G

Gast

Gast
  • #61
Ich möchte das wissen, fertig! Wenn das vorher vereinbart wurde, die Treue, dann werde ich mich sofort trennen. Falls ich einen verdacht verspüre, bekomme ich das raus und die Beziehung ist zu ende. Alles andere ist unerträglich und eine Zumutung.

Genau deswegen würde es Dir der Mann nicht erzählen, weil er weiss Du trennst Dich anschliessend. Wahrheit braucht Klima.
 
G

Gast

Gast
  • #62
Ja, man soll es beichten.

Ich unterstelle der FS dort, dass sie ihr Auswärtsspiel aufrichtig bedauert und in Zukunft sich so etwas nie mehr wiederholen wird.

Wenn man fremdgeht, stimmt was nicht in der Beziehung. Wenn dieses Problem nicht gelöst wird nach dem Seitensprung, bleibt es logischerweise. Wie sollte der Seitenspringer in Zukunft damit umgehen? Möglicherweise ist er reifer geworden, erkennt selber, wo das Problem liegt und ändert sich. Dann wäre Beichten unnötig, wenn es nur um den Fremdgänger geht, und er macht es wirklich nie wieder in der dieser Beziehung.

Keine Ahnung, wieviele Menschen nach einem Fremdgang eine Erleuchtung haben, worin ihr eigentliches Problem liegt. Keine Ahnung, wieviele Leute fremdgehen, weil die Beziehung lahm ist. Die sollten sich trennen, denn die Beziehung wird es bleiben und es gibt Partnerschaften, in denen sich sexuell kompatible Personen zusammengefunden haben.

Im Eingangspost ist ja nur die Frage nach dem Einmalerlebnis. Aber ich finde es sinnlos, weil man es nicht weiß, ob sich das Ganze nicht wiederholt. Bei den wenigen Menschen, die wirklich Selbstreflexion betreiben, finde ich die Gefahr groß, dass sie sich nur einbilden, sie würden es nie wieder machen. Dann sollte man doch den Partner einweihen und ihm auch die Möglichkeit geben, seinen partnerschaftlichen Problemen im Sex mit anderen auszuweichen. Oder sich zu trennen.
 
  • #63
Eine pauschale Antwort darauf zu finden dürfte eher schwierig sein. Ich für meinen Teil würde ein Fremdgehen "beichten" und auch "gebeichtet" haben wollen. Allerdings auch ganz anderen Gründen heraus, wie das die meisten hier tun würden. Dabei fällt für mich das Wort "beichten" weg... Ich möchte weder den Fremdgeher in der Täterrolle, noch den Betrogenen in einer Opferrolle haben! Ein "Warum hast du mir das angetan?" oder ein "Warum habe ich meinem Partner das angetan?" bringt das Ganze auf eine Ebene, wo ich sie nicht haben möchte. Und der Zusatz: "Aber wir hatten das doch so vereinbart... !!!" ist für mich recht einfach gestrickt. Solche Vereinbarungen werden oft nicht immer ganz freiwillig getroffen... und auch sonst werden ja nicht immer strikt alle Vereinbarungen eingehalten - das ist halt Leben. Wenn mir mein Partner sagen würde, dass er unabgesprochen mit jemanden Sex hatte, dann würde ich ebenfalls nach dem WARUM fragen. Aber ich möchte dann einen ehrlichen Austausch, der uns auch weiterbringt und niemanden, der aus Angst und Reue Abbitte leistet. Mein Partner ist ein eigenständiger Mensch, ich auch und ich habe kein Recht, über ihn zu bestimmen und für von mir empfundenes Fehlverhalten zu bestrafen, sondern dass, was er aus freien Stücken für die Partnerschaft tut, ist ein Geschenk. Und die Dinge durch die ich mich verletzt fühle, möchte ich für mich reflektieren, warum ich mich überhaupt verletzt fühle. Vermutlich beim Fremdgehen eine Mischung aus verletztem Stolz, einem ich-bin-nicht-genug-Gefühl verquerem Besitzdenken, etc. - da kann man sich auch nicht unbedingt mit Verstand von freimachen, aber dran arbeiten. Meine Beziehung ist in Ordnung und ich denke schon seit Jahren nicht mal auch nur einen Atemzug lang über Trennung nach. Warum sollte ich alles, was jahrelang gut und erfüllend ist und man sich aufgebaut hat, wegwerfen, nur weil ein Fehltritt passiert ist? Da steckt FÜR MICH keine Logik dahinter. Vielleicht würde ich auch erst einmal Wut und Enttäuschung oder so empfinden, das müsste mein Partner aber aushalten können ohne in Selbstvorwürfen und Selbstbezichtigungen zu zerfließen. Dann zeigt es sich doch, ob man sich REIF zusammen auseinandersetzen kann. Und wenn ich mit einem Seitensprung nicht umgehen kann, dann muss ich zuerst einmal gucken, warum das so ist und was bei mir da falsch läuft.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #64
G

