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  • #1

Soll ich der Einladung meiner Exgattin zu ihrer neuerlichen Hochzeit folgen?

Meine Exgattin hat mich zu ihrer Hochzeit eingeladen. Wir sind seit 10 Jahren geschieden (Warmwechsel Ihrerseits), hatten nach der Phase des Rosenkrieges auch regelmäßigen (so 1mal im Quartal) Kontakt (Telefon, Treffen). Nach unserer Trennung hatte sie mehrere Beziehungen, aus einer sind 2 Kinder hervor gegangen (wir haben gemeinsam keine Kinder). Die neue große Liebe (ich kannte ihn flüchtig in meinen Jugendjahren) kennt sie seit ein paar Monate und jetzt ist die Hochzeit angesagt. Sie will unbedingt, dass ich komme, weil ich zu den wichtigsten Menschen ihres Lebens zähle, so sagt sie. Ich bin skeptisch (hab ihr das auch gleich gesagt). Erstens denke ich bei dieser Frage eher prinzipiell, im Sinne, ich bin der letzte, der dort was zu suchen hat und zweitens fühle ich mich beim Gedanken dort zu sein alles andere als wohl. Was würdet Ihr in so einer Situation tun, der Einladung folgen oder nicht? Könnt ihr Ihren Wunsch nachvollziehen? m/45
 
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  • #2
Ja, ich kann ihren Wunsch durchaus nachvollziehen. Ich vermute, dass sie Dir ihr neues Ehe-Glück vorführen will.
Ich würde ohne Begründung dankend absagen.
w49
 
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  • #3
Ich wöllte niemanden auf meiner Hochzeiten haben, der gegen diese ist. Ich würde auch selbst nicht zu einer Hochzeit gehen, gegen die ich bin.
 
  • #4
Nein, ich kann ihren Wunsch absolut gar nicht nachvollziehen. Ich halte es für regelrecht gestört, einen Expartner bei der Hochzeit dabei zu haben -- wie unangenehm für alle Beteiligten, ganz besonders den neuen Ehemann. Wer will schon einen Mann dabei haben, der auch "mal drauf war". Ne, das geht wirklich gar nicht.

Zweitens kann ich auch sehr gut nachvollziehen, dass Du ein komisches Gefühl dabei hast und das entscheidet doch eigentlich alles: Dein Bauchgefühl sagt nein und dem solltest Du folgen.

Mein Rat: Sage unbedingt ab und fertig. Finde keine Ausreden, sondern sage ihr, dass das für Dich persönlich nicht geht und endgültig entschieden ist.

Manchmal kann man wirklich nur den Kopf schütteln.
 
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  • #5
Du fühlst Dich dabei nicht wohl, also ist die Entscheidung gefallen.

Ich würde - wenn es denn je bei mir soweit sein sollte - auch überlegen, ob ich einen meiner Ex-Partner einladen würde, zu dem ich noch losen Kontakt habe. Das würde ich dann aber auch mit meinem Zukünftigen besprechen und von seiner Einstellung abhängig machen.
Insofern kann ich ihren Wunsch nachvollziehen, aber auch die Bedenken, dass es für Euch eine unangenehme Situation wäre. Vor allem für Dich, der Du damals der Verlassene warst. Als derjenige, von dem die Trennung ausgeht, sieht man das Ganze anders. Außerdem dürfte das eine blöde Situation sein - den Fast-Schwiegereltern gegenüberzustehen, ihren Freunden...
Das Einfachste ist tatsächlich, die Einladung abzulehnen. Auch wenn sie Dich gerne dabei hätte - da hast Du auch noch ein Wörtchen mitzureden.
 
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  • #6
Du gibst dir doch deine Antwort bereits selber: Bereits beim Denken daran fühlst du dich nicht wohl.

Also gehst du auch nicht hin. Es spielt dabei überhaupt keine Rolle was deine Ex-Frau möchte oder nicht, sondern einzig und allein was du möchtest und wie du fühlst. So einfach ist das.
 
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  • #7
Nein, ich würde auch nicht hingehen. Was hast Du denn mit ihrer Hochzeit zu tun?
Du musst Deiner Exfrau wirklich keinen Gefallen tun.
Ich persönlich kann diesen Wunsch auch nicht nachvollziehen.

Wenn Du meinst, dann schicke eine Glückwunschkarte und fertig.

w49
 
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  • #8
Du fühlst dich bei dem Gedanken dabei zu sein unwohl, also solltest du auch nicht hingehen.

