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Gast

  • #1

Sollen wir wegen den Kindern zusammen bleiben ?

Hallo !
Mein Mann hat sich schwer verliebt ( in seine Arbeitskollegin). Bis dahin führten wir eine wunderbare sehr glückliche Ehe. Wir streiten noch immer nicht und überlegen, ob wir wegen unserer beiden Kinder (8 und 10 Jahre)nzusammen bleiben sollen. Den Kindern aber alles sagen, ohne dass sich viel ändert.
Nach dem Motto: Die Ehe ist gescheitert, aber dieFamilie nicht. Gemeinsame Ausflüge, gemeinsame Urlaube... So in etwa stellen wir uns das vor. Die meiste Zeit zu Hause ( in einem extra Papazimmer),
Ein Paar Tage die Woche bei der Neuen.

Hat jemand mit einer solchen Lösung Erfahrungen gemacht? Könnte es eine Lösung für unsere Kinder sein?
Vielen lieben Dank im voraus für Euren Rat.

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Gast

  • #2
Ganz ehrlich, ich bin total geschockt: nein, sofort trennen, denn diese Situation der Neuverliebung wird für dein verletztes Mutterherz untragbar sein, dass er z.T. bei der Neuen lebt und z.T. bei Euch. Lass ihn ruhig ziehen und versuche einen Neubeginn, deine Kinder sind schon groß, und bald sind sie flügge, du kannst schon klar neu durchstarten! Glück auf! (w, 35, 2 Kinder)
 
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Gast

  • #3
Hi,
ich bin auch schockiert. Hilfe, Frau, was tust du dir und deinen Kinder nur an. Bist du masochistisch veranlagt?

In deinem Inneren, weißt du ganz genau, dass du deinen Kindern nichts vormachen kannst. Die Kinder werden vielleicht anfangs die Tatsachen nicht kennen, aber sie werden es 100% den Zustand erspüren. Sie werden es nach und nach mit ihren Verhalten dir und deinem Ehemann widerspiegeln. (Erziehungsschwierigkeiten bis Schulversagen).

Was möchtest du deinen Kindern vorleben? Wie eine normale Ehe (Beziehung) funktioniert? Die Dauer eures Vorhabens wird dauerhafte emotionale(bis psychische) Störungen bei ihnen verursachen. Das soll die beste Lösung für sie sein?

Jede 5. (vielleicht mittlerweile 3.) Ehe wird geschieden und die Kinder kommen besser damit klar, als du denkst. Aber womit sie nicht klarkommen werden, ist ihnen etwas vorzumachen.

Sicherheit den Kindern zu geben, heißt klare Strukturen, auf die sich Kinder 100% verlassen können. Und das möchtest du gerade ihnen verweigern. Nur wenn Kinder sich in Sicherheit fühlen, können sie sich gesund entwickeln und Kinder sind zäher als du glaubst.

Natürlich wird es ein paar unangenehme Szenen geben, aber das wird sich legen. Und es könnte letztendlich sein, dass die die Kinder durch die Scheidung und KLARE Trennung selbstbewusster werden. Aber was gar nicht geht, ihnen die Sicherheit zu nehmen, worauf sie sich verlassen können.

Das gehört bei der Erziehung der Kinder an der obersten Stelle. SICHERHEIT und KLARE STRUKTUREN! (Liebe ist die Voraussetzung der Erziehung)

Es tut mir leid, dass ich mich so in Rage geredet habe, aber ich bin einfach entsetzt.

Denk darüber nach. Vielleicht suchst du nur eine Entschuldigung für dich, um deinem Mann noch nah zu sein. (emotional, psychisch, finanziell, usw.). Aber mach das bitte nicht auf Kosten der Kinder und vor allem nicht im Namen der Kinder. Auch räumlich getrennte Väter, können die liebsten Väter der Welt sein.

w/45
 
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  • #4
Liebe FS,

trenne dich sauber, noch sind deine Kinder nicht in der Pubertät. Hole dir prof. Hilfe, wie man sich im Interesse aller sauber und fair trennt. Nimm den Kindesvater mit. Vielleicht ist er ja bereit dazu bereit.

w 49
 
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Gast

  • #5
Ich würde das nicht so ernst nehmen. Verliebtheit geht vorbei. Steh zu Deinem Mann und sei im eine gute Partnerin. Das wird Eure Ehe stärken und die ganze Familie. Über den Preis einer Trennung muss ich mich ja wohl nicht weiter auslassen. Denn leichtfertigen Zuspruch für eine Trennung kann ich nicht nachvollziehen. Inzwischen scheint es jedoch normal zu sein, dass die Kinder in einer kaputten Familie auswachsen. Bitte erspare das Deinen Kindern. Aber auch Dir und Deinem Mann Ansonsten ist Dein Mann doch prima. Ich rate Dir das übrigens aus eigener Erfahrung.
 
