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  • #31
Zitat von schneesternli:
Das Problem war, dass er die Beziehung nicht beenden, aber trotzdem weiter mit mir zusammensein wollte, da hab ich die Reissleine gezogen, weil es mich echt verletzt hat.
Klar, wem würde das nicht so gehen, es sei denn, er ist froh, dass er sich nun auch anderweitig vergnügen kann.

Ich finde es bezeichnend, dass er nicht zurückkommen wollen würde, wenn es mit der anderen Beziehung geklappt hat. Ich weiß ja nicht, warum das nicht, aber ich denke, Dein Mann ist generell nicht so der Bringer für eine Partnerschaft.

Zitat von schneesternli:
Gibt es EINE Person im Forum, die nach 20 Jahren noch/wieder guten Sex mit dem gleichen Partner hat? Was ist das Geheimnis?

Ich denke, das Geheimnis ist einerseits, auf den Mann total körperlich abzufahren und das mit als Grund für eine Beziehungsanbahnung zu sehen. Also nicht wie so viele Menschen zu denken, dass der Sex schon irgendwie funktionieren wird, sondern wissen, dass es sexuelle Inkompatibilitäten gibt und dass eigene Beziehungen aus anderen Gründen als sexuelle Anziehung eingegangen werden, die sich dann nach einiger Zeit aber als Problem erweisen. Das sich ausreden, dass Sex wichtig sei für eine Beziehung, mag für viele der Grund sein, in schlechten Beziehungen zu verharren. Die Idee, sich das ganze dann von außen zu holen ohne Absprachen mit dem Partner, macht einen zu einem unterirdischen Charakter, auch wenn ich denke, dass das erstmal in vielen Fällen nur die Lösung sein kann, wenn man sein Kopfkorsett noch nicht losgeworden ist, dass guter Sex eine wichtige Grundlage im Fundament einer Beziehung ist.

Andererseits denke ich, dass man nicht einfach davon ausgehen kann, dass Sex funktioniert. Dh. wenn man sich keine Mühe gibt, dem Sex einen wichtigen Stellenwert in einer Beziehung einzuräumen und ihn ständig hinter alles andere stellt, wird das auch nichts mit einem sexuell kompatiblen Partner.

Viele Paare machen das nicht und denken, es muss immer so sein.
In Deinem Fall aber zählt für mich was anderes, wie oben geschrieben: Dein Mann wäre nicht wieder auf der Matte, wenn es mit der anderen geklappt hätte. Also bist Du die Notlösung und das Vormachen, dass man doch eigentlich ganz gut funktioniert hätte, ist für mich Farce. Ich hätte kein Vertrauen darin und würde denken, dass bei der nächsten Frau, die ihm das Gefühl vermittelt, eine bessere Beziehung haben zu können, wieder dieselbe Sache läuft.
 
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  • #32
Ich verstehe nicht, warum du wieder in Erwägung ziehst, zu deinem Mann zurück zu gehen. Du hast keine leidenschaftlichen Gefühle mehr für ihn, hegst aber auch keinen Groll wegen der Vergangenheit. Das ist eine gute Basis, um gut miteinander umzugehen und eine Freundschaft aufzubauen, aber doch nicht für eine Beziehung. Mit einer Beziehung zu deinem Mann verbaust du dir die Chance, vielleicht doch noch eine Beziehung mit einem Mann eingehen zu können, bei dem alles passt, weil kein charakterlich brauchbarer Mann eine Beziehung mit einer vergebenen Frau in Erwägung zieht oder auch nur ein näheres Kennenlernen auf der Mann-Frau-Ebene forciert. Zudem ist eine Freundschaft unter den gegebenen Voraussetzungen auch eine tragfähigere und zukunftsträchtigere Alternative. Und eure Kinder haben schon eine Trennung von euch durchgemacht und sich gerade daran gewöhnt, dass ihr nicht mehr zusammwn seid. Wenn ihr es jetzt noch einmal miteinander versucht, nur weil ihr aktuell keine bessere Alternative habt, und euch dann demnächst wieder trennt, weil die Voraussetzungen, um eine glückliche Beziehung zu führen, bei euch nicht (mehr) gegeben sind, ist es für sie viel schlimmer, als wenn ihr die Trennung beibehaltet und freundschaftlich miteinander umgeht.

