• #1

Sollte ich den Sohn(14) meiner im Juli verstorbenen Partnerin adoptieren?

Eigentlich haben wir vorher nie darüber gesprochen und jetzt, wo sie tot ist, bleibt den Jungen kaum eine Wahl.
Meine Partnerin war ein Einzelkind und ihre Eltern sind auch schon tot. Ebenfalls auch der leibliche Vater des Jungen.

Auf die Idee mit der Adoption brachte mich meine Mutter und somit würde ihn ein Leben im Jugendheim erspart. Natürlich mag ich den Jungen sehr und am WE sagte er zu mir, dass ich auch nach dem Tod seiner Mutter mir eine neue Frau suchen sollte. Jetzt bekomme ich auch schon Datingtipps von einen 14-jährigen.
Am besten eine Blondine, aber keine rothaarige:)
P.S.: Die Mutter war weder Blond noch rothaarig.

Über AE habe ich mir auch nie so viele Gedanken gemacht und jetzt bin ich ein AE Mann, aber so schlimm ist dies jetzt aber nicht. Meine Mutter würde mich unterstützen und sie ist mit 75 auf einmal dann Oma. Da abe ich mehr Unterstützung als so manche AE Frauen.

Wenn eure Partnerin plötzlich sterben würde, würdet ihr dann auch die vorhandenen Kinder adoptieren.
 
  • #2
Das wäre eine sehr grosse Geste von Dir. Leute wie Du verdienen meinen allergrößten Respekt. Du hast dann einen Sohn, was gibt es schöneres.
Hier liest man Beiträge, bei denen der Partner die kranke Partnerin verlässt, von Adoption der Kinder bei eventuellem Todesfall ist da schon mal gar nicht die Rede.
Mach es, ich wünsch Dir und Deinem Sohn das Allerbeste.
 
  • #3
Ich kenne mich rechtlich nicht aus: ist Jugendheim die einzige Alternative oder gibt es dann eine anderen rechtlichen Vertreter für den Jungen?

Ich würde mit dem Jungen reden. Ob er adoptiert werden möchte. Und wenn ja und das so einfach geht, dann würde ich es tun. Ich hoffe mal, dass du auch Platz und Zeit für ihn hast. Auch wenn er "erwachsen" scheint, ist die Pubertät auch für ihn noch eine andere Herausforderung, da die Jugendlichen in diesem Alter alle ihren Platz suchen und nichts mehr wie vorher scheint. (Das ändert sich aber wieder :) ).

Der Junge könnte dann ein Zuhause haben und eine "Familie", die ihn stärkt, ihn unterstützt, ihm zuhört. Ihm hilft, die geeignete Ausbildung zu suchen, ihn aufs Leben vorbereitet...Das ist eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe, die aber auch Freude bereitet.

Ja natürlich würde ich das Kind / die Kinder aufnehmen und adoptieren. Es gehört ja schon dazu, war immer bzw länger dabei. Es ändert sich ja noch nicht mal etwas.
 
  • #4
Wenn eure Partnerin plötzlich sterben würde, würdet ihr dann auch die vorhandenen Kinder adoptieren
Mach das - ich finde das ganz grosse Klasse. Ihr versteht euch, ein 14- jähriger Bub ist an der Schwelle zum jungen Mann.
Du schenkst ihm eine Zukunft in einer Zeit grosser Traurigkeit.

Würde ich das machen ?
Nur, wenn "Töchterchen" das will. Weil sie längst volljährig ist und quasi die Wohnung ihrer Mutter ihren Grosseltern gehört. Sie also ihr Heim behalten würde. Finanziell würde ich natürlich meinen Teil beitragen, keine Frage. Auch dürfte sie immer zu mir kommen - egal wegen was.
 
  • #5
Mein Partner hat keine Kinder, so dass es für mich nur eine rein hypothetische Frage ist.

In erster Linie würde ich es davon abhängig machen, wie sehr ich das Kind mag und wie lange ich es schon kenne und wie gut wir miteinander auskommen.

Gerade in einer Situation wie der deinen, wo das Kind niemanden mehr sonst hat und sonst wohl ins Heim müsste, würde ich es sicher tun.

Allerdings würde ich mich an deiner Stelle vorher noch erkundigen, ob tatsächlich eine Adoption erforderlich ist, um das Kind vor einem Heimaufenthalt zu bewahren oder ob es hier noch andere Möglichkeiten gibt, dass es bei dir bleiben kann.

Denn mit einer Adoption geht ja auch die Verpflichtung auf Unterhaltszahlung einher und es hat erbrechtliche Konsequenzen, soweit ich weiß.

Da würde ich mir an deiner Stelle erstmal rechtlichen Rat einholen.
 
  • #6
Wenn der Junge und du das wollen, warum nicht? Ich für meinen Teil würde da nicht eine Sekunde drüber nachdenken, ich würde es sofort machen. Aber ich bin auch ein bisschen so veranlagt und habe eine Jugend im Heim hinter mir :cool:
 
  • #7
Hallo.
Erstmal mein herzliches Beileid.
Also ich lese ja schon eine große Verbundenheit da raus.
Und wenn da auch sonst niemand ist, fände ich das schon eine sehr gute Sache für beide. Der Junge scheint Dich sehr zu mögen und Du magst ihn ja auch. Und eine gemeinsame Trauerbewältigung ist für euch beide auch von großem Vorteil.
Sicher, da kommen auch Verpflichtungen auf einen zu. Aber ich denke, das Emotionale wiegt das allemal auf.
Würde ich es machen? Wenn eine entsprechende Verbundenheit da ist, auf jeden Fall!
 
