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  • #1

Sind Kinder nur da, um sich davon Auszeit zu nehmen?

Ich frage mich, warum manche Leute Kinder bekommen, wenn diese für sie nur Belastung sind. Sie wollen Kinder, aber eigentlich wollen sie nicht dadurch belastet sein. Sehr seltsam! Wenn jemand Kinder will, sollte er sich auch die Konsequenzen bewusst sein. Also viel, viel Arbeit! Aber heutzutage werden Kinder bei jeder kleinen Belastung gleich weitergegeben. Da müssen ständig andere Personen einspringen, damit man sich von ihnen "erholen" kann. Ich finde dies sehr bedenklich.
Was meint ihr?
w
 
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  • #2
Geht es ein bisschen konkreter, was Du meinst? Ich gehöre auch zu solchen Menschen, die Kinder "wegorganisieren". Wenn ich arbeite, ist das Kind in der Kita. Und am Wochenende auch mal ein paar Stunden bei der Oma, tatsächlich genieße ich diese wenigen Stunden totale Ruhe. Unter der Woche arbeite ich oder bin mit dem wenigschlafenden Kind beschäftigt. Abends eine halbe Stunde allein auf der Couch ist eher selten.

Ich finde es wichtig, dass mein Kind inzwischen auch andere Bezugspersonen hat. Im ersten Jahr war ich - und nur ich - gefragt und das ist einfach wahnsinnig anstrengend. Und ich bezweifle, dass es für ein Kind so gesund ist, nur auf ein Elternteil fixiert zu sein. Ich bin zumindest sehr froh, dass wir es geschafft haben, dass Vater, Großeltern, Onkel und einige wenige Freunde wichtige Bezugspersonen sind, wo es gern hingeht.
 
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  • #3
Hast du Kinder?
Ich liebe meine Kinder und ich war gerne für sie da. Aber das konnte ich nur, weil ich einmal pro Woche eine Babysitterin hatte, damit ich in meinen Tanzkurs konnte. Mein Mann war beruflich sehr eingespannt, oft auf Geschäftsreisen. Mir war dieser Abend sehr wichtig. Nenn mich eine Rabenmutter, aber das war der Abend, an dem ich auftanken konnte. Ich habe auch TZ gearbeitet, und die Kinder waren ab 1 Jahr fremdbetreut. So wurde ich zu einer liebenden Mutter und nicht zu einer genervten Mutter. Ich musste einfach etwas Anderes haben als Babybrei und Windeln.
Ich stehe dazu und meine Kinder sind sehr gut geraten.

w 61
 
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  • #4
Nein, das ist nicht heutzutage so sondern das war schon immer so, nur war früher die Familie inkl. Tanten, Omas und Cousinen in der Nähe, heutzutage nimmt man sich eben einen Babysitter.
Nur weil man seine Kinder liebt und ihnen das Beste angedeihen lassen will, heißt das nicht, dass man sich als Frau und arbeitende Person völlig aufgibt.
Im Gegenteil Kinder sind vor allem dann glücklich, wenn die Eltern es sind.
Wieso soll man nur weil man Kinder bekommt zu einer anderen Person werden, die keine eigenen Bedürfnisse mehr hat, die keinen Sport mehr machen will, die ihren Beruf aufgibt und die 7 Tage 24h in der Woche für die Kinder da ist?
Früher haben die Frauen in der Regel auch nicht 1 Jahr nach den Kindern wieder gearbeitet oder arbeiten wollen oder müssen. Gut ausgebildete Frauen wollen aber nicht jahrelang pausieren. Und das ist auch gut so.
Es ist völlig o.k., auch mal ohne Kinder etwas zu unternehmen, es ist auch ok, ohne Kinder Urlaub zu machen, es ist o.k. sich neben den Job ein kinderloses Hobby zu nehmen.
Entnervt sind vor allem diejenigen, die immer zuhause sind und sich nur um die Kinder kümmern, denn denen fehlt der Ausgleich.
Kinder fühlen sich zuhause nicht unbedingt wohler als in der Kita. Und zum Beispiel meine Kids lieben ihre Babysitterin.
 
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  • #5
Das finde ich überhaupt nicht bedenklich, im Gegenteil. Das ist ganz normal und richtig.
Die FS scheint falsche Vorstellungen zu haben.
 
  • #6
FS, ich weiß nicht in welchem Umfeld zu dich bewegst, In meinem Bekanntenkreis gibt es solche Eltern nicht.
 
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  • #7
Na ja, "bei jeder kleinen Belastung" habe ich meine beiden Kinder nun nicht weggegeben, aber mir war schon in der ersten Schwangerschaft klar, dass ich nicht "nur" Mutter sein, sondern auch Frau und Partnerin mit eigenen Interessen und Wünschen bleiben möchte.

Jeweils ein knappes Jahr nach den Geburten gingen beide Kinder zur Tagesmutter und ich arbeitete erst 20 Stunden die Woche und steigerte mich dann wieder auf Vollzeit. Ebenso waren die beiden von klein auf daran gewöhnt, dass der Papa, andere Verwandte oder Freunde regelmäßig auf sie aufpassten, wenn ich zum Sport ging, mich mit Freundinnen traf oder wir uns einfach mal Zeit für uns als (Liebes)paar nahmen (u.a. auch "kinderlose" Urlaube). Mit dem Ergebnis, dass unsere Kinder wohlgeraten sind und mein Mann und ich immer noch eine intakte, innige Beziehung führen. Wir mussten uns oft als "Rabeneltern" betiteln lassen, aber wenn ich so im Umfeld sehe, dass wir die einzigen Eltern sind, deren Partnerschaft gehalten hat, haben wir wohl alles richtig gemacht.:) Alle Paare, bei denen sich alles nur noch um die Kinder drehte, sind getrennt.

Leider wird in D Mutterschaft häufig mit Selbstaufgabe gleichgesetzt.

w(47)
 
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  • #8
Es ist eine deutsche Spezialität.

Man vermehrt sich, dann sollen bitte aber alle anderen Verantwortung übernehmen.

w, 40
 
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  • #9
Wir mussten uns oft als "Rabeneltern" betiteln lassen,
Leider wird in D Mutterschaft häufig mit Selbstaufgabe gleichgesetzt.

Ja, dieses komische Denken ist aus den (west)deutschen Köpfen einfach nicht rauszukriegen! Franzosen, Spanier und Skandinavier schütteln immer nur den Kopf darüber. Und ich kenne auch genügend junge Leute, die auch schon wieder so denken- somit wird das wohl hier in Deutschland nie aufhören, echt schlimm.
Wenn wenigstens die Realität hier auch so rosarot wäre, aber das ist sie ja nicht - hohe Scheidungsquote, viele Alleinerziehende, viele verhaltensauffällige Kinder. Wie kann man dann immer noch ernsthaft am Familienbild der Heimatfilme von 1955 festhalten?!
 
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  • #10
Liebe FS,
Kinder zu haben, heißt nicht, sich zu versklaven und keine anderen Interessen zunhaben. In Afrika heißt es um ein Kind aufzuziehen bruacht man ein ganzes Dorf" und das ist richtig. Unsere Kleinfamilien und besonders die kinderfixierten Berufsmuetter können in der heutigen komplexen Welt den Kindern garnicht genig sozialen Erfahrungsraum bieten - dafür müssen andere Leute ran, Kita, Babysitter, Grosseltern....

Frauen haben, auch wenn sie Mutter sind, noch ein anderes Leben, sie sind auch Partnerinnen und brauchen Zeit, ihre Beziehung zu leben. Die meisten geschiedenen Ehen gehen genau daran zugrunde, dass die Frauen nur Mutter sind, nicht mehr Partnerin.
 
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  • #11
Finde ich klasse, es wird eine Frage gestellt und schon melden sich direkt ein paar Frauen mit schlechtem Gewissen zu Wort und begründen auch gerne ihre egoistischen Verhalten.

Zu Gast 1:
Du bist da völlig auf dem Holzweg und vertrittst, weil es ja Deinem persönlichen Interesse dienlich ist, direkt das staatliche Konzept der Kitas.
Lasst die Leute ackern und rackern, bringt sie wirtschaftlich in die Abhängigkeit, stopft sie mit wirtschaftlichen Bedürfnissen voll, sorgt für das Schmackhaftmachen von reichlich ackerndem Nachwuchs, nehmt stärkeren Einfluss in die Familien und schmiert den Leuten noch mit netten Argumenten die Augen zu.