Gast

Gast
  • #65
Genau deswegen würde es Dir der Mann nicht erzählen, weil er weiss Du trennst Dich anschliessend.
Ja natürlich ist das der Grund. Aber genau das ist auch der Grund, weshalb ich es wissen muss, weil so ein feiger Mann nicht ein Mann ist, mit dem ich zusammensein will. Diese Charaktereigenschaft, Mist zu bauen und es dann zu verheimlichen, weil man die Konsequenzen fürchtet, und dafür lieber auf Dauer dem Partner ins Gesicht zu lügen und auf Liebe und Sonnenschein machen, ist so abstoßend, dass ich inständig hoffe, ich erkenne sie, bevor ich mich mit diesem Menschen zusammen tue.
Es geht mir nicht um den Seitensprung an sich. Aber mir was verheimlichen, damit ich nicht die Situation neu überdenken kann für mich, ist das Letzte. Und total egoistisch.
 
  • #66
Ich wollte eigentlich mit wenigen Worten meinen Senf dazu geben, aber ich spare mir das, nachdem ich Tulayas Beitrag gelesen habe.
Ich sehe es genauso.

Ein einmaliger Ausrutscher würde mich nicht aus den Socken reissen.
Allerdings würde ich auch hinter fragen.
Wenn ich fremd gehen will, weil es mit meinem Partner nicht mehr stimmt, ist es einfach feige.
Mutig, wer VORHER den Mund aufmacht.
Einen Ausrutscher plane ich nicht. Trotzdem muss ich mich fragen, warum habe ich das getan, um es meinem Partner erklären zu können.

Ja, ich will es wissen, damit wir an uns arbeiten können.
 
P

Provence

Gast
  • #67
»Fremdgehen« kann passieren, aus vielerlei Gründen (und es ist KEINE Charaktersache, wie hier so oft fälschlich behauptet wird).

Dem eigenen Partner den »Ausrutscher« zu gestehen, halte ich in den meisten Fällen für eine Fehlentscheidung. Man erleichtert (scheinbar) damit das eigene Gewissen, erwartet die Absolution und bildet sich ein, damit wäre alles wieder im Lot.

Gleichzeitig schiebt man dem Partner den schwarzen Peter zu. Der kommt damit wohl eher nicht zurecht, grübelt, was er selbst versäumt hat oder falsch gemacht hat … die Beziehung ist gestört und kommt - oft genug - nicht mehr zurück in die alten Bahnen. Das mag in einigen Fällen heilsam sein, nicht selten führt der Vorfall zur Trennung.

ICH würde einen Seitensprung nicht beichten, wenn er keine Tiefe hatte, einmalig war, von mir selbst sehr schnell »zu den Akten« gelegt wurde. Warum soll ich den Partner damit belasten? Das ist keine Heimlichtuerei, sondern eher Rücksicht (ich weiß, hier trommeln jetzt ein paar Lesende mit den Fingern auf die Tischplatte, aber egal …). Ich selbst möchte, dass sich mein Partner mir gegenüber ähnlich verhält: eine einmalige Angelegenheit will ich nicht wissen. Wenn er allerdings darin festhängt, also aus dem »Ausrutscher« mehr wird, dann MUSS ich es wissen.

Ich bin, übrigens, in dieser Frage keine »Trockenschwimmerin«.
 
  • #68
Ich denke auch, dass FremdgängerInnen fast immer Egoisten sind, deren charakterliche Defizite nicht auf den Bereich des Umgangs mit Sexualität beschränkt sind.

Gut, nehmen wir den Fall, eine Frau hatte einen ONS auf einem Seminar, ist "halt einmal schwach geworden", benutzte Kondom, beichtete nicht nach Rückkehr, setzte Ehe fort, aber seither mit Hintergedanken im Stile von: vielleicht, wenn die Kinder erst einmal aus dem Haus sind, sollte ich mich trennen... -da war sie Anfang 30.

