G

Gast

  • #1

Singlefrust - eine neue Erfahrung für mich

Ich (w39) bin seit einigen Jahren Singlefrau und konnte dieser Lebensform immer auch viel Positives abgewinnen, da das Gras am anderen Ufer gewiss nicht immer grüner ist, um es mal kurz zu fassen!
Seit einigen Monaten jedoch beobachte ich an mir selbst, dass mir mein Singledasein zunehmend zu schaffen macht. Ich erlebe mich verstärkt leer, obwohl ich -abgesehen von meiner Partnerschaftslosigkeit - ein gutes Leben führe und mich für das Leben begeistern kann. Spätestens, wenn das Wochenende beginnt, überfällt mich eine innere Leere und das Erleben, in den letzten Jahren so einiges versäumt bzw. nicht gelebt zu haben.
Ich wünsche mir eine entsprechende Veränderung, blockiere mich dabei aber selbst, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, dass ich jetzt mit 39 Jahren noch den für mich richtigen Partner finden kann. Mein Eindruck ist, dass sehr viele längst vergeben sind und in ihrem Leben ganz woanders stehen als ich.

Kennst du mein Situation aus eigener Erfahrung heraus? Wie gehst du mit deinem Singledasein um, und wie überbrückst du Singlekrisen?

Ich freue mich auf viele Antworten :)
 
G

Gast

  • #2
Ich habe bisher 2 Beziehungen geführt, beide ca. 2 Jahre, dann habe ich mich nur noch eingesperrt gefühlt und musste mich aus der Situation befreien. Mir fehlt auch etwas im Leben, aber ich habe erkannt, das ein Partner mir das nicht geben kann. Antworten vermute ich, kann ich nur in mir selbst finden. Mir fällt da immer so ein billiger Reim zu Thema Beziehung ein: "Gemeinsam Einsam", der beschreibt die zu meinst geführte Beziehungs-Realität wie ich meine recht gut.

Was fehlt Dir und kann jemand anderes Dir das geben?

Aber bei Dir als Frau ist das vielleicht anders als bei mir als Mann?

m39
 
G

Gast

  • #3
Ich, m43, bin seit knapp zehn Jahren Single...
Hatte davor eine langjährige Beziehung.
Deine Situation kann ich nachvollziehen, wenn gleich es mir nicht so geht.
Ich freue mich immer sehr auf die Wochenenden, mache viel Sport, gehe aus, besuche Freunde, etc.
Leer fühle ich mich überhaupt nicht.
Ich sehe in meinem Umfeld, wie sehr viele Beziehungen in unserem Alter nun ''krachen'' gehen.
Da denke ich dann wiederum, eigentlich hast du nix verkehrt gemacht.
Man muss dem Leben, welches man gerade lebt, nur die positiven Seiten abgewinnen.
Nach einer Partnerin suche ich inzwischen nicht wirklich mehr, bin zwar online angemeldet, aber ich date nicht mehr sinnlos, schreibe nur hin und wieder ausgesuchte Partneranfragen. (...kommt aber so gut wie nix bei rum).
Ich bin Realist genug um zu wissen, eine eigene Familie werde ich nicht mehr haben.
Dafür ist es zu spät.
Um aber ein selbst bestimmtes, glückliches Leben zu führen, dafür ist wirklich nie zu spät.
 
  • #4
Liebe FS,

ja, ich kann das gut nachvollziehen. Ich (w38) bin mit meinem Leben auch ganz zufrieden, habe eine gutgehende Firma und verbringe viel Zeit mit meiner Tochter. Das gibt natürlich sehr viel, aber irgend etwas fehlt halt doch. Ich glaube, wirklich überbrücken kann man das nur schwer. Hab auch gemerkt, dass lockere Affären zur Überbrückung nichts für mich sind, da ich neben dem Körperlichen auch viel Wert auf eine emotionale Verbundenheit lege.