Es gibt sehr wohl klare Aussagen von äußerst erfahrenen und tiefgründigen Fachleuten, die dem Kita-Modell widersprechen und verdeutlichen, dass feste Bezugspersonen bei Kindern unbedingt wichtig sind.

Was soll dieses Supermarkt-Denken? - Heute greife ich mir mal eine Dose Ravioli, morgen habe ich da aber keine Lust drauf. - Und der Mensch soll die Krone der Schöpfung sein?

Auch meine Erfahrung bestätigt dieses Verhalten in Deutschland in gefühlt häufiger Zahl. Offenbar scheint hier über die Generationen hinweg eine familiäre Ausrichtung fast völlig verloren gegangen zu sein, viele sehen nur noch sich selbst, den Spaß, keine Bereitschaft, sich mit Problemen und schon gar nicht mit Kindern auseinander zu setzen. Das ist euer Fleisch und Blut!!!
Hier sind uns viele anderen Nationen um Lichtjahre voraus (oder hinken erfreulicherweise noch hinterher).

Das ist einer der Gründe, warum ich mit einer Ausländerin verheiratet bin. Viele deutsche Frauen sind nicht mehr bindungsfähig und familientauglich. Der kleinste Windhauch wirft sie aus der Bahn, die eigene Verwirklichung steht an erster Stelle, genauso wie dieser extreme Emanzipationsgedanke. Sie zweifeln an sich, an anderen und stehen kaum noch auf sicheren Füßen. Sie stossen viel zu schnell und zu häufig an ihre Grenzen.
 
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  • #12
Ich kenne das nur anders. Kinder, oft nur ein Kind, sind oft die Ausrede dafür, nicht zu arbeiten. Es fehlt das Verantwortungsbewusstsein dem Kind gegenüber, das ein gutes Vorbild braucht und materiell versorgt werden muss und Kontakte zu anderen Kindern braucht. Die arbeitenden Elternn empfinden die Zeit und Versorgung des Kindes auch nicht als "viel viel Arbeit", wer damit schon überfordert ist, sollte besser auf Kinder verzichten und sich eine Katze anschaffen - ach nein, deren Klo muss auch gereinigt werden. Dass Kinder nicht nur Eltern brauchen, sondern auch andere Kinder und andere Erwachsene und sich dadurch besser entwickeln als bei der zuhause rumhängenden Frau Mama ist längst erwiesen. Es gibt nur noch einige Frauen, die die Privilegien nicht gern aufgeben mögen und deshalb noch ein paar dumme Männer davon überzeugen möchten, dass es für das Kind zuhause am besten ist und sich die arbeitslose Mama aufopfert. Das klappt nur nicht mehr so gut wie früher.
 
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  • #13
Gast 10, Du sprichst mir aus der Seele!

Viele Leute würden sich wundern, dass man gut mit einem Lohn auskommen kann, wenn man nicht pausenlos Plunder konsumieren würde. [..] Fazit: Wir hatten am Ende viel Geld übrig und konnten mit einem Gehalt auskommen! [..]Quintessenz: Wir hatten Zeit für die Kinder! Viel Zeit! Eine wunderschöne Zeit, die wir nie mehr missen wollen. Wir hatte uns abgewechselt, Stunden reduziert und konnten ein FAMILIENLEBEN leben.[..] Mir will nicht in den Sinn, dass man für Konsum seine Kinder wegorganisiert und der Beruf immer wichtiger ist als der eigene Fleisch und Blut. Man könnte durchaus kürzer treten, auf Teilzeit umstellen, was auch immer. Wenn man an seinen Kindern keine Freude hat, sollte man besser keine bekommen.
[...]
Jetzt wo die Kinder groß sind, gehe ich wieder arbeiten. [...]
 
