiner Hand liegt, ob Du in ein paar Jahren mit dem Abschluss nach Hause gehst. Denn in den Betrieben und Werkhallen laufen ganz sicher nicht Party und Chaos. Also der Wille und die Einsicht, FREIWILLIG diszipliniert was durchzuziehen, statt den Bequemlichkeiten des Lebens zu folgen, wenn man nicht diszipliniert sein MUSS, das würde ich bei einem, der ein Studium durchzieht, wegen der Zeitdauer mehr sehen als bei einem, der eine Lehre gemacht hat. Wobei der bei 3 Jahren Lehre und dem Meister auch auf diese Zeitspanne kommt, aber der Studierte hat ja meist nur Theorie.
Die Frage ist vielleicht, ob nach dem Studium u/o dem Doktor dieser Wille weiterzulernen auch noch da ist, oder ob man dann wie der Mensch mit Lehre genauso einen Arbeitstrott hat und auf "Weiterdenken" verzichtet oder eben nicht.
Ah, ein Studium ist doch nichts, das schafft doch jeder mit links“
Was hast Du denn studiert, dass Dir einer so kommt? Ich weiß nicht, wie einfältig einer sein muss, um sowas zu sagen, habe aber auch schon solche bekloppten Sachen gehört.
Von Studenten und Studierten habe ich ganz andere bescheuerte Sachen gehört bis ins Faschistoide, ohne dass die das merkten. Narzissten tummeln sich unter denen und Menschen, die Menschen wie funktionstüchtige oder nicht-funktionstüchtige Maschinen betrachteten. Naturwissenschaftler scheinen mitunter auch gern mit der Neugier eines Kleinkindes über ihre Ausscheidungen zu forschen, z.B. wieviel Urin man bräuchte, um einen Swimmingpool sichtbar gelblich zu färben, wieviel Bier man trinken müsste und dass der Urin ja immer heller wird. Braucht man auch nicht.

Schulabbrecher sind für mich einfach solche, die zu „faul“ sind, um etwas zu lernen, Theorie ist nichts für sie, mehr steckt da nicht hinter.
Ich finde, das sollte man auch nicht undifferenziert behandeln mit Abstempeln mit einem negativen Begriff. Vielleicht waren es auch psychische Probleme, die niemand erkannt hat. Manche Menschen kamen auch mit dem System "Schule" nicht klar.
 
  • #20
Zunächst einmal sind die Nicht-Akademiker, die sich negativ über Dein Studium und Deine Leistung äußern, neidisch und haben sehr offenscihtliche Minderwertigkeitskomplexe.
Das ist mir bewusst und ein wichtiger Punkt, der mich dazu bringt, mich auf so einen Mann nicht einzulassen. Ich musste viele Körbe geben wegen solchen Äußerungen. Solche Komplexe machen einen Menschen für mich total unattraktiv innerhalb von Millisekunden. Ich stehe auf selbstbewusste Männer.

Wenn Du seit vier Jahren erfolglos suchst, solltest Du Dir auch mal an die eigene Nase fassen - vielleicht stimmen Anspruchsdenken und Realität nicht überein. Das war nicht gerade empathisch, aber direkt formuliert (um Dir eine andere Perspektive zur Selbstreflexion zu bieten).
Nein, das empfinde ich nicht als wenig empathisch. Ich versuche auch mich etwas selbst zu reflektieren und freue mich, wenn man mich auf Dinge hinweist, die mir selbst an mir nicht aufgefallen sind. Es gibt Kritiken, die mich zum Nachdenken bringen und das ist auch so eine. Danke.

Wenn es um Liebe gehen soll, hat das mit Bildung nichts zu tun! Du bist sehr verkopft und glaubst über den Kopf Liebe und Glück zu bekommen, was für ein Irrtum!
Darf ich dann bitte wissen, was du hier auf Elitepartner machst, wenn du selbst nicht so „verkopft“ bist und keine Ansprüche stellst? Du bist ja sehr aktiv hier unter den „Eliten“. Warum suchst du hier dein Glück und nicht zB auf Tinder? Oder bist du einfach überall ein zahlendes Mitglied?

