• #31
Der Mann um den es hier geht ist ca. 65 Jahre. Die Kinder sind über 30 und 40 Jahre alt. Er stellte seine neue Freundin vor die Wahl, entweder er mit seinen Kindern oder sie muss gehen. Er ist selbst Opa. Die Kinder haben selber Kinder.

Es ist vielleicht nicht die gescheiteste Formulierung zu sagen, entweder mit meinen Kindern oder du musst gehen. Bei so einer Aussage käme der Mann für mich sowieso nicht in Betracht.

BUT:

Muss man sich nicht eher fragen:
Wieso wird eine Partnerin vor eine solche Entscheidung gestellt?
Gibt es Animositäten untereinander mit der Familie des Partners?
Ist schon etwas vorgefallen, was das Zusammenkommen beeinträchtigt oder in Frage stellt?

Ist es nicht irgendwo verständlich, dass ein Vater und Opa nicht seine Kinder und Enkel zugunsten einer Partnerin aufgeben will?
Es ist seine Familie und die hält normalerweise zusammen.

Normalerweise sollte der Partner an erster Stelle stehen, wenn es ein Elternteil ist, denn die Kinder werden irgendwann gehen und dann bleibt nur noch der Partner, wenn es eine gute und beständige Ehe ist.

Jemand, der nachträglich, quasi als Letzter, in eine gewachsene Gemeinschaft kommt, ist - logischerweise - zunächst einmal an der letzten Stelle und muss sich zuerst bewähren, bevor er "aufrücken" kann. Es wäre seltsam, demjenigen, der dazukommt und von dem man nicht weiß, ob er überhaupt in dieser Gemeinschaft bleiben wird, gleich den ersten Platz einzuräumen.

Wenn man neu in eine Familie kommt, sollte man wissen, dass vorhandene Kinder einen hohen Stellenwert haben. Und wenn es aus persönlichen Gründen mit Kindern und Enkeln oder sonstigen Verwandten nicht harmoniert, muss man sich fragen, ob es die richtige Familie für einen ist und sich ggf. einen Partner suchen, der keine solchen familiären Bindungen/ Verpflichtungen hat.
 
  • #32
Wenn ihr alle drei in einem brennenden Haus wärt und deine Frau nur einen von euch beiden retten könnte, wie lange, glaubst du, würde sie grübeln ? Na, trennst du dich jetzt ?

Zwar ein extremer Vergleich aber einer, der es genau auf den Punkt bringt. Wer damit nicht umgehen kann, sollte auf seiner Partnersuche Alleinerziehende oder Menschen mit Hang zu ihrer Familie ausklammern …
 
  • #33
Wenn erwachsene Kinder für einen der Partner immer noch an erster Stelle stehen, halte ich eine Paarbeziehung für schwierig. Für mich als anderer Partner wäre das dann eher eine Affäre.
Paarbeziehung beinhaltet jetzt nach meinem Verständnis nicht gleich jeden neuen Beziehungsanbahnungsversuch (was für ein Wort!). Sondern eine Beziehung mit entsprechendem Vorlauf, ähnlich der, die die leiblichen Eltern geführt hätten.
Diese kann man aber m.E. nicht aufbauen, wenn man ständig den Kindern hinterherrennt.
In gleicher Weise gehe ich davon aus, dass auch die Kinder in erster Linie eine Paarbeziehung führen und nicht eine mit den Eltern (siehe Muttersöhnchen).
An alle Schwarz-Weiß-Kommentatoren: Man kann durchaus alte oder kranke Eltern - auch im eigenen Haus - liebevoll pflegen und dennoch der Paarbeziehung Priorität einräumen. Man kann durchaus ein Kind im Krankenhaus oder sonstwo betreuen und dennoch seinen Partner über alles lieben.
Das schließt nach meiner Auffassung einander überhaupt nicht aus.
 
  • #34
Du zitierst mein erfundenes Horrorszenario mit Jochens Familie im brennenden Haus.
Diese Situation möchte ich nie erleben -
Aber die Antwort wäre sowohl für mich als Mutter als für meinen Partner als Vater klar. Oder später als Oma /Opa. Da ist die Stimme des Blutes....
Genau.
Anhand der fiktiven Situation wollte ich deutlich machen, wie, ich würde sagen, JEDE psychisch gesunde Mutter ihre Prioritäten setzt.
Und wahrscheinlich nahezu alle psychisch gesunden Väter und Großeltern, mindestens die, die zum Kind eine Beziehung haben, aber die anderen vielleicht sogar auch.

Es gibt dazu echte Erkenntnisse, nicht nur die Einschätzung der Frau frei. Man hat vielfach das Phänomen beobachtet, dass Menschen in brennende Häuser laufen. Selbst wenn die lichterloh in Flammen stehen.
Es wird den neuen Feuerwehrleuten beigebracht, darauf zu achten und es zu verhindern.
Die Leute, die dies tun, sind immer, ich glaube ausnahmslos die Eltern von Kindern, von denen diese Eltern eben vermuten, dass sie in dem Haus sind.
Es sind niemals Ehepartner ( keine Ahnung, Ausnahmen wird es vielleicht doch geben ), keine Geschwister oder sonstige Verwandte und es sind auch nie die Kinder, die ihre Eltern oder Großeltern retten.
Wohlgemerkt, wir reden von wirklich brennenden Häusern, nicht von pille-palle-Ereignissen.

Die Natur gibt es uns mit. Wir sind nicht frei in der Entscheidung. Die eigenen Kinder sind für uns das Allerwichtigste.
Nochmal: wir reden von gesunden Eltern mit einer normalen Beziehung zu den Kindern.
Jetzt komme ich wieder mit meinem Vater um die Ecke. Der hätte vor allem sich selbst gerettet, der würde nie in ein brennendes Haus gelaufen sein, in dem mein Bruder oder ich gewesen wären.
Oder doch ? Ich gehe soweit, dass ich es für möglich halte, dass sogar mein Vater das getan hätte. Ich denke, so stark wirkt dieser Trieb, dass er sogar bei jemandem wie meinem Vater, Gott hab' ihn selig, wirkt.

w 52
 
  • #35
Erstens ist der ganze Thread ja "Hörensagen".
Zweitens wurde nicht die Situation geschildert, die zu diesem Satz - wenn er denn überhaupt wörtlich wiedergegeben wurde - geführt hat.

Normalerweise wird doch einem Opa, der sich an den Enkeln erfreut, genau dieses auch zugestanden. Denn derjenige, zu dem die kleinen Kinder freudestrahlend gerannt kommen, der ist meist ein sehr sympathischer Mensch. Die kleinen Kinder reagieren noch sehr instinktiv, kaum ein 3 -jähriger wird sich Gedanken ums Erbe machen.

Hat dieser "Opa" auch ein gutes Verhältnis zu den eigenen, erwachsenen Kindern zeugt auch das von einer sympathischen Wesensart. Wäre er der böse Tyrann, würden die Kindern nur zu Weihnachten vorbeischauen.

Wir wissen auch nichts von der Vorgeschichte. Soll der Vater vergessen, dass seine Kinder sich liebevoll um ihn gekümmert haben, als seine Frau gestorben ist / die Ehe zerbrach ? Und das nur, weil doch nochmal eine Frau mit dem Hintern für ihn wackelt .....
Ich würde das als sehr traurig empfinden.
 
  • #36
Wer damit nicht umgehen kann, sollte auf seiner Partnersuche Alleinerziehende oder Menschen mit Hang zu ihrer Familie ausklammern …
und
Anhand der fiktiven Situation wollte ich deutlich machen, wie, ich würde sagen, JEDE psychisch gesunde Mutter ihre Prioritäten setzt.
Und wahrscheinlich nahezu alle psychisch gesunden Väter und Großeltern, mindestens die, die zum Kind eine Beziehung haben, aber die anderen vielleicht sogar auch.

Gut, die Foristen retten sich aus dem brennenden Haus.
Im realen Leben geht es nach den vielen Beiträgen in diesem Forum nie um große Katastrophen, sondern Beziehungen scheitern an vielen kleinen Fehlern zum Beispiel:

Das neue Paar verabredet sich Sonntag zum Mittagessen. Die Neue kocht ein 3-Gänge-Menü. Der Mann sagt ihr kurzfristig ab, weil er jetzt doch genau an diesem Sonntag zum Sommerfest vom Enkel mit dessen Orffgruppe muss.

Da kann jetzt jeder selbst überlegen, ob der Mensch "psychisch gesund" ist, der sich doch an die Verabredung mit der neuen Frau hält, oder derjenige der seine Kinder und Enkel der neuen Frau vorzieht.

Genauso Eltern oder Großeltern, die sich mit dem neuen Partner nicht fest verabreden können, weil immer Kinder und Enkel vorrangig kommen.