Ich kann aber den Wunsch deiner Exfrau nachvollziehen, denn ich würde meinen Exmann auch zu einer neuen Hochzeit einladen, da er 20 entscheidende Jahre lang zu meinem Leben gehört hat, und einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben war.

Ich würde auch zu seiner Hochzeit gehen, falls er seine neue Partnerin heiratet, und ich komme gerade von einer Feier, bei der ihm die Ehrenprofessur unserer Uni verliehen wurde, und zu der er mich selbstverständlich eingeladen hat.

Das heißt, ein Mensch, der mir einmal sehr nahe stand, wird mir natürlich auch für den Rest meines Lebens nahe stehen, auch wenn ich mit ihm kein gemeinsames Leben mehr führen kann.

w54
 
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  • #9
@7 Ehrenprofessur und Hochzeit sind ja wohl zwei völlig verschiedene Dinge, da emotional total anders "behaftet".
Der jetztige Bräutigam bildet die Grundlage für ihre dritte Familie - ich denke, es ist genug an Familie da. Den Schwerpunkt dürfte sowieso Nr. 2 bilden, mit dem sie Kinder hat. Ich würde nicht hingehen.
Eine - etwas altmodische, aber offenbar nicht grundlose - "Regel" heisst, dass man Verflossene nicht zu Hochzeiten einlädt. Es wird seine trifftigen Gründe haben.
 
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  • #10
An Deiner Stelle würde ich mich schriftlich für die Einladung bedanken und -absagen. Damit bist Du nobel raus und hast Dir nichts vorzuwerfen.
w/57
 
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  • #11
Würde es auch so wie 9 machen, schriftlich bedanken und höflich absagen. Auf die Hochzeit eines Expartners würde ich auch nicht gehen, egal, wie gut der Kontakt wäre.

w/39
 
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  • #12
Schick ihr eine Absage und gut ist. Warum solltest Du zu einer Veranstaltung gehen, wo Du dich sehr unwohl fühlst. Ihr seid seit 10 Jahren getrennt und jeder führt sein eigenes Leben. Großartig begründen würde ich es nicht, nur höflich absagen.
 
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  • #13
Lieber FS, Du bist ihr nichts verpflichtet. Für sie ist es weniger ein Problem, Dich zu sehen wie für Dich. Sie hat DICH verlassen und jetzt sollst Du ihrem Glück zuschauen. Find ich nicht ganz okay von ihr. Du schreibst, dass Du Dich bei dem Gedanken unwohl fühlst - also, dann steht doch bitte dazu und geh nicht zur Hochzeit, vergewaltige Dich nicht für was, wo Du so schlechte Gefühle bei hast. Ich kann sie verstehen, sie sieht das locker, was ja auch zu verstehen ist, weil sie ja emotional kein Problem mit Dir hat - aber Du hast eines, DESHALB lass es. Sag ihr ab, entweder mit einer Notlüge oder wenn Du das kannst, sag ihr ehrlich, dass Du keinen Sinn dahinter siehst und Dir das nicht gut tut. Sie wird es verstehen, wenn nicht, dann ist sie unmöglich und eine extrem Egoistin. Wenn Du ihr sooo wichtig bist, dann wird sie doch auch verstehen, dass Du da nicht dabeisein willst. Ich find das alles auch ein bisschen peinlich für Dich vor deren FAmilie etc.
 
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  • #14
Angesichts der Vorgeschichte würde ich an Deiner Stelle dankend absagen. Was soll die Einladung? Ich würde auch keinen Kontakt mit ihr pflegen! Hat mit Stolz und Selbstachtung zu tun.
w/39
 
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  • #15
Ich habe auch 2 Ex-Freundinnen die mich zu ihren Hochzeiten einladen wollten. Und auch später bekam ich immer wieder Einladungen zu Taufen.

Ich ging nie hin, weil meine neuen Partnerinnen das alles andere als angebracht empfanden. Außerdem wäre ich mir dort sehr deplaziert vorgekommen.

Da die Anfragen der Ex-Mädels über Jahre anhielten und ich nicht unhöflich sein wollte, war es mir letztes Jahr dann doch insgesamt zu nervig, ständig zu Taufen bzw. Hochzeiten eingeladen zu werden.

Ich stellte eindeutig klar, dass gestern nunmal gestern war und ich nur im hier und heute lebe und da gibt es eben eine andere Frau. Ich wünschte ihr noch alles Gute für den Rest ihres Lebens.

Seitdem habe ich endlich von beiden Damen Ruhe!

