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Gast

  • #1

Sind NoGos wirklich so verkehrt?

Ist es wirklich so falsch, bestimmte Menschen gleich auszuschließen? Wenn absehbar ist, dass diese apunkte für Probleme sorgen werden?
Ist es nicht sinnvoll, dass der Nichtraucher die Raucherin ausschließt?
Oder dass man Partner mit Kind ausschließt? Gerade damit dann später nicht das Argument kommt "aber du hast doch von dem Kind gewusst"? Ist es dann nicht ehrlicher so eine Beziehung gleich abzuwürgen statt sich dann nach ein paar Monaten tränenreich zu trennenn nach der Erkenntnis, dass bestimmte Dinge im Alltag nicht harmonieren?
Ich schließe z.B. Raucher, Väter und Motorradfahrer aus. Ist das nicht besser als ihm das Rauchen abgewöhen zu wollen, an Kinderwochenenden unterzutauchen und am Motorrad rumzumäkeln?
 
  • #2
Ist es dann nicht ehrlicher so eine Beziehung gleich abzuwürgen statt sich dann nach ein paar Monaten tränenreich zu trennenn nach der Erkenntnis, dass bestimmte Dinge im Alltag nicht harmonieren?
Doch, Umerziehungsversuche sind noch unerfreulicher für alle. Es geht nur Annehmen in gegenseitigem Respekt, oder Ablehnen.
Wenn Du trotzdem einen Partner findest, ist alles perfekt, wenn nicht, müsstest Du an Deiner Toleranz arbeiten. Ummodeln lassen sich Erwachsene selten. Und nie stressfrei.
 
  • #3
Nein, ist es nicht.

Wenn wir ehrlich sind hat jeder so seine NoGos. Diese zu Ignorieren heisst ja auch seine Bedürfnisse, sein eigenes Ich zu ignorieren. Keine Gute Basis für eine Beziehung.

Verkehrt sind dabei zwei Dinge:
- Ellenlange NoGo-Listen die sich gerne auch widersprechen (muss athleisch sein aber bitteschön nicht viel Sport machen, einfühlsam und aufmerksam beim Sex aber um Gottes willen gefakte Orgasmen nicht erkennen dürfen), Listen die unveränderbare Kleinigkeiten aufblasen.
- Und sich dann beschweren dass die wenigen die diese NoGo alle nicht haben sich nicht für einen Interessieren.

Und der Bringer schlechthin: NoGos an den anderen die man selbst hat, der Raucher der NR will, der Adipöse der nur schlank akzeptiert etc.

Wenn Deine Liste nicht über die drei erwähnten rausgeht sollte das doch kein Problem sein.
 
  • #4
NoGos sind definitiv sinnvoll. Was Unsinn ist, ist die inflationäre Verwendung und Etepetete-NoGos.

Es gibt Eigenschaften, die man individuell einfach ausschließen muss, da es keine Kompromisse gibt (z.B. halbe Kinder oder halbe Katzenallergie).
Dumm finde ich optische NoGos wie Brille oder 1.80m Körpergröße (bin selbst deutlich drüber). Wer sich solche auf den Zettel schreibt, ist selbst Schuld wenn er/sie nichts findet.

Bin mir nicht sicher, wo ich dein Motorrad-NoGo einsortieren würde. Wahrscheinlich doch eher bei diskutabel. "Der Motorradfahrer" ist überhaupt kein einheitliches Bild, wie oder warum sollte ich die alle aburteilen? Ich fahre selbst nicht und finde es gefährlich, aber schließe keine Frau aus, die fährt. Um was geht es dir denn bei Motorradfahrern?
 
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Gast

  • #5
Danke für diesen Beitrag! Warum die Neugier einen neuen Menschen kennenzulernen vom NoGo-Listenschreiben abgelöst wurde, hat sich mir noch nie erschlossen.

