• #31
Nicht sowas kann, sondern die Beziehung ist in einer schweren Krise, die Krise wird lediglich verdrängt, unter den Teppich gekehrt und schön geredet, damit ist das Problem nicht gelöst!
Ich kehre die Probleme nicht unter den Teppich, das ist mir schon bewusst mit meiner Beziehung ....unsere Beziehung ist eine sehr komplexe und komplizierte Sache die man nicht einfach so „lösen“ kann.
 
  • #33
Na ja, ich muss mich auch irgendwie „schützen“ . Diskriminierend finde es nicht ...ich bin doch nicht schuld dass ich so etwas spüre, ich wollte das auf gar kein Fall. Habe auch mit ihm nie geflirtet oder Ähnliches, ich ertrage es einfach nicht mehr...es wird langsam zu hohe Belastung für mich.
Also ich weiß immer nicht, ob ich bei sowas zu gefühlskalt bin, aber alleine die Atmosphäre auf Arbeit oder auch eine sachliche Gesprächsbasis auf beiden Seiten würden bei mir gar nicht erst solche Gefühle hochkommen lassen. Kannst du dich da wirklich so schlecht runterholen? Ich find sowas ja immer erstaunlich.
Selbst wenn ich den anziehendsten Mann vor mir hätte, aber mit ihm über die Geschäftsbilanz des Jahres X (nur als Beispiel für berufliches Blabla) reden müsste, könntest du ihn mir nackt auf den Bauch binden, da würde sich gar nichts regen in mir. Wie kommt denn das, dass du da die sachlich/ berufliche Ebene so ganz ausblenden kannst? Also dass es wirklich so schlimm ist, dass du nicht mal mehr mit ihm arbeiten kannst?
Kannst du das mir vielleicht etwas mehr verständlich machen, was da in deinem Kopf passiert?
 
  • #34
Ich nehme an, mit "Wahrheit" meinst du, ihm deine sexuelle Anziehung zu gestehen. Auf gar keinen Fall würde ich das machen. Damit würdest du definitiv nicht als die Frau fürs Lebens eingehen. Es ist doch eine natürliche Reaktion, aber darauf kann man keine "bis wir alt werden"-Beziehung aufbauen.

Ihr habt zumindest einen Draht zusammen, warum, um Gottes Willen, willst du dich dann zurückziehen? Das ist kindisch. Gehe mit ihm normal um und schaue, ob du eine normale Freundschaft aufbauen kannst.

Ich denke aber, daraus wird nichts. Wenn du dich kaum mehr halten kannst, während er im Raum ist, ist das doch sehr merkwürdig.

Ich stelle mir gerade vor, ein toller Mann würde das bei mir machen, ich würde mich sehr unbehaglich fühlen.
 
  • #35
Wie kommt denn das, dass du da die sachlich/ berufliche Ebene so ganz ausblenden kannst? Also dass es wirklich so schlimm ist, dass du nicht mal mehr mit ihm arbeiten kannst?
Kannst du das mir vielleicht etwas mehr verständlich machen, was da in deinem Kopf passiert?
Das geschieht unbewusst! Das geschieht nicht im Kopf, das geschieht mit den Gefühlen, siehe nächste Antwort!
Wenn du dich kaum mehr halten kannst, während er im Raum ist, ist das doch sehr merkwürdig.
Wer seine Wünsche/Gefühle lange Zeit unterdrückt, verdrängt und zurückhält, dem kann das passieren, wenn der Richtige kommt!
 