Klar ist, dass sicher keine feste Beziehung entstehen kann, wenn die Kinder immer vorgezogen werden. Letztlich ist der Elternteil doch garnicht offen für eine Beziehung und hat entsprechend auch keinen Platz im Leben für den neuen Partner.

Jemand, der nachträglich, quasi als Letzter, in eine gewachsene Gemeinschaft kommt, ist - logischerweise - zunächst einmal an der letzten Stelle und muss sich zuerst bewähren, bevor er "aufrücken" kann.

Selbstverständlich wird der Partner im Alter ü60 nachträglich dazu kommen, wenn schon Kinder und Enkel vorhanden sind. Den Zeitvorteil der bereits vorhandenen Enkel und Kinder kann er nicht mehr aufholen. Wie viele Jahre soll er sich bewähren? Und wie soll er sich bewähren, wenn er keinen Platz im Leben bekommt?
 
  • #37
Du zitierst mein erfundenes Horrorszenario mit Jochens Familie im brennenden Haus.

Genau.
Anhand der fiktiven Situation wollte ich deutlich machen, wie, ich würde sagen, JEDE psychisch gesunde Mutter ihre Prioritäten setzt.
Und wahrscheinlich nahezu alle psychisch gesunden Väter und Großeltern, mindestens die, die zum Kind eine Beziehung haben, aber die anderen vielleicht sogar auch.

Es gibt dazu echte Erkenntnisse, nicht nur die Einschätzung der Frau frei. Man hat vielfach das Phänomen beobachtet, dass Menschen in brennende Häuser laufen. Selbst wenn die lichterloh in Flammen stehen.
Es wird den neuen Feuerwehrleuten beigebracht, darauf zu achten und es zu verhindern.
Die Leute, die dies tun, sind immer, ich glaube ausnahmslos die Eltern von Kindern, von denen diese Eltern eben vermuten, dass sie in dem Haus sind.
Es sind niemals Ehepartner ( keine Ahnung, Ausnahmen wird es vielleicht doch geben ), keine Geschwister oder sonstige Verwandte und es sind auch nie die Kinder, die ihre Eltern oder Großeltern retten.
Wohlgemerkt, wir reden von wirklich brennenden Häusern, nicht von pille-palle-Ereignissen.

Die Natur gibt es uns mit. Wir sind nicht frei in der Entscheidung. Die eigenen Kinder sind für uns das Allerwichtigste.
Nochmal: wir reden von gesunden Eltern mit einer normalen Beziehung zu den Kindern.
Jetzt komme ich wieder mit meinem Vater um die Ecke. Der hätte vor allem sich selbst gerettet, der würde nie in ein brennendes Haus gelaufen sein, in dem mein Bruder oder ich gewesen wären.
Oder doch ? Ich gehe soweit, dass ich es für möglich halte, dass sogar mein Vater das getan hätte. Ich denke, so stark wirkt dieser Trieb, dass er sogar bei jemandem wie meinem Vater, Gott hab' ihn selig, wirkt.

w 52
Du hast einmal gesagt, du hättest noch nie jemanden geliebt, mit Ausnahme deiner Tochter. Deshalb spreche ich dir ab, das beurteilen zu können. Ich würde für meinen Mann durchs Feuer gehen, und auch ins Feuer. Du kennst Liebe nicht.
 
  • #39
Ich gehe soweit, dass ich es für möglich halte, dass sogar mein Vater das getan hätte.

Liebe Frei, ich gehe hier tatsächlich davon aus, dass weder meine Mutter noch mein Vater hinein laufen würden.
Bei meiner Mutter ging tatsächlich der Partner über alles - mein Bruder rar ihr absolut gleichgültig, die Eifersucht auf mich, ihr daraus resultierenden perfider Spiel sprach Bände, mein Vater hat mich am Ende gehasst, bei seinem letzten Gewaltausbruch hätte er mich sicher auch erschlagen können, mein damaliger Freund hat es verhindert.... Nun, sie sind nun beide gegangen - so traurig es ist, sie haben keine positiven Spuren hinterlassen. Die Beerdigung meines "Vaters" erfolgt diese Woche auf seinen Wunsch anonym.

Nun, über ihre psychische Konstitutionen braucht man nicht weiter mutmaßen. (Übrigens - beide waren Lehrer, bevor über Unterschicht fabuliert wird, Bildungsbürger, christlich-konservativ)

Ich weiß, warum mir Familie so wichtig ist, warum ich mich immer darum bemüht habe, dass meine Kinder Liebe, Nähe Zugewandheit, Wertschätzung erfahren.
Sie sind erwachsen, eigenständig, haben oben Weg gefunden - und unsere Bindung ist stabil.

