• #1

Sind Geschäftsführer als Partner fordernder?

Ich habe einen tollen Mann kennengelernt, leider ein Witwer. Nach dem ersten Date schien alles ganz toll. Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich)Aber es gibt so ein paar Sachen,die mich stören. Er möchte mich verändern, man merkt da irgendwie wohl seinen Job heraus. Verändere ich was, zb. in meiner winzigen Wohnung, ist ihm das noch nicht genug zb.. Ich bin leider manchmal etwas chaotisch was aber nur am Platzmangel liegt.
Er ist sein eigener Chef, aber sind solche Männer im Privatleben ähnlich?
Anderseits hab ich so einen Mann gesucht,der weiß was er will und sein Leben auf die Reihe kriegt wie man so schön sagt und der mir irgendwie Lebenskraft und Motivation gibt(was er indirekt auch tut)
Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen schildern...? Vielen Dank schon mal.
 
  • #2
Ich habe einen tollen Mann kennengelernt, leider ein Witwer. Nach dem ersten Date schien alles ganz toll. Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich)Aber es gibt so ein paar Sachen,die mich stören. Er möchte mich verändern, man merkt da irgendwie wohl seinen Job heraus. Verändere ich was, zb. in meiner winzigen Wohnung, ist ihm das noch nicht genug zb.. Ich bin leider manchmal etwas chaotisch was aber nur am Platzmangel liegt.
Er ist sein eigener Chef, aber sind solche Männer im Privatleben ähnlich?
Anderseits hab ich so einen Mann gesucht,der weiß was er will und sein Leben auf die Reihe kriegt wie man so schön sagt und der mir irgendwie Lebenskraft und Motivation gibt(was er indirekt auch tut)
Vielleicht kann mir jemand seine Erfahrungen schildern...? Vielen Dank schon mal.

Locker angehen und nicht einengen lassen sagt man keinem Partner sondern einer unverbindlichen Affäre.

Wie es grundsätzlich bei dir weitergehen kann liest du z.b. hier https://www.elitepartner.de/forum/f...zusammen-verbracht-und-trotzdem-single.81621/

Da du locker angehen und nicht einengen aber grundsätzlich begrüßt bist du ggf. selbst erfolgreiche Beziehungsvermeiderin.

Unabhängig davon engt er dich bereits jetzt ein in dem er die Vorschriften macht. Ob andere Geschäftsführer auch so sind ist völlig egal oder kannst du ihn gegen einen anderen Macher eintauschen?

An deiner Stelle würde ich mich nicht unterwerfen sondern ihm sagen, dass du seine "Vorschläge" als unentspannt und einengend empfindest und er sie für sich behalten kann. Mach ihm klar, dass er ob toller Mann hin oder her nicht dein Geschäftsführer sondern dein unverbindlicher Partner ist.

Partner und unverbindlich ist aber ein Widerspruch in sich selbst aber so ist das mit locker.
 
  • #3
Hey,

entschuldige, wenn ich damit ankomme, aber du nennst dich grauemaus. Und schreibst dein Partner will dich verändern. Siehst du dich auch als grau Maus, oder kommt das von ihm? Wenn du das auch denkst, würde es mich nicht wundern wenn du Leute anziehst, die dir das spiegeln.

Dass er dich verändern will hat nix mit seinem Job zu tun, sondern mit deiner Ausstrahlung. Der letzte Freund den ich hatte der selbständig war, war jedenfalls nicht so.

w35
 
  • #4
Liebe FS,
ich sehe es wie Dakshina - am Beruf liegt es nicht. Wenn du jemanden suchst, der dir Lebenskraft und Motivation gibt, dann suchst du jemanden, der dich verändert, und genau das tut bzw. versucht er. Und ja, dein Nickname hat wahrscheinlich etwas mit dir und deiner Selbstwahrnehmung zu tun. Auch mit der Selbsteinschätzung als graue Maus sendest du Signale aus. In dem Moment, wo du es selbst so empfindest, dass du dein Leben im Griff hast und (aus eigener Kraft, nicht durch den Partner) voller Lebenskraft und Motivation bist, brauchst du auch niemanden mehr, der dein Leben verändert, und wirst entsprechende Männer kennenlernen (oder die Männer werden sich dir gegenüber anders verhalten). Alles Gute!
 
  • #5
Er ist sein eigener Chef, aber sind solche Männer im Privatleben ähnlich?

Ich sage es mal so: Der Beruf bzw. die Tätigkeit spiegelt den Charakter und die Erwartungshaltung von jemandem an sein Leben wieder.

Leute, die im Beruf Verantwortung übernehmen und Dinge gestalten wollen, werden daheim sicher nicht komplett die Hände in den Schoß legen und mal schauen, was da kommt.

Soviel zum Allgemeinen.

Deinem Beitrag entnehme ich auch, dass deinem Herren gar nicht an dir gelegen ist. Sondern er hat eine Vorstellung, wie seine Frau sein soll, und nun sollst du solange geändert werden, bis du das erfüllst.
 
  • #6
Er möchte Dich verändern, in seine Sinne. Einerseits wünscht Du es, andererseits stört es Dich. Hast Du ihn denn vorher gesagt, Du bist für Input, Ideen, Änderungsvorschläge offen und hast ihn nach seiner Meinung gefragt? Wenn es ungefragt kommt, testet er deine Grenzen und ob er Dich erziehen kann. Willst Du ehrlich wie ein Kleinkind erzogen werden? Ich finde, es ist ein großer Unterschied jemanden zu pushen oder an einem herumzukritisieren. Der gepusht werden möchte, bittet im Vorfeld darum und hat Biss, Disziplin und Änderungswunsch aus sich selbst und dafür die nötige Motivation. Bei Rückschritten und Misserfolgen wird dann gepusht, weiter Durchzuhalten, auf die erreichten Zwischenerfolge hingewiesen.
Geschäftsführer sind schon organisierter und disziplinierter, aber an Dir ungewollte Kritik zu üben, hat nichts mit Geschäftsführung zu tun, sondern mit Bevormundung. Das versuchen auch viele Männer ohne Führungsverantwortung. Auch wenn es im Unternehmen Regeln und Strukturen gibt, ist das der Rahmen in dem die Mitarbeiter agieren, aber darin gibt es freie Entfaltungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Alles was wie ein Diktat daher kommt, ist eins.
Mach‘ es, wie ich es will, mach’ es so, wie ich es Dir sage und mach’ es, wann ich es Dir sage, da gibt es keine Freiheit. Und irgendwann trotzt der Mitarbeiter, ist unzufrieden, prangert es an oder er geht. Du kannst Dich gern SEINEN Wünschen anpassen.
 
