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  • #1

Sind hier eigentlich Professorinnen angemeldet?

Gerade wundere ich mich über eine Beobachtung, und hoffe, dass sie nicht allzu schräg daherkommt. Nun: Sollte man nicht meinen, dass in der unendlich langen Liste von Menschen, die sich hier angemeldet haben, auch Leute sind, die in der Wissenschaft unterwegs sind? Jedenfalls ist immerhin in der weiblichen Variante dieser Liste keine einzige Frau unter 40, die leitend an einer Uni angestellt ist. Meine, ich bin natürlich nicht darauf versteift - das wäre ja eher etwas traurig. Ich wundere mich nur (gerade bei einer Liste, die sich das "Akademische" sogar in seine Werbung schreibt, könnte man meinen, dass Unileute geradezu hier die Bude einrennen).
 
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  • #2
Könnte daran liegen, dass man erst in der Regel mit Mitte bis Ende 30 solch einen Titel erreicht?
 
  • #3
Mindestens eine Professorin ist mir hier bekannt. - Aber auch an Hochschulen ist es wohl so, dass Frauen erst nach und nach in Führungspositionen aufrücken, die ihnen früher 'kraft Geschlechts' nicht in gleichem Maße zugänglich waren als Männern.
 
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  • #4
Die gab es oder gibt es hier.- Für mich währe es naheliegend und logisch das diese Frauen hier "tiefstapeln".Da es bei der Partnersuche auch andere Prioritäten geben kann. M 53 J
 
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  • #5
Klick mal rechts unten auf "mehr Themen" und such' Dir unter dem Buchstaben "P" das Stichwort "Professorin" bzw. "Professorinnen". Das Thema ist schon -sehr widersprüchlich- behandelt worden.
 
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Gast

  • #6
@1: Klar, das ist schon wahr. Das gibt aber doch ein Fünfjahreszeitfenster.

@2: Ist auch wahr, wobei das sich - bei allen strukturellen Nachteilen im Vorfeld - hinterher, wenn mal Stellen besetzt werden, Frauen wohl nun eher leicht im Vorteil sind.

@3: Naheliegend und logisch, dass sie tiefstapeln, das ist bemerkenswert. Ist das ein "Männer haben Angst vor qualifizierten-Frauen"-Argument? Warum sollte eine Frau tiefstapeln wollen?

Und: *natürlich* gibt es jede Menge anderer Prioritäten. Aber eine dümmere Priorität, als dass eine Frau blond ist (was ja durchaus angegeben ist und hier auch diskutiert wird) ist, dass sie hochgradig qualifiziert oder auch priffig ist, auch nicht. Ich finde das sogar einen interessanteren Punkt.

Ich wundere mich ja eher darüber, wo die ganzen Unileute bei einer derartigen Plattform sind.

@4: Werde ich gleich kucken.
 
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  • #7
@5 Ich denke, dass Nr. 3 meint, dass es für Fraue nicht gut ist, wenn sie zu gebildet sind. Dann sind sie auf dem Partnermarkt angeblich nicht so attraktiv.

Ich bin auch darüber geschockt, dass gerade auf einer Akademiker- und gehobene Single-Seite so offenherzig im Forum darüber diskutiert wird, dass Frauen mit akademischem Bildungsniveau nicht gerade 1. Wahl sind... etc. p.p.
Mir dreht sich da jedes mal der Magen um. An sich müsste man meinen, es gäbe hier genug Männer, die keine "Angst" vor gebildeten Frauen haben und die nicht dem Vorurteil hinterher rennen, dass gebildete Frauen hässlich oder gar eiskalt sein müssten.

Als ob es keine liebevolle, humorvolle und hübsche Akademikerinnen gäbe? Mein Freundeskreis ist voll von phantastsichen Akademiker-Frauen - und welch Überraschung - es sind nicht ALLE Singles und unvermittelbar. ;)
Aber vielleicht nicht gerade über das Internet...

w/32
 
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  • #8
Hallo Nummer 6,

Nummer 5 und der Fragesteller sind natürlich identisch. Vielen Dank für die Antwort.

Nun, dass es für Frauen nicht gut ist, wenn sie zu gebildet sind, hört man manchmal, und vor allem häufig auf dieser Plattform (woran das auch immer liegen mag). Das wundert mich jedesmal sehr, und könnte sich gar nicht weniger mit meiner Alltagserfahrung und auch meinen eigenen Wünschen decken.

Meine, auch ganz praktisch gefragt: In jeder Beziehung, was auch immer man sonst so zusammen macht :), wird man wohl einige Zeit damit zubringen, miteinander zu reden. Und dann kann es doch gar nicht schaden, wenn - ganz geschlechterunspezifisch - die andere Person etwas zu sagen hat, oder nicht? Das kommt mir so trivial vor, dass ich rot werde, wenn ich so etwas überhaupt schreibe, und doch scheinen da Menschen anderer Meinung zu sein.

Wenn Du persönlich diese Erfahrung gemacht hast, tut es mir leid. Und das mit den unvermittelbaren Singles, puh, hört sich schrecklich an. :)

Und, die Sache mit dem "Aussehen" und "eiskalt sein": Meiner Erfahrung nach sind diese Dinge - bei beiden Geschlechtern - recht lose korreliert. Will sagen, es gibt unglaublich superaussehende Superbrainies, und ziemlich maue Leute, die auf vor dem Spiegel nicht so unglaublich gut daherkommen (womit ich nicht sagen will, dass es nicht tausend andere Qualitäten gibt, die sehr wichtig sind, nur ist eben das Urteil "gebildet= häßlich, eiskalt" Unsinn).

Alles Gute Dir!
(7E24FD1A)
 
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  • #9
Ich könnte mir vorstellen, daß die angemeldeten weiblichen Professorinnen ihren Titel absichtlich nicht angeben um hier nicht permanent Absagen aufgrund ihrer Bildung zu bekommen. Ich kann davon auch ein Lied singen, ich habe in Naturwissenschaften promoviert mache die klassische Unilaufbahn mit Habilitation und würde unter KEINEN UMSTÄNDEN meinen Dr. Titel, geschweige denn meine Laufbahn hier angeben. Habe unter Beruf auch nur 'Angestellte' stehen und sage meinen Dates, daß ich in der Uni in der Verwaltung tätig bin. Ich will ja schließlich nicht übrigbleiben und Männer wollen nun mal keine gebildeten sondern nur hübsche Frauen die auch gerne etwas dümmer sein dürfen und danach richtet man sich als Frau dann eben um nicht alleine bleiben zu müssen...
 
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  • #10
Liebe #8, vielen Dank für Deinen Beitrag!

Hm, das zu #6 gesagte, gilt das aber nicht auch für Dich, #8?

Ich bin selber Naturwissenschaftler, seit über einem Jahr wieder in Deutschland. Und, ja, bin schon hier und da verwundert, dass manches - im Schnitt - hier "traditioneller" läuft und sich Frauen auch eher damit verstecken, was sie können, machen, was für einen Bildungsgrad sie haben, welche Ideen sie haben. Ich finde das eigentlich ein wenig traurig.

Und, dass man lieber in der Univerwaltung ist als einen akademischen Job ausfüllt, puh, das ist ja eine ziemlich irre Geschichte.

Alles Gute Dir, liebe "Angestellte". :)

Liebe Grüße (Fragesteller)
 
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  • #11
Lieber FS, danke für deine aufmunternden Wünsche:) ich (die #8) denke Du hast da eine eher seltene und sehr löbliche Einstellung gegenüber promovierten Frauen bzw. Professorinnen - liegt wahrscheinlich daran, daß Du selbst Wissenschaftler bist und von daher auch weißt, daß auch promovierte/habilitierte Frauen meistens ganz normale (und oft auch attraktive) Frauen mit ganz normalen Wünschen sind. Leider ist gerade unter den EP-Männern noch häufig das 'traditionelle Rollenbild' vorhanden, was vielleicht auch daran liegen mag, daß hier viele Männer BWLer, Juristen, Ärzte etc. sind und sich dementsprechend dann vielleicht lieber der hübschen Rechtsanwaltsgehilfin/Krankenschwester/Sprechstundenhilfe etc. zuwenden als der vermeintlich etwas 'sperrigen' Professorin oder Wissenschaftlerin...
 
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  • #12
Hey #10/#8:

Danke für die Nachricht! Ha, mir scheint - oder ich fürchte - Du hast recht. :)

Ich will aber auch denken, dass das ein wenig ein EP-Problem ist, wo solche Thesen von den Weibchenrollen doch arg häufig vertreten werden, oder nicht? Jedenfalls deckt sich das nicht so mit Vorlieben meinem Umfeld; aber ja, auch da hast Du recht, dass man seinen Bekanntenkreis ja bekanntermaßen aus Menschen mit ähnlichen Interessen und Werten zusammensucht, das beweist also auch gar nix. Ach...

Viel Spaß bei der Habil, worum geht es denn? :)

Viele Grüße.
 
  • #13
@#8:

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Habilitation. Da besteht ja die Möglichkeit, dass hier dann eine weitere Professorin angemeldet ist... (ich wünsche Dir aber auch, dass Deine Suche hier von Erfolg gekrönt ist!)

Ich persönlich finde gebildete Menschen grundsätzlich ok und habe da keine Berührungsängste - warum auch? Selbstverständlich kann man als Fachfremder auf dem Gebiet eines Professors/einer Professorin nicht mithalten. Aber auf vielen anderen Gebieten vielleicht schon...

Was ist denn Deine Fachrichtung #8?
 
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  • #14
@#8

Schön geschrieben. Ich musste schmunzeln.

Zur Zeit bin ich mit einer Philosophie Dozentin seit längerem in Kontakt. Manchmal frage ich mich schon, was sie sich dabei denkt, wenn sie mir zuhört, wenn mir irgendein "naiver" Geistesblitz durch den Kopf geht und ich ihn frei erzähle, aber sie hat sich noch nie negativ geäußert - im Gegenteil.
 
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  • #15
Na klar gibt es hier Professorinnen :) Aber muss man gleich mit Titeln um sich werfen...? Ich sehe öfter bei männlichen Profilen "Universitätsprofessor", oft noch gepaart mit "Institutsleiter" oder sonstwas... Mir geht es nicht um den Titel, sondern um das, was ich tue: in der Wissenschaft arbeiten. Und deshalb bezeichne ich mich als "Wissenschaftlerin". Alles weitere auf Nachfrage :)
 
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  • #16
Dem Fragesteller könnten Titel und der ganze Quatsch gar nicht weniger wert sein. :)

Es geht nur um die Gegenthese davon, dass Frauen, die an der Uni in der Wissenschaft unterwegs sind, uninteressant sind, worüber man ja manche Klagen liest (siehe #3,#6,#8) :)

(7E24FD1A)
 
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  • #17
<gelöscht>
 
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  • #18
Und wie, liebe #14, soll man auf Deinen Beitrag eingehen und "nachfragen"?
 
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  • #19
Also nur mal so aus meiner Erfahrung mit Professorinnen:
- die eine extrem ungerecht, leuchtturmlang und dürr...
- die zweite für ihr Alter ein echter heißer Hingucker, saß öfter vor mir auf dem Tisch aber eine Stimme wie ein Nebelhorn, nicht so dunkel aber genauso laut;-)
- die dritte ständig krank, unansehnlich hätte mir man nackt auf den Bauch binden können ohne dass was passiert, huuhhh gar gruselig (auch vom Wesen und Wissen her)...
- die vierte, megamäßig verunsicherte strubbelige Psychologin, rennt mit ihren unmöglichen magentafarbenen Leggins mit langem selbstgestricktem Pullover drüber heulend aus dem Seminarraum....
- die fünfte, dick und rund aber lustig...

Alles in allem ganz normale Frauen mit ganz normalen Sogen und Nöten, Freuden und Hoffnungen, also nichts, was ich für besonders begehrenswert halten würde.

Übrigens, bevor sich wieder alle aufregen, ja ich bin selbst 15 Kilo zu dick.

M/46
 
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  • #20
Nein eine Frau mit hoher Ausbildung kann mich nicht abschrecken oder per se beeindrucken.
Natürlich erwarte ich von einer habil. Frau eine überdurchschnittliche Intelligenz und hohe geistige Beweglichkeit, aber nur 10% sind wirklich in ihrem Fach gut und der Rest schwimmt mit (wie bei den Studenten).
Selbst der populäre Einstein kann einen Wissenschaftler nicht beeindrucken. Er baute seine Thesen auf tollkühne Annahmen auf, die man stark hinterfragen kann (c=konstant? oder nur aufgrund Symmetrie quasi-konstant usw.) und in seiner 2. Lebenshälfte war er ein klassischer Versager (Quantenphysik).

Oft stehen hinter den guten Veröffentlichungen der Profs auch hochintelligente Assistenten, so dass es sich selten um eine reine Einzelleistung handelt.
Was soll mich folglich umhauen oder verschrecken ? M39
 
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  • #21
Ha ha, lustiger Beitrag, #18. Das deckt sich zwar nicht unbedingt mit meiner Erfahrung. Aber macht einen Punkt, dass enorme Leistungsbereitschaft und Charme irgendwie negativ korreliert sind? Ist es das, was Du sagen willst?
 
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  • #22
Look, hier spricht einer der Leute in der europäischen Quantenphysik, die etwas bessere Ideen haben und auch durchaus sichtbarer damit sind: Was Du schreibst, lieber #19, ist leider grober Unsinn. Ich finde es sympathischer, wenn Leute die stärke ihrer Aussagen ein wenig natürlich damit korrelieren können, was sie über eine Sache wissen. Nebenbei bemerkt war auch Einsteins Beitrag zur Quantenphysik ein ganz zentraler.
 
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  • #23
@21 von #19 So pauschalisiert würde ich das nicht darstellen. Bezüglich Quantenmechanik hatte Einstein ein diskussionwürdiges Verhältnis (Bohr u.a.).
Eistein versteifte sich z.B. beim Einstein-Podolsky-Rosen-Experiment. Bohr blieb zumeist der theoretische Sieger (auch bei Photonenwaage) und aus heutiger Sicht sprechen einige experimentellen Belege gegen die Modellvorstellung Einsteins.

Aber jedes Modell hat seine Grenzen und jede Störrungsrechnung seine Näherungen.
 
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  • #24
@18

<MOD: Angriffe entfernt>

Jetzt zwei Beispiele aus der Realität, aus meinem näheren Umfeld, wie Professorinnen heutzutage so sind:

<MOD: Identifizierende Merkmale sind nicht gestattet. Diese Frauen wären leicht auffindbar gewesen. Soviel Vernunft trauen wir Dir eigentlich selbst zu!>

Diese beiden sind absolut toll aussehende, richtig schöne, attraktive Frauen. Die eine eine zarte blonde "Mädchenfrau", die andere eine rassige Schwarzhaarige. Und in der Realität sympathisch, weiblich, einfach klasse. Erfolgreich auf ihrem Fachgebiet, beliebt bei den Mitarbeitern und bei den Patienten.

Karola,53
 
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  • #25
Ich bin #13.

@#21

Ja, so kann man ins Fettnäpfchen treten. Es gibt eine Kardinalsregel: Sie ist Experte auf diesem Gebiet, in diesem Falle Philosophie. Es ist ihr Job, den sie unter Entbehrungen und durch Erbringung hoher Leistungen erlangt hat. Auch wenn sie mir zuhört und ich mein philosophisches Gedankengut in amateurhafter Weise zum Besten gebe und sie mir zuhört, weiß ich genau, dass sie jederzeit meine (naiven) Gedankengänge untermauern oder widerlegen könnte. Sie hält sich sehr dezent zurück und sagt sogar relativ oft etwas Anerkennendes. Zuletzt hat sich sogar ein kleiner Disput (leicht übertrieben) über Ausstrahlung breitgemacht (den sie natürlich verloren hat, eh klar). Meistens reden wir aber nicht über Philosophie. Aufgrund ihrer Tiefsinnigkeit müsste ich ihr sofort um den Hals fallen. Das tue ich aber nicht und obwohl es mir gefällt, pfeif ich darauf. Sie weiß ganz genau, dass mir in hohem Maße Werte, Anstand, Charakter, Menschlichkeit,... wichtig sind. Sie ist sehr menschlich, human,... und das schätze ich an ihr - und sie an mir. Wir beschenken uns - anders.

Beste Grüße.