• #1

Sollte ich bleiben oder gehen?

Vor 3 Monaten habe ich (w 56) einen Mann (61) kennengelernt. Er ist ein sehr netter Mann, liebevoll, aufmerksam, ich mag ihn sehr . Aber sein Äußeres ist so gar nicht mein Fall. Da wir ja aber alle nicht jünger und schöner werden, hatte ich beschlossen, uns eine Chance zu geben.
Da er 140km entfernt wohnt, sehen wir uns nur 2x in der Woche. Ich bin noch voll berufstätig, er arbeitet nicht mehr, deshalb hat er mich bisher immer besucht.
Letzte Woche wollte ich dann aber gerne wissen, wie er lebt und bin zu ihm gefahren. Der Schock schlechthin, er lebt seit 20 Jahren in einem alten Bauernhaus, das nur im Rohbau fertig ist. Wirklich Rohbau, kein Estrich, keine Decken. Möbel stehen auf dem Beton. Er hat das Geld, es mit Firmen machen zu lassen, aber er will nicht. Er will alles selber machen, sagt, daß er es dieses Jahr sicher fertig bringt, aber ich weiß, das wird nie fertig.
Verkaufen will er diesen Steinhaufen auch nicht.
Das Gespräch, wie denn unsere Zukunft aussehen soll, hat ihn nicht sonderlich berührt. Er meint, ich solle halt mit anpacken und könne es mir dann ja wohnlich machen.
Das ist nicht meine Vorstellung von der Zukunft. Ich möchte nicht so hart körperlich arbeiten, um das Haus eines anderen Menschen zu richten, der es seit 20 Jahren nicht auf die Reihe bekommt.
Auf meine Frage, weshalb er eigentlich nicht mehr arbeitet, bekam ich die Antwort, daß er letztes Jahr gerade seinen Lymphdrüsenkrebs überlebt hat und nie wieder arbeiten, sondern nur noch leben will.

Ich bin völlig ratlos, kann damit nicht umgehen...

Denke ich zu materiell? Bin ich unfair, wenn ich es beende, obwohl er so krank ist?
Ist es unfair, ihm den Rohbau vorzuwerfen, weil er doch froh ist, den Krebs überlebt zu haben?
Kann ich mich trennen, obwohl er so krank ist?
Bei mir ist leider der Funke überhaupt nicht übergesprungen und nun habe ich Gewissensbisse, diesen armen Kerl zum Teufel zu schicken, nur weil er so lebt und so krank ist.....

Wie denkt ihr darüber?
 
  • #2
Gut, dass man mit 61 und überstandenem Lymphdrüsenkrebs mit dem Arbeitsmarkt abgeschlossen hat kann ich gut verstehen.

Beim Haus sehe ich zwei Möglichkeiten, entweder du bestehst darauf, dass er dir ein wohnliches Heim bietet oder ihr behaltet einfach getrennte Wohnungen, es klingt jetzt nicht so als ob ihr unbedingt zusammenziehen müsstet.
 
  • #3
Liebe FSin, glaubst Du, dass Du ihm gut tust, wenn Du ihn nicht liebst? Warum denkst Du bei ihm bleiben zu müssen, der null zu Dir passt, weder Optik, Leben, Umfeld, Lifestyle? Dir geht es mit der Situation schlecht, bist geschockt und warum willst Du Dich als Retterin anbieten? Hast Du keine eigenen Aufgaben, Kinder, Herausforderungen, Ehrenamt? Er ist so reizvoll, weil er sich als Projekt anbietet, den Du umsorgen kannst, helfen und betüddeln und deine Meinung & Einfluss bei ihm was zählt. Doch was anfangs noch so toll erscheint, jemandenzu retten und erster Ansprechpartner zu sein; wenn er es Dir nicht dankt, wie Du es Dir wünschst und er andere Forderungen und Wünsche an Dich stellt, kommst Du schnell an deine Grenzen, und gehst dann, mit viel Enttäuschung und Wut im Bauch. Und ja, Du kannst jederzeit jemanden verlassen, ob alt, krank, faul, süchtig, ... wenn Dir der Mann und die Beziehung nicht gut geht, Du Dich getäuscht fühlst, dann geh. Du bekommst keinen Orden, auch kein gutes Karma, wenn Du bleibst und Mutter Theresa spielst.
 