Klar, auch ich komme nicht mit jedem und allem zurecht. Manchmal passt es einfach charakterlich oder optisch überhaupt nicht.

Aber Deine "No-Gos" sind doch recht weich:
- Gibt es nicht viele Raucher, die sowieso aufhören wollen? Oder nur mit einem alten Freund an der Stammtheke mal eine Kippe rauchen und es sofort sein lassen, wenn Du ihnen auf die Finger haust...
- bis vor kurzem dachte ich auch, eine Frau mit Kind käme für mich als Partnerin nicht in Frage - bis eben die EINE kam...
- nun Motorradfahrer gibt es solche und solche... diese Krawallburschen, die endlich mal die Sau rauslassen wollen, oder eben Leute die ganz normal damit von A nach B fahren und es seltsam finden, wozu man zur Beförderung eines Menschen ein 2,5 Tonnen SUV braucht...

m38
 
  • #6
Hallo FS,

ich stimme Deiner Sichtweise vollkommen zu. Auch ich sortiere Männe,r die rauchen oder bereits Kinder haben, von vorneherein aus. Diese Entscheidung habe ich für mich getroffen, nachdem ich mich mehrmals mit einem Raucher getroffen hatte.

Die Küsse waren geschmacklich widerlich (wie ein Aschenbecher trotz Pferfferminz) und die Ausflüge wurden immer wieder für Zigaretten unterbrochen. Für mich als Nichtraucherin ein absolutes No-Go.

Auch mit Vätern kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Ich möchte selbst eine eigene Familie und nicht die Kinder anderer Leute erziehen müssen, um mir dann letztendlich anhören zu müssen, "du hast mir gar nichts zu sagen, Du bist nicht meine Mutter!".

Die Entscheidungen über No-Gos muss jeder für sich selbst treffen. Dabei gibt es keine falschen Einstellungen, sondern jeder hat seine Vorlieben. Vermutlich werden nun wieder viele Stimmen rufen, dass diese Einstellung oberflächlich ist. Schließlich könnte ein Raucher oder Vater die große Liebe sein. Theoretisch gesehen ja. Aber ich kann für mich aus Erfahrung sagen, eher nein. Dafür würde mich am Gegenüber einfach zu viel stören. Und das Gute ist ja, jeder hat seine eigenen Vorlieben. Der eine mag Raucher, der andere nicht.

No-Gos sind für mich daher wichtig, um bereits im Vorfeld eine Vorauswahl treffen zu können. In meinen Absagen nenne ich dann auch immer den Grund für die Absage. Man möchte nicht glauben, wieviele langjährigen Raucher plötzlich schwören, mit dem Rauchen aufzuhören.....
 
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  • #7
Generell hat jeder seine NoGos, aber man sollte sich hinterfragen, ob jedes NoGo wirklich sinnvoll ist. Wenn jemand schreibt, dass jemand mit Brille oder weil sie nicht blond ist, nicht in Frage kommt, dann sind das keine NoGos. Trennt ihr euch von eurem Partner, weil er auf einmal eine Brille benötigt ? Ich kenne einige, die haben mit dem Rauchen aufgehört. Für den neuen Partner haben die das gern gemacht, da bedurfte es keiner Umerziehung.
 
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  • #8
No-Gos sind sehr praktisch und sinnvoll, denn die eigene Zeit ist nur begrenzt, und es wäre dumm sich mit aussichtlosen Kontakten zu beschäftigen, wo die Probleme und das Scheitern vorhersehbar ist.

