• #1

Sind wir auf dem Weg in den Abgrund als Gesellschaft?

Hallo Ihr lieben,
nachdem ich mich Heute wieder besonders aufgeregt habe, beim lesen einiger Beiträge, frage ich mich langsam ernsthaft:
Wo wird unsere Gesellschaft in ein paar Jahren stehen, was den Punkt Beziehungen und die damit notwendige Fähigkeit betrifft?
Ich habe das Gefühl, dass und da schließe ich mich einfach mal mit ein, um nicht als Prophet dar zu stehen. Ja das Gefühl,dass die Menschen um mich herum nicht mehr ernsthaft in der Lage sind, eine Partnerschaft mit den ganzen Werten, welche ich als sehr Wertvoll sehe und vor allem Notwendig. Werte wie, Vertrauen,Hoffnung, Empathie,Fürsorge, Verständniss, Hilfsbereitschaft, Leidenschaft,Stärke, Mut,Offenheit und viele viele andere Dinge, die dafür Notwendig sind. Ich lese hier so oft über das Warmwechseln! Untreue. Verrat, sowie Lug und Trug. Ich erkenne, dass immer mehr Menschen " nicht" dazu bereit sind, all diese Notwendigen Eigenschaften auf Dauer zu geben. Da geben sich beide Geschlechter keine Lorbeeren in die Hände. Ich lese hier so oft, dass wenn ein Partner vom anderen nicht mehr das an Aufmerksamkeit oder Zuwendung und Nähe bekommt, dass sich der vernachlässigte dann anderweitig umschaut. Oftmals ohne sich selbst einmal zu fragen; was habe ich selbst für meine Partnerschaft getan. Oder was sind die Umstände die dazu führen könnten. Ist mein Partner in einer schweren Zeit. Erkenne ich selbst diese? Wie kann ich dabei helfen? Was kann ich tun, bevor ich aufgebe! Es ist heute so leicht, die Probleme einer Partnerschaft beiseite zu schieben und Ausschau nach neuem, aber oft nicht besserem zu halten. Warum halten die Menschen nur noch so selten an dem Partner fest. Es wird gelogen und betrogen, um für sich den vermuteten Vorteil zu erlangen. Es wird vergessen. Es wird ausgetauscht ohne Rücksicht auf Verluste. Wie wird das in einigen Jahren sein. Werden die langzeit Beziehungen/Ehen ausgestorben sein. Werden wir ohne diese guten Werte überhaupt noch Bindungsfähig sein, oder eine Gesellschaft von Wechslern und Singles sein? Sind wir nicht mehr in der Lage, aus unseren eigenen Fehlern zu lernen? Wie wollen wir die Verantwortung für unsere Kinder übernehmen. Wie wollen wir Ihnen nur ansatzweise die Werte noch vermitteln, wenn wir selbst bald vielleicht nicht mehr in der Lage sind, diese vorzuleben.Werden wir alle in einigen Jahren, überhaupt noch fähig sein, zu lieben. Wie seht Ihr das? Habt ihr ähnliche Gedankengänge oder bin ich damit alleine?
Liebe Grüße
Neverever
 
  • #2
Anstatt die ganzen Negativbeiträge zu lesen, solltest Du vielleicht einfach mal wieder raus ins pralle Leben gehen. Hier schreiben ja auch oft die, die gerade in einer Problembeziehung sind, oder die verlassen wurden. Schau doch mal nach draußen, es gibt sie - die funktionierenden Beziehungen von Menschen, die sich aufeinander einlassen.
Nicht jammern, selber machen! Man muss eben nur einen Menschen finden, der zu einem selber passt.
Männer neigen ja immer dazu, gar nicht zu schauen, ob die Frau zu ihnen passt, bzw. ob sie denn der Frau gerecht werden (können).
Ich und viele meiner Freunde haben noch nie betrogen. Machs doch einfach besser als in deiner letzten Beziehung und kreide nicht Andere an. Es reicht doch, wenn Du es besser machst. Und erwarte nicht von Anderen, was Du selber noch nicht geschafft hast - verbessere Dich selber. Und Du brauchst nicht "die Gesellschaft", sondern eine Frau, die zu Dir passt. Und dann müssen beide loslegen.
Männer sind ja gerne passiv in einer Beziehung, wollen ihre Liebste nicht ausführen, gehen am WE lieber zum Sport oder Outdoor mit Freunden, können nicht kochen und legen weniger Wert auf beziehungserhaltende Maßnahmen. Also fang bei Dir an und alles wird besser.
 
  • #3
Von Warmwechslern höre ich hauptsächlich hier im Forum oder von kinderlosen Bekannten. Die meisten Menschen, die ich kenne, leben mit ihrem Ehepartner im Einfamilienhaus und haben 2-3 Kinder (oder planen das für die Zukunft).

Es wundert mich übrigens schon länger, warum "bindungsfähig" beschreibt, dass man einen völlig fremden Mann/ Frau trifft und hormonumnebelt ein wirtschaftliches Abhängigkeitsverhältnis eingeht. Gleichzeitig wird die Bindung zu den Eltern als negativ angesehen und man muss sich angeblich davon lösen und selbständig werden. Man kann seine Bindungsfähigkeit auch beweisen, indem man ein gutes Verhältnis zu Eltern, Geschwister, Kindern und Freunden hat.
 
