• #1

Sind Kinder immer wichtiger als ein neuer Partner ?

Diskussion neulich im Freundeskreis. Einige Frauen und Männer haben neue Partner. Die Kinder sind ca. ab 30 bis 45 Jahre alt.

Da kamen dann Sprüche wie Blut ist dicker als Wasser, Kinder müssen immer oberste Priorität haben.

Der Mann um den es hier geht ist ca. 65 Jahre. Die Kinder sind über 30 und 40 Jahre alt. Er stellte seine neue Freundin vor die Wahl, entweder er mit seinen Kindern oder sie muss gehen. Er ist selbst Opa. Die Kinder haben selber Kinder.

Meine Meinung: eine Beziehung steht und fällt mit dem Partner. Die Partner geben sich gegenseitig Priorität. Die Kinder sind genau so wichtig.
Aber auf einer anderen Ebene. Und : der Partner steht nie über dem Kind.

Was ment ihr dazu ?
 
  • #2
Na, da haben wir im Forum doch auch einen Herren, der immer und überall über den Kindern stehen will. Als ob es da eine Art der Hierarchie geben könnte. Die Liebe zu den Kindern und die Liebe zum Partner kann man gar nicht vergleichen. Wenn 40 jährige immer noch die Kinder des alten Mannes sein müssen, dann läuft da gehörig was schief. Natürlich liebt man sie, aber wenn sie selber erwachsen sind, sollten sie das auch sein dürfen. Der alte Mann will wohl eher keine Beziehung oder nur eine nach seinen Bedingungen. Das kann er ja gerne wollen, wenn er ne Dumme findet, die das mit macht...
 
  • #3
Der Mann um den es hier geht ist ca. 65 Jahre. Die Kinder sind über 30 und 40 Jahre alt. Er stellte seine neue Freundin vor die Wahl, entweder er mit seinen Kindern oder sie muss gehen. Er ist selbst Opa. Die Kinder haben selber Kinder.
Daas sehe ich grundsätzlich auch so. Allerdings frage ich mich, wie es in einem solchen Lebensalter zu solchen Auseinandersetzungen kommt, normalerweise hat man mit den eigenen Kindern ja dann nicht mehr so engen Kontakt, dass es für die Beziehung relevant ist?

Dann muss doch schon zu massiven Streit und Stress zwischen den erwachsenen Kindern und der neuen Frau gekommen sein ?

Oder es bestehen sehr unterschiedliche Lebensvorstellungen. Es kommt eben auf den Einzelfall und die Probleme an, um die es geht, dass der Mann sich gezwungen sieht, so eine Aussage zu treffen.

Priorität hat bei mir der, der sie braucht. Das entscheidende ich individuell, nicht prinzipiell.
 
  • #4
Die Kinder stehen immer über dem Partner. Die Generationenabfolge rangiert vor jeder Partnerschaft. Von Ehepartner kann man sich scheiden lassen: von Kindern nicht - aus guten Grund.

Ich habe es immer so gehalten. Die Partnerinnen kommen und gehen, meine beiden erwachsenen Töchter bleiben.
 
  • #6
Meine Meinung: eine Beziehung steht und fällt mit dem Partner. Die Partner geben sich gegenseitig Priorität. Die Kinder sind genau so wichtig.
Meine Meinung: das sollte jeder für sich entscheiden, Prioritäten kann man kaum vorschreiben. Selbstverständlich finde ich, dass Kinder Priorität haben, solange sie Unterstützung benötigen.

Priorität geben und "genauso wichtig" funktioniert übrigens nicht.

Hier sind die "Kinder" über 30 und haben eigene Familien. Wie die Priorität sich praktisch auswirkt, darüber schreibst Du nichts.

Geht es nur um das rein psychische innere Gefühl "Die Kinder sind das wichtigste in meinem Leben"? Das haben vermutlich fast alle Frauen. Wenn ich eine Frau suche, der ich wichtiger bin als ihre Kinder, dann bleibe ich wohl Single. Du auch. Dass es keine Partnerschaft gibt, wenn eine Trennung von den Kindern erwartet wird, ist auch logisch.

Oder geht es darum, dass er seine Zeit komplett mit seiner Familie verbringt? Bei seinen Kindern wohnt, sie finanziell komplett unterstützt, sie bei jeder Kleinigkeit um Rat fragt... Das wäre eher komisch. Ich denke, da ist ein Gespräch und wechselseitiges Verständnis notwendig...
 
  • #7
Mein Mann und ich sind fast 60/Ü60, haben beide je zwei Kinder zwischen Mitte 20 und Mitte 30. Drei Elternteile leben noch, zudem Geschwister.

Rennen, hüpfen und springen würden wir beide nach Dringlichkeit, wobei wir natürlich unseren Kindern deutlich mehr zutrauen würden als den sehr alten Eltern.

Der "Kern" des Systems sind aber wir beide, bei allen Planungen stimmen zunächst wir uns ab. Gäbe es aber einen Notfall, würde blitzartig alles umgeworfen und sich gekümmert. Dabei ist es schon durchaus schon vorgekommen, dass ein langes Gespräch von meinem Mann mit einem meiner Kinder oder mir mit einem seiner Kinder geführt wurde - diese geliebten Biesters erkennen erstaunlicher Weise die angeheiratete Autorität an und ein solches Gespräch erschien uns schon als zielführender als eines mit dem genetischen Elternteil.

Natürlich leugne ich nicht, dass die Verbundenheit zu meinen eigenen Kindern tiefer geht. Ich kritisiere sie so heftig wie keinen anderen Menschen und sie dürfen mir auch alle Wahrheiten an den Kopf werfen - wir kennen uns so gut, dass wir nicht die geringste Chance haben einander etwas vorzumachen. Wir würden auch immer zueinander halten, wofür mein Mann auch Verständnis hätte - ich umgekehrt natürlich auch bei ihm und wir haben uns bislang sehr gut auf einen gemeinsamen Weg verständigen können.

Nein, ich habe kein Verständnis dafür, wenn Kinder - bis auf Notfälle - eine höhere Priorität hätten als der Partner/die Partnerin. Müssten ständig die Kinder unterstützt oder Rücksicht auf sie genommen werden, hätte ich schwer das Gefühl als Mutter versagt und sie nicht ausreichend auf das Leben vorbereitet zu haben.
 
  • #8
Die Kinder stehen immer über dem Partner. Die Generationenabfolge rangiert vor jeder Partnerschaft. Von Ehepartner kann man sich scheiden lassen: von Kindern nicht - aus guten Grund.

Ich habe es immer so gehalten. Die Partnerinnen kommen und gehen, meine beiden erwachsenen Töchter bleiben.
Du würdest also wegen eines banalen Problems, bei dem eine Tochter dich um Hilfe bittet, einen langfristig geplanten Termin/Urlaub mit Deiner Partnerin absagen?

Dann hoffe ich für die Damen, dass das bereits in der Anfangsphase einer Beziehung passiert. Ich wäre dann nämlich weg und würde den Glucken-Vater gerne seiner Nachkommenschaft überlassen.
 
  • #9
Der Idealfall ist natuerlich, dass die Kinder in die neue Beziehung integriert werden. Leider ist dies nicht immer moeglich, da bei vielen Kindern von vorneherein ein Vorurteil gegen den neuen Partner besteht, weil sie allerlei Befuerchtungen haben. Da spielt Eifersucht eine Rolle, meistens aber Sorge ums Erbe. Das habe ich bei Vielen im Freundes- und Bekanntenkreis erlebt. Es liegt dann meistens an der Frau, ob sie in der Lage ist, Harmonie oder wenigstens Frieden in der erweiterten Familie herzustellen und die Befuerchtungen der jeweiligen Kinder zu zerstreuen. Wir kennen den Fall, den Berenike uns schildert, nicht. Man muesste beide Seiten dazu hoeren. Es kann sein, dass der Mann es mit der Liebe zu seinen Kindern uebertreibt, aber ebensogut koennte die neue Partnerin eine Abschottung gegenueber den Kindern verlangen, was der Mann natuerlich nicht mitmacht.

Ich selbst habe versucht, den Sohn meines Mannes in unser neues Leben einzubeziehen, was nur teilweise gelungen ist, allerdings Streit gab es nicht. Meine Kinder hingegen haben sich gut mit meinem Mann verstanden, weil sie gesehen haben, wie liebevoll er mit mir umgegangen ist. Vor die Wahl gestellt, haette ich ihn wahrscheinlich verlassen, weil das fuer mich ein Zeichen gewesen waere, dass er nicht tolerant und friedliebend ist.
 
  • #10
Ich liebe meine Töchter. Ich liebe meine Partnerin. 2 Arten Liebe.
Alle sind mir wichtig, es gibt keine Frage der Prioritäten. Konkret Priorität hat, wer mich am meisten braucht.

Eine Frau, die meine Töchter nicht akzeptieren kann, und die meine Töchter (begründet) nicht akzeptieren können, wäre nicht meine Partnerin geworden.

Wir sind beide Eltern. Uns sind unsere Kinder wichtig. Wir sind uns wichtig. Familie.

M, 54
 
  • #11
Die Kinder stehen immer über dem Partner. Die Generationenabfolge rangiert vor jeder Partnerschaft. Von Ehepartner kann man sich scheiden lassen: von Kindern nicht - aus guten Grund.

Ich habe es immer so gehalten. Die Partnerinnen kommen und gehen, meine beiden erwachsenen Töchter bleiben.
Ja das ist so.

Allerdings verändert sich mit dem Kindesalter das Gewicht.

Solange meine Kinder auf mich angewiesen waren gingen sie absolut vor.

Meine erwachsene Tochter ist nicht mehr auf mich angewiesen daher hat sie zwar einen höheren Stellenwert, dies drückt sich aber nicht so aus, dass sie meinen Alltag dominiert.

Eine Partnerin ist ihr ggü. solange gleichwertig wie sie nicht versucht sich zwischen meine Tochter und mich zu stellen.
 
  • #12
Man bekommt im Leben nichts geschenkt und auch den Stellenwert bei einem anderen muss man sich erst einmal erarbeiten. Die Kinder konnten das Herz und die Seele des Partners schon über lange Jahre erobern und die Liebe konnte jahrelang wachsen, während ein neuer Partner eben erst einmal beweisen muss, dass er das Leben des Gegenübers nachhaltig positiv bereichert. Das "Band" zum neuen Partner muss erst wachsen und ist - insbesondere am Anfang - noch lange nicht so dick wie zu den eigenen Kindern.

Wer erwartet, dass er gefälligst quasi leistungslos den ersten Rang beim Gegenüber einzunehmen hat, hat meiner Meinung nach wenig soziale Fähigkeiten. Gottgegebenes Anspruchsdenken ist ohnehin ziemlich abturnend.

Das Einzige, was man von seinem Partner erwarten darf, ist, dass man eine faire Chance bekommt, einen guten Platz (neben den Kindern) einnehmen zu können. Daraus kann dann mit der Zeit etwas wachsen, so dass die eigene Wichtigkeit durch positives eigenes Verhalten im Leben des Partners dann immer weiter steigen kann. Man erarbeitet sich dann die Wichtigkeitkeit im Leben des anderen durch Wertschätzung, Loyalität, Zeit und eben viele positive Stimmungen und Gefühle.

Partner, die einem hingegen erklären wollen, wie man Dinge zu tun hat und ansonsten mit Drama sanktioniert wird, die einem also quasi das Leben vorschreiben wollen, stellen hingegen eher eine Art Gefängnis und Lebensbeeinträchtigung dar. Die Wichtigkeit im Leben des anderen wird mit dieser Taktik eher absinken, weil Bevormundung, Drama und negative Stimmungen halten die Allerwenigsten für lebensbereichernd. Das mag zwar kurzfristig zu Erfolgen führen, weil der Gegenüber hofft, so in Frieden leben zu können. Das "Band" wächst dadurch aber nicht, sondern wird immer brüchiger, weil der Gegenüber unterwürfig sein Leben einschränken muss. Die Kunst ist es eben, selber positiv so vorzuleben, dass der Gegenüber die erwünschten Dinge nicht als Lebensbeeinträchtigung, sondern selber als positiv und erstrebenswert empfindet und diese dann auch von sich aus gerne tut bzw. positive Gefühle empfindet.
 
  • #13
Du würdest also wegen eines banalen Problems, bei dem eine Tochter dich um Hilfe bittet, einen langfristig geplanten Termin/Urlaub mit Deiner Partnerin absagen?

Dann hoffe ich für die Damen, dass das bereits in der Anfangsphase einer Beziehung passiert. Ich wäre dann nämlich weg und würde den Glucken-Vater gerne seiner Nachkommenschaft überlassen.
So etwas auf keinen Fall. So ein Verhalten deutet auf eine kranke symbiotische Verbindung hin.

Mich würde es aber irritieren wenn meine "Bekanntschaft" Berührungsängste ggü. meiner Tochter hätte. Dann würde das Potential einer längeren Beziehung fraghaft. Anderseits lasse ich das Thema Kennenlernen von meinen "Bekanntschaften" und meiner Tochter angemessen langsam angehen um meine Tochter nicht mit "nur" Affären zu vergraulen.
 
  • #14
In welchem Zusammenhang kommt denn ein solches Ultimatum?
Ich musste das nicht mal mit kleinen Kindern jemals stellen, vielleicht weil mein damaliger Freund selber welche hatte.

Und mit erwachsenen Kindern, kommt eine solche Situation noch mal weniger vor.
 
  • #15
"ist selbst Opa. Die Kinder haben selber Kinder.".

Dann ist es doch klar.
Er möchte das die Kinder und Enkelkinder jederzeit kommen können und willkommen sind.
Ist doch eine gesunde Einstellung.
 
  • #16
Wer erwartet, dass er gefälligst quasi leistungslos den ersten Rang beim Gegenüber einzunehmen hat, hat meiner Meinung nach wenig soziale Fähigkeiten. Gottgegebenes Anspruchsdenken ist ohnehin ziemlich abturnend.
Den Leistungsgedanken finde ich in dem Zusammenhang fehlplatziert. Liebe kann und muss man sich nicht erarbeiten.
Mit einer beginnenden Beziehung bekommt wohl in den meisten Fällen der Partner oder die neue Partnerin einen gewissen Stellenwert. Ohne jegliche Leistung, sondern einfach, weil Partner oder Partnerin im Leben eine gewisse Bedeutung haben. Dass das wachsen muss, ist logisch. Dass es in irgendeiner Form mit "Arbeit" oder "Leistung" zusammenhängt, finde ich bedenklich. Wie soll das aussehen? Zehn mal Müll rausbringen und Du bist schon auf Platz zwei?

Ich finde den Anspruch auf Bedeutung im Leben einer Partnerin völlig normal, das Gegenteil wird hier ja oft genug diskutiert.#. Über Rang 1 oder zwei würde ich nicht diskutieren wollen, aber wenn ich im Alltag hinter ihren Eltern oder Kindern zurückbleibe ohne dass die Unterstützung brauchen, würde ich mir über den Stand der Beziehung schon auch meine Gedanken machen...

Letztlich liefert (wieder mal) eine FS zu wenig Informationen, um wirklich beurteilen zu können.
 
  • #18
Der größte Fehler den Menschen machen können ist, zu versuchen Liebe zu verdienen. So manche Menschen machen schon in der frühen Kindheit die negative Erfahrung, nur geliebt zu werden, wenn etwas Bestimmtes dafür getan wurde! Das überträgt sich dann auf das weitere Leben, wenn man darüber nicht reflektiert und sich dann selbst nicht umprogrammiert, kommt so einiges in die Schieflage.
In der Regel kommen beide Geschlechter Mann und Frau aus gegenseitiger Liebe mit Prozent 100 zusammen und bekommen mit dieser Liebe Kinder, so sollte es zumindest sein, wenn die Kinder dann da sind, werden diese 100 Prozent von der Frau voll umgelagert, die ganze Liebe bekommen jetzt die Kinder, der Mann bleibt sozusagen auf der Strecke, deshalb gehen genau an dieser Stelle sehr viele Beziehungen in die Brüche, ich weiß, das wird nicht gerne gehört, würde dies der Frau sehr bewusst sein, würde sie sich garantiert anders verhalten und die Beziehung nicht so aufs Spiel setzen! Sehr viele Frauen dieser Welt leiden darunter, ich sage, wacht auf, werdet bewusst! Viel zu viele von uns fühlen sich nicht liebenswürdig und versuchen alles Mögliche, um sich Anerkennung zu „erkaufen“, in dem sie Dinge tun, die sie, wenn es nur um sie ginge, nicht tun würden. Sie tun es meist und ausschließlich für andere.
Es sind die guten Männer, die eine Frau anziehen wird, wenn sie endlich begreift, was für eine tolle Frau sie ist und zwar genauso wie sie ist und wenn sie die richtige Einstellung und das nötige Bewusstsein hat, für eine gute und stabile Liebes - Beziehung im Glück! Wenn Frau sich liebt, der Mann wird es auch tun!
 
  • #19
Ich kann nur als Mann antworten. Ich würde mich niemals auf eine Frau einlassen bei der ihre Kinder an erster Stelle stehen. Die Beziehung gehen deshalb schief weil immer jemand vernachlässigt wird.
 
  • #20
Ich kann nur als Mann antworten. Ich würde mich niemals auf eine Frau einlassen bei der ihre Kinder an erster Stelle stehen.
Hast du doch.
So sicher wie das Amen in der Kirche ist deiner Frau euer noch ziemlich kleiner ( 12 Jahre, richtig ? ) Sohn wichtiger als du.
Wenn ihr alle drei in einem brennenden Haus wärt und deine Frau nur einen von euch beiden retten könnte, wie lange, glaubst du, würde sie grübeln ?
Na, trennst du dich jetzt ?

Besser nicht, denn:
Wenn ich eine Frau suche, der ich wichtiger bin als ihre Kinder, dann bleibe ich wohl Single.
Genau.

w 52
 
  • #21
Das ist eher ganz normal. Würde jetzt heute meine Mutter(75) jemand fragen, dann nennt sie den Namen meiner Schwester und dann meinen Namen.
Dies ist ja genauso bei meiner Lebensgefährtin. Erst kommen ihre 3 erwachsen Söhne und dann ich.
Damit habe ich absolut kein Problem.
Was ich immer witzig fang, wenn manche Frauen beim Profilcheck ihre Kinder immer als wichtigsten Menschen erwähnen. Da sollten eigentlich jeden Mann klar sein. Vielleicht sehe ich dies auch nur zu kritisch. Ich habe immer etwas geschrien, was nicht gleich jeder hat.

Beim Meinen Träum würde ich gerne zur ISS fliegen und anschließend gleich weiter zum Mond inkl. Partnerin und die Frauen müssen sich keinen sorgen machen wegen den Kosten. Das Shuttle ist ja schon vollgetankt. Ein wenig Humor im Profil hat mich immer schon angelacht und je mehr umso besser.
 
  • #22
Der "Kern" des Systems sind aber wir beide, bei allen Planungen stimmen zunächst wir uns ab. Gäbe es aber einen Notfall, würde blitzartig alles umgeworfen und sich gekümmert. Dabei ist es schon durchaus schon vorgekommen, dass ein langes Gespräch von meinem Mann mit einem meiner Kinder oder mir mit einem seiner Kinder geführt wurde - diese geliebten Biesters erkennen erstaunlicher Weise die angeheiratete Autorität an und ein solches Gespräch erschien uns schon als zielführender als eines mit dem genetischen Elternteil.