Ich z.B. will nicht keine Raucherinnen, keine Mütter, keine Übergewichtige, keine chronisch Kranke, und keine Frau über 35 als Partnerin, dumm, H4, oder überschuldet geht ebenfalls nicht. Jede Frau die sich durch meine Kriterien ausgeschlossen fühlt, kann mich gerne selbst ausschliessen und einen Mann wie mich für sich zum persönlichen No-Go erklären, dann beruht die Ablehnung auf Gegenseitigkeit, und alles ist gut.

m42
 
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  • #9
NoGo s sind sinnvoll, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende
 
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  • #10
Ich finde das keineswegs verkehrt, sondern sehr gut und konsequent! Es hilft mir auch bestimmte Situationen und vermeintliche Konkurrenten besser einzuschätzen. Wenn sich bspw. mein OdB mit einem "guten Freund" trifft und ich sehe der Mann ist Raucher, dann brauche ich nicht eifersüchtig werden, wenn ich weiß, dass mein OdB grundsätzlich keine Raucher als Partner nehmen würde.

m.
 
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  • #11
Liebe Fs,
Für die Anwendung eines Nogos, sollte man sich sicher sein was man wirklich nicht möchte. Denn wendest du Nogos in einer SB an, bekommst du keine Chance betreffend Personenkreise kennen zu lernen, da deine Wahrnehmung durch einen Filter verändert wird.
Ist das Nogo tatsächlich etwas, indem du keine Kompromisse machen kannst oder willst, ist das ein gutes Nogo. Aber machst du aus einem "nice not to have" ein Nogo, liegt der Schaden für dich auf der Hand, du verlierst potentielle Partner.
Das wird vor allem zum Drama, wenn man zu viele Nogos hat. Dann glaubt man auf der Suche zu sein, hat aber bereits alle Möglichkeiten ausgeschlossen jemanden zu finden.

Wenn dein Mr.Right Motorrad führe, wäre er dann nicht mehr Mr.Right oder würdest du Mr. Right einfach nur verpassen?
 
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  • #12
Kalle ist schon in die richtige Richtung gegangen. Ich bin schließe auch Menschen, mit denen ich inkompatibel bin aus meinem Freundeskreis / potentiellen Partnern aus.
- Süchtige jeder Art
- Menschen, die pausenlos ohne Punkt und Komma reden und reden und reden
- Menschen die nicht erwachsen sind / werden wollen und die Verantwortung für ihr Leben auf die Runen oder die Sterne oder den Partner abschieben wollen. (Oft sind das auch Gutmenschen, die dann für alles Verantwortung übernehmen - für die ganze Welt und das Elend der ganzen Welt - aber nicht für sich )
Was ich für verrückt halte sind No-Go-Listen mit Vornamen, Haarfarben, Schuhgrößen, Parteibuch
und ähnlichem.
Ach ja - Menschen die mich umerziehen wollen ( du bist ja ganz nett und kannst auch toll kochen aber musst du philosophische Bücher lesen und mit deiner Gruppe darüber reden ...)
bekommen einen Fußtritt. Ich finde diesen Diskussionsansatz für No-Gos ( mM nach ein Sch....Wort) sehr gut. W
 
  • #13
No-Go wird teilweise für Fakten/Dinge gebraucht, welche mein einfach nicht so gerne mag. Ich bin Nicht-Raucherin und würde mir auch lieber einen Mann wünschen, welcher nicht raucht. Aber dies gleich als No-Go hernehmen. Nö, da könnte ja der eine Raucher sein, der hin und wieder mal eine raucht. Was solls? Solange er nicht raucht und mich gleich nach dem Zug küssen möchte, geht mir das gut (Raucher schmecken beim Küssen, als würde man Asche futtern.)

Ich finde, man sollte eine No-Go "Liste" machen, für Dinge (wie bereits geschrieben), wo man weiß damit kann ich nicht leben udn hier gibt es keine Kompromisse. z.B. Kinder, Partner mit zeitaufwendigem Job (bzw. weniger Zeit für den Partner) oder so was.
Und dann gibt's noch eine "Liste" mit Dingen, wo man ein Kompromiss eingehen kann. Der Partner raucht? Gut, dann nicht in der Wohnung, Rauch soll auch draußen ausgeatmet werden (finde ich irgendwie logisch, aber ich habe schon viele Raucher beobachtet, welche im Winter beim reingehen erst ausatmen und den Rauch genüsslich in der Wohnung/Büro verstreuen), Rauchen und Küssen gleich hintereinander geht nicht, davor ein Mint oder Kaugummi. :)
 
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  • #14
Liebe FS

No-Go-Areas sind heruntergekommene Viertel in dem Megacities, wo Elendsbehausungen und Kriminalität wild wuchern.

