G

Gast

  • #1

Singles: Wie sieht euer Lebensabend aus?

Mein bester Single-Freund (47) offenbarte mir kürzlich, er hätte sich schon einen Platz im Altersheim reserviert. Er hat eine Reihe Heime besucht und sich das Schönste und Neueste ausgesucht.

Erst war ich leicht verdattert, dachte, der veralbert mich, dann fand ich es aber ganz logisch. Was sollte ein Singlemann alleine im Alter ohne Frau und Kinder auch anderes tun, wenn er zusammenklappt?

Wie sieht euer Single-Lebensabend also aus? Viele wollen ja eigenständig bleiben oder in eine Single-WG ziehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass jeder hier bis 80 noch so fit und eigenständig sein wird, um das durchzuziehen.
Was ist also euer Plan B?
 
G

Gast

  • #2
Im Alter werden auch Leute, die in einer Beziehung gelebt haben, wieder zu Singles, dann nämlich wenn der Partner stirbt. Das Problem, wie man dann alleine zurecht kommt und weiterlebt stellt sich uns allen irgendwann einmal. Es ist natürlich auch von Geld abhängig, wo und wie man dann leben wird. Ist genügend Kapital vorhanden, würde ich mir auch gerne rechtzeitig einen Wohnsitz aussuchen, in dem ich, solange ich kann und will, autark leben kann, aber die Gesellschaft von anderen Menschen finde, wenn mir danach ist. Am liebsten wäre mir eine Einrichtung, in der ich eine kleine Wohnung habe, aber auf Versorgung mit Essen und Pflegeleistungen bei Bedarf zurückgreifen kann . Auch sollte im Pflegefall adäquate Betreuung vorhanden sein.
 
G

Gast

  • #3
Oh, ich habe schon meinen Plan, bin jetzt 50.

Alleine wohnen kommt für mich gar nicht in Frage, geht schon finanziell nicht. Ich hoffe so sehr, eine WG zu gründen oder finden zu können, wo man gut zueinander passt. Dann möchte ich mit knapp 65 Oma werden, dann habe ich für die nächsten Jahre genug zu tun und freu mich sehr darauf, meiner Tochter unter die Arme greifen zu können. Bis dahin muss ich arbeiten und muss mich weiterhin fit halten.

Vielleicht muss ich auch dann als Oma nochmal umziehen, wenn meine Tochter aus beruflichen Gründen umziehen möchte oder muss. Sie ist eher ein Landkind, als ein Grosstadtkind.

Angst habe ich vor dem Lebensabend auf keinen Fall. Es wird ein neues Abenteuer werden. Bisher gingen alle Abenteuer gut für mich aus.

w
 
G

Gast

  • #4
Hätte ich eine Glaskugel, wüsste ich vielleicht wie der Lebensabend ausschaut.
Kann sein,ich heirate mit 70 einen 50jährigen und vermach ihm mein Vermögen.
Möglicherweise bin ich aber bereits froh, wenn ich morgens atme und mir nix wehtut.
Dazwischen liegt alles mögliche. Kommt Zeit, kommt Alter, kommt Rat.
Allerdings würde mir ein vorzeitige Einkaufen in so ein " Hotel zur letzten Runde" fernliegen.
Finde ich makaber, mit noch nicht 50 bereits mein Zwischenlager zu kennen, womöglich mit Endlagerstätte nebendran und bereits gekauftem Urnenplatz.
Verständnis hätte ich, wenn er den Seniorenplatz in 1. Linie als Anlagemöglichkeit kauft,
mit der späteren Option zum Eigennutz.
w
 
G

Gast

  • #5
Irgendwann, spätestens mit 60 werde ich mein Haus auf dem Land verkaufen und in die Stadt ziehen. Zentral, mit der Möglichkeit, auch versorgt zu werden.

m, 46
 
  • #6
Option 1: Der Mann und ich wollen gerne so wohnen, dass man es auf Dauer aushalten und unterhalten kann - verkehrsgünstig, ÖPNV, Infrastruktur, ohne viele Treppen etc.

