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Gast

  • #1

Sollte eine Frau mit Ende 20 ambitioniert sein?

Sollte man heutzutage als Frau Ende 20 ambitioniert und karriereorientiert sein? Ich bin dies nämlich nicht unbedingt, habe zwar ein abgeschlossenes Studium und arbeite Vollzeit, bin aber keine, die z.B. eine Führungposition anstrebt oder Karrierenetzwerk-Seminare für Frauen besucht. Überhaupt ist diese Business-Welt nicht mein Ding, ich bin lieber kreativ und beschäftige mich mit schönen Dingen wie Sprachen, Kunst oder Mode. Ich möchte z.B. nicht den ganzen Tag im grauen Hosenanzug oder Kostüm rumrennen, das ist nicht mein Ding, da würde ich mir verkleidet vorkommen.
Ich verdiene ok, würde ich sagen, aber auch da habe ich nicht so große Ziele, ich bin völlig zufrieden, wenn ich mir öfters schöne Dinge kaufen, mir eine angemessene Wohnung leisten und hin und wieder wegfahren kann. Das bedeutet nicht, dass ich eine "Versorgerehe" anstrebe bzw. Hausfrau und Mutter sein will, im Gegenteil, mir ist es wichtig, dass ich meine Rechnungen selbst bezahle bzw. für mich selbst sorgen kann, was ich ja auch mache.
Nun gibt es aber einige Frauen, die sagen "Warum willst du nicht Karriere machen, nutze doch deine Chancen, wir Frauen haben doch heute viel mehr Möglichkeiten, willst du denn keine Führungsposition, ...?" Und ich sage dann immer "Ehrlich gesagt... nein." Ist das falsch?
 
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Gast

  • #2
Du scheinst Deine Frage zwar mehr an Frauen zu richten, trotzdem meine Antwort: Karriereorientiert muss eine Frau für mich nicht sein, ich glaube aber nicht an die Aussage, es nicht zu sein und trotzdem bereit und willens zu sein, sich selbst zu versorgen. Ich habe entweder hart arbeitende Frauen, die hervorragende loyale Partnerinnen und gute Mütter waren oder geworden sind oder Frauen, die eher Prinzessinnen waren und sich versorgen lassen wollten (obwohl oder weil sie weniger Chancen auf dem Partnermarkt und Arbeitsmarkt hatten) getroffen.
 
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Gast

  • #3
Hallo FS,

Es ist immer gut in der Bussinesswelt zu wissen, welche Hierarchie / Position man anstrebt. Da Du diese Position schon erreicht hast, kannst Du Dich jetzt wohl fühlen und Dich auf andere Themen in Deinem Leben fokussieren, anstat auf Karriere. In diesem Sinne ist es überhaupt nicht falsch, sondern sehr positiv - nutze die freie Energie für etwas was Dir wichtiug ist !

Was mir eher bedenken macht, ist Deine subjektive Einstellung zur Businesswelt ("ist nicht mein Ding"), immerhin verbringst Du dort viel Zeit und Du solltest auch ein Stück Lebensqualität und Zufriedenheit dort erfahren..

Zusätzlich solltest Du auch bedenken, dass Du jetzt erst E20 bist, in 20 Jahren hast Du eventuell eine andere Einstellung zu Karriere, aber dann ist es meistens zu spät. Vielen wird das erst bewusst, wenn Sie auf einmal selber eine neue Chefin bekommen, 29 Jahre alt, ambitioniert, und leider ohne Ahnung von irgendwas. Die sagt Dir dann, mit Deinen 49 Jahren, erfahren, (inzwischen vielleicht doch etwas ambitioniert?), was Du zu tun hast ...

M46
 
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Gast

  • #4
Sollte man heutzutage als Frau Ende 20 ambitioniert und karriereorientiert sein?

Ich denke nicht unbedingt.

Qualifiziert (studiert) und berufserfahren, dadurch unabhängig genug im Leben die Wahl zu haben, ja. In Führungsposition (Personalverantwortung) oder einer Stelle, die mehr als angemessen zeitlich auslastet (sagen wir > 45 Stunden), nein.

Ersteres sollte man sein, zweites kann, muss man aber nicht sein.

Das sage ich auch jedem Mann.

(m41)
 
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Gast

  • #5
Liebe FS,

sie wenigsten Männer suchen eine Karrierefrau :).

Ich finde es wunderbar, dass du eine kreativ-weibliche Ader hast und dich lieber Schöngeistigem, künsterlischem widmest. Ich finde, es spricht eher für dich.