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Gast

  • #6
Liebe FS,

ich bin auch entsetzt über deine Vorstellungen! Das wird niemals gut gehen. Glaube ja nicht, dass du deinen Kindern die heile Familie vorspielen kannst. Kinder spüren die Lüge. Sie spüren dein Leid und deinen Kummer, der sich in dieser Konstellation nur noch mehren dürfte. Oder bist du emotional so abgehärtet, dass dir das nichts ausmachen würde, wenn er die Nächte bei seiner Geliebten verbringt, während du als Betrogene deine Abende einsam in deinem Fernsehsessel einschläfst?
Sicher, die Kinder brauchen beide Eltern, aber nicht unter solchen Bedingungen. Du würdest deinen Kindern damit signalisieren das sei normal, wenn Papa noch eine Freundin hat. Die Kinder würden dich irgendwann als schwach empfinden, als bedauernwerte Mutter, handlungsunfähig, ausgeliefert einer unzumutbaren Situation! Du wärest kein Vorbild für sie. Irgendwann beginnen sie zu leiden an diesen familiären Verhältnissen, denn sie sehen, dass es das in anderen Familien nicht gibt.
Die wichtigste Grundlage eurer Ehe - Liebe und Vertrauen - existiert nicht mehr. Da gilt es einen sauberen Schlussstrich zu ziehen und sich gütlich (wenn möglich) zu einigen.

Jedes Tun hat seinen Preis, jedoch Kindern eine schleimige Harmonie vorzugauckeln, das wird deine Kinder mehr belasten als die Realität, so wie sie von ihnen wahrgenommen wird.
 
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Gast

  • #7
Ich bin eher schockiert darüber, dass du den Fremdgang deines Mannes einfach so hinnimmst. Na gut, er hat sich verliebt, kann ja mal passieren - er könnte sich aber auch zusammenreißen und nach wie vor Verantwortung für seine Familie übernehmen, indem er die Affäre beendet.
Ich würde ihm klar machen, dass es mit einer neuen Frau keine alte Familie mehr gibt. Schmeiß ihn raus.
w, 41
 
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Gast

  • #8
liebe fs,

das geht auf die dauer nicht gut. du denkst ständig daran, dass er jetzt bei ihr ist und es geht dir schlecht. einen neuen partner für dich wirst du so kaum finden. auch wird seine neue es wohl schwerlich akzeptieren, dass er in urlaub mit dir und den kindern fährt, oder soll sie mitkommen???

das konstrukt hat keine chance. es nutzt nur deinem mann derzeit, da er ja nichts ändert und zeiten bei seiner neuen verbringt, wenn ihm danach ist und du bist verständnisvoll, brav und angapasst....

die kinder verkraften das, wenn beide eltern sich fair trennen. x-millionenmal vorexerziert. wenn du darauf baust, dass sich sein verliebtsein vielleicht legt und dann wird alles wieder gut, dann hast du mit einem direkten rauswurf - das machst du so nicht mit und er hat ja bei seiner arbeitskollegin eine neue bleibe (oder ist die auch verheiratet mit kindern??- wenn ja, ist es trotzdem sein problem) - die absolut bessen chancen, denn nur so spürt er, was er auf einmal nicht hat und die neue relativiert sich. wenn er alles beides hat - dazu werden die kinder argumentativ mißbraucht - gibt es für ihn keinen anstoß, sich zu entscheiden. die entscheidung fällt dann, wenn die neue nicht mehr mag, dann kannst du ihn übergangslos ja wieder ins bett nehmen... wenn dir danach ist, dann mach das so....

dir alles liebe

w
 
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Gast

  • #9
Die anderen sind überwiegend "entsetzt". Aber deine Frage dreht sich in erster Linie um die Kinder. Und da muss ich sagen: Wenn du WIRKLICH damit leben kannst, dass dein Mann eine andere hat, dann wäre es in der Tat das Beste für die Kinder, wenn alles so bleibt wie es ist - denn das ist es, was Kinder Halt gibt und was sie sich wirklich wünschen, wenn der Wunsch, Mama und Papa mögen sich lieben, schon nicht in Erfüllung geht.