Option 2: Alt-Weiber-WG - ich habe mehrere Freundinnen, die auch sehr interessiert wären an einem solchen Projekt - gut gelegen, leicht zu unterhalten, mit gegenseitiger Unterstützung.

Sicherlich gibt es auch Pflegeheime, in denen man es wirklich gut aushalten kann - die sind aber selten und man muss suchen. DAS würde ich ganz sicher auch rechtzeitig tun und mich ggfs anmelden - aber mit 60 würde ich definitiv nicht umziehen. Alle anderen Bewohner über 80 und dann als 60jährige dazwischen? Quatsch!

Ich muss aber auf jeden Fall Pläne machen - nach der Tradition in meiner Familie besteht die Gefahr, dass ich gut über neunzig Jahre alt werde. Ich fahre dann Moped bis 75 und danach verändere ich meinen Wirkungskreis und tyrannisiere meine Liebsten, hihi...................
 
G

Gast

  • #7
Ich mache mir darüber auch schon Gedanken, bin w, werde demnächst 48.
Ich habe eine Genossenschaft entdeckt, in der ich mich um eine Zweizimmerwohnung im Erdgeschoss oder 1. Stock bewerben werde. Es ist eine besondere Genossenschaft, die sich selbst verwaltet und bei der man sich richtig wortreich bewerben muss, auch mit persönlichem Gespräch usw.
Sie legen wert darauf, dass alle Bewohner was zur Gemeinschaft beitragen. Und da könnte ich dann Kinderhüten (o.ä.) und mir könnten jüngere Männer mit schweren Sachen helfen.
Da dort selten Leute ausziehen, kann es gut sein, dass meine Bewerbung mehr als 10 Jahre lang aufrecht erhalten werden muss, ehe sie sich realisieren lässt. Wäre zeitlich somit genau richtig. Da ich außerdem kein Geld für Wohneigentum habe (ostdeutsche Herkunft und keine Erbschaft in Sicht), und ich in der Genossenschaft vor einer überhöhten Miete besser geschützt bin, ist das für mich die optimale Lösung.
Eine WG wäre mir viel zu eng. Eine eigene Wohnun ist für mich essentiell, so lange es irgend geht.
 
G

Gast

  • #8
Ich möchte auch in eine größere Stadt ziehen. Bei uns hier gibt es nur entfernte Einkaufsmöglichkeiten, Cafes usw., schwer zu Fuß zu erreichen.
Es gibt zwar einige Seniorenwohnheime, doch da tuen mir die Alten mit ihrem Rollator immer leid, wenn sie sich von Straßenloch zu Loch quälen, um daraufhin alleine im nächsten bescheidenen "Park" zu sitzen.

Am liebsten wäre mir so eine verrückte Senioren-WG inmitten des Lebens. Und so alt werden bis ich pflegebedürftig bin, möchte ich nicht. Hoffe, dass der liebe Gott ein Einsehen mit mir dann hat.

Zur Zeit bin ich wegen meinem Schulkind noch hier. Für Familien ist es hier optimal, für Singles oder Senioren total öde.

Na ja, eigentlich denke ich noch nicht richtig daran, mehr so peripher, obwohl ich auch schon ü 50 bin.

Bin aber auch mehr so angesiedelt, nicht Alles immer total abzusichern und kann auch mit Ungewißheiten leben.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt.
 
G

Gast

  • #9
Bei mir ist das noch lange hin. Aber wenn sich bis dahin nichts getan hat, würde ich wohl mit Mitte 70 eine Alten-WG in Betracht ziehen. Oder ein Wohnprojekt, wo Ältere und Jüngere/Familien zusammenwohnen und sich gegenseitig unterstützen. Altenheim ist nur etwas, wenn man sich nicht mehr selbst versorgen kann. Der Fall muss ja nicht eintreten.
Man sollte auf jeden Fall aber Geld fürs Alter zurücklegen.

w31
 
G

Gast

  • #10
Ich habe schon ein bißchen Angst davor, wie ich meine Zeit totschlage, wenn ich in Rente gehe.
Ich mache meinen Beruf sehr gerne und arbeite etwa 60 Std. / Woche.
Das Riesenloch zum Reinfallen kann ich schon sehen.