  • #4
Vielen Dank fürs Starten dieses Beitrages - ich mache mir darüber auch meine Gedanken und finde es sehr traurig, wie sich die Gesellschaft entwickelt. Ich glaube, es ist eine Verkettung unglücklicher Umstände, die uns so weit treibt. Das Thema Wegwerfgesellschaft hat auch die Beziehungen erfasst - es wird nicht mehr repariert, es wird was neues "gekauft". Wir streben außerdem immer weiter nach dem vermeindlich Besten und geben uns mit nichts mehr zufrieden. Glücklich wird man auf diesem Weg nicht - ich kenne nur wenige Menschen, von denen ich glaube, dass sie glücklich sind.
Es sind aber nicht nur die Menschen selbst schuld. Mehrere Bekannte von mir mussten wegen dem Job hunderte Kilometer weit wegziehen - manche haben genau das auch schon als Kinder mit ihren Eltern erlebt. Da ist es schwer, Wurzeln zu schlagen - aber genau die braucht es, um zu wachsen.

Ich kenne auch viele Menschen, die sich bewußt gegen Kinder entschieden haben. Die Männer, weil sie Angst haben, bald nur noch Zahlpapi zu sein, die Frauen, weil sie nicht als AE enden wollen. Abgesehen davon - für ein Kind und seine Entwicklung sehe ich eine solche Konstellation auch nicht unbedingt als Ideal.
 
  • #5
Ich lese hier so oft über das Warmwechseln! Untreue. Verrat, sowie Lug und Trug.
Das hier ist natürlich ein kleiner Teil der Gesellschaft. Wenn man keine Probleme hat, wird auch nicht darüber geschrieben oder in einem Forum nachgefragt. In den meisten Ehen, Beziehungen in meinem Umfeld und Freundeskreis gibt es diese Werte, die du nanntest. Natürlich spielt gegenseitiges Interesse behalten auch eine wichtige Rolle. Manche leben ihr Leben, es fliegt regelrecht an einem vorbei und man merkt erst nach gewisser Zeit, dass man nebenher lebt und kein gemeinsames mehr hat. Das ging mir nach 10 Jahren Beziehung. Ich habe davon 2 Jahre gekämpft um diese Beziehung zu retten, aber musste mir eingestehen, dass alle Gefühle einfach nicht mehr da waren. Ich verließ ihn und nun kann er nicht loslassen und kämpft. Das ist schade, denn es gibt auch ein zu spät. Ich bin, wie man heute so schön sagt, ein Warmwechsler (Affäre).Ich stehe dazu, denn ich hatte keine Sexualität mehr, ich wurde abgelehnt, irgendwann war keine Nähe mehr da. Ich liebte meinen Exfreund noch sehr, aber es hatte keinen Sinn mehr. Mein Leben sollte anders verlaufen, ich will glücklich sein. Daher entschied ich mich, ihn zu verlassen und es geht mir besser denn die letzen 5 Jahre. Manche Menschen brauchen eben einen Neuanfang, um sich wieder selbst zu schätzen und das Leben, um einfach glücklich zu sein. Ich kenne auch Ehen und Partnerschaften, die sind so von Abhängigkeiten geprägt, dass eine Trennung einiges mit sich ziehen würde und deshalb einfach zusammenbleiben. Finde ich ziemlich frustrierend. Wenn man ein besseres Leben (jeder definiert das für sich anders) haben kann, warum verbittert jahrelang so weiterleben? Obwohl, Untreue, Lug und Betrug nicht unbedingt immer dazu gehört. Es ist ein Niveau, welches von diversen Medien vorgelebt und gezeigt wird. Menschen sind verschieden, es gibt die Dummen, die Narzissten und der Rest. Ich denke, der Rest überwigt zum Glück noch in der Gesellschaft und hält an Werten fest. Wenn es gut läuft, hat man auch kein Problem und es wird nicht im Internet/weitere Medien zur Diskussion gestellt.
 
P

Papillon

  • #6
Dies ist ein Forum, wo ausschließlich Beziehungsprobleme diskutiert werden und zwar mit einer riesig großen Zielgruppe. Dafür empfinde ich die Anzahl der Fragen, die gestellt werden als gering. Du liest aber diese Probleme permanent und meinst das gesamte Leben ist so? Ich gebe Dir den Rat, lass das Lesen mal hier sein und gehe raus, wo das Leben sich abspielt und du siehst es geht auch anders.
 