Du hast allerdings Recht, dass die Liebe nicht eine Kopfsache ist. Theoretisch könnte ich mich in jeden Menschen verlieben, nur ich möchte, dass diese Verliebtheit auch eine Zukunft hat. Wenn ich einen Menschen vor mir habe, der nie gelernt hat sachlich zu diskutieren, kaum Allgemeinwissen besitzt und auf Bildung ohnehin nicht Wert legt, der es nie gelernt hat Dinge aus allen Perspektiven zu betrachten und mehr oder weniger mit einem Tunnelblick durch die Welt läuft, dann habe ich ein großes Problem. Und an dieser Stelle macht die Bildung -oder dass die Person zumindest Wert darauf legt sich zu bilden und weiterzuentwickeln -aus meiner Sicht schon viel aus. Außerdem fühlt sich der Mensch oft unterlegen und gekränkt, wenn er mit mir nicht auf Augenhöhe über gewisse Dinge diskutieren kann, weil ihm einfach das Wissen fehlt. Ich finde Intelligenz ist schon sexy und die sind nach meinen bisherigen Beobachtungen eher unter den Akademikern zu finden.

Ich stelle fest, dass ich einfach zu viele pro Argumente für einen Akademiker als langfristigen Partner habe ua auch wegen meinen Erfahrungen. Nur sind Single-Akademiker eben auch ein „knappes Gut“ auf dem Markt. Bislang ging ich mit Bescheidenheit an die Sache ran und am Ende war es dann immer ein Griff ins Klo.
 
  • #21
Ich möchte nur wissen, ob es bislang nur mein Pech war oder ob die Bildung doch in gewisser Hinsicht die Persönlichkeit eines Menschen bestimmt. Was sind eure Erfahrungen bezüglich dessen?
Meine Erfahrung: Ich war mit einem Professor zusammen und er war absolut empathielos und hätte kein Mitgefühl mit nichts und niemandem. Er verstand nichts von den Frauen und ist bis heute Single. War weiter mit einem Nichtakademiker zusammen. Auch völlig empathielos, hat mir bei der Trennung knallharte Sachen an den Kopf geworfen, da er dem Dogma folgte, man müsse IMMER und bei ALLEM die Wahrheit sagen (was für mich auf Dummheit hindeutet). Mein letzter Freund war sehr gebildet und VOLLER Empathie für sozial Schwächere und Personen, die nicht viel Glück hatten im Leben. Auch wenn mir was Schlechtes widerfuhr, hatte er viel Mitgefühl. Eine ganz feine, herzensgute Seele! Insgesamt denke ich, dass zwischen Bildung und Empathie durchaus ein Zusammenhang besteht. Ein Mann ohne Abitur kommt für mich irgendwie nicht in Betracht, da ich noch durch meine Erfahrung mit dem einen Ex gebrandmarkt bin. Das klappt einfach nicht, so meine ich. Genau wie Du, denke ich, dass ich durch das Studium demütiger geworden bin und alles von vielen Seiten betrachte... Ich rate Dir: Vertraue mit 34 auf Deine erworbenen Instinkte. Fasse Deine Erfahrungen zusammen und date nur noch Männer, wo Du denkst, das klappt! Entschlüssel nicht jede daher gelaufene Seele! Das kostet viel zu viel Zeit! Du hast mit Sicherheit den richtigen Riecher für diese Dinge, vertrau Deinem Gefühl.

Früher war das für mich das A und O. Jemand, der unter mir stand beruflich, ging für mich nicht. Seit ich bei meinem Ex gesehen habe, das auch hochqualifizierte und kluge Leute ebenfalls mit Problemen anderer Art zu kämpfen haben, hat sich meine Blickrichtung geändert. Wichtiger sind mir heute Punkte wie Lebenslust, Lebenskraft und Energie. Ein Mann, der Himmel und Hölle in Bewegung setzen kann, wenn er sich was in den Kopf setzt, das gefällt mir! Was soll ich mit Doktortiteln usw., wenn das nur heiße Luft ist???

