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  • #1

So ist's natürlich bequem

Kurz nach dem wir beschlossen haben, uns scheiden zu lassen, hat meine Frau via Flirtbörsen schnell einen Freund gefunden und ist in ihm völlig verliebt geworden.
Seit dem lässt sie mich mit den Kindern immer mehr allein und verweigert auch die Hausarbeiten. Natürlich will sie nicht ausziehen, da ich den Hausunterhalt bezahle.
Sie rechnet fest damit, dass die Kinder unter ihrer Obhut zugeteilt werden, das Haus für sie und die Kinder zugeteilt wird und dass sie von mir viel Geld bekommt.

Ich denke, dass solche Fälle nicht selten sind. Wie findet ihr dieses Benehmen und was würdet ihr tun?
 
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  • #2
Ihr habt beschlossen, dass ihr euch scheiden lassen wollt. Und nun hat sie einen Freund - na und? Warum muss sie dir den Haushalt machen?
Ihr müsst sowieso eine Trennung von Bett und Tisch haben, sonst zählst das nicht fürs Trennungsjahr.
Dass es dir stinkt, dass du den Lebensunterhalt zahlen musst, das kann ich schon verstehen, aber wenn sie selbst nicht berufstätig ist, dann wirst du wohl im Trennungsjahr zahlen müssen. So hat sie die Möglichkeit, sich einen neuen Job zu suchen und für sich selbst zu sorgen. Trennungsunterhalt ist aber nicht mit Leistungen im Haushalt verbunden.
Du schreibst nicht, von wem die Trennung ausgegangen ist, wie alte die Kinder sind und wie die beruliche Situation deiner Frau ist.
Warum ziehst du nicht einfach aus? Weil es doch so bequem wäre, wenn sie trotzdem die Hausarbeit machen würde?
Denk auch mal drüber nach, wie es wäre, wenn DU eine Freundin hättest. Würdest du das auch so negativ sehen?
 
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  • #3
So geht es dem überwiegenden Teil aller verlassenen Frauen - bitter ist es in jedem Fall.

Allerdings hast Du Dich ja für die Scheidung entschieden, es sind Deine Kinder, Dein Haushalt und Unterhalt steht Deiner Familie nunmal zu. Es sei denn ihr führt Eure Ehe gut weiter, rafft Euch auf und gut ist.

Hättest Du in der Zeit in der Du über die Scheidung nachgedacht hättest um Eure Ehe gekämpft,
gäbe es Deine Situation wahrscheinlich gar nicht. Einen neuen Freund hätte sie sich garantiert auch nicht angehimmelt. Man erntet was man sät.
 
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  • #4
Lieber FS - ein RAT - such dir dringend einen Anwalt. Der wird dir verklickern wie es während der - gescheiterten Ehe - mit den ehelichen Unterhalt ist. Ich habe dazu keine Lust. Dann - kauf dir eine Chinakladde und notiere jede Stunde die deine Ex dir die Kinder überlässt. Nimm sie ihr immer ab.
Wenn sie die Kinder mit zu dem Lover nimmt - mehr ist er derzeit nicht - und dies die Kinder belastet dann schalte das Jugendamt ein. Lass die Gute ziehen und kümmere dich um deine Kinder !!
W / 49
 
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  • #5
Hier ist der FS

ich erwarte nicht, dass sie mir den Haushalt macht aber dass alles 50% aufgeteilt wird.
Und nein ich möchte nicht sie wieder haben: es ist sehr gut, dass wir uns scheiden lassen.

Ich ziehe mich nicht aus, weil das Haus mir gehört.
Der Punkt ist, wenn sie einen Freund hat und selber arbeitet, kann sie packen und gehen und sich "nicht mehr sehen lassen".
Ich habe kein Problem, wenn sie einen Freund hat. Eigentlich finde ich das sehr gut, dass jemand sie von mir abgeschüttelt hat!
Sie soll aber einfach gehen...
 
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  • #6
Du scheinst sie ja wirklich los werden zu wollen - schade um die Ehe.
Das sie 50 % mitmacht wäre korrekt, aber wie schon beschrieben - was man sät, erntet man, sie legt keinen Wert darauf es einem Mensch recht zu machen der sie verstösst.
 