  • #8
Mein Freund hat vor ein paar Jahren den Sohn eines Verstorbenen Mitarbeiters adoptiert. Er selbst hatte zuvor keine Kinder. Der Junge hat keinen Bezug zur leiblichen Mutter, welche auch kein Sorgerecht hat. Ansonsten wäre er ins Heim gekommen. Für ihn war es das Beste was ihm passieren konnte. Mittlerweile ist er richtig aufgeblüht.
Ich würde daher zur Adoption raten.
 
  • #9
Lieber Gast
Erst einmal mein herzliches Beileid. Es tut mir leid, dass du solch einen Verlust erleben musst.
Ich kenne mich rechtlich nicht aus, wie einfach das zu machen ist. Und natürlich kannst letztlich nur du die Frage "Soll ich?" beantworten. Es kommt ja auch auf deine Belastbarkeit und auf eure Beziehung an.
Aber als Frau, als mitfühlendes Wesen würde ich sagen, das wäre eine wunderschöne Sache, wenn du das machen würdest. Oder so was wie die Bezugsperson würdest (gibt sicher ein amtliches Wort hierfür).
Der Junge ist nun Vollwaise und es wäre sicher das Beste für ihn, wenn er bei jemandem aufwachsen könnte, den er kennt und mag. Finde es auch schön, dass deine Mama mit helfen würde.
Durch Institutionen und Pflegefamilien hindurch müssen.. das sollte man nach Möglichkeit einem jungen Menschen ersparen.
Alles Gute.
 
  • #10
Ich habe mit meinem Mann ausgemacht, dass er, sollte ich vor ihm sterben, meine Tochter adoptiert. Sie weiß natürlich davon. Ich finde es großartig, dass du dir darüber Gedanken machst und rate dir ausdrücklich zu.
 
  • #11
Wenn Ihr ein gutes Verhältnis habt würde ich ihn auf alle Fälle fragen. Denke, er wird dem zustimmen. Würde aber mit ihm zu einer Beratung gehen was das genau für ihn bedeutet. Vielleicht hat er durch die Adoption ja auch später Pflichten. Vielleicht möchte er sich Zeit lassen und dies erst einmal über seine Oma laufen lassen. Jedenfalls würde ich ihn nicht hängen lassen ob mit oder ohne Adoption . Ich würde mit ihm ein besonderes Verhältnis bewahren. Ist doch schön einen fast erwachsenen dann an der Seite zu haben. Wäre schwieriger bei Kleinkind. Ich würde ihm auch eine Therapie empfehlen zur Trauerbewältigung und fragen ob Du ihn begleiten oder mit reingehen sollst! Ich würde einfach eine schöne Freundschaft pflegen und nicht versuchen Mama oder Papa zu ersetzen
 
  • #12
Wenn der Junge das will, natürlich würde ich das machen! Gerade mit 14 brauchen Jugendliche den Halt und die Liebe der Familie. Er ist kein Baby mehr und in 4 Jahren volljährig. Du würdest mit Sicherheit einiges für dein Leben gewinnen. Das mit deiner Mutter und ihre Unterstützung finde ich auch großartig ! Du hast meinen größten Respekt und ich wünsche euch viel Glück. Er hat keinen Vater mehr und die Mutter ist gestorben. Schlimmer kann es ein Kind nicht treffen. Haltet zusammen und lass' ihn bitte nicht in ein Heim gehen.
 
  • #14
Wenn eure Partnerin plötzlich sterben würde, würdet ihr dann auch die vorhandenen Kinder adoptieren.
Wenn ich eine Frau mit Kindern kennengelernt hätte und wir hätten auch gemeinsame Kinder, oder wir hätten zumindest daran ernsthaft gearbeitet und es wäre etwas (ihr Tod) dazwischen gekommen.

Klares JA!

Bei einer Frau mit Kindern, die aber sagt(e), dass sie mit mir kein (weiteres) Kind haben will und auch niemals ernsthaft über die Möglichkeiten nachdachte, sowas umzusetzen. (vorgeschoben "zu alt", "durch damit", "möchte auch mal wieder mehr Freiheiten", etc.)

Eindeutig NEIN!

Entgegen der hier von Schreibern vorgetragener Meinung, würde ich auch ein "schwieriges Kind" nehmen! Schließlich können eigene/leibliche Kinder auch "schwierig" sein und die würden ja auch bei einem bleiben! Ich würde ein so "geerbtes" Kind wie ein eigenes behandlen, wenn eigene Kinder ein ernsthaftes Theme in der Beziehung waren!
Wenn die Mutter des Fragestellers erst 75 ist, ist der Fragesteller eindeutig noch in dem Alter, in dem eine Familiengründung und eigene Kinder denkbar sind. Wenn die verstorbene Partnerin des Fragestellers in der normalen Altersrelation dazu steht, wäre auch für sie noch alles machbar gewesen! Hier liegt die Crux für ein Ja, oder Nein!

V.m50
 
  • #15
Wer hat jetzt das Sorgerecht? Lebt er bei dir? Seit ihr eine Familie?

Theoretisch kommt auch eine Pflegschaft in Frage aber wahrscheinlich erfüllst du die Kriterien dafür nicht.

Wenn er sowieso ein Team seit und du keine anderen Kinder hast würde ich an deiner Stelle wahrscheinlich eine Adoption anstreben.
 
  • #16
Ohhh, das ist alles total traurig. 😪

Wenn du dich mit dem Jungen gut verstehst wäre es doch wundervoll ihm ein gewohntes Umfeld und „neues“ Zuhause bieten zu können.

Ich würde sagen hör auf das was dein Herz sagt.
Er ist auch schon 14, in ein paar Jahren wird er seinen eigenen Weg gehen und braucht hier und da noch etwas Unterstützung, mal einen guten Rat, eine Finanzspritze etc.

Erkundige dich über alles notwendige was bei der Adoption notwendig wär und wenn dem nichