• #1

Sind wir damit wirklich an der Spitze der Oberflächlichkeit angekommen?

Für mich(47) hegt sich der Verdacht, dass wir nur noch in einer Wisch und Weg Gesellschaft leben.Wir stellen unsere NOGO-Listen auf, und wenn es nicht passt, dann Wisch und Weg. Sollte sich der andere nach dem 2.Date nicht als Traumpartner herauskristallisieren, dann wieder Wisch und Weg. In der Anonymität reagiert man irgendwie auch nur noch überzogen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass derjenige im RL wenn er von einem Fremden angesprochen wird, einfach nur Wortlos weitergeht. Diese Oberflächlichkeit erinnert mich an eine App aus den USA vor ein paar Jahren. Da sah man nur ein Bild des anderen und hatte die Auswahl DATE or HATE.
Brauchen wir so etwas auch bei uns?

Wird nicht der Mensch nur noch zur Ware, die man bei Bedarf einfach austauscht?

Sind wir schon am Ende der Fahnenstange oder stecht dies uns noch bevor?

Sehe ich dies zu überspitzt oder geht es auch anderen hier genauso?
 
  • #2
Es ist keine Oberflächlichkeit, wenn man weiß, was man will und was nicht. Besonders im fortgeschrittenen Alter. Von "Austauschen" kann in der Kennenlernphase und beim 2. Date auch nicht gesprochen werden, denn man ist nicht zusammen, sondern hat gerade mal ein zweites Treffen. Wenn man dann merkt, dass das überhaupt nicht passt, ist es völlig legitim, den Kontakt zu beenden. Oberflächlich würde ich es finden, wenn man gleich mit jedem Hans und Franz nach dem ersten Date zusammenkommt und sich nach kurzer Zeit wundert, dass man sich nur noch streitet oder nur noch anschweigt. Ich finde, Du siehst das überspitzt. Im Übrigen ist hier nur ein kleiner Teil der Gesellschaft vertreten, also sind Verallgemeinerungen Unsinn. Es gibt genügend Paare, die lange Zeit zusammen sind. W, 49, seit 26 Jahren verheiratet
 
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  • #3
Sehe ich genau so. Ich zum Beispiel scheitere immer wieder an meinem Status: getrennt
Zudem sind alle immer auf der Suche nach 100% passt nur etwas kleines nicht, bist Du weg. Schliesslich hat es noch viele andere Vorschläge und vielleicht ist dort was "besseres" dabei, mal schauen....
Meine Traumfrau muss sehr hübsch sein, schlanke Figur, in meinem Alter (47) sie darf keine Falten haben, sie muss kochen können, sie muss Geld verdienen und selbständig sein, sie muss ein Haus haben und einen tolle Wagen, sonst läuft nichts!
Nein nein ;-) natürlich nicht.
Ausser das mit dem Alter, dass ist mir ernst. Sie sollte vieles sein aber nicht perfekt weil ich das auch nicht bin und ich kann es auch nicht bieten. Ich bin weder schön noch hässlich, weder reich noch arm, einfach 08/15. Ich kann Ehrlichkeit, Offenheit und Treue bieten und das erwarte ich auch von einer Frau. Oft wirst Du aber schon nach Freigabe der Bilder verabschiedet.....
 
  • #4
Liebe Chiara,
Die Online-Welt mit Apps wie tinder ist total oberflächlich und besteht aus wisch-weg. Aber auf Online Dating Seiten sind so viele Leute, wenn man da nicht "oberflächlich" sein und ohne jegliche No-Go Liste allen eine Chance geben würde, dann wäre man ja vor lauter Dates völlig am Ende nach ein paar Wochen. Irgendwie muss man ja filtern.
Gleichzeitig existiert die Komplexität des sogenannten RL ja weiter. Ich finde es bedauernswert, dass da so viele Hemmungen bestehen, die Menschen, die einen interessieren, anzusprechen. DAS ist die traurige Entwicklung, finde ich. Hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun, sondern mit Angst, und die kann ja selbst den komplexesten, tiefgründigsten Menschen befallen. Wenn ich eine gesellschaftliche Entwicklung herbeiführen könnte, würde ich nicht Online Dating, Apps etc. abschaffen, sondern die Menschen zur Spontanität im echten Leben ermutigen. Das würde sie automatisch vom Bildschirm weglocken.
 
  • #5
Wir sind bereits dort angekommen.
Wobei nicht nach dem 2. sondern bereits nach dem 1. Date. Top oder Flop. Es gibt keine zweite Chance.
Diese Oberflächlichkeit erinnert mich an eine App aus den USA vor ein paar Jahren. Da sah man nur ein Bild des anderen und hatte die Auswahl DATE or HATE.
Brauchen wir so etwas auch bei uns?
Gibt es bereits so ähnlich bei einer großen Singlebörse (nicht EP)
Überhaupt bei SBs scheint mir zu 80 % das Foto entscheidend. EP handelt da sehr klug, dass die Fotos nicht gleich sichtbar sind. Sonst wäre es vgl. wie auf dem Viehmarkt ?
Wird nicht der Mensch nur noch zur Ware, die man bei Bedarf einfach austauscht?
Gibt es auch bereits. Lernt man Jemand Neuen kennen, wird schnell per SMS mit dem bisherigen Partner/in Schluss gemacht.
Man hat ein lebenslanges "Rückgaberecht" - auch Trennung/Scheidung genannt.
 
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  • #6
ich sage mal dazu "jein". Meiner Meinung nach findet sich diese Haltung mehr in virtuellen Singlebörsen wieder, als in der Realität. Eine zufällige Begegnung kann sich in der Regel viel natürlicher und instinktiver aufbauen. Wenn das Internet die Plattform ist, dann hat man aufgrund der fehlenden ganzheitlichen Wahrnehmung immer eine Vorstellung. Egal wie lange oder kurz man sich schreibt, telefoniert, etc. Diese wird entweder bestätigt oder entäuscht.
 
  • #7
Also die allgemeine Wegwerfmentalität unserer konsumorientierten Gesellschaft hat sich sicherlich auch auf unser Verhalten in Beziehungen und bei der Partnersuche übertragen, ja.

In guten Zeiten wird gerne zueinander gehalten, wenn die schlechten anbrechen wird "ersetzt" statt "repariert". Bei der Suche hingegen wird konsequent und radikal aussortiert, was nicht dem von Medien propagierten Ideal entspricht. Ob das Ende der Fahnenstange damit erreicht ist? Vielleicht, aber ich bin zuversichtlich, dass da noch was geht.

Andererseits sehe ich das Problem, zumindest im Hinblick auf Partnerschaften, aber nicht nur in der Wegwerfmentalität. Das Verhältnis zwischen Mann und Frau hat sich in den vergangenen 40 Jahren stark verändert und trotzdem wird an traditionellen Beziehungsmodellen festgehalten. Das kann überhaupt nicht gutgehen.

Da eine Rückbesinnung von beiden Geschlechtern nicht gewollt ist, kann die Antwort hier nur in innovativen Beziehungsmodellen liegen. Die Meinungen zu offenen Beziehungsformen oder getrenntem Wohnen mögen stark auseinandergehen. Fakt scheint mir allerdings, dass sie deutlich besser an die Bedürfnisse der modernen Gesellschaft angepasst sind als die Eheschließung.

Diese Oberflächlichkeit erinnert mich an eine App aus den USA vor ein paar Jahren. Da sah man nur ein Bild des anderen und hatte die Auswahl DATE or HATE.
Brauchen wir so etwas auch bei uns?

Haben wir mit Tinder & Co. doch schon.
 
  • #8
Nein du siehst es nicht überspitzt! Die SB, Partnerbörsen und Datingapps gaukeln jedem
Menschen vor, den Traumpartner, wie man sich ihn vorstellt jederzeit per Mausklick zu finden oder mit nach links oder rechts wischen.

Die Sache hat sogar zwei Haken ;-). Der erste: was ist ein perfekter Partner und wer stellt eine Definition und der zweite: wenn man die Menschen danach fragt, wie sie sich genau einen Traumpartner vorstellen, kommen sie ins Grübeln. Auf diese Frage bekam ich Antworten wie: "ich weiss es nicht so genau", "es muss einfach stimmen", "ehrlich sollte sie sein". Das nenne ich sehr konkret (Ironie).

Was gibt es schöneres als in einem Zug - wie gerade jetzt zu sitzen - und in eine andere Stadt zu fahren und Menschen live zu begegnen :)
 
  • #9
Liebe FS,

wer mit offenen Augen und Ohren, ohne ständig die Nase auf einem Display gerichtet zu haben und in einer Wachstarre verharrt, durch die Gegend marschiert, der sieht sehr wohl, was los ist. Wir sind kräftig dabei, einen ganz neuen Menschen zu erschaffen, den *gläsernen*............Der das Knöpfedrücken beherrscht und so funktioniert, wie es aktuell vorgegeben wird. Wir suchen nach Abkürzungen und man schreibt ggüber (hier schon so gelesen) statt Gegenüber. Das Gegenüber wird wegrationalisiert und jede Form von Resthöflichkeit hinter MFG, LG und dergleichen auf ein Minimum reduziert. Wir stolpern anderen vor die Füße, rammen die Ellenbogen nach rechts und links und fahren hochtourig. Die neuesten Worthülsen, hier allein im Forum, wie Bedürftigkeit, Affären, On`s, Freundschaft +, Mingel, Marktwert und was es noch so alles gibt, zeigt eine Singlerestmüllgesellschaft, die zu wissen scheint, wie es geht.
Nun, solange es Menschen gibt, leben wir in einer dualen Welt. Das Gegenteil von dem, was sich in der inzwischen breiten Maße zeigt, hat sich schon längst zurückgezogen und gewiss nicht, weil es an sich und seinem Gedankengut zweifeln und verzagen lässt, sondern es hütet und nicht mehr der Meute zum Fraße vorwirft.
Und solange es das gibt, wird das andere niemals die Überhand gewinnen. Ich glaube immer noch an die Liebe, für mich ist sie etwas heiliges, was ich beschützen und behüten möchte und nichts und niemand wird mich daran hindern.
 