Nein, ich habe kein Verständnis dafür, wenn Kinder - bis auf Notfälle - eine höhere Priorität hätten als der Partner/die Partnerin. Müssten ständig die Kinder unterstützt oder Rücksicht auf sie genommen werden, hätte ich schwer das Gefühl als Mutter versagt und sie nicht ausreichend auf das Leben vorbereitet zu haben.
Letztlich eine Frage, wie verbindlich die Beziehung werden soll. Menschen, denen Beziehung nicht wichtig ist, werden keine Lebensbeziehung führen und die Kinder in den Vordergrund stellen.

Soll es eine Lebensbeziehung werden, funktioniert es genau wie saepe_inscia sagt. Der Nucleus ist die Paarbeziehung.
In Familien mit gemeinsamen Kindern sollte selbstverständlich der Partner über den Kindern stehen. Wir lesen oft genug in diesem Forum, welche disfunktionalen Beziehungen entstehen, wenn die Schwiegermami ganz dicke mit ihrem Bübchen ist.

Auch im Patchwork wird es ein massives Problem, wenn nicht mehr das erwachsene Paar das stabile Fundament bildet, sondern die Kinder diese Aufgaben übernehmen sollen, weil die Erwachsenen aus ihren Unsicherheiten heraus das nicht mehr schaffen.

Wenn das erwachsene Paar nach Überlegung und Abwägung die Entscheidung trifft, wo Weihnachten gefeiert wird, was am Wochenende unternommen wird, oder wann in Urlaub geflogen wird, dann steht das. Die gemeinsamen Absprachen dürfen nicht einfach über den Haufen geworfen werden, weil Klein-Jason lieber mit Papi zum Grundschulsommerfest oder Klein-Marie lieber auf den Ponyhof will usw.
Dann funktioniert nämlich die Paarbeziehung nicht mehr. Die Absprachen in der Paarbeziehung werden belanglos.

Hier haben wir die Besonderheit, dass es um schon lange erwachsene und selbständige Kinder geht. Welche Absprachen zwischen den beiden Partnern könnten diese Kinder noch durchkreuzen?

Beim Vermögen denke ich, dass der goldene Apfel immer in die nächste Generation weitergegeben wird und nicht an den neuen Lebenspartner. Ausnahmen sind die Kinder, die sich nicht kümmern...

Sicherlich ist das Problem häufig ein Stellvertreter-Thema, weil es im Grunde nicht um den Vorrang geht sondern darum, dass das Paar unterschiedliche Interessen hat. Z.B. wenn die Frau lieber auf die Enkel aufpasst als mit ihrem neuen Mann mit dem Wohnwagen an die Mecklenburger Seenplatte zufahren.
 
  • #23
Mein Mann hat einen Sohn ,6, aus vorheriger Beziehung . Dieses Kind steht meiner Meinung nach auf einer anderen Ebene . Er liebt ihn, er liebt mich .

ich weiß aber, dass ich seine Nummer 1 bin. Wir gründen gerade eine Familie, bauen unser Traumhaus und ich stehe ihm in jeder Lebenssituation bei. Ich bin definitiv an erster Stelle, aber der Kleine ist ihm auch enorm wichtig .
 
  • #24
Die meisten haben wohl die Enkel überlesen.
Aber die sind wichtig - sehr wichtig sogar. Ein Opa, der für seine Enkel da ist, gütig und schon im Ruhestand ..... das ist doch optimal.
Die andere Seite ist die - in guten Familien können sich Eltern und Kinder aufeinander verlassen. Spätestens dann, wenn die Kinder erwachsen sind. Das ist nicht nur Blut - das ist eine starke Verbindung.
Prioritäten - die sind nur irgendwo prinzipiell gesetzt. Und werden dann individuell gelebt.
Beruflich habe ich schon öfters erlebt, dass Firmen aufgrund von Erbstreitigkeiten kaputt gemacht wurden. Und sehr oft ging das von 2. oder 3. Ehepartnern aus. Oder von Angeheirateten. Hier kann ich nur dazu raten, sehr genau zu testieren. Möglichst ohne Schlupflöcher und mit Ehevertrag.
Familie hat Priorität. Damit muss man leben, wenn man jemanden haben möchte, der nicht alleine auf der Welt ist. Das heisst nicht, dass ein Schnupfen meiner Mutter meinen Urlaub verhindert - sehr wohl hat allerdings mein schwerkranker Vater meinen Urlaub eingeschränkt gehabt. Nicht weil er wollte - ich wollte. Und V sah es als vollkommen normal und richtig an. Weil ihre Eltern oder ihre Tochter ebenfalls Priorität geniessen würden, wenn es notwendig werden sollte.
Insofern - auch in dieser Frage muss es passen.
 