Einen Mann, der eine Karrierefrau sucht, hätte bei mir sowieso Null Chancen. Finde ich sowas von unmännllich/unattrakiv. Womöglich soll Frau ihn dann noch *aushalten*?!

Höre auf dein Inneres. Es zeigt dir den richtige Weg auf.

w, 43
 
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Gast

  • #6
Ich bin Mitte 20 und mir geht es wie dir. Der Hosenanzug macht mir weniger Probleme, aber mir ist meine Freizeit sowie ehrenamtliche Arbeit sehr wichtig. Darüberhinaus bin auch nicht grenzenlos belastbar. Abgesehen davon finde ich "Karriere" schlecht planbar und eher von Zufällen abhängig. Ich mache mir also nicht groß Gedanken darüber, wo ich in bspw. 5 Jahren beruflich stehen werden.
Was Andere dazu denken, ist mir egal.
 
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Gast

  • #7
Sollte man heutzutage als Frau Ende 20 ambitioniert und karriereorientiert sein? Ich bin dies nämlich nicht unbedingt, habe zwar ein abgeschlossenes Studium und arbeite Vollzeit, bin aber keine, die z.B. eine Führungposition anstrebt oder Karrierenetzwerk-Seminare für Frauen besucht. Überhaupt ist diese Business-Welt nicht mein Ding, ich bin lieber kreativ und beschäftige mich mit schönen Dingen wie Sprachen, Kunst oder Mode. Ich möchte z.B. nicht den ganzen Tag im grauen Hosenanzug oder Kostüm rumrennen, das ist nicht mein Ding, da würde ich mir verkleidet vorkommen.
Hallo FS,

aus Männersicht und auf Partnersuche bezogen: Du solltest so sein, dass Du mit Dir zufrieden bist. Bleib wie Du bist und lass Dich nicht in einen Job drängen, der Dir dann keinen Spaß mehr macht.

Generell: es ist erstaunlich, dass allgemein immer beklagt wird, dass Frauen schlechter verdienen und zu wenig in Führungspositionen vertreten sind, im Einzelfall aber auch nach meiner Erfahrung mit Frauen in meinem Umfeld oft so agieren wie Du und Führungspositionen nicht nehmen oder andere Ambitionen nicht haben, wenn sich die Gelegenheit bietet. Das ist wahrscheinlich wirklich vernünftig für die Work-Life-Balance, da sind Frauen schlauer als Männer. Aber es führt natürlich dazu, dass dann keine Gleichheit bezogen auf Gehalt oder "Quote" erreicht werden kann, denn in qualifizierten Jobs gibt es eben mehr Geld für erkennbare Ambitionen und erkennbares Engagement oder Führungspositionen. Irgendwas musst Du Deinem Chef ja "verkaufen", wenn es ums Gehalt geht...

m, 46
 
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Gast

  • #8
Gast2 hat es auf den Punkt gebracht.

Ich bin auch nicht der Karrieretyp trotz Studium in dessen Fachbereich das absolut möglich wäre. Frag 100 Leute, da wollen 95 davon gern der Chef sein, weil sie sich nichts sagen lassen und lieber andere herumkommandieren wollen. Plus soviel wie möglich verdienen um irgendwelchen Schrott zu kaufen, weil man nie zufrieden ist mit dem was man hat.

5 davon brauchen das nicht, die haben lieber ein ruhiges Leben, verdienen das Geld was sie zum Leben brauchen. Du bist halt einer von diesen 5.
 
  • #9
Eine Freundin ist nach dem Mathematikstudium Krankenschwester geworden.

Deinen Wunsch haben viele Frauen.

Letztendlich muss man gucken. "Ist meine Karriere wirklich eine Karriere oder werde ich hier nur verheizt?"

Wenn du UN-Generalsekretärin wirst, würde ich sagen, es ist eine Karriere und es lohnt sich.
Oder wenn 3 Millionen als CEO im Jahr verdient. Das schaffen aber nur 0,001% der Menschen
und ist mit viel Arbeit verbunden. (Es sei denn die Frauenquote kommt noch :D )
Viele ackern umsonst und werden nie Generalsekretär.

Wenn du aber im kleineren bis mittleren Managment wöchentlich 60 Stunden im Büro verheizt wirst
und du abends um 10 noch zu Hause irgendwelche Sache bearbeiten musst, dann würde ich mir das gut überlegen.