Mein Plan für diese Zeit, falls ich dann noch sehr fit bin:
Ich kaufe eine Wohnung in Italien und lerne perfekt italienisch. Kann ich schon gut, aber das ist ausbaufähig.
Das ist meine Aufgabe: jeden Vormittag ein Kurs für Fortgeschrittene, später Literaturzirkel, wenn ich meine Sprachkenntnisse auf ein ausreichend hohes Niveau gebracht habe.
Und ich möchte mich wirklich assimilieren.
Meine Utopie ( Merkmal: nicht erreichbar ): nicht als Ausländerin erkannt zu werden.

w 47
mit Tochter und Freund und sich trotzdem darauf einstellend, später allein zu sein.
( wenn nicht, sind beide herzlich willkommen in meiner Wohnung in Italien )
 
G

Gast

  • #11
Ich habe mein Seniorenmodell schon gefunden. Ich lebe seit 2 Jahren mit 3 Freundinnen (50-58 Jahre alt) in einer 185 qm-Wohnung in einer alsternahen Lage mitten in Hamburg. Wir haben eine Topinfrastruktur, alles mit Oeffis erreichbar, wir teilen uns 1 Auto, was meistens auf dem Parkplatz steht, Cafés und Restaurants, Kinos, Theater, Top-Fitnessstudios, hochqualifizierte Aerzte, alles vor Ort. Weil wir alles ehr gut verdienen und uns viele Kosten teilen, stehen wir finanziell besser da, als würden wir allein leben, ausserdem unternehmen wir viel zusammen, nicht immer alle gleichzeitig, fahren zusammen in Urlaub, etc. Die Wohnung ist so großzügig, dass jede genug Rueckzugsraum hat, aber es ist auch immer jemand da. Achja, 2 Bäder und eine Putzfrau verhindern jede Art von zwischenmenschlichem Stress und wir sind selber sehr kooperative Typen.

Eine von uns ist in einer Fernbeziehung verpartnert und wird uns in ein paar Jahren verlassen, wenn sie in Rente geht. Das tut uns allen Leid, aber für den Mann können wir es verstehen. Wir haben aus dem engeren Freundinnenkreis schon mehrere Bewerberinnen um ihren Wg-Platz. Ein Mann kommt uns nicht ins Haus - soviel steht fest.
Es war eine gute Entscheidung, die wir vor 2 Jahren getroffen haben - nicht eine hat es bereut und will anders leben.
 
G

Gast

  • #12
Meine Antwort mag vielleicht einige schockieren, aber ich habe nicht vor, ein Pflegefall zu werden. Ich bin schon mein ganzes Leben Single und das wird sich auch nicht mehr ändern, insofern wird es für mich da keine nennenswerte Umstellung geben. Angst vor Langeweile oder einem Pensionsschock habe ich nicht. Aber ich werde definitiv niemanden haben, der sich im Alter um mich kümmert. Solange ich ein einigermaßen selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen kann, werde ich das auch tun. Wenn nicht mehr, ...
 
  • #13
Ich habe mich schon über Granny Aupair informiert. Hoffe mein Partner spielt da mit. Aber es dauert ja auch noch eine ganze Weile. w53
 
G

Gast

  • #14
@10 - toll, dass ihr das so hinbekommt! Gefällt mir gut, wäre, wenn ich Single wäre, ebenfalls eine Option, ein/zwei Freundinnen haben den gleichen Gedanken.

Derzeit überlegen wir (mein Partner und ich) partiell im Ausland zu wohnen - überwintern in der Sonne usw., doch auf ein bestimmtes Land haben wir uns noch nicht festgelegt. Dann haben wir eine Anlaufstation mit einer Wohnung hier in Deutschland. Auswandern? Vielleicht, wenn wir DAS Land gefunden haben. Wir werden uns weiter informieren, wir haben noch ein paar Jahre Zeit.