Sie wurde nicht erwischt, es ging also gut. Fünf Jahre später macht ihr in Italien auf einem Seminar ein Engländer den Hof. sie schläft mit ihm, diesmal ohne Kondom. ES WIRD SCHON GUTGEHEN, DENKT SIE. Sie beichtet nicht, setzt die Ehe fort. Ihr Mann ist ahnungslos, vertraut ihr.

Noch einmal fünf Jahre später hat sie wieder einen ONS auf einer Tagung, wieder ungeschützt, mit einem Vorstandsmitglied aus der gleichen Branche wie die vorhergehenden ONS. Diesmal verlieben sich beide, trennen sich.

Ein Jahr später trifft sie den zweiten ONS in Begleitung ihres dritten ONS (jetzt Partners). Lockere Unterhaltung, eine gemeinsame Tasse Kaffee an der Konferenzbar - durch ein dummes Wortspiel fliegt die Sache auf und führt, nachdem von ihr zunächst bestritten und dann zugegeben, zur Trennung (der zweiten innert zwei Jahren).

Das ist ein konkreter aktueller Fall aus der Therapie...

Ich kenne einen Fall, der dem zitierten Beispiel frappierend ähnlich ist, aus dem Freundeskreis. Da war die betreffende Dame aber auch schon früher ein quietschfideles fleißiges Bienchen (mit zig Affären und ONS; ein Paradebeispiel für die andauernde Stabilität innerer Einstellungen zu Sex mit unterschiedlichen "Partnern" - von wegen voneinander abspaltbarer 'Lebensphasen", wie an anderer Stelle gerade eben über eine 22jährige behauptet wird!) und hatte hinter glänzender Fassade massive (therapiebedürftige) Selbstwertprobleme und Geltungssucht.

Nachdem es keinen absoluten Schutz vor Betrug geben kann: wichtig ist, (a) bei der Partnerwahl sehr genau aufzupassen und (b) in der Beziehung dann achtsam miteinander umzugehen.

Für Integrität gibt es aber kein Surrogat. Deshalb ergänzen sich (a) und (b); (b) kann (a) niemals kompensieren auf lange Sicht.
 
  • #69
Klima braucht aber auch Wahrheit. Wer den anderen hintergeht, braucht sich über ein schlechtes Klima nicht zu wundern.

Ich denke, daß sich hier oft eines aus dem anderen ergibt: wenn nichts mehr normal besprochen werden kann, dann bezieht man den Partner auch nicht mehr ein, sondern tut einfach, was man für richtig hält. Das ist aber kein Hintergehen und erst recht kein Betrug, da ja lediglich die Kommunikation gestört ist.

Ein Treuebruch hingegen bleibt ein Treuebruch, ob nun mit gestörter Kommunikation oder ohne.
 
  • #70
...ja man sollte Fremdgehen beichten.
Das Risiko, dass nach der Beichte die Beziehung hinüber ist, darüber sollte man sich im Klaren sein wenn man seinen Partner hintergeht.
Die Wahrheit wird irgendwann rauskommen.
Ich wollte nicht, dass ich Aufgrund einer verheimlichten Lebenslüge meines Partners, in eine Beziehung investiere, Vertrauen einbringe, Gefühle, uvm. die ich so nicht gewollt hätte.
Das ist für mein Teil fast schon "Nötigung" . Ich selbst möchte entscheiden ob ich mit dem Fremdgehen meines Partners klar komme oder nicht.
Ich möchte nicht aufgezwungen bekommen in so einen Partner investiert zu haben, und vielleicht Jahre zu verlieren.
Für mich gibt es dafür kein Freibrief, sorry für meine Engstirnigkeit.
 
G

Gast

Gast
  • #71
Fremdgänger sind in jedem Fall Egoisten.
Sie gehen fremd, weil sie nur an sich denken und sie erzählen es ihrem Partner auch nur, wenn sie die seelische Belastung nicht mehr aushalten und los werden wollen, um sich besser fühlen zu können. Wie sich ihr Partner nach dem Geständnis fühlt, ist ihnen egal.
Für mich wäre jemand erledigt, der mich betrogen hat, ganz gleich, ob er es mir selber sagt oder ich es von anderen erfahre, denn Fremdgänger sind für mich das Letzte.
Als ich damals den Film "Eine verhängnisvolle Affäre" gesehen hatte, dachte ich mir, so müsste es jedem Fremdgänger ergehen, damit er mal merkt, was er anderen durch seinen Egoismus antut.
 