  • #4
Liebe FS,
er muss dir nicht leid tun. Du musst dich auch nicht in irgendeiner Weise verpflichtet fühlen, denn du kennst ihn erst seit drei Monaten (Kennenlernphase) und das auch nur als Fernbeziehung, also eigentlich kennst du ihn überhaupt nicht richtig.
Bei dir ist der Funke nicht übergesprungen, er zieht dich körperlich nicht an. Das allein ist Grund genug, das Ganze zu beenden.
Das ist nicht meine Vorstellung von der Zukunft. Ich möchte nicht so hart körperlich arbeiten, um das Haus eines anderen Menschen zu richten, der es seit 20 Jahren nicht auf die Reihe bekommt.
Da kann ich dich voll und ganz verstehen. Das ist auch nicht deine Aufgabe, zumal du noch Vollzeit arbeitest.
Auf meine Frage, weshalb er eigentlich nicht mehr arbeitet, bekam ich die Antwort, daß er letztes Jahr gerade seinen Lymphdrüsenkrebs überlebt hat und nie wieder arbeiten, sondern nur noch leben will.
Den Lymphdrüsenkrebs hatte er aber wahrscheinlich nicht die letzen 20 Jahre. Eine solche Krankengeschichte ist zwar tragisch, aber das ist kein Grund aus Mitleid bei ihm zu bleiben.
Was hättest du davon? Du müsstest den ganzen Tag arbeiten, danach noch stundenlang auf seiner Baustelle schuften (so stellt er sich da wohl vor) und am Ende gehört dir nichts davon. Würde ich auch nicht machen,
Kurzfassung: du stehst nicht auf ihn und eure Lebenskonzepte passen nicht zusammen. Mach dich nicht unglücklich.
 
  • #6
Um Gottes Willen, liebe @Zuckerschnecke,
nix wie weg von diesem Katastrophen Mann, egal welche Krankheit er hat oder hatte. Oder haben Sie ein Geluebde abgelegt, sich den Rest Ihres Lebens kaputtzumachen? Sie haben doch Fantasie genug, sich vorzustellen
 
  • #7
Kann ich mich trennen, obwohl er so krank ist?
Nein, du musst ihn jetzt ob dieser Mitteilung heiraten und sein Haus herrichten und ihn jeden Tag von oben bis unten abküssen, egal wie hässlich und ekelig du ihn findest. Sonst .. ja was sonst?

Sonst könntest du einen Mann kennenlernen, der dir gefällt und der in einem annehmbaren Haus lebt?

Manchmal frage ich mich wirklich ...
Er gefällt dir nicht, sein Wohnzustand ist katastrophal und weil er krank war musst du jetzt dafür büßen? warum?! Was kannst du für sein Schicksal?

Wer in so einem Haus wohnt, es nicht herrichtet, obwohl das Geld dafür da ist, hat massive psychische Probleme, die sind weit das größere Problem, als seine überwundene Krebserkrankung.

Natürlich darfst du dich trennen von jemanden, der dir nicht zusagt und nicht gefällt.

Liebe Fragestellerin, wie wäre es mal mit einer Anspruchsliste auf deiner Seite?

1. Er gefällt mir optisch, auch ohne dass er aussehen muss wie Adonis,

2. Ich finde ihn körperlich begehrenswert

3. er wohnt in einer Wohnung in der ich mich wohlfühle

4. Er hat realistische Ansichten über seine Schaffenskraft

5. Etc...
 
  • #8
Mit 56 kann man keine Kompromisse mehr eingehen und es gibt durchaus genug sexy Leute in dem Alter, die gut und fit aussehen. Das ist keinerlei Ausrede mehr in heutiger Zeit.

du machts dich von einem Mann abhänggig, den du seit 3 Monaten kennst?
Ich habe die Vorstellung von Gesundheit in meinem Lebne. Krankheit kommt da nicht rein. Eine kranke oder gebrechliche Partnerin würde ich immer ablehnen. Sorry, dafür passt einfach meine Einstellung nicht.

Schon allein, dass ihr euch selten seht und weit entfernt wohnt. Dafür kannst du erst recht nichts von dir aufgeben.

mensch, ich rege mich über diese Selbstaufopferung von Fraune auf. Werde mal EGOISTISCHER! Aber um 180 Grad!
Was willst du mit einem 61 jährigen, der nicht mehr arbeitet?
Das wäre ein weiterer Punkt, der mich stört.
Heute MUSS, KANN UND DARF man mit 80 noch arbeiten und was tun.
Was passt eigentlich an dem Mann, der zudem noch in einem kaputten unfertigen Bauernhaus lebt.

Wie viel Zeit willst du mit 56 noch verschwenden? Merkst du es erst, was du verpasst, wenn du am Sterbebett liegst?