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  • #7
Na ja, wenn sie auszieht und die Kinder (du hast nicht geschrieben, wie alt sie sind), mit ihr gehen, dann wirst du in deinem teuren Haus alleine wohnen, 100% des Haushalts machen und ihr und den Kindern eine Wohnung finanzieren müssen.
Es ist eben mal so, solange ihr nicht geschieden seid und die Kinder so groß sind, dass sie arbeiten gehen kann.
Mach ihr doch den Vorschlag, die Kinder zu nehmen, möchtest du das überhaupt? Könntest du das stemmen?
Aus dir klingt viel Hass - das wird teuer. Es ist immer besser, sich in Frieden zu trennen, schon wegen der Kinder. Und du kannst sagen was du willst, aus deinen Worten spricht auch der Neid, dass sie einen neuen Freund hat.
Das Haus gehört dir? Hast du es mit in die Ehe gebracht? Nur dann ist es dein Haus, sonst gehört ihr ebensoviel wie dir.

Geh zum Anwalt und lass dich beraten, aber denke daran, dass jede Aktion, deiner Frau möglichst zu schaden, auch dir schadet, denn gewinnen wird da nur der Anwalt.
 
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  • #8
#5 hat es treffend formuliert: warum sollte man es jemand recht machen wollen, der so respektlos von einem spricht. Mein künftiger Ex-Mann behandelt mich wie den letzten Abschaum und "erwartet" umgekehrt, dass ich freudestrahlend meine "Pflichten" erfülle ... nur habe ich ihm gegenüber keinerlei Verpflichtungen mehr (ich habe ja auch keine Rechte mehr).
 
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  • #9
Kurz nach dem wir beschlossen haben, uns scheiden zu lassen, hat meine Frau via Flirtbörsen schnell einen Freund gefunden und ist in ihm völlig verliebt geworden.
Seit dem lässt sie mich mit den Kindern immer mehr allein und verweigert auch die Hausarbeiten. Natürlich will sie nicht ausziehen, da ich den Hausunterhalt bezahle.
Sie rechnet fest damit, dass die Kinder unter ihrer Obhut zugeteilt werden, das Haus für sie und die Kinder zugeteilt wird und dass sie von mir viel Geld bekommt.

Ich denke, dass solche Fälle nicht selten sind. Wie findet ihr dieses Benehmen und was würdet ihr tun?

Ich, m, 46, bin auch gerade in Trennung. Ich verstehe Deine finanziellen Sorgen gut, da ich mich auch gerade damit beschäftige. Sie wird bei einer Scheidung das bekommen, was ihr rechlich aus einem Zugewinn zusteht. Wenn sie das Haus bekommt, wirst Du vermutlich als Ausgleich Geld bekommen. Wenn das Haus Dir gehört, bekommt sie den Wertzuwachs während der Dauer der Ehe zur Hälfte und Du behältst das Haus. Wenn Du mehr Geld hast als bei der Hochzeit, wird Sie die Hälfte davon bekommen (umgekehrt auch). Sichere die entsprechenden Unterlagen. Der Hausunterhalt wird rein rechtlich nicht von Dir bezahlt, sondern aus Eurem gemeinsamen Einkommen. Im Trennungsjahr (und da musst Du darauf achten, dass das wirklich läuft (Trennung von Tisch und Bett oder einer zieht aus) und sich so eine Scheidung nicht länger hinauszögert) wirst Du ihr ordentlich Unterhalt zahlen müssen. Für die Kinder wirst Du auch nach der Scheidung bezahlen müssen. Sie wird sich dann einen Job suchen und ihren Lebensunterhalt selbst finanzieren müssen (wenn die Kinder nicht noch zu klein sind).
Trennung von Tisch und Bett heisst auch, dass Du einen Teil Hausarbeit übernehmen musst. Ich würde mich an Deiner Stelle beim Anwalt schlau machen, wie Du das genau regeln musst. Ich würde versuchen, das Trennungsjahr möglichst friedlich zu regeln, je mehr Streit vor der Scheidung, desto teurer wird es.
Es ist in Deutschland rein rechtlich so, dass während einer Ehe der "ärmere" Partner vom "reicheren" profitiert. Wenn man das nicht möchte, muss man Gütertrennung vereinbaren. Habe ich auch nicht gemacht, würde es allerdings in Zukunft tun. "Einfach gehen" geht nun mal auch nicht, betrachte die Perspektive Deiner Frau mal einigermaßen neutral.

