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Gast

  • #1

Sinnlose Schwärmerei oder Hoffnung?

Schwärmereien können uns allen passieren:
der Arzt, der Fitnesstrainer, der Mann an der Käsetheke, die Chefin, die Physiotherapeutin, die Kassierin.
Ein Lächeln, ein netter Gruß bedeutet noch lange kein Interesse. Sich oder den anderen verliebt zu glauben ist verfänglich. Aber macht so ein Gefühl nicht auch Freude?

Ich (w) befinde mich gerade in so einer Situation. Es ist so schrecklich albern!
Dieser Mann verursacht weiche Knie und sein Gruß erfreut mich, sein Lächeln versüßt mir den Tag. Ich ertappe mich dabei seine Nähe zu suchen und denke manchmal an ihn. Am Liebsten würde ich wissen, wie er sich anfühlt. Es ist faszinierend...
Was tun?
Er ist beruflich von hübschen Frauen umgeben und hat wohlkaum Interesse an den Avancen einer weiteren Frau. Er kennt mich in männlicher Begleitung (nur ein Bekannter, aber das weiß er ja nicht) wodurch ich auch einen schlechten Eindruck machen würde, wenn ich nun ihn anflirte. Offenbar hat er ohnehin eine Partnerin.
Er hat mich wohl als "Frau" bemerkt, die wenigen Worte die wir wechseln sind freundlich, jedoch eher neutral und nicht aussagekräftig, ich möchte ihm auch nicht auf die Nerven gehen. Im Normalfall bin ich eine Frau, die Männer nicht von selber anspricht sondern angesprochen wird. So habe ich hier keine Übung, bin plötzlich schüchtern, sogar der Smalltalk fällt mir schwer.
Es ist also aussichtslos.....
.....und ich komme mir dumm wie ein Teenager vor.

Kennt ihr dieses Gefühl? Passiert euch das auch?
Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
 
G

Gast

  • #2
Sowas ist nett zum Träumen, dient der guten Laune und der Eitelkeit, aber Hoffnung würde ich daraus nie schöpfen. Ich kenne sowas auch, vor allem in Zeiten, in denen ich mich nur allzu gern verlieben möchte, aber gerade niemand da ist ;-) Da muss dann schon mal der Mann an der Käsetheke herhalten. Ich gebe mich dann ein paar Tage meinen Träumereien hin, und meistens geht's ganz von alleine wieder vorbei, sobald ein wichtiges Ereignis naht, das meine Gedanken vereinnahmt. Genieße es ;-)
 
  • #3
Ich kann dich gut verstehen. Das Gleiche ist mir vor kurzem auch passiert. Ich hab ihn getroffen und mit ihm gesprochen. Ich kannte ihn von früher, doch hatten wir uns lange nicht mehr gesehen. Das Gefühl war extrem, ich wusste eigentlich kaum mehr etwas über ihn und doch war ich hin und weg. In den folgenden Tagen hoffte ich ihn immer wider zu treffen und wieder zu sprechen. Nach dem mein Interesse geweckt war, begann ich nachzuforschen und fand heraus, dass er inzwischen verheiratet ist und ein Kind hat. Ich war zuerst sehr entäuscht, doch ist für mich nun klar, dass ich nicht mehr weiter versuche ihn anzusprechen oder zu daten, denn er ist glücklich vergeben. Das Gefühl für ihn ist aber geblieben, da er ein sehr attraktiver Mann ist...aber schauen ist immer erlaubt.
 
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Gast

  • #4
Liebe FS,
ja das Gefühl kommt mir sehr bekannt vor- ich bin selbst sehr anfällig für diese ganzen Schwärmereien. Bei mir sind es in der Regel total unerreichbare Männer, die mein Interesse wecken (zu alt; zu berühmt; zu attraktiv; zu verheiratet....) und wahrscheinlich würde mir jeder Psychotherapeut Bindungsangst attestieren, weil ich mir scheinbar bewusst die Männer aussuche, mit denen eine Beziehung total ausgeschlossen ist.
 
G

Gast

  • #5
Yes, das kenne ich auch - mit Anfang 40 damals! "Liebe auf den ersten Blick" und auch von ihm eindeutige Signale. Wunderbare Gefühle. Er war Musiker, schrieb mir ein Lied, gab mir andere subtile "Liebesbeweise", war aber liiert. Dann seine Trennung, meine immer währende Hoffnung. Am Ende dann Fehlanzeige - so eindeutig, so schmerzhaft. Zwei Jahre meines Lebens habe ich mit dieser Schwärmerei verbracht, viel zu viel für ein paar gestohlene Küsse und eine traumhafte Nacht. Irgendwie fühlte ich mich machtlos, es zog mich ständig zu ihm hin bis dann endlich meine Gefühle auf der Strecke blieben.
w/45
 
G

Gast

  • #6
Ich habe das seit einem Jahr, obwohl dieser Mann nicht mal so doll aussieht, einen Berg Probleme hat, eine Freundin hat, noch fremd geht etc., aber irgendwie habe ich ihn mir idealisiert.
Das beste kommt ja noch...die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sein (Sex) hatte ich schon.
Und das allerbeste.....ich wollte das gar nicht. Das Idealbild reicht mir.
Würde es zu mehr kommen, würde es wie eine Seifenblase zerplatzen.
 
G

Gast

  • #7
Das beste kommt ja noch...die Möglichkeit mit ihm zusammen zu sein (Sex) hatte ich schon.
Und das allerbeste.....ich wollte das gar nicht. Das Idealbild reicht mir.
Würde es zu mehr kommen, würde es wie eine Seifenblase zerplatzen.
Die FS:
Wie interessant, ich bin also nicht allein.... :) Danke für eure Antworten und Erfahrungen!

Ich würde mir dieses Zerplatzen der Seifenblase wünschen. Vielleicht reicht es ihn mit seiner Freundin zu sehen, vielleicht gäbe eine Möglichkeit zu "mehr" Aufschluss über ihn und ich könnte erkennen, dass er gar nicht so ist, wie ich glaube und dass es ohnehin nicht passen würde.
Aber dann könnte ich endlich abschließen und mich neu orientieren. Ein bisschen Träumen ist ganz schön, aber Idealbilder schätze ich gar nicht, ich finde nur Reales ist Wahres. Da hat man einfach mehr davon ;-)

Ich habe beschlossen ab sofort mehr auszugehen und andere Männer kennenzulernen. In Schwärmereien mag ich nicht versinken, zumal ich mittlerweile glaube, dass er für mich lediglich ein "Symbol" für das darstellt, was ich mir generell von einem Mann wünsche.
 
  • #8
Sind es nicht manchmal die Kleinigkeiten im Leben die zählen?
Geniesse doch einfach die Schwärmerei .. ohne mehr zu erwarten..
und erfreu Dich an solchen Kleinigkeiten!
 
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