  • #10
Liebe FS, das empfinde ich genauso. Alles ist auf Konkurrenz, Marktwert, Statusfragen ausgerichtet. Dass Depresssion immer mehr zur Volkskrankheit wird...wen wundert das da. Wenn ich beruflich UND privat eine Nummer bin, ein austauschbarer Gegenstand, braucht es eine stabile Eigenliebe.
Ich bin dankbar und freue mich über meine Freunde und Familie!
 
G

Gast

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  • #11
Ein Stück weit hast du Recht, aber ich sehe es nicht so negativ, wir können es uns eben heutzutage leisten, alleine zu bleiben, es gibt keine wirtschaftlichen Zwänge, als Paar durchs Leben zu gehen.

Ansonsten denke ich, dass letzendlich dichtes Zusammenleben auf kleinem Raum, sprich Großstädte, der tägliche Stress mit Schuld ist daran, dass wir uns öfter mal komisch gegenüber anderen verhalten. Auf einem Dorf mit wenig Leuten läuft vieles anders, aber unterm Strich auch nicht zwingend besser, da gibt es andere Nachteile.
 
  • #12

Diese Wisch-und-weg-Dating-Apps gibt es doch (tinder, Lovoo) - da ersparst Du Dir das Ausfüllen von Profilen, Mitgliedergebühr, NoGo-Listen - ein paar Fotos hochladen und dann geht es rein nach Optik.

Wird nicht der Mensch nur noch zur Ware, die man bei Bedarf einfach austauscht?
Das entscheidet doch jeder selber, ob er so lebt oder nicht. Ich mache es nicht und rege mich nicht darüber auf, dass andere es tun. Sie haben komplett andere Kommunikations- und Interaktionsmuster als ich - das ist, als wenn wir beide unterschiedliche Fremdsprachen sprechen, die keinerlei Gemeinsamkeiten haben.
Das ist ihr Versuch, eine zunehmend komplexer werdende Welt wieder zu vereinfachen und sich im wahrsten Sinne des Wortes ein paar Streicheleinheiten zu holen, die sie sonst im Leben nicht bekommen. Indem man selber erst mal alle akzeptiert und das tun viele um überhaupt Resonanz zu bekommen, kann man sich einbilden super gefragt zu sein, ohne überhaupt ein Date zu haben.

Wenn das den Menschen hilft sich besser zu fühlen, dann kritisiere ich das nicht. Ich entscheide für mich, ob ich mich darauf einlasse, es mitmache oder nicht.
Tu' ich nicht, habe mich auch aus der Katalogmentalität der PB verabschiedet. Die meisten schaffen es nicht, eine neue Kommuniationskompetenz aufzubauen, die man für neue Medien braucht - es mangelt an Intellekt und sozialen Fähigkeiten.

Dennnoch sehe ich keinen Grund, das ganze als Drama hochzustilisieren. Wenn Du damit nicht klarkommst, dann lass' es bleiben und begib' Dich ins real life.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass derjenige im RL wenn er von einem Fremden angesprochen wird, einfach nur Wortlos weitergeht.
Aber ganz sicher mache ich das, wenn mich jemand anspricht und mir der Mensch sowie die Ansprache nicht passen. Da diskutiere ich doch nicht und lass' mich noch beschimpfen oder bedrohen.
 
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Gast

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  • #13
Kann ich männlich nicht bestätigen. Meine No Go Liste ist kurz, kein grosses Übergewicht, keine starke Raucherin und nicht mehr als 3 bereits vorhandene Kinder und dann muss man sich nur noch sympathisch sein. Bei mir hapert es am Zeitmangel und die Damen sind natürlich etwas anspruchsvoller, aber insgesamt finde ich Dating spannend und wundervoll.
 