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  • #36
umso mehr wird mir klar dass ich da so schnell wie möglich weg muss, ohne ihm die Gründe dafür zu nennen
Ne da muss gar nichts weg. Du bist in deiner Beziehung nicht mehr voll zufrieden bzw. gelangweilt. Es verlangt dich nach etwas Neuem. Das sollte man sich eingestehen und Konsequenzen daraus ziehen.
Ob du da das "gemeinsam Alt werden" vor Augen hast, oder nicht, spielt keine Rolle. Weil man das nie hat, wenn man noch nichts miteinander begonnen hat.
Sei mutig genug und spring aus deiner Beziehung ab.
Oder wie lange soll das so gut gehen?
Willst den noch heiraten und Kinder machen? Oder würdest du dabei eingehen wie eine Primel?
Du wirst dir in den Hintern beißen, wenn du alle schönen Erlebnisse sausen lässt für diesen "immer und ewig" Gedanken.
Vielleicht geht es deinem Partner ja ähnlich.
Schonmal darüber nachgedacht?
Und dieses "ich weiß nicht ob er überhaupt was will" ist doch genauso Selbstverarsche. Klar will der was.
Was denn sonst.
 
  • #37
Deine Begründung wäre im beruflichen Kontext unpassend oder gar lächerlich.
Ich würde mich auch nicht offenbaren. Was sollte das bringen ?

allerdings kann ich dich gut nachvollziehen - mir erging es schon ähnlich ;)

Ich würde ihm einfach aus dem Weg gehen. Alles andere könnte auf Dauer gefährlich werden ...
Wer seine Wünsche/Gefühle lange Zeit unterdrückt, verdrängt und zurückhält, dem kann das passieren, wenn der Richtige kommt!
Niemand hat Einfluss darauf, wen er/sie sexuell anziehend findet - das ist ein unbewusster Prozess. Und dass diese Person dann „der Richtige“ sein soll, ist einfach nicht korrekt. Das ist erstmal nur sexuelle Anziehung und bedeutet rein gar nichts.

Ich habe mich auch schon sehr stark zu gewissen Männern körperlich hingezogen gefühlt, hätte aber niemals eine feste Beziehung von ihnen gewollt, weil es in der Hinsicht einfach nicht gepasst hätte.
 
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  • #38
unsere Beziehung ist eine sehr komplexe und komplizierte Sache die man nicht einfach so „lösen“ kann
Oha, … das Wichtigste der meisten Posts kommt leider oft erst nach und nach.
Was ist denn bitte "so komplex" und "so kompliziert"?!?! Klingt nicht danach, als wär Eure Liebesbeziehung schön und erfüllend und leicht, wie es ja sein sollte. Klingt auch nicht nach erfüllendem Sex.
War es schon immer "so" bei Euch oder ist es so geworden.
DAS ist EINDEUTIG die Ursache für Dein "ungeheures" Verlangen nach diesem Mann. Dadurch schaffst Du es, peu á peu, Dich zu "lösen" von Deinem jetzigen Freund.

Und wieder fehlt hier leider die Altersangabe! Und auch, wie lange Du mit Deinem jetzigen Freund schon zusammen bist. Weshalb denken so viele, dass dies vernachlässigbar sei? Das ist doch mit das Wichtigste und lässt selbstverständlich jede (folgende) Antwort komplett anders ausfallen, ob ein(e) FS(in) 18 ist und ihre/ seine Beziehung seit 2 Monaten ging oder 48 und ihre/ seine Beziehung 30 Jahre schon "läuft" und man fünf minderjährige Kinder miteinander zu managen hat.
 
  • #39
Ich finde Deine Arbeitsweise höchst unprofessionell.
Diskriminierend finde es nicht ...ich bin doch nicht schuld dass ich so etwas spüre, ich wollte das auf gar kein Fall. Habe auch mit ihm nie geflirtet oder Ähnliches, ich ertrage es einfach nicht mehr...es wird langsam zu hohe Belastung für mich.
Im umgekehrten Fall hätte ich die Gleichstellungsbeauftragte sofort auf der Matte stehen, wenn ich wegen eigener "Gefühle" eine Frau aus einem Projekt ausschließe und würde mich damit komplett zum Gespött machen.

Und selbstverständlich ist es diskriminierend, wenn er wegen seines Geschlechts aus einem Projekt ausgeschlossen würde. Er kann ja nun wirklich nichts dafür. Bei Bekanntwerden müsste Deine Chefin zweifellos aktiv werden.