Daher finde ich den Begriff Suchkriterien bei OL-Börsen passender.

Es ist sicher nicht übel wenn du schon mal weisst was du nicht akzeptieren kannst.
Merkmale oder Gewohnheiten mit denen du fortan leben müsstest:
z.B. Raucher/Nichtraucher.

Die Merkmale helfen aber nur als grober Filter.
Auch "Profile" sind halt wie Patientenkartei oder Steckbrief voller Leerstellen.
Ab 10 solcher Aussortier-Kriterien wird es riskant, denn wahrscheinlich gibt es dann kaum noch Angebote.
 
  • #15
Jeder hat bestimmt einige Dinge, die für ihn nicht zusammenpassen. Doch bei einigen hier im Forum ist die No-Go Liste derartig lang und wird auch teilweise mit einer Verbissenheit verteidigt, dass es mich nicht wundert, dass diese schon lange Single sind. In einem Nachbartread überlegt eine Frau ernsthaft ob sie sich trennt, weil der nette Mann, den sie kennen gelernt hat, den Vornamen Dieter hat. Irgendwo hörts doch auf.
Ich selber bin ein wandelnes NO-Go. Ü50, AE ohne das ich Unterhalt für meine Kinder bekomme, Kleidergröße mehr als 36, kleiner Busen, lange Haare(und das in meinem Alter), Raucherin, Motoradfahrerin, Haustiere, schon ONS uns Affären gehabt etc....Wieso hab ich bloß einen abbekommen, der auch noch Geld hat und jünger ist als ich? w52
 
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  • #16
FS, Motorrad schließe Ich aus, da mein Vater und Bruder selber fahren und ich daher weiß, wie viel Zeit dafür drauf geht. Da werden bei schönem Wetter (verständlicherweise!) alle Wochenenden komplett auf dem Motorrad verbracht. Zahlreiche Motorradthreads hier zeigen, dass das eben schwer vereinbar ist mit jemandem wie mir, die gern viel Zeit mit dem Partner verbringt und nicht nur alle 2 Wochen mal einen Abend. Von den weiblichen Mitfahrerinnen (wie viele mein Bruder da schon abgeschleppt hat!) und der Sorge um seine Gesundheit erst gar nicht zu sprechen.
 
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  • #17
No-Gos sind sehr praktisch und sinnvoll, .......

Ich z.B. will nicht keine (!!!!!) .............. dumm, H4, oder überschuldet geht ebenfalls nicht.

m42
Abgesehen von der doppelten Verneinung, welche wohl als Mißgeschick gelten kann, ist es ja so, daß viele dieser Geht-Nicht-Sachen ja leider nicht angegeben werden.
Dumm & überschuldet z.B. muß man noch selbst beim real Treffen rausbekommen, da kann auch so manch zunächst recht schönes Profilfoto nicht darüber hinwegtäuschen.
 
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  • #18
Ich (m/33) habe lange für mich über "No-Gos" nachgedacht und festgestellt. Ich habe einfach welche. ich brauch mir keine suchen oder stecken, sie sind irgendwie da. Bei mir ist es z.B. Rauchen, selbst nur gelegentlich. Wenn ich (wie heute z.B. geschehen) eine wirklich hübsche Frau (und da ich bei sowas sehr vorsichtig bin, ist das eher gleichbedeutend mit verdammt schöne) auf der Straße sehe, die eine Kippe in der Hand hat... keine Chance meine Motivation diese Frau anzusprechen liegt schlagartig bei Null. Ich bin kein oberflächlicher Mensch und mir ist durchaus klar dass Rauchen nur sehr sehr wenig über den Charakter aussagt und über etwaige Motivation damit aufzuhören noch weniger. Aber die Vorstellung diese Person zu küssen (und ja irgendwie ist bei mir immer sofort dieses Bild dabei, kein Sex, da denke ich selten drüber nach aber jemanden in den Arm zu nehmen und zu küssen) da zieht sich bei mir alles zusammen.

