• #31
Für mich liegt der Punkt in der Transparenz: wer nach außen hin Monogamie lebt, auch dem Partner gegenüber dieses so darstellt, evtl. auch Treue von diesem verlangt-sprich die Basis der Beziehung ist Monogamie-und hintenrum und für sich etwas anderes lebt.
Wer offen zum Ausdruck bringt, dass er/sie Seitensprünge oder Affären ausserhalb der Beziehung möchte, lässt dem anderem die Möglichkeit, mitzuentscheiden, ob er/sie dieses Modell so mitleben möchte.
 
  • #32
Mein Exman, ein Frauenversteher vor dem Herrn,hat seine angebliche Monogamie, mit einem Heiligenschein auch nach außen getragen und immer wieder betont, wie wichtig ihm das ist.
Gerade die eifrigen Mitglieder der christlichen Kirchen, die den Heiligenschein vor sich hertragen und am lautesten von Moral reden, sind mir mittlerweile am meisten suspekt und wenn man hinter die Kulisse schaut, ist es oft eher zum Erbrechen. Aus meiner Sicht sollte jeder seine moralische Sichtweise zum Thema mit sich selbst ausmachen, mit Partner/Partnerin klären und sich um die Lebensweise anderer Leute einfach nicht kümmern. Es käme ja keiner zu Schaden, wenn man in unserer Gesellschaft ehrlich äußern dürfte, nicht monogam leben zu wollen, ohne dass die Moralapostel über einen herfallen.

Aber ich sehe mich nicht mehr als sexuellen Besitz meines Partners.
Das ist sowieso die logische und vernünftige Konsequenz aus dem "mein Bauch gehört mir" der Emanzipation. Meine Sexualität gehört auch mir. Wenn ich entscheide, (seriell) monogam zu leben, dann ist das meine freiwillige Entscheidung. Und wie bei jeder Entscheidung im Leben behalte ich mir vor, die zu überdenken und zu ändern. Natürlich nicht heimlich meiner Partnerin gegenüber. Aber den Rest der Welt geht das genau gar nichts an.
 
  • #33
Wer offen zum Ausdruck bringt, dass er/sie Seitensprünge oder Affären ausserhalb der Beziehung möchte, lässt dem anderem die Möglichkeit, mitzuentscheiden, ob er/sie dieses Modell so mitleben möchte.
Volle Zustimmung. Der Haken an der Sache ist allerdings nach meiner Einschätzung, dass es mehr Männer als Frauen gibt die prinzipiell zur Polygamie oder Polyamorie neigen und dass diese Männer ihren Bedarf nur durch Verschweigen und Täuschen decken können.

Ich hoffe sehr, @Valmont, dass Du nicht mit jeder Kandidatin auch das Bett geteilt hast. Vielleicht kannst Du Dir nicht vorstellen, wie Du die Frauen damit verletzt hast.
aus https://www.elitepartner.de/forum/f...ch-meine-zielgruppe.79271/page-6#post-1107484, ich denke dies gilt für die meisten Frauen wenn ihr Geliebter vergessen hat ihnen von Anfang an reinen Wein einzuschenken.

lebe in einer LAT. Aber ich sehe mich nicht mehr als sexuellen Besitz meines Partners.

Männer wie @Ejscheff, die Monogamie mit einer Vehemenz verteidigen und jede andere Einstellung abfällig bewerten, sind mir mit meiner Erfahrung total suspekt.
Eine LAT erleichtert definitiv polygames oder polyamores Verhalten. Da gibt es mit sorgsamer Planung weniger Irritationen.

Um sexuelles Eigentum geht es nicht. Über die Vorteile von monogamen Sex aus meiner Sicht habe ich mich genug ausgelassen. Z.B. die Swinger Szene hat da sicher eine andere Sicht.

Vielleicht ist es kleinlich wie folgend auf das Misstrauen von @Maria68 zu reagieren aus https://www.elitepartner.de/forum/f...m-narzissten-wie-vorgehen.78741/#post-1097529

Narzissmus ist keine Krankheit, sondern eine Charaktereigenschaft und noch nicht mal die schlechteste. Das sind in meinen Augen Männer/Kerle die wissen was Sie wollen und mich nicht psychologisieren.
Das ist mir suspekt. Diese positive und falsche Sicht auf Narzissten. Das Thema Narzissmus passt auch bedingt zu diesem Thread, denn Narzissten und andere Cluster B gestörte sind in der Regel polygam, unehrlich, absolut beziehungsunfähug und mit Techniken wie Love Bombing überdurchschnittlich erfolgreich beim Aufreissen neuer "Partner"

„Lieber einen ehrlichen Teufel, als einen scheinheiligen Engel“, dass beschreibt Narzissten überhaupt nicht. Den Satz auf Teufel kürzen, die Beschreibung passt. Dies bedeutet aber nicht, dass man mit ihnen nicht beruflich kooperieren kann. Trotzdem man befindet sich dann ggf. auf Glatteis.
 