  • #7
Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich)
Ok, aber es kann sein, dass ihr damit nicht dasselbe meint. Der eine sagt "lass uns das locker angehen", weil er gar keine Beziehung will, sondern nur ne Affäre, der nächste will vielleicht eine, aber es ist noch nicht raus, ob er nicht doch ein Beziehungsvermeider ist und kurz vorm Verbindlichwerden wieder abspringt, und wieder ein anderer will wirklich eine Beziehung und das ganz sicher, aber nicht gleich krampfig werden, dass Kompromisse gemacht werden müssen.

Wenn Du Pech hast, will er nur eine Affäre, ist nur halbherzig dabei, aber kritisiert schon an Dir rum, weil das so seine Art ist und man auch eine Affärenfrau erziehen kann. Möglicherweise mit dem unterbewussten Wunsch, mal zu gucken, ob man doch Lust auf die Frau in einer Beziehung bekommen könnte, aber eigentlich erstmal gar keine Beziehung will.

Er möchte mich verändern, man merkt da irgendwie wohl seinen Job heraus.
Würde ich nicht dem Job zuschreiben, gibt ja auch Selbständige, die anerkennen, dass auch andere Leute selbständig sind, vielleicht nicht beruflich, aber eben privat als Erwachsene. Aber "ich bin leider manchmal etwas chaotisch" wirst Du das wohl auch zu ihm sagen, und das ist für manche Leute schon ein geöffnetes Tor für ihre Kritik. Du machst Dich damit vor solchen Leuten klein, indem Du dem anderen schon die Punkte freiwillig lieferst, wo er Dich kritisieren könnte. Die haben von sich eine hohe Meinung und halten sich für Alleskönner und Alleswisser. Kommt einer daher, der seine Defizite auf dem Silbertablett serviert, ist das eine Einladung für einen Besserwisser, sich über es zu erheben und den Lehrer rauszuhängen.

Anderseits hab ich so einen Mann gesucht,der weiß was er will und sein Leben auf die Reihe kriegt wie man so schön sagt und der mir irgendwie Lebenskraft und Motivation gibt
Also bist Du ein kleines Mädchen, das einen Lehrmeister braucht. Und er tappt in die Falle, weil ihm die Rolle liegt. Nur kannst Du es Dir dann nicht aussuchen, wo Du kritisiert, gemaßregelt und benörgelt wirst und dass Du nicht auf Augenhöhe kommst.

Bist Du so lebensuntüchtig und unbedarft, dass Du einen In-den-Hintern-Treter brauchst? Ich sage Dir voraus, dass Dich das irgendwann nicht mehr freut, denn die Frauen, die den Mann beeindrucken, haben Selbstvertrauen und lassen sich nicht reinquatschen, und irgendwann wirst Du sehen, dass er Dich nervt und Dich als unselbständige Frau wahrnimmt und nicht gerade achtet deswegen. Er wird Grenzen überschreiten, die Du nicht überschritten sehen willst, aber er kann es ja nicht unterscheiden, wo Du die Hintertreterei haben willst und wo nicht. Und kritisieren darfst Du das auch nicht, denn Du animierst ja allgemein dazu und kannst mit Deiner Unbedarftheit selbst gar nicht entscheiden, wo es nötig ist und wo nicht, dass er "nachhilft".
 
  • #8
Erfahrung habe ich mit Besserwissern auch, die nicht verstanden haben, dass Frauen keine großen Kinder sind, die männliche Anleitung brauchen oder nicht wissen, was ihnen guttut. Und dann ist der Mann eingeschnappt und hilft nicht mehr, bei NICHTS, denn sein "kostbarer Rat" (der leider völlig unbrauchbar war für die Frau) in der anderen Sache wurde ja auch nicht angenommen.

Es reißt ja schnell ein bei Paaren, dass man sich gegenseitig offenbart, wo man "unfähiger als der andere" ist, die Sache zu meistern. Ich finde es auch in Ordnung, wenn man voneinander lernt, aber dazu muss man sich gegenseitig als insgesamt gleichwertig kompetent ansehen und nicht das, was der andere kann und man selbst nicht, als nichtig abwerten oder eine zu hohe Meinung von sich haben, dass man keine Schwächen hätte. Und es sind die Grenzen zu respektieren, wo einer vielleicht was noch nicht schafft, aber keinen Reinquatscher braucht. Z.B. weiß ich von mehreren Rauchern, dass sie gern aufhören wollen. Aber was die definitiv nicht brauchen dazu, ist einen Partner, der sie vor jeder Zigarette darauf hinweist, dass Rauchen schädlich ist und sie doch aufhören wollten. Das ist eine Sache, wo jeder selbst den Zeitpunkt erspüren muss, wann er es schaffen kann. Ich denke, das geht nicht zu jeder Zeit, man muss die nötige Energie und Kraft dazu haben. Der Raucher ist weder doof noch unmündig, dass er einen bräuchte, der ihn nervt.

Ich hab mal so ein Paar beobachten können. Die Frau war etwas mopsig geworden und wollte abnehmen. Sie hatten mal ein paar Leute zum Kuchen eingeladen (mich auch) und der Mann sagte vor allen Leuten, dass sie kein zweites Stück bekommt, als sie sich eins nehmen wollte. Die Frau hatte vor dem Mann wohl rumgejammert, dass sie nicht abnimmt und er hat angefangen, die Verantwortung für ihre Teller zu übernehmen, weil sie anscheinend zu inkonsequent beim Essen war und es brauchte, diszipliniert zu werden.
Doof ist sowas, und zwar von den Frauen. Wozu einen zweiten Papi ins Leben ziehen, wenn man erwachsen ist und an anderer Stelle, z.B. beruflich oder in Verantwortung für ein Kind, vielleicht selbst wichtige Entscheidungen fällen muss? Die Frau war übrigens selbständig, sie hatte ein Geschäft ...