  • #25
Hast du doch.
So sicher wie das Amen in der Kirche ist deiner Frau euer noch ziemlich kleiner ( 12 Jahre, richtig ? ) Sohn wichtiger als du.
Wenn ihr alle drei in einem brennenden Haus wärt und deine Frau nur einen von euch beiden retten könnte, wie lange, glaubst du, würde sie grübeln ?
Na, trennst du dich jetzt ?
Das kann man doch gar nicht miteinander vergleichen. Ich habe wirklich jetzt schon x mal geschrieben, dass ich beide über alles liebe. Er wird im Oktober 12. Ich mache wirklich auch gerne was mit ihm alleine. Meine Frau liegt gerade sowieso mit einer heftigen Grippe im Bett. Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich mich um unseren Sohn kümmer.

Damit meinte ich ja auch was anderes. Würdest du es normal finden, wenn Erwachsene Kinder die wahrscheinlich schon längst ausgezogen sind und auch schon Kinder haben immer noch an erster Stelle stehen? Selbst wenn Kinder jugendlich sind sind sie ja keine kleine Kinder mehr.

Natürlich muss man sich darum kümmern. Keine Frage. Wie würdest du es finden wenn du in einer Beziehung bist und man dich ständig vernachlässigen würde. Ich hätte aus dem Grund keine Lust auf eine Beziehung mit einer Frau deren Kinder noch ganz klein sind. Du wahrscheinlich auch nicht.

Für mein Sohn würde ich auch durchs Feuer gehen.
 
  • #26
Berenike, mit 65 wird kein vernünftiger Mensch einen neuen Partner zu seinem Gott machen. Außerdem wurde es ja schon angesprochen....Nicht jeder sucht eine Liebesbeziehung. Mit 65 suchst man doch eher was anderes: Gut miteinander auskommen können, sich gegenseitig Hilfe geben, gute Zeiten erleben.

Dein Freundeskreis hat dir nur klar gemacht, dass er eigene Vorstellung hast, die nicht zu dir passen und vielleicht auch zu dem Thema seine Ruhe will vor jemandem, der ihm erkärt, welche Prioritäten wer im Leben des anderen zu haben hat.
Geht dich doch nix an und fände ich äußerst nervig, über sowas mit meinen Freunden streiten zu müssen. Jeder DARF sich seine Prioritäten selber machen!


Meine Freunde sind noch nicht so alt, aber darunter gibt es durchaus Singles, die werden mit Mitte 40 auch keinen Partner mehr auf die hohe Säule stellen, nachdem sie 20 Jahre Single waren. Die sind in ihrem Alter derart autonom und unabhängig, die brauchen weder eine Liebesbeziehung, noch würden sie jemals mehr einen Partner vor ihr Leben stellen.
 
  • #27
Wenn ihr alle drei in einem brennenden Haus wärt und deine Frau nur einen von euch beiden retten könnte, wie lange, glaubst du, würde sie grübeln ?
Na, trennst du dich jetzt ?
Habe ich noch vergessen zu erwähnen. Ich trenne mich natürlich nicht. Das ist ja unser gemeinsamer Sohn. Irgendwann ist er auch mal erwachsen und hat sein eigenes Leben. Natürlich ist es trotzdem immer noch unser gemeinsamer Sohn. Trotzdem ist da natürlich nicht mehr an erster Stelle der täglich Hilfe benötigt und um den man sich jeden Tag kümmern muss. Dass er immer mein Sohn sein wird ist natürlich selbstverständlich.
 