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  • #14
Hallo FS,

Bin selber fünffach Mutter u Pädagoge :)
Zzt bin ich in Elternzeit und muss sagen dass das
"Abgeben" der Kinder wichtig ist nicht nur für das soziale
Und deren Entwicklung sondern auch für die Mutter/Vater ;)
Die Dunkelziffer steigt im Bereich Sozialarbeit gewaltig denn
eine Überforderung der Eltern besteht in erster Linie das Kind an sich zu binden
Und das ist falsch. Großeltern,Onkel,Tanten sind wichtig und für den sozialenumgang.
Bekomme erst einmal ein Kind dann wirst du die Frauen hier verstehen ;)
Lg w33
 
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  • #15
Finde ich klasse, es wird eine Frage gestellt und schon melden sich direkt ein paar Frauen mit schlechtem Gewissen zu Wort und begründen auch gerne ihre egoistischen Verhalten.

Finde ich klasse, dass Antworten dir dir nicht passen gleich etwas mit schlechtem Gewissen zu tun haben müssen.
Keine der Frauen, die hier geantwortet hat, hat ein schlechtes Gewissen oder müsste es haben. Warum auch? Es ist völlig normal und gut für Mutter und Kind, wenn diese nicht 24 Std. aufeinanderkleben. Für eine Kind es es meist schlimmer, wenn es eine Übermutter hat als wenn es ab und zu fremdbetreut wird.

Wie hier schon geschrieben wurde: Fremdbetreuung ist kein Neuzeitmodell, seit Jahrtausenden werden Kinder von den Müttern "abgeschoben". Meine Mutter war eines von 10 Kindern auf einem Bauernhof. Die Mutter war meist auf dem Feld oder in der Küche. Die Kinder sind von der Oma,der Tante oder den größeren Geschwistern betreut worden. In den reichen Familien gab es eine Kinderfrau. Der Adel hat die Erziehung der Kinder immer von anderen Menschen erledigen lassen.

Aber DU willst hier Frauen einreden, sie würden sich nicht um ihre Kinder kümmern, weil sie berufstätig sind und das Kind in der Kita ist. Gerade Einzelkinder brauchen aber soziale Kontakte außerhalb der Kernfamilie, woher sollen sie diese bekommen.
Also halt mal den Ball flach und denk erstmal nach.

w 55
 
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  • #16
Finde ich klasse, es wird eine Frage gestellt und schon melden sich direkt ein paar Frauen mit schlechtem Gewissen zu Wort und begründen auch gerne ihre egoistischen Verhalten.

Zu Gast 1:
Du bist da völlig auf dem Holzweg und vertrittst, weil es ja Deinem persönlichen Interesse dienlich ist, direkt das staatliche Konzept der Kitas.
Lasst die Leute ackern und rackern, bringt sie wirtschaftlich in die Abhängigkeit, stopft sie mit wirtschaftlichen Bedürfnissen voll, sorgt für das Schmackhaftmachen von reichlich ackerndem Nachwuchs, nehmt stärkeren Einfluss in die Familien und schmiert den Leuten noch mit netten Argumenten die Augen zu.

Es gibt sehr wohl klare Aussagen von äußerst erfahrenen und tiefgründigen Fachleuten, die dem Kita-Modell widersprechen und verdeutlichen, dass feste Bezugspersonen bei Kindern unbedingt wichtig sind.

Was soll dieses Supermarkt-Denken? - Heute greife ich mir mal eine Dose Ravioli, morgen habe ich da aber keine Lust drauf. - Und der Mensch soll die Krone der Schöpfung sein?

Auch meine Erfahrung bestätigt dieses Verhalten in Deutschland in gefühlt häufiger Zahl. Offenbar scheint hier über die Generationen hinweg eine familiäre Ausrichtung fast völlig verloren gegangen zu sein, viele sehen nur noch sich selbst, den Spaß, keine Bereitschaft, sich mit Problemen und schon gar nicht mit Kindern auseinander zu setzen. Das ist euer Fleisch und Blut!!!

Ach herrje, ist ja süß, was Du in meinen Post so hereininterpretierst. Mal ein paar Fakten zu meiner Person: Eine Beziehung in meinem Leben zu einem Mann. Funktionierende Großfamilie (Großeltern, Onkel). Wir lieben unseren Job und arbeiten deshalb so viel. Wir könnten gut auf ein Gehalt verzichten, weil Konsum uns nicht wichtig ist. So viel zum Vorwurf bindungsgestört und konsumorientiert.