Aus meiner Sicht solltest Du die Zusammenarbeit im Projekt äußerst diskret und unauffällig auslaufen lassen, wenn das sowieso ansteht. Mit Äußerungen ihm gegenüber gefährdest Du Deinen Arbeitsplatz. Und Deine Beziehung noch dazu, wenn er Deinen Partner kennt.
 
  • #40
Ich könnte weitere Termine bzw. seine Hilfe an dem Projekt in Anspruch nehmen. ....soll ich ihm Grund nennen?
Nee, nicht wenn Du Dich nicht lächerlich machen willst. Es ist Dein Projekt. Er war nur der zeitweise hinzugezogene, unterstützende Experte und nun ist seine Unterstützung nicht m ehr notwendig - schadet beruflich ja nichts, wenn Du Dich selber etwas anstrengst, statt den einfachen Weg zu gehen und Dir helfen zu lassen oder anderen Projekten seine Kapazität zu stehlen, nur weil Du mit ihm anbandeln willst.

Hat er Wahrheit verdient oder soll ich ihm einfach sagen das war alles, ich brauche Sie nicht mehr!
Letzteres und das Ganze etwas höflicher. Außerdem guck auf Deine Beziehung, denn die ist die Ursache für das Problem.

er könne mit ihr nicht weiter zusammenarbeiten, weil er sie zu sexy findet, sich dann nicht mehr im Griff hätte...
Sein Projekteinsatz kann an dieser Stelle beendet sein. Die FS benötigt ihn nicht mehr und ambivalentiert, ob sie (kostenpflichtig für das Unternehmen) Bedarf vortäuscht. Da ist keine Benachteiligung.

wenn ich die Wahl habe, eine Zusammenarbeit mit einem Freiberufler zu beenden,..... Denn er hat finanzielle Einbußen, die nicht sein müssten, wenn ich wirklich professionell wäre.
Hätte, hätte Fahrradkette. Zum einen steht nirgendwo, dass er Freiberufler ist und selbst wenn es so wäre, wäre es eine Unverschämtkeit gegenüber Arbeitgeber oder Auftragnehmer, die Kosten für diesen künstlich in die Höhe zu treiben, nur um an dem Objekt der Begierde weiter rumzubaggern zu können.
Nicht vergessen: sein Job im Projekt ist eigentlich beendet. Die FS könnte verlängern, muss aber nicht. Sie kann sich auch selber beruflich etwas anstrengen.

Aber wenn er jetzt finanzielle Einbußen hätte....
Als Freiberufler wäre er für seine Auftragslage selber verantwortlich - nicht die FS muss ihm künstlichen Bedarf schaffen. Blöd wäre, wenn jemand anderer für ihren Flirt zahlen müsste.

Und selbstverständlich ist es diskriminierend, wenn er wegen seines Geschlechts aus einem Projekt ausgeschlossen würde.
Er ist vermutlich ein Fachexperte, der auf Zeit für eine Teilaufgabe ins Projekt hinzugezogen wird - Job getan, ab ins nächste Projekt. Habe ich hundert Mal in meiner Berufslaufbahn erlebt. Wegen des Abwechslungsreichtums sucht man sich so einen Arbeitsplatz.
Ich hatte schon Projekte, die künstlichen Bedarf angemeldet haben, um ihrem Projekt eine Wichtigkeit zu geben, die es garnicht hatte. Das war ein echter Kampf, aus solchen Projekten rauszukommen, in denen ich nicht ansatzweise ausgelastet war und mich langweilt hätte, während ich anderswo dringend benötigt wurde.
 
  • #41
Zum einen steht nirgendwo, dass er Freiberufler ist
Weiß ich, ich wollte nur begründen, dass das Ablehnen einer Person bzgl. Zusammenarbeit, weil man sie so sehr begehrt, für diese ja auch diskriminierenderweise einen echten Nachteil bedeuten kann.