Wenn Sie einen neuen Freund hat, ist das sicher ihre persönliche Angelegenheit. Und ihr gutes Recht, so wie es Deines auch wäre. Ich kann Dir auch nur raten, kümmere dich um die Kinder - wie sehr der neue Freund noch verliebt ist, falls sie mit den Kindern ausziehen würde, wird man sehen. Sie werden Dich aber weiter brauchen. und, auch aus meiner Sicht: professionelle Rechtsberatung.
 
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  • #10
Du scheinst sie ja wirklich los werden zu wollen - schade um die Ehe.
Das sie 50 % mitmacht wäre korrekt, aber wie schon beschrieben - was man sät, erntet man, sie legt keinen Wert darauf es einem Mensch recht zu machen der sie verstösst.

Da merkt man mal wieder, wie parteiisch Frauen doch sein können.
Der FS hat geschrieben dass sie zusammen die Scheidung beschlossen haben. Somit frage ich mich wo der FS sie direkt "verstösst". Desweiteren hat er keinen Ton davon geschrieben wie alt die Kinder sind.
Danach hätte ich jedenfalls auch keinen Bock meine Noch-Frau noch weiter im Haus zu haben während sie zwar nicht einsieht noch irgendwas zu tun obwohl sie noch vom Haus profitiert, sich aber bereits anderweitig vergnügt.
Lieber FS.. sorge dafür dass deine Noch-Frau auszieht und gib ihr eine angemessene Zeit um eine Wohnung zu finden.
Alles andere auch die finanziellen Rahmenbedingungen kann dir nur ein Anwalt korrekt mitteilen. Viel Glück!

w
 
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  • #11
Hier ist der FS :)

Danke für eure Antworten.

Ich weiss von guten Quellen, dass sie mich in den letzten 1-2 Jahren (?) abstossend fand. Sie hat das mehrmals anderen Leuten geschrieben und sie wartete nur, dass ich die Scheidung mündlich verlangte. Ich kann nur spekulieren, wieso sie nicht zuerst gekommen ist aber nachdem ich über diese Briefe und Mails erfahren habe, machte ich den Schritt sofort und sie akzeptierte meinen Vorschlag (Scheidung) in wenigen Sekundenbruchteilen.

Gast 7, ich wäre froh zu wissen, wo ich so respektlos von meiner Noch-Frau geschrieben habe.
Das man ein Mensch nicht gern hat, kann passieren und ich denke, dass es nicht respektlos ist, wenn man hofft, dass diese Person nicht mehr in der Nähe bleibt.

Wenn ich sie wäre und ich trotz Freund noch Interesse hätte, zusammen im gleichen Haus zu bleiben, dann würde ich die Hälfte des Haushalts machen. In der heutigen Situation muss ich sogar ihre Unordnung aufräumen und Schmutz putzen. Fast die ganze Kinderbetreuung liegt bei mir. Diese letzte mache ich aber sehr gern. Wenn sie dann für 1-2 Wochen mit dem Freund weg ist, fühle ich mich sehr wohl mit den Kindern (4 über 11 j). Mir geht es eigentlich sehr gut, ich frage mir oft wieso dieses Verhalten.

Das wir im Gericht (Verhandlung) mit professionellen Anwälten sind, ist klar. Ich habe die Klage eingereicht, sonst passiert nichts. Der Fall ist komplex und die Kinder haben ihre Wünsche (nicht alle möchten bei der Mutter bleiben). Das Mal kann man nicht so einfach und selbstverständlich alle Kinder und Haus an die Frau zuteilen aber das ist nicht der Punkt.
 
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  • #12
Ihr werdet euch einen Rosenkrieg vom Allerfeinsten liefern, wenn ich das so lese.
Viel Spaß dabei. Die einzigen, die dabei wirklich leiden, sind die Kinder.

Deine zukünftige Ex-Frau wird sicherlich auch entsprechende juristische Hilfe in Anspruch nehmen, um das durchzusetzen, was das deutsche Familienrecht und unzählige "Präzedenz"-Fälle so hergeben.

Ich rate Dir nur eines: Bleib sachlich.
Ihr habt Kinder zusammen. Die Kinder werden später mal sehr unangenehme Fragen stellen, wenn sie alt genug sind.