w
 
  • #33
Leidenschaft zurück nach 20 Jahren? Ja diese Person hier gibt es. Mich und meine Exfrau. Also auch sexuell gesehen. Meine Exfrau und ich, hatten in dem trennungsjahr, welches wir beide genutzt haben, um uns irgendwie wieder zu finden, den besten und vertrauensvollsten sex seit unseren gemeinsamen 27 Jahren. Leidenschaft pur! Leider haben wir es dennoch nicht geschafft, wieder zusammen zu leben, da das Vertrauen durch Dummheit von uns beiden gebrochen war! Die alte Geschichte kam leider bei uns beiden immer wieder hoch und dadurch zu Konflikten. Aber für alle gilt, wo eins Leidenschaft war, kann diese auch wieder entflammen. Ob es für eine Partnerschaft wieder reicht, wird jeder im einzelnen selbst feststellen!
M44
 
  • #34
Vor ein paar Wochen stand plötzlich mein noch-Mann vor der Tür (hatte ihn damals rausgeworfen, nachdem mir klar wurde, dass er eine Seitenbeziehung nicht wie versprochen beendet hatte). Er möchte, dass wir wieder zusammenkommen. Die andere Beziehung wird nichts, das war aber immer absehbar.

Ist er jetzt direkt von der doch nichts werdenden Zweitbeziehung wieder zurück gekommen? In dem Fall wäre ich skeptisch. Wenn einige Zeit seitdem verstrichen wäre, würde ich ihm immerhin zutrauen, dass er nachgedacht hat, was er nun eigentlich will.

Gibt es EINE Person im Forum, die nach 20 Jahren noch/wieder guten Sex mit dem gleichen Partner hat? Was ist das Geheimnis?

Wir haben nach fast 30 Jahren noch / wieder / zunehmend guten Sex - also ja, das gibt es. Natürlich gab es Flauten, vier Schwangerschaften und erste Babyjahre sind nicht so einfach zu meistern als Paar. Aber es gab nie eine mehrjährige Pause, wie ich das hier manchmal lese, wir sind immer recht schnell wieder aufeinander zugegangen.
Ob es da ein Geheimnis gibt? Wenn, dann fiele mir nur ein, dass wir uns gegenseitig in all unseren Eigenschaften annehmen.

Seit fast sechs Jahren führen wir eine beruflich bedingte Fernbeziehung und da ist es nun so, dass oft einer eine kleine Überraschung für den anderen vorbereitet, wenn wir uns am Besuchswochenende sehen ^^.

Allgemein gesagt, Beziehungspflege ist auf jeden Fall Basis für erfüllte Sexualität.

Ich denke, das Geheimnis ist einerseits, auf den Mann total körperlich abzufahren und das mit als Grund für eine Beziehungsanbahnung zu sehen.

Dem kann ich so gar nicht zustimmen. Der Grund für unsere Beziehungsanbahnung lag ganz woanders, für mich zumindest, und trotzdem funktioniert es.
 
  • #35
Danke für die vielen Denkanstösse und persönlichen Geschichten! Die oft vertretene Einstellung "er hat Dich belogen und betrogen" und hat daher einen "unterirdisch" schlechten Charakter, kann ich nicht nachvollziehen. Zum Scheitern einer Beziehung gehören immer zwei, da machen es sich einige zu leicht! Entweder man hat nach den falschen Kriterien ausgewählt oder in der Beziehung Fehler gemacht.

Ich erkenne durchaus meinen Anteil, der war, meinem Mann nicht mehr die Liebe und Anerkennung zu geben, die er sich wünschte. Nicht nur, aber eben auch durch Sex. Ich bin sehr eigenständig und er fühlte sich nicht gebraucht. (Dies für die Frauen, die Bedürftigkeit so schlimm finden: Eine sehr selbstständige Frau ist für viele Männer auch nicht reizvoll; sie WOLLEN Frauen helfen und sie beschützen, es macht sie glücklich).

Die andere Frau war bedüftig: Es fing an, als sie bei ihm Rat und Hilfe suchte. Dass er lieber für immer mit ihr zusammen wäre, habe ich nirgends geschrieben, das war von Beginn weg keine Option (sie hatte offenbar sehr viele Probleme).

Was Provence von ihrer früheren Beziehung schreibt, finde ich sehr schön, aber mit Jobs und Kindern ist einfach wenig Zeit für solch intensive Zweisamkeit. Das würde sich bei uns noch lange nicht grundlegend ändern (der Kleinere ist 8). Wilde Sexpraktiken brauche ich nicht, aber Routine ist ein Problem, ich mache auch nie freiwillig zweimal am gleichen Ort Urlaub. Die Idee eines Swingerclubs widert mich dennoch an - nie würde ich mit Wildfremden Sex haben. Sex ist für mich Zweisamkeit und Intimität.