  • #7
Guten Morgen lieber FS,

ich habe ähnliche Gedankengänge.......
dennoch bin ich der Meinung, dass es auch *Menschenskinder* gibt, die anders orientiert sind.....Gott sei Dank, sonst würde alles zusammenbrechen. Ich zweifel jedoch daran, ob es jemals anders und besser war. Vieles geschah hinter vorgehobener Hand, im stillen Kämmerlein, hinter verschlossenen Türen. Durch unsere Medienbeschleuniger wird uns täglich alles vor die Nase gesetzt und dazu vorwiegend negativ. Das läßt den Eindruck erwecken, dass die Welt anfängt, eckig zu werden. Dennoch glaube ich an eine Entwicklung, die auch Positives hervorbringt. Ich kann die Welt nicht retten, aber ich kann viel tun, um genau diese Werte noch vermitteln zu können und für das Gute einzustehen. Ich glaube an mich und ich glaube an die Liebe. Die Liebe ist das, was zusammenhält und sich ausdehnen kann, davon bin ich überzeugt und dementspechend lebe ich.......Aufgeben und resignieren gibt es für mich nicht. ;-) Neverever (-;
*****Das wovon wir träumen, gibt es, sonst könnten wir nicht davon träumen**** wie wahr und ein Spruch der mich mein ganzes Leben begleitet und mich beharrlich an das Gute glauben läßt.....
 
  • #8
Anstatt die ganzen Negativbeiträge zu lesen, solltest Du vielleicht einfach mal wieder raus ins pralle Leben gehen. Hier schreiben ja auch oft die, die gerade in einer Problembeziehung sind, oder die verlassen wurden. Schau doch mal nach draußen, es gibt sie - die funktionierenden Beziehungen von Menschen, die sich aufeinander einlassen.
Nicht jammern, selber machen! Man muss eben nur einen Menschen finden, der zu einem selber passt.
Männer neigen ja immer dazu, gar nicht zu schauen, ob die Frau zu ihnen passt, bzw. ob sie denn der Frau gerecht werden (können).
Ich und viele meiner Freunde haben noch nie betrogen. Machs doch einfach besser als in deiner letzten Beziehung und kreide nicht Andere an. Es reicht doch, wenn Du es besser machst. Und erwarte nicht von Anderen, was Du selber noch nicht geschafft hast - verbessere Dich selber. Und Du brauchst nicht "die Gesellschaft", sondern eine Frau, die zu Dir passt. Und dann müssen beide loslegen.
Männer sind ja gerne passiv in einer Beziehung, wollen ihre Liebste nicht ausführen, gehen am WE lieber zum Sport oder Outdoor mit Freunden, können nicht kochen und legen weniger Wert auf beziehungserhaltende Maßnahmen. Also fang bei Dir an und alles wird besser.
Liebe Tinni HH, ich jammere hier nicht herum. Ich stelle fest und frage nach ob ich das alleine nur so sehe. Und die Leute hier im Forum die hier darüber schreiben. Die leben auch irgendwie da draußen in deinem sogenanntem Prallen Leben, oder. Selbst du gibst hier deine Entäuschung und deine Probleme mit deiner Eigenen Sichtweise ebenfalls zum besten. Ebenfalls habe ich in meinem Eingang klar gemacht das hier Mann und Frau gleich auf sind. Du hingegen greifst die passiven Männer an. Das war nicht meine Frage oder Meinung. Wenn du meine Sichtweise anders siehst, gut. Aber mach nicht direkt so ein Fass auf unter einem Deckmantel. Ich habe eine Frage und/oder Meinung gestellt in einem Forum, wo Menschen sich austauschen dürfen. Kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe nicht um Tips gebeten. Dennoch lieben dank, dir.
Neverever
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #9
Ich glaube, dass in der Zukunft die Ehe keinen Bestand mehr hat und Beziehungen immer kürzer im Zeitabschnitt sein werden! Warum sollten Frauen noch einen Mann haben wollen, wenn sie eh jetzt schon alles alleine machen können, sie brauchen keinen Mann mehr mit dem sie überwiegend unglücklich werden! Für eine Schwangerschaft braucht man auch schon keinen Mann mehr!
 
  • #10
Ja das Gefühl, dass die Menschen um mich herum nicht mehr ernsthaft in der Lage sind, eine Partnerschaft mit den ganzen Werten, welche ich als sehr Wertvoll sehe und vor allem Notwendig.
Hallo neverever,
solche Gedanken können einem natürlich kommen, wenn man sich (hier) umschaut, aber ich bin da optimistischer.
Erstens findet man hier im Forum natürlich mehr Problemschilderungen, als Geschichten à la "ich bin glücklich liiert, alles ist gut, das Leben ist schön etc.". Das liegt in der Natur der Sache bzw. so eines Forums.
Zweitens: Problemfälle und -szenarien fallen mehr auf, finden mehr Beachtung und man zerbricht sich darüber eher den Kopf. Die Welt hat aber auch noch andere, schöne Seiten. Ich persönlich finde es wichtiger, auch genau auf diese Seiten zu schauen: Also nicht nur darauf, was Beziehungen krank macht, sondern was sie gesund & glücklich wachsen lässt.
Drittens: Vergiss' nicht, dass man glücklicherweise immer wieder auf Gleichgesinnte trifft, mit denen man die von Dir genannten Werte auch erfolgreich & dauerhaft leben kann. Das passiert nicht oft, aber es passiert. Und einzig auf diese Menschen sollte man sich m.E. konzentrieren, alles andere zieht nur wichtige Energie ab.
Viertens: Es ist wohl eher die seltene Ausnahme, dass man schon in jungen Jahren den oder die Richtige trifft, um diese Ziele und Werte dauerhaft umzusetzen. Also macht man das Beste daraus und wächst an und mit seinen Erfahrungen. Irgendwann trifft man auf so einen gleichgesinnten Menschen, der einen ähnlichen Weg vorwärts eingeschlagen hat und mit dem man dann eine Beziehung auf einem höheren bzw. hohen Niveau leben kann. Genau das wünsche ich Dir auch für Deine nächste Partnerschaft!
Ich bin übrigens der festen Überzeugung, dass - Punkt 2 bis 4 vorausgesetzt - die Beziehungsqualität von Beziehung zu Beziehung wächst. Und irgendwann ist man am Ziel. Genau das wünsche ich Dir auch für Deine nächste Partnerschaft!
Werden wir alle in einigen Jahren, überhaupt noch fähig sein, zu lieben
Ob wir alle, keine Ahnung. Viele Menschen lernen leider nicht aus ihren Erfahrungen. Aber das ist mir auch total egal, so lange man für sich selbst weiß, dass man liebes- und beziehungsfähig ist und genau das an andere weitergeben kann.
 