G

Gast

Gast
  • #72
Ich möchte einfach nicht mit einem Mann zusammen sein,der mich hintergeht. Wenn er nicht mehr mit mir zusammen sein kann, soll er es mir sagen. So muss er nicht fremd gehen. Ich halte ihn nicht fest!

Wenn ein Mann fremdgehen heisst das noch lange nicht, er will/kann nicht mehr mit Dir zusammensein.
Wenn er also von vornherein weiss, Du wirst Dich trennen, wenn er es gesteht,aber mit Dir zusammensein möchte, was hätte er für einen Grund es Dir zu sagen?
 
  • #73
die Gefahr, wenn man es NICHT beichtet ist, denk ich, dass man es wieder tut. Ich bin zwar noch nie fremdgegangen, könnte mir aber vorstellen, dass wenn in einer Beziehung etwas nicht stimmt und man löst das Problem nicht, sondern geht fremd OHNE FOLGEN, dann fühlt man sich nicht/weniger gezwungen an der Beziehung zu arbeiten und alles bleibt beim alten.... mit Folgen
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #74
Wenn ein Mann fremdgehen heisst das noch lange nicht, er will/kann nicht mehr mit Dir zusammensein.
Wenn er also von vornherein weiss, Du wirst Dich trennen, wenn er es gesteht,aber mit Dir zusammensein möchte, was hätte er für einen Grund es Dir zu sagen?
Der Mann und was er will oder nicht, interessieren mich in diesem Augenblick nicht! Es geht mir dann um mein eigenes Wohl! Ich möchte für mich entscheiden, ob ich mit diesem Mann so weiterleben möchte. Dieser Mann sollte dann aber auch den Mut haben, wenn er schon den "Mut" hat fremd zu gehen, mit den Konsequenzen zu leben. Wenn ich einen Menschen wirklich liebe, bin ich GERNE treu.
 
G

Gast

Gast
  • #75
»Fremdgehen« kann passieren, aus vielerlei Gründen (und es ist KEINE Charaktersache, wie hier so oft fälschlich behauptet wird).
Ich hatte die Gelegenheit, war scharf auf den Mann wie sonstwas, meine Beziehung war sexuell absolut unbefriedigend, der Fremdmann war unglaublich heiß. Ich bin nicht fremdgegangen, weil ich meinen Partner nicht hintergehen wollte, ihn nicht anlügen wollte, ihn liebte und wusste, dass es ihn unglaublich verletzen würde.

Es IST eine Charakterfrage, weil ICH mich dagegen entscheiden konnte, obwohl noch viel mehr als einfach nur ein bisschen Langeweile in der Beziehung gegeben war. Für mich bin ich der Gegenbeweis Deiner These, dass es fälschlich behauptet sei.

Es ist "nur" eine Frage des Wollens und der Achtung vor seiner eigenen Beziehung und dem Partner. Es fiel mir wahnsinnig schwer, auf den anderen Mann zu verzichten, ich hab lange überlegt, ob es richtig war, auf diese Erfahrung zu verzichten wegen meiner Beziehung, in der es gerade nicht sonderlich lief in sexueller Hinsicht.

Jeder Fremdgänger hat die Charaktereigenschaft, sich in dem Moment des Fremdganges zu sagen "scheiß auf die Beziehung, ich brauche das jetzt, nach mir die Sintflut". Er ist nicht in der Lage, über das "was passiert dann" = ich komme in Schwierigkeiten, denn will ich meinen Partner anlügen oder will ich es erzählen, damit WIR daran arbeiten können, zu reflektieren? Er ist in dieser Hinsicht unentwickelt wie ein Kind oder Pubertierender, die Folgen seines Handelns für später nicht abschätzen könnend. WENN man das kann, geht man, sobald man merkt, dass man fremdbegehrt, einer Begegnung mit der Person aus dem Weg, wenn man weiß, man wird es nicht verhindern wollen, falls es zur Gelegenheit kommt.
Und wenn man sich vor dem Fremdgang schon überlegt, nichts zu sagen, ist man ein kaltblütiger Egoist. Der wird wohl auch mal sagen "ich liebe dich", aber es bedeutet gar nichts.

Mir braucht niemand erzählen zu wollen, es sei fälschlich behauptet, dass Fremdgehen eine Charakterfrage ist.
 