Aber ansonsten - aus der Erfahrung, das eigene Kind ist eben etwas ganz Besonderes. Ich habe nicht gewusst, wie sehr und wie bedingungslos man lieben kann. Das ist auch keine Liebe, die endet, weil das Kind erwachsen ist. Es braucht einen nicht mehr, Ziel der Erziehung.
Wobei ich auch mit 50 es schön fände, es gäbe diese ältere Vertrauensperson in meinem Leben.

Genau das macht mir - und ich denke, auch Dir, Liebe Frei, und andere in vergleichbaren Konstellationen, es so schwer nachvollziehbar, wenn Eltern sich so ganz anders verhalten.

Ein Partner hat in meinem Leben seinen Platz, er ist mein Partner weil ich ihn liebe.
Meine Kinder liebe ich, sie liebe ich, weil sie meine Kinder sind. Seit dem ersten Moment, wo ich sie gespürt habe.
Die beiden tiefsten Glückmomente in meinem Leben, ihre Geburt.

Priorität - die Frage stelle ich nicht.
Mein Partner auch nicht - wir wissen, was wir uns bedeuten.

W,50
 
  • #40
Natürlich kommen die Kinder immer zu erst, egal wie alt sie sind. Bei meinem Partner ist es genau so. Weder mein Partner noch ich würden eine so abwegige Frage stellen. w58
 
  • #41
Selbstverständlich wird der Partner im Alter ü60 nachträglich dazu kommen, wenn schon Kinder und Enkel vorhanden sind. … Wie viele Jahre soll er sich bewähren? Und wie soll er sich bewähren, wenn er keinen Platz im Leben bekommt?

Es steht außer Frage, dass er den Zeitvorteil der bereits vorhandenen Enkel und Kinder nicht mehr aufholen kann. Und das muss er auch nicht. Unter "bewähren" verstehe ich, dass man sich um ein gutes zwischenmenschliches Verhältnis bemüht. Das muss nicht Jahre dauern.

In der Regel entscheidet sich in Sekunden, ob die Chemie stimmt oder nicht. Manchmal geht es schnell, manchmal dauert es länger. Wenn es Vorurteile oder Probleme geben sollte, was vorkommen kann, muss man selber entscheiden, wieviel Zeit man sich gibt, um diese aus der Welt zu schaffen. Nur auf Biegen und Brechen etwas erzwingen wollen, das wird zu nichts führen.

Manchmal muss man sich eben fragen, ob die Person, mit der man sich zusammentun möchte, mit ihrem gesamten Anhang überhaupt zu einem passt. Und wenn es eben nicht passt, sollte man sich das eingestehen und ein ewiges Hin- und Her nicht antun. Das ist einfach nicht gut für die Psyche und überhaupt für die Gesundheit.

Wenn Patchwork oder mit familiärem Anhang, dann sollten gegenseitig Verständnis und Akzeptanz vorhanden sein. Man sollte sich verstehen, sich angenommen und willkommen fühlen und gerne zu Treffen zusammenfinden.
Anders geht es nicht.
 
  • #42
Ich würde für meinen Mann durchs Feuer gehen, und auch ins Feuer. Du kennst Liebe nicht.
Hmja, ein bisschen hast du sicher recht.
Ich hatte damals aber auch gesagt, dass es sicher eine Frage der Definition ist. Viele Leute sprechen von Liebe, wenn sie nach meinem Verständnis von ihrer schönen Beziehung sprechen. Ihren tiefen Gefühlen dem Partner gegenüber und von tiefem Vertrauen.
Das habe ich für den ein oder anderen Mann durchaus empfunden.
Ich hingegen meinte mit Liebe die ausschließlich bedingungslose.
Ich will deine Gefühle für deinen Mann auf gar keinen Fall in Zweifel ziehen, das vorab. Möchtest du dich trotzdem auf ein Gedankenexperiment einlassen ?
Nehmen wir zwei Szenarien an
- du entdeckst, dass dein Mann ein Schwein ist, so richtig mies, stelle dir etwas richtig Mieses nach deiner Wahl vor. Meine Wahl wäre, er hat über Jahre kleine Kinder vergewaltigt.
Sag jetzt bitte nicht, das sei ausgeschlossen. Stelle es dir einfach vor, ok ?
- er behandelt dich und die Kinder mies. Er betrügt dich, lacht dich aus, demütigt dich, schlägt euch, beklaut dich. Bitte einfach vorstellen, ok ?
Du gehst trotzdem in ein brennendes Haus, wenn er drin ist ?