Ich weiß, wie es ist, "getrennt unter einem Dach" zu leben, weil man sich als Paar nicht vernüftig einigen kann. Ganz ganz schlimm.
Rückblickend betrachtet, wird vieles von dem, was damals passierte, meinem Ex-Mann inzwischen sehr leid tun, aber er war derjenige, der das alles so initiiert hat (Dossier über mich nach Stasi-Manier, verbale Erniedrigung vor den Kindern etc. pp.) - und das deutsche Familienrecht lässt das alles leider (!!!!) zu.
Über den Jugendamt-Tipp kann ich nur lächeln. Es interessiert die Leute dort einen Scheißdreck, wie die Eltern miteinander umgehen, solange die Kids noch regelmäßig in die Schule gehen und nicht verwahrlosen.

Lass' ihren Kram liegen, räume ihr nicht hinterher, fertig.
Wenn sie sich darüber aufregt, dann biete ihr an, dass sie zu ihrem Lover zu zieht oder sich eine eigene Butze sucht, bis die Scheidung durch ist - einfach, um die Situation erträglich zu gestalten. Notfalls suchst Du Dir selbst eine eigene kleine Übergangswohnung und holst die Kinder zu Dir, so oft es geht und sie es wollen.

w, Mitte 40, 2 Kids U12
 
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  • #13
1. brauchst du wirklich einen Anwalt.
2. Wenn Sie den Haushalt nicht mehr macht so wie vorher, dann stelle jemanden ein, der sich um das Nötigste kümmert.
3. das Wichtigste: Ab sofort jeden Tag Buchführen (dokumentieren), wann sie kommt und geht, was sie bzgl des Haushalts tut und lässt. Wenn du so nachweisen kannst, dass sie die Haushaltsführung bzgl der Kinder vernachlässigt, könnte es - je nach Alter der Kinder - eher möglich sein, dass du mit den kidnern im haus bleibst, während sie gehen muss (auch wenn Du ihr dann eine kleine Wohnung) zahlen musst.
 
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  • #14
Hier ist der FS

Ich habe gestern Abend eine lange Antwort an Gast 11 (Danke für Ihren Beitrag) geschrieben und abgeschickt aber sie wurde leider nicht veröffentlicht. Keine Ahnung wieso.
Ich möchte diese Antwort nicht nochmals erfassen.

@Gast 12
1. Ich habe einen Anwalt und sie auch :)
2. Ich mache selber den Haushalt. Es macht mir auch Spass. Wenn sie nicht hier ist, ist das Haus sehr ordentlich und sauber. Anscheinend das schätzen auch die Kinder. ;-)
3. Für den nächsten Verhandlungstag habe ich sehr viel Material vorbereitet auch die Anwesenheit der letzten x-Jahren, wer was gemacht hat usw. Leider echte Beweise gibt es nicht ausser Kinder. Aber genau wissen sie auch nicht (mehr) und wollen auch nicht die Mutter belasten. Alle Tagen, während denen die Mutter beim Freund war, wurden von mir aufgeschrieben. Die Gegenpartei sagt ganz frech, dass es nicht wahr ist. Die Ortungsdaten des Mobil-Telefons beim Anbieter könnte meine Behauptung beweisen.

Naja, nehmen wir es locker und sachlich. :)
 
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  • #15
Ich empfehle Dir mit einem Fachanwalt zu sprechen und bei der Scheidung das "Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht" (?) oder wie das korrekt heißt für Deine Kinder zu beantragen. Es gibt keinen Grund, weshalb Ihr Euch die Erziehungs- und Erwerbsarbeit nicht teilen solltet. Eure Kinder können auf eine Ganztagsschule gehen und die restliche Betreuungszeit teilen Du und Deine Frau fair auf.

Noch eine Sache, nach der Du allerdings nicht gefragt hast: Deine Frau und Du sollten sich emotional von dem Haus lösen. Das werdet Ihr bei einer Scheidung voraussichtlich ohnehin verlieren und weder Ihr beide noch Eure Kinder brauchen ein Haus "zum Überleben". Es ist bitter und wird einen finanziellen Verlust bedeuten, aber dass eine/r von beiden das Haus behält und der andere nur dafür bezahlt, ist ebenso bitter.

Nochmals, spreche mit einem Anwalt und überlasse weder das Haus noch die Kinder einseitig Deiner Frau.

Alles Gute für Dich und Deine Kinder.

w/51
 
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