Für mich ist so ein Reinquatschen und Verantwortung übernehmen wollen, wo es keine zu übernehmen gibt, keine liebende Fürsorge, und ich will auch nicht drauf achten müssen, dass ein Mann sich bei minus zwanzig Grad und Windstärke 6 ne Unterbuxe anzieht und einen Schal ummacht.
 
  • #9
Klingt irgendwie sehr narzisstisch - du bist jetzt schon nicht gut genug ...und ich würde da mit meinen Vorredner konform gehen wollen: du scheinst das über dich selbst zu denken. Sonst wärst du sehr empört über sein Verhalten.

ich verstehe nicht ganz, wieso du jemand anderes brauchst, um dich zu verändern. Ich würde in einer solchen Phase einen Partner eher als störend empfinden, weil ich mich dann nicht völlig auf mich selbst konzentrieren kann.

Was willst du denn ändern und warum ?

Allerdings widerspreche ich was dieses "locker angehen" betrifft. Daraus zu schließen, dass jemand kein Interesse an einer Beziehung hat, ist auch irgendwo etwas egoman. Der Mann hat den Tod seiner Frau erleben müssen. Ist doch nur nachvollziehbar, dass man da vorsichtiger an neue Beziehungen geht, um erneuten emotionalen Schmerz zu vermeiden. Bisschen emphatisches Handeln schadet nicht bei der Partnersuche ...
 
  • #10
Wenn ich höre, dass einer dem anderen sagt, locker angehen lassen und nicht einengen, dann ist das für mich immer ein Warnsignal, dass derjenige keine Beziehung will. Sondern eine Affäre. Das ist das erste, was mir dazu einfällt. Vor allem, wenn ein Mann das sagt. Das ist in meiner Umgebung noch nie der langsame Auftakt zu einer Beziehung gewesen.

Ein Mann, der mich von Anfang an schon verändern will, wäre auch raus bei mir. Wenn der jetzt schon so anfängt, endet das im absoluten umkrempeln, wenn ihr wirklich mal ein Paar seid. Wenn du so jemanden brauchst, würde ich an deiner Stelle erstmal bei mir selbst schauen, warum ich diese Lebenskraft und Motivation nicht in mir selbst finde? Denn das sollte nicht Aufgabe des Partners sein.

W, 36
 
  • #11
Ich kann es aus meiner Erfahrung sagen. So eine Beziehung ist von Anfang an zum scheitern verurteilt. Man soll sich nicht verbiegen. Ich lasse mich auch nicht ändern und bin damit immer sehr gut gefahren. Natürlich soll man kein A sein. Ansonsten denke ich. Entweder nimmt man jemanden mit all seinen Macken oder man lässt es bleiben.
 
  • #12
Also bist Du ein kleines Mädchen, das einen Lehrmeister braucht.

Das ist der Kern deiner beiden Beiträge hier @void und des Problems der @Grauemaus .

Ich spekuliere die FS hatte einen starken und distanzierten Vater von dem sie nie die gewünschte Liebe bekommen hat. Ggf. hat er sie nie als sein Kind wahrgenommen. Es gab hier schon Äusserungen, dass man als Vater im Gegensatz zu einem Sohn mit Töchtern nichts anfangen kann.

Sie sucht jetzt einen Ersatzvater. Stark wir ihr Vater aber auch distanziert wie dieser. Dieser Ersatzvater dient dem Nachstellen/Nacherleben der Vergangenheit ggf. auch dem Heilen der Wunden aus der Vergangenheit. Daher soll er gleichzeitig Nähe, Liebe und Distanz geben.

Distanziert ist wichtig weil aus der Kindheit die Erinnerung geblieben ist, dass Väter unnahbar sind. Das ist für die FS männlich und auch erotisch.

Nicht eingepreist ist, dass distanzierte Männer nicht aus Liebe zu einer Frau dieser ggü. distanziert bleiben. Sondern wie schon der Vater aus Unerständnis, fehlender Empathie und Eigennutz. So ein Mann heilt keine Wunden. Er vertieft und festigt sie.

Die FS sollte sich nicht mit den Motiven ihrer Lover sondern mit den Motiven ihres Auswahlverhaltens beschäftigen. Ich denke dieses Problem haben viele, vielleicht alle Menschen in allerdings unterschiedlicher Tiefe. Das gilt auch für mich.

Damit meine ich aber nicht , dass man keine Kompromisse machen soll. Jeder muss sich überlegen was für ihn wirklich wichtig ist. Partnerschaft, Familie, die eigene Ruhe, Unverbindlich bleiben ... ?
 
  • #13
Vielen Dank für Eure Meinungen,es hilft mir schon weiter:) Mein Name hier ist etwas ungünstig gewählt. Abnehmen muss ich auch nicht, ich esse in Maßen...und viel Salat aber auch Kuchen wenn ich lustig bin. ich bin schlank.Haare Färben muss ich auch nicht, Klamotten sind alles andere als grau ;)
Ich bin nur leider nicht mehr so gesund, bin oft erschöpft,speziell nach Arbeit und dann bleibt halt vieles liegen und ich schaffe zb nur den halben Abwasch... und das stört halt etwas.Ich hab nur in 3 Tagen viel mehr geschafft,als er mich zum ersten Mal besuchte, als die ganzen letzten Monate! (von daher ist er schon eine Motivation ;) und gibt mir auf eine unerklärliche Art Energie ...)
Momentan hab ich noch etwas meine rosarote Brille auf,mein Kopf ist etwas benebelt ;))) und ich bekomme Herzrasen ,wenn er schreibt. ich werde bald 46,war noch nie verheiratet,keine Kinder. Und endlich ist da mal jemand...
Ich habe eigentlich immer gemacht was ich wollte. Aber ich kenne es auch im Bekanntenkreis,auch bei Nicht Geschäftsmännern,dass Frau blonde Haare haben sollte, immer chic gestylt,neueste teure Klamotten.Sie war nur Hausfrau,...
.Die Frau blieb irgendwann auf der Strecke,lebt jetzt ein armes Leben im Ausland,trägt jetzt Jogginghosen und es geht ihr gut....
.
 