Ich gehe für meine Tochter rein, selbst wenn all das auf sie zutrifft.
Kennst du diese Art von Liebe ? Die bedingungslose ?


das eigene Kind ist eben etwas ganz Besonderes. Ich habe nicht gewusst, wie sehr und wie bedingungslos man lieben kann. ...
Genau das macht mir - und ich denke, auch Dir, Liebe Frei, und andere in vergleichbaren Konstellationen, es so schwer nachvollziehbar, wenn Eltern sich so ganz anders verhalten.
Ja, genau.
Sieht so aus, als sei dein Vater der noch größere Arsch gewesen.
Nun, wir wollen kein Ranking erstellen.
Wir beide haben Glück gehabt, dass wir das Ruder bezüglich unserer Kinder rumreißen konnten.
Das Pendel schlägt in die andere Richtung aus.
Du hast mal gesagt, dass ich mich so krass meiner Tochter zuwende, liegt auch daran, dass ich damit meine eigenen Verletzungen heilen will. Ja, das trifft es ganz sicher.

Naja, nochmal zurück zum Thema
Im realen Leben geht es nach den vielen Beiträgen in diesem Forum nie um große Katastrophen, sondern Beziehungen scheitern an vielen kleinen Fehlern zum Beispiel:
... Die Neue kocht ein 3-Gänge-Menü. Der Mann sagt ihr kurzfristig ab, weil... Enkel ...Orffgruppe
Ja, eindeutig. Da hätte ich als Neue auch keinen Bock drauf.
Deswegen will ich ja auch keinen Partner mit Kindern.
Naja, meiner hat keine, dafür alte Eltern. Und ja, da entwickelt sich mehr und mehr etwas in die genannte Richtung.
Mal sehen, wie das weitergeht.

w 52
 
  • #43
Das neue Paar verabredet sich Sonntag zum Mittagessen. Die Neue kocht ein 3-Gänge-Menü. Der Mann sagt ihr kurzfristig ab, weil er jetzt doch genau an diesem Sonntag zum Sommerfest vom Enkel mit dessen Orffgruppe muss.

Das Sommerfest ist vorher eine ganze Weile bekannt. Also als Spontangrund wenig glaubwürdig. Man plant und bespricht zusammen.
Krisen -/Notsituationen sind etwas anderes. Da sind spontane Änderungen plausibel.

Ich wäre jetzt als "Neue" eher angefressen - vor allem wenn die Absage dann 1h vorher käme...

Varianten dieses Szenario
1)Menü kochen, Kind/ Enkel kommt nach schwerem(!) Unfall ins Krankenhaus...
2) Sommerfest des Enkels, plötzliche Notsituation der/des neuen Partner*in...

Eigentlich sollten alle Antworten klar sein. Bei uns wären sie es.

Und es ging nicht darum, ob man für seine*n Partner*in ins Feuer geht, der eine würde es, der andere nicht - es ging um die Wahl in einer Situation, wo beide in akuter Gefahr wären. Und da zählt bei der Wahl der Instinkt.

Ein*e Feuerwehrfrau/Mann ist nicht vergleichbar, sie sind geschult, haben die entsprechende Ausrüstung und gehen definitiv nur, wenn sie sich nicht selbst in akute Gefahr für Leib und Leben begeben. Da steht die Einsatzleitung, die das zu verhindern hat. Da gibt es die Risikoabwägung, wobei es in diesem Beruf ein gewisses Grundrisiko gibt. Analog, Bergrettung, THW, Polizei etc...

W,50
 
  • #44
Danke für die Antworten. Es geht da um Leute aus Freundes und Bekannteskreis.

Zuerst ist man ein Paar, dann Eltern.

Erwachsene Kinder, die selbst schon Eltern sind, müssen nicht
an 1. Stelle stehen.
Wenn Eltern kein Paar sind,dann geht die Ehe auseinander, sobald das letzte Kind das Haus verlassen hat.
Manche Elternteile haben sich nie von ihren Kindern abgenabelt.
Das zeigt sich dann. Männer, die von Frauen nicht viel halten, klammern sich an ihre Kinder, Frauen auch.

Ein Partner muss oberste Priorität haben. Sonst geht die Beziehung schief. Das ist eine sache zwischen zwei Partnern. Da hat keiner mitzumischen.
 