Ich verstehe aber auch Gast #1. Beziehungen. in denen man sich noch einsamer fühlt, sind auch keine Lösung. Naja, und wenn ich mich eingesperrt fühle, setzt bei mir auch der Fluchtreflex ein. Ich glaube, man muss es nehmen, wie es ist und es entspannt sehen. Mit einer zwanghaften Suche (sehe ich öfter bei Single-Freundinnen im Bekanntenkreis) tut man sich ja auch keinen Gefallen.

Wünsche Dir alles Gute.
 
G

Gast

  • #5
Beziehungen enden ständig und überall. Egal wie alt oder jung die Leute sind.

Wenn du nicht weisst, wie man flirtet, würde ich einen etablierten Flirtcoach engagieren. Ein paar Tage kosten ungefähr so viel wie ein Urlaub.

Für die meisten Frauen bedeutet Partnersuche sich in ihrem social circle (arbeit, freunde, bekannte, nightlife) 'umzusehen'. Allerdings macht das nur einen mikroskopischen Anteil des tatsächlichen Markts aus. Wer nie gelernt hat auch im Alltag - dem eigentlichen und meist komplett übersehen 'Markt' - zu flirten, wird sich selbst unzähliger Chancen und Möglichkeiten berauben.

Dass Frauen diesem 'Buffet' schulterzuckend gegenüberstehen, ist noch verständlich. Doch selbst Männer blenden den Alltag häufig einfach aus. Wer diesen Bereich erstmal für sich erschlossen hat, wird schneller und häufiger Bekanntschaften machen. In anderen Ländern gibt es da keine Tabus. In Deutschland ist es (noch) nicht üblich, aber das heißt absolut nicht, dass es nicht erwünscht ist.

Frauen und Männer freuen sich sehr über authentisches Interesse. Egal wo man ist. Man muss nicht auf eine Party, eine Veranstaltung oder in einen Klub gehen, um zu flirten. Die meisten Leute wissen nicht wie man flirtet und glauben felsenfest, dass sie das einfach nicht können und das eine Fähigkeit ist, die man entweder hat oder nicht hat und die nicht lernbar ist. Wahrscheinlich einer der größten Irrtümer überahaupt.

Es gibt da noch sehr viel mehr als die klassischen Signale, wie etwa ein lächelnder/längerer Blick. Es gibt noch sehr viel aktivere, direktere und effektivere 'Signale'. Wer merkt, dass es ihm/ihr unmöglich ist mit fremden Menschen ein Gesrpäch zu beginnen, der hat Nachholbedarf. Und das betrifft, leider, sehr viele Menschen. Aber wie gesagt, man kann das tatsächlich lernen, und sehr, sehr viel Spaß dabei haben.

Was mich immer wieder erstaunt, Menschen bilden sich in allen Bereichen weiter und wollen sich entwickeln. Sie wissen alles über gesunde Ernährung, Sport, Urlaub, Hobbies, Kunst, Literatur, Computer, Autos, usw. Doch in diesem Bereich machen sie überhaupt nichts. Sie versuchen nie sich diesbezüglich weiterzuentwickeln und sehen das Kennenlernen von Männern/Frauen als großes Fragezeichen, auf das sie keine Antwort haben.

Es gibt dann auch immer wieder Leute die sofort anmerken "Das kann man nicht erzwingen, man darf nicht 'suchen', besser einfach zu leben...dann kommt 'das' schon, arbeite an 'dir', dann kommen Männer und Frauen von ganz alleine.' Die meisten dieser Ratschläge verordnen diesbezügliche Passivität. Man hat allerdings durchaus sehr viel Einfluss auf die Partnersuche.

Und man sollte zwar nicht 'verkrampft' suchen, aber mit Spaß und Enthusiasmus kann man durchaus suchen. Wer dem Coaching sehr skeptisch gegenüber steht, kann sich auch kostenlose Videos auf youtube ansehen, wie Männer und Frauen aktiv flirten und dabei ganz natürlich und authentisch bleiben.
 