Anscheinend ist das eine weibliche Unsitte den Ex zur eigenen Hochzeit einzuladen. Immer wenn ich diese lächerlichen Einladungen männlichen Kumpels erzählte, schüttelten alle nur entsetzt den Kopf. Dagegen empfanden es viele weibliche Freunde als ganz normal dort evtl. hin zu gehen.

Ich sehe deutlich besser aus und bin beruflich auch erfolgreicher als die Männner, die beide dann ehelichten. Daher wäre es sicherlich zu Spannungen auf den Hochzeiten gekommen. Beide Beziehungen wurden übrigens von mir beendet. Die Damen suchen aber bis heute Kontakt. Als nach dem Studium der Kontakt abriß, tauchten beide sogar bei meiner Mutter auf, um sich meine neue Anschrift zu besorgen. Beide hatten damals schon neue Partner und teilweise schon ein Kind.

Ich empfand das alles als sehr charakterlos und war im nachhinein froh, keine dieser beiden jemals selbst geheiratet zu haben.
 
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  • #16
Ich (w) würde nur hingehen, wenn ich noch eine wirklich emotional reife, für beide Partner wichtige Freundschaft mit dem Ex-Partner hätte.

Danach hört es sich bei Dir überhaupt nicht an- also sage schriftlich ab und gut.
 
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  • #17
Nein, ich kann diesen Wunsch deiner Ex nicht nachvollziehen.

Ich selbst habe vor einigen Monaten zum 2. Mal geheiratet, und
die letzte Person, die ich hätte dabeihaben wollen, wäre mein
Ex-Mann gewesen.
Diese Peinlichkeit hätte ich auch meinem jetzigen Mann nicht zugemutet

Was für eine absurde Idee.
 
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  • #18
Ich würde ihr den Gefallen tun und hingehen und das Fest geniessen.

Die Einladung zeigt, dass sie immer noch Gefallen an Dir hat.
 
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  • #19
Hier der FS:
Vielen Dank an alle für Eure Meinungen!
Die Einladung war vorab telefonisch, wobei ich spontan - intuitiv abgewunken habe, die schriftliche Einladung wird folgen. Ich weiß nicht, wieviele ihrer Exmänner sie gern präsent hätte, der Vater der Kinder wäre sicher praktisch, damit sich jemand während der Feierlichkeiten um sie kümmert.
Der Tenor eurer Meinungen bestärkt mich in meiner innerlich bereits getroffenen Entscheidung, dort nicht hinzugehen.
 
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  • #20
Schwarz kleiden und dem künftigen Gatten dein Beileid aussprechen.
 
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  • #21
Hättet ihr nach eurer Trennung noch immer den Kontakt gepflegt, dann wäre die Einladung ok und du solltest auch hingehen.

Du hingegen schreibst, sie hatte wechselnde Partner, von einem auch Kinder und nun kommt die nächste GROSSE LIEBE, die gleich geehelicht wird - sorry, das ist unreif von ihr, aber so sind Frauen in der Krise. Schau es dir gelassen an, in 3-4 Jahren jammert sie wieder, weil er sich gehen lässt, sich nicht kümmert, faul und fett wird usw. Schau auch sie nach einem Jahr mal an, ob sie dann immer noch soooo glücklich ist mit ihrer doch sooo großen Liebe... Dann weißt du Bescheid und bekommst die Bestätigung, dass dein Fernbleiben die richtige Entscheidung war.
 
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  • #22
@FS in 18

Nun ja - geh hin und amüsier Dich. Du wärst ja offensichtlich einer unter Vielen und somit gäbe es genug Gelegenheiten sich über gewisse Qualitäten der Braut auszutauschen. Vlt. profitiert ja auch der glückliche Bräutigam davon.

*Ironie off*

Im Ernst: Warum um Alles in der Welt solltest Du Dir das antun? Du solltest viel eher froh sein, eine Dame mit einem derartigen Verschleiß los zu sein.

(m/44)
 
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  • #23
Ich kann Dich verstehen. Sicher ist es eine Ehre, als so wichtige Person bezeichnet zu werden.
Wenn es Dir wichtig ist, auch weiterhin mit Ihr Kontakt zu haben, würde ich zusagen und mich ganz kurzfristig abmelden.
Möchtest Du die ganze Geschichte hinter Dir lassen, so schreibe ein paar Zeilen und sage mit netten Worten ab.

Ich ginge höchstens an die Beerdigung meiner Ex. Aber nur um sicher zu sein, dass sie es ist.
 
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