• #31
Hmmm, für mich ist immer nur ausschlaggebend ob der Kritiker meiner Meinung zu Recht kritisiert oder nicht.
Mir ging es um ihre eigene Einstellung dazu. Also will ich das gern, dass mich einer antreibt oder nicht, und serviere ihm deswegen meine Mängel, vielleicht noch mit einer gewissen Koketterie, weil ich süß sein will für die starke Schulter.
Dass man sich auch durch Kritik weiterentwickeln kann finde ich jetzt nicht schlimm.
Nee ich auch nicht, darum geht es mir nicht. Die Frage ist für mich, ob ich weiß, was meine Probleme sind und ob ich sie dann allein löse oder einen Mann als Antreiber brauche, bis ich mich mal bewege, und das dann toll finde.
Ich hatte auch schon Dinge, die ich nur angegangen bin, weil ein Mann mir dazu Mut machte. Aber ich finde das nicht als Partnerschaftsmuster sexy und fühle mich nicht zu Hause in der Rolle des kleinen Mädchens.

Ich sehe hier aber insgesamt zu viel Respekt oder sogar Unterwürfigkeit vor dem Job des Mannes.
Ich auch.
Ja ich weiß es gibt Männer die Frauen von oben herab betrachten oder nicht ernst nehmen, das liegt aber an einem selbst wenn man dann versucht, eifrig entgegenzuwirken, statt mit der Schulter zu zucken und sie selbst drauf kommen zu lassen, dass sie nicht allgemein oberschlau sind, auch wenn sie es in ihrem Fachgebiet sind.
Was Partnerschaften angeht, stimme ich Dir voll zu. Allerdings wird so eine Frau sich nicht anfangs als schwaches Mädchen zeigen, das es nötig hat, ihren bewunderten Mann als Experten in allen Lebensfragen zu haben.

(Ansonsten kann man das ja nicht so einfach handhaben, also beruflich z.B., denn der Mann WILL ja nicht überzeugt sein von der Kompetenz der Frau und wird sich auch nicht überzeugen lassen, sondern wird sie in jeder Situation, wo es drauf ankommt, degradierend behandeln bzw. ganz natürlich andere bevorzugen und für kompetenter halten. Und ganz übel ist es, wenn es Familie ist und der Vater die Kinder nicht anerkennt, aber einiges falsch macht, Angst hat, inkompetent gesehen zu werden und dann mit miesem Machtgehabe die Kinder runterdrücken will, um sich wieder an oberste Position zu setzen.)

Daher finde ich die Überlegung, ob ein Geschäftsführer fordernd sei, falsch angesetzt.
Ja, ich auch, selbst wenn es auch Verhaltensmerkmale geben kann, die man einem Beruf zuordnen kann.
Genau Deine Frage sehe ich auch als zu stellen: Will ich mich dominieren und führen lassen oder nicht. Und ich glaube, die FS steht drauf.
 
  • #32
Meine Freundschaften und meine introvertierten Momente sind mir eben wichtig. Eine neue Partnerschaft erlebe ich als emotional intensiv und anspruchsvoll, weil ich sehr sensibel bin. Ich muss mich zwischendurch entspannen und das kann ich in einer neuen Beziehung noch nicht.

Das verstehe ich. Du beschreibst die selbst als Hochsensibel. Du hast damit eine völlig andere Sicht auf die richtige Portion Nähe als jemand der nicht hochsensibel ist.

Auf das Ruhebedürfnis hochsensibler Menschen gibt es im Beziehungskontext durch die Anderen verschiedene Reaktionsformen. Ich halte zwei Typen für besonders wichtig.

Typ 1) Der liebende Andere fühlt sich durch den Rückzug zurück gesetzt und ungeliebt. Entweder setzt er bedürftig nach und sprengt dadurch die Beziehung oder er zieht sich seinerseits zurück und ist nicht mehr interessiert wenn der Hochsensible wieder Nähe möchte.

Ggf. wertet er die ganze Beziehung dann von einer Partnerschaftsentwicklung zu einer unverbindlichen Affäre ab und setzt diese Beziehung als Affäre fort. Das ist quasi der Übergang zum

Typ 2) Ggf. empfindet der Andere den Rückzug des Hochsensiblen auch als positiv weil er die für ihn freie Zeit für die Pflege und Aquise paralleler Beziehungen nutzen kann und dies ohnehin seinem eigenen Lebenskonzept entspricht.