Wie kommt man nur zu der Vorstellung, es sei besser für die Kinder, sich früher als später sprich in der Pubertät zu trennen? Das stimmt nur dann, wenn die Eltern keinen freundschaftlichen Weg miteinander finden können und sich gegenseitig permanent in die Pfanne hauen.

Ansonsten wird bei einer Scheidung NICHTS besser für Kinder, darüber muss man sich einfach im Klaren sein. Alles andere ist Augenwischerei.
 
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  • #10
Dass sich einer mal verliebt kommt in den besten Ehen vor. Eine Trennung macht alles nur kaputt und generiert nur Verlierer. Als alleinerziehende Mutter bist Du dann die größte Verliererin einer Trennung und im gesellschaftlichen Abseits. Deine Chancen auf einen neuen Partner gehen dann gegen Null. Lass Deinem Mann eine zeitlang alle Freiheiten. Seine Angebetete wird ihn sowieso nicht als Partner wollen denn er hätte zwei Kinder zu versorgen. Also ganz ruhg bleiben. Der Spuk geht vorbei.
 
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  • #11
Das ist ja schlimm, für die Kinder die in einem Alter sind, in dem sie den Vater besonders brauchen würden. Ansonsten könnte man das "Familienmodell Gauck" wählen, aber wenn die Kinder noch so klein sind, ist das gar nicht lustig.
Was sagt denn die Arbeitskollegin zu euren Familienplänen? Und vielleicht ist die Verliebtheit ja tatsächlich auch nur temporär.
w.
 
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  • #12
Dass sich einer während einer langjährigen Ehe verliebt kann passieren. Sehe ich auch so. Aber dass derjenige dies dann auslebt und der andere so tut, als wäre nix??

Ich sehe 2 Möglichkeiten:
-Dein Mann reißt sich zusammen, bricht den Kontakt zur Arbeitskollegin umgehend ab und wartet, bis seine Verliebtheit verschwunden ist. Ihr bleibt zusammen wohnen und versucht wieder zueinander zu finden.
-Du trennst dich und zwar emotional, räumlich und auf dem Papier. Ihr geht weiterhin vernünftig miteinander um.

Es mag sein, dass die Kinder bei der Trennung erstmal einen leichten "Schaden" nehmen. Der steht aber in keinem Verhältnis zu dem, was sie erleiden, wenn ihr unter den geplanten Umständen zusammenbleibt (spreche da aus Erfahrung). Genau wie einige Vorschreiber sehe ich klare Verhältnisse, Sicherheit und Authentizität als sehr wichtige Werte, die Kinder brauchen. Die durchschauen doch sofort, wenn ihnen etwas vorgespielt wird. Was möchtest du denn deinen Kindern damit vermitteln? Dass es ok ist, wenn einer "zwei" Partner hat und beliebig zwischen Liebesbeziehung und Familienbeziehung wechseln kann?? Tut mir leid, aber ich kann nicht mal den Ansatz dieser Überlegung verstehen. Und Leute, die hier schreiben, man solle eine Ehe nicht so leichtfertig aufs Spiel setzen??? Sorry, aber dass sollte sich wohl erstmal der Ehemann hinter die Ohren schreiben.....

w
 
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Gast

  • #13
Dass sich einer mal verliebt kommt in den besten Ehen vor. Eine Trennung macht alles nur kaputt und generiert nur Verlierer. Als alleinerziehende Mutter bist Du dann die größte Verliererin einer Trennung und im gesellschaftlichen Abseits. Deine Chancen auf einen neuen Partner gehen dann gegen Null. Lass Deinem Mann eine zeitlang alle Freiheiten. Seine Angebetete wird ihn sowieso nicht als Partner wollen denn er hätte zwei Kinder zu versorgen. Also ganz ruhg bleiben. Der Spuk geht vorbei.
Oh Gott, nicht dein Ernst was du da schreibst, oder? Verliebtheit vielleicht, aber immerhin scheint da mehr zu sein bzw. dürfte er sie bereits betrogen haben!
Mann oh Mann, manche Frauen... sorry, aber echt!
Dem Mann alle Freiheiten lassen, damit er dann wieder zurückkommen darf ins gemachte Nestchen, wenn die Geühlsverirrung (die eventuell keine ist? Wer schließt aus, dass es sich nicht wirklich um Liebe zwischen den beiden handelt? wieder abgeflaut ist? Geht's noch?
Wo sind nur Jahrzehnte der Emanzipation hin verschwunden?

w29
 
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Gast

  • #14
Ich finde es erschreckend, dass einige hier schreiben, es sei normal, wenn sich einer der Eheleute mal verliebt. Es käme häufiger vor als gedacht. Wenn mein Partner mir sagen würde, er habe sich in eine andere Frau verliebt, würde für mich die Welt zusammenbrechen und ich würde mich sofort scheiden lassen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, abzuwarten, dass sich mein Partner entliebt. Welch eine armselige und demütigende und egoistische Vorstellung!!!
 
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Gast

  • #15
Ich finde es erschreckend, dass einige hier schreiben, es sei normal, wenn sich einer der Eheleute mal verliebt. Es käme häufiger vor als gedacht. Wenn mein Partner mir sagen würde, er habe sich in eine andere Frau verliebt, würde für mich die Welt zusammenbrechen und ich würde mich sofort scheiden lassen. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, abzuwarten, dass sich mein Partner entliebt. Welch eine armselige und demütigende und egoistische Vorstellung!!!
Welcher Traumwelt ist dieser Beitrag entstiegen. Natürlich ist es nicht unnormal nach solch langen Ehejahren. Und daß die Frau es weiß spricht für die Ehe und nicht gegen sie. Wegen so einer emotionalen Schwäche die Familie zu zerstören ist doch vielmehr armselig. Emotionen kommen und gehen wie das Wetter. Und so wird auch diese Wolke vorüberziehen.
 
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  • #16
Hallo, hier ist Fs

Ich bin wirklich froh, so viele unterschiedliche Meinungen zu hören.
Eins dürft ihr glauben: Ich leide
Ich leide so unendlich, dass man es einfach nicht beschreiben kann.
Und der Gedanke, dass meine Kinder leiden werden ...........

Jetzt weiß ich nicht, was ich sagen soll. Das werde ich verhindern ...?
Ohne dass wir an einen Baum fahren ..!

Ich suche nach Lösungen, die vielleicht funktionieren.
Liebe Grüße
 
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Gast

  • #17
Als alleinerziehende Mutter bist Du dann die größte Verliererin einer Trennung und im gesellschaftlichen Abseits. Deine Chancen auf einen neuen Partner gehen dann gegen Null.
So einen Stuss habe ich selten gelesen. Stimmt nicht, absolut nicht. Weder bin ich eine Verliererin noch stehe ich im gesellschaftlichen Abseits. Männer habe ich genug kennengelernt und mein Kind war nie ein Problem.

Ich kenne genug andere Single-Mütter, die auch nichts anderes erlebt haben.

w 49
 
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  • #18
@#14:

Ich glaube eher, dass du in einer Traumwelt lebst, die du nicht verlassen möchtest. Würde mir mein Ehemann sagen, er sei in eine andere Frau verliebt, würde ich ihn ziehen lassen und nicht abwarten bis er sich wieder mir zuwendet. Irgendwo sollte der Mensch auch seinen Stolz haben! Der Ehemann ist ehrlich und dann sollte Frau sich gegenüber selber ehrlich sein und sich eingestehen, dass der Zug abgefahren ist.
 
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  • #19
Hallo, hier ist Fs

Ich bin wirklich froh, so viele unterschiedliche Meinungen zu hören.
Eins dürft ihr glauben: Ich leide
Ich leide so unendlich, dass man es einfach nicht beschreiben kann.
Und der Gedanke, dass meine Kinder leiden werden ...........

Jetzt weiß ich nicht, was ich sagen soll. Das werde ich verhindern ...?
Ohne dass wir an einen Baum fahren ..!

Ich suche nach Lösungen, die vielleicht funktionieren.
Liebe Grüße
Hallo FS,

das ist eine klare Aussage. Du leidest. Im ersten Beitrag hast du es nicht durchblicken lassen.

Der Schmerz gehört dazu. Es gibt zurzeit nichts, was den Schmerz lindern könnte. Hast du Freunde bzw. Familienmitglieder, denen du vertraust? Es wäre nicht schlecht, wenn du dir von der Seele reden könntest. Das hilft einem, sich über eigene Gefühle klar zu werden.

Du suchst die Lösung? Zurzeit sieht es eher danach aus, dass du von lauter Bäumen den Wald nicht siehst. Alleine wird dir verdammt schwer, eine vernünftige Lösung zu finden. Daher suche nicht nach einer Lösung, sondern nach einer Hilfe. Das können Freunde, Familie aber auch, wenn du es willst, ein Therapeut sein.

Deine Kinder leiden mehr darunter, wenn es dir schlecht geht, als unter einer Trennung selbst. Sie brauchen jetzt eine starke, klar denkende Mama. Sorge dafür, dass es dir besser geht. Nicht nur für dich, sondern vor allem für die Kinder. Für sie ist es sehr wichtig, dass dir gut geht. Du wirst ihnen auch in dieser Hinsicht nichts vormachen können.

Ob dein Mann zurückkommt, oder nicht, ist in der Phase nicht relevant. Verschwende an so was deine Energie nicht. Du weißt es noch nicht, vielleicht wirst du ihn später nicht haben wollen. Wer weiß?

Ich wünsche dir viel Kraft.
hier nochmal #2
w/45
 
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Gast

  • #20
Hallo FS, ich hatte vor ca. 25 Jahren und bis dahin 9 Jahren Ehe eine ähnliche Situation. Wir, unsere Kinder waren damals 5 und 2,5 Jahre sind in eine andere Stadt umgezogen und kurze Zeit später verliebte sich mein damaliger Mann. Ich habe auch sehr gelitten. Irgendwann wollte die andere Frau nicht mehr und wir rauften uns zusammen. Aber ein Knax in der Beziehung war da. Als er 1/2 Jahr später zum zweiten Mal eine außereheliche Beziehung begann und ich das mitbekam bestand ich auf sofortige Trennung. Den Kontakt der Kinder zu Ihrem Vater habe ich unterstützt, aber beziehungsmäßig kam es zur Scheidung. Für mich war es die Möglichkeit, mich auf eigene Füße zu stellen und berufsmäßig mich fortzubilden. Dir alles Gute!
 
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Gast

  • #21
Ich bin schockiert! Suche dir einen neuen Partner, denn deine Kinder sind eines Tages erwachsen und machen sich dann Schuldgefühle wegen dir, weil Mama daheim ungeliebt und gelangweilt daheim sitzt, ihr Leben für sie aufgegeben hat und der Papa Mama wie Dreck behandelt! Oder du mutierst zur ganz schlimmen Glucke und siehst in deinen Kindern einen Partnerersatz (wie so viele Mütter das machen) und wirst von ihnen abhängig oder erziehst sie zu Muttersöhnchen und abhängige Prinzessinnen! Ganz schlimm! Ich kenne 40 jährige Typen, die schlafen mit Mama händchenhaltend im Bett.

Für Kinder ist es ganz schlimm, mitzuerleben, wenn Eltern in getrennten Betten schlafen. Sie verstehen die Welt nicht mehr, warum das so ist!
 
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Gast

  • #22
Schön finde ich, dass Du die Kinder in den Vordergrund stellst - wenn es tatsächlich ehrlich ist. Ich habe nämlich den Eindruck gewonnen, dass Ehefrauen sehr bewusst wegschauen und den Mann gewähren zu lassen, solange ihre Versorgung zu Hause nicht gefährdet ist. Wenn das Wegsehen nicht mehr geht, werden die Kinder oft ins Feld geführt, denen es in einem Haushalt mit Mutter und Vater angeblich besser geht, auch wenn beide sich nicht mehr lieben. Ich habe mich durch diese (völlig falsche) Ansicht dazu bewegen lassen, zwei Jahre (!!) weiter mit meiner Exfrau in einem Haus zu leben, obwohl ich schon mit meiner jetzigen Frau zusammen war. Mein Sohn, der übrigens mit mir zusammen ausgezogen ist, hat mir gesagt, dass das die unangenehmste Zeit seines Lebens war und die Zeit zuvor auch nicht gerade schön. Gut geht es ihm erst, seitdem wir seine Mutter und ich uns nicht mehr zwangsweise an den selben Tisch gesetzt haben. Schon im Interesse Deiner Würde: trenn Dich, such Dir jemanden, der Dich liebt. Besser wird es nie mehr. Wenn es kein Zurück gibt, bleibt nur der entschlossene Weg nach vorn. Er lohnt sich fast immer.
 