  • #14
@Grauemaus
Ich persönlich habe nur schlechte Erfahrungen gemacht mit Mitmenschen, die Verbesserungsvorschläge für meinen Wohnraum gemacht haben. Ehrlich, es ist unhöflich und übergriffig und belehrend, wenn man nicht um Rat gebeten hat oder als Messie auf einer Müllhalde lebt. Ich denke da an eine Mitseglerin auf meiner Yacht, die beim ersten Besuch Vorschläge für ein Update meiner Küche machte. Sie selbst lebte in einer kleinen 2-Zimmer Mietwohnung in der Stadt und hatte kaum Aufträge als Freie. Meine Eigentumswohnung am See hat über 100qm, 3 Zimmer und mein Büro hat eine moderne Innendesignerin gestaltet! Es ist meine Traumwohnung am Bach! Ich habe einiges an Büroausstattung und Beleuchtung vom deutschen Innendesigner Walter Knoll. Und die junge Dame wollte mir allen Ernstes "Ikea Fronten" für meine Holzeinbauküche vom Schreiner empfehlen. Ich empfand es als störend. Ähnlich benahm sie sich auf meiner Kielyacht, der Kajüttboden sei nicht stabil genug etc. Ich besserte ihn am Wochenende aus und kaufte ein neues Segel für 10k. Als es im Frühjahr an die Putzarbeiten am Boot ging, machte sie sich rar. Fazit war, dass sie zwar gerne alles in Anspruch nahm, aber nichts beisteuerte, nicht aktiv wurde, unzuverlässig war und letztlich auch nicht zahlen konnte. Viel blabla und nichts dahinter. Die Segel Partnerschaft kam letztlich nicht zustande und ich musste noch dem Kajütsschlüssel hinterherlaufen und die Polizei um Hilfe bitten. Wenn ich wo zu Besuch bin, lasse ich gerne ein ehrliches Kompliment für die Wohnungseinrichtung oder den Garten fallen. Da gibt es doch immer was! So macht man das unter gut erzogenen, gebildeten Menschen. Nörgler können draußen bleiben!
 
  • #15
Sag ihm einfach das er nicht dein Chef ist und du auch nicht seine Mitarbeiterin bist, dabei stumpf in die Augen schauen. Halbwegs gebildete Menschen verstehen das. Hör auch bitte auf dich zu erklären, du machst das so du bist so, fertig
 
  • #16
Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich)
Liebe Grauemaus
Ich weiss, wann immer jemand so was sagt, kommt das Wort "Beziehungsangst" oder "Vermeidung" auf. Aber ich würde selbst dies heute bevorzugen. Nicht, weil ich eine Affäre suche. Sondern, weil ich als Single sehr unabhängig lebe und spüre, dass es einen schrittweisen Übergang zum Paar-Dasein bräuchte. Sofort die ganze Zeit zusammen verbringen, übers Zusammenziehen sprechen, den gesamten Freundeskreis involvieren - hab ich schon gemacht, hat dem Ganzen nicht gut getan.
Anderseits hab ich so einen Mann gesucht,der weiß was er will und sein Leben auf die Reihe kriegt wie man so schön sagt und der mir irgendwie Lebenskraft und Motivation gibt(was er indirekt auch tut)
Hmm.. ich finde das eine eher ungünstige Kombination, wenn einer total erfolgreich, zielstrebig und "bossig" drauf ist und der andere wartet, Antrieb von aussen zu bekommen. Es könnte sein, dass du emotionale Schwierigkeiten hast, die dir Kraft rauben, und ein Mann wie er das nicht versteht und dich als inkompetente, kleine "graue Maus" sieht, die eine Art Nach-Erziehung braucht. Das nimmt dann einer gleichberechtigten Beziehung die Grundlage, weil dabei deine Stärken übersehen werden und nur er als das Mass der Dinge gilt.
Könnte es hilfreich sein, wenn du dir einen Coach, eine Therapie oder derart suchst, um deine Probleme hinsichtlich Lebenskraft und Motivation zu lösen? Ich habe den Eindruck, wenn du dir das von einem Partner erhoffst oder dir seine Lösungen "aufzwingen" lässt, fühlst du dich irgendwann abhängig von seiner Tatkraft, oder von dir selbst entfremdet, klein und dumm.
Ich finde es auch in Ordnung, wenn man voneinander lernt, aber dazu muss man sich gegenseitig als insgesamt gleichwertig kompetent ansehen
Du hast es auf den Punkt gebracht @void .
Geschäftsführer sind schon organisierter und disziplinierter, aber an Dir ungewollte Kritik zu üben, hat nichts mit Geschäftsführung zu tun
Ich denke, ein guter Geschäftsführer kontrolliert und diktiert andere nicht, sonst verliert er sich im Micro-Management. Daher würde es auch zu seiner Kompetenz gehören, dass er sich fragt, warum er sich gerade in die Wohnungsgestaltung seiner neuen Flamme involviert, wenn er doch gleichzeitig alles "locker" und "langsam" angehen möchte. Mir scheint, er merkt nicht, dass seine fordernde, ungeduldige Art Teil des Problems ist.
 
  • #17
Nein das hat nichts mit Geschäftsführung zu tun!
Er ist ein Besserwisser und will dir nur die Welt erklären.
Vermutlich taugt er als GF auch nicht sonderlich viel, wenn er so was im Leben braucht.
Als GF und Unternehmer finde ich es sogar sehr prickelnd, beruhigend und entspannt, mal nicht auf alles und jeden ein Auge werfen zu müssen.
Da lass ich mich auch gerne mal selbst führen und gleitend leiten.
Zuhören anstatt zu reden.
Reagieren anstatt zu agieren.
Aber!
Dafür muss eine „graue Maus „ auch ein Händchen haben und das einfach machen, und sich nicht ducken, wenn er mal ein Argument preisgibt.
M48
 
  • #18
Ich bin nur leider nicht mehr so gesund, bin oft erschöpft,speziell nach Arbeit und dann bleibt halt vieles liegen und ich schaffe zb nur den halben Abwasch..
Vielleicht hat das seine Gründe, dass Du das nicht mehr so schaffst wie früher mit 20 oder 30. Und nu? Wo ist das schlimm.
Ich hab nur in 3 Tagen viel mehr geschafft,als er mich zum ersten Mal besuchte, als die ganzen letzten Monate! (von daher ist er schon eine Motivation ;) und gibt mir auf eine unerklärliche Art Energie ...)
Das in der Klammer ist Ironie, oder? Unerklärlich ist ja daran nichts, dass Du rotierst, wenn Du Besuch bekommst, dem Du Dich nicht so zeigen willst, wie Du sonst bist, wenn Du Dich entspannen kannst. Aber ihm das zuzuschreiben, empfänd ich als einen leicht durchschaubaren Fehler.
ich werde bald 46,war noch nie verheiratet,keine Kinder. Und endlich ist da mal jemand.
Hatte sich nie vorher ein Mann für Dich interessiert? Kann ich gar nicht glauben. Denkst Du, er wird Dich irgendwann heiraten wollen?
Mit dieser Erwartung wäre ich vorsichtig.