  • #45
Elternliebe in allen Ehren, ich würde für ein Kind, das betrügt, lügt, stiehlt, tötet und rechtsradikal ist nicht durchs Feuer gehen. Und nicht ins Feuer. Ich habe durchaus Instinkte, aber auch ein gut funktionierendes Gehirn. Ich bin keine Katze, die ihre Babies schützen muss weil sie sonst sterben müssen. Man kann Kinder groß ziehen, die man als Erwachsene nicht mehr um sich haben will. Das darf man nie vergessen. Ich liebe meine Tochter, aber ich liebe auch meinen Mann. Die Frage nach dem wieviel oder wer mehr stellt sich nicht, das sind fragen, die man in den 80er Jahren bei der Wehrdienstverweigerung beantworten musste. Das gibt es gottseidank nicht mehr, denn man kann sowas nicht beantworten.
 
  • #46
Danke für die Antworten. Es geht da um Leute aus Freundes und Bekannteskreis.

Zuerst ist man ein Paar, dann Eltern.

Erwachsene Kinder, die selbst schon Eltern sind, müssen nicht
an 1. Stelle stehen.
Wenn Eltern kein Paar sind,dann geht die Ehe auseinander, sobald das letzte Kind das Haus verlassen hat.
Manche Elternteile haben sich nie von ihren Kindern abgenabelt.
Das zeigt sich dann. Männer, die von Frauen nicht viel halten, klammern sich an ihre Kinder, Frauen auch.

Ein Partner muss oberste Priorität haben. Sonst geht die Beziehung schief. Das ist eine sache zwischen zwei Partnern. Da hat keiner mitzumischen.

Warum fragst Du, wenn Du Deine Meinung hast?
Du kannst es halten, wie Du magst.
Eben, wie Du sagst, es hat niemand mitzumischen, niemand von außen. Das Paar legt seinen Umgang fest - und gerade beim Umgang mit Kindern, Familie muss es für beide Partner passen. Die einen sind Familienmenschen, andere nicht. Ich habe da sehr bewusst darauf geschaut, mein Partner und ich haben guter die gleiche Einstellung - es ginge nicht anders.

Mir kommst Du aber - auch in Deiner letzten Frage - sehr strikt und kalt vor.

Die Frage, die wir Dir gestellt haben um den Sachverhalt tatsächlich beurteilen zu können, hast Du unbeantwortet gelassen. Auch das, wie in letzten Thread.
Du stehst eine Frage, sehr unspezifisch, lässt alle Forist*innen heiß spekulieren und diskutieren, Fragen beantwortest Du nicht, dafür teilst Du uns dann Deine Meinung mit.
Am Ende gibt es die pauschale Antwort nicht. Es hat mir den Anforderungen zu tun, mit dem Persönlichkeiten aller, etc.

Also wofür fragst Du?
Kommunikation sieht anders aus.

W,50
 
  • #47
Warum fragst Du, wenn Du Deine Meinung hast?...
Kommunikation sieht anders aus.
Naja, sie hat ja nicht gesagt, dass sie hier fragt, um ihre Haltung zu überdenken.
Du hast natürlich recht, als Leser vermutet man das, weil das üblicherweise die Motivation ist, hier eine Meinung einzustellen, aber explizit gesagt hat sie es nicht, nur 'was meint ihr dazu ?'
Diskussion neulich im Freundeskreis.
Was ment ihr dazu ?

Ok, sie wollte also nur ihre schon zu Beginn gefestigte Meinung bestätigt bekommen und viele Beiträge von uns weiter, für die sie sich immerhin bedankt, läßt sie uns abschließend wissen, welche Meinung sie in ihrem Freundeskreis vertritt und das mit dem Siegel der Allgemeingültigkeit.
Ein Partner muss oberste Priorität haben. Sonst geht die Beziehung schief. Das ist eine sache zwischen zwei Partnern. Da hat keiner mitzumischen.