G

Gast

Gast
  • #76
  • #77
Wenn ein Mann fremdgehen heisst das noch lange nicht, er will/kann nicht mehr mit Dir zusammensein.
Wenn er also von vornherein weiss, Du wirst Dich trennen, wenn er es gesteht,aber mit Dir zusammensein möchte, was hätte er für einen Grund es Dir zu sagen?

Ich lerne in diesem Forum, dass man keinem Partner/Partnerin bezüglich sexueller Treue und nachfolgender Ehrlichkeit je vertrauen sollte, da sich besonders die Fremdgänder-/innen, ihre Welt wie bei Pippi Langstrumpf zurechtbasteln. Was sie als Liebe bezeichnen basiert bei diesen "Menschen" also auf der Realität/Wahrheit und dem Vertrauen, was sie als solches durch ihre Lügen in einer Beziehung hinbiegen. Das ist ja bald besser als auf der Geschlossenen. ^^
Ich stimme @nachdenkliche zu. Und wenn du wirklich eine Erklärung brauchst, warum es jemand wissen will, um dann die Entscheidung zur Trennung treffen zu können, dann ist bei dir in Sachen Respekt bezüglich der Wünsche des Partners/Partnerin und Einfühlung in dein Gegenüber, sowieso Hopfen und Malz verloren. Das Wort Liebe ist zuviel des Guten für Menschen mit solch einer verqueren Egozentrik.
Da Fremdgehen meist sowieso als Bauchgefühl rauskommt und sich früher oder später auch beweisen lässt, kommt es irgendwann meist ohnehin zum Zerwürfnis. Aber dann nicht einvernehmlich, sodass man sich hinterher noch in die Augen gucken möchte.
Sondern es endet destruktiv und voller Wut.
Aber wer weiß, woher das Fremdgehen kommt. Vielleicht ist genau solches Ende die Welt, die solche Menschen am besten kennen und begreifen.

m36
 
  • #78
aber mit Dir zusammensein möchte, was hätte er für einen Grund es Dir zu sagen?
Genau das ist mit
Fremdgänger sind in jedem Fall Egoisten. Sie gehen fremd, weil sie nur an sich denken
gemeint. Aber Egoismus bringt das, was den Fremdgänger antreibt, nicht wirklich auf den Punkt. Eher schon das hier:

Betrug ist ein Delikt, bei dem der Täter ... das Opfer durch Vorspiegelung oder Unterdrückung von Tatsachen gezielt so täuscht, dass dieses sich selbst ... schädigt.


Genau das passiert, wenn ein Fremdgänger sein Tun verschweigt: er bringt den Partner dazu, etwas zu gewähren, das er in Kenntnis der objektiven Tatsachen nicht gewähren würde.

Daher nennt man Fremdgehen ja auch: den Partner betrügen.
 
  • #79
Ich möchte nicht aufgezwungen bekommen in so einen Partner investiert zu haben, und vielleicht Jahre zu verlieren.
Für mich gibt es dafür kein Freibrief, sorry für meine Engstirnigkeit.

Die Formulierung “investieren“ mag sich seltsam anhören, in Bezug auf eine Beziehung, aber genauso ist es. Mindestens einer investiert Vertrauen, Liebe, Lebenszeit und nicht selten auch Geld, um nur vier Dinge zu nennen. Betrügt dann der Partner, der diese Zuwendungen ganz selbstverständlich in Anspruch nimmt, statt offen zu sein und in Kauf zu nehmen, dass dann gewisse Annehmlichkeiten wegfallen oder es zur Trennung kommt, ist das unterste Schublade.

In meinem Bekanntenkreis hat ein gewisser Familienvater auch nie über seine außerehelichen Eskapaden gesprochen, weil er u.a. die Unterschrift seiner Frau brauchte, um verschiedene geschäftliche Transaktionen durchzuführen. Als sie es Jahre später von Dritten erfuhr, befand sie sich schon in der Schuldenfalle. Ihr Mann, dem sie vertraute, hatte nicht nur ihr Vermögen in den Sand gesetzt, sondern sie musste nach der Scheidung - denn irgendwann kam es natürlich doch raus - noch viele Jahre für die von ihm verursachte Geschäftspleite aufkommen. Sie war schwer enttäuscht von den „angeblichen Freunden“, die von dem Treiben ihres Mannes wussten, ihr aber, aus "angeblicher Rücksicht", nichts gesagt hatten, weil sie sich sonst ihrem Mann gegenüber nicht so vertrauensvoll gezeigt hätte.