  • #34
Es käme ja keiner zu Schaden, wenn man in unserer Gesellschaft ehrlich äußern dürfte, nicht monogam leben zu wollen, ohne dass die Moralapostel über einen herfallen.
Zumindest in der Großstadt und wenn du nicht gerade im konservativsten Milieu lebst, kannst du das doch. Wo hat denn die Kirche noch so einen Einfluss, wenn man nicht gerade auf einem bayerischen Dorf lebt oder im Raum Stuttgart, wo es ja vor Bigotterie nur so sprühen muss?
 
  • #36
Polyamor sind Leute, die sich einbilden viele Menschen auf geistiger Ebene zu lieben.
Ich finde es etwas schade dass das Thema nur auf Sexualität und sexuelle Wünsche etc. reduziert wird. Polyamor bedeutet ja nicht, dass man fremdgehen muss, sondern dass eine Person ähnliche emotionale Bindungen wie zum eigenen Partner auch zu anderen Menschen aufbauen kann oder Liebesgefühle für mehrere Menschen empfinden kann. Das kann eine sexuelle Ebene haben, muss es aber nicht. Mir ging es schon immer so, dass ich mich auch in mehrere Personen gleichzeitig verlieben konnte, aber damit war halt nicht unbedingt sexuelles Interesse verbunden.

Vielleicht kommt es gar nicht so selten vor, dass Menschen sich auch in einer Beziehung, obwohl diese gut läuft, in andere vergucken können und sich das dann nur eben verkneifen. Ich finde auch nicht, dass es darum geht, jede Gelegenheit zu nutzen. Einem Menschen wirklich Vertrauen entgegenzubringen – sei es nun in einer Beziehung oder in einer tiefen Freundschaft – ist keine einfache Sache, sondern ist etwas Kostbares, Seltenes. Das hat gar nichts mit der Jagd nach Frischfleisch zu tun, wie hier jemand schrieb, sondern damit, dass man auch in anderen Menschen, außerhalb der Partnerschaft, Facetten entdeckt, die man liebgewinnt und die einen bereichern, die letztlich zu einer ergänzenden, durchaus auch platonischen Liebe führen können.

Wenn beispielsweise ein wirklich guter Freund im Leben einen ähnlichen Stellenwert hat wie der Partner, ist das dann nicht auch polyamor, wenn man hier von nicht-sexueller Lebe sprechen kann? Sind denn Liebesgefühle nur exklusiv für einen Menschen?
 
  • #37
Viele Männer haben Phantasien/ ein Kopfkino, dass sie gerne mit einer fremden Frau schlafen möchten. Auch Frauen haben dies. Wenn auch durch andere Dinge verstärkt.

Dies UMZUSETZEN steht aber auf einem völlig anderen Blatt. Nur ein kleiner Teil setzt Polygamie (die meintest Du wohl, statt fälschlicherweise polyamor von Dir geschrieben) wirklich um und falls doch mal, ist derjenige meist in kürzester Zeit überfordert mit der Situation oder enttäuscht, dass alles doch nicht so schön ist, wie erträumt.

Apropos "Fremdgehen": bei einer seriösen Untersuchung deutschlandweit (statistisches Amt/ Erforschung Beziehungs- und Sexualverhalten) zeigte sich:

38 % der Männer gaben an, schon mindestens 1 Mal in ihrem Leben (in Ihrem GESAMTEN Leben!) fremdgegangen zu sein. Das heißt: 62 % (!!!!) sind NOCH NIE in ihrem Leben auch nur 1 Mal fremdgegangen!

Hingegen: 42 % der Frauen gaben an, schon mal fremdgegangen zu sein. Die Differenz (38 % Männer und 42 % Frauen kommt daher, dass es einige Männer gibt, die sich gleich mehrere Frauen gleichzeitig gönnen... : - ))!
 