Nur um 2 Wochen im Jahr All-Inklusive in eine seelenlosen 5 Sterne Hotel zu verbringen und vielleicht noch ein schickes Auto?

Dein Porsche besucht dich nicht im Altersheim, deine Kinder schon. Und Konsum macht nicht wirklich glücklich. Höre auf dein Herz.
 
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Gast

  • #10
Ich denke, Du bist mit Ende 20 schon viiiiiel weiter als so mancher mit Mitte 40. Nicht jeder kann von sich behaupten, dass er mit der Tätigkeit, der Vergütung und den Rahmenbedingungen seines Jobs zufrieden ist.
Viele sind permanent auf der Suche und wollen am besten mit noch nicht einmal 30 einen GF-Posten und einen Firmenwagen fahren.
Die sind gestresst, gehetzt und notorisch unglücklich.

Ich fin es vollkommen ok, wenn man seinen Job mit einer gewissen Zufriedenheit ausübt und nicht nach höher, schneller, weiter strebt.
Das Leben ist zu kurz, um 45 Jahre zu ackern wie ein Tier und nicht zu wissen, wofür eigentlich.
Ich bin Mitte 30 und jetzt in einer Position, die nahezu perfekt ist.
Habe eine gehobene Stabsstelle ohne Personalverantwortung, habe meinen Bereich so gestaltet, dass er kontinuierlich aber nicht zu schnell wächst, verdiene genug Geld, um mir selbst jeden Wunsch zu erfüllen und habe auch noch die Zeit, Wünsche wahr werden zu lassen.

Die eigenen Werte sind wichtig, nicht die der anderen.
 
  • #11
Wer Karriere machen will, der muß leidenschaftlich dieses Ziel verfolgen können.
Wer das nicht leidenschaftlich will oder kann - dann halt eben nicht - na und ?

Es gibt Leute, die wollen führen und bestimmen. Und es gibt Andere, die wollen lieber ihr Ding machen.

z.B. Autofabrik: Der Eine kümmert sich leidenschaftlich um den Verkauf /Absatz der Autos.
Je mehr und besser - desto schöner für ihn.
Der Andere interessiert sich nicht dafür - sondern z.B. für dessen Technik oder Design.
So hat jeder seinen Job, für den er am besten geeignet ist.

Mag z.B. der Vertriebschef mehr Geld verdienen, weil er der Firma viel Geld einbringt.
Das ist dem Kreativen egal. Denn er hat -aus seiner Sicht- den für ihn schöneren Job.

Es ist nicht nur wichtig, wieviel Geld man verdient. Sondern auch, auf welche Art und Weise ?

Ich gönne jedem Geschäftsführer bis Konzern-Chef sein (neues) Auto, den neuesten Computer, Handy, Firmen-Kreditkarte, Bonus-Flugmeilen, etc.
Dafür muß er Leistungen und Erfolge erbringen, wobei all diese tollen Sachen schnell verblassen.
Sowas steht man auf Dauer nur durch, mit Leidenschaft dafür.

"Geh, wohin Dein Herz Dich trägt" ..... und sei es im eigenen Job.
 
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Gast

  • #12
Sollte man heutzutage als Frau Ende 20 ambitioniert und karriereorientiert sein?
Nein. Ich (m, 34) bin es auch nicht - insbesondere letzteres. Ich habe einen Job, der mir (meistens) Spaß macht, in dem ich anerkannt werde und von dem ich gut leben kann - mehr brauche/suche ich dahingehend nicht. Wer im Job seine Lebenserfüllung sieht/sucht, gerne, meins ist es nicht.

Mir ist Deine Einstellung sehr sympathisch.
 
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Gast

  • #13
Du meinst als Mutter hättest Du keine Führungsposition? ;-)

Du musst als Frau mit Ende 20 genauso wenig oder viel ambitioniert sein, wie ein Mann mit Ende 20.

Du kennst aus der Schule sicher auch noch die nicht ambitionierten Schüler, die relaxt und unvorbereitet mit ihrem Abi-Schnitt zufrieden waren, auch gute Menschen. Gehörst Du zu dieser Gruppe?

Natürlich musst Du nicht große Geschäftsführerin werden und kannst kleine Sachbearbeiterin bleiben. In 10 Jahren wirst Du noch mehr verstehen, was unter "Durchlauferhitzer" verstanden wird. ;-)

Allerdings ist es auch eine Sünde (!), Dein Talent aus Bequemlichkeit zu verschleudern.