  • #11
Mein Umfeld ist recht stabil (Familien mit Kindern) und ich kenne nur wenige Scheidungsfälle im Bekanntenkreis. Wenn ich allerdings in die Klassen meiner Kinder sehe, gibt es deutlich mehr geschiedene Familien als zu meiner Schulzeit. Da kenne ich natürlich die Einzelschicksale nicht. Insgesamt habe ich aber kein negatives Bild der Gesellschaft. Ich kenne auch niemanden persönlich, der Affären hat.

Was ich hier im Forum lese entspricht also nicht meinem "reellen" Eindruck. Manche Dinge lese ich mir hier aber nicht mehr durch, weil sie auch mir zuviel sind: das sind die Beiträge, die sich um das Alter, das Altern und das Aussehen drehen. Danach fühle ich mich elend, das bedrückt, auch wenn ich mit mir eigentlich zufrieden sein kann.

Distanziere dich einfach von Dingen, die dich runterziehen. Und wenn das bei dir diese "Fremdgeh-Geschichten" o.ä. sind, dann schau sie dir einfach nicht mehr an. Ist ja auch völlig ungesund solche negativen Dinge in dieser Menge zu konsumieren.
 
  • #13
Die Ursachen sind einfach und (meiner Meinung nach) schnell erklärt.

Wir haben uns zu einer Wegwerf- und Konsumgesellschaft entwickelt und diese "Lebensgewohnheiten" beziehen sich nicht mehr nur auf materielle Güter, sondern sickeren auch nach und nach in das Verständnis für immaterielle Werte ein.

Mit Iphone 8 steigt das Verlangen nach Iphone 9 - Bigger, better, more - wo erhalte ich das für weniger eigenen Invest, denn Geiz ist geil!

Lösung habe ich (leider) keine.
 
N

nachdenkliche

  • #14
lieber neverever, Du verzweifelst gerade, was? Mir geht es gelegentlich genauso und ich glaube wirklich auch, das kommt vom Lesen hier im Forum. Hier liest man überwiegend haarsträubende Geschichten, dass ich selber den Glauben an Treue und Beständigkeit verloren habe. Ich selber denke, dass ich vom Alter her rein statistisch keine Partnerschaft mehr haben werde und fast froh drum bin. Ich mache mir aber Sorgen um die Generation meines Sohnes. Mein Rat, raus ins Leben..weg vom Forum welches zumindest für mich einen gewissen Suchtfaktor hat:) weil es den Sinn für die Realität vernebelt. Ich merke auch, dass es mir anders besser geht.Also..bitte nicht verzweifeln!
 
R

rosenmann

  • #15
Stimme #5 zu, ganz klar. Das hier spiegelt nicht die Welt draußen, ist ja auch logisch. Eine bestimmte Zielgruppe schreibt hier, Leute mit Langeweile oder echter Probleme.

Ist sicherlich auch eine Art Sucht, allgemein, das ganze Online Zeug, hier noch checken, da noch schauen, und dort noch nen Kommentar usw. Ist im Grunde nur Ablenkung vom Leben draußen.

Gut, dass ich das nun erkannt habe ;-)
 
  • #16
Warum halten die Menschen nur noch so selten an dem Partner fest.
Das ist immer öfter nur noch eine Interessen-Gemeinschaft.

Gemeinsames Interesse an Zweisamkeit und Sex. Gemeinsames Interesse an gewissen Lebensstandard. Evtl. noch Interesse an (gemeinsamen) Kindern.

Evtl. noch weitere persönliche, ggf. egoistische Interessen: Der Mann verdient das ganze Geld, und hat dafür zuhause eine Haushälterin. So muß die Frau nicht arbeiten gehen, und der Mann muß nicht sich selbst versorgen.

Hat man keine (gemeinsamen) Interessen mehr - dann trennt man sich. Liebe etc. spielt keine Rolle - denn es ist ja nur eine Interessengemeinschaft ?

So sind m.E. die meisten Paare. Das gab es auch in früheren Generationen. Aber heute mehr denn je.