Es stimmt schon wie hier bereits erwähnt wurde. Jemand der sexuell betrügt, tut das auch in anderer Hinsicht, weil er nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist. Ein grenzenloser Egoist eben. So einen Mann, der betrügt, aber zu feige ist, dazu zu stehen, um keine Nachteile für sich zu erfahren, möchte ich jedenfalls nicht zum Partner haben.Ich würde das sofort wissen wollen und direkt meine Konsequenzen ziehen.

Möglich, dass jede/r einmal in eine Situation geraten kann, in der man schwach wird, obwohl mir das noch nie passiert ist und ich mir so etwas auch nicht vorstellen kann. Aber danach sollte man die Stärke haben, mit seinem Partner darüber zu sprechen und wenn der sich dann trennt, muss man das eben akzeptieren.

Jede Aktion zieht eine Reaktion nach sich und jede Handlung ihre Konsequenzen. So ist das Leben und darüber sollte sich jeder erwachsene Mensch klar sein.
 
  • #80
»Fremdgehen« kann passieren, aus vielerlei Gründen (und es ist KEINE Charaktersache, wie hier so oft fälschlich behauptet wird).

Dem eigenen Partner den »Ausrutscher« zu gestehen, halte ich in den meisten Fällen für eine Fehlentscheidung. Man erleichtert (scheinbar) damit das eigene Gewissen, erwartet die Absolution und bildet sich ein, damit wäre alles wieder im Lot.

Gleichzeitig schiebt man dem Partner den schwarzen Peter zu. Der kommt damit wohl eher nicht zurecht, grübelt, was er selbst versäumt hat oder falsch gemacht hat … die Beziehung ist gestört und kommt - oft genug - nicht mehr zurück in die alten Bahnen. Das mag in einigen Fällen heilsam sein, nicht selten führt der Vorfall zur Trennung.

ICH würde einen Seitensprung nicht beichten, wenn er keine Tiefe hatte, einmalig war, von mir selbst sehr schnell »zu den Akten« gelegt wurde. Warum soll ich den Partner damit belasten? Das ist keine Heimlichtuerei, sondern eher Rücksicht (ich weiß, hier trommeln jetzt ein paar Lesende mit den Fingern auf die Tischplatte, aber egal …). Ich selbst möchte, dass sich mein Partner mir gegenüber ähnlich verhält: eine einmalige Angelegenheit will ich nicht wissen. Wenn er allerdings darin festhängt, also aus dem »Ausrutscher« mehr wird, dann MUSS ich es wissen.

Ich bin, übrigens, in dieser Frage keine »Trockenschwimmerin«.
Klingt einleuchtend. Wenn es so ist, also nur der ausrutscher und man arbeitet anschließend auch an dem Problem, ist es eher sinnvoll zu schweigen. Oder! Hm.... Ich wanke hier etwas mit Geist und Herz!
M44
 
G

Gast

Gast
  • #81
Genau deswegen würde es Dir der Mann nicht erzählen, weil er weiss Du trennst Dich anschliessend. Wahrheit braucht Klima.

Wie nett. Zuerst geht der Mann fremd (wegen Sex) und anschließend entscheidet er (aus Liebe! - Irrwitz aber wahr) für mich, dass es besser ist, wenn ich davon nichts weiß.
Mein Expartner z. B. gestand sein langjähriges Fremdgehen aus Zorn, als wir uns wegen anderer Dinge trennten. Er meinte auf Nachfrage, "du hättest es nicht verkraftet, das zu erfahren". Aber ja doch! Ich hätte mich sofort eiskalt getrennt und uns beiden damit eine mehrere Jahre andauernde Katastrophenbeziehung erspart.

Der Fremdgänger ist sich seiner Handlung und der möglichen Konsequenzen voll bewusst. Deshalb ja, ich möchte über Fremdgehen Bescheid wissen und selbst entscheiden, wie ich damit umgehen will.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #82
Wie nett. Zuerst geht der Mann fremd (wegen Sex) und anschließend entscheidet er (aus Liebe! - Irrwitz aber wahr) für mich, dass es besser ist, wenn ich davon nichts weiß.
Mein Expartner z. B. gestand sein langjähriges Fremdgehen aus Zorn, als wir uns wegen anderer Dinge trennten. Er meinte auf Nachfrage, "du hättest es nicht verkraftet, das zu erfahren". Aber ja doch! Ich hätte mich sofort eiskalt getrennt und uns beiden damit eine mehrere Jahre andauernde Katastrophenbeziehung erspart.