G

Gast

  • #6
Diese "Sinnkrise" (oder Torschusspanik) hast du weil dein 40. Geburtstag naht. Es ist eine besondere Zahl, vor Allem für eine Frau, da die biologische Uhr lauthals schrillt, man befindet sich jetzt im Mittelalter;-) blickt zurück, zieht ein Resumee, stellt einiges in Frage, gerade im privaten Bereich.
Das ist ganz natürlich, mir ging es ähnlich, aber erzwingen kann mann nichts, schon gar nicht die Liebe. Und wer weiß, was dir das neue Jahrzehnt für Schönes bringt. Ich kann dir nur raten, nicht zuviel darüber nachzudenken, denn man strahlt diese "Verzweiflung" auch aus, was geradezu tödlich ist bei der Partnersuche.
 
G

Gast

  • #7
Ich, m43, bin seit knapp zehn Jahren Single...

Ich sehe in meinem Umfeld, wie sehr viele Beziehungen in unserem Alter nun ''krachen'' gehen.
Da denke ich dann wiederum, eigentlich hast du nix verkehrt gemacht.
Ja, eben - wenn man nur die Beziehungen betrachtet welche scheitern, aber wieviele Beziehungen sind auch noch nach langer Zeit schön und erfüllend ... und genau die siehst du natürlich nicht ... und ja, verglichen mit denen hast du dann etwas verpaßt ... denn als Mensch ist nichts schöner als Zweisamkeit mit einem geliebten Menschen.
 
  • #8
Kenne ich heute mit 50 plus nicht mehr.

Ich hatte mal mit Anfang 30 eine negative Phase, weil alle Freundinnen, mit denen ich viel unternommen hatte, plötzlich geheiratet hatten, 30 war wohl so ein magisches Alter, dann kamen auch die Kinder, das Haus, dieses obligatorische Familienheileweltprogramm.

Mit den Jahren musste ich mir einen völlig neuen Freundeskreis aufbauen, da sich die Interessen mit den verheirateten Freundinnen, verschoben. Kinder, Küche, Herd und Kochrezepte waren nunmal nicht meine Welt und wären es auch nie gewesen, das gebe ich zu.

Damals glaubte ich irgendwie den Anschluß verpasst zu haben, ich hatte immer viele Verehrer, aber keinen auf den ich mich festlegen wollte, der Kopf sagte zwar ja, aber ich konnte mich emotional nicht entscheiden und ehrlich zog mich auch keiner dieser Männer sonderlich sexuell an, dieses sich zwingen oder versuchen müssen war nicht mein Ding.

So verstrichen 20 Jahre, einige Freundinnen sind mittlerweile nicht mehr so happy in ihren Ehen wie ich hörte, ein Ehemann einer ehem. Freundin begann zu trinken während des Hausbaus, es gab häufig Krach, eben diese Geschichten, die mir erspart blieben.

Heute mit 50 plus geht es mir hervorragend.
Ich hätte nichts gegen eine gleichberechtigte Partnerschaft einzuwenden, sehe sie aber auch nicht als unbedingt notwendig an. Ich wäre eine Frau für eine lockere Beziehung ohne Erwartungshaltung.

Fazit:
Die geistige Haltung zum Thema Partnerschaft ändert sich mit den Jahren, mit 30 denkt man nicht mehr wie mit 20 und mit 40 nicht mehr wie mit 30.
 
G

Gast

  • #9
Liebe FS,
das kenne ich - ich bin nach langjähriger Ehe seit 8 Jahren Single und sehe nicht, dass sich das noch mal ändert, auch wenn ich mir das wünsche.