Andere "No-Go"s sind praktischer Natur, ich würde schon noch gerne eine eigene Familie haben damit fällt ein bestimmter Altersbereich einfach weg.

Kurz gesagt ich glaube nicht, dass man egal wie tolerant man sich fühlt keine Ausschlusskriterien hat, und dann ist es meines Erachtens nach ehrlicher und einfacher wenn man sie denn einsetzt.
 
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  • #19
@ FS & 15
und genau bei diesem Beispiel sieht man, dass man Ausschlusskriterien nicht über Bord werfen sollte aber dennoch nochmal nachhaken darf.

Ich hab selber ein Motorrad und sehe es nicht als zeitaufwendiges Hobby sondern sinnvolle und schön zu fahrende Alternative zu anderen Verkehrsmitteln. Das heisst, in den letzten 5 Jahren bin ich keinen einzigen Kilometer nur mal so zum Spaß rumgefahren. Da wo ich hinwollte, wäre ich sonst mit dem Auto, der Bahn oder sonstwas hingekommen.... So passe ich gar nicht in ihr No-Go-Schema, und wäre trotzdem draussen...
 
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  • #20
Ich habe keine "No-Gos". Und natürlich bin ich ehrlich zu mir.

Es kommt auf die Zielsetzung an. Ich möchte mich vor allem verlieben. Ich verliebe mich selten, sehr selten.

Ich rege mich bei einem Menschen, in den ich verliebt bin, nicht über das Rauchen, ein Kind oder Hobbies auf. Ich toleriere es. Ich toleriere es auch, wenn ich mich aufrege. Dann rege ich mich eben mal auf, davor habe ich keine Angst. Schlecht wäre für mich eine Beziehung ohne Leidenschaft, ohne Verständnis für mich.

Natürlich gibt es Dinge, mit denen ich nicht klarkomme. Z. B., wenn jemand in meinen Augen ein Mensch ist, der Machtpositionen ausnutzt, um niedere Emotionen auszuleben. Eben jemand, der für mich ein schlechter Mensch wäre. Bigotterie, Besserwisserei, es gibt vieles, was mich stört. Aber das spüre ich. Ich brauche es nicht als NoGo zu formulieren, und ich kann es auch gar nicht. Da es im Einzelnen auf feine Nuancen ankommt. Der eine trägt eine Doppelmoral vor sich her, ist aber empfänglich für Kritik, der andere hält sich tatsächlich für unfehlbar. So etwas bekommt man nur heraus, wenn man mit einem Menchen zu tun hat.

Der Bauch entscheidet das, und das, was man als Bauch bezeichnet, ist schlau, denn es liegt ebenfalls im Gehirn, und lässt komplexe Zusammenhänge instinktiv interpretieren. Es auf NoGo-Kriterien herunterzubrechen, ist eine Vereinfachung, derer ich mich nicht bediene, da nutzlos.
 
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  • #21
Das ist völlig ok. Wenn du nicht magst, dann haste halt was anderes vor. Ich finde den Begriff "NoGo" zwar extrem blöde, aber meinetwegen. Ich setze ja auch meine Schwerpunkte, und wenn´s dann weniger sein soll, möchte ich vielleicht auch nicht.

Andererseits ist auch klar: je enger man die Grenzen zieht, desto kleiner sind die Chancen. Vielleicht sollte man die Leute mit sehr langen "NoGo-Listen" mal auffordern, andersrum (und somit positiv) zu denken - frei nach dem Motto: was ihr nicht wollt, ist klar, aber was wollt ihr tatsächlich? Wenn man zu sehr in "geht-nicht-Kategorien" denkt, dann sieht man eben weniger das, was geht.
 