  • #23
Liebe FS,

Deine Kinder leiden genau dann am wenigsten unter dieser Lage, wenn Du
1. Deinen Schmerz einerseits nicht versteckst, damit sie auch in ihrem eigenen Unglück über diese Entwicklung jemanden haben, der das Gleiche fühlt, und Du ihnen damit zeigst, dass ein großer Wert bei Verlust auch einen großen (aber durchstehbaren!) Schmerz darstellt
2. Deine Kinder auch ausdrücklich davor bewahrst, sich irgendwie schuldig zu fühlen (das passiert oft unbewusst), Dich auch ausdrücklich darüber freust, wenn sie trotzdem unbeschwerte Momente mehr und mehr wieder erleben, sich auf ihren Vater freuen...
3. eine Lösung anpeilst, die Dir ermöglicht, Deinen Schmerz heilen zu lassen - ob da das Zimmer bei Euch in der Wohnung das Wahre ist, bezweifle ich-
4. Deine Kinder dabei unterstützt, ein gutes und auch zeitlich intensives Verhältnis zum Vater aufrechtzuerhalten - daran scheitern die meisten Frauen, und ich finde es großartig, dass Du die Bedürfnisse der Kinder an erste Stelle setzt! Dein Ex-Mann kann sie besuchen... jederzeit, wenn Du großzügig bist- aber miteinander wohnen sollten, auch den Kindern zuliebe, nur Menschen, die sich lieben! Welchen Masochismus würdest Du Deinen Töchtern (?) vorleben!!!

Ich bin auch jemand, der gemeinsame Weihnachtsfeiern, Kindergeburtstagseinladungen und Wochenenden in meiner Wohnung anbietet- aber meine Lage lässt sich mit Deiner -noch- nicht vergleichen: Wir hatten uns komplett auseinandergelebt, bei uns war die Vorstellung, gemeinsam (und dann ohne die Ablenkung durch die Kinder!) alt werden zu sollen, eine einzige Belastung. Deshalb ist ein Aufeinandertreffen jetzt auch möglich, und der einzige Schmerz, der dabei entsteht, ist ein gegenseitiger, melancholischer... dass wir uns eben irgendwann verloren haben, obwohl es eine große Liebe war.

Anziehender für Deinen Mann und gleichzeitig eher in der Lage, für Dich und Deine Kinder stark genug zu sein, wirst Du dadurch, dass Du Dich auf Deine Bedürfnisse konzentrierst. Was kam bisher zu kurz? Wo bist Du Kompromisse eingegangen, hast Leidenschaften aufgegeben, im Glauben, Deiner Beziehung dadurch zu nutzen? Treib Sport, geh ins Theater, mit Deinen Kindern auf Kurztrip in eine interessante Stadt, geh Eislaufen oder Skifahren... und zwing Dich, das Leben zu genießen... irgendwann, schneller als erwartet, tust Du es dann auch wieder.
(Und ich wünsche Dir, dass irgendwann und irgendwo neben Deinem Schmerz der Trotz sich Luft in Dir erkämpft, der Dich dann bei der Selbstbehauptung unterstützt!!!)
 
G

Gast

  • #24
Naja, ziemlich erniedrigend für Dich, die Wäsche bringt er dann nach Hause, oder wie?
Du hättest dabei beinahe keinerlei Chance, auch wieder einen neuen Partner in Dein Leben aufzunehmen.
Allerdings gehe ich davon aus, dass die Neue das Ganze so auch nicht hinnehmen wird, obwohl es unglaublich ist, was manche Frauen heute mit sich machen lassen.

Ein erwachsener Mann muss eine Entscheidung treffen.
 
G

Gast

  • #25
Verstehe nicht wie hier leichtsinnig zur Trennung geraten wird. Die FS wäre dann alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern. Damit keine Chance auf einen neuen Partner. Besser ist es, die Ehe wieder in Ordnung zu bringen. Solche Krisen lassen sich bewältigen.
 
G

Gast

  • #27
Bin zufällig hier vorbeigekommen und muss schon lächeln, was sich hier für Beiträge finden... Ich als Psychologie-Student kann die Frage eventuell von einer wissenschaftlicheren Betrachtung aus beantworten...

Erstmal vorweg: Kinder sehen Befragungen zur Folge die Trennung nach dem Tod eines Elternteil als das schlimmste an, was sie sich im privaten Umfeld vorstellen können. Ironischerweise sind die Folgen gerade im Erwachsenenalter jedoch weit schlimmer als beim Tod eines Elternteils, weil die Trennung bzw. Scheidung sich in unserer Gesellschaft leider schon als normal etabliert hat und die Kinder fälschlicherweise auch öffentlich zu wenig Unterstützung erfahren.