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  • #38
Naja als Mann ist man schon ein stückweit Sklave seiner Triebe. Mann reagiert schnell und automatisch auf Äußerlichkeiten aber Mann lernt ja auch damit zu leben und wird dadurch nicht automatisch polyamorös. Ab 25 gehts auch bergab mit dem Sexualtrieb und ich denke mit spätestens 40 wird er normal bis gar nicht mehr vorhanden. Wenn man dann Frauen nicht braucht, um sein Ego zu bestätigen, ist Mann dann auch raus aus dem Thema Fortpflanzung.

Wichtiger ist es jemanden zu finden, mit der Mann es auch aushält, alles andere ist nur von kurzzeitiger Dauer.
 
  • #39
Naja, seien wir mal ehrlich: Männer die polyamor sind, aber monogam leben tun das nur, weil sie mangels Interessentinnen keine Chance haben ihre Polyamoritaet auszuleben.

Sie sind so lange treu, bis sie eine fürs Fremdgehen bereite Frau treffen - kein Thema des Wollens sondern der Chancenlosigkeit mangels Attraktivität. Natürlich wird die Partnerin belogen, weil sie sonst weg ist.

Frau muss halt frühzeitig erkennen lernen woran sie ist, bzw. lange emotional unabhängig bleiben, wenn sie keinen Schaden erleiden will.
 
  • #40
Naja, seien wir mal ehrlich: Männer die polyamor sind, aber monogam leben tun das nur, weil sie mangels Interessentinnen keine Chance haben ihre Polyamoritaet auszuleben.

Sie sind so lange treu, bis sie eine fürs Fremdgehen bereite Frau treffen - kein Thema des Wollens sondern der Chancenlosigkeit mangels Attraktivität. Natürlich wird die Partnerin belogen, weil sie sonst weg ist.

Frau muss halt frühzeitig erkennen lernen woran sie ist, bzw. lange emotional unabhängig bleiben, wenn sie keinen Schaden erleiden will.
Ich würde dies nicht verallgemeinern. Persönliche Werte, moralische Vorstellungen und Loyalität können auch einem polygamen oder polyamoren Lebensstil im Weg stehen.

Es gilt ja auch nicht für jede Frau, dass sie als Teil einer polygamen oder polyamoren Verbindung ein Opfer oder ein Satellit eines zentralen Mannes ist. Es gibt ja auch Frauen die selbst das polygame/polyamore Zentrum sind.

Polygame Menschen die Verschweigen/Lügen bei dem Rekrutieren von Partnern einsetzen zeichnen sich durch Skrupellosigkeit und diesbezüglich fehlender Fairness aus. In der Regel sind sie in allen und nicht nur im sexuellen oder Beziehungsbereich manipulative Menschen.

Ihre Opfer sind nicht selten selbst nicht beziehungsfähig und lassen sich genau aus diesem Grund überhaupt auf eine Beziehung ein. Diese Opfer fühlen (unterbewusst), dass ihnen mit so einem Kandidaten überhaupt keine echte Partnerschaft droht und wählen ihn genau deswegen für einen Partnerschaftsversuch. Einige erkennen dies sogar und bleiben trotzdem bei ihrem Programm, weil sie es nicht schaffen (auch mit proff. Hilfe) sich selbst umzuprogrammieren.
 
  • #41
Dass das Bedürfnis nach wechselnden Geschlechtspartnern bei allen Geschlechtern (w,m,d) biologisch verankert ist, dürfte jedem klar sein. Allerdings ist die Frequenz der Phasen (Serien) bei Menschen unterschiedlich. Dem einen reichen 2 Serien (also 2 Sexualpartner im Leben), andere mögen eine höhe Frequenz. Wirklich monogam (ein Sexualpartner ein ganzes Leben lang) lebt doch niemand,..mal abgesehen von Menschen mit eingeschränken Möglichkeiten der Partnerfindung.

Dazu kommt noch, dass Menschen mit ihrem "biologischen Programm" unterschiedlich umgehen. Manche Menschen gründen eine Partnerschaft auf sexuelle Exklusivität - für die es also nicht akzeptierbar ist, wenn sie selbst andere Menschen sexuell interessant finden oder ihr Partner sich sexuell für andere Menschen interessiert - ob das aus moralischen Gründen geschieht, Ressourcenverteidigung ist oder einfach dem Wunsch nach absoluter Bestätigung (also ein Selbstwertding ist) entspringt, ist im Ergebnis egal und muss nicht bewertet werden.
Dann gibt es andere Menschen, für die sexuelle Exklisivität keine Grundlage einer Beziehung ist. Die es einfach ok finden, einen Menschen zu leben und trotzdem mit anderen Sex zu haben,die Menschen, die Sex und Liebe trennen. Natürlich gibt es noch sämtliche Misch-und Zwischenformen, wo z.B. einer sich selbst unterschiedliche Sexualpartner wünscht, aber bei seinem Partner das nicht akzeptieren könnte, usw.