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  • #22
Es muss doch ohnehin jeder selbst für sich entscheiden, womit er leben kann und womit nicht. Allerdings gibt es mE schon viel zu viele Menschen, die potentielle Partner wegen Bagatellen ausschließen. Wenn ich lese, dass eine Frau plant, einen anderen zu verlassen weil er "Dieter" heißt, stellt es mir die Nackenhaare auf vor so viel Ignoranz. Gleiches gilt für Männer, die sich ausschließlich für blonde und blauäugige Damen interessieren.

Und auch ein Raucher muss nicht zwangsläufig uninteressant sein. Meine letzte Freundin hat die paar Zigaretten, die sie pro Woche geraucht hat, mir zuliebe aufgegeben.
 
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  • #23
Auch mit Vätern kann ich mich nicht wirklich anfreunden. Ich möchte selbst eine eigene Familie und nicht die Kinder anderer Leute erziehen müssen, um mir dann letztendlich anhören zu müssen, "du hast mir gar nichts zu sagen, Du bist nicht meine Mutter!".
Von einem eigenen Kind muss man sich auch Frechheiten anhören. Da ich das überhaupt nicht möchte, waren Männer mit Kinderwunsch für mich schon immer ein NoGo.
Wenn man dann noch Raucher ausschließt, bleibt fast nichts mehr übrig.

Und wenn ich dann noch lese, dass manche auch noch einen bestimmten Namen fordern oder ausschließen, dann kann ich nur sagen: Viel Spaß bei der Suche ...
 
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  • #24
Das ich 26 Jahre alt bin und hier sozusagen die Qual der Wahl habe, habe ich natürlich die Möglichkeit recht viele Dinge bei einem Mann auzuschließen bzw zu wollen.

Der Mann sollte:
- nicht unter 1.85 M sein
- schlank, sportlich, fit sein
- potent, großer Penis
- volles Haar
- gepflegte, modiche Erscheinung
- keine Krankheiten oder Schönheitsfehler wie Narben
- nicht rauchen und trinken, keine Drogen oder Medis
- er sollte vermögend sein, keine Schulden
- Kinderlos, nicht geschieden, kein Witwer
- er sollte einen Titel haben und hohen Status usw.
w26
 
  • #25
Je länger seine No-go Liste, desto weniger Chancen auf Partnerschaft.
ggf. Single, für den Rest seines Lebens: Soll das wirklich besser sein, als eine Partnerschaft ?

Wenn er sich sicher ist, daß er am Ende seines Lebens seine No-go Liste = Single bleiben
nicht bereut ?

Gewisse No-gos können schon berechtigt sein. Man muß nicht alles akzeptieren.
Aber man darf auch nicht (zu) engstirnig sein. Wer selbst Bagatellen als No-gos definiert, behindert seine eigene Partnersuche damit.
 
  • #26
Ich selber bin ein wandelnes NO-Go. Ü50, AE ohne das ich Unterhalt für meine Kinder bekomme, Kleidergröße mehr als 36, kleiner Busen, lange Haare(und das in meinem Alter), Raucherin, Motoradfahrerin, Haustiere, schon ONS uns Affären gehabt etc....Wieso hab ich bloß einen abbekommen, der auch noch Geld hat und jünger ist als ich? w52
Na warum nur- weils Menschen gibt die andere NoGo´s haben. Nach Meinung des Forums dürfte ich auch keine abkriegen. Alleine schon dieser Beruf!