Der Hochsensible kann versuchen durch klare Kommunikation solche Entwicklungen zu vermeiden. Da aber keine 100 % Annährung des Anderen an die Position des Hochsensiblen zu erwarten ist, muss der Hochsensible seinerseits kompromissbereit auf den anderen zu gehen.

Das Problem daran ist, dass die theoretische Lösung primär Kopfbasiert ist. Solche Lösungen widersprechen aber dem Wesen der Hochsensibilität. Die Emotionen dominieren hier den Kopf.

Diese Situation wird oft durch vermeidene Beuteschema vermieden. Der Hochsensible fokussiert sich auf den o.g. Typ 2, wird mit diesem nicht glücklich und wandert zum nächsten Typ 2. Die Alternative ist einfach zu verzichten wo Änderung nicht möglich ist.
 
  • #33
Du hast damit eine völlig andere Sicht auf die richtige Portion Nähe als jemand der nicht hochsensibel ist.

Es ist Deine Sicht.
Es kann so sein.
Bei Hochsensibilität springst Du genauso stereotyp an, wie bei Borderline.

Es gibt die Variante, dass sich zwei kennen lernen, und lernen miteinander umzugehen. Wo man lernt, wo der andere Bedürfnisse hat, wo Grenzen. So sollte es sein.

Man kann sich nahe sein. Nähe geben. Man kann sich parallel Rückzug zugestehen, notwendige Pausen. Beschäftigung mit eigenen Interessen.
Kaum ein Mensch braucht permanente Nähe, man ist auch in einer Partnerschaft Individuum.
Unabhängig von Hochsensibilität.

M, 54
 
  • #34
Also will ich das gern, dass mich einer antreibt oder nicht,
Ich denke, dass jeder es möchte. Wir brauchen alle Antreiber, sei es eine Mutter, eine gute Freundin, die Religion, das Universum, die Wissenschaft, ein Buch, die Kunst oder aber auch ein Partner. Ich frage mich wirklich, ob es jemanden auf dieser Welt gibt, der völlig isoliert und allein durch eigene Ideen und Vorstellungskraft alles weiß, alles tut, alles herausfindet. Sogar Adam und Eva waren zusammen und haben gemeinsam sich auf den Weg gemacht.
ob ich weiß, was meine Probleme sind und ob ich sie dann allein löse oder einen Mann als Antreiber brauche, bis ich mich mal bewege, und das dann toll finde.
Manchmal siehst du deine Probleme nicht. Du nimmst sie nicht wahr. Ein ganz triviales Beispiel: Dein Freund hat ein Vorstellungsgespräch. Es ist eine hohe Position und er will diese Stelle unbedingt haben. Er will sich von dir verabschieden und du merkst, dass seinen Hosenstahl offen ist. Was machst du? Nach deiner Theorie soll er ja gefälligst selber wissen was sein Problem ist......So entsteht keine Partnerschaft.
In der Geschichte der FS hat der Mann einen Verbesserungsvorschlag gemacht, was ich ihm hoch anrechne. Es ist natürlich wichtig wie man etwas sagt und ob es wirklich ein Verbesserungsvorschlag ist oder nicht. Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Aber an sich finde ich es absolut nicht schlimm andere zu helfen besser und effektiver zu werden. Viele Leute sagen gar nichts und lassen dich in deiner Einsamkeit allein, sie sind gleichgültig. Sie laufen an dir achselzuckend vorbei, sehen etwas was du besser machen könntest und sagen es dir nicht. Ganz im Gegenteil. Sie stärken dich sogar darin weiterzumachen......
 
  • #35
Ich frage mich wirklich, ob es jemanden auf dieser Welt gibt, der völlig isoliert und allein durch eigene Ideen und Vorstellungskraft alles weiß, alles tut, alles herausfindet.
Es geht nicht darum, ob man alles von allein weiß und alle Ideen selbst hat. Das sehe ich als ausgeschlossen.

Es geht darum, ob ich jemanden zum Lehrer in meinem Leben machen muss, einen, zu dem ich aufschaue und den ich benutze als Antreiber, oder ich bewege mich nicht, weil ich aus mir selbst keinen Antrieb schöpfen kann. Das ist ein riesengroßer Unterschied auch in der Beziehungsform.

Nach deiner Theorie soll er ja gefälligst selber wissen was sein Problem ist.
Quatsch - sorry :) Ich hab mich entweder unverständlich ausgedrückt oder Du hast mich komplett missverstanden. Es geht um was ganz anderes als Hilfeverweigerung oder keine Inspiration zur positiven Veränderung. Ich denke, wir definieren "Antreiber" anders.