Die meisten Männer empfinde ich (m) nicht als angenehm oder gar Vorbild, sondern zutiefst abschreckend. In Bezug auf Zweisamkeit mit Frau. Mir völlig unverständlich, dass sich Frauen trotzdem auf solche Männer einlassen. Aber es wird verständlicher, wenn man die Zweisamkeit nur als Interessengemeinschaft betrachtet.

Es macht auf mich den Eindruck, dass die meisten Frauen auf ihre Rolle "dressiert" sind. Sie sind der blinden und naiven Überzeugung, dass Alles so sein muß, auch wenn sie darunter leiden.

Ich habe sehr lange an die Liebe geglaubt. Das ein Paar durch die gemeinsame Liebe zusammen kommt. Es war meistens ein großer Irrtum von mir. Ich habe da zu große romantische Vorstellungen. Die Wirklichkeit ist viel härter. Sex sells - .... nicht die Liebe. Für meinen Geschmack zu oberflächlich und primitiv. Aber die Mehrheit will es m.E. so. Männer wie Frauen. Aber wenigstens nicht Alle.
(m,53,Single)
 
  • #17
Dieses Forum ist nicht repräsentativ für die ganze Gesellschaft.
Hier kommen nur die Leute, die Fragen oder Probleme haben.
Und ein paar sozial Engagierte, die Antworten geben.
Die Anderen kommen nicht hierher - denn warum ?

Üble Männer haben keine Probleme damit. Sondern nur ihre Opfer.
Viele üble Männer halten sich selber und ihr Verhalten für normal.

Selbst Untreue oder warm wechseln ist für viele Männer nichts Übles.
Sondern nur Interessenverlagerung.
 
  • #18
Oft wird aber auch durch die Vielzahl der Informationen heutzutage ein falsches Bild widergespiegelt. So was wie Lug und Trug gab es schon vor 30 J. nur damals hat man ja keine Möglichkeiten gehabt, außer im Freundeskreis darüber zu berichten. Heute sprechen dann manche von "White lies", um sich herauszureden. Vor 30 J. kannte man diesen Denglisch-Ausdruck noch nicht einmal, aber diese Art von der Lüge gab es damals trotzdem. Das Gleiche gilt aber auch für Affären, Warmwechsler usw., Dann kommen doch div. Berichte im TV via RTL, SAT1 usw. die mit diesem Thema ein Business betrieben. Vor 30 J. hätte es kaum jemand interessiert, dass ein B oder C-Promi sich getrennt hat. Wenn kein Markt vorhanden ist, dann wird auch nicht darüber berichtet.

Vor allen das Internet verfälscht für mich diesen Eindruck. Jetzt habe ich hier im Forum vielleicht 1000 Menschen, denen diese negativen Erlebnisse erlebt haben. Wenn man nur diese ca. 1000 Erlebnisse liest, dann könnte man schon den Eindruck vom FS haben, aber dies wäre gleichwohl auch wieder sehr einseitig. Von den anderen ca. 22 Mio. Ehepaaren in Deutschland liest man ja nichts und warum auch. Deshalb existiert auch für mich dieser falsche Eindruck. Wer schreibt den großteils hier nur. Diejenigen, die etwas Negatives erlebt haben. Alle anderen haben ja auch keinen Grund zu schreiben. Es wäre zwar interessant, wenn dann diese Menschen ihre positiven Erlebnisse kundtun würden, aber dafür gibt es wahrscheinlich keinen Markt.

Das ist so wie mit den Versicherungsvertretern und Autohändler. Mit den schwarzen Schafen macht man Quote, aber das es auf der anderen Seite auch sehr gute Betreiber dieser Branche gibt, darüber möchte man auch im Internet nicht berichten.
Only bad news are good news.

Bei den Ehrschließungen haben lt. Statistica z.B. 2012 mehr Menschen geheiratet wie 2003. Alles so zum Weg in den Abgrund scheint noch ein langer Weg zu sein. Gut diejenigen, die immer nur alles negativ sehen wollen, sagen dann das die Dummen nie aussterben.:)
 
N

nachdenkliche

  • #19
Und noch etwas, vom "Warmwechseln" habe ich hier im Forum auch das erste mal gelesen.Ich kannte diesen Begriff vorher noch nicht.Für mich war es Fremdgehen. Es ist so, ich bin seit meiner Trennung hier im Forum, vielleicht ein Merkmal, dass diese noch nicht verarbeitet wurde? Jedenfalls stößt man beim Lesen so richtig mit "Schmackes" in die Kathastrophen der anderen User. Ich dachte, du meine Güte, das sind so Sachen, die hast Du (nicht alle) in Deinem Leben so mit Dir machen lassen..und mir wurde brutal klar gemacht, was für ein "Mistkerl" mein Ex doch war. Man liest und liest und gelegentlich sinkt man in ein schwarzes Loch der Verzweiflung und Wut, neverever!
Bin ich wieder im Alltag und rede mit Menschen und auch über deren Partnerschaften, merke ich, es ist doch alles nicht so hoffnungslos! Es sind durchweg alles normale Menschen, nicht schön, nicht hässlich( ein mieses Wort im Zusammenhang mit Menschen), klein groß, krzhaarig, mit Glatze und Bauchansatz, Falten und Cellulite.Aber alles glückliche Menschen, auch in Partnerschaften! Also, alles ist gar nicht so schlecht. Was ich gut finde an Dir, dass Du Dich gnadenlos reflektierst und daraus lernst! :)
 
N

nachdenkliche

  • #20
Dieses Forum ist nicht repräsentativ für die ganze Gesellschaft.
Hier kommen nur die Leute, die Fragen oder Probleme haben.
Und ein paar sozial Engagierte, die Antworten geben.
Die Anderen kommen nicht hierher - denn warum ?