Er scheint Dich zu beeindrucken und Du willst zurückbeeindrucken und lässt Dir deswegen sagen, was Du dafür tun solltest, kann das sein?
Mir fällt nochwas ein, da ich Selbständigkeit kenne. So ein Mensch "darf" nicht krank werden, weil er sonst Verluste haben wird oder zumindest die Kompetenz abgeben muss an einen, dem er vertraut, und den muss er erstmal haben. Wenn Du dem kommst mit Erschöpfung und daher "was nicht geschafft", wird der Dir eventuell erklären, dass es sowas nicht geben kann. Und Du beweist ja selbst auch schon, dass Du doch kannst. Wer nicht mal den Abwasch schafft, wenn er keinen Antreiber hat, aber doch funktioniert, wenn Druck da ist, ist wohl nicht krank, sondern nur faul - nein, das ist nicht meine Meinung. Aber das ist das, was er denken könnte, wenn er das alles so erfährt. Ich denke, Dich beflügelt dann, dass Du einen guten Eindruck machen willst, aber das wird sehr schnell anstrengend, wenn Du das jetzt immer so machen müsstest, wenn Du wirklich gesundheitliche Gründe hast, eben nicht immer alles tiptop zu haben.

Alles, was Du schaffst, schaffst DU SELBST. Kann ja sein, dass er Dich dazu motiviert, aber deswegen brauchst Du ihn ja nicht wirklich. Ich finde solche Beziehungskonstruktionen gefährlich, weil - mal krass ausgedrückt - einer ständig über sein Limit gehen soll oder er wird verachtet. Krankheiten zählen als Schwäche für Menschen, die sich für "Unverwundbare" halten, weil sie für die größere Sache funktionieren müssen (sind ja nicht nur Selbständige, sind auch andere Chefs, die so ticken). Dass einer wirklich nicht kann gesundheitlich, können sie nicht akzeptieren, der soll sich mal zusammenreißen.
 
  • #19
"Zitat von Grauemaus:
Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich)"

Ich weiss, wann immer jemand so was sagt, kommt das Wort "Beziehungsangst" oder "Vermeidung" auf. Aber ich würde selbst dies heute bevorzugen. Nicht, weil ich eine Affäre suche. Sondern, weil ich als Single sehr unabhängig lebe und spüre, dass es einen schrittweisen Übergang zum Paar-Dasein bräuchte. Sofort die ganze Zeit zusammen verbringen, übers Zusammenziehen sprechen, den gesamten Freundeskreis involvieren - hab ich schon gemacht, hat dem Ganzen nicht gut getan.

Klar klammern oder übermotiviert den andern vereinnahmen, kann insbesondere eine junge Beziehung ersticken.

Aber ich kann sagen "ich will eine Beziehung mit dir" und "lass uns eine Weile sehen wie es läuft, bevor wir über zusammen ziehen sprechen" oder "ich brauche für mich selbst Zeit weil ...". Hiermit grenze ich mich in der Beziehung und nicht gegen eine Beziehung ab.

Locker ist in der Regel eine Floskel für unverbindlich bleiben um sich Optionen für besseres offenzuhalten. Pauschal von einengen reden ohne, dass es tatsächlich zu einer übergriffigen Einengung gekommen ist, offenbart eine negative Erwartungshaltung an Partnerschaft. Wenn man die hat, sollte man Beziehung doch gleich sein lassen.

Beziehung brauch Zeit und Kompromisse um sich zu einer Partnerschaft zu entwickeln. Die Zeit muss allerdings mit einander und nicht getrennt, jeder für sich, verbracht werden und die Kompromisse sind Arbeit. Wer sich dadurch eingeengt fühlt oder dies als unlocker ansieht, hat keine Chance auf echte Partnerschaft.

Was die gemeinsame Zeit betrifft geht es nicht um symbiotisches Verschmelzen (das wäre dann eher krank) sondern um Teamarbeit durchaus auch in Arbeitsteilung.

Ähnlich wie "toller Mann" sind Floskeln wie "einengen" und "locker" hier oft mit Krisen auf Basis gegensätzlicher Erwartungen verbunden. Ein positives Beispiel hier aus dem Forum fällt mir nicht ein.

ich werde bald 46,war noch nie verheiratet,keine Kinder. Und endlich ist da mal jemand...
Ich habe eigentlich immer gemacht was ich wollte.

Interessanter als verheiratet oder nicht wäre der allgemeine Verlauf deines Beziehungslebens. Zu jemanden der sich nicht einengen lassen will und immer macht was er will, passen eher distanzierte ggf. ferne Beziehungen als ein/zwei nahe Partnerschaften und, dass er nie länger zusammen gelebt hat.

Das würde dann voll in das Klischee des Beziehungsvermeiders passen. Inwieweit das zu trifft kannst du @Grauemaus selbst beurteilen ohne, dass du dazu hier Details berichtest. Manche Menschen erkennen dies erst relativ spät z.B. mit Ende 40.
 