Als Freiberufler wäre er für seine Auftragslage selber verantwortlich - nicht die FS muss ihm künstlichen Bedarf schaffen.
Naja, dass ich das nicht gemeint habe, dürfte ja eigentlich klar sein, ich bin davon ausgegangen, dass sie jetzt schlechter klarkommt mit ihrer Arbeit.
Würde sie ihm künstlich Aufträge verschaffen, weil sie verknallt ist, wär das doch genau der umgekehrte Fall, den sie schilderte. Wenn sie jetzt wirklich allein klarkommt mit der Arbeit und ihn überhaupt nicht mehr braucht, dürfte es doch gar keinen Thread geben und kein "Jammern", wie man das noch aushalten soll und was man vorbringen sollte als Ausrede, dass man nicht mehr zusammenarbeiten will.

Sollte es so sein, dass die Zusammenarbeit tatsächlich beendet wäre und sie EIGENTLICH ihr Geständnis machen möchte, weil sie sich davon was erhofft, ja, dann kommt der Thread "von hinten durch die Brust ins Auge".
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #42
ich wollte nur begründen, dass das Ablehnen einer Person bzgl. Zusammenarbeit, weil man sie so sehr begehrt, für diese ja auch diskriminierenderweise einen echten Nachteil bedeuten kann.
Ich kann nicht nachvollziehen, wie Du darauf kommst.
Sie schreibt:
Er hat genug andere Projekte, also bleibt nicht arbeitslos
Wie willst Du der FS helfen, in dem Thema, wenn Du eine komplett andere Story daraus machst?

ich bin davon ausgegangen, dass sie jetzt schlechter klarkommt mit ihrer Arbeit.
Wie kommst Du darauf? Sie schreibt doch:
wird etwas schwieriger für mich aber machbar.
Was ist schon etwas schwieriger? Dann hängt sie sich halt etwas mehr rein und lernt richtig was dazu - ist langfristig betrachtet beruflich immer die bessere Variante.
Viele Frauen nutzen ihre beruflichen Potenziale nicht, weil sie zuviel Energie in so ein Privatlebengedaddel am Arbeitsplatz stecken und hinterher über so viel geringere Renten als Männer wehklagen. Eine ernsthafte Beziehung wird ja selten draus.
Es ist besser, ihn ziehen zu lassen als selber unkonzentriert zu sein und weniger Output zu erzeugen, weil sie sich um jede Regung von ihm den Kopf zerbricht.

Würde sie ihm künstlich Aufträge verschaffen, weil sie verknallt ist, wär das doch genau der umgekehrte Fall, den sie schilderte.
Seine Mitarbeit ist beendet. Sie braucht ihn nicht mehr. Das sind die Fakten. Der Rest ist Fiktion.

Wenn sie ihn anfordern wurde (damit sie ihn nicht wegen ihrer Gefühlwelt diskriminiert, wie Du und @Lebens_Lust es schreiben), dann würde sie künstlich die Projektaufwände und somit -kosten aufblähen - ohne Garantie, dass was mit ihm draus wird, aber wahrscheinlich mit beruflichen Nachteilen für sie, weil sie ihren Job offentsichtlich nicht so schafft, wie sie ihn schaffen sollte.
 
  • #43
Ja, aber wo wäre dann das Problem? "Vielen Dank, ab jetzt komme ich allein klar" und der Mann wird das doch dann auch sehen, dass seine Arbeit beendet ist. Die Frage nach dem Geständnis, dass man nicht mehr zusammenarbeiten will, ist doch dann irrelevant.

Wie willst Du der FS helfen, in dem Thema, wenn Du eine komplett andere Story daraus machst?
Indem ich ihr sage, dass das, was sie vielleicht gestehen will, nicht so ganz ohne sein KÖNNTE. In welchem Verhältnis das alles JOBmäßig steht, wusste ich ja nicht. Einem Menschen, mit dem man zusammenarbeitet, zu sagen "ich kann nicht mit dir, denn ich bin so scharf auf dich, deswegen ist die Zusammenarbeit beendet", dann kriegt der Chef mit, die arbeiten nicht mehr zusammen, warum denn nicht ...
Siehe:
Im umgekehrten Fall hätte ich die Gleichstellungsbeauftragte sofort auf der Matte stehen, wenn ich wegen eigener "Gefühle" eine Frau aus einem Projekt ausschließe

Darüber nachzudenken, finde ich schon hilfreich, sonst könnte sie im blöden Fall nicht nur Gespött ernten und unprofessionell aussehen. Könnte ja auch sein, der sexy Kollege erzählt das weiter, um zu rechtfertigen, dass er von ihr "gefeuert" wurde, also abgelehnt bzgl. weiteren Zusammenarbeitens.