Nochmal: Hör auf, Ausreden zu erfinden! Der Mann und seine Probleme geht dich nichts an!

Was rechtfertigst du dich überhaupt?
Weg mit ALLEN MÄNNERN, die so drauf sind!


Was willst du beenden? Ihr seid kein Paar, ihr seid entfernte Bekannte nach 3 Monaten.
Ich will auch nichts mit Menschen mit Krebs zu tun haben. Ich brauche keine Krankheit um mich und ich lass solche Jammerlappen auch nicht an mich ran.

Pass bitte auf, sowas Negatives überträgt sich alles auf dich!

Kann ich mich trennen, obwohl er so krank ist?
Sag mal, was hast du für verkorkste Einstellungen zum Leben? Bleibe mal schön bei dir und mache dich nicht abhängig von ihm!

Du schickst ihn nicht zum Teufel, du wünscht ihm ja nichts Schlechtes, es passt einfach nicht, aus völlig logischen Gründen..
 
  • #9
Ihr seid in der Kennenlernphase - und du hast gerade für dich herausgefunden, dass du diese nicht unbedingt fortsetzen möchtest. Alles legitim.

Ich fürchte, dass ein Mensch, der 20 Jahre »im Unfertigen« lebt, dies auch in den nächsten 20 Jahren nicht auf die Reihe bekommen wird. Er macht sich ständig etwas vor, zumal du schreibst, dass er sich jeden Handwerker leisten könnte. Kann auch sein, dass er über die Maßen »sparsam« ist - das wäre mein Ding auch nicht.

Dass er Krebs hatte, sollte dich nicht in die Rolle der Fürsorgerin drängen. Dass er nur noch leben will, ist nachvollziehbar. Doch solltest du nicht der Anker sein, den er dazu braucht.

»Materiell gedacht« ist das alles in meinen Augen nicht von dir. Du stehst (finanziell) auf eigenen Beinen, du hast auch ein Recht auf DEIN Leben - wenn das anders aussieht, als seines, ist auch daran nichts auszusetzen. Was du brauchst, ist ein Anlauf, ihm das beizubringen. Trenne dich, ohne schlechtes Gewissen, wenn du keine Gefühle für ihn entwickelst. Mitleid ist ein schlechter Ratgeber und kippt schnell um ins Gegenteil.

Mit 56 Jahren stehen dir (nicht alle, aber viele) Türen offen. Klammer dich nicht an eine Notlösung!
 
  • #10
nur bleiben, weil man Angst hat, keinen mehr abzukriegen, ist sicherlich die falscheste aller Überlegungen...und was fragst Du uns..Du weißt doch längst, was Du willst..diesen nicht, da er nichts auf die Kette kriegt, Dir optisch nicht zusagt und Du es Dir schön und bequem machen willst..also..die Sache ist doch klar.
 
  • #11
Wenn nach 3 Monaten kein Funke rübergesprungen ist, würde ich einen Mann nicht mehr treffen, ganz unabhängig von allen anderen Umständen.
 
  • #12
@Mann 54,was machst Du wenn Deine Partnerin ohne ihr zutun plötzlich schlimm erkrankt? Dich trennen und alles bis dahin gute über Bord werfen?
Menschen können auch unterstützt werden, ohne dass sich selbst aufgeopfert werden muss oder im eigenen Leben alles "negativ" wird.
Positiv hingegen ist,dass der Kranke nach der Genesung, die leider nicht allen vergönnt ist, keine Zeit mehr mit Charakterlosen Menschen verschwenden muss.
 
  • #13
Ich will auch nichts mit Menschen mit Krebs zu tun haben. Ich brauche keine Krankheit um mich und ich lass solche Jammerlappen auch nicht an mich ran.
Eine Krankheit sucht man sich nicht aus, wünscht sich keiner. Welch verachtende Denkweise du hast Mann 54. Keiner sieht in die Zukunft, vielleicht trifft es dich eines Tages auch.

Aber, die FS soll ihren eignen Weg gehen. Es würde ja ebenso wenig passen, wenn der Mann gesund wäre. Es ist niemandem gedient, wenn du aus moralischen Empfinden bleibst. Er hat sei Leben bis anhin ohne dich gemeistert, er wird es auch in Zukunft ohne dich meistern und wenn er gerne auf einer Baustelle wohnt, darf er das tun.
 
  • #14
Du könntest ihm sagen, dass du dich für ihn freust, dass er so tapfer den Krebs überstanden hat. Du darfst ihm jedoch auch sagen, dass deine Vorstellungen vom Leben und von Achtsamkeit nicht mit mit seinen zusammenpassen. Der Funke ist leider (oder zum Glück) auch nicht übergesprugen.

Vorher darfst du dir aber etwas sagen: Wer 20 Jahre lang in einem Rohbau haust, ist leider nicht wirklich
Weder zu sich, noch zu seinem Partner bzw. seiner Familie. So ein Mensch hat massive Probleme. Von Depression/Antriebslosigkeit, realitätsfernem Eigenbrötlertum bis Geiz ist alles möglich.

Du bist diesem Mann keine langen Begründungen schuldig. Er kann gern darüber nachdeken oder bei Bedarf gern fragen, welche Vorstellungen von Zusammenleben du hast und was du mit Achtsamkeit meinst. Bitte steh zu deinem unguten Gefühl und lass es schnellstmöglich raus. Der Mann ist 61 und bietet dir ernsthaft an, seine scheußliche Behausung in Ordnung zu bringen...
 
  • #15
Hi Zuckerschnecke, du solltest das tun, was dir gut tut, nichts anderes, höre ausschließlich auf dein Bauchgefühl!
Diese ganzen Kandidaten aus dem www. daten auch deshalb online, weil sie im realen Leben keine Chance hätten. Besonders wegen ihrer prekären Wohnsituation, Messytum, oder, oder. Mit 61 sollte man sein Schärflein wohnlich längst im Trockenen haben. Wenn man die finanziellen Möglichkeiten hat, wie dein Bekannter behauptet, würde man es auch niemals soweit kommen lassen. Ich habe mehrere Männer kennengelernt, die bei näherer Betrachtung dann ebenfalls prekäre, verlotterte, stinkende, völlig veraltete und desolate Wohnsituationen boten und denen das kein Stück peinlich war, weil sie meinten, wir wären zusammen und sind schon ein Paar oder weil sie selbst niemals und zu keinem Zeitpunkt anders lebten, ach doch, mit ihrer verflossenen Ehegattin schon, die das wohl immer richtete, das gemütliche Heim. Die Geschichten von früher dazu waren immer toll, erstaunlicherweise.

Was möchtest Du? Wie möchtest du leben. Mitleid ist das falsche Motiv für Beziehung. Bitte achte auf dich!
 
  • #16
Der Mann ist 61 und bietet dir ernsthaft an, seine scheußliche Behausung in Ordnung zu bringen...
Das finde ich fast noch das Schlimmste, wenn er dir das wirklich so kaltschnäuzig ins Gesicht gesagt hat, wie es in deinem Beitrag zu lesen ist.

Dass er nur noch leben will (in seinem Rohbau-Bauernhaus - grusel), sei ihm zugestanden, nur dann eben nicht mit dir. Wie hier schon geschrieben wurde, du bist ihm nichts schuldig. Wenn er glaubt, dass du wegen seiner (überstandenen) Krankheit Schluss machst, bist du natürlich "die Böse", aber da musst du dann kurz durch und gut ist.

w 55
 
  • #17
Du bist in der Kennenlern Phase.....es passt NICHTS für dich........da brauchst du Niemand fragen was du tun sollst.......gehen....ganz einfach......einen Mann den ich nicht anziehend finde....lasse ich doch überhaupt nicht an mich heran......

zu Mann54.....braucht man eh nicht viel sagen......außer hoffentlich wirst du nie krank, wenn du in einer Beziehung bist......wenn die Frau so denkt wie du......bist du ganz schnell alleine........was bist du nur für ein Mensch:(
 
  • #18
Ich kann beim Anblick solcher Wohnsituationen gar nicht mehr über Fortführung einer Beziehung nachdenken...Oder besser ein weiteres Kennenlernen.
Und auch mir ist es schon öfters begegnet.

Da geht sofort ein Schalter auf 0

Einmal war es ähnlich wie bei Dir
Ich wusste er hatte ein altes Haus geerbt und somit bin ich davon ausgegangen, dass die Baustelle dort "neu" war.
Ich lief also über den Estrich und Kabel am Boden und war völlig interessiert, was er hier so alles plante. Mit Anbau zum Garten, den ich durch völlig blinde Fenster kaum sehen konnte.
Kein schlechtes Gefühl in mir.
Erstens lebe ich selbst nicht in perfekter sterilen Umgebung und renoviere wenn selbst mit Familie und weiss: kann auch mal länger dauern.
Ein Raum war fertig: die Küche und da mecker ich nicht über Geschmack sondern trank gerne den Kaffee...
Bis ich beim Trinken in diesen prustete, als er sagte dort seit 20Jahren zu wohnen und zwar genau so!
Als ich meinem Sohn das später beschrieb, meinte dieser ( gerade 18 und Chaos im Zimmer): voll Psycho

Ich finde es sagt fast alles über einen Charakter aus!
Wer auf Millimeter achtet wo etwas steht, passt genau so wenig zu mir, wie jemand der nichts auf die Reihe bekommt und keine "Wärme" um sich herum gestaltet

Die Krankheit erwähne ich nicht, denn sie dauerte keine 20Jahre und vor der Krankheit sah es nicht anders aus.