Vorerst zögere ich mit dem Neuanfang. Mir geht es alleine sehr gut, wenn ich ehrlich bin. Ich schätze es, Zeit für mich zu haben, ohne Verpflichtungen und ohne schlechtes Gewissen. Freunde werden wir immer bleiben, schon wegen der Kinder. Das muss erstmal reichen. Kommt Zeit, kommt Rat, hoffe ich. Freue mich auf weitere Kommentare!
 
  • #36
Vielleicht noch kurz zur Klärung: Wir hatten bis vor der Trennung 3-4mal im Monat Sex, nicht einmal im Jahr. Mein Mann hätte aber 2-3mal die Woche gewollt. Er hat es mir aber nie gesagt, weil er dachte, ich würde es dann ihm zuliebe tun und das wollte er auch nicht.
 
P

Provence

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  • #37
Vorerst zögere ich mit dem Neuanfang. Mir geht es alleine sehr gut, wenn ich ehrlich bin. Ich schätze es, Zeit für mich zu haben, ohne Verpflichtungen und ohne schlechtes Gewissen. Freunde werden wir immer bleiben, schon wegen der Kinder. Das muss erstmal reichen. Kommt Zeit, kommt Rat, hoffe ich. Freue mich auf weitere Kommentare!
Ich finde, dass du sehr sinnvoll an dein Problem herangehst. Auf einen Partner, ob es sich dabei um den alten oder einen neuen dreht, ist egal, erfolgreich zuzugehen setzt (in meinen Augen) immer voraus, dass man gelernt hat, mit sich alleine sein zu können, also auch ohne Beziehung leben zu können und das zu genießen. Erst dann ist man frei, sich ohne Druck zu entscheiden.

Selbst eine Freundschaft, ohne Groll und Vorhaltungen mit dem früheren Mann, ist wertvoller, als die leider viel zu häufige Gleichgültigkeit, die in zahlreichen Beziehungen - die nach Außen hin als solche auftreten - vorherrscht. Du wirst einen glücklichen Weg für euch finden, davon bin ich überzeugt.
 
G

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  • #38
Die andere Frau war bedüftig: Es fing an, als sie bei ihm Rat und Hilfe suchte.

Wenn ich das lese kommt mir die Galle hoch!!! und diese Aussage ist definitiv kein Grund, das Fremdgehen des Partners zu enschuldigen. Ich bin gerne bereit zu helfen, aber das heißt doch noch lange nicht, dass ich mich mit der betreffenden Person auch sexuell einlasse. Wenn ich nicht will dann will ich nicht, dann kannst du mir 15 Kerle hinstellen, einer insgesamt schöner als der andere. Liebe ich meinen Partner und bin aufgrund meiner persönlichen Einstellung treu, regt sich nichts im Unterleib. Nicht heute und nicht morgen.

Selbstverständlich macht die Gewohnheit und der Trott in einer Ehe anfällig für außenstehende Reize. Trotzdem muss ich es aber nicht in die Praxis umsetzen. Punkt!

w
 
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Gast

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  • #39
Die oft vertretene Einstellung "er hat Dich belogen und betrogen" und hat daher einen "unterirdisch" schlechten Charakter, kann ich nicht nachvollziehen. Zum Scheitern einer Beziehung gehören immer zwei
Schon richtig, aber nicht jeder, der das Gefühl hat, in seiner Beziehung zu scheitern, geht fremd. Das ist das charakterlich unterirdische, die Lügen und der Betrug, und nicht, dass die Beziehung gescheitert ist. WIE man in einer Krise reagiert, zeigt doch den Charakter. Nicht, dass die Krise nunmal gekommen ist.

Und dass er erst dann gekommen ist, als ihm klar war, dass seine andere Beziehung nichts wird. Wenn sie funktioniert hätte, wärst Du gar nicht mehr aktuell gewesen, und das würde mich sehr kränken. Neben den Lügen. So was ist ein schwacher Charakter, da gibt's doch nichts zu wundern.

Dem kann ich so gar nicht zustimmen. Der Grund für unsere Beziehungsanbahnung lag ganz woanders, für mich zumindest, und trotzdem funktioniert es.
Aber Du wirst ihn doch körperlich anziehend gefunden haben. Wenn das nicht gegeben ist, wie soll dann guter Sex gehabt werden?
 