  • #14
Was gibt Dir Anlass zu dieser Frage? Bist Du "weggeklickt" worden? Mehrmals sogar? Eines sollte von vornherein klar sein, Beziehungen entstehen nicht über eine kurze Fleischbeschauung, wie sie das Netz ermöglicht.
Der Traditionskonflikt, den Du hier schilderst, spiegelt ein Phänomen, dass es schon immer gab, das aber heute per PC oder Smartphone direkt zum Ausdruck gebracht werden kann. Während früher alles im Bereich der Vermutungen lag, ob sich jemand für einen interessieren könnte oder nicht, wird dies in einer PB direkt bestätigt. Das Kopfkino wird hier eingeschränkt, weil es immer wieder von "eventuell begehrten Fremden korrigiert wird. Die Visuelle Reduktion ("Date or Hate") auf einen Menschen täuscht aber darüber hinweg, dass es schon immer so war. Nach meinen Untersuchungen bestätigt sich ein Phänomen, das zu 90% ausschlaggebend ist: Der visuell orientierte Mensch. Dazu kommt die Renaissance der Antiken Schönheitsideale, die in den 60ern und 70ern eine "kurze" Pause eingelegt haben, in dieser Zeit lag der Begehr eher auf Typ "Indianer". Diese Ideale beeinflussen auch die Suche nach Partnern, mal mehr mal weniger. So suchen oft beide unbewusst weniger nach der Entsprechung denn dem Ideal, obwohl beide diesem Ideal so gar nicht nahe kommen.
Die Abhängigkeit vom Zeitgeistes lässt sich nachvollziehen, wenn man sich vor Augen hält, wie stolz eine Schlaghose, ein in den Schultern wattiertes Jackett etc. auf alten Fotos präsentiert wurden und wie peinlich diese Mode heute wirkt. Einzig und allein wirkt die dem Zeitgeist angepasste optische Potenz, früher wie heute. Wie wenig der Status einen Einfluss auf eine Partnerfindung hat, beweist Tipi Hedren, die sich vor dem sexuellen Angebot von Hitchcock geekelt haben muss, hat sie doch einerseits den begehrtesten Regisseur der damaligen Welt für sein Schaffen verehrt anderseits durch Ablehnung seines sexuellen Verlangens ihre Karriere freiwillig "ruiniert". Während man diese unschöne Episode Hitchcocks als frauenfeindlich und erpresserisch verurteilen kann, so beweist die sehr freizügig mit dem Thema Partnerwechsel und Sexualität umgehende, vier mal verheiratetete Hedren, dass hier KEINE feministischen, sozial verantwortlichen Motive ausschlaggebend waren.
Angesichts der vielen Fitnesscenter und ihrer Nutzer, haben wir heute etwa wieder den Idealisierungsstandard erreicht, den Leni Riefenstahl im Triumph des Willens zeigte. Zum Glück bleibt es heute beim Massenwischen auf dem Smartphone...
 
  • #15
Die Wegwerf-Gesellschaft besteht gerade aus den anspruch- und wahllosen Menschen und eben nicht aus den "Anspruchsvollen", denn diese wissen was sie wollen, die anderen eben nicht.

Das schlägt sich auch in den Scheidungszahlen wider, nicht der unterschiedliche Lebensweg ist Grund für eine Trennung, sondern dass von Anfang an etwas nicht "in Ordnung" war, man aber gerade diese Details übersehen hatte, weil man letztendlich doch lieber verbandelt als weiterhin suchender Single sein wollte - das ging ein paar Jahre gut, aber dann wurden die "einstigen Kleinigkeiten" zum Riesenmonsterproblem und es wurde sich getrennt.

Viele sagen dann im zweiten Anlauf, hätte ich damals "intensiver" hingesehen. Tchja.....

Die Wählerischen und Anspruchsvollen schauen intensiver sind und sind somit auch länger auf Suche, länger Single, oder eben Dauersingle, weil sie eben keine "Details" übersehen wollen.
Und wenn sie einmal fündig werden, bleiben sie auch zusammen, wo andere gerade wieder warmwechseln.

Konsequenz sieht man auch im Konsumverhalten des Einzelnen, ähnlich dem "Schokoladenbeispiel"....ich habe Lust auf eine bestimmte Schokoladensorte, nun stehe ich vor einem Regal voller Schokoladen, aber die gesuchte ich nicht dabei, somit verzichte ich auf den Genuß.

Die wahllosen wissen erstens garnicht, welche Sorte sie favorisieren und selbst wenn, nehmen sie auch eine andere, Hauptsache Schokolade.

Das ist der Unterschied zwischen Anspruch und alles nehmen.
 
  • #16
Zuerst erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.

Zu#2: Mit deiner Liste könnte ich schone einen Teil abdecken. Freunde von mir lieben besonders mein Bruscetta und Carpaccio.:) Ob ich jetzt sehr hübsch bin, weiß ich noch nicht einmal. Über solche Dinge lasse ich lieber andere entscheiden. Natürlich bin ich sehr hübsch oder kennst Du etwa hässliche Italienerinnen.:)

Das mit Tinder & Co. kenne ich noch nicht einmal. Vielleicht muss ich dies mir einmal anschauen.

Was mich aber auch mitbeschäftigt ist, was tut man dagegen, um nicht auch irgendwann so oberflächlich zu agieren. Ich bin absolut nicht frustriert um keinen falschen Eindruck zu erwecken, aber irgendwie beängstigt mich der Gedanken auch so oberflächlich zu werden. Der Mensch ist ja ein Gewöhnungstier und wenn ein gewisses Handeln alltäglich wird, dann ist der Sprung doch dazu nicht mehr weit auch so zu werden.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #17
Wir stellen unsere NOGO-Listen auf, und wenn es nicht passt, dann Wisch und Weg. ... In der Anonymität reagiert man irgendwie auch nur noch überzogen.