Was ist Dein Talent? Vielleicht entspricht es Deinem Talent nicht, die Showfrau an der Front zu sein und einen Mitarbeiterstab zu führen.
Vielleicht ist Dein Talent Sachthemen besonders gründlich zu bearbeiten und zu recherchieren,
eine gute Datenbank zu entwickeln und zu pflegen, vielleicht hast Du besondere Fachkenntnisse in einem Randbereich, kannst Deine Fachkenntnisse besonders gut vermitteln. Egal.

Brenne für etwas! Kein lahmes " ich will nicht den ganzen Tag im grauen Hosenanzug oder Kostüm rumrenne". AUSREDE!! Mich regt auf, wenn Du Dich schon am Anfang klein machst und Dein Potential aus dem Spiel ziehst, bevor es überhaupt los geht!

Für was brennst DU? Mir fehlt das Feuer! Für Familie und Deine Kinder brennst Du nicht. Du hast keine eigene Familie und Kinder! Was soll die Überlegung jetzt schon?

Schau Dich mal um, wie man zur ersten Arbeitsstellen kommt. Ein Netzwerk brauchst Du immer! Und wenn das Netzwerk aus Deine Kommilitonen, Freunden und Verwandten besteht.

w40
 
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Gast

  • #14
Ein Mensch sollte IMMER ambitioniert sein. Was das genau für Ambitionen sind, ist jedem natürlich sebst überlassen.

Kind und Karriere sind dabei natürlich der Standardweg für die, die sich für sonst nichts begeistern können.
 
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Gast

  • #15
Zusätzlich solltest Du auch bedenken, dass Du jetzt erst E20 bist, in 20 Jahren hast Du eventuell eine andere Einstellung zu Karriere, aber dann ist es meistens zu spät. Vielen wird das erst bewusst, wenn Sie auf einmal selber eine neue Chefin bekommen, 29 Jahre alt, ambitioniert, und leider ohne Ahnung von irgendwas. Die sagt Dir dann, mit Deinen 49 Jahren, erfahren, (inzwischen vielleicht doch etwas ambitioniert?), was Du zu tun hast ...
Liebe FSin,
ich finde, obiger Kommentar ist recht weise. Trotzdem, bleibe doch bei dem, was für dich wichtig ist. Etliche Männer denken auch so wie du, oder sie arbeiten in stark idealistisch ausgerichteten Berufen mit wenig Aufstiegschancen bzw. grottenschlechter Bezahlung (Kultursektor, Journalisten, die sich der PR-Schreibe verweigern..). Wenn du deine Absage an eine Karriere nicht durch einen karriereorientierten Mann kompensieren willst, ist deine Haltung doch sehr konsequent.
w-42
 
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Gast

  • #16
Natürlich musst Du nicht große Geschäftsführerin werden und kannst kleine Sachbearbeiterin bleiben.
Brenne für etwas! Kein lahmes " ich will nicht den ganzen Tag im grauen Hosenanzug oder Kostüm rumrenne". AUSREDE!! Mich regt auf, wenn Du Dich schon am Anfang klein machst und Dein Potential aus dem Spiel ziehst, bevor es überhaupt los geht!
Genau das meinte ich. Immer diese Wertungen von anderen (Frauen): "kleine Sachbearbeiterin" zum Beispiel. NA UND?! Wenn ICH aber damit völlig ZUFRIEDEN bin und gar nicht mehr will? Liege ich einem Mann auf der Tasche? Nein. Lebe ich vom Staat? Nein. Zahle ich meinen Lebensunterhalt selbst? Ja. Wo ist also das Problem??
Ich bin nun mal keine Person, die jeden Tag von früh bis spät im strengen Businessoutfit rumrennen und permanent Höchstleistungen erbringen will, damit sie vielleicht die nächste hohe Position, die in der Firma zu vergeben ist, bekommt, dabei fleißig Führungskräfte-Seminare und Netzwerktreffen von Frauenquoten-Befürworterinnen besucht, damit sie ein "Vorbild für alle modernen Frauen" ist usw.. Nein danke, das ist für MICH (andere sollen leben, wie sie wollen) keine Option. (FS)
 
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  • #17
Genau das schreibt der Vorposter doch?