  • #28
Der Mann um den es hier geht ist ca. 65 Jahre. Die Kinder sind über 30 und 40 Jahre alt. Er stellte seine neue Freundin vor die Wahl, entweder er mit seinen Kindern oder sie muss gehen. Er ist selbst Opa. Die Kinder haben selber Kinder.
Berenike, wie in Deiner letzten Frage, pauschal - immer, und dafür nur rudimentärr Angaben.
Die Wahl - was stehen denn hier für Forderungen? Will sie Kontaktabbruch? Er jeden Tag als Babysitter für Enkel parat stehen, und lebt sein Leben um Kinder und Enkel? Das die Extreme.
Hier gab es schon Threads, wo neue Partnerinnen eifrig um das künftige Erbe und Ansprüche darauf diskutierten.

Ich hatte nie selbst das Erleben eines guten Elternhauses, habe aber in der weiteren Familie erlebt, wie positiv das sein kann.
Wir, meine Söhne und ich, haben eine enge Bindung, sich wenn wir alle unser eigenes Leben haben. Wir haben Rituale, pflegen diese - und der Familientisch wird immer größer :). Mir ist Familie/Familienzusammenhalt ein sehr großer Wert.

Mir war es wichtig, dass mein Partner meine Kinder kennen lernt, dass diese mit ihm klarkommen und er mit ihnen - ihm ging es ebenso mit mir und seinen Kindern.

Alle sind mir wichtig, es gibt keine Frage der Prioritäten. Konkret Priorität hat, wer mich am meisten braucht.
Das bringt es für mich auf den Punkt.
Diese Prioritätenfrage ist für mich absolut überflüssig, wer diese stellt, ist für mich als potentieller Partner undenkbar

Und natürlich haben wir alle unser Paarleben, unsere Kinder inzwischen auch, und jeder achtet auf seine Grenzen.

Ich wäre auch als Single nicht bedingungslos verplanbar und verfügbar für meine Kinder, auch nicht für künftige Enkel*innen.

Diese Situation möchte ich nie erleben -
Wenn ihr alle drei in einem brennenden Haus wärt und deine Frau nur einen von euch beiden retten könnte, wie lange, glaubst du, würde sie grübeln ?
Aber die Antwort wäre sowohl für mich als Mutter als für meinen Partner als Vater klar. Oder später als Oma /Opa. Da ist die Stimme des Blutes....

W,50
 
  • #29
Deine Frage ist zu allgemein gehalten. Dazu bräuchte es hier genauerer Angaben, denn von allgemeinem Säbelrasseln hast Du nix.

Gibt er ihr recht wenig Aufmerksamkeit und hat wenig Zeit für seine neue Partnerin, kann ich seine Aussage nicht verstehen.

Ist er ein engagierter Familienmensch und sie möchte viel viel mehr und zickt ihn an, obwohl er auch ihr viel gibt, dann könnte ich seine Aussage nachvollziehen.
Ansonsten halte ich es auch so:
Solange meine Kinder auf mich angewiesen waren gingen sie absolut vor. Meine erwachsene Tochter ist nicht mehr auf mich angewiesen daher hat sie zwar einen höheren Stellenwert, dies drückt sich aber nicht so aus, dass sie meinen Alltag dominiert.
 
  • #30
Liebe TE

Du beziehst Deine Frage ausschließlich auf ältere Kinder und da würde ich im Normalfall von der Situation ausgehen, dass die Kernfamilie eine Generation weiter nach unten gerutscht ist.

Also für die 30 bis 40jährigen mit eigenen Kindern ist der Mittelpunkt ihre eigene Familie und die Eltern, jetzt Oma und Opa spielen eine wichtige, aber nicht mehr zentrale Rolle. Sind halt "nur" Oma und Opa. Sonst müsste man sich als Paar ja auch immer zweiteilen, weil beide Vorfahren haben.

Solch ein Ultimatum kenne ich nur aus einem Grund, der ist auch die Ursache für die meisten Streitereien in Familien. Das liebe Geld und der Neid, die Missgunst die bei vielen Menschen damit verbunden ist.

w/36