W30
 
  • #22
Um deine Frage in der Überschrift zu beantworten: Nein, sind sie nicht. Und es gibt sogar Untersuchungen darüber, dass beruflich erfolgreiche Menschen weniger empathisch als der Durchschnitt sind. Das führt soweit, dass es einen hohen Anteil von Menschen mit sozialen Störungen unter den Topmanagern gibt. Meine Erfahrung aus Unizeiten ist, dass alles dabei war, von Vollidioten über Schöngeister bis hin zu Karrieretypen und alle haben sie den Abschluss bekommen.

Aber, wenn ich mich in meinem Freundeskreis umschaue, sind die meisten doch Akademiker, irgendwie gesellt sich gleich und gleich doch gern. Um dir einen Tip zu geben: Eine Gruppenreise in den Ferien buchen, da sind häufig viele Single-Lehrer dabei.
 
  • #23
Liebe FS, ich gebe gerne zu, dass es mich wirklich in den Fingern gejuckt hat beim lesen deines Eingangspost, als nicht Akademiker schön arrogant und von oben herab deinen Beitrag zu kommentieren. Aber ich lasse das , denn es hilft dir ja nicht weiter. Du sollst ja finden was du suchst damit du glücklich sein kannst. Soviel zum Thema Emphatie!
Natürlich ist dein Anspruch dein gutes Recht. Ich hoffe du findest all das vereint.
Aber merke bitte. Emphatie hat nichts mit Bildung zu tun.
Viel Glück
M47
 
  • #24
Ich weiss ja nicht, was ihr studiert habt .....
Für mich war das Studium einfach notwendiges Übel auf meinem beruflichen Weg. Ich musste mir eine bestimmte Art zu denken, eine Übersicht von Zusammenhängen, so manche Technik und auch das Durchschauen von Aussagen und "Wahrheiten" antrainieren. Ausserhalb der Universität. Im Studium habe ich einige Grundtechniken gelernt - aber auch davon ist inzwischen das Meiste überholt. Im Grunde war das Studium nur die Eintrittskarte in eine berufliche Welt. In der ich noch heute täglich dazulernen muss - mehr denn je. Denn durch die Digitalisierung ergeben sich spannende neue Projekte - an die vor 25 Jahren kein Mensch dachte.
Ich bin nichts besseres durch den Studienabschluss - ich habe nur eine andere Eintrittskarte als der Handwerksmeister. Diese Karte in monetären Erfolg umzusetzen - diese Aufgabe haben wir alle. Wer sich als Akademiker für etwas besonders Tolles hält - der hat schon mal einen Trumpf weg geworfen. Wenn ich dann noch sehe, dass ein Werkmeister beim Daimler oft das Doppelte netto heimträgt wie ein Lehrer .... dann frage ich mich, woher der Lehrer seine Arroganz als Akademiker hernimmt. Einige gute, alte Freunde sind Meister .... früher haben sie in der Schule von mir abgeschrieben, heute ist der eine oder andere ein Mandant von mir. Es ist naiv zu glauben, dass eine Berufsausbildung - und nichts anderes ist ein Studium - bessere Menschen kreieren würde.
 
  • #25
Ich stelle fest, dass ich einfach zu viele pro Argumente für einen Akademiker als langfristigen Partner habe ua auch wegen meinen Erfahrungen. Nur sind Single-Akademiker eben auch ein „knappes Gut“ auf dem Markt. Bislang ging ich mit Bescheidenheit an die Sache ran und am Ende war es dann immer ein Griff ins Klo.
Und genau das ist Dein Fehler! Du bist ZU bescheiden. Du findest Akademiker sexy, Du willst einen Akademiker. Das ist doch völlig in Ordnung. Keiner kann Dir da einen Vorwurf machen. Ich glaube, Du bist eine total Liebe, die sich für zu versnobt hält, wenn sie einen Nichtakademiker mangels Studiums keine Chance gibt. Wirf Deine Bedenken über Bord. Das hätte schon längst geschehen müssen mit 34. Date nur noch das, was Du sexy findest. Für mehr hast Du keine Zeit! Manche wollen unbedingt eine Blondine an ihrer Seite - so what? Ist doch ein freies Land. Ich wünsche Dir viel Erfolg!