Die "Kleine Sachbearbeiterin" legst DU negativ aus. Sei doch die kleine Sachbearbeiterin und ambitioniert in den Dingen die du im Leben erreichen willst.
Nicht jeder muss seine Ambitionen im Beruf ausleben. Und wer mit dem Gehalt einer "Kleinen Sachbearbeiterin" gut auskommt und glücklich ist. Was ist dann schlecht daran eine "Kleine Sachbearbeiterin" zu sein? Nix!
 
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  • #18
Sollte man heutzutage als Frau Ende 20 ambitioniert und karriereorientiert sein? ... Ich möchte z.B. nicht den ganzen Tag im grauen Hosenanzug oder Kostüm rumrennen ...
Also ich verstehe unter »Ambition« (im Beruf oder Leben, ist egal) etwas anderes: für mich ist das »interessiert sein«, mir anschauen, was »sonst noch so los ist (oder geht) auf der Welt«. Wenn dir das fehlt, wirst du schnell reizlos. Mann/frau kann einen Job auch gut ausfüllen, wenn ihn/sie dieser Job packt, wenn er/sie ihn begeistert von allen Seiten betrachten kann … ohne hinter der Führungsposition her zu sein.

Ich finde Menschen ohne Ambitionen (Fantasie, Begeisterung) todlangweilig. w
 
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  • #19
Liebe FS,
es ist doch volkommen egal, ob man ambitioniert und karriereorientiert sein muss oder nicht - Du bist es nicht und willst es garnicht sein. Darauf kommt es an, das eigene Leben zu führen, damit zufrieden zu sein und später auch die Verantwortung für die Folgen zu übernehmen.
Problematisch finde ich eher die Leute, die komplett unengagiert sind, trotzdem das Gehalt eines Mega-Einsatzes fördern.

Ich bin das Gegenteil von Dir. Mir sind Leute, die wenig engagiert sind ganz lieb, im Job. Die fallen im Wettbewerb um die interessanten Projekte und leistungsbezogenen Zulagen schon mal aus. Ich passe nur auf, dass die Luschen meine Arbeitsergebnisse nicht verschlechtern wegen mieser Zulieferungen oder dass ihre Lowperformance mit meinem Anteil vermixt wird.

Bei der Partnerwahl habe ich darauf geachtet, dass er die gleiche Einstellung zum Job hat wie ich. Man verbringt zu viel Zeit im Job, um dem ganzen halbherzig bis widerwillig nachzugehen - das färbt ins Privatleben ab. Die Frauen nutzen die erstbeste Chance, sich der "Arbeitsfron" möglichst lange zu entziehen und die Männer haben einegrauenhafte Stimmung, sie sie superunsexy macht.

w, 55
 
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Gast

  • #20
Nein, musst Du nicht. Ich denke und handle ähnlich wie Du-schon immer. Nun bin ich 40, habe einen Vollzeitjob mit gutem Einkommen, womit man normal gut leben kann. Bewusst meide ich jegliche Karriere, ich strebe eher eine 30 Std./Wo. an. Mir ist mehr Freizeit für Hobbys und Entspannen viel wichtiger als Karriere-vorausgesetzt, auch mit einer Teilzeit kann ich meine wirtschaftlichen Bedürfnisse decken. Mein Partner ist voll zufrieden mit meiner Einstellung.

Ich habe nicht das Bedürfnis, mir ständig zu beweisen und lebenslang der Welt zu zeigen, dass ich mich ständig nach oben beruflich entwickeln möchte/kann. Die Arbeit betrachte ich persönlich als eine Notwendigkeit, um den Lebensunterhalt zu sichern und optimalerweise macht sie einem auch Freude.

Außerhalb der Erwerbsarbeit entdecke ich für mich viele Beschäftigungen, die mich ausfüllen.
Ich lebe nicht, um zu arbeiten.
Die meisten Karrierefrauen leben um zu arbeiten, sind stolz darauf und sehen den Lebenssinn in einer ständigen Entwicklung nach oben, was die Karriere betrifft. Mich hat sowas auch nie gereizt.

Wenn Du das Gefühl hast, Du führst ein erfülltes Leben ohne Karriereabsichten, ist doch gut so.
Die Frauen sind sehr unterschiedlich. Ich wäre sehr unglücklich, wäre ich gezwungen, Karriere zu machen.

Lebe nach Deiner eigene Auffassung und gut ist.
Mich interessiert auch Mode und Kosmetik und bin wirklich glücklich, keine Karrierefrau zu sein-denn diese hat selten eine 40 Std./Wo. Mir ist es lieber, ich habe neben dem Job mehr Zeit für den Partner und die Körperpflege als ständig gehetzt an einer Karriere zu arbeiten.