Was sich sagen will: die Welt ist bunt, Menschen sind individuell. Und auch wenn in uns als Menschen in allen die gleichen biologischen Prinzipien verankert sind, gibt es doch Unterschiede in der Ausprägung und im Umgang damit. Dazu kann sich auch noch bei jedem einzelnen Menschen die Einstellung zu sexueller Exklusivität in Beziehungen je nach Lebensphase ändern.

Es hilft also nicht zu fragen wie Männer so sind, liebe FS. Dir bleibt einzig und allein bei jedem Mann, der Dir für eine Beziehung interessant erscheint, seine momentane Einstellung in dieser Sache zu checken, mit Deiner abzugleichen, zu hoffen, dass es so bleibt, wenn es passt , bzw., dass wenn sich was ändert, Ihr Euch in die gleiche Richtung und im gleichen Tempo entwickelt.
Nicht einfach? Stimmt, daran scheitern viele.
 
  • #42
Ich vermute, dass dies genauso ist. Ich vermute, dass zumindest in der Phase der Familiengründung und Kindererziehung polyamorität praktisch unmöglich ist.
Das wurde ja in den 68er-Kommunen versucht, und die dort lebenden Kindern sind als Erwachsene häufig traumatisiert, zumindest habe ich das aus Dokus zu dem Thema herausgelesen.

Aus Büchern zur Evolution habe ich die Info, dass die Jäger und Sammler früher in Horden von 30-40 Individuen zusammenlebten, und dann die Kinder nicht unbedingt monogame Eltern hatten, aber eben einen festen Familienverband aus diesen 30-40 Personen. Das ist ja auch eine Art von Stabilität (Stichwort: Kinder werden von einem.ganzen Dorf erzogen), die so in der heutigen Gesellschaft nicht möglich ist, es hat sich auf die Kernfamilie reduziert: Mutter und/oder Vater und Kind, optional Großeltern und/oder Freunde / Patchworkpartner und deren Kinder - sprich, der Wunsch nach Stabilität ist in uns verwurzelt, aber durch die heutige Lebensweise kaum umsetzbar. Dass sich viele dann gegen Kinder und für Abenteuer entscheiden, ist daher verständlich, ich würde das im Gegensatz zu @Tom26 auch nicht mit Moral und Ängsten verknüpfen, sondern wie @Ejscheff als rationales Verhalten zum Erreichen eines bestimmten Ziels (Kinderaufzucht) erachten. Jeder muss schauen, wo er bleibt.
Polyamorität ist im Kinderkontext ein destabilisierender Faktor, denn echte Polyamorie (nicht: Polygamie) fordert extrem viel Kommunikationsarbeit, die man mit Kindern einfach zeitlich und energetisch nicht leisten kann, da die Kinder schon genug elterlicher Kommunikation, Zeit und Arbeit benötigen.
w35
 
  • #43
Hallo FS,

also ich bin weder polyamor noch polygam und auch nicht wirklich monogam.
Wenn ich in einer festen Beziehung bin, bin ich treu bis auf ab und zu mal einen Seitensprung.
Dabei gilt die Gibraltar-Regel (Jenseits von Gibraltar ist jeder Mann ein Junggeselle - Admiral Horatio Nelson).
Hallo godot
Mich würde dazu etwas interessieren: wenn Deine Freundin eine offene Beziehung vorschlagen würde, würdest Du drauf eingehen? Und wenn ja, wärst Du dann
- froh, dass Du nichts mehr verheimlichen musst
- nicht sehr angetan, dass sie mit anderen was hat?
Würde mich sehr interessieren.
 
  • #44
Hallo Ariadnaya,
ich wäre froh eine Frau gefunden zu haben, die nicht an das Mantra der allein glückseligen Monogamie glaubt.
Allerdings würde ich die Beziehung nicht 'offen' nennen. Ich bin auch kein Freund von labeln. Ich nenne es Beziehung mit Seitensprung.
Ich war jahrelang mit einer Frau zusammen die regelmäßig nach Südamerika flog und dort ein Techtelmechtel hatte. Das hat mich nie gestört. Sie war ja sowieso weg.
 
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