  • #40
Die andere Frau war bedüftig: Es fing an, als sie bei ihm Rat und Hilfe suchte. Dass er lieber für immer mit ihr zusammen wäre, habe ich nirgends geschrieben, das war von Beginn weg keine Option (sie hatte offenbar sehr viele Probleme).

Du redest Dir die Sache schön. Vergiss nicht: Er hatte nicht nur eine Affäre mit der Frau. Nachdem das aufgeflogen ist, hat er Dir versprochen, es zu beenden. Du schriebst, er hätte das nicht getan und wollte es weiter parallel laufen lassen. Er hat Dich also ein zweites Mal belogen und getäuscht. Zurück kam er, als das mit dieser Frau nicht klappte.
Du möchtest nun also die bedürftige Frau spielen, um Deinen Mann zu halten. Deine Eigenständigkeit war also Gift für seine Treue. Sorry, dann verstell Dich und verleugne Deine Einstellung, dann bleibt er vielleicht bei Dir. Ich sage bewußt, vielleicht. Du gibst Dir die Schuld an seiner Untreue. Es lag an Deiner Art. Meiner Meinung nach der völlig falsche Ansatz, aber ich habe mehr und mehr den Eindruck, Du hattest Dich schon im ersten Post entschieden, siehe "...und alt werden kann ich mit ihm auch." Wenn Du Pech hast, passiert es Dir wieder und Du sitzt mit Deinen Kindern zum zweiten Mal allein da. Dann hast Du jahrelang die Chance verpasst, einen Mann zu finden, dem Loyalität, Ehrlichkeit und Vertrauen etwas bedeuten. Jeder ist selbst seines Glückes Schmied.
 
G

Gast

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  • #41
Wilde Sexpraktiken brauche ich nicht, aber Routine ist ein Problem, ich mache auch nie freiwillig zweimal am gleichen Ort Urlaub. Die Idee eines Swingerclubs widert mich dennoch an - nie würde ich mit Wildfremden Sex haben. Sex ist für mich Zweisamkeit und Intimität.

Sicher, nur:

1) Wenn Du in einen Swingerclub gehen solltest, zwingt Dich niemand, Sex zu haben, weder mit Deinem Mann noch mit andern. Ihr könnt aber gucken und dann drüber reden. Wenn es Dich anwiedert (und das betrifft sicher auch Deinen Kopf) dann ist dies vielleicht ein Grund, daß Dein Kopf seine Blockade gegen die Lust auf Deinen Mann überdenkt.

2) Die Swingerclub - Alternative ist die Lösung, die direkt auf das Problem mit Deinem Mann zugeht. Das Thema Leidenschaft wird direkt angepackt.

Natürlich kannst das Thema langsam angehen - und nicht den geraden Weg zum Ziel gehen. Aber das verzögert nur die Lösung des Problems.
 
P

Provence

Gast
  • #42
#37. Wenn ich das lese kommt mir die Galle hoch!!! und diese Aussage ist definitiv kein Grund, das Fremdgehen des Partners zu enschuldigen. … Trotzdem muss ich es aber nicht in die Praxis umsetzen. Punkt! w
Zum besseren Verständnis: hier ging es darum, dass schneesternli erwogen hat, ihr Partner könne eine »schwächere Frau« gesucht haben, als sie selbst das ist.
Eine sehr selbstständige Frau ist für viele Männer auch nicht reizvoll; sie WOLLEN Frauen helfen und sie beschützen, es macht sie glücklich
Das ist für mich durchaus nachvollziehbar, es kommt öfters vor und ich finde es (vom Grunde her) nicht anrüchig.
Hier kann die FS schwarz auf weiß nachlesen, dass »Andere« viel besser wissen, was in ihrem Leben schief gelaufen ist. Mir wird immer ganz schlecht, wenn ich diese Gehässigkeiten lese: »… er will dich nicht, basta! (oder PUNKT!)«. Konstruktives, unterstützendes Denken ist für solche Foristinnen ein Fremdwort, möglicherweise, weil sie selbst wenig Glück im eigenen Leben erfahren (haben).
 
N

nachdenkliche

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  • #43
Ich wende mich jemand anderem zu, wenn in meiner Beziehung etwas nicht mehr stimmt (und ich nicht in der Lage bin, dies mit meinem Partner aufzuarbeiten).
Richtige Reihenfolge: 1. Es knirscht in der Beziehung 2. Ich rede mit dem Partner 3. Wenn das nichts bringt, trenne ich mich und wende mich 4. einem anderen Partner zu.
So denke ich, muss keiner Lügen und betrügen!
 