Auf jeden Fall nicht als Oma mein Dasein fristen und auf Abruf bereit stehen. Wir reisen gerne und wollen das bis ins hohe Alter auch noch weiter genießen - so lange es geht.
 
G

Gast

  • #15
Meine Antwort mag vielleicht einige schockieren, aber ich habe nicht vor, ein Pflegefall zu werden. Ich bin schon mein ganzes Leben Single und das wird sich auch nicht mehr ändern, insofern wird es für mich da keine nennenswerte Umstellung geben. Angst vor Langeweile oder einem Pensionsschock habe ich nicht. Aber ich werde definitiv niemanden haben, der sich im Alter um mich kümmert. Solange ich ein einigermaßen selbstständiges und selbstbestimmtes Leben führen kann, werde ich das auch tun. Wenn nicht mehr, ...
[Mod]

Ich bin die mit dem Italienplan und ergänze mein 'wenn ich dann noch fit bin':
Wenn ich es nicht mehr bin, kommt Pan B wie bei dir [Mod]
Ich werde definitiv auch nicht zum Pflegefall.
Hab drei Großeltern dahinvegetieren sehen und jetzt ist mein Vater dran.
ICH definitiv nicht !

w 47
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

Gast

  • #16
Ich habe gerade (nochmal) neu gebaut, obwohl ich Single bin.

- "Bessere" Großstadtrandlage mit sehr guter Anbindung an den ÖPNV (S-Bahn in 5 Min zu Fuß, etc.) und z.B. den wichtigsten Ärzten, etc. in der selben Straße.

- Alles Behinderten- und Altersgerecht. Im separaten Treppenhaus mit U-förmiger Treppe, kann inmitten dieser Treppe, vom Keller bis zum OG, ein Fahrstuhl nachgerüstet werden.

- ca. 260m2 Wohnfläche + bewohnbarer Keller modular. Vielleicht habe ich doch noch mal Frau und Kinder, dann brauchen wir den Platz sowieso, aber wenn ich alleine bleibe, oder als Paar, kann im OG eine ca. 90m2 Einliegerwohung abgetrennt werden (eigener Eingang über separates Treppenhaus, aber auch Tür zur unteren Etage), die ich auch Pflegepersonal zur Verfügung stellen könnte.

- Ich würde mir einfach privat Pflegepersonal gönnen, die mich/uns in mehreren Schichten betreuen und die Wohnung im OG als Rückzugsmöglichkeit haben.

- Ansonsten würde ich halt alles alles an Dienstleistungen in Anspruch nehmen, was es so gibt. (Hausmeister, Garten, Reinigung, Pool, etc.)

Wenn das Ganze wirklich nicht mehr zuhause zu realisieren wäre, würde ich mich in eine angesehene Anlage einkaufen.

m44
 
G

Gast

  • #17
Das sind ja teilweise echt nette und süße Ideen - vor allem das mit der Alster-WG ;-), aber wie kann man sich den in Gottes Namen mit Mitte/Ende 40 DARÜBER schon Gedanken machen?!!! Das finde ich schon fast abartig. Dazu: ich habe gerade versucht, meine Eltern zu erreichen (75,76 Jahr alt) und habe Ihnen dann ne Whatsapp geschickt - ja, sie haben ein IPhone und können hervorragend damit umgehen - wo sie denn schon wieder sind und dann kam, dass sie bei dem schönen Wetter mit dem Cabrio in die Alpen gefahren sind....so sollte man alt werden und sich doch nicht mit 47 ein Altenheim anschauen! Fassungslos...,
 
G

Gast

  • #18
Ich (M, 47) war mein ganzes Leben lang Single und werde natürlich auch mein restliches Leben allein und unabhängig leben. Der einzige bevorstehende Wendepunkt wird noch das Ende der Berufszeit sein, was ich aber deutlich positiver als negativ sehe. Als Mensch der es gewohnt ist allein zu leben werde ich niemals in ein Altenheim oder ähnlich Einrichtungen gehen - auch nicht in ein Luxusaltenheim. Sollte sich abzeichnen, dass man auf Pflege angewiesen ist, würde ich mich einfach erschießen. Das soll man gar nicht negativ sehen, denn ich sehe das durchaus als bessere Alternative um das leben würdig zu beenden.
 