Nur nebebei-wie würde denn die Gesellschaft funktionieren, wenn jede Frau eine Karrierefrau wird. Die Gesellschaft braucht nun auch Menschen, die Jobs ausüben, die nichts mit einer Karriere zu tun haben-eben ganz normale Jobs, ohne Führungsverantwortung.

w
 
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Gast

  • #21
Du scheinst Deine Frage zwar mehr an Frauen zu richten, trotzdem meine Antwort: Karriereorientiert muss eine Frau für mich nicht sein, ich glaube aber nicht an die Aussage, es nicht zu sein und trotzdem bereit und willens zu sein, sich selbst zu versorgen. Ich habe entweder hart arbeitende Frauen, die hervorragende loyale Partnerinnen und gute Mütter waren oder geworden sind oder Frauen, die eher Prinzessinnen waren und sich versorgen lassen wollten (obwohl oder weil sie weniger Chancen auf dem Partnermarkt und Arbeitsmarkt hatten) getroffen.
Gut das ich das noch nicht erlebt habe - wobei ich bei den fehlenden Ambitionen der FS auch irgendwie vermuten würde, das es auf dauer nichts wird (ich meine: ich denke das es dazu kommen würde, das sie (du?) auf einmal nicht mehr Arbeiten muss (weil der Partner ja die Rechnungen bezahlt und deshalb kein Druck, kein Müssen mehr da ist))

Ich meine Ambitionen/Ziele führen doch erst zu harter Arbeit (ich kenne das von mir selbst: Habe ich KEINE ZIELE driffte ich den Tag hinein und mache nur was ich muss - wenn jetzt noch wer daher kommt und meine Rechnungen, Wohnung etc. bezahlt, dann würde das wohl schnell dazu führen, das ich nix mehr machen würde...gut das ich Ziele habe (gut: es sind Ziele für in 20 Jahren oder so aber trotzdem)...)

MFG

(m, 28)
 
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Gast

  • #22
Da scheine ich einen wunden Punkt bei Dir getroffen zu haben. ;-)

Ein Unternehmen funktioniert nicht nur mit Chefs sondern braucht auch Sachbearbeiter und Assistenten. Grundsätzlich wird im Beruf jedoch der Chef höher angesehen als der Sachbearbeiter. Das ist eben so. Eine gute Sachbearbeiterin ist eine gute Sachbearbeiterin. Ein unmotivierter, schludriger Mitarbeiter bleibt ein unmotivierter, schludriger Mitarbeiter.

Die Menschen, die hier schreiben, dass sie nicht ambitioniert sind, machen mir den Eindruck, dass sie sich im Leben und in der Arbeit so eingerichtet haben und für sich die Nische gefunden haben, mit der sie zufrieden sind.

Deine Fragestellung impliziert jedoch, dass Du im Augenblick zumindest nicht sicher bist, ob Du mit Deiner beruflichen Situation zufrieden bist.

Da Du die nächsten 40 Jahre voraussichtlich einen großen Teil Deines Lebens in der Arbeit verbringst, empfehle ich Dir, Dir im Beruf eine Stelle zu suchen, aus der Du im Idealfall Anerkennung und Selbstbestätigung ziehen kannst und mit Leidenschaft dabei bist.

Wenn Du keine Karriere machen willst, hast Du den großen Vorteil, dass Du Dir eine Stelle nicht nach taktischen Überlegungen aussuchen musst, sondern alleine nach Deinen Vorlieben gehen kannst. Dann mache das doch so.

Was anderes kann ich Dir auch als Frau Ende 20 nicht raten.
 
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Gast

  • #23
Was soll daran falsch ist? Der Mensch kann sich entfalten wie er will! Nur der Dumme passt sich der Meinung anderer an. Der Kluge macht, was er selber für richtig hält. Auf Elitepartner sind die meisten nun mal mehr karriereorientiert. Besonders die Frauen. Du musst ja nicht hier sein, wenn es dich stört. Es gibt genug andere Kreise von Leuten, die so ticken wie du. Es ist also ein Fehler, dass du hier bist und dich nicht mit den Leuten umgibst, die dir gut tun, und stattdessen hier nach Anerkennung für deine Leistung suchst, denn die wirst du hier vielleicht nicht so sonderlich finden.

Und warum sollte jeder Hosenanzüge und Kostüme tragen? Habe ich ja noch nie gehört!