Ich habe ein unglaublich enges Verhältnis zu meinem Kind, daher sagt mir der Rest Deines Postings sehr wenig. Man muss nicht 24/7h um das Kind rotieren, um eine unverbrüchliche Bindung zu haben. Das habe ich im ersten Jahr gehabt, da durfte ich mich keinen Meter vom Kind weg bewegen. Es soll nicht überheblich klingen, aber ich glaube, kein Mann und auch viele Frauen können sich nicht vorstellen, wie das ist - über viele, viele Monate nicht die Wohnung für 5 min verlassen zu können, ohne zu wissen, dass das Kind erst wieder aufhört zu schreien, wenn man zur Tür hineinkommt. Aber es war unser gemeinsamer Start und sicher auch die Grundlage dafür, dass wir eine extreme enge und stabile Verbindung haben. Mein Kind weiß, dass ich immer da bin, wenn es ihm schlecht geht und es mich braucht. Ich habe ganz sicher mehr durchwachte Nächte am Bett meines Kindes verbracht, als viele, viele andere, auch VZ-Mütter.
 
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  • #17
Hallo FS,

nein. Kinder sind nicht nur da, um sich davon Auszeit zu nehmen. Aber Auszeiten sind notwendig, für die Mutter allein und auch für beide Eltern, damit sie einmal wieder Paar sein können und nicht nur Muddi und Vaddi. Die Paarebene ist wichtig für die Beziehung. Schon mal versucht, Liebe zu machen, wenn ein, nur ein quicklebendiges Kind immer wieder ins Zimmer springt?

Heute werden Frauen geschmäht, die sich für Familienarbeit entschieden haben und nicht außer Haus berufstätig sind. Man bezeichnet sie als faul und bequem. Sie wollen angeblich nur auf dem Rücken des Mannes ausruhen.

Teilzeitarbeit ist auch nicht recht, da könnte man doch noch mehr machen.
Die Volllzeit arbeitende Mutter oder gar Karrierefrau ist - eine Rabenmutter.

Frauen können es anscheinend heute niemandem mehr recht machen.
Es besteht geradezu eine Pflicht, trotz Kind ganz schnell wieder arbeiten zu gehen.
Manchmal ist es schlicht finanziell auch notwendig.
Ist das Kind etwa keine Arbeit?

In einem anderen Forum verkündete eine Frau die Geburt ihres gerade 4 Tage alten Babys. Ein Kommentar dazu lautete: "Glückwunsch. Und? Wann gehst Du wieder arbeiten?"


Da läuft gerade übrigens hier im EP-Forum ein interessanter, hier zum Thema passender Nebenstrang.
"Hausfrauen: Warum bleiben Männer bei solchen Frauen" lautet der anklagende Titel, gefolgt von einem sehr abfälligen Text über - "Hausmuddis und deren bißchen Arbeit", also Frauen, die sich mit ihrem Mann für das alte Familienmodell entschieden haben, dabei immer ganz dick und schlampig werden und verblöden, etcetera blabla. (Ich hoffe, die Mod. gestattet diesen Hinweis).

Jede Frau ist gut beraten, zumindest per Teilzeit einen Fuß im Berufleben zu behalten. Und da hat
dann das Kind eine Auszeit in der Kita, bei Oma. Außerdem hat sie eigenen Verdienst und nicht nur die lieben Kleinen den ganzen Tag um die Nase. Sie kann auch mal ein Erwachsenengespräch führen. Wie sagte eine Freundin: "Manchmal dachte ich, ich verblöde und spreche nur noch Glllluu-Gllu-Blu, Gick. Und von der anderen Seite schreit es Mamaaaaaaaaaa, im Alarmsirenenton, weil ich nicht gleich mit dem Apfel herbeispringe. Geschlafen habe ich auch nur wieder 4 Stunden mit Unterbrechungen."

Daher sind Auszeiten nötig. Für Mütter, berufstätig oder nicht, und für Paare.