Wenn sie ihn anfordern wurde (damit sie ihn nicht wegen ihrer Gefühlwelt diskriminiert, wie Du und @Lebens_Lust es schreiben), dann würde sie künstlich die Projektaufwände und somit -kosten aufblähen -
Das ist eben die Frage. Ich hatte es so nicht gelesen, dass weitere Zusammenarbeit EIGENTLICH nicht nötig wäre. Steht ja nun auch nicht konkret da. Wenn sie die Zusammenarbeit nun beendet und dann nicht gut klarkommt, wird der Chef sie vielleicht fragen, was das dann sollte, dem sexy Mann vorher schon zu sagen, er könne nun gehen.

Ich habe aber das Gefühl, dass sie im Zwiespalt ist. Sie KÖNNTE die Zusammenarbeit beenden, und es klingt fast so, als stimmte das, was Du vermutest. Aber sie KÖNNTE ohne Probleme auch noch weiter mit ihm zusammenarbeiten. Sie will vielleicht wissen, wie er sie sieht. Sie will ihm vielleicht sagen, was sie empfindet, vielleicht ruft der Verstand "das ist böse, lass es sein", aber das Gefühl will es. Aber es geht eventuell noch um mehr als nur darum, dass ihre Beziehung auf die Probe gestellt wird. Vielleicht schießt sie sich zusätzlich beruflich ins Knie, wenn sie solche Geständnisse macht.
 
  • #44
Bin hin und her gerissen, nächste Woche ist unser letzter offizielle Termin. Ich könnte weitere Termine bzw. seine Hilfe an dem Projekt in Anspruch nehmen.
Die Zusammenarbeit mit dem Kollegen kannst du dann ja einfach auslaufen lassen. Bedank dich für die gute Zeit und sag, dass du den Rest allein schaffst. Da hat Vikky schon Recht, aber ich gehe davon aus, dass du dir nicht über den Kostenfaktor den Kopf zerbrichst.

Die eigentliche Frage ist doch, was du dir von dem Geständnis erwartet hast. Träumst du insgeheim doch davon, dass er dir dann sagt, dass es ihm genauso geht? Aber selbst wenn, die Konsequenz wäre ja höchstens eine Affäre, oder?

Mittlerweile hast du dich ja glaub ich schon entschieden, ihm nichts zu sagen. Aber ich frag mich, warum du darüber überhaupt ernsthaft nachgedacht hast. Kommt ja noch dazu, dass er deinen Partner kennt. Mich würde auch interessieren, wie es zu der Aussage kam, dass er nicht gedacht hätte, dass ihr zusammen seid. Gefällt mir nicht. Klingt abwertend gegenüber deinem Partner und schmeichelnd zu dir. Außer es war umgekehrt gemeint, das wäre aber sehr unhöflich. Wie kam es denn für dich rüber?

Es ist völlig ok, wenn du deine „komplexe und komplizierte“ Beziehung hier nicht diskutieren willst, aber vielleicht will dir diese starke Anziehung einfach nur aufzeigen, dass es da ein Manko gibt und du nicht mehr zufrieden bist.

Den Diskriminierungsaspekt kann ich durchaus nachvollziehen (nicht bei dieser Geschichte, aber generell); stellt euch mal vor, ihr findet endlich euren Traumjob und nach der Probezeit werdet ihr abgelehnt, weil der/die Vorgesetzte euch zu sexy findet und deshalb nicht mit euch zusammen arbeiten kann.
 