Na, macht nix, wir hatten doch trotzdem ein gutes Gespräch.
Für mich z.B. war interessant, selbstverständlich nach der Freude, von dir zu lesen, dass Frau HollyGolightly an sich nicht den Anspruch des Empfindens der bedingungslosen Liebe stellt. Das ist nach meinem Kenntnisstand die Sichtweise von Vätern.
ich würde für ein Kind, das betrügt, lügt, stiehlt, tötet und rechtsradikal ist nicht durchs Feuer gehen.
Kann aber auch durchaus sein, dass wir nur aneinander vorbeireden.
Rechtsradikal ist ein gutes Stichwort.
Ja stimmt, wenn mein Kind unbeirrbar rechtsradikal wäre, könnte es durchaus sein, dass ich den Kontakt abbrechen müsste.
Aber ich würde darunter leiden wie ein Hund.
Und wenn es mit seinen Springerstiefeln im brennenden Haus wäre und rassistischen Dreck rufen würde, würde ich reinrennen und es an seinen nicht vorhandenen Haaren rauszerren.
Und danach wieder den Kontakt einstellen.
Ich würde es lieben, trotz all dem.
Klischee, Ausnahmen wie immer ausgenommen, Frau Holly ist offenbar eine, Frauen lieben bedingungslos, Männer knüpfen ihre Liebe an die Bedingung, dass das Kind gut im Sinne des jeweiligen Vaters ist.

w 52
 
  • #48
Elternliebe in allen Ehren, ich würde für ein Kind, das betrügt, lügt, stiehlt, tötet und rechtsradikal ist nicht durchs Feuer gehen

Bei mir würde aber auch ein Partner mit diesen Eigenschaften nicht an erster Stelle stehen. Ich bin bei der Frage von normalen Verhältnissen ausgegangen.

Männer, die von Frauen nicht viel halten, klammern sich an ihre Kinder, Frauen auch[/QUOTE Das ist doch Blödsinn. Das habe ich noch nie so erlebt. In welchem Umfeld bist du nur zu hause?

Ein Partner muss oberste Priorität haben. Sonst geht die Beziehung schief. Das ist eine sache zwischen zwei Partnern. Da hat keiner mitzumischen
Ich lebe nicht für meinen Partner sondern mit ihm. Und für ihn und für mich stehen die Kinder an erster Stelle, und es ist die schönste Beziehung , die ich in meinem Leben hatte. Wer nicht genug Selbstbewusstsein hat kann das natürlich nicht verstehen. w58
 
  • #49
Danke Allen fürs Schreiben.

Ich bin weder kalt noch strikt.

Warum ich gefragt habe steht klar in meinem Post. Fragen hierzu habe ich beantwortet.
Ich habe Erfahrungen machen müssen, die ich Keinem wünsche.
Trotzdem werde mich hier nicht outen. Die Anonymität muss gewahrt bleiben.
Je nach Thema wird hier zeitweise heiß spekuliert. Das ist oft hier so.

Es gibt hier kompetente Leute, die gute Tipps geben. Finde ich toll.
 
  • #50
Auch das, wie in letzten Thread.
Du stehst eine Frage, sehr unspezifisch, lässt alle Forist*innen heiß spekulieren und diskutieren, Fragen beantwortest Du nicht, dafür teilst Du uns dann Deine Meinung mit.
Mist wieder passiert, dass ich nicht nachgeschaut habe.

Für mich ist dadurch aber die strikte Haltung besser zu verstehen. Sie lebte lange Jahre in einer Ehe, in der sich stets ungeachtet gefühlt hat. Es besteht keine enge Bindung zu ihrer Familie.

Ich selber habe auch nur Kontakt und eine gute Bindung zu einer Tante und einem Onkel. Den Rest, alle meine viel älteren Geschwister und deren Familien kenne ich größtenteils nicht mal mehr mit Namen. Die könnten allesamt vor mir auf dem Boden liegen, ich würde mich umdrehen und gehen. So kalt bin ich denen gegenüber.

Aber ich habe meine Kinder, die beiden älteren Zwillinge und jetzt unsere Tochter und bald noch eine Überraschung. Die liebe ich alle auch bedingungslos und ich bin davon überzeugt, wer das nicht kennengelernt hat kann sich dies gar nicht oder nur bedingt vorstellen.

Bezogen auf Dein Statement TE,


Ein Partner muss oberste Priorität haben. Sonst geht die Beziehung schief. Das ist eine sache zwischen zwei Partnern. Da hat keiner mitzumischen.
Wenn Du so klar mit dem Setzen Deiner Prioritäten bist, warum bist Du dann seit langen Jahren mit einem Mann verheiratet für den Du unter "ferner liefen" kommst?