W30
 
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  • #26
Ich stelle fest, dass ich einfach zu viele pro Argumente für einen Akademiker als langfristigen Partner habe ua auch wegen meinen Erfahrungen. Nur sind Single-Akademiker eben auch ein „knappes Gut“ auf dem Markt. Bislang ging ich mit Bescheidenheit an die Sache ran und am Ende war es dann immer ein Griff ins Klo.
Na, wenn Bescheidenheit bisher "den Griff ins Klo" zum Ergebnis hatte, dann denke groß!

Greif nach den Sternen! Du musst vor nichts und niemandem rechtfertigen warum Dein Männergeschmack so ist, wie er ist.
Du.magst, was Du.magst. Punkt.

Du magst Bildung, Du magst Flexibilität im Denken, Du magst die Fähigkeit die Welt durch die Augen des anderen sehen zu können.

Und wenn so etwas "oberflächliches" wie ein.2. Staatsexamen oder ein Diplom Dir nun mal wichtig ist und Du Dich bei einem Mann, der das hat, geborgen und sicher fühlst, weil es Dir signalisiert, der weiß, wie Leben geht, er kann eine Sache durchziehen und hat einen Plan in seinem Leben - dann reicht das doch völlig aus. Du magst das.

(Ich mag das übrigens auch und finde Du hast gute Kriterien. )

Zusätzlich auf die Intuition achten, was Liebesfähigkeit, Wärme betrifft und Du findest ihn bald.




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  • #27
Liebe Rose,

Du schreibst sehr oft sehr reflektierte Beiträge.

Aber jetzt nimm mal das Brett von Deinem Kopf weg.
Du hast bestimmte Vorstellungen, dann stehe dazu.
Abstriche machen klingt immer so gut.
Ok, und dann hat man eine halbgare Partnerschaft, die von anfänglich akzeptabel zu Konstrukte führen, die sich hier im Forum wiederfinden.

Es ist Dein Leben, und Du gestaltest es. Und Du entscheidest, mit wem Du Dein Leben teilen willst.
Ich würde mich höchstens fragen - ich für mich tue es - warum begegnen mir immer wieder bestimmte Typen? Das hat nichts damit zu tun, dass diese überproportional vertreten sind, sondern dass ich diese anziehe. Das ist dann spannend und lehrreich für mich, das Warum zu finden. Vor allem, wenn es Menschen sind, die mir nicht gut tun.

Was ich Dir mitgeben mag, bewege Dich in den Kreisen, die Deine Interessen teilen. Da ist es dann egal, welchen Bildungsabschluss jemand hat, sondern es sind Menschen, die grundsätzlich ähnlich ticken.

Ach, und weißt Du, ich habe auch 2 Studienabschlüsse, was sie für mich bedeuten?
Einen Beruf, und sie sind ein Zeichen, dass ich lernen kann, Prüfungen gut absolvieren, ein gewisses Durchhaltevermögen habe, nicht mehr, nicht weniger. Bei dem Elternhaus war es fast zwangsläufig, dass ein Studium folgt, auch wenn ich eine Ausbildung dazwischen schaltete.
Das zeigt sich bei anderen Menschen mit anderen Lebens-/ Bildungswegen auch.
Meine Hochachtung vor jedem, der sich in die Selbstständigkeit wagt, eine Firma aufbaut ... Und diese nicht nur zum Laufen bringt, sondern hält.
Wenn so ein Mensch sich dann auch noch sozial engagiert, Optimismus und Herzenswärme ausstrahlt, ist dann der Bildungsabschluss wirklich relevant?
Den akademisch gebildeten Totalversager gibt es auch. Sowohl auf der EQ Seite, als auch in Hinsicht seiner Lebensgestaltung.