  • #44
@Kaktus: Bei deinen Posts muss ich immer lachen, sie sind so selbstgerecht und einseitig, dass ich manchmal denke, du wirst von der Moderation fürs Provozieren bezahlt, wie die Querschläger in Castingshows :)
Wenn dennoch ernst gemeint: Nein, ich gebe nicht mir die Schuld, sondern uns beiden, ihm ein bisschen mehr, weil er ernst gemacht hat. Nein, ich werde nicht bedürftig auftreten: Ich habe zwei tolle Kinder, eine gut bezahlte Führungsfunktion in einem internationalen Konzern und finde mich, an meinem Alter gemessen, durchaus attraktiv. Und nein, ich werde ihn derzeit nicht zurücknehmen, wie oben geschrieben. Aber für mich ist die Welt nicht nur gut oder böse, es gibt vieles dazwischen.
 
G

Gast

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  • #45
Vor ein paar Wochen stand plötzlich mein noch-Mann vor der Tür (hatte ihn damals rausgeworfen, nachdem mir klar wurde, dass er eine Seitenbeziehung nicht wie versprochen beendet hatte). Er möchte, dass wir wieder zusammenkommen. Die andere Beziehung wird nichts, das war aber immer absehbar.
Und da bist Du hin und her gerissen, weil Du gesehen hattest, dass es auch nichts Besseres gibt als diesen Betrüger, der nur wieder mit Dir zusammenkommen will, weil die andere Frau nicht funktioniert hat.

Einerseits denke ich wie Du. Was soll noch kommen mit 45? Die Illusionen bzgl. Partnerschaft sind weg, der Mann hatte seinen Versuch, die große Liebe zu finden und war erfolglos. Warum nicht das gewohnte zurücknehmen, andere Männer sind auch schlecht, nur auf andere Weise.
Andererseits frage ich mich, wozu? Sex willst Du nicht mehr, Liebe? Empfindest Du Liebe? Oder ist es nur, dass es unbequem ist, sich an einen Neuen zu gewöhnen?
Ich finde das irgendwie, weil es schwierig ist, nach langer Zeit umzustellen auf eine neue Erfahrung. Und genau diese Bequemlichkeit ist es, dass man vermutlich seine neue Liebe verpasst. Ist nicht schlimm, weil man es ja nicht weiß. Aber in eine Beziehung gehen mit dem Gedanken "was soll's", ist das viel besser?

Ich würde ihn nicht zurücknehmen. Erstens verbaut man sich Chancen auf was anderes, und 45 ist ein Alter, wo noch was drin sein sollte. Zweitens könnte ich schwer vergessen, dass er mich nicht mehr wollte. Es gab einen Grund, warum er mich nicht mehr wollte. Ist der jetzt weg, oder was?
Dein Typ hat auch noch gelogen, also ein weiterer Minuspunkt auf der Persönlichkeitsliste. Und er hat nicht den Arsch in der Hose, neu um Dich zu werben, sondern steht einfach mit den Koffern vor Deiner Tür. Er nimmt sich nicht eine eigene Wohnung und versucht, zaghaft wieder Kontakt herzustellen. Er gibt sich keine Mühe, Dich davon zu überzeugen, und zwar NICHT AUS BEQUEMLICHKEIT, Dich wieder zu gewinnen. Nee, er kommt anscheinend einfach zurück und meint, es war ein Fehler. Wo ist denn da das Wiedergutmachen und Erkennen, dass es nichts Besseres als Dich gibt? Ich seh es nicht, und es wäre dringend Voraussetzung, mich nochmal auf diesen Mann einzulassen. Wenn überhaupt.
 
  • #46
Zum Scheitern einer Beziehung gehören immer zwei ... Ich bin sehr eigenständig und er fühlte sich nicht gebraucht ... Eine sehr selbstständige Frau ist für viele Männer auch nicht reizvoll

Wenn DAS Dein Anteil am Scheitern der Beziehung war, dann hast Du Dein halbes Leben mit dem falschen Partner zugebracht. Mach’ jetzt bitte nicht den Fehler, und verbringe auch noch den Rest mit ihm. Du gehörst zu einem Mann, der 1.) Deine wahre Wesensart schätzt, und der 2.) genügend Rückgrat für konsequente Treue hat.
 
  • #47
Die Swingerclub - Alternative ist die Lösung, die direkt auf das Problem mit Deinem Mann zugeht. Das Thema Leidenschaft wird direkt angepackt.