  • #19
Mit 56 mache ich mir langsam Gedanken wie und vor allem wo ich den Rest des Weges gehen möchte. Obwohl ich erst seit rund drei Monaten bei EP bin, mein Postfach (aus welchen gründen auch immer) überquillt scheinen meine "vorzeitigen" (??) Überlegungen zum Wohnen/Leben im Alter (Plan A: Bau einer Seniorenresidenz im Süden, mit eigener Infrastruktur; Plan B: Einkaufen in ein Wohnprojekt im Süden) ganz viele Frauen abzuschrecken. In sechs Jahren will ich aus meinem beruflichen Hamsterrad rausfallen und dann eben gerade nicht in ein tiefes Loch fallen. Mein Unruhestand muß schon vorher halbwegs durchdacht (oder besser: geplant) sein, sonst sitze ich im Loch und habe Mühe raus zu kommen.

Um auf den Punkt zu kommen: Mein Eindruck ist, daß Frauen aufgrund ihrer höheren Singlekompetenz und ihrer intensiveren Vernetzung das Thema "Wohnen und Leben im Alter" auf ihrer eigenen Prioritätenliste eher nach hinten schieben.
M, 56
 
  • #20
Ich habe ein eigenes schuldenfreies Haus und meine Rente sieht sehr gut aus, ich hatte schon mit 16 diverse Versicherungen abgeschlossen, demnächst werden 2 fällig, bin 51, ein Bausparvertrag wurde letztes Jahr fällig und mit Anfang 60 noch eine LV.

Mit Beginn der Rente wird meine private Vorsorge fällig, dann werde ich wohl nebenbei noch arbeiten.

Also finanziell ist alles im Lot, gesundheitlich auch, ich plane nicht was wohl mit 80 sein wird
Ich kann morgen tot umfallen oder sogar noch reich heiraten, letztens wollte mich ein Kunde nach Dubai mitnehmen, welcher dort eine deutsche Vermögensagentur leitet und gute Kontakte zu Scheichs hat, das Leben hat schon noch Überraschungen auch mit ü/50.

Gruss an alle Fiftys - H.
 
G

Gast

  • #21
Bin per Zufall auf diese Frage gestoßen und habe die bisherigen Antworten gelesen.
Was ich machen werde?
Nun, erstmal so lange weiter arbeiten, wie meine Gesundheit es zulässt, denn als ehemalige AE mit Teilzeitjob wird trotz sorgfältiger Planung kein Platz in einer Einrichtung bezahlbar sein.
Und bis ich selber mit dem Kopf wackele bzw. mich die Kräfte verlassen, um aus eigener Kraft mein Penthaus zu erreichen, da ein Fahrstuhl fehlt, werde ich mich nützlich machen bei gemeinnützigen Organisationen.
Ich wohne zum Glück in einem Ort, der schon jetzt nahezu perfekt auf alte Leute ausgerichtet ist.
Für alles kann man hilfreiche Unterstützung anfordern und wenn ich keine Treppen mehr steigen kann, dann wechsele ich halt dahin, wo ich mich sowohl vom unnötigen Ballast meines Besitzes trenne und wo ich wie alle anderen alten Dackel dann bis zum Ende durchgepäppelt werde.
Nur eins mache ich nicht, ich gehe nicht freiwillig unter lauter andere dahin siechende Omis und Opis,
freiwillig ? NEVER!
 
G

Gast

  • #22
Wenn ich nicht mehr kann werde ich mir einen schönen Ort zum sterben suchen.
 