Der Fremdgänger ist sich seiner Handlung und der möglichen Konsequenzen voll bewusst. Deshalb ja, ich möchte über Fremdgehen Bescheid wissen und selbst entscheiden, wie ich damit umgehen will.
Genau das ist auch meine Meinung! Und wenn in einer Beziehung über Treue gesprochen wurde, nämlich dahingehend, dass sie für beide wichtig ist, dann möchte ich das erst recht wissen und diese Beziehung sofort beenden!
 
G

Gast

Gast
  • #83
Ich hätte mich sofort eiskalt getrennt und uns beiden damit eine mehrere Jahre andauernde Katastrophenbeziehung erspart.

Der Fremdgänger ist sich seiner Handlung und der möglichen Konsequenzen voll bewusst. Deshalb ja, ich möchte über Fremdgehen Bescheid wissen und selbst entscheiden, wie ich damit umgehen will.

Ja, ich hätte mir auch viele vergeudete Jahre ersparen können, wenn nur einer der Leute, die alle davon wussten und mich "schonen" wollten, mir etwas gesagt hätten. Sogar meine Schwiegermutter wusste bereits zwei Jahre Bescheid, als ich es durch Zufall erfuhr. Sie entschuldigte sich mit den Worten, er hätte ihr damit gedroht, dass ich mich mit Sicherheit scheiden lassen würde und die Kinder zu Scheidungswaisen, mit allen psychischen Auswirkungen würden und sie hätte dann die Schuld daran. Deshalb hätte sie sich nicht getraut mir was zu sagen ...
Fremdgänger wissen also sehr wohl, welche Konsequenzen sich durch ihr Handeln ergeben können und um diese nicht tragen zu müssen, schrecken sie vor der Manipulation Dritter nicht zurück.
 
G

Gast

Gast
  • #84
Entweder ist man treu oder nicht. Man kann auch nicht ein bischen schwanger sein!

Frauen deren Männer mit anderen Frauen vö.. und nicht treu sind, während sie mit anderen Männern vö... (auch wenn der Partner dabei ist, das ist m.E. noch krasser) (Tulaya), sollten sich Beiträge zu diesem thread verkneifen oder es explizit erwähnen, was in ihrer "Ehe" tatsächlich los ist.

Wenn man eine "normale" Ehe führt, die nicht einvernehmlich als offen aufgefaßt wird, dann ist Fremdgehen Betrug, unverzeihbar und das Ende der Ehe auch nach Jahrzehnten. Basta und Punkt!
Das hat etwas mit Stolz, Charakter und Rückgrat zu tun, welches die meisten Menschen nicht haben!

Wem sein Partner nicht mehr genügt, der sollte es ihm/ihr ehrlich sagen, sich trennen und dann nach etwas anderem umsehen, alles andere ist niederträchtig, Betrug und der Todesstoß der Ehe, da das Vertrauen, das Fundament einer Ehe, zerstört ist. Nur naive Frauen (wovon es eine Menge gibt) vertrauen einem Fremdgänger wieder.
 
N

nachdenkliche

Gast
  • #85
Solche Vereinbarungen werden oft nicht immer ganz freiwillig getroffen
Oh doch..wenn ich meinen Partner liebe, dann bin ich absolut freiwillig und sehr gerne treu! Für mich ist das eine Intimität, die nur dem Paar vorbehalten bleibt und ich empfinde das als ein Verrat am Partner...es tut mir leid, das ist mein Verständnis für Loyalität oder Treue zum Partner. Ich kann es ihm doch sagen, nicht "beichten", wenn ich keine Gefühle mehr für den Partner habe.Wo ist das Problem? Dann trenne ich mich, fertig. Alles andere ist eine zusätzliche Verletzung und "Gewalttätigkeit" gegenüber einem Menschen, der mir sehr, sehr nahe steht.Kommt für mich nicht infrage, Sorry!
Außerdem frage ich mich nicht, was mit MIR, der Betrogenen wohl nicht in Ordnung ist, sondern mit dem Betrüger.
Tulay, wenn Ihr beiden, Dein Mann und Du es aber so für Euch "vereinbart" habt, dann ist das eben Euer Verständnis für Treue, das akzeptiere ich ja! :)
 
