• #1

Singles - beneidenswerte Sündenböcke?

Singles und Ihre Probleme sind häufig Zielscheibe von dummen Sprüchen und Anfeindungen. "Warum findest ausgerechnet Du keine/n?". Letzten Endes haben wir aber keine Ahnung was wirklich in Ihnen vorgeht und warum sie allein sind.

Wie passt das mit den Einschaltquoten der TV-Soap "Sex and the City", in der vier New-Yorker-Frauen auf der ewigen Suche nach dem passenden Mann sind, zusammen. Wir können attraktiven Damen zwar bei Ihren Affären und den Shoppingeskapaden in Manhatten beobachten, aber hier bemitleiden wir diese Singledamen nicht mehr, sondern schauen bewundernd, wenn nicht sogar neidvoll auf. Diese Frauen picken sich die Rosinen von Beziehung- und Single-Dasein heraus. Ganz und gar Hedonisten, die auf Niemanden Rücksicht nehmen müssen. Hier ist nichts mehr von Häme zu spüren. Wie erklären Sie sich das Phänomen?
 
G

Gast

  • #2
Weder werde noch wurde ich gefragt, warum ausgerechnet ich noch Single bin. Selbst wenn ich gefragt werden würde, hätte ich aber auch eine passende Antwort.

Hier im realen Leben die Damen von "Sex in The City" reinzubringen ist nicht nachvollziehbar, weil das Leben dieser Frauen unrealistisch ist. Und so viel wie ich weis, sind diese Damen doch nicht ewig auf der Suche gewesen, sondern nur eine gewisse Zeit.

w
 
G

Gast

  • #3
Dumme Sprüche und Anfeindungen haben ich noch nie erlebt. Hier hört es sich an, als ob das Singledasein bemitleidenswert wäre? Klar haben Singles andere Probleme als Pärchen, aber beide haben ihre Probleme und Problemchen.
Würde man bei einem Pärchen, welches ganz normal vor sich her lebt, auch die Gegenfrage stellen: Es ist schön, dass ihr zusammen seid, aber ihr müsst euch doch leider aushalten und Rücksicht aufeinander nehmen...?

Sex and the City stellt in keinster Weise auch nur annährend den klassischen Single da. Evtl. die ein oder andere Situation ist übertragbar.
 
  • #4
In einer Kleinstadt, oder gar im Dorf, fällt man schon auf, wenn man ab 30 J. immer noch Single ist.
Oder mehrere Jahre -wieder- Single. Zumindest im Freundes- und Bekanntenkreis.

Dagegen in einer Großstadt scheint Single-Dasein ein etablierter Lebensstil geworden zu sein ?

"Sex and the City" ist eine gespielte TV-Serie = Fiktion. Eher Klischees als glaubhaft.
Ich kenne keinen Single, der so ist.
Die britische Serie "Mistresses" (BBC, 2008 - 2010) ist um ettliche Klassen besser. Und eher glaiubhaft und realitätsnah.
 
G

Gast

  • #5
Natürlich gibt es die einen oder anderen offenen oder unterschwelligen Feindseligkeiten gegenüber Singles.

Sie stammen entweder

a) von einer konservativ eingestellten Elterngeneration, die im Korsett ihrer selbst auferlegten Zwangsmoral alleine oder gemeinsam versauern

b) von anderen Singles, die sich selbst für die besseren Singles halten, da sie eine scheinbar demütigendere Begründung für das Solosein des anderen finden

oder

c) von Paaren, die aufgrund ihres Wunsches politisch korrekte Außenwirkung zu demonstrieren viele öffentliche Verpflichtungen annehmen, die sie in ihrer persönlichen Entfaltungsfreiheit hindern

Alle Kritiker haben eines gemeinsam: Den Neid auf die Genussfähigkeit und Freiheit glücklicher Singles.

Ich jedenfalls bin lieber glücklich alleine als unglücklich mit dem falschen Mann verbandelt. Mit meiner Glückseligkeit, die ich für mein Leben empfinde, strahle ich über alle neid- und hämevollen Kommentare hinweg. Manchmal setzte ich im günstigen Moment auch gerne ein kleines, fieses Konter, mit dem diese Dumpfbacken nicht gerechnet hätten.

Eine Partnerschaft fühlt sich erst dann richtig an, wenn sie meinem konstanten Lebensglück etwas hinzufügt bzw. die Verluste an Freiheit geringer wiegen als der Gewinn an Glück dank eines unverwechselbar feinfühligen, scharfsinnigen und liebenswürdigen Mannes an meiner Seite.
 
G

Gast

  • #6
1. Finde auch, dass SatC sehr surreal ist und als Vergleich nur schwer zu verwenden ist, zumal die Ladys ja zumeist in Affären stecken und nicht wirklich IMMER single sind.

2. Jo bei uns im Lande ist es auch so dass man als komischer Vogel gilt wenn man längere Zeit Singel ist, manchmal werden einem sogar schlechte Charaktereigenschaften, Eigenbrödlertum, Egoismus, Schüchternheit, eine böse Seele usw. angedichtet. Nie von anderen Singles aber zumeist von politisch korrekten Päärchen und der eigenen Verwandtschaft.

3. Ich finde am Singleleben eigentlich nur den Nachteil dass man eben keine Gelegenheit auf GUTEN Sex und Zärtlichkeit hat (jedenfalls nicht wenn man kein ONS-Typ ist und dabei wenigstens EIN PAAR Gefühle im Spiel sein sollen). Das ist zwar hart aber wenn man sich mal ganz objektiv die meisten anderen Beziehungen genauer ansieht dann sind die leider mit soooo vielen Nachteilen behaftet welche es wirklich nicht wert sind (zumal bei vielen in der Kiste auch nicht mehr los ist). Viel Streit, einer oder beide verbiegen sich wie verrückt, finanziell ist einer meist der Verlierer, Freundeskreis verliert sich, Erniedrigungen sind an der Tagesordnung, man wird ständig auf die Probe gestellt, man kann nicht einfach mal gemütlich in der Wohnung sitzen und/oder laut rülpsen ;-) man hat keine Zeit mehr für sich selbst und seine Ideale, man muss sich über Materielles streiten (was die größte Lebenszeitverschwendung überhaupt ist), hat keinen eigenen Lebensraum (Wohnung), man kann auch in dieser Abhängigkeit nichts mehr selbst entscheiden und ist deshalb für alles immer nur halb verantwortlich...

4. Wie vorher bereits gesagt, ich finde auch dass eine Beziehung nur dann eine Steigerung der Lebensqualität und des Glücks ist wenn die Partnerinn wirklich passt, man sich so akzeptiert wie man ist, mit allen Stärken, Fehlern und Eigenheiten. Aber eine Beziehung nur damit man nicht ab und an das Gefühl hat einsam zu sein ist (auch und erst recht dem partner gegenüber) nicht ok.

M28
 
G

Gast

  • #7
Denken denn Paare, dass sie etwas besseres sind? Fühlen die sich auf einer höheren Evolutionsstufe?

m/45
 
G

Gast

  • #8
Ich habe noch nicht festgestellt, dass Singles "häufig Zielscheibe von dummen Sprüchen und Anfeindungen. "Warum findest ausgerechnet Du keine/n?"" sind. Das wäre auch unangebracht, denn jeder sucht sich ja selbst aus, wie er/sie leben möchte. Somit sind meiner Meinung nach Singles weder bemitleidens- noch beneidenswert und auch Paar sind nicht bemitleidens- oder beneidenswert. Jedenfalls grundsätzlich, da jede Lebensweise ihre Vor- und Nachteile hat.

w/50