G

Gast

  • #23
...aber wie kann man sich den in Gottes Namen mit Mitte/Ende 40 DARÜBER schon Gedanken machen?!!! Das finde ich schon fast abartig. Dazu: ich habe gerade versucht, meine Eltern zu erreichen (75,76 Jahr alt) und habe Ihnen dann ne Whatsapp geschickt - ja, sie haben ein IPhone und können hervorragend damit umgehen...
Ja und nein! Zwei Beispiele:

1. Mein Vater hatte schon die Mitte 80 überschritten, war noch relativ fit, fuhr noch Auto (sehr gut sogar) und war geistig noch 100% auf der Höhe. Dann stürzte er nachts beim Toilettengang, weil er kein Licht gemacht hatte, brach sich ein paar Rippen und kam in's Krankenhaus. Dort lief erstmal alles gut und er fragte, ob wir ihm seinen Laptop bringen könnten, damit er seine Mails checken kann. Leider infizierte es sich dort mit einem aggressiven Krankenhauskeim, der sogar jungen Leuten große Probleme macht, und verstarb daran. Er hatte nie Pflege gebraucht!

2. Meine Frau wurde mit Anfang 30 todkrank und ich konnte sie in den letzten Monaten nicht im Haus pflegen (lassen), weil in unserem, ganz normalen und für Familie mit Kindern gebauten, Einfamilienhaus nichts dafür passte. Im EG war nur Wohnessbereich, Küche, Gäste-Bad und ein, für ein Pflegbett, viel zu kleines Gästezimmer. Die Türbreiten etc. waren auch nicht geeignet. Zum Obergeschoss gab es nur eine Treppe, bei der sogar nur schwerlich ein Treppenlift machbar war.Sie mußte daher in ein Hospiz, wo ich auch die Monate bis zu ihrem Tod mit wohnte.


Fazit: Man kann sich gar nicht genug Gedanken machen ...auch in jungen Jahren!

m44
 
G

Gast

  • #24
Ich muss auf jeden Fall noch einmal umziehen, da ich oben auf einem Berg wohne und das Haus nur über viele Treppen zu Fuß erreichbar ist. Was mir jetzt schon manchmal mit den Einkäufen schwer fällt.
Dafür habe ich einen wunderschönen Blick, ganz in die Ferne und rundherum.

Geldmäßig läuft es bei mir auf einem Mininum. Kann die Miete und so gerade bezahlen. Ich werde im Alter arm sein, vielleicht zu einer "Tafel" gehen müssen. Deswegen werde ich versuchen, dorthin in die Nähe zu ziehen. Solange es noch geht.

Da der Berg mich aber auch irgendwie fit hält, wird dieser Umzug noch eine Weile dauern.

Kann mir gut vorstellen, so als "giftige" Alte mit Stock oder Rollator durch die Stadt zu gehen, verbotenerweise mal paar Tauben und Spatzen zu füttern, keine Sorgen mehr zu haben, ausser den Tod, der mich aber bitte schnell treffen soll.
Meine beste Freundin kommt dann manchmal in meine Ein-Zimmer-Wohnung und wir reden von früher und über die Verwahrlosung der großdeutschen Innenstädte, die immer mehr zunimmt. Ich gehe dann einmal in der Woche zum Döner-Stand, der Inhaber kennt mich dann schon gut und weiss, dass ich nur noch mit meinem Gebiss Püriertes und Flüssiges zu mir nehmen kann und ich esse dort eine Suppe.

Lange sterben möchte ich nicht. Möchte mich aufrecht erhalten bis zum Schluss und auf keinen Fall in irgendein Seniorenwohnheim eingewiesen werden. Meine Kinder möchte ich auch nicht mit meinem Alter dann unbedingt belasten, nur natürlich mit ihnen reden, wie es ihnen so geht.

Und vielleicht treffe ich dann im Großstadtdschungel wieder auf Gleichgesinnte, denen es ähnlich geht wie mir.

Falls ich noch genügend fit bin, könnte ich mir auch vorstellen, dann so eine liebe Ersatzoma für die Betreung von Nachbarskindern zu werden. Weil meine Kinder und dann vielleicht Enkel, weiter weg wohnen werden.

Na ja, wer weiss, wie Alles verwirklichbar ist, so Vieles hängt einfach am Geld.
 