G

grünewelle

Gast
  • #86
Wenn ein Mann fremdgehen heisst das noch lange nicht, er will/kann nicht mehr mit Dir zusammensein.
Ne, das vielleicht nicht, aber er ignoriert die Tatsache, dass die andere Person für sich selbst entscheiden will. Denn die will NICHT mehr mit einem Menschen zusammensein, der fremdgeht.
Also ist das Verschweigen ein bewußter Vorgang und damit eine betrügerische Absicht. Menschlich irgendwie .... igitt....
W
 
G

grünewelle

Gast
  • #87
Solche Vereinbarungen werden oft nicht immer ganz freiwillig getroffen...
Naja, aber müsste man dann nicht sagen, es paßt eh nicht? Ich meine, wenn einer von beiden nicht freiwillig der Vereinbarung Treue zustimmt, dann wäre das doch eine schlechte Basis.
Oder andersrum.....ich müßte dann auf meine Wünsche wie z.B. Treue verzichten, weil ich meinen Partner zu einer unfreiwilligen Handlung/Vereinbarung bringen würde? Das erscheint mir grad merkwürdig.
Ich glaube, ich halte es weiter wie bisher, ich spreche mit meinem Partner darüber, dass ich nicht betrogen werden möchte und ziehe einen Schlußstrich unter die Beziehung, wenn es dennoch passiert. Ob er ein Ende der Beziehung dann auch will oder nicht, interessiert mich dann nicht mehr. Er verstößt ja nicht prinzipiell gegen Vereinbarungen sondern gegen meine ureigensten Wünsche und Bedürfnisse. Schlecht für eine echte Partnerschaft. Die Lösung aus diesem Dilemma ist für mich auch keine offene Beziehung.
W
 
G

Gast

Gast
  • #88
Letztlich könnt Ihr "erwarten" und "wollen" was immer Euch beliebt, dennoch wird mit solch einer rigiden Einstellung und mit den angedrohten Konsequenzen, kein Fremdgänger nspiriert werden Euch die Wahrheit zu sagen.
Was wäre sein Benefit? Für ihn würde Ehrlichkeit den Verlust der Beziehung ur Folge haben. Denn wie gesagt, fremdgehen heisst nicht unbedingt, man will die eigentliche Beziehung nicht mehr. Für sehr viele Männer und durchaus auch ein paar Frauen, ist Sexualität nicht untrennbar mit Liebe verbunden.
Wollt ihr wirklich wissen, wenn ihr betrogen werdet, signalisiert gesprächsbereitschaft.
 
G

grünewelle

Gast
  • #89
Letztlich könnt Ihr "erwarten" und "wollen" was immer Euch beliebt, dennoch wird mit solch einer rigiden Einstellung und mit den angedrohten Konsequenzen, kein Fremdgänger nspiriert werden Euch die Wahrheit zu sagen.

Naja, da kommt dann das berühmte "Schnüffeln" bei raus. Denn eines ist sicher.....man bemerkt schon, wenn der Partner fremdgeht. Man wird verunsichert und fängt an, nach "irgendwas" zu suchen. Bis man fündig wird. Und dann wird es ein ziemlich unrühmlicher Abgang. Und am Ende wird den "Schnüfflern" unterstellt, sie hätten ein Vertrauensproblem, seelische Defizite, etc. Verkehrte Welt irgendwie.
Unterm Strich ist es dann egal, ob der Fremdgänger sich durch meine überaus großartige und uneigennützige Gesprächsbereitschaft zur Wahrheit inspirieren läßt oder nicht. Sie kommt eh irgendwann ans Tageslicht. Alles eine Frage der Zeit.
Einen Partner, der so denkt wie der Zitierte, wäre kein großer Verlust, die Trennung wäre nicht so schmerzvoll.
W
 
G

Gast

Gast
  • #90
Solche Vereinbarungen werden oft nicht immer ganz freiwillig getroffen... und auch sonst werden ja nicht immer strikt alle Vereinbarungen eingehalten - das ist halt Leben.
Nicht meins. Ich handele so nicht, und ich will auch nicht so einen Wackelkandidaten mit Vertrauensproblemen an meiner Seite, der nicht denken und Folgen seines Handelns abschätzen kann. Man muss, wenn man eine Beziehung eingeht, auch auf Dinge verzichten, so sie nicht vereinbart sind. Sich durch Lügen einen Vorteil zu verschaffen, finde ich so niedrig, dass ich diese Menschen nicht um mich rum haben will, da fehlt mir die Charakterstärke.
 
Top