Sehe ich genauso. Natürlich verleitet das mögliche Anklicken und schon die Angabe der einzelnen Kriterien, die in SB angegeben werden können, zu einer Art "Katalogmentalität". Auf der anderen Seite muss ich ja bei den 40.000 Frauen, die ich im Umkreis von 300 km habe, eine Auswahl treffen, sei es über Aktivität, Entfernung, Bild oder sonstwas, denn alle kann ich kaum treffen.
Der Charakter und die Persönlichkeit kommen klar zu kurz. Während das in der Realität eine viel höhere Bedeutung hat, wird es in SB verfälscht. Ich suche daher in SB gar nicht mehr, seit ich gemerkt habe, dass selbst grundlegende Kriterien nicht aussagekräftig sind (Persönlichkeit) oder aber die Auswahl sehr stark reduzieren und auf der anderen Seite ich wohl auch online nicht attraktiv genug bin, um überhaupt Antworten auf eine nette kurze "Aufmerksamkeits"-Message zu bekommen. Totaler Reinfall, trotz Profil, bei dem ich mir auch mit einem längeren Text Mühe gegeben habe.

Die Anonymität in Foren sorgt überall für zum Teil überzogene Reaktionen, hier daher auch.
 
  • #18
..ist das wirklich so?

Auch in "real life" treffe ich mich nicht oder kein zweites Mal mit jemandem, wo es "gar nicht prickelt" - wozu auch? Und auch in real life hat mich noch NIE ein übergewichtiger Mann angezogen - da schüttelt mich, wenn ich sowas sehe - also wozu sollte ich mich dann in einer Online-Börse mit einem Übergewichtigen treffen?
Oder: eine meiner Beziehungen ist gescheitert, weil er nur in die Steiermark und ich aber in die "weite Welt" wollte im Urlaub - also wozu jemanden treffen, der Fernreisen von vornherein ausschliesst - da ist doch Ärger schon vorprogrammiert!
Ich würde jemanden nicht aufgrund seines Fotos ausschliessen (es sei denn, in der Beschreibung steht schlank und das Foto zeigt deutliches Übergewicht), aber wenn bestimmte Attribute nicht gegeben sind, macht ein Treffen in meinen Augen keinen Sinn - egal ob Online oder in "real life"!
 
  • #19
Zitat von Bernd 50:
Wir sind bereits dort angekommen.
Wobei nicht nach dem 2. sondern bereits nach dem 1. Date. Top oder Flop. Es gibt keine zweite Chance.

Das klingt nach Flop-Erlebnissen. Ist es aber sinnvoll, eigenes Verhalten anderen zu missbilligen? Muss generell der Fokus im Rampenlicht der "versagenden" Singlegesellschaft stehen oder nicht auch bei den vermeintlich erfolgreichen Langzeitpärchen und deren Erfolgsrezepte? Immerhin zähle ich da auch zu den annähernd 50% - und seien es auch weniger, sie bilden immer noch das Idealbild unserer Gesellschaft ab. Habe ich als Ehemann noch den selben Blick auf Frauen, wie damals, als ich meine Liebste kennen lernte? Nein. Würde ich eine gut aussehende und unverheiratete Frau in meinem Alter noch mit Sex und Erotik-Gedanken anbaggern? Nein. Geht es vielleicht mehr um Beziehungsarbeit, Gesundheit, Altersfragen, Philosophie und Lebensbewältigung mit der Belohnung durch Zweisamkeit, Geselligkeit? JA! Säen tust Du im Frühjahr, im Sommer wird geerntet und im Herbst eingelagert. Wer würde schon in dieser Jahreszeit die Saat ausbringen? So kommt es mir im fortgeschrittenem Alter ü50 bei manchen Herren aber vor. Da sitzt Demeter am Phone und wischt die Leute weg. Kann ich verstehen.

Eine zweite Chance gab es so gesehen nie. Da blieben immer Dieselben bei Klassenfesten sitzen, wenn es ums Tanzen ging, unbegehrte Mädchen tanzten mit sich selbst. Kurzbeinig und leicht untersetzt wurde nie in Fußballmannschaften gewählt und bekam in der Leichtathletik die provisorische 4 in Sport. Die waren auch diejenigen, die untereinander bedauerten, dass die Klassenschönheiten vergeben seien und jetzt nur noch der "Schrott" übrig bliebe. Hätten die damals ein Smartphone gehabt, hätte es Flott oder Schrott geheißen, dann wäre nicht diskutiert worden, sondern weggewischt.
Wie unwürdig bis teilweise grausam es denen ergangen ist, die nicht begehrt waren, war schlimm. Ich rede da von den Endsiebzigern, nein, besser war das nicht und heute ist es nicht schlechter als damals. Einzig diejenigen Männer, die mit femininen Zügen in Latzhose zu dem Ideal der Achtziger Jahre zählten und heute so gar nicht dem archaischen Ideal von heute entsprechen, sind die wahren Verlierer.
 