W50plus, kinderlos
 
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  • #18
Bei deutschen Frauen: ja. Sich schön aus der bösen kalten Welt da draussen zu entfernen mit der Begründung Kinder erziehen zu wollen. Was die meisten aber nicht hinbekommen. Und so langweilen sich deutsche Hausfrauen zu hause, tratschen mit denen ihrer Art über Windeln, Kinderkac...., Breie, chinesisch Kurse in der Kita usw.
Diese Muttertiere sind einfach nur ekelhaft.
m, 38
 
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  • #19
[Mod]

Wir haben uns übrigens die Erziehung geteilt, haben beide gute Berufe, sind Kompromisse in unserem Leben eingegangen und haben in den anfänglichen Jahren auf viele Dinge verzichtet - nicht aber auf unsere Kinder. Keine Kitas, keine Großeltern, keine Freunde..., auf die wir ständig zurückgriffen. [Mod]
Und wir blicken schon auf mehr als nur 5-6 Jährchen zurück und haben ein gutes Familienklima. Man muss eben Prioritäten im Leben setzen - welche, das entscheidet jeder für sich.

Man sollte aber auch dann dazu stehen und nicht ständig das Bestreben haben, sich vor anderen zu rechtfertigen, rum zu jammern oder schnell auf Angriff zu schalten. Ich bin überzeugt, dass die Familien, die einen gedeihlichen Weg für sich gefunden haben, auch damit klar kommen.

[Mod]
 
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  • #20
Ich bin gaga geworden in der Zeit nur mit Kind zu Hause und habe mir schnell ein verantwortungsvolles ehrenamtliches Engagement gesucht.

Eine Frau braucht auch etwas zu denken, zu planen und nicht nur die Abwägung über verschiedene Putzmittelmarken! So bald es ging, habe ich dann wieder gearbeitet, konnte mir aber glücklicher Weise den Luxus leisten flexibel zu sein und einem Kind auch einmal eine Auszeit zu gönnen von der Kita, wenn es kränkelte.

Aber ansonsten tut es Kindern sehr gut, wenn die Mutter eigenes Programm hat und die Kinder nicht die Achse sind, im die die Welt sich dreht. Natürlich sind sie wichtig, in Notfällen kümmert man sich sofort, aber ansonsten ist es wichtig für sie auch einmal auf die Eltern und deren Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen.

Meinen Kindern haben die Jahre in der Kita in keiner Weise geschadet, sie haben regelmäßig Krawall gemacht beim Abholen und erzählen heute noch begeistert von den Matsch-Schlachten und sonstigen Erlebnissen. Sie waren sozial immer äußerst kompetent, was man von den verhätschelten Mutti-Kindern nun wirklich nicht immer sagen kann.

Die ach so moderne Manie "Das Kind ist 8 Monate und beide Eltern müssen Vollzeit arbeiten" halte ich im Gegenzug auch für schwachsinnig. Man sollte da flexibel sein, großartig, wenn beide Elternteile ihre Arbeitszeit reduzieren können. Dieser Druck ist sicher kontraproduktiv!
 
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  • #21
<mod>

Frauen tauschen sich aus, wenn sie Kleinkinder haben - ja!
Es gibt nervige Mütter - ja.
Aber die meisten sind nicht halb so debil, wie es hier dargestellt wird.
Abgesehen davon ist Haushalt plus Kinder durchaus auch ein Fulltimejob.Allerdings ist man nur körperlich überfordert, nervlich überfordert, geistig hingegen weit unterfordert, was dazu führt, dass manche Frauen und Mütter eben nicht dazu übergehen, wieder zu arbeiten, sondern sämtliche sinnbefreite Kurse für sich und die lieben Kleinen zu belegen um Mutter und Kind maximal zu fördern.
Und da ja Mütter und Kinder unter sich sind, muss man sich auch nicht mehr aufstylen, nicht mehr richtig auf die Figur achten und zieht praktische Klamotten an!
Also meins ist das ja nicht!