  • #20
Ich denke schon, das Geschäftsführer quasi Macher sind, die gern delegieren und anderen sagen, wo es lang geht ( im Job und vielleicht auch im Privatleben). Kann sein, muss aber nicht. Seiner Ansage, er will nur was Lockeres und sich nicht einengen lassen, solltest Du unbedingt glauben und nicht im stillen Kämmerlein hoffen, es würde sich ändern. Was interessiert ihn bei einer lockeren Geschichte dann überhaupt, wie Du Deine kleine Wohnung gestaltest ? Kann ihm doch egal sein...Sein Verhalten, was Dich scheinbar stört, erweckt bei mir den Verdacht, Du könntest es mit einem kleinen Kommandanten zu tun haben, der Dich erziehen möchte...
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #21
Es reißt ja schnell ein bei Paaren, dass man sich gegenseitig offenbart, wo man "unfähiger als der andere" ist, die Sache zu meistern. Ich finde es auch in Ordnung, wenn man voneinander lernt, aber dazu muss man sich gegenseitig als insgesamt gleichwertig kompetent ansehen und nicht das, was der andere kann und man selbst nicht, als nichtig abwerten oder eine zu hohe Meinung von sich haben, dass man keine Schwächen hätte. Und es sind die Grenzen zu respektieren, wo einer vielleicht was noch nicht schafft, aber keinen Reinquatscher braucht.
Da hast du vollkommen recht. Ich würde allerdings noch gerne einen Punkt hinzufügen. Ich kann es auch nicht austehen wenn jemand sagt du kannst es nicht. Oder du hast keine Erfahrung. Da frage ich mich. Wie soll man Erfahrungen sammeln wenn man jemanden nicht die Gelegenheit dazu gibt. Man kann es demjenigen doch erst mal beweisen lassen, dass er es kann. Genauso sollte es auch in einer Partnerschaft oder Ehe sein. Man kann vielleicht mal einen Tipp geben. Aber trotzdem ist es besser denjenigen es selbst machen zu lassen.

Das habe ich auch bei meinem Sohn so gemacht. Natürlich nicht so gefährliche Sachen wie Kerzen anzünden. Das durfte er natürlich machen. Allerdings nur wenn meine Frau oder ich dabei war. Ansonsten dufte er viel selbst machen.
 
  • #22
Ich würde dir eines raten: Den Rückzug antreten, dir nochmal deine Rolle als Frau bewusst werden, dein Leben sortieren (inklusive deiner Wohnung), Motivations-Bücher lesen, dich mit eigenen Motivations-Mentoren zusammen setzen (Hauptsache du benutzt nicht deinen neuen Kontakt dafür) und dir nochmal einen ganz anderen Mann suchen, der dich so sein lässt, wie du in deiner Rolle als Frau angekommen bist und dich wohl fühlst.

Du meinst, motiviert zu sein, es ist aber vermutlich eher Angst und Respekt, dass er sonst ein schlechtes Bild von dir hat, wenn du deine Wohnung nicht so hinbastelst, wie es ihm gefällt. Vielleicht sogar in seinem Geschmack, mit seinen Farben und Dekogegenständen. Im Verlauf wirst du dazu noch materiell, denn ein Chef lebt im Materialismus und hat keinen Sinn für Do-it-yourself. Und wenn ihm nicht passt, was du ihm präsentierst, wird er wohl ein Chef sein, der nicht auf halbe Sachen steht, sondern auf Perfektion. Das bringt dich in eine schwere, unbehagliche Lage, weil du diese Perfektion in deinen anfänglichen Motivationsschüben noch nicht erfüllen kannst.

Es ist fast immer so, dass Frauen sofort springen, wenn da ein toller Mann ist. Natürlich kann so eine Lebensveränderung eine tolle Sache sein, aber du hast gemerkt, dass es jetzt umschlägt: Er kritisiert dich, er fordert, er findet dich und deine Wohnung NICHT GUT GENUG. Du könntest mehr machen und mehr sein.
Ich denke, du hast jetzt genug gehört.

Der Mann hat dir einen tollen Wink zur Veränderung und Motivation gegeben. Bleib motiviert, aber setzt die Segel zu neuen Ufern!

Dein Hinweis, dass du mit 46 noch nie verheiratet warst und keine Kinder hast, passt wie die Faust aufs Auge. Ich sage dir, warum das bei dir alles so aussieht: Weil du dir Männer suchst, die für dich entscheiden, was gut für dich ist und du ihnen hörig bist, wenn du sie gut findest.

Du willst motivierer sein. Das ist verständlich, aber dafür gibt es Bücher und Samstagabend-Kurse. Dein Partner, der dich motivieren soll, hält dich bald für ein faules Ei, das selbst nichts auf die Reihe bekommt. Das schlägt sich nieder auf den Respekt, den er dir gibt und du merkst ja, wie er von seiner netten Art zum fordernden respektlosen Mann wurde.

Der Mann, der zudem was von Einengung faselt, hat sie nicht mehr alle. Der macht doch längst sein eigenes Ding!
Es zeigt eigentlich, dass der über dich bestimmen will, aber keine Beziehung mit dir will. Vielen Männer macht es Spaß, Frauen zu formen und ihnen was zu erkären in ihrem Frust, mit denen sie nicht zusammen sind und sie werden mit solchen Frauen auch nie feste zusammen sein, geschweige denn heiraten oder Kinder bekommen.
 
  • #23
Es gibt durchaus Geschäftsführer, die einen Drang zu verstärkten Forderungen, Dominanz und Narzissmus haben und die Tendenz in dieser Position wird weitaus höher sein als in anderen Job, immerhin eigenet sich nicht jedes weiche Gemüt zum Chefsein. Da muss schon Power dahinter stecken und dass man anderen Leuten klare Ansagen machen kann, die anderen auch mal weh tun.

Und du bist die typische Mitarbeiterperson, die sich gerne führen lässt und erst auf Kommando Dinge umsetzen kann. Daraus würde ich mich privat erheben. Es reicht doch, wenn du einen Chef im Job hast. Oder brauchst du auch noch einen Chef im privaten Leben, wo du Königin bist?

Er möchte alles erstmal lockerer angehen und nicht eingeengt werden. (kein Problem, geht mir ähnlich).
OK, aber es "locker angehen lassen und nicht eingengt werden" geht damit einher, dass man seine Grenzen verbal zu verteidigen weiß, auch vor anderen Statuspersönlichkeiten. Die kennen nämlich oftmals nur Pushen und Grenzüberschreitungen.

Er möchte mich verändern, man merkt da irgendwie wohl seinen Job heraus.
Dann sage doch klar, dass du dich nicht verändern möchtest oder dich nicht verändern wirst. Damit bist du DER CHEF in deinem Leben! Du sagst, wie es läuft.

Verändere ich was, zb. in meiner winzigen Wohnung, ist ihm das noch nicht genug
Dann muss er eben damit leben, dass seine Bedürfnisse nicht gestillt werden. Glaub mir, als Chef kann man das sehr gut, weil man mit seiner fordernden Art oft auf Kritik und Ablehnung stößt. Das ist also nicht das Problem, sondern dass du wirkst, als möchtest du es ihm recht machen und er denkt, er muss dir helfen, weil du unfähig für dein Leben bist. Ich würde das ganz schnell abstellen.