Üble Männer haben keine Probleme damit. Sondern nur ihre Opfer.
Viele üble Männer halten sich selber und ihr Verhalten für normal.

Selbst Untreue oder warm wechseln ist für viele Männer nichts Übles.
Sondern nur Interessenverlagerung.
Hm..stimmt! Das sind Menschen hier, die sich Gedanken machen, Unrechtsbewusstsein (Fremdgeher, die hier fragen) haben und auch Mitgefühl aufbringen können.
 
  • #21
Deshalb existiert auch für mich dieser falsche Eindruck. Wer schreibt den großteils hier nur. Diejenigen, die etwas Negatives erlebt haben. Alle anderen haben ja auch keinen Grund zu schreiben.
Stimmt so nicht! Doch es gibt viele, die Grund hätten aber es dennoch nicht tun, so ungefähr wie es viele Ehen/Paare gibt, die sich zwar nicht mehr verstehen, dennoch aus Notstandsgründen zusammen bleiben. Das Problem der meisten Menschen ist gar nicht ihr Problem. Das Problem ist, dass viele glauben, keine Probleme haben zu dürfen. Das wirkliche Problem ist unsere problematische Einstellung zu Problemen. Weil wir irgendwann mal gelernt haben, dass man keine Probleme haben sollte. Denn wer Probleme hat, der lebt falsch, richtig? Nein, nicht richtig! Die Wahrheit ist, dass ein Problem nur dann wirklich gelöst werden kann, wenn man es annimmt und seine Existenz akzeptiert. Das kann nicht gehen, wenn man nicht einmal das Wort aussprechen darf. Diese Schönmalerei führt häufig dazu, dass die notwendige Energie nicht mobilisiert werden kann, um ein Problem aktiv anzugehen und es zu lösen. Ganz nach dem alten Kindermotto: Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht.
 
  • #22
Und noch etwas, vom "Warmwechseln" habe ich hier im Forum auch das erste mal gelesen.Ich kannte diesen Begriff vorher noch nicht.Für mich war es Fremdgehen. Es ist so, ich bin seit meiner Trennung hier im Forum, vielleicht ein Merkmal, dass diese noch nicht verarbeitet wurde? Jedenfalls stößt man beim Lesen so richtig mit "Schmackes" in die Kathastrophen der anderen User. Ich dachte, du meine Güte, das sind so Sachen, die hast Du (nicht alle) in Deinem Leben so mit Dir machen lassen..und mir wurde brutal klar gemacht, was für ein "Mistkerl" mein Ex doch war. Man liest und liest und gelegentlich sinkt man in ein schwarzes Loch der Verzweiflung und Wut, neverever!
Bin ich wieder im Alltag und rede mit Menschen und auch über deren Partnerschaften, merke ich, es ist doch alles nicht so hoffnungslos! Es sind durchweg alles normale Menschen, nicht schön, nicht hässlich( ein mieses Wort im Zusammenhang mit Menschen), klein groß, krzhaarig, mit Glatze und Bauchansatz, Falten und Cellulite.Aber alles glückliche Menschen, auch in Partnerschaften! Also, alles ist gar nicht so schlecht. Was ich gut finde an Dir, dass Du Dich gnadenlos reflektierst und daraus lernst! :)
Danke dir. Ich wollte mit diesem Thema auch nicht die ganze Welt verteufeln.! Und auch ich sehe da draußen viel Gutes. Kenne aber auch viele Menschen persönlich die so durchs Leben talpen. Ich finde es einfach nur sehr schade, wie manche Menschen vielleicht ihr Glück wegwerfen nur weil es so einfach ist. Aber ich finde das Thema und viele andere hier sehr spannend. Ich nehme hier sehr viel mit und kann auch mal ordentlich auf die kacke hauen wenn mir danach ist.
M44
 
  • #23
Für die Einen ist es "der Abgrund" aufgrund ihrer Werte und Maßstäbe.
Für Andere ist es z.B. eine gesellschaftliche Weiterentwicklung.

Früher gab es Anderes, was die Einen als "Abgrund" aber die Anderen als "Fortschritt" bezeichneten.

Was wirklich zählt: Das Jeder genau das findet, was Er sucht und haben will.
 