Aufgrund meiner Ehe kann ich sagen "lieber allein als gemeinsam einsam". Ich sehe das auch so, dass die meisten Mäner, mit denen frau eine echte innige Beziehung führen kann, vergeben sind. In die Unverbindlichen bin ich nicht bereit nur eine Minute meiner Lbenszeit zu verschwenden und meine Lebensqualität zu reduzieren.
Ich habe einen prima Job, treibe viel Sport, unternehme einiges mit Freunden. Heute früh habe ich mein obligatorische Runde um die Alster gemacht und viele Paare gesehen, Händchen haltend, sich umarmend. Natürlich wünsche ich mir das und es macht mich traurig. Trotzdem verleitet meine Sehnsucht mich nicht, eine schlechte Partnerschaft einzugehen. davon kenne ich geug und diese sind allesamt schlimmer, als allein zu sein.

Alle Männer, die sich in Beziehungen eingesperrt fühlen, sowie diejenigen die froh sind, sich auf nichts eingelassen zu haben, weil es um sie herum kracht, meide ich wie die Pest, denn das sind die letzten, die sich selber zutrauen eine gute Beziehung führen zu können.
Trotz Scheidung kann ich das und ich konnte mich auch in Anstand scheiden lassen, ohne kpünstlich erhöhte Kosten, wegen Streit und Zankerei. Im Gegenteil, das scheitern der Ehe hat mir aufgezeigt, was ich mir wünsche. Ich schaue nicht dahin, wo es ebenfalls misslingt, sondern dahin, wo es gelingt und es wäre in einer neuen Beziehung mein Bestreben, es richtig zu machen, auch so eine glückliche Beziehung zu haben. Das geht wiederum nur, wenn man sich voll einlässt und zwar beide.

Ich weiß, dass es hohe Ansprüche sind und daher befasse ich mich mehr damit, mir meine Singlezeit schön zu machen, als traurig auf das grünere Ufer zu gucken. Außerdem, was solls: auch traurigsein und Einsamkeit gehört zum ganz normalen Gefühlsspektrum dazu. Je weniger Bedeutung man dem gibt, sondern es als vorübergehenden und sehr berechtigten Gefühlszustand akzeptiert, desto weniger beeinträchtigt es die Lebensqualität. Ich nutze es keinesfalls, um das Leben von anderen schlectzureden, sondern betrachte es als mein Ding - es kommt und es geht udn ist kein Grud in Depressivität oder ins Katastrophisieren zu verfallen.
Das ist für mich immer ein guter Anlass, mich mit einem guten Tee und einer DVD aufs Sofa zurückzuziehen oder einen schönen Saunaabend zu machen - nichts was eine echte Last ist.
 
G

Gast

  • #10
Das Leben bietet in der Jugend viele Optionen. Die Kunst des Lebens ist, rechtzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Oder auf einem falschen Weg umzukehren. In jedem Fall gehört dazu das Bewusstsein der eigenen Wünsche, denn alle Optionen, die sich uns bieten, können wir nicht wahrnehmen. Wir haben ja nur ein Leben. Dir ist es gelungen, ein unabhängiges, materiell gesichertes Leben aufzubauen. Andere Frauen haben dafür Haus, Familie und Kinder - unterschiedliche Wege und Ziele. Wenn Du Sehnsucht nach einem Gefährten hast, der das Leben mit Dir teilt, wird sich unter den 80 Mio. Menschen sicher jemand finden. Aus einem Gefühl macht man einen Wunsch, daraus ein
Ziel, dann findet sich ein Weg dorthin. Derzeit ist bei Dir wohl "nur" ein Unbehagen über Deine objektiv zufriedenstellende Situation da. 39 ist nun wirklich kein Alter, in dem sämtliche Züge abgefahren sind.
Vielleicht hast Du einfach nur ein friedliches Leben und Dir ist langweilig........? Da würden viele gerne mit Dir tauschen.
w
 
G

Gast

  • #11
Mit 39 ist man nicht zu alt, nochmal in die Disko zu gehen, und jemanden klar zu machen, sich Leuten anzuschließen und Kontakte zu knüpfen! Frauen machen sich leider selbst steinalt und wirken damit auch unbrauchbar!
Du hast was verpasst, dann musst du es eben jetzt nachholen! Verwerflicher ist, daheim sitzen zu bleiben und seine Zeit zu vergeuden, um sich gewöhnlichen Konventionen anzuschließen. Willst du nicht als alte Jungfer enden, dann geh mal raus und mach etwas, das du sonst nie machen würdest.
Ein anderes Heilmittel gibt es schlichtweg nicht. Das Leben ist Aktivität!
 