  • #20
was tut man dagegen, um nicht auch irgendwann so oberflächlich zu agieren.
In dem man seiner Einstellung und seinen Prizipien treu bleibt. z.B. Persönlichkeit und Gefühle wichtiger, als Aussehen oder Status.

Viele Paare (die meisten ?) mochten sich anfangs gar nicht. Kamen aber trotzdem irgendwie zusammen. Obwohl der erste, (oberflächliche) Eindruck sogar schlecht war.
Weil sie sich trotzdem für den Anderen interessierten. Weil sie sich Zeit nahmen, den Anderen gründlicher kennenzulernen.

Für Frauen gilt: Nicht passiv abwarten, sondern ran an den Mann.
(Dürfte gerade temperamentvollen Italienerinnen nicht schwer fallen ?)
 
  • #21
Beispiele für Oberflächlichkeit:

Blind Date: Mann 1,75 m. groß - Frau ca. 1,65 m. groß.
Frau bricht deswegen sofort das Date ab, weil ihr der Mann "zu klein" ist. (In einem Fall sogar, obwohl der Mann 350 km. zur Frau gefahren ist)

Frau bricht Date ab, weil ihr gerade ein anderer Mann mehr Spass macht - gleich im Anschluss an dieses Date.

Date in 55 km. Entfernung. Der Mann fährt die gesamte Strecke zur Frau. Unterwegs gerät er in ein Unwetter, ruft vorsorglich bei der Frau an, dass er sich deswegen verspäten könnte. Darauf sagt die Frau sofort Alles ab, und beendet den Kontakt. Obwohl das Unwetter auch in ihrem Ort.

Frau schreibt Mann an, bekommt Antwort, aber sie misversteht dabei etwas. Deswegen beendet sie den Kontakt per Mail, und lässt sich nicht davon abbringen.

Frau schreibt Mann an, bekommt positive Antwort -> Mail-Austausch.
Dann Handy-Nummer des Mannes, aber er war beim ersten Versuch nicht erreichbar. Darauf brach die Frau den ganzen Kontakt ab.
 
  • #22
Was mich aber auch mitbeschäftigt ist, was tut man dagegen, um nicht auch irgendwann so oberflächlich zu agieren. Ich bin absolut nicht frustriert um keinen falschen Eindruck zu erwecken, aber irgendwie beängstigt mich der Gedanken auch so oberflächlich zu werden.

Ich entscheide selber welcher Mensch ich sein will und welche Bewegung ich mitmache. Ich habe mir SB angesehen, es selber versucht und festgestellt, dass ich diese Art der Kommunikation und den Massenvergleich nicht möchte. Also habe ich es eingestellt.
Mein Eindruck war: meine Datingpartner wollten sich nicht festlegen, könnte ja noch eine bessere Option kommen. Das sorgte dafür, dass ich auch auf innerlichem Abstand blieb. Mit diesem "Vorbehalt" bei meinem Gegenüber konnte ich mich auch nicht einlassen. Als ich erkannte, wie der Wechselbezug ist, war ich mit dem Thema durch.

Mit den Datingapps habe ich mich nur noch befasst, um zu sehen was das ist, wie die Kommunikation funktioniert. Dass das erst recht nichts für mich ist, war mir auch schnell klar.
Insofern kann ich nicht sagen, dass durch neue Medien ein Risiko zur unerwünschten Persönlichkeitsveraenderung besteht. Ich kann neue Technik handeln, nicht sie leitet mich. Ich bin kein Gewohnheitstier, sondern sehr aufmerksam für wünschenswerte und unerwünschte Veränderungen. Letztere versuche ich zu vermeiden. Man wird niemals zwangsläufiges Opfer von neuen Kommunikationstechniken, man entscheidet sich dafür und wenn aus purer Bequemlichkeit/geistiger Traegheit.
 
G

Gast

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  • #23
Also ich bin so nicht! Weder stelle ich No-Go-Listen aus, noch händele ich Menschen ab! Ich bin auch im Internet mit meinem Realnamen unterwegs und ich behandele jeden gut und zuvorkommend! Leider wird das oft ausgenutzt, die Leute werden ausfallend, ungerecht und tückisch, dann werden diese Leute bei mir aber auch aussortiert und radikal geblockt. Da gibts dann auch kein Zurück mehr.

Gerade im Internet muss man einen weiteren Sinn für Menschenkenntnisse entwickeln. Nicht jeder ist gut, viele sind nur oberflächlich, sondern ich würde mal sagen, regelrecht dumm/verdummt! Ihnen fehlt der Intellekt. Sie sind langweilige Menschen ohne besondere Kenntnisse oder mit niedrigem Intelligenzspiegel, das heißt für mich: 08/15 Job, keine Hobbys, Freizeit im Internet abhängen, immer über die neusten Nachrichten tratschen, sonst wenig Talente, und demzufolge schon total durch im Kopf.