Es ist auch keine Theorie von mir, es ist Erfahrung, sogar schonmal mit Krankheitsfolge bei mir.
Es geht - nach meiner Sichtweise - beim Antreiben darum, WER am Ende die Entscheidung trifft, was ein anderer leisten kann. Das sollte mE immer derjenige sein, der die Leistung erbringt, sofern man ihm zutraut, selbst sagen zu können, wann er erschöpft ist.

Im Fall der FS: Sie wird wissen, wann sie sich gesundheitsmäßig schonen muss. Dass im Fall der ersten Verliebtheit mehr Energie zum Putzen da ist, glaube ich sofort. Aber wenn sie sich unter Druck setzen lässt oder selbst unter Druck setzt, weil ihr der Machermann so imponiert, wird sie es vermutlich mit ihrer Gesundheit bezahlen und sich vielleicht sogar noch anhören müssen, sie wäre doch nur zu bequem, denn 1. anfangs hat sie dieses Bild von sich bei ihm erzeugt, 2. weil solche Macher, die sich in anderer Leute Leistungsfähigkeit einmischen, eher nicht die Grenzen respektieren, die ein anderer setzt, die sie selbst aber als zu niedrig empfinden.
 
  • #36
Aber an sich finde ich es absolut nicht schlimm andere zu helfen besser und effektiver zu werden. Viele Leute sagen gar nichts und lassen dich in deiner Einsamkeit allein, sie sind gleichgültig.
Du packst hier mehreres zusammen.

1. Die Ignoranten und Gleichgültigen finde ich auch schlecht. Habe ich auch nie verstanden, warum die so sind, wenn sie sehen müssen, dass ihre Unterstützung gern gewollt wäre.

2. Jemandem zu helfen, ist was Gutes. Wenn er Hilfe haben will. Ansonsten stülpt man sich ihm über, weil man selbst gern in der überlegenen Position ist. (ich rede hier von mündigen Erwachsenen)

3. Einen anderen anzutreiben zu irgendwas, das ICH richtig finde, ist was ganz anderes, als ihn zu unterstützen in etwas, das ER richtig findet. Wobei hier die Frage aufkommt: Ist man so faul, obwohl man weiß, dass es einem schadet, dass man sich trotzdem nicht rührt, wenn keiner dahintersteht und meckert? Muss man einen anderen Erwachsenen dafür instrumentalisieren und kann man dann noch erwarten, dass er einen auf Augenhöhe wahrnimmt?

4. Ich bin kein Antreiber für jemanden, der sich sonst hängen lassen würde. Das sind Energievampire, die mir am Ende vorwerfen, ich hätte sie zu was getrieben, das ihnen nicht guttut. Solche Leute richten sich auch immer hintenrum gegen den Antreiber, weil sie eben doch nicht so wollen oder können, wie der Antreiber es richtig findet.
Ich brauche auch keinen Antreiber für mich, weil ich weiß, wann ich kürzertreten muss und wann nicht und es daneben finde, mir von einem anderen Erwachsenen sagen zu lassen, ich könnte noch, wenn ich wollte.
 
  • #37
Es ist Deine Sicht.
Es kann so sein.
Bei Hochsensibilität springst Du genauso stereotyp an, wie bei Borderline.

Es gibt die Variante, dass sich zwei kennen lernen, und lernen miteinander umzugehen. Wo man lernt, wo der andere Bedürfnisse hat, wo Grenzen. So sollte es sein.

Man kann sich nahe sein. Nähe geben. Man kann sich parallel Rückzug zugestehen, notwendige Pausen. Beschäftigung mit eigenen Interessen.
Kaum ein Mensch braucht permanente Nähe, man ist auch in einer Partnerschaft Individuum.
Unabhängig von Hochsensibilität.

M, 54

Warum wirfst du Borderline und HSP in einen Topf? Das finde ich für einen Therapeuten unprofessionell. Das eine ist eine schwerste Traumastörung die mit Tendenz zur Selbstverletzung einher geht. Das andere eine überdimensionale Empfindsamkeit die bei betroffenen Menschen Reizüberflutungen auslösen kann.

Ok. Ich schreib was zu beiden Eigenschaften passt. Beiden ist oft gemein, dass eine Beziehung möglich ist wenn der nicht betroffene Partner viel Verständnis, Geduld und Toleranz für die jeweiligen Eigenheiten hat und sich selbst zurück nimmt. So jedenfalls entsprechende Literatur oder Internetquellen.