G

Gast

  • #12
Hallo FS, deine konkreten Fragen kann ich leider nicht beantworten.
Ich glaube, dass Du das Projekt "Beziehung" angesehen solltest. Dein Beitrag macht deutlich, dass Du in mancher Hinsicht doch von einer Beziehung "träumst". Manchen Menschen fällt es ganz leicht, Partnerschaften einzugehen. Anderen, zu denen gehörst Du - und ich - fällt das sehr schwer. Das ist so, wie es vielen Menschen ganz leicht fällt, "normalfigütlich" zu sein. Aber sehr adipöse Menschen, die es vll. auch als Kinder waren, können sich gar nicht vorstellen, wie das ist. Für die ist eine Diät ein ungeheuer anstrengendes Projekt (s. The biggest looser).
Mit diesem "Eingeständnis" solltest Du an eine Beziehungsanbahnung rangehen.
Dieses Projekt anzugehen ist für dich genau so eine Entscheidung, wie für einen 170kg-Menschen abzunehmen. Ich habe Hochachtung, wenn jemand das anpackt!
 
G

Gast

  • #13
Ja, eben - wenn man nur die Beziehungen betrachtet welche scheitern, aber wieviele Beziehungen sind auch noch nach langer Zeit schön und erfüllend ... und genau die siehst du natürlich nicht ... und ja, verglichen mit denen hast du dann etwas verpaßt ... denn als Mensch ist nichts schöner als Zweisamkeit mit einem geliebten Menschen.

Ich # 2...

Ja sag mir doch mal, wie viele Beziehungen in deinem Umfeld sind nach 20 Jahren, Hausbau,Kinder, etc., noch glücklich??
In meinem Umfeld so gut wie keine mehr.
Wie viele Ehepartner lieben sich noch wirklich, haben ein geregeltes Sexleben?
Sag's mir...ich bin wirklich auf konstruktive Antworten gespannt.
Einzelfälle, welche die Ausnahme der Regel bestätigen, sollten hier nicht als Exemplar dienen.
Ich sehe das, was ich meinem Umfeld sehe.
Und nein, das ist ganz gewiss nicht Hartz4.
Aber jeder kann natürlich in seiner Traumwelt leben.
Hab da gar kein Problem damit.
 
G

Gast

  • #14
Ich bin w50 und seit 9 Monaten nach 15 Jahren Beziehung Single. Emotional war schon lange vorher Schluss. Ich fühle mich frei für eine neue Partnerschaft.

Allerdings habe ich mir das Suchen (bzw. Finden) nicht so schwer vorgestellt. Ich musste feststellen, dass viele Männer in Singlebörsen eher lockere Kontakte suchen und sich nicht festlegen wollen. Das ist nichts für mich. Und irgendwie sieht man überall glückliche Paare - ich wäre gern ein Teil davon. Aber man kann nichts erzwingen. Nur mit offenem Blick durchs Leben gehen.

Ich fülle mein Singleleben so gut es geht mit Inhalt, unternehme viel allein, mache viel Sport und habe meine Katzen zum kuscheln. An den nächsten Urlaub mag ich allerdings noch nicht denken....
 
  • #15
Besser Keine/n, als das Falsche am Hals.

Wenn ich(m) eine Frau wäre, und so viel über Männer wüsste, wie ich als Mann - wollte ich als Frau keinen Mann haben.

Auch ich träume einem romantischen Bild von Partnerschaft hinterher.
Und wundere mich, warum es in der Realität so schwierig zu verwirklichen ist, obwohl es eigentlich so einfach scheint.