  • #24
Ich möchte mich schon jetzt mal bei euch für eure tollen Beiträge bedanken. Sicherlich ist dem einen oder anderen sicher nicht entgangen das mich gerade dieses Thema sehr beschäftigt. Obwohl ich in einer sehr schönen Beziehung bin mit einer wirklich tollen Frau, beschäftigt mich dieses Thema noch sehr. Leider ein Relikt aus vergangenen Tagen. @nachdenkliche . Musst dich nicht Sorgen. Im Gegenteil! Seit ich hier lese und schreibe, habe ich so unglaublich viel gelernt. Über mich und andere Menschen. Mir hat das lesen und schreiben sehr geholfen meinen Riesen Schmerz zu verarbeiten. Es tut mir gut und hat mir meinen neuen Weg gezeigt. Ich habe so viel losgelassen und neues zugelassen. Meine kleine eigene Therapie die mir geholfen hat. Auch wenn ich hier oft zaudere. Ich glaube hier sind viele meinesgleichen. Ich freue mich auf weitere Meinungen von euch. Vielen Dank.
Neverever
 
  • #25
Stimmt so nicht! Doch es gibt viele, die Grund hätten aber es dennoch nicht tun, so ungefähr wie es viele Ehen/Paare gibt, die sich zwar nicht mehr verstehen, dennoch aus Notstandsgründen zusammen bleiben. Das Problem der meisten Menschen ist gar nicht ihr Problem. Das Problem ist, dass viele glauben, keine Probleme haben zu dürfen. Das wirkliche Problem ist unsere problematische Einstellung zu Problemen. Weil wir irgendwann mal gelernt haben, dass man keine Probleme haben sollte. Denn wer Probleme hat, der lebt falsch, richtig? Nein, nicht richtig! Die Wahrheit ist, dass ein Problem nur dann wirklich gelöst werden kann, wenn man es annimmt und seine Existenz akzeptiert. Das kann nicht gehen, wenn man nicht einmal das Wort aussprechen darf. Diese Schönmalerei führt häufig dazu, dass die notwendige Energie nicht mobilisiert werden kann, um ein Problem aktiv anzugehen und es zu lösen. Ganz nach dem alten Kindermotto: Wenn ich dich nicht sehe, siehst du mich auch nicht.
Junge du sprichst mir so was von der Seele! Danke das du hier meine Gedanken in ordentlicher Rechtschreibung wieder gibst. Grins.....
 
  • #26
Es gibt immer mehr Leute, die nicht der Realität ins Auge sehen wollen, alles schön herbei reden, das Negative unter den Teppich kehren und dann sich wundern, wenn jemand den Teppich hebt und der viele Dreck dann zum Vorschein kommt!
Es gibt aber auch immer wieder Pessimisten, für die das Glas halb leer ist und die das Gute nicht sehen wollen. Es gibt auch unzählige gute Geschichten, aber die vertrödeln ihre Zeit nicht in diesen Foren, sondern leben und nehmen das Gute mit. Es passiert auch jeden Tag viel Gutes. Und ich sehe auch sehr viel Liebe überall. Wer nur Pessimismus säht, muss sich nicht wundern, wenn er nichts Erfreuliches erntet.
Ja-es gibt Partner die sich zu schnell trennen, die warm wechseln, die lügen und betrügen. Die gab es aber schon immer. Was viele vergessen: Man braucht ja gar nicht ganz viele Partner, sondern nur einen oder eine. Und die muss zu einem passen, so dass plötzlich alles einfach und leicht wird.
Aber wenn man schon mit der Einstellung: "Ist doch sowieso alles heutzutage scheiße" an die Sache rangeht, dann ist man erstens alt geworden und zweitens Pessimist. Und die finden immer einen Grund. Von z.B. INSPIRATIONSMASTER habe ich noch nie etwas Positives gelesen. Da muss man sich dann nicht fragen, wieso er unzufrieden mit dem Leben ist.
 
  • #27
Dieses Forum ist nicht repräsentativ für die ganze Gesellschaft.
Hier kommen nur die Leute, die Fragen oder Probleme haben.
Und ein paar sozial Engagierte, die Antworten geben.
Die Anderen kommen nicht hierher - denn warum ?

Üble Männer haben keine Probleme damit. Sondern nur ihre Opfer.
Viele üble Männer halten sich selber und ihr Verhalten für normal.

Selbst Untreue oder warm wechseln ist für viele Männer nichts Übles.
Sondern nur Interessenverlagerung.
Lieber Bernd,
dafür braucht es keine Selbstgeißelung der Männer. Da stehen sich beide Geschlechter in nichts nach - und einige der übelsten sexistischen Kommentare, die mir bislang unterkamen, stammten von Frauen. Kombiniert mit ein oder zwei eigenen schlechten Erfahrungen kann man da schon pessimistisch werden.

Ich bin auch kein überschäumender Optimist, was gewisse Entwicklungen bei uns betrifft. Aber allzu sehr verallgemeinern hilft da nicht weiter. Was hilft, ist eine gewissen Grundvorsicht - ohne ins generelle Misstrauen zu verfallen.Nicht immer ganz leicht, zugegeben. Aber es gibt tatsächlich eine Realität außerhalb der SBs und außerhalb dieses Forums.

Hier sammeln sich viele mehrfach Gescheiterte, Promiske, Gestörte usw. Nicht alles sollte man für bare Münze nehmen in dem Sinne, dass es repräsentativ sei.
 
  • #28
dafür braucht es keine Selbstgeißelung der Männer.
Es ist keine Selbstgeißelung. Kaum ein anderer Mann würde m.E. diese Misstände anprangern.

Die Täter und ihre Befürworter sowieso nicht, weil sie es nicht als schlecht empfinden. Manche vielleicht sogar als ihr "Recht" als Mann betrachten ?