  • #45
Viele Frauen nutzen ihre beruflichen Potenziale nicht, weil sie zuviel Energie in so ein Privatlebengedaddel am Arbeitsplatz stecken und hinterher über so viel geringere Renten als Männer wehklagen.
So ist es. Wenn so etwas publik wird, ist es vorbei mit der Karriere. Das ist einfach völlig unprofessionell.
...(damit sie ihn nicht wegen ihrer Gefühlwelt diskriminiert, wie Du und @Lebens_Lust es schreiben...
Falsch verstanden. Konjunktiv. Wenn der Mann wegen seines Geschlechts diskriminiert würde. Hier ist das Projekt für ihn beendet und das Thema erledigt. Dafür sollte sie dankbar sein, statt auch noch über eine Fortsetzung nachzudenken.

Aber sie KÖNNTE ohne Probleme auch noch weiter mit ihm zusammenarbeiten.
Ich habe nicht das Gefühl, dass sie problemlos mit ihm zusammenarbeiten könnte.
So eine sexuelle Anziehung zu einem „fremden“ Mann habe ich noch nie erlebt. Das Problem ist dass ich schon vergeben bin, ansonsten wäre das echt eine tolle Erfahrung.
...zeigt doch, dass sie völlig unreflektiert ist. Was sollte da die tolle Erfahrung sein? Dass sie mit einem Kollegen im Projekt eine heiße Affäre anfängt?
 
  • #46

Naja manchmal hat man doch zu Menschen eine besondere Verbindung, da stimmt die Chemie einfach und es ist eine besondere Anziehung da. Ob es nun Verliebtheit ist oder sexuelle Anziehung oder irgendwas dazwischen...

Dennoch kann die Person ja aufgrund bestimmter Umstände als Beziehungspartner unpassend sein, zB wenn man zu verschieden ist oder bestimmte Verhaltensweisen nicht mag, Alter, etc.

Vielleicht erscheint es auch gerade so reizvoll, weil es verboten ist.

Der Reiz besteht vielleicht auch eher in der Fantasie, wie es sein könnte, als wie es letztlich ist.
 
  • #47
Ich habe nicht das Gefühl, dass sie problemlos mit ihm zusammenarbeiten könnte.
Hmpf. Ich auch nicht. Das ich das so sehe wie Du, ging doch eigentlich hervor aus meinen Beiträgen. Ich meinte ohne Ausrede oder künstlichen Vorwand könnte sie bei ihrem Chef noch weitere Zusammenarbeit mit dem Mann rechtfertigen. Es sieht nicht komisch für die Arbeitswelt aus, wenn sie das noch für eine Weile "beantragt".
 
  • #48
Vielleicht erscheint es auch gerade so reizvoll, weil es verboten ist.
Beruflich ist das der Ritt auf der Rasierklinge.
Ich meinte ohne Ausrede oder künstlichen Vorwand könnte sie bei ihrem Chef noch weitere Zusammenarbeit mit dem Mann rechtfertigen. Es sieht nicht komisch für die Arbeitswelt aus, wenn sie das noch für eine Weile "beantragt".
Ja, kann sie schon. Damit sie sich dann weiter unwohl fühlt. Oder ihn doch irgendwann anspricht in einer Situation, in der es eigentlich nur auf eine rein sexuelle Geschichte hinausläuft.

Ich trenne das beruflich ganz klar. Für mich ist das professionell. Ich habe in Bereichen, in denen ich persönlich involviert war, auch schon an einen Kollegen abgegeben.
Wenn sie schon kurz vorm Durchdrehen ist, wie beschrieben, dann lässt sie das aus meiner Perspektive besser bleiben.
 
  • #49
Also manchmal....Du sagst weitere Mitarbeit ab und denkst Dir bei allfälliger Nachfrage eine gute Lüge aus.

Würdest Du die Wahrheit sagen ... und er würde es bestätigen dass auch er so was spürt...Ist die Hemmschwelle viel tiefer...aber auch das untreu sein. Würdest Du das riskieren wollen, später damit fertig werden? Oder der Lebenspartner käme so was ans Licht?

Ich bin nicht für das Lügen, aber in dieser Situation schon!
 