Ich würde mich im Internet einfach da entfernen, wo die Masse abhängt! Plattformen jeglicher Art sollte man einfach mit Vorsicht und Maß genießen. Dating übers Internet ist kritisch. Man kennt die Menschen absolut nicht, auch wenn man sich im Erstgespräch scheinbar versteht. Da stecken meist die unmöglichsten Leute dahinter.
 
G

Gast

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  • #24
Liebe Chiara,
ja, so empfinde ich es auch.
Ich hatte einen sehr schönen Kontakt mit einem Mann, der immerhin 15 Jahre älter war als ich, in seinem Profil stand, er sei nicht oberflächlich, und das hat mich über den Altersunterschied hinweg sehen lassen. Er hängte sich so richtig ins Zeug, arrangierte ein erstes Date, reservierte ein Restaurant...tja und dann standen wir uns gegenüber und er stellte fest, dass ich mit meinen (nur 5cm hohen Pumps) ca.5cm größer war als er. Damit war für ihn der Abend dann gelaufen. Noch am selben Abend bekam ich die Absage per Knopfdruck mit dem Vermerk, " ich sei ihm zu groß auch wenn die Größe in meinem Profil stand:)
Meine Freundin wurde nach 5 Dates und einem gemeinsamen Wochenende ausgetauscht, weil eine 10 Jahre jüngere Frau ihre Stelle einnahm - denn natürlich hatte er jede Menge Parallelkontakte.
Da interessierte es niemanden, dass man sich doch so super verstanden hatte. Einfach "Klick - und weg".
Für mein Empfinden bleibt die Romantik dabei total auf der Strecke.
Wozu sich reinhängen und Mühe geben, wenn die/der nächste nur einen Mausklick entfernt ist?!
Es gibt nicht umsonst so viele Burnouts und Menschen, die in Depressionen verfallen.
Ich bleibe mir lieber treu und wenn ich ausrangiert werde, weil sich die ersten Fältchen zeigen und ich mit 40 nicht mehr den Körper einer 17 Jährigen habe - so what, dann bleibe ich lieber alleine, als mit einem oberflächlichem Egoisten an meiner Seite durchs Leben zu gehen.
w.
 
  • #25
Für mich(47) hegt sich der Verdacht, dass wir nur noch in einer Wisch und Weg Gesellschaft leben.Wir stellen unsere NOGO-Listen auf, und wenn es nicht passt, dann Wisch und Weg. Sollte sich der andere nach dem 2.Date nicht als Traumpartner herauskristallisieren, dann wieder Wisch und Weg. In der Anonymität reagiert man irgendwie auch nur noch überzogen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass derjenige im RL wenn er von einem Fremden angesprochen wird, einfach nur Wortlos weitergeht. Diese Oberflächlichkeit erinnert mich an eine App aus den USA vor ein paar Jahren. Da sah man nur ein Bild des anderen und hatte die Auswahl DATE or HATE.
Brauchen wir so etwas auch bei uns?

Wird nicht der Mensch nur noch zur Ware, die man bei Bedarf einfach austauscht?

Sind wir schon am Ende der Fahnenstange oder stecht dies uns noch bevor?

Sehe ich dies zu überspitzt oder geht es auch anderen hier genauso?
Wenn man das hier so alles liest, frage ich mich das auch wirklich! Es ist einfach nur noch traurig.
Ja das sehe ich ähnlich. Zum kotzen wie manche nur noch mit Ellenbogen durch Leben rennen!
 
  • #26
Guten Morgen Chiara,

oberflächlich betrachtet sind wir in und mit unserer Obeflächlichkeit sehr weit gekommen. ;)

Bei näherer Betrachtung bin ich immer wieder erstaunt, welche Tiefe es mit und in zwischenmenschlichen Beziehungen gibt, gegen kann und ich erfahre. :)

Für mich ist entscheidend, dass ich mir, meinem Sein, meinem Leben und meiner Umwelt sehr bewußt bin, diese auch so erlebe und alles was diesem nicht entspricht mir (weitestgehend) von Geist, Seele und Körper halte. Ich tue mir Menschen und Dinge, denen ich nicht wichtig bin und die mir nicht mehr wichtig sind, nicht (mehr) an und lasse mir meine Lebenszeit und -energie nicht (mehr) rauben. Mir sind diese schlichtweg egal (geworden). Dies ist leider in letzter Konsequenz nicht immer vollständig möglich, aber ich bin immer wieder freudig überrascht, wie es immer besser wird, es mit gut tut und befreit ich dadurch (er)lebe.

Ich erlebe viele/genug Menschen, vor allen Dingen mit zunehmenden Alter und (Lebens)Erfahrung, die diese Oberflächlichkeit auch ablehnen und Tiefe zeigen. Wenn ich mich diesen mit allem öffne, bin ich sehr dankbar, wie viel ich geben und nehmen kann und darf. Mehr brauche ich nicht, um (mein) Glück und Zufriedenheit zu haben. Auch in einer Partnerschaft.
 