Studien konnten zeigen, dass Kinder die Trennung keineswegs wie hier von einigen geschrieben unbeschadet überstehen, sondern dass es bei fast allen zu mehr oder weniger negativen Auswirkungen zum einen auf das Selbstbild (was wiederum mehr als viele denken den Lebensverlauf beeinflusst), zum anderen auf das spätere eigene Beziehungsleben kommt.

Es zeigte sich aber auch, dass eine permanente innerfamiliäre Stresssituation ähnliche Risiken birgt.
Ich denke, am anschaulichsten kann man sich das vorstellen, wenn man die Eltern als sichere Basis sieht, von der aus die Kinder die Welt erkunden können.
Sich den Kindern gegenüber schwach oder verletzt zu zeigen, nimmt den Kindern diese Basis und die verlorene Sicherheit suchen sie sich evtl. woanders (im schlimmsten Fall bei irgendwelchen Jugendgangs, auch wenn das jetzt sicherlich nicht der Normalfall ist. Die Tendenz, straffällig zu werden, ist jedenfalls bei Trennungskindern signifikant erhöht.)

Es konnte bewiesen werden, dass die Kinder die Situation am besten meistern, wenn ihre Eltern es schaffen, weiter für sie Eltern zu bleiben. Das heißt, auf keinen Fall darf es passieren, dass die Eltern zwei nur noch streitende Beziehungspartner (oder Getrennte) sind oder einer von ihnen ganz wegfällt.
Wenn Sie es schaffen, eine freundschaftliche Beziehung zu Ihrem Mann zu erhalten oder vielleicht wieder zusammen zu finden, sind ihre Kinder sicherlich am besten damit bedient. Ansonsten ist eine absolute Trennung immer noch besser als eine dauerhafte Stresssituation, die das Fundament "Familie" permanent erschüttert.

Liebe Grüße
m/22
 
G

Gast

  • #28
...und ich kenne sogar ein Paar, was das praktiziert.
Sie und er leben noch zusammen, angeblich wegen der KInder (im Teeniealter). Sie verbringt aber ihre meiste Freizeit mit einem anderen Mann.
Jedenfalls wird da nicht über Scheidung geredet.
Der andere Mann möchte aber, dass sie so langsam die Scheidung einreicht.
Also irgendwie bleibt bei so einer Konstellation immer einer auf der Strecke.
Und wer sich so einen Nervenkrieg (und der wird es werden) antun will...bitteschön!
 
G

Gast

  • #29
Da die beiden eine gute Ehe hatten haben sie auch gute Chancen dahin zurückzufinden. Der Ehemann erliegt nur seinen Emotionen. Er braucht dringend einen guten Freund der ihm das mal tiefgehend erklärt. Emotionen können sehr stark werden mit den beschriebenen verheerenden Folgen. Die FS sollte sich jedoch auch nicht ihren Emotionen wie Selbstmitleid hingeben (leider hier im Forum von vermeintlich verständnisvollen Frauen noch angeheizt) sondern ihren Mann weiter lieben wie bisher. Wenn beide diese Tyrannei der Emotionen durchschauen machen sie einen Riesenschritt jeder persönlich und für ihre Ehe und Familie. Ich sage das aus eigener Erfahrung.
 
G

Gast

  • #30
So was ähnliches habe ich auch versucht, hat aber nicht geklappt. Neue Partner können damit auch nicht umgehen. Besser Du trennst Dich gleich, dann hast Du es hinter Dir und kannst Dir Deine eigene neue Zukunft aufbauen. @24 Natürlich hat die als FS mehr Chansen als AE einen Partner zu finden als wenn sie noch mit ihrem Mann zusammen wohnt und Urlaub etc mit ihm verbringt. So kann sie nicht abschließen und einen neuen Partner finden. Aber dafür ist sie für ihren Ex immer schön in der Warteschleife, schön bequem aber nur für ihn. w51
Sehe ich nicht so, Welcher halbwegs normale Mann will eine verlassene Frau mit zwei Kinder im besagten Alter als Partnerin? Niemand! Dann ist es doch besser, alles zu versuchen die Ehe zu retten. Die Chancen stehen gut für die FS denn Geliebte werden eindeutig öfter abgeschossen als Ehefrauen.