  • #50
Das ist für mich die spannende Frage. Ich finde schon, dass die Zusammenarbeit jetzt geschmeidig OHNE Erklärung beendet werden könnte. Also so hatte ich das verstanden.

Daher frage ich mich: Warum will man was erklären ... Ich glaube, sie hat eine verbotene Hoffnung, dass durch so ein Geständnis "irgendwas" passiert, das schön ist. Zumal sie mit einer komplizierten Beziehung durchs Leben gehend ist.
Vielleicht ist es eine klassische Warmwechsel- oder "Befrei mich"-Gefühlssituation für sie, die sie sich aus irgendwelchen Gründen ersehnt. Aber sich das einzugestehen, bringt das Lebensgefüge durcheinander.
 
  • #52
Das ist für mich die spannende Frage. Ich finde schon, dass die Zusammenarbeit jetzt geschmeidig OHNE Erklärung beendet werden könnte. Also so hatte ich das verstanden.
Ja, sehe ich auch so. Das wäre meine bevorzugte Lösung.

... durch so ein Geständnis "irgendwas" passiert, das schön ist. Zumal sie mit einer komplizierten Beziehung durchs Leben gehend ist. Vielleicht ist es eine klassische Warmwechsel- oder "Befrei mich"-Gefühlssituation für sie, ...
Kann sein. Aber dann ist der Ansatzpunkt erstmal ihre Beziehung. Außer, sie möchte die Firma auch gleich mit "warmwechseln" :)
 
  • #53
Danke allen für Eure Antworten. Ich habe ihm gesagt das ich mich melde wenn ich ihn wieder brauche. Er hat mich gefragt ob alles in Ordnung ist, ich sei etwas anders heute ....na ja, ich konnte einfach die „Gefühle“ nicht verbergen, trotzdem sagte ich: ich sei müde und bin dann weggegangen. Ich muss die nächsten Wochen nicht mehr in die Firma, habe erst Urlaub und danach Homeofice.

Ich bin heute leider sehr sehr leer ....dennoch erleichtert dass ich ihn nicht mehr sehe in der Hoffnung, ihn bald zu vergessen.

Er bekommt keine Nachteile in de Firma, dass wir nicht mehr zusammen arbeiten, also alles gut.
Ja, ich habe nicht vergessen, dass ich in einer Beziehung bin .....daher auch Rückzieher von dem Projekt.
 
  • #54
So eine sexuelle Anziehung zu einem „fremden“ Mann habe ich noch nie erlebt. Das Problem ist dass ich schon vergeben bin, ansonsten wäre das echt eine tolle Erfahrung. So ist es nur Qual.
Hallo Boah,

Du solltest Dich glücklich preisen dafür, daß Du eine derartige Erfahrung machen kannst. Daß Du eine "Qual" draus machst ist allein Dein selbst geschaffenes Problem.

(Bist Du wirklich so einbetoniert in Deine fixen Ideen von Professionalität. von Vergeben-Sein, non all diesen Möglichkeiten, was Schlimmes passieren könnte.

Jede lebendige Frau an Deiner Stelle würde dem Fremden ihre Wahrheit sagen. Und mutig leben, was ihr geschenkt ist. Und natürlich auch dem Mann, an den sie sich vergeben weiß. Wenn der Dich wirklich liebt, wird er auch Deine Liebe zu Deinem Kollegen mitlieben. Begehren ist dazu bestimmt, ausgelebt zu werden.

(Dasselbe kann einmal auch durchaus Deine Verpflichtung Deinem Mann gegenüber sein. Falls Ihr nicht auch dem Monogamiezwang verfallen seid.)

Und ja: Eine Frau kann zwei Männer zur gleichen Zeit lieben. (Ebenso wie ein Mann zwei Frauen.) Mit Herz und aller Leidenschaft.