Chaotik wird in vielen Jobs gebraucht, um überhaupt was zum Entstehen zu bringen.

Er ist sein eigener Chef, aber sind solche Männer im Privatleben ähnlich?
Er ist so, wie er sich zeigt und dieses schlechte Bild von ihm ist nicht tragbar.

Anderseits hab ich so einen Mann gesucht,der weiß was er will und sein Leben auf die Reihe kriegt wie man so schön sagt und der mir irgendwie Lebenskraft und Motivation gibt

Er weiß, was er für dich will und du weißt, was er für dich will, aber was er für sich will, wissen wir nicht. Von klarer Beziehung hat er nicht gesprochen, von Heirat und Kinder auch nicht, oder ob er vielleicht eher eine Affäre mit dir möchte. Er weiß also nicht, was er will. Er will höchstens deine Wohnung und deine Lebenszustände anders. Das ist kein "er weiß, was er will", sondern Bedrängung.
Das finde ich suspekt und das würde ich ihm auch so sagen.
 
  • #24
Ob Geschäftsführer (schreckliches Wort...) eher bestimmlerisch auftreten, kann man sicher nicht verallgemeinern. Ich selbst habe beruflich Verantwortung und muss die eine oder andere Entscheidung etwas energischer Formulieren. Aber ehrlich, ich erläutere Dinge lieber im kinstruktiven Dialog als in Kommandoform.
Was ein toller Mann sein soll, können wohl nur Frauen erklären. Oftmals ist es jedoch so, dass Männer, wie auch Frauen in der Kennlernphase 'toll' erscheinen, sich in einem grossen Teil der Fälle jedoch zeigt, dass das, was als angenehm oder gut empfunden wurde, eine leere Fassade ist. Ich denke, die meisten Menschen, die selbstsicher auftreten, sind in Wirklichkeit sehr unsichere Personen. Damit ist die anfängliche zur Schau gestellte Sicherheit besonders von Männern, ein Konfliktherd.
 
  • #25
Locker ist in der Regel eine Floskel für unverbindlich bleiben um sich Optionen für besseres offenzuhalten.
Oh. Also, für mich bedeutet das was anderes.
Wenn ich etwas "locker angehen" möchte, dann meine ich damit, dass ich nicht meine ganze Freizeit mit dem Betreffenden verbringen und nicht sofort zusammen ziehen möchte. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass ich auf einen besseren Partner hoffe. Sondern, dass ich unzufrieden werde, wenn ich keine Zeit für mich alleine habe oder meine besten Freundinnen treffen kann. Ich mag es überhaupt nicht, wenn Menschen mich emotional erpressen, dass ich "exklusiv" und jeden Tag für sie da sein soll. Aber das meine ich nicht im Sinne von Promiskuität. Meine Freundschaften und meine introvertierten Momente sind mir eben wichtig. Eine neue Partnerschaft erlebe ich als emotional intensiv und anspruchsvoll, weil ich sehr sensibel bin. Ich muss mich zwischendurch entspannen und das kann ich in einer neuen Beziehung noch nicht.
 
  • #26
Natürlich hat der Beruf Auswirkungen auf das Verhalten. Ich bin Chefin von 50 Männern und sehr lösungsorientiert. Ich kann zu Hause nicht die kleine Maus spielen. Das bin ich nicht und war ich nicht, sonst wäre ich nicht da wo ich jetzt bin.
Es passt doch nicht zusammen, er will es locker angehen und dich gleichzeitig verändern. Wenn er ein so erfolgreichen Geschäftsmann ist, sollte er wissen, dass man Menschen nicht verändern kann. w58
 
  • #27
Mein Vater war Geschäftsführer einer Firma, die er auch mitbegründet hat. Deshalb glaube ich, dass ich qualifiziert bin deine Frage zu beantworten. Ich denke, dass die Geschäftsführertypen sehr mathematisch denken. Im Grunde wollen sie alles optimieren. Sie kommen irgendwo rein und fragen sich "wo stehen wir", "wo wollen wir hin" und "wie können wir am Schnellsten und am Besten dahin kommen" und es ist wirklich sehr schön und insprierend mit so einer Persönlichkeit Zusammenzusein. Vor allem habe ich mich auch immer beschützt gefüllt aber es ist auch nicht einfach. Mein Vater war sehr warmherzig und liebevoll. Er hat mir wirklich viele Sachen erlaubt, die meine Mutter niemals erlaubt hätte aber er war auch sehr streng, nicht engstirnig aber streng und er hat keine Millimeter von seinen Ansichten abgewichen und sehr oft hatte er auch recht. In allem was er getan und gesagt hat.
Ich denke, du könntest den Kritik akzeptieren und umsetzen und es für dich nutzen. Mein Vater hat immer gesagt: "wer Kritik ausübt, ist ein Freund". So sehe ich es auch.
An deiner Stelle würde ich die Herausforderung annehmen. Ich denke, dass es für dich lohnen würde dabei zu bleiben, auch wenn es nicht für immer ist.
 
  • #28
Aber "ich bin leider manchmal etwas chaotisch" wirst Du das wohl auch zu ihm sagen, und das ist für manche Leute schon ein geöffnetes Tor für ihre Kritik. Du machst Dich damit vor solchen Leuten klein, indem Du dem anderen schon die Punkte freiwillig lieferst, wo er Dich kritisieren könnte.

Kommt darauf an, wie man es verpackt. Selbstkritik ist ok, selbst kleinmachen nicht so schlau.

Mein Partner ist extrem ordentlich. Als er das erste Mal bei mir war, war es zwar für meine Begriffe ordentlich, für seine sicher nicht übermäßig.

Ich habe ihm auch gesagt, dass ich eher chaotisch bin. Aber ich habe es nicht mit einem "leider" selbst negativ bewertet. Eher spassig positiv mit "nur ein Genie beherrscht das Chaos." Und da bin ich wirklich gut ich weiß immer wo alles liegt, zum Chaos gab es wenigstens ein gutes Gedächtnis dazu.