Finde aber, dass Männer den Job erst mal einige Wochen alleine machen sollten, bevor sie sich hier auslassen. An Land stehen ja immer die schlausten Kapitäne :)

w,40, berufstätig als Ärztin mit 2 Kindern
 
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  • #22
was mich oft stört, wenn es um Kinder geht, ist, daß die Frauen/Mütter angesprochen sind und nicht auch die Männer/Väter.
Als Frau gehe ich gerne arbeiten, wenn der Mann mir in der Kinderbetreuung hilft, ich beschäftige mich auch sehr gerne und ausgiebig mit meinen Kindern, wenn mein Partner mir im Haushalt zur Hand geht. Verständlicherweise ist eine Person, die viele verschiedene Aufgaben selbständig zu bewältigen hat, leicht überfordert und Lösungsmodelle werden dann kritisiert,weil die Not nicht erkannt wird.
Leider gibt es die geschlechtsspezifische Rollenteilung -eine Frau kocht Kinderbrei, der Mann geht arbeiten- noch immer.
 
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  • #23
Stimmt es gibt solche Eltern, die permanent Entlastung brauchen und es so viel schwerer haben. Die beim Essen genervt auffordern, jemand solle sich doch bitte einmal um die Kinder kümmern, wohlbemerkt ausschließlich ihre. Meine Schwägerin und ihr Mann gehören dazu. Dabei haben sie 24 h Betreuung von Oma. Die waren sogar der Meinung , ich solle mich um ihre Kinder kümmern als ich 4 Wochen nach der Geburt meines Kindes, zu Besuch bei Schwiegereltern war, weil sie haben ja 2, 4 und 6 Jahre alt und die sind ja soooooo anstrengend, viel anstrengender als ein Säugling.
Mir ist der Geduldsfaden sowas von gerissen.

Ich frage mich wirklich wie egozentrisch manche Menschen sind.
 
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  • #24
Nur mal so gegen Pauschalisierung für Toleranz:,

Bin ein verhätscheltes Muttikind . Bin selbständig auch äußerst früh und verdiene mit meiner ja angeblich nicht möglichen Sozialkompetenz, bin ja Muttikind, meine Brötchen und zwar ziemlich viele. Hab ich alles von meiner unfähigen Hausfrauenmami gelernt.

Also in diesem Sinne jede Berufstätige , die derartige Pauschalisierungen reproduziert und sich so doch abfällig über Frauen äußert, sollte das daran denken bevor sie sich das nächste Mal echauffiert über die Rabenmuttischelte, die ja pauschal verurteilt....

....ist dann nämlich wohl eher das Problem mit der eigenen Entscheidung. Man sollte grundsätzlich keine eigenen Probleme auf andere Menschengruppen abwälzen, so entstehen u.a. auch Sämtliche -Ismen.
Also keine Toleranz reklamieren, die man nicht bereit ist zu geben.

Verhätscheltes sozial kompetentes unabhängiges Muttikind,

W32
 
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  • #25
Hallo FS, hast du vielleicht selbst Kinder und hättest gern mal eine Auszeit? Kannst das aber aus zeitlichen, finanziellen, moralischen oder sonstigen Gründen nicht? Oder bist du neidisch, weil du immer funktionieren musst? Aber das ist dir gar nicht bewusst und du verurteilst andere, die sich ihre Freiheiten nehmen. Lass die Leute doch einfach leben und kümmere dich um dich!
(m)
 
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  • #26
Kinder sind ja auch unterschiedlich. Meine Tochter ging sehr gerne in die Kita und zu anderen Kinder zum Spielen. Mein Sohn dagegen überhaupt nicht. Der lässt sich auch nicht fremdbetreuen. Also muss man sich als Mutter den Bedürfnissen des jeweiligen Kindes annehmen, damit es gut für das Kind ist.
Beide haben die gleiche Mutter, beide reagieren unterschiedlich, ob es Einem passt oder nicht.
Im Endeffekt will jeder es doch nur gut machen, also so kenne ich nur Mütter und Väter.
Und dann richtet man als Erwachsener halt sein Lebenskonzept danach aus, manchmal scheitert es und manchmal klappt es. Frustiert ist man deswegen doch nicht, sondern verändert sich halt in der Einstellung.
Das eine Kind geht von alleine froh in die Welt und das andere liebt man halt sanft weg, damit es nicht zum Stubenhocker oder Rockzipfelanhänger mutiert auf Dauer. Das wäre nämlich nicht gut!
Kinder brauchen Kinder, wie wir Erwachsenen auch Erwachsene brauchen!
 
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