w/36
 
  • #51
@frei Ich möchte das hier auf keinen Fall zur Privatunterhaltung werden lassen, das soll in einem Forum ja auch nicht sein. Allerdings werden oft "Unterhaltungen" frei geschaltet, deshalb möchte ich darum bitten, das auch hier zu tun . Ich respektiere deine unerschütterliche Liebe zu deiner Tochter, finde ich klasse, ich denke mir aber auch, du gibst ihr das was du immer vermisst hast. Damit kann man die Münze zwar wenden, also die andere Seite der unschönen Kindheit sozusagen für einen anderen Menschen vergolden, aber dadurch bleibt die Münze noch immer in deiner Hand, wenn du verstehst was ich meine. Ich erlebe das oft, dass Menschen, die schlimme Erlebnisse hatten, es den Kindern genau anders machen wollen (und dadurch eigenetlich sich selbst, das macht extrem unfrei- beide). Es ändert sich dadurch leider oft nichts. Vielleicht ist das bei dir ja anders.
Und ja, ich liebe bedingungslos. Ich erhole mich allerdings auch ruck zuck von Niederlagen. Ich denke, ohne diese Fähigkeit, bedingungslos zu lieben, kann man gar nicht wirklich lieben, dann sind nämlich immer Bedingungen gesetzt und dann wird es mit der Liebe extrem schwierig. Ich liebe meine Tochter, aber nicht immer, prinzipiell aber schon.
 
  • #52
... dass Menschen, die schlimme Erlebnisse hatten, es den Kindern genau anders machen wollen (und dadurch eigenetlich sich selbst, das macht extrem unfrei- beide). Es ändert sich dadurch leider oft nichts...

Liebe Hollygoligthly, dazu mag ich etwas sagen.
Genau anders? Ja, aus Reflektieren heraus.
Man hat mangelnde Liebe erlebt, Abwertung, usw. Man kennt Elternhäuser, in denen es anders war, man hat gesehen, wie Liebe aussehen kann. Ich habe die Liebe meiner Oma erlebt.
Man sagt sich selbst - wenn ich Kinder habe, möchte ich... Das tun - denke ich - fast alle werdenden Eltern, und viele wollen es anders machen als die Eltern, zumindest einiges.
Und dann bekommt man sein Kind - man spürt die Liebe, man merkt, wie einfach und leicht es ist.

Mich hat es nicht unfrei gemacht - ich habe öfters nachgedacht. Öfters genauer hingeschaut bei meinen, ob das was ich tue, wie ich mit ihnen umgehe, passt.

Mich macht es heute, wo sie erwachsen sind, zufrieden - ich sehe, es sind 2 selbstbewusste junge Männer, die ihren eigenen Weg gehen, vom Typ völlig gegensätzlich, der eine nun auch schon eine längere Partnerschaft hat.
Ich sehe, spüre die Bindung in unserer Familie, den wirklich liebevollen und achtsamen Umgang bei allen Frozzeleien - nein, wir treffen uns nicht jeden Sonntag oder ähnliches. Kein Familienzwang. Mal spontan, mal zu Anlässen... Die Tür ist offen. Wer will, ist da - Kinder, Partner der Kinder, jetzt auch noch die Kinder meines Partners mit Freunden/Partnern.

Ich sehe, wie mein Sohn seine Partnerschaft führt, Freundschaften pflegt - und ich weiß, der Kreislauf aus meinem Elternhaus ist unterbrochen, die Weitergabe an die nächste Generation ist nicht erfolgt.

Es ist anders, und es ist ein guter Weg. Gewalt ist bei uns kein Thema - bei uns geht es um Liebe, Miteinander...
Es kann sich ändern.

Für Menschen wie frei und mich ist es nur der Unterschied, wir haben Elternliebe nicht erlebt. Die Liebe zum Kind zu spüren ist das ganz besondere Wunder - und wir sind uns nur dessen vielleicht bewusster, freuen uns darüber und geben sie gerne, weil wir es anders kennen.
Kinder werden durch die spürbare Liebe selbstsicher, frei - solange ich meine Elternliebe nicht mit Klammern, Überfürsorge, etc. gleichsetze. Sondern sie stärke, ermutige, sie unterstütze, sie machen lasse, dass sie unabhängig ihren Weg suchen und gehen.
Es tut innerlich unglaublich gut.

Natürlich bin ich für sie da, wenn sie es wollen - nicht immer und sofort, nicht für Alles, ich habe Grenzen, aber grundsätzlich. Und ganz sicher in Krisensituationen.

Und wenn sie sich so entwickeln würden, wie Du benannt hast, ja mich würde es innerlich zerreißen, meine Liebe wäre da, den Kontakt würde ich wohl trotzdem einstellen, oder äußerst reduzieren und erst bei Reue, Einsicht, Umkehr wieder mit Fragezeichen aufnehmen. Diese Chance hätten sie. Ich hoffe, es kommt nie dazu - ich sehe aber auch keine Tendenzen.

W,50
 
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