• #1

Sind Geschäftspartner auch tabu?

Hallo Leute,

der wichtigste Geschäftspartner meiner Firma flirtet sehr intensiv seit unserem ersten Aufeinandertreffen mit mir.

Da sein Büro im gleichen Haus ist, kommt er öfter zu mir an den Schreibtisch, um mit mir über Dinge zu sprechen, die wir eigentlich schon längst per E-Mail geklärt haben oder auch am Telefon besprechen könnten. Sonst kommt er nur mal zum Chef oder den Sachgebietsleitern.

Ich weiß nichts weiter über ihn, aber er gefällt mir erstmal soweit und ist sehr nett. Also denke ich manchmal über das was wäre wenn' nach. Er ist aber mit unseren GF per Du.

Wie weit würde für euch der Spruch: don't f*** the company Gültigkeit haben?
 
  • #2
Wie lange willst Du den Job dort machen, hast Du nichts zu tun, außer Kollegen beobachten, Dich mit dem Chef anlegen, rumflirten, Du bist ein Jackpot für jeden Betrieb.
 
  • #3
Wie weit würde für euch der Spruch: don't f*** the company Gültigkeit haben?
Für mich hat dieser Spruch absolute Gültigkeit. Private Beziehungen (insbesondere romantische) haben im Berufsumfeld, meiner Ansicht, nach nichts zu suchen.
Der Grund ist, dass diese vermeidbares Konfliktpotential bergen, was nicht im Sinne der Firma sein kann. Verboten ist es nicht - aber ich würde die Finger von sowas lassen, wenn dir die Anstellung und das Sozialklima bei deinem AG wichtig ist.
Ich habe so etwas mehrfach beobachtet: Bildet sich ein Paar, spaltet sich das Team in eben dieses und „die Anderen“ auf.
 
  • #4
Welchen Anteil an Deinem Geschäft hat er denn? Wäre ein Bruch zu verschmerzen?
 
  • #5
Wie lange willst Du den Job dort machen, hast Du nichts zu tun, außer Kollegen beobachten, Dich mit dem Chef anlegen, rumflirten, Du bist ein Jackpot für jeden Betrieb.
Danke für die Schuldumkehr. Ich habe mich weder um die Urlaubsvertretung gerissen, noch den Mann gezwungen mich anzugraben. Ebensowenig den Konflikt mit dem GF damals initiiert - er hat rechtliche Grenzen überschritten.

Welchen Anteil an Deinem Geschäft hat er denn? Wäre ein Bruch zu verschmerzen?
Letzteres eher nur schwer. Mindestens die Hälfte der großen Aufträge kommen über ihn als leitenden Angestellten in seinem Unternehmen für meine Firma. Davon läuft 1/3 über meinen Tisch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Geschäftsbeziehung seinerseits wegen mir beenden würde. Aber man weiß ja manchmal auch nicht, wie manche Männer drauf sind, wenns für sie nicht nach Plan läuft.
Meine Firma braucht ihn als Geschäftspartner, er uns aber eher nicht.
Wenn wegen eines privaten Verhältnisses zu ihm die Geschäftsbeziehung gestört wird könnte ich sicher meinen Hut nehmen. Mhh. Auch eher suboptimal.
 
  • #6
  • #7
Du bist erst kurz in der Firma und gleich die Vertretung deines Sachgebietsleiter-Chefs. Hängt das etwa damit zusammen, dass er dich als Chef-Vertretung aufsucht und dann Smalltalked, wie er es auch
Sonst kommt er nur mal zum Chef oder den Sachgebietsleitern.
beim GF und den anderen Sachgebietsleitern macht?

Oder kam er bisher, da er Gespräche mit den Sachgebietsleitern und deinem Chef führte, bei der Gelegenheit, da er schon bei euch in der Firma war, bei dir im Büro vorbei, um zu smalltalk zu halten und etwas zu flirten?

Oder hat er dich gezielt auch schon mal außerplanmäßig aufgesucht, wo du nicht wie jetzt, die vorübergehende Chefrolle inne hast?

Und was heißt intensiv flirten? Baggert er dich an? Weil in unserer Firma gibt es zeitweise auch mal einen lockeren Spruch, ein Kompliment, eine kurzen flirtigen Schlagabtausch, weil ein paar Nettigkeiten die Stimmung heben und ein gutes Betriebsklima herrscht, als miesepetrig und schweigsam mit den Kollegen umzugehen.

Auch wäre die Frage, ob dieser Geschäftspartner, mit anderen Kolleginnen genauso flirty ist oder generell viel bei euch smalltalked.
Es kann auch sein, da er euer wichtigster Kunde ist und du als Vize-Chefvertretung deines Sachgebietsleiters, er sich jetzt mit Dir gut stellt, da du jetzt Entscheidungsgewalt hast und Einfluss und somit auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit hinarbeitet. Weißt du, wie er mit den anderen Sachgebietsleitern verfährt, deinem Chef, der jetzt im Urlaub ist, vor allem den weiblichen Führungskräften gegenüber in Eurer Firma?
kommt er öfter zu mir an den Schreibtisch, um mit mir über Dinge zu sprechen, die wir eigentlich schon längst per E-Mail geklärt haben oder auch am Telefon besprechen könnten.
Bestenfalls baggert er dich an, schlimmstenfalls misstraut er deiner Kompetenz und will sich lieber bei Dir nochmals doppelt persönlich versichern, das du die telefonische oder schriftliche Absprache auch in seinem Sinne ausführst.

Im Grunde spräche nichts dagegen, mit ihm auch privat zu verkehren und auch sich auf mehr einzulassen, nur sollte dir dann bewusst sein, das du dann vorausschauend, solltest du mit ihm was anfangen, - je nach deiner Entscheidungsbefugnis und -kompetenz deines Job - Du über jeden Verdacht der vorteilhaften Beeinflussung zu seinem Gunsten oder Vorteilsnahme bei Geschäftsabschlüssen, wie auch über eure strategische Ausrichtung oder firmeninterne Absprachen worüber du Kenntnis hast, erhaben sein solltest, d.h. wenn du eine Beziehung mit ihm anstrebst, müsste dein Chef, Kenntnis davon haben, inwieweit er Dich dann noch in Projekte und Aufgaben die ihn betreffen einbinden oder Dir noch allein zur Bearbeitung und/oder Klärung verantworten kann.
 
  • #8

Auch muss Dir glasklar sein, dass deine Arbeit weder unter eurer „Liebe“ (sofern er wirklich an dir interessiert), euren privaten Problemen, noch unter einer dann möglichen Trennung leidet. Alles was euer Privatleben beträfe, hättet ihr dann außerhalb der Firma zu klären, weil wenn er häufig dann zu dir kommt, um zu plauschen und du kommst deswegen in Zeitverzug, machst Überstunden, Fehler oder er handelt für sich einen guten Deal zu Gunsten oder auch Ungunsten deiner Firma aus, wird dir das negativ ausgelegt (z.B. Ausschreibung).

Falls Du Karriereambitionen hast und irgendwann in der Firma Führungskraft sein möchtest, dann müsstest du wirklich ein blütenweißes Vorbild sein, ohne Tadel und mit Transparenz oder du lässt dich an eine Stelle versetzen, von wo du mit ihm nichts Firmen-Entscheidendes zu tun hast. Auch kommt es darauf an, welche eure Firmen miteinander in Geschäftbeziehung stehen, eine Steuerkanzlei, Anwaltskanzlei, Pflegedienstleitung ist was anderes als Behörden und Ämter oder Energiekonzern.

Und als Überlegung, als angehende Führungskraft mit Personalverantwortung, mit dem ganzen schlechten Betriebsklima im Nacken, einem GF, der Dich schonmal angeranzt hat und genauso schwierig, wie dein direkter Chef ist, wobei zusätzlich dieser von der Belegschaft nicht respektiert wird, finde ich dünnes Eis, bei ersten Fehlern und/oder Hauch eines Missverständnisses intern in deiner Firma, bietest du damit eine gute Angriffsfläche als Sündenbock.

Zunächst brauchst du ein gutes Standing bei den anderen Führungskräften, deinen unmittelbaren gleichgestellten Kollegen und beim GF, da du im anderen Thread meintest dein Chef steht hinter dir und die anderen Mitarbeiter respektieren Dich; wobei ich mich schon frage, wie man das für sich als neue Kollegin wissen kann. Wer gibt dir darüber Feedback?
 
  • #9
Wie weit würde für euch der Spruch: don't f*** the company Gültigkeit haben?
Da würde ich mir immer den Einzelfall anschauen. Hätte ich das Gefühl, dass er z.B. mit einer späteren Ablehnung nicht umgehen könnte, würde ich es lassen. Vor allem in den Fällen, wo er am längeren Hebel sitzt.

Solange er dich nicht wirklich kennenlernen möchte, würde ich das Ganze allerdings auch nicht überwerten. Zumal du ja auch gar nichts von ihm weißt. Ich würde mich daher erstmal umhören und bisschen über ihn in Erfahrung bringen. Vielleicht flirtet er regelmäßig Damen an, oder hat eine Freundin daheim sitzen.

Und für ein bisschen Spaß würde ich meinen Job nicht riskieren. Da finden sich attraktivere Alternativen außerhalb.

Was bedeuten denn „er flirtet heftig mit mir“ konkret?
Interessiert er sich für dich als Menschen? Erzählt er auch etwas von sich? Oder ist das einfach nur bisschen Ego Push ?
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #10
Als ich dein erster Beitrag gelesen habe mit der Urlaubsvertretung war mir schon klar, dass da mehr dahinter steckt, das war nur der Vorspann! Ich kann dir einen, aus meinen vielen Erfahrungen guten Tipp geben, und sagen, lass die Finger von Geschäftspartnern. Geschäft ist Geschäft und Privat ist Privat, mische nicht, ansonsten bist du bald weg vom Fenster bei diesem Unternehmen! Merke: don't f*** the company hat höchste Prorität für mich. Hast du in der Fa. außerdem nichts zu tun? Kaum in der neuen Fa. und schon wird angebandelt, unglaublich. Mir ist klar, dass MA deshalb ungemütlich werden, sie spannen was!
 
  • #11
Für mich hat dieser Spruch absolute Gültigkeit. Private Beziehungen (insbesondere romantische) haben im Berufsumfeld, meiner Ansicht, nach nichts zu suchen.
Der Grund ist, dass diese vermeidbares Konfliktpotential bergen, was nicht im Sinne der Firma sein kann. Verboten ist es nicht - aber ich würde die Finger von sowas lassen, wenn dir die Anstellung und das Sozialklima bei deinem AG wichtig ist.
Das finde ich auch. Ich stelle es mir richtig problematisch vor wenn es zur Trennung kommen sollte. In privaten kann man sich aus dem Weg gehen. Im Job geht das eher schlecht bzw es ist unmöglich. Man sieht sich dann trotzdem noch jeden Tag.
 
  • #13
wenn du eine Beziehung mit ihm anstrebst, müsste dein Chef, Kenntnis davon haben, inwieweit er Dich dann noch in Projekte und Aufgaben die ihn betreffen einbinden oder Dir noch allein zur Bearbeitung und/oder Klärung verantworten kann
Eine seriöse Firma hat heutzutage ein Verfahren zum Vermeiden von Interessenskonflikten etabliert.
Hat sie das nicht, muss ein MA dem Chef natürlich nichts über Beziehungsabsichten etc. zu Kunden mitteilen. Das wäre ja noch schöner.
Allerdings ist es natürlich geraten, zum richtigen Zeitpunkt den Chef einzuweihen - es wäre fatal, wenn er es anderswoher erfahren würde.

Insgesamt erweckt die FS aber den Eindruck einer sehr geltungsbedürftigen Frau, die sich allzu schnell im Mittelpunkt des Interesses wähnt.
 
  • #15
Kaum in der neuen Fa. und schon wird angebandelt, unglaublich.
So ging es mir auch , ich war neu , damals junge 30, und schon wurde angebaggert von mehreren 50 Jährigen . Als mich einer nach einer Firmenfeier heimfuhr und eindeutig noch mit in meine Wohnung wollte , ich aber abgesagt habe, wurde er beleidigend. Meine Ablehnung, auch als sie höflich rüberkam , hat er mir ziemlich übel genommen und später über mich gelästert . Mein Tipp, lass die Finger davon .
 
  • #16
Als mich einer nach einer Firmenfeier heimfuhr
Und du hast wahrscheinlich noch gedacht, wie nett...
Ich war ganz lange Zeit total naiv weil es in meiner Welt so etwas wie den Partner betrügen oder anbaggern nur zu Sex-Zwecken überhaupt nicht gab, auch nicht im hohen Alter von ü30. Damals habe ich in einer Firma gearbeitet, deren Muttergesellschaft in Brasilien war. Hatte gerade neu da angefangen und mein Chef in Deutschland und die Kollegen waren alle super und ich fühlte mich wohl. Dann war eine Messe, bei der auch einer der Oberbosse aus Brasilien da war. Wir sind am Abend dann alle zusammen ins Hotel gefahren und ich musste noch einchecken. Und als ich da an der Rezeption stand und gewartet habe kam der Oberboss zu mir und fragte mich nach meiner Zimmernummer. Ich hatte noch keine denn in meiner Naivität hätte ich die ihm gesagt. Ich dachte, er ist einfach nur nett und kümmert sich. Habe das dann meinem Mann erzählt und er war da ganz anderer Meinung. Und ich kann es bis heute nicht so recht glauben, dass der Typ Absichten hatte. Wir haben doch in der gleichen Firma gearbeitet, so blöd kann doch keiner sein, der in so einer Position ist.

Aber ich habe auch ein gutes Beispiel, nämlich habe ich meinen Ex Mann in der Firma kennengelernt. Das ist ein riesen Unternehmen, da bleibt es gar nicht aus, dass manche zusammen kommen und auch heiraten.
Keiner hat uns blöd angeguckt und alle haben sich mit uns gefreut, das war völlig normal.

In meiner jetzigen Firma sind auch einige neu zusammen gekommen und sind verheiratet. Über die regt sich niemand auf, gelästert wird nur über diejenigen, die sinnlos durch die Gegend "herumfummeln".

Es ist immer eine Frage der jeweiligen Situation. In einem kleineren Umfeld sollte man (meiner Meinung nach) nur bei wirklich ehrlichem Interesse etwas anfangen. Und dann aber auch in Erwägung ziehen, die Firma zu verlassen. Mir wäre das egal gewesen weil mir mein Privatleben wirchtiger ist als der Job, den finde ich IMMER.
Aber das sieht jeder unterschiedlich und da muss man das tun, was man für sich vertreten kann.
 
  • #17
Eine seriöse Firma hat heutzutage ein Verfahren zum Vermeiden von Interessenskonflikten etabliert.
Eine seriöse Firma / Unternehmung hat gute Mitarbeiter, die zum Arbeiten in die Firma kommen, die Kontaktpflege nicht als persönliche Baggerei missverstehen, die sich ihrer Pflichten bewusst sind und keine Kindergartenkinder mehr sind, vor allem dann, wenn sie wichtige Positionen inne haben.

Man kann natürlich Leute einstellen, die auch noch das Kinoprogramm vorgelesen bekommen wollen, die weder gelernt haben, den RV der Hose in manchen Situationen geschlossen zu lassen bzw das Höschen an seinem Platz zu lassen, die ein paar freundliche Worte sofort als Anmache verstehen .........

Man kann aber auch gute Mitarbeiter gut bezahlen und braucht dann keine Pausenclowns in der Firma.

Tja, Ladyinred, ich denke, diese Urlaubsvertretung ist eine Bewährungsprobe für dich. Und bisher scheinst du gewillt zu sein, in jedes Fettnäpfle mit Anlauf reinzuspringen. Ich denke nicht, dass eine Frau, die sich mit der GL aus nichtigem Anlass anlegt, sich in die Intrigen und den Büroklatsch hinein ziehen lässt und die Kontaktpflege wichtiger Mandanten als "Flirt" bewertet sich als Führungsmitarbeiterin qualifiziert. Chancen nutzt man oder frau anders ......
 
  • #18
Du fragst als Frau, insofern spricht nicht viel dagegen. Dem Typ würde ich aber dringend davon abraten. Für einen Mann ist sowas heutzutage sehr risikobehaftet.
 
  • #19
Du fragst als Frau, insofern spricht nicht viel dagegen. Dem Typ würde ich aber dringend davon abraten. Für einen Mann ist sowas heutzutage sehr risikobehaftet.
Es spricht sehr viel dagegen, wenn man neu in einer Firma ist, sich bewähren soll, sich verantwortlich zeigen, so disqualifiziert man sich, egal ob Mann oder Frau, und ich sage aus meiner Erfahrung, Frauen tun sich so noch weniger einen Gefallen, wenn sie ernst genommen werden wollen.
@Tom26 fasst es in #17 gut zusammen, man hat solche MAs schon kommen und vor allem gehen sehen bzw. gehen lassen.
 
  • #20
Wie weit würde für euch der Spruch: don't f*** the company Gültigkeit haben?
Den Radius, was Firma ist und was nicht ziehst Du selber. Ich halte sehr viel von einem sehr großen Radius, d.h. wenn aus dem beruflich Bereich überhaupt was gegangen wäre, dann weder Geschäftspartner noch Kollege, sondern sozial entfernterer Kontakt aus dem beruflichen Netzwerk (Kongress, Weiterbildung etc).
Da gibt es doch genug Möglichkeiten ohne das Tagesgeschäft zu stören.

der wichtigste Geschäftspartner meiner Firma..... Da sein Büro im gleichen Haus ist....... Er ist aber mit unseren GF per Du.
Wäre mir räumlich und beruflich-sozial zu nah und mit persönlicher Verbandelung Richtung GF geht es dann auch Richtung guter Ruf.
Frau kennt nach einem langen Berufsleben die Funktionsweise der Männerbünde. Darum würde ich es lassen.

Darüber hinaus: für alle Kollegen sichtbar oft und unnötig an Deinem Schreibtisch rumlungern zeigt wenig soziales Geschick bei ihm, bzw. ist ihm wurscht was das mit Deinem Image im Betrieb macht.
Also auch nichts Erfreuliches bei ihm sichtbar.

Danke für die Schuldumkehr...... den Mann gezwungen mich anzugraben.
Das ahnungslose Unschuldslämmchen war schon im ersten Thread deutlich zu erkennen.
Lerne: mit Deinem Verhalten steuerst Du was passiert. Es hängt natürlich von Deiner Qualifikation ab, was Du Dir leisten kannst gegenüber Geschäftspartnern sowie von Deinem sozialen Geschick was die sich rausnehmen.

Ebensowenig den Konflikt mit dem GF damals initiiert - er hat rechtliche Grenzen überschritten.
Ist egal. Ich würde bei solchen Dingen immer auf den Eigenanteil gucken, die einzig durch Dich beeinflussbare Größe. Es gibt Menschen, denen das nie passiert, weil sie die Grenzen sichtbar machen bevor was passiert.
Darüber hinaus hätte ich so eine Firma nach einem derartigen Erlebnis längst verlassen - ist eine Frage von Optionen und Selbstwert.

Wegen der Buddyallianz zwischen dem GF und Deinem Schwarm würde ich erst recht die Finger von ihm lassen.
Inszenierter Rachfeldzug der Buddies liegt in dem Fall zu nahe.

Soziales Geschick scheint nicht Deins zu sein, möglicherweise auch nicht realistische Einschätzung was um Dich rum passiert im Leben.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er die Geschäftsbeziehung seinerseits wegen mir beenden würde... Geschäftsbeziehung gestört wird könnte ich sicher meinen Hut nehmen.
Das erkennst Du richtig. Du gehst als Verliererin vom Hof - wobei das bei so einer Firma kein Verlust sein muss, sondern wenn Du draus lernen kannst eine ganz wichtige Berufserfahrung sein kann, was Du beim nächsten Wechsel alles nicht machst.
 
  • #21
Das war auch mein Gedanke beim Lesen ihrer beiden Eingangsposts.

Mal sehen, welche konkreten Beispiele sie fürs „heftige Flirten“ vorbringen kann.
Ich bin dankbar für sinnvolle Antworten auf die gestellte Frage zum Thema.

Meine Frage richtete sich nicht nach der Beurteilung seines Verhaltens. Wenns schon mein Chef belächelte und er bemerkte, dass der Mann wohl sehr auf mich steht, war es anscheinend doch recht offensichtlich. Die beiden sind auch per du. Der Mann ist in meinem Alter und kein schmieriger älterer Typ, der junge Frauen angräbt.

Hätte ich das Gefühl, dass er z.B. mit einer späteren Ablehnung nicht umgehen könnte, würde ich es lassen.
Das ist die Preisfrage.

Zunächst brauchst du ein gutes Standing bei den anderen Führungskräften, deinen unmittelbaren gleichgestellten Kollegen und beim GF, da du im anderen Thread meintest dein Chef steht hinter dir und die anderen Mitarbeiter respektieren Dich; wobei ich mich schon frage, wie man das für sich als neue Kollegin wissen kann. Wer gibt dir darüber Feedback?

Das bekomme ich von meinem Chef und den Kollegen, selbst vom GF, auch wenn ich seine Art oft nicht mag. Man merkt sowas doch auch, wie andere mit einem sprechen? Man sieht den Umgang anderer miteinander und gleicht es ab. Neu = 1 Jahr dabei
 
  • #22
Eine seriöse Firma / Unternehmung hat gute Mitarbeiter, die zum Arbeiten in die Firma kommen, die Kontaktpflege nicht als persönliche Baggerei missverstehen, die sich ihrer Pflichten bewusst sind und keine Kindergartenkinder mehr sind, vor allem dann, wenn sie wichtige Positionen inne haben
Der ganze „NFTC“-Spruch ist nicht mehr zeitgemäß. Gerade wegen solcher unsinnigen Misfallenskundgebungen und Verunglimpfungen hinter vorgehaltener Hand hat man klare Regeln eingeführt, die mögliche Schwierigkeiten benennen und vermeiden.
Genausogut könnte man zB behaupten, ein „guter“ Mitarbeiter bräuchte keine Überstundenregelung, weil er schon weiß, was der Chef will.

Eine Firma, die mit solchen Themen nicht souverän umgehen kann, ist zurückgeblieben.
 
  • #23
Der ganze „NFTC“-Spruch ist nicht mehr zeitgemäß.
Der ist zeitgemäßer als je zuvor, in welcher Welt lebst du?
Eine Firma, die mit solchen Themen nicht souverän umgehen kann, ist zurückgeblieben.
Das ist hanebüchen, das hättest du gern! Privat hat im Geschäft nichts zu tun, man wird nicht für Privat bezahlt!
 
  • #24
Die Problematik ist für mich klar zu erkennen! Nichts schlimmeres, als wenn MA hinter dem Rücken rum tratschen und sich lustig machen! Ich kenne viele Beispiele wo die Frau den Hut nehmen musste und gegangen wurde! Übrigens, nur so nebenbei bemerkt, ist es in den USA z.B. gesetzlich untersagt, im Unternehmen anzubandeln, hat wohl seine berechtigte Gründe!
 
  • #25
Eigentlich ja. Aber andererseits - es lernen sich sehr viele Paare bei der Arbeit kennen, nicht umsonst verbringen wir dort idR den meisten Teil des Tages.

Ist halt auch immer ein wenig die Frage was man sucht (techtelmechtel vs. Beziehung) und ob man bereit ist die Konsequenzen zu tragen und welche Schritte du im worstcase (ob nun du ablehnst oder aber er) machst.

Bei einem Traumjob würde ich es mir 10 mal überlegen.
 
  • #26
Der ist zeitgemäßer als je zuvor, in welcher Welt lebst du?
Vielleicht lebt er in einer Welt, in der Unternehmen die Beziehungen zwischen Mitarbeitern sogar positiv bewerten, wegen steigernder Motivation und besserem Teamwork. Das Ganze ist tatsächlich kein Tabuthema mehr.
Es ist eine persönliche Entscheidung, ob man Ärger aus dem Weg gehen möchte, z.B. weil es unangenehm ist, bei einer Trennung, oder es Hinderlich für eine Karriere wäre, wenn es z.B. der/die Vorgesetzte ist.
Solange man sich in der Arbeit professionell verhält, anstatt aneinander zu hängen und zu betatschen, sollte es auch kein großes Getratsche geben. Kommt natürlich auf das allgemeine Niveau an, oft abhängig von der Qualifikation, der Mitarbeiter.
In einem Umfeld mit Hochschulabsolventen gibt es vermutlich weit weniger "Gedumme" als in einem Umfeld mit anderen Bildungsabschlüssen.

Wie es mit einem Verhältnis zum Geschäftspartner/in oder Kunden aussieht ist eine andere Sache. Das könnte schon ungern gesehen sein. Kommt aber wohl auch ganz auf das Business an.
Wenn ein Friseur mit einer Kundin in die Kiste steigt, wird das kaum jemanden stören z.B.

Wenn also der GP der FS sie auf einen Kaffee einladen sollte (was abzuwarten bleibt), kann sie ihren Chef ja auch mal direkt fragen, wie er dazu steht, wenn sie will.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #28
Vielleicht lebt er in einer Welt, in der Unternehmen die Beziehungen zwischen Mitarbeitern sogar positiv bewerten, wegen steigernder Motivation und besserem Teamwork. Das Ganze ist tatsächlich kein Tabuthema mehr.
Ja um Himmelswillen, natürlich nicht.
Ich lebe in einer Welt, in der Frauen auch nicht mehr die Einwilligung des Ehemanns für ihre Anstellung benötigen. In der es den AG schlicht nichts angeht, was außerhalb der Arbeitszeit läuft.
Was „gerne gesehen wird“… (darf sich jeder dazudenken).
 
  • #29
Wenn also der GP der FS sie auf einen Kaffee einladen sollte (was abzuwarten bleibt), kann sie ihren Chef ja auch mal direkt fragen, wie er dazu steht, wenn sie will
Nein, nicht fragen.
Erzählen würde ich es lediglich im Rahmen des normalen menschlichen Austauschs, keineswegs in Form eines Statusberichts zur firmeninternen Bewertung und Auswertung.
Ebenso sollten natürlich Firmeninterna kein Gegenstand von Privatgesprächen sein. Wer weiß, dass er diese Diskretion nicht aufbringt, hat sowieso ein Problem.
 
  • #30
Wenn es die Liebe Deines Lebens wird, wäre es mir egal. Wenn es vorbei ist, kann es halt passieren, das es für Dich im Unernehmen vorbei ist.
Ich würde es auch nicht so kategorisch sehen wie viele hier. Natürlich ergeben sich bei der Arbeit oft Gelegenheiten für Flirts oder mehr... Wie weit man/frau gehen möchte, muss jede/r selbst entscheiden.
Hatte selbst schon Kollegen, die mehr wollten ( so wie vermutlich jede halbwegs attraktive Frau), da ich zu dieser Zeit verheiratet war, ließ ich es bleiben.
In meinem jetzigen Beruf lässt sich Berufliches und Privates sowieso nicht so trennen.
Grundsätzlich abraten würde ich nicht, da sich wie gesagt viele Paare am. Arbeitsplatz kennenlernen.
In. Deinem konkreten Fall würde ich es bei einem Flirt belassen bzw. erst mal abwarten, was von ihm kommt und dann neu überlegen.
.
 
Top