Dir alles Gute,
W,48
 
  • #28
Mir ist Bildung sehr wichtig, aber die gebildesten Menschen haben alle das Gymnasium abgebrochen. Bildung fängt erst nach der Schule an!
Die Standardausrede von Menschen, die in der Schule nciht klargekommen sind. Jede hält ihren Weg für den alleine möglichen Königsweg. Ja, natürlich gibt es gebildete Menschen, die nach Klasse 7 die Schulpflicht erfüllt hatten und die Schule verlassen haben. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gebildet ist, steigt mit höherem Schulabschluss. Die beruflichen Aussichten auch. Und dass "die gebildetsten Menschen alle das Gymnasium abgebrochen haben", zeugt schlicht von eingeschränktem Horizont. Unter den Blinden ist der einäugige König...

Intelligenz hat mit Bildung nicht unbedingt was zu tun.
Nein, sicher nicht pauschal. Ich würde aber mal ganz pauschal unterstellen, dass intelligente Menschen in der Regel sowohl formal als auch informal an Bildung mehr interessiert sind als nicht intelligente.
Wenn ich also eine intelligente Partnerin suche, dann ist das Kriterium in einer SB die Bildung. Die eingebildeten, die meinen, das abgebrochene Gymnasium demonstriere ihren hohen Bildungsgrad, lasse ich bewusst außen vor.
 
  • #29
Es gab Studien dazu, dass Empathie und Intelligenz zusammenhängen. Kannst du googeln, ist sehr interessant. Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass gebildete Menschen sich mehr mit ihrem Inneren und auch mit Kommunikation beschäftigen, weil sie einfach mehr Interesse an Hintergründen haben, und das führt dann auch dazu, dass man mit ihnen leichter Probleme ausdiskutieren kann und sie reflektierter sind.
Außerdem gibt es Korrelationen zwischen niedrigem sozialem Status und Gewalt. Also, da wird schon was dran sein. Allerdings kenne ich auch sehr viele sehr empathische Menschen, die "nur" eine Ausbildung gemacht haben, und dumpfe Akademiker. Wenn der Mann dich interessiert und einen guten Eindruck macht, würde ich es auf jeden Fall wagen.

w, 34
 
  • #30
Liebe Rose34,

ich glaube, dass du mit "Bildung" etwas anderes intendierst, als um was hier diskutiert wird.
Es ist doch letztlich "Herzensbildung". Und die ist etwas stärker Millieu-unabhängig - wenn auch nicht durchgängig.
Die Herzensbildung (oder auch emotionale Intelligenz) wird vom Stil der Erziehung bestimmt. Wird in der Familie darauf wert gelegt, wie jemand sich fühlt, gibt es genügend Worte, um Gefühle auszudrücken und genügend Offenheit, um über Gefühle zu reden?
Ich erlebe vor allem immer wieder erschreckende Wortlosigkeit. Niemand redet. Alles wird totgeschwiegen. Da SIND sehr wohl Gefühle und Empfindungen - aber wenn ein Mensch niemals ermutigt wird, sie zu verbalisieren, dann erlebt er niemals, dass er mit Gefühlen auch ernst genommen wird. Und dann lernt dieser Mensch, dass das nicht viel Wert sein kann.
Hier liest man dann viel Klischee-Spot, so zum Beispiel vom "Soz-Päd-Gerede" und so weiter. Auch diese Art von aggressivem Spott ist Abwehr. Man macht es lieber lächerlich, weil man nichts damit anfangen kann - aber letzlich ist es irgendwie unheimlich.

Einen Partner zu finden, der emotional passt, klappt über ein Milieu, in dem die gewünschte Emotionalität einfach öfter anzutreffen ist. Das kommt dann wiederum auf den Ort an, an dem du lebst. In Großstädten hast du es einfacher.

Und am Schluss: doch: es gibt einen gewissen Zusammenhang zwischen Bildung und emotionaler Intelligenz. Das betrifft die Standpunkte von geistigem Aufgeklärtsein (also zum Beispiel ein gesundes Misstrauen gegenüber Verschwörungstheorien oder radikalisierten Standpunkten oder Aberglaube) und der Umgang mit Reflektionen - in Kunst, Literatur, Musik und Mediennutzung. Das schließt den "eiskalten" und emotional völlig ungebildeten Professor nicht aus - die gibt es immer wieder.