Vergleichbare Ratgeber wie es ein Mensch mit Borderline oder HSP einem Menschen ohne diese Merkmale leichter machen kann mit ihm in Beziehung zu sein gibt es nicht. Eigentlich schade aber hat bestimmt Gründe.

Es gibt aber Quellen die erklären, dass es für einen Menschen nicht gesund ist, permanent in der Rolle des Verständnisvollen, Toleranten und Geduldigen zu sein der sich nur noch zurück nimmt damit es dem Partner gut geht und Beziehung erhalten bleibt.

Sofern man gezielt nach Informationen Beziehung und Borderline sucht findet man überwiegend unangenehme Geschichten von Expartnern und wenig Selbstreflektion von Menschen mit Borderline.

Bei HSP findet man etwas anderes. Zu einem, dass viele Menschen mit HSP allein bleiben weil sie nicht den richtigen oder nur falsche Partner finden. Auch hier im Forum haben Menschen sich einerseits als HSP zu erkennen gegeben und andererseits ihre Beziehungsprobleme erörtert.

Es gibt eine HSP Ausnahme in glücklicher Beziehung in diesem Forum. Sie ist glaube ich Mitte 30.

Diese Woche hatte ich mit einer Betroffenen gesprochen die ca. 50 ist und gerade in einer psychosomatischen Einrichtung viele "Kollegen" trifft. Sie sagt mit dem Alter nimmt die Ruhe- und Rückzugsbedürftigkeit einer HSP zu. Kosten und Beziehung spielen bei der Verwirklichung diese Bedürfnisse keine Rolle. Der Mann der glücklichen HSP hier wird, wenn dies auch auf sie zu trifft, künftig immer mehr einseitige Beziehungsarbeit leisten müssen.
 
  • #38
Ok. Ich schreib was zu beiden Eigenschaften passt. Beiden ist oft gemein, dass eine Beziehung möglich ist wenn der nicht betroffene Partner viel Verständnis, Geduld und Toleranz für die jeweiligen Eigenheiten hat und sich selbst zurück nimmt. So jedenfalls entsprechende Literatur oder Internetquellen.
Dem stimme ich nur bedingt. Kein Mensch ist gezwungen, sich zurück zu nehmen, bzw. soll er schauen, dass er sich AUCH in der Beziehung wohlfühlt. Mit Borderline ist es unmöglich, eine gesunde Beziehung zu führen, mit HSP dagegen schon. Das erste ist psychische Störung, das zweite ein Persönlichkeitsmerkmal wie Neigung zum logischen Denken oder Kreativität. Nicht jeder HSPler ist ein Sensibelchen, nicht jedes Sensibelchen ein HSPler. Vielen Menschen merkt man ihre Hochsebsibilität nicht an, weil sie gelernt haben, sich anzupassen. Eine Beziehung mit einem HSP ist definitiv möglich und auch oft besser, weil sie ihre Menschen instinktiv spüren und wissen, was sie gerade brauchen. Dramen gibt es, wenn jemand meint, seine emotionale Unreife mit irgendwelchen Diagnosen entschuldigen zu können bzw. die Verantwortung für eigenes Verhalten abzugeben. Echte HSPler sind stets bemüht, Harmonie in ihre Umgebung zu schaffen, das ist deren natürliches Bedürfniss, weil sie ehe alles fühlen.
 
  • #39
Typ 1) Der liebende Andere fühlt sich durch den Rückzug zurück gesetzt und ungeliebt. Entweder setzt er bedürftig nach und sprengt dadurch die Beziehung oder er zieht sich seinerseits zurück und ist nicht mehr interessiert wenn der Hochsensible wieder Nähe möchte.

Ggf. wertet er die ganze Beziehung dann von einer Partnerschaftsentwicklung zu einer unverbindlichen Affäre ab und setzt diese Beziehung als Affäre fort. Das ist quasi der Übergang zum

Typ 2) Ggf. empfindet der Andere den Rückzug des Hochsensiblen auch als positiv weil er die für ihn freie Zeit für die Pflege und Aquise paralleler Beziehungen nutzen kann und dies ohnehin seinem eigenen Lebenskonzept entspricht.