  • #27
Das klingt nach Flop-Erlebnissen. Ist es aber sinnvoll, eigenes Verhalten anderen zu missbilligen ?
Viele Frauen erwarten gleich beim ersten Date, dass sie sich verlieben - sonst Absage. Aber so schnell (wie im Liebesfilm) funktioniert das i.d.R. nicht. Aber sie erwarten es trotzdem.

Wenn das sofort-verlieben dann doch nicht klappt, meinen sie irrtümlich, es läge nur an der schlechten Auswahl auf dem Partnermarkt = "eigenes Verhalten Anderen misbilligen". Und übersehen ihre eigene Oberflächlichkeit.

Oder viele Männer. Erwarten auf den ersten Blick gleich, dass sich was in ihrer Hose rührt = die Frau sexuell attraktiv wirkt. Rührt sich nix = Absage.

Langzeit-Paare sind nicht unbedingt ein gutes Beispiel für erfüllte Beziehung.
Viele Paare sind in Gewohnheiten verfallen, und es zieht Langeweile ein. Aber sie wollen oder können aus ihren Gewohnheiten nicht ausbrechen.

Oder haben sich gar gegenseitig abhängig gemacht. Ein Mann, der sein Leben lang gekocht, gewaschen, geputzt bekommt - ist hilflos, wenn er alleine wäre ?
Also sucht er sich seine nächste "Haushälterin" = (Ehe-)frau. Denn die arbeitet jeden Tag, und nur für Kost und Logis. Wie anfangs die Mutter. Und es gibt Frauen, die lassen sich so ausnutzen, sehen es gar als ihre "weibliche Pflicht" an, und merken nicht, dass sie ggf. gar nicht geliebt werden. Sondern höchstens ihre Kochkünste.
 
  • #28
dann bleibe ich lieber alleine, als mit einem oberflächlichem Egoisten an meiner Seite durchs Leben zu gehen.

Wer so wie hier über die Oberflächlichkeit des anderen Geschlechts klagt, ist selber oberflächlich. Und erschafft sich damit das beklagte Problem höchst selbst, denn tiefgründige Menschen müssen oft genug miterleben daß sie, bevor sie ihre wahre Wesensart hätten offenbaren können, schon längst oberflächlich abgeurteilt sind.

Geht man z.B. bei einer Frau offensiv vor, ist man für sie einer, der nur auf Sex aus ist. Geht man weniger offensiv vor, ist man einer, der sich nicht traut. Oder der die Frau als so unattraktiv empfindet, daß sich erotisch nichts rührt bei ihm. Daß man zu denen gehört, für die Sex erst bei einer gewissen Vertrautheit infrage kommt – so weit kommt es erst gar nicht, im Gegenteil, man hat sie nur wieder in ihrer vorgefaßten falschen Meinung bestätigt.
 
F

Fiona72

Gast
  • #29
Viele Frauen erwarten gleich beim ersten Date, dass sie sich verlieben - sonst Absage. Aber so schnell (wie im Liebesfilm) funktioniert das i.d.R. nicht. Aber sie erwarten es trotzdem.

Dies sollte man jetzt nicht so pauschal sagen. Ich möchte dies nicht und bei mir dauert es schon ein wenig länger, bis ich verliebt bin.

Das mit der Oberflächlichkeit hat auch etwas damit zu tun, das man vom Netz einfach zu viel erwartet. Alles auf im RL nicht funktioniert, funktioniert auch nicht im Internet oder umgedreht.
Schließlich bestimme ich immer noch selber, wie ich mit anderen umgehe. Das ändert auch keine SB, keine Ratgeberbücher, die sich wie Bestseller verkaufen oder irgendetwas anders. Wenn man also anfängt auf Teufel komm raus sich diesen Medien hinzuwenden ohne sein eignen Verstand zu benutzen, ist auch selber schuld.

Ich ärgere mich auch nicht mehr darüber, dass man auf Anfragen keine Antwort mehr erhält. Keine Antwort ist auch eine Antwort. Erst wenn ich mich darüber ärgere, gebe ich doch der Person mehr Aufmerksamkeit als sie verdient hat.
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #30
Mein Eindruck war: meine Datingpartner wollten sich nicht festlegen, könnte ja noch eine bessere Option kommen.

Das passt zu der "Katalogmentalität" in SB. Mir ist das umgekehrt auch schon so gegangen, keine klaren Aussagen, nach dem ersten Date mehrere Mails mit "Habe leider im Moment keine Zeit", "Bis bald", statt einfach ehrlich zu schreiben, es passt nicht. Ich glaube nicht mal, dass es nur die besseren Optionen sind, es mag auch die Angst sein, eine Option auszuschließen bzw. sich entscheiden zu müssen oder aber den anderen damit zu verletzen. Ich habe den Eindruck, manche Menschen können mit der großen Auswahl in SB überhaupt nicht umgehen.
 
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