Die meisten anderen Männer scheint es nicht zu interessieren. Zumal sie selber ja nicht von dieser Männergewalt und Unterdrückung betroffen sind.

Es wird auch künftig untreue Männer, Warmwechsler, Lügner, Betrüger, und Frau-sitzen-lassen geben. Männer, die sich einen Dreck um die Gefühle ihrer Partnerin scheren. Ich schätze in Dtl. mindestens 50 % aller Männer.

Aber auch diese Männer bekommen trotzdem ihre Frauen, und bleiben nicht zwangsweise Single. Selbst durch ihre Übelkeit wirken sie "männlich." Wenn diese Frauen trotzdem solche Männer haben wollen - bitte sehr. Da darf man kein Mitleid haben.

Wenn die FS das als kommenden Abgrund bezeichnet, dann mag sie aus ihrer Sicht und ihren Maßstäben recht haben.
Aber die meisten Anderen werden das ganz anders betrachten.

Die Welt ist so, wie sie ist. Die Meisten bekommen das, was sie haben wollen. Ob das gut oder schlecht ist, bestimmen deren Maßstäbe - nicht meine, und nicht der FS. Sowie die Gesetze.
Ich habe nur meine Meinung dazu, aber die ist nicht allgemeinverbindlich.

Ich wollte ein guter Mann, Partner und Freund sein. Mit Liebe statt Gewalt. Mit Gleichberechtigung und Fairness statt Unterdrückung.
Aber das scheint bereits "unmännlich" zu wirken.

Ich schlage vor, noch mehr Frauenhäuser einzurichten. Weil die Nachfrage danach steigen wird. Aber die Ursachen dazu wird man nicht bekämpfen können.
(m,53)
 
  • #29
Ja, das stimmt, hier im Forum melden sich natürlich hauptsächlich Menschen, die Probleme haben. Das liegt an der Natur der Sache, wie ein Forumbeiträger schreibt. Aber "draussen-im prallen Leben" -wie es in einem anderen Beitrag oben heißt- ist es nicht besser. Der Unterschied ist nur, dass Menschen im "realen" Leben da draussen nicht darüber reden und du siehst nur: Ehepaar, 2 Kinder, Einfamilienhaus-ach wie idylisch oder Päarchen seit Jahren-ach, das funktioniert. Das heißt noch lange nicht, dass es bei denen hinter den Kullissen nicht brodelt und bald ein Ende haben wird.
Fakt ist, dass langjährige Ehen immer seltener werden. Warum das so ist, darüber kann man eine Doktorarbeit schreiben. Die Scheidungsquote liegt bei 45% (Statista), v.a in den ersten Jahren einer Ehe ist die Wahrscheinlichkeit einer Trennung sehr hoch.
In der Schulklasse meiner Tochter sind insgesamt 26 Kinder- davon sind 11 Scheidungskinder. Traurig.
Aber man sollte es auch positiv sehen: Immerhin sind 15 Kinder nicht von der Scheidung ihrer Eltern betroffen und gut über die Hälfte der Ehen bleiben bestehen.
Es kommt also darauf, ob man das Glas halb voll oder halb leer sieht.
 
  • #30
Ich lese hier so oft über das Warmwechseln! Untreue. Verrat, sowie Lug und Trug.
Hi neverever, du schreibst, als wäre das, was du gelesen hast Gesetz für zukünftige Beziehungsmodelle. Es geht aber nur um Minderheiten und die, die eine glückliche Beziehung führen verirren sich normalerweise nicht in das Forum. Viele finden in einer Phase, wo es ihnen persönlich nicht gut geht hier wieder, da es Antworten auf Fragen gibt, was im reellen Umfeld kaum so möglich ist. Dann gibt es die Schreiber, die auch nach dieser Phase hier bleiben und da gilt es zu unterscheiden.
Wie wäre es mit Mensch sein.
Habt ihr ähnliche Gedankengänge oder bin ich damit alleine?
Hatte ich mal, aber auch ohne das Dauer - sonnige Gemüt kann ich gut reflektieren, was möglich ist und was nicht. Ich sitze nicht auf hohem Ross und bilde mir ein, was mir alles zusteht oder, was möglich wäre.
Vor 30 J. hätte es kaum jemand interessiert, dass ein B oder C-Promi sich getrennt hat.
Da interessiert mich auch die A - Klasse wenig (und das in der heutigen Zeit) und ich würde da auch keinen, dieser "Prominenten" durch mein Interesse pushen ;)
Es ist so, ich bin seit meiner Trennung hier im Forum, vielleicht ein Merkmal, dass diese noch nicht verarbeitet wurde?
Das Forum hat m.E. nach etwas und, man kann sich hier einiges in Sachen Partnerschaft mitnehmen. Das hat nichts damit zu tun, ob du verarbeitet hast, oder nicht. Letztendlich liegt es an Dir, was du dir daraus mitnimmst und, ob du das alles für dich zum Thema machst, bzw. dich daran orientierst. Mir hat es Einblicke in andere Sichtweisen eröffnet und es hat mich mehr Toleranz gegenüber diesen Sichtweisen gelehrt.