Der Hochsensible kann versuchen durch klare Kommunikation solche Entwicklungen zu vermeiden. Da aber keine 100 % Annährung des Anderen an die Position des Hochsensiblen zu erwarten ist, muss der Hochsensible seinerseits kompromissbereit auf den anderen zu gehen.
Das ist doch eine völlige Schwarz-Weiss-Sichtweise!
Das Nähe-Bedürfnis ist doch bei jedem Menschen unterschiedlich ausgeprägt. Egal ob hoch-sensibel oder nicht. Ich gehöre auch zu den hochsensiblen Menschen. Es ist sicher so, dass ich länger brauche um einen geeigneten Partner zu finden. Wie Vieles, hat es Vor- und Nachteile, hochsensibel zu sein. Ich brauche genug Zeit für mich und bin in gewissen Sachen empfindlicher als andere. Dafür spüre ich den Partner sehr gut, was ich z.B. zurückgebe in berührenden Körpermassagen. Ausserdem kann ich sehr begeisterungsfähig sein, was meine Partner immer sehr genossen haben.Vieles zu sehen und zu spüren macht meine Welt reich, das gebe ich an meinen Partner weiter.
Wenn Du eine Person triffst, die Dir erzählt dass mit dem Alter ihre Rückzugsbedürftigkeit zunimmt, dann finde es vermessen von Dir, das zu verallgemeinern. Bei mir trifft das Gegenteil zu.
 
  • #40
Echte HSPler sind stets bemüht, Harmonie in ihre Umgebung zu schaffen, das ist deren natürliches Bedürfniss, weil sie ehe alles fühlen.

Das stimmt schon. Mein Bild von HSP ist er von dem was ich hier lese (dramatische Beziehung oder erfolglose Beziehungssuche) sowie der Stichwort-Kombi HSP und Beziehung bei Google geprägt.

Da findet man einen Fokus auf Probleme und teils teils von mir zitierte Lösungsvorschläge.
 
  • #41
Es gibt eine HSP Ausnahme in glücklicher Beziehung in diesem Forum. Sie ist glaube ich Mitte 30.

Ich weiß gerade nicht, wer das ist, aber das ist nicht die einzige. Ich bin ebenfalls in glücklicher Beziehung, die HS hat nichts mit dem Scheitern meiner ersten Ehe zu tun und die Beziehungsarbeit musste immer ich leisten. Jetzt endlich nicht mehr, denn jetzt habe ich einen Partner, der die Verantwortung für das Gelingen mitträgt.
Und wenn einer von uns Rückzug braucht (und den kann man auch aus anderen Gründen brauchen als nur HS), dann darf er sich zurückziehen, ohne dass der andere sich deshalb zurückgesetzt fühlt.
Dass wir beide nicht so sehr auf große Menschenansammlungen stehen, ist natürlich insgesamt auch von Vorteil.
 
  • #42
Das Problem daran ist, dass die theoretische Lösung primär Kopfbasiert ist. Solche Lösungen widersprechen aber dem Wesen der Hochsensibilität. Die Emotionen dominieren hier den Kopf.

Entschuldige, aber ... Quatsch. Das ist dann wohl der Unterschied zwischen Theorie und Praxis. HSPs können genauso gut ganz "normale" Menschen mit ganz "normalen" Beziehungen sein. Hilfreich ist es natürlich, wenn man sich gegenseitig in seiner Eigenart annimmt, ohne irgendwelche Wertungen zu treffen.
Und selbstverständlich haben HSPs auch ihre Wertvorstellungen, nach denen sie leben (wollen) und wenn das die monogame Beziehung ist, in der man sich gegenseitig stützt, dann bekommen sie das auch hin.
 
  • #43
Ich bin ebenfalls in glücklicher Beziehung, die HS hat nichts mit dem Scheitern meiner ersten Ehe zu tun

Ich bin auch HS (und nicht gemeint) und meine gescheiterten Beziehungen haben wohl nur insoweit damit zu tun, dass ich Ungereimtheiten und Lügen immer bald und rein intuitiv wahrgenommen habe.

Hochsensibel bedeutet nicht überempfindlich /unsicher.

Bei mir wirkt sich das nur aus, dass ich nicht allzuviel und lange Trubel und vor allem Lärm um mich ertrage.
Ein ständig laufendes Radio/Fernseher nervt mich dann.

Mal eine Party, ein Konzert, viele Menschen sind mal ok, wenn ich dann auch wieder Ruhe habe, zB in der Natur.

Das war aber in keiner Beziehung auch nur ein Thema. Allerdings hatte ich bislang nur Männer, die eigenständig sind, sich selbst beschäftigen können und mir nicht permanent auf der Pelle hängen und die ich unterhalten soll.

Dass mich Klammerer nerven hat sicher nichts mit HSP zu tun.
 