Aber machst du aus einem "nice not to have" ein Nogo, liegt der Schaden für dich auf der Hand, du verlierst potentielle Partner
Nein, sehe ich anders. Sie verkleinert den Pool um die Menschen die eben kein potentieller Partner sind. Die Gründe wieso Sie Sie mit Vätern, Motorradfahrern und Rauchern nicht kann spielen dabei keine Rolle. Ich habe zwei dieser drei NoGo´s, also wäre ich halt kein potentieller Partner für Sie- na und? Ich weiss auch dass mein kleiner Freund bei einer deutlich übergewichtigen Frau nicht will, da kann Sie noch so herzensgut sein. Also ist es ein NoGo für eine Beziehung.

- Gibt es nicht viele Raucher, die sowieso aufhören wollen? Oder nur mit einem alten Freund an der Stammtheke mal eine Kippe rauchen und es sofort sein lassen, wenn Du ihnen auf die Finger haust...
Wollen ja, aber es ist eine Sucht. Aufhören können? Nur Aufhören einem Partner zuliebe? Hab ich nur selten auf Dauer gesehen.
Nein, das ist nicht unbedingt ein "weiches Kriterium". Klar, wenns nur um den Gestank geht helfen Mints und nur draußen rauchen. Wenn man aber einen Freund am Lungenkrebs elendlich hat verrecken sehen hat das NoGo auch den Hintergrund dass man die Liebste nicht verlieren möchte. Wer raucht erhöht sein Risiko dafür um das 10000-fache, neben al den anderen Begleiterscheinungen die die Lebensqualität einschränken. Er tut also etwas äußerst dummes. Es ist jedermanns gutes Recht keinen Schatz haben zu wollen der so dumme Dinge tut. Das Echte Risiko an diesem Hobby zu sterben ist weitaus höher als beim Motorrad.
 
  • #27
Ich finde diese Angst vor Gefühl , denn nichts anders ist dieses Suchen nach No Go, sehr traurig.
Da werden ohne Nachfrage Sätze , Äußerungen über Tage gedreht und gewendet bis dann am Ende ein No Go herauskommt. Natürlich mit großem Bedauern und auch ohne weitere Nachfrage.
Ich denke, wenn es richtig funkt, nur ein kleines Detail mag der Auslöser sein, dann sieht man oft über die Fehler (falls es welche sind) hinweg. Dann geht auch auf einmal ein kleiner Bauch oder die falsche Hosenmarke.
Wenn man dann Angst bekommt, dann sucht man halt den Fehler.
So langsam glaube ich, dass viele der hier Suchenden gar keinen Partner wollen. Die Angst vor Verletzung ist unbewusst zu groß.
Schade ist das.
 
  • #28
Ich denke, wenn es richtig funkt, nur ein kleines Detail mag der Auslöser sein, dann sieht man oft über die Fehler (falls es welche sind) hinweg. Dann geht auch auf einmal ein kleiner Bauch oder die falsche Hosenmarke.
Stimmt. Ich wollte eigentlich keine Mama. Nun hat V aber eine Tochter. So what.
Ich kann einige Dinge verstehen. Ich als Raucher habe mir niemals Gedanken über strikte Nichtraucherinnen gemacht. Passt nicht. Auch mangelhafte Hygiene würde ich nicht akzeptieren.
Andere Dinge sind eben plötzlich nicht mehr wichtig. Und - sind wir ganz ehrlich - wie viele Frauen kürzen nach der Heirat ihre Haare, nehmen 10 kg zu ???? Und wie viele Männer entdecken mit 50, dass sie ja einen Führerschein fürs Mopped haben ?
Mein Fazit: es gibt wichtige und weniger wichtige Kriterien.
 
  • #29
Ich finde diese Angst vor Gefühl , denn nichts anders ist dieses Suchen nach No Go, sehr traurig.
Ein „Suchen“ ist das eine Extrem und sicher ein mögliches Zeichen von Bindungsproblemen.

NoGos als Konsequenz aus verarbeiteten Erfahrungen und als gesunden Ausschluss von Partnern, die nicht passen, finde mich ziemlich gesund. Und da geht es dann sicher nicht um falsche Hosenmarken...