Ich wünsch Dir Treue zu Dir selber.
Quinquin


Was hast Du denn davon, Dich derartigen Geboten und Verboten zu unterwerfen?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #55
Was hast Du denn davon, Dich derartigen Geboten und Verboten zu unterwerfen?
Hallo Quinquin,

deinen Post finde ich sehr interessant! Genau so habe ich früher einfach gehandelt. Wenn ich wirklich scharf auf jemanden war, dass dieses biochemische Verlangen "eine Qual" war, habe ich es einfach getan. Ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar war ich Single, aber hätte um Sex mit dem Objekt meiner Begierde zu kriegen, alles geopfert. Meine Freundschaften, meine Karriere, meinen Schlaf, meine Gesundheit. Ich habe die Moral mit Füßen getreten (zB Sex mit einem Mann, der für mich hätte Tabu sein müssen). Natürlich hätte ich die Wahl gehabt es nicht zu tun. Aber wollte ich nicht. Ich musste es tun, ich hatte eine morbide Freude daran zu fallen und ganz unten zu sein und auf dem Weg dahin jede Lust mitzunehmen, die ich kriegen konnte.

Heute erschrecken mich diese Radikalität und das Risiko, alles zu verlieren, das mir Wert und Teuer war. Deshalb würde ich nicht mehr so handeln und ich bewundere die FS, dass sie so stark ist, zu widerstehen. Wenn man sich ohne Rücksicht einfach nimmt, was man begehrt, kann immer eine dritte Person verletzt werden, hier eindeutig der Partner.

W,36
 
  • #56
deinen Post finde ich sehr interessant! Genau so habe ich früher einfach gehandelt.
Das freut und ehrt mich. Schade, daß wir einander damals nicht getroffen haben. (Oder haben wir und doch getroffen?
"Biochemisches Verlangen" gibt es in jeden Augenblick . Aber die Bezeichnung ist abwertend - wie etwa das verbreitete "nur sexuell". Aber das konkrete, spürbare Erleben umfaßt viel mehr: Berührtsein, Neugier, Wunsch nach Hingabe, nach Eroberung, das Gefühl. den anderen schon ewig zu kennen, usw.
alles geopfert. Meine Freundschaften, meine Karriere, meinen Schlaf, meine Gesundheit.
Ich halte von mutwilliger Zerstörung überhaupt nichts. Freunde brauchen, verdienen Respekt, Rücksicht. Aber andere brauch ihre Wünsche, ihr Begehren darum nicht zu verstecken. Es muß ein Raum für offene Kommunikation geschaffen werden, in der es auch Schmerz und dessen Bearbeitung geben darf. -- Karriere: Kein professionell geführter Betrieb, keine Behörde können es sich leisten, einer Mitarbeiterin private Freiheit zu bedrohen. -- Ja. Schlaf wird manchmal geopfert. Gern, übrigens. -- Und Gesundheit kann durchaus ruiniert werden, wenn frau ihr Leben in einem selbstgewählten Kerker verbringt.
Ich musste es tun, ich hatte eine morbide Freude daran zu fallen und ganz unten zu sein und auf dem Weg dahin jede Lust mitzunehmen,
Derartiges meinte ich in keiner Weise - ist ein anderes Thema. Freude am eigenen Untergang ist tatsächlich "morbid", bedarf der Heilung durch eine Bezugsperson, eventuell einen Therapeuten. Und "jede Lust mitnehmen" - das sollten man / frau niemals tun. Menschen sehnen sich nach dem Schönen und Guten. Manche warten Jahrzehnte.
Wenn man sich ohne Rücksicht einfach nimmt, was man begehrt, kann immer eine dritte Person verletzt werden, hier eindeutig der Partner.
"Hab mir's gelobt, ihn lieb zu haben / auf die richtige Weis - so / daß ich selbst / sein' Lieb / zu einer andern / auch noch lieb hab . . ." Eine reife Frau singt dies, nachdem sie einen sehr jungen, von ihr geliebten Kavalier an eine andere verloren hat. Das "Schlußterzett" einer berühmten Oper. Ich erinnere mich an mein fassungsloses Staunen, als ich dies, mit 16, zum ersten Mal las:

Dreingabe: "Liep ane leit mac niht gesin." (Liebe ohne Schmerz kann es nicht geben. Minnelied, um 1200.)

Herzlich,
Quinquin
 
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