J

julia1982

  • #25
Ich werde falls ich dann noch Single sein sollte“ grins“ immer noch in den Bergen leben und als Seniorchefin durch mein Hotel traben. Dann darf sich mein eventueller Nachwuchs mit den Gästen "abärgern", so wie es meine Mutter es auch tat als sie noch lebte.

Ich hatte das Glück dort zu Leben wo andere gerne in den Urlaub fahren. Es kann für mich nichts Schöneres geben als den Tag mit einen Blick auf die Berge zu beginnen.
Gut andere träumen vom Meer und damit könnte ich wiederum nichts anfangen. Alles viel zu flach.
 
G

Gast

  • #26
Hallo

ich möchte keineswegs in Altenheime oder Alten-Wohnkomplexe ziehen.
Ich plane meinen Ruhestand lieber selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden, mit Umbau und Personal.

Momentan verzichte ich auf viele Annehmlichkeiten, besonders beim Wohnen. Im Alter kann ich nicht dauernd verzichten, d.h. Wohnen und Lebensqualität werden teurer, sich etwas leisten können wird im Alter wichtiger.
 
G

Gast

  • #27
Sorry, aber dieser Thread und die zahlreichen zustimmenden Antworten ist für mich der Gipfel der Existenzangst. Ich will im Hier und Jetzt leben, weiß jetzt ganz sicher noch nicht, welche Bedürfnisse ich in 40 Jahren habe oder wo ich gar leben möchte. Niemand wird in diesem (reichen) Land im Stich gelassen oder muss gar hungern. Wer loslassen kann, macht sich über solche Luxusprobleme keine Gedanken. w
 
G

Gast

  • #28
'26

Nein, sehe ich nicht so. Du wirst in diesem Land im Alter in Zukunft maximal mit Existenzsicherung rechnen dürfen. Gerade als Frau geht dich das Thema sehr frühzeitig was an, denn Frauen haben meist eine geringe Rente in Aussicht, leben aber viel länger, im Schnitt bis Ende 80, demnächst wahrscheinlich noch viel länger. Fragt sich wovon oder von wem sie leben ? Die Idee mit der Alters-WG fand ich in diesem Threat sehr plausibel. Ich bin aber halt zu sinnlich und könnte mir den Verzicht auf einen Mann, selbst wenn der nur mit mir durch den Park fackelt auch mit 85 oder später nicht wirklich vorstellen... Allein im "betreuten Wohnen" möchte ich allerdings auch nicht hocken.
 
G

Gast

  • #29
Ich finde es beinahe schon makaber, sich mit Mitte 40 Gedanken um einen Alterswohnsitz im Seniorenheim zu machen, das hat sicher noch ein paar Jahre Zeit - Ich werde, sofern ich körperlich und geistig noch fit bin, bis ca 60 Motorradfahren und viel verreisen.

Ansonsten werde ich mit meinem Rollator (falls das mit dem Motorrad nicht mehr klappt) zum See fahren und Enten füttern.

w
 
G

Gast

  • #30
Ich z.B. habe meinen "Plan B" teilweise in Angriff genommen.
Mein großes Haus (300 qm) verkauft und eine kleinere 80 qm Eigentumswohnung in der ersten Etage mit Aufzug, parkählichen Gelände, Carport, Concierge-Service gekauft.

Ärztehaus, Restaurants, Cafe und Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig entfernt.

Einige Jahre werde ich noch arbeiten und dann die Wohnung vermieten und meinen Lebensabend entweder in Italen, Südfrankreich oder in der Schweiz verbringen. Meinem künstlerischen Hobby frönen, Menschen kennenlernen. Mal sehen, was das Leben noch so bereit hält.

Meine Freundinnen wollen in D bleiben und sich später in eine Seniorenresidenz einkaufen. Das wäre mir vorerst zu langweilig. Ich möchte sehr gern noch lange für mich leben, nur wenn es gesundheitlich nicht mehr geht, dann käme auch eine Seniorenresidenz mit eigener Wohnung in Frage.

W, 58