1. Er ist nicht mehr ihr Mann.
2. Hör doch endlich auf, Deine Schapsidee hier wiederholt zum Besten zu geben. Was soll sie denn mit dem Mann im Swingerclub? Diese widern sie an und auch danach kann sie sich Sex mit ihm nicht mehr vorstellen. Was soll ihn denn sexuell attraktiver nach so einem Unsinn machen? Er ist es jetzt nicht und war es offenbar in der Vergangenheit auch nicht. Siehe 3-4 Mal Sex im Monat. Der Zug ist längst abgefahren bzw. nie da.
Wer keine Lust auf Swingerclubs hat, hat also eine Blockade, die er auf den Sexpartner überträgt? Wußte ich noch gar nicht. Du tust mir leid, wenn Du Deine Lust auf Sex mit Partner/in daher holen musst, Dich vorher in Swingerclubs aufzuge...
 
  • #48
Hallo Schneesternli,
ich (m) habe/hatte diese Gedanken auch oft. Ich kenne das alles eben auch aus der Perspektive des Verlassenen.
Ich kann Dich gut verstehen, doch !!!!! wie Du hier schon gelesen hast, fehlt mir in Deiner Schilderung die Bemühung seinerseits es besser als früher machen zu wollen. Deine "Zurückhaltung" basiert doch auch darauf, dass Du sowas wie einen Erkenntnisgewinn bei ihm vermisst. Er ist halt wieder da. Mehr schreibst Du nicht über ihn.
Da kann dann auch bei Dir keine körperliche Zuneigung entstehen, wenn der Kopf so erwartungsschwanger ist. Das ist man doch zwangsläufig, weil man selber so unendlich viel nachgedacht, gegrübelt und sich vorgeworfen hat. Zumindest sollte man das ja gemacht haben.

Ich würde ihm nicht die Tür vor der Nase zuschlagen, doch wenn er nur da ist a: weil sein Experiment mit der anderen schief lief und/oder b: er nur ein warmes Bett sucht, dann würde auch mir die Basis für was Neues/Besseres fehlen.
Das rauszufinden sollte Dein Ziel sein. Dann kannst Du auch abwägen, ob ein "Esser" mehr am Tisch Dich glücklich macht oder nicht.

P.S. Ich würde im Moment die erotische Komponente nur in diesem Zusammenhang sehen, weil Anziehung eben auch was mit Bemühen, Vertrauen und Geborgenheit zu tun hat. Wenn sich das wieder entwickeln kann, dann entsteht auch wieder Nähe etc.
 
  • #49
Nein, ich gebe nicht mir die Schuld, sondern uns beiden, ihm ein bisschen mehr, weil er ernst gemacht hat. Nein, ich werde nicht bedürftig auftreten: Ich habe zwei tolle Kinder, eine gut bezahlte Führungsfunktion in einem internationalen Konzern und finde mich, an meinem Alter gemessen, durchaus attraktiv. Und nein, ich werde ihn derzeit nicht zurücknehmen, wie oben geschrieben. Aber für mich ist die Welt nicht nur gut oder böse, es gibt vieles dazwischen.
Hallo schneesturnli,
ich kann deinen Mann bestens verstehen warum er zu dir zurück will - eine so tolle Frau trifft man nicht häufig.
Aber du darfst ihn denoch etwas zappeln lassen.
Das mit der Leidenschaft würde ich ihm direkt sagen, wenn er dich wirklich will, sollte er sich viel Mühe geben diese deine Leidenschaft wiederzuerwecken.
Ich wünsche ihm viel Glück mit dir.
m52
 
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  • #51
Man kann niemanden etwas raten.Jede Beziehuing ist was eigenes,aber man kann seine Erfahrungen weitergeben.Wenn man selbst nach 37 Jahren Beziehung seinen Partner nicht mehr erkennt.Er brauchte Abstand von mir,zog in eine eigene Wohnung ,und begann ein Verhältnis mit einer alten Freundin.Wenn man dann als alte Familie verraten wird,zweifelt man doch stark ,ob man eine Rückkehr möchte.Nur,niemand von aussen würde das verstehen.Was bedeute Liebe für mich ?auch trotzdem meinen Partner zurückzunehmen,wenn er sich verirrt hat.Ich glaube.,das da die lange zeit einer Beziehung ganz wichtig ist.Für mich wäre es viel schlimmer ,wenn er ein Verbrechrer wäre und im Knast gelandet wäre
 
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