Dazu kommt das "Päckchen" von schlechten Erfahrungen, das man mit sich herum trägt.
Aber so schlecht abschütteln kann.

Was solls. Ich suche und finde momentan neue Interessen, mit Denen ich mich beschäftige, und für mich spannend sind. Und verschiebe die aktive Partnersuche auf später - vielleicht nach dem kommenden Winter ?
Aber bleibe passiv offen.

Genieße den Moment - so wie er ist. Freue Dich an dem was Du hast, oder erreichen kannst.
Trauere nicht nach, was Du nicht hast. Denn das verdirbt die Laune, und man kann den Moment nicht genießen.

(m,53)
 
G

Gast

  • #16
Mit 39 ist man nicht zu alt, nochmal in die Disko zu gehen, und jemanden klar zu machen....
Der Tipp ist genauso unbrauchbar wie: "mach online". In Discos gibt es keine Männer im Alter der FS die in irgendeiner Weise opartnerschaftstauglich wären - das sind die Affärenhansel, die nur für echten Singlefrust sorgen, wenn eine partnerschaftsinteressierte Frau sich mit ihnen abgibt. Diese "klarmach"-Sprüche kommen von Männern denen das Affärenmaterial ausgeht, weil sie nicht mehr attraktiv genug sind fürs normale Disco-Publikum.
Die FS sucht keinen "klarmach-ONS" sondern eine Partnerschaft.


Du hast was verpasst, dann musst du es eben jetzt nachholen! ....Willst du nicht als alte Jungfer enden, dann geh mal raus und mach etwas, das du sonst nie machen würdest.
Was hat die FS denn verpasst - ich lese nichts davon?
Man kann nichts nachholen, was man verpasst hat - die Lebensphase ist verstrichen. Man kann sich höchstens lächerlich machen im ewigen Jugendwahn.
Man befindet sich in einer neuen Lebensphase mit den Optionen, die diese enthält und mit keinen anderen Möglicheiten. Die verpassten Partner sind nun mal verpasst und kommen nicht wiedre. Wenn sie 10 Jahre später mit Scheidungslasten oder Lebensfrust wieder kommen, sind es andere Menschen mit anderen Möglichkeiten.
Man selber ist im fortgeschrittenen Alter Bestandteil des lebensgeschädigten Restepools und kann sich auch nur aus diesem einen neuen Partner finden. Das heißt nicht, dass das alles schlechte Menschen sind, wie hier oft fehlinterpretiert wird. Es ist viel schwerer ist, einen passenden Menschen zu finden, mit dem sich eine gute Partnerschaft führen lässt, wenn das Leben schon einige schwere Wunden geschlagen hat, man gelernt hat zu misstrauen etc.
w, 50
 
G

Gast

  • #17
Ich bin eine überwiegend glückliche Single-Frau. Unglücklich war ich immer nur dann, wenn ich mich unglücklich verliebt habe.

Auf monatelange Liebeskummer-Phasen kann ich gern verzichten, denn da leide ich wirklich entsetzlich.

Das einzige, was mir manchmal in meinem Single-Leben fehlt, sind zärtliche Berührungen. Und Küsse.
Dann fange ich an zu überlegen: Gibt es Männer, die genau wie ich sich nach Romantik und Küssen sehnen? Vielleicht ein paar. Aber wenn man hier quer durchs Forum liest, scheint es doch eher so, dass es überwiegend um Sex geht, um Affären, Lieblosigkeiten, Beleidigungen usw. Selten geht es um echte Gefühle, um echte Liebe. Es gibt viele Männer, die wollen Sex, Sex und nochmals Sex ...aber keine Romantik, kein Kuscheln, keine Küsse. Überwiegend wollen sie also nicht das, was ich mir wünsche.

Auch darum fällt es mir nicht schwer, (glücklicher) Single zu sein.