Das Du mitarbeiten sollst, verbuche ich unter: gefällst Dir nicht, mach selber.

Ich gestehe, dass ein Mann bei mir innerlich direkt von oben zum 0 Punkt durchgereicht wird.
Ich will dann nur weg
 
  • #19
Das Gespräch, wie denn unsere Zukunft aussehen soll, hat ihn nicht sonderlich berührt. Er meint, ich solle halt mit anpacken und könne es mir dann ja wohnlich machen.
Das ist nicht meine Vorstellung von der Zukunft.
Ihr seid in der fortgeschrittenen Kennenlernphase. Es zeigen sich offenbar einige Punkte, bei denen ihr eine unterschiedliche Sichtweise habt. Wenn die Vorstellungen so stark abweichen, dass man keine Möglichkeit für nicht zu große Kompromisse sieht, finde ich ein Beenden fair und legitim.
Krankheit kann kein Kriterium sein. Natürlich nach längerer Beziehung, aber nicht in so einem frühen Stadium. Mitleid ist kein Grund für eine Beziehung.
 
  • #20
Ich wieder:
Nun sind 3 Wochen vergangen, ich danke für eure guten Meinungen.
Eigentlich wusste ich es schon, aber wollte es mir nicht eingestehen.
Ich setzte dem ganzen noch ein Sahnehäubchen auf und verbrachte derzeit 2 Wochen Urlaub mit ihm, um ihn so richtig kennenzulernen.
Das habe ich. Und nun ist es ganz sicher, noch vor Monatsende ist Schluss.
Das passte im Urlaub gar nicht, ich kann nichts empfinden für ihn, er ist rechthaberisch und bestimmend, zudem auch respektlos.
Gut, dass ich das gemacht habe.
Ohne den Urlaub wäre es vielleicht noch wochenlang dahingeplätschert, immer in der Erwartung einer Besserung.
So war es zwar ein bescheidener Urlaub, aber morgen geht es heim und ich bin nun sicher, ab Februar als Single wieder selber ganz für mein Wohlergehen verantwortlich zu sein. :)
Tausend Frösche mußt du küssen, bevor der Prinz dahinter steckt....
 
  • #21
Nö stimmt nicht ... du hast das Märchen nicht richtig gelesen.
Die Prinzessin ekelte sich vor dem dreisten Frosch - der alles von ihr wollte, nur weil er mal eine Kugel aus dem Brunnen geholt hatte,
was für einen Frosch ja auch gar kein Problem war.
Also tagsdrauf kam er angeplatscht, blamierte sie bei Tisch, verlangte sie zu nächtigen (also Sex genannt Heirat) und der empathiebefreite Papakönig (die Ursache ihrer Probleme und ihres langweiligen inhaltsleeren Lebens und Gartenspiels) verlangte DAS der Frauenwelt und seiner Tochter ebenfalls ab!
Im Bett war der Frosch kalt, frech, zudringlich und wollte geküsst werden.
Er drohte ihr sogar mit dem Papakönig - falls sie es nicht tun würde.
Sie schmatzte ihn schnell - ekelte sich - und ... warf ihn entsetzt gegen die Wand.
Und Prinz wurde er erst, nachdem er so richtig mal gegen die Wand gefahren war.
Nicht wegen dem Kuss.
Und auch danach mussten ihm - auf dem Weg zur Hochzeit - noch paar mal die eisernen Klammern aus dem Emotional-Körper aufbrechen ... aber das hat er mit seinem Therapeuten gelöst, der den Wagen steuerte ... also in einer Männer-Kurzeit-Therapie ...
oder war das ein anderes Märchen?
Also in jedem Fall Mädels:
Nicht soviel vorzeitig küssen.
Sondern die Männer wenn sie euch unangenehm sind bitte auflaufen lassen.
So sortiert ihr.
So kommen alle weiter.
Nicht durch küssen.
Samtina