  • #44
Ich versuche mal Deine Frage aus meiner Sicht zu beantworten. Ich selbst bin geschäftsführender Gesellschafter mehrerer Firmen und kenne natürlich in meinem Umfeld auch genügend ähnlich erfolgreiche Menschen. Wir sind Macher, gewohnt zu bekommen was wir wollen und diesbezüglich auch konsequent im Handeln. Unser Erfolg lässt sich nach außen schwer verbergen. Es gibt genügend interessierte Damen und das ist uns bewusst. Es hat weniger mit Arroganz, sondern viel mehr mit dem Bewusstsein zu tun, welche Möglichkeiten sich uns bieten. Zudem liegt es auch in der Natur der Sache, dass jemand der im Alltag die Geschicke eines großen Unternehmens lenkt, nicht zu Hause tatenlos da sitzt und das Zepter aus der Hand gibt. Das liegt einfach nicht in unserer Natur. Wären wir anders, wären wir nicht da wo wir sind. Deshalb habe ich auch in meinem Profil meine exakte Vorstellung meiner Traumfrau beschrieben. Warum sollte ich große Kompromisse eingehen? Wäre ich dazu bereit, bräuchte ich diese Plattform nicht. Möglichkeiten Frauen kennenzulernen bieten sich mir fast jeden Tag. Die persönliche Traumfrau kennenzulernen ist dagegen schon eine andere Sache, denn eine Traumfrau zeichnet sich ja gerade dadurch als eine solche aus, weil sie eben nicht, im Gegensatz zur normalen Frau, aus Kompromissen besteht, sondern so für mich passt, wie sie ist.
 
  • #45
Warum wirfst du Borderline und HSP in einen Topf?

Das tust Du.
Jetzt kommt das
Das stimmt schon. Mein Bild von HSP ist er von dem was ich hier lese (dramatische Beziehung oder erfolglose Beziehungssuche) sowie der Stichwort-Kombi HSP und Beziehung bei Google geprägt.

Da findet man einen Fokus auf Probleme und teils teils von mir zitierte Lösungsvorschläge.

Lese richtig.
Lese die anderen Antworten. Von Menschen, die sich als Hochsensibel verstehen. Ohne Fragezeichen.

Borderline ist eine Störung.
HS ist eine besondere Gabe. Nicht nur positiv, mit besonderen Gaben muss man lernen, umzugehen. Es kann einen Menschen überfordern.
Wer es kann, dem bereichert es das Leben. Ein Partner, der es schätzt, profitiert.

M, 54
 
  • #46
Deshalb habe ich auch in meinem Profil meine exakte Vorstellung meiner Traumfrau beschrieben. Warum sollte ich große Kompromisse eingehen? Wäre ich dazu bereit, bräuchte ich diese Plattform nicht.
Warum sollte eine Frau, die so toll ist, dass sie deinen Ansprüchen genügt, es nötig haben, sich auf einer Partnerbörse anzumelden?

Die kann sich doch schon im echten Leben vor Verehrern nicht retten.

Da hast du irgendwie nicht richtig nachgedacht.

Leider kann ich mir dein Profil nicht ansehen, aber wenn du da nur halb so arrogant wirkst wie hier, glaub ich nicht, dass du für Klassefrauen mit Charakter interessant bist.
 
  • #47
@Unternehmer: Ist denn für moderne Frauen Macht und Selbstbewusstsein sooo wichtig? Intelligente Menschen sollten sich doch eher auf Augenhöhe begegnen.Ich will auf keinen Fall Deinen Intellekt kleinreden. Unrernehmensführung ist sicher eine sehr den Intellekt fordernde Aufgabe. Doch denke ich, dass in unserer Zeit Geld, Macht und Selbstbewusstsein seitens des Mannes (der Frau) bei selbst aktiven Menschen kein Kriterium der Partnerwahl sein sollte. Ich selbst sehe micht auch oft gezwungen, Anweisungen im Beruf klar und deutlich zu formulieren und zu kommunizieren, dass ein Nichtbefolgen Konsequenzen hat. Aber ich tue das nicht gern, sondern bin als Naturwissenschaftler eher der zweifelnde und hinterfragende Typ. Das hat mir durchaus Nachteile bereitet, bei Freunden sowie bei Frauen.
 
  • #48
aber wenn du da nur halb so arrogant wirkst wie hier, glaub ich nicht, dass du für Klassefrauen mit Charakter interessant bist.

Verstehe ich nicht, warum der Mann jetzt arrogant sein soll.
Ich denke er beschreibt nur ganz klar seine Vorstellungen im Profil. Seine Traumfrau muss nich dem Ideal unserer Traumfrau entsprechen.
Und das erfolgreiche Unternehmer hier hin und wieder mal kurz unter die Räder kommen, kann ich aus eigener Erfahrung berichten.
Im Grunde spricht er schon das aus , was tatsächlich Sache ist.
Erfolgreiche Unternehmer sind niemals sabbelnde Lappen, die wegen jedem Rotz herum heulen.
Es kommt halt immer auf meine Aussenwirkung an und die habe ich ja selbst in der Hand.
M48
 
  • #49
Erfolgreiche Unternehmer sind niemals sabbelnde Lappen, die wegen jedem Rotz herum heulen.
Hat auch keiner behauptet.

Du bist ja selbst ein erfolgreicher Selfmademan, und niemand hier hat dich jemals als arrogant bezeichnet. Wobei du deine Firma selbst aufgebaut hast, der FS ist "bloss" Manager und bildet sich ganz schön viel drauf ein.

Ich für meinen Teil habe auf große Kompromisse keine Lust mehr, sowohl optisch als auch im zwischenmenschlichen Bereich. Aufgrund meines beruflichen Erfolges, und weil ich glaube ich über ein ganz gutes Gesamtpaket verfüge, bin ich in der glücklichen Situation, genügend Verehrerinnen zu haben. Leider war bislang aber trotzdem meine Traumfrau noch nicht dabei. Die Suche nach ebensolcher ist der einzige Grund warum ich hier angemeldet bin. Bis dahin vergnüge ich mich halt mit meinen Freundschaft + Damen

Ich hoffe sehr, dass jemand mit EP-Account einen Profilcheck
macht. Wenn man nur hier im Forum registriert ist, geht das leider nicht.

@frei, du machst doch öfter checks, glaube ich, erleuchte uns doch bitte, wie der FS in seinem Profil rüberkommt und wie die Traumfrau sein soll, ich bin sehr neugierig.
 
  • #50
Erfolgreiche Unternehmer sind niemals sabbelnde Lappen, die wegen jedem Rotz herum heulen.
Es kommt halt immer auf meine Aussenwirkung an und die habe ich ja selbst in der Hand.
M48

Erfolgreiches Unternehmertum als Attraktivitätsmerkmal zieht allerdings nur einen Teil möglicher Partnerkandidaten an. Wenn ich dann noch besondere Ansprüche habe sind es halt noch weniger Kandidaten.

Ein wesentlicher Punkt ist auch was hat ein erfolgreicher Unternehmer dem Partner zu bieten. Zunächst einmal oft weniger gemeinsame Paarzeit als ein durchschnittlicher Angestellter. Was bietet der erfolgreiche Unternehmer als Ausgleich dafür? Die Quersubvention eines hohen Lebensstandards?

Will er das überhaupt? Ich denke es ist eher wie im Märchen. Der eine oder andere erfolgreiche Unternehmer wäre am liebsten der Prinz der sich bei der Brautschau als Handwerker verkleidet.

Oder er ist dann doch eher wie Donald Trump? Oder lieber Steve Jobs und will alles für sich behalten? Macht es Sinn anderen Menschen aufs Brot zu schmieren wie erfolgreich man ist? Für wen ist das wichtig, wenn nicht für das eigene Ego welches das offenbar dringend brauch.

Was ist überhaupt ein erfolgreicher Unternehmer? Ist es ein erfolgreicher selbstständiger Friseurmeister ggf. nicht? Ist es aber auch ein angestellter Konzernvorstand?
 
  • #51
Wobei du deine Firma selbst aufgebaut hast, der FS ist "bloss" Manager und bildet sich ganz schön viel drauf ein.
Glaube bitte, es tut nichts zur Sache ob du das Unternehmen selbst aufbaust, oder du als Manager fungierst.
Fakt ist, dass beide für ihre Unternehmung brennen und deshalb an der Spitze stehen.
Lediglich die Nähe zum Unternehmen unterscheidet sich . Er wäre nicht Manager, wenn er nicht besser als viele andere in seinem Job wäre.
Ist es ein erfolgreicher selbstständiger Friseurmeister ggf. nicht?
Unbedingt ja! Auf die Größe kommt es nicht an. Natürlich auch ich war als kleiner Handwerker erfolgreich. Meinen Wachstum schulde ich der Bereitschaft das Risiko einzugehen um meinen geschäftlichen Träumen hinterher zu jagen. Anderen reicht es mit ihrem Unternehmen die Lebenskosten und ein geringes Plus für Rücklagen einzustreichen um ihren Erfolg zu erreichen.
Ja auch Trump war / ist erfolgreich als Unternehmer , egal ob er einen miesen Charakter hat. Der Mann ist erfolgreich und nun ist er Präsident von einer der mächtigsten Nationen dieser Erde.
Er für sich ist erfolgreich auf ganzer Linie.
M48
 
  • #52
Glaube bitte, es tut nichts zur Sache ob du das Unternehmen selbst aufbaust, oder du als Manager fungierst.
Fakt ist, dass beide für ihre Unternehmung brennen und deshalb an der Spitze stehen.
Lediglich die Nähe zum Unternehmen unterscheidet sich .

@Unternehmer bezeichnet sich als geschäftsführender Gesellschafter. Er damit nicht (nur) angestellter Manager sondern auch (Teil)Eigentümer seiner Gesellschaften.

Wesentliches Eigentum an einer selbst geführten Gesellschaft ist für mich ein wesentliches Merkmal von Unternehmertum.

Angestellte Manager hängen dagegen bei Missmanagement nicht unmittelbar mit ihrem privaten Vermögen in der Verantwortung. Die Interessen dieser Manager müssen nicht unbedingt denen des von ihnen geführten Unternehmens entsprechen. Siehe Middelhoff und Karstadt. Für sind mich das keine Unternehmer.

Borderline ist eine Störung.
HS ist eine besondere Gabe. Nicht nur positiv, mit besonderen Gaben muss man lernen, umzugehen.

Das sehe ich nicht anders. Ich ergänze es nur.

Menschen mit Störungen zu meiden vermeidet viele Schwierigkeiten. Der Schutz vor diesen Schwierigkeiten hat Vorrang vor dem Anspruch dieser Menschen auf Selbstverwirklichung.

Mit besonderen Gaben umgehen lernen MÜSSEN nur jene die sie selbst haben. Jene die diese Gaben nicht haben können den Umgang damit erlernen oder es sein lassen.

Speziell der Umgang mit den weniger positiven Seiten dieser Gabe ist anstrengend, auch für den HSPler selbst. Der sinnlose Drang den HSPler dann aufzufordern, sich einfach mal zusammen zu reißen ist dann groß.
 
  • #53
Warum sollte eine Frau, die so toll ist, dass sie deinen Ansprüchen genügt, es nötig haben, sich auf einer Partnerbörse anzumelden?

Die kann sich doch schon im echten Leben vor Verehrern nicht retten.

Da hast du irgendwie nicht richtig nachgedacht.

Leider kann ich mir dein Profil nicht ansehen, aber wenn du da nur halb so arrogant wirkst wie hier, glaub ich nicht, dass du für Klassefrauen mit Charakter interessant bist.

Anspruchsvoll und arrogant zu sein sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ja, ich selbst habe auch genügend Verehrerinnen und warum sollte ich dann eine Partnerin wollen, die umgekehrt nicht auch beim anderen Geschlecht gut ankommt? Warum eine solche Dame sich hier anmelden sollte ist der gleiche Grund wie bei mir, nämlich dass trotz zahlreicher Verehrer der Traumpartner noch nicht dabei gewesen ist.
 
  • #55
Ich fände es interessant, wie er es macht oder welche Gespräche vorraus gegangen sind.

Wenn Du ihm Dinge gesagt hast, wie uns hier: schlapp, schaff es oft nicht, Motivationslos. Dich für Dein Zuhause entschuldigst mit: Sorry ich wie es hier aussieht etc.
Dann fühlt er sich ggf in der Rolle Dich zu unterstützen.

Ich finde auch, dass man das einem Haushalt ansieht.
Und ich bin nicht pingelig ordentlich und meine Söhne erst Recht nicht.
Ich habe es ja selbst schon erlebt, dass ich mal nur noch müde und vorallem seelisch im Eimer auf die Couch ging. Und dann meine Mutter mit: mit Kind Du musst. .
Ich bin ihr fast an die Gurgel...was ich übrigens nicht tue, wenn sie nicht versteht warum immer was auf der Treope liegt oder ich die Wäsche am Wochenende nicht mache.
Nein ich flippte aus weil sie Recht hatte.
Und als es mir klar wurde hab ich sogar mal um Hilfe gebeten.

Deshalb wäre für mich hier ein Unterschied, wie der Mann das macht und was Du " aussendest".
Will er "bestimmen" oder dich motivieren.

Und wenn musst Du deine Grenzen wahren und diese klar.
Wenn er dann drüber geht, dann will er dich eindeutig verändern.
So mag er sich ggf aufgefordert fühlen, dich zu motivieren.
 
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