Und ich hab gleichzeitig zu verstehen gegeben, dass er es akzeptieren soll oder es mit mir lassen muss.

Er wohnt nun bei mir und grummelt nur selten leise vor sich hin, ich bin nämlich aber auch ein bisschen mehr als wenn ich allein bin... :)

Er hatte ja auch die Wahl es mit mir zu lassen, dann hätte ich halt Pech gehabt, aber dann hätte es einfach zwischen uns nicht gepasst, es wäre auch nur verschwendete Zeit, wenn wir uns ständig über meinen Ordnungssinn streiten würden.

Ich glaube oftmals ist es ganz wichtig in der Kommunikation, WIE man etwas vermittelt.
 
  • #29
Klar, aber wenn ich lese, dass die FS sich wohlfühlt damit, dass ihr einer Ansagen macht, hält sie sich ja wirklich für ein Mädchen, das einen Lehrer braucht, den es dann bewundern kann dafür, was er für Potenziale in ihm weckt. Nur ist es leider so, dass erstmal bestimmte Typen Männer Frauen per se für inkompetenter halten als Männer und schon von daher belehrend daherkommen und alles besser wissen, und wenn die Frau das dann auch noch toll findet, erst recht keine Achtung vor der Frau bekommen.
Selbstkritik - klar, aber sollte auch der Mann machen und ich denke, der Bekannte der FS ist da weit fern von.

Ich habe ihm auch gesagt, dass ich eher chaotisch bin. Aber ich habe es nicht mit einem "leider" selbst negativ bewertet. Eher spassig positiv mit "nur ein Genie beherrscht das Chaos."
Genau. Ich würde mir selbst aber von mir aus heutzutage keine Labels mehr geben (wenn das ganze schon sichtbar ist und drüber geredet wird unter Partnern, ist es was anderes). Einfach, weil mir schon mal passierte, dass ich was über mich einfach so erzählte (ohne mich kleinzumachen und nach einem Lehrmeister zu suchen) und das mir dann irgendwann als fiese Spitze zurückserviert wurde. Nicht von einem Partner, aber von "Freundinnen". Sollen sie mich selbst einschätzen, wenn sie wollen und sich Argumente für Spitzen selbst suchen.
Außerdem stellt sich mancher was anderes drunter vor, wenn Du z.B. sagst, Du seiest chaotisch. Der denkt dann nicht, dass Du unordentlicher bist als andere, sondern, dass Du nicht vernünftig Auto fahren kannst, und wenn Dir dann einer ne Beule reinfährt, bist Du schuld wegen Deiner chaotischen Fahrweise. Oder wenn Du zu spät kommst wegen einer Sache, für die Du nichts kannst, heißt es, dass das ja klar war, weil chaotische Menschen nie pünktlich loskommen, denn sie vergessen immer wichtige Dinge, die vor der Fahrt noch zu tun sind.
Ich glaube oftmals ist es ganz wichtig in der Kommunikation, WIE man etwas vermittelt.
Das unterschreibe ich sofort. Aber ich muss auch anfügen, dass man mit einem Menschen, der selbst komplett unbedarft ist in der "Art der Kommunikation und des Diskutierens" und auch keinen Bedarf sieht, sich mal Gedanken über sein eigenes Verhalten zu machen, nicht reden kann, weil der alle Register zieht, es falsch zu machen von den ganzen "Du-bist-Sätzen" losgehend über Sich-angegriffen-Fühlen, weil man überhaupt was Kritisches anspricht, bis hin zum Ablenken auf Felder, wo er meint, man sei im Hintertreffen bei dem Thema und müsse nun selbst Kritik einstecken. Hinzu kommt noch das Empfinden einer "eingebauten Autorität", wenn es Eltern sind oder andere ältere Menschen oder Männer, die sich doch von einem jungen Menschen /von einer Frau nicht kritisieren lassen.
 
  • #30
Klar, aber wenn ich lese, dass die FS sich wohlfühlt damit, dass ihr einer Ansagen macht, hält sie sich ja wirklich für ein Mädchen, das einen Lehrer braucht, den es dann bewundern kann dafür, was er für Potenziale in ihm weckt

Hmmm, für mich ist immer nur ausschlaggebend ob der Kritiker meiner Meinung zu Recht kritisiert oder nicht. Dass man sich auch durch Kritik weiterentwickeln kann finde ich jetzt nicht schlimm.

, weil der alle Register zieht, es falsch zu machen von den ganzen "Du-bist-Sätzen" losgehend über Sich-angegriffen-Fühlen, weil man überhaupt was Kritisches anspricht, bis hin zum Ablenken auf Felder, wo er meint, man sei im Hintertreffen bei dem Thema und müsse nun selbst Kritik einstecken.

Deswegen beuge ich eben gern vor.

Egal wie er kommuniziert könnte ich immer damit argumentieren, dass ich es ihm da von Anfang an gesagt habe, er es von Anfang an wusste.

Ich sehe hier aber insgesamt zu viel Respekt oder sogar Unterwürfigkeit vor dem Job des Mannes.

Ja ich weiß es gibt Männer die Frauen von oben herab betrachten oder nicht ernst nehmen, das liegt aber an einem selbst wenn man dann versucht, eifrig entgegenzuwirken, statt mit der Schulter zu zucken und sie selbst drauf kommen zu lassen, dass sie nicht allgemein oberschlau sind, auch wenn sie es in ihrem Fachgebiet sind.

Ich habe beruflich viel mit solchen Männern zu tun, deren Status mir überlegen ist. Ich denke das schlechteste was man machen kann ist, in Ehrfurcht zu erstarren und unterwürfig zu sein.

Ich sehe sie nicht als Bankdirektor oder Oberarzt sondern nur als Mensch und Mann.

Nichts anderes sollte doch letztlich auch für die Frage ob man eine Beziehung haben will oder nicht entscheidend sein.

Nur weil ein Mann einen Lehrer ist lasse ich mich nicht belehren und vom Oberfeldwebel nicht herumkommandieren.

Daher finde ich die Überlegung, ob ein Geschäftsführer fordernd sei, falsch angesetzt.

Die Frage ist doch eher: ob ich mich dominieren/fordern lassen würde?

Ich finde man sollte seine Grenzen und Maßstäbe ganz allein für sich selbst festlegen und nicht von seinem Gegenüber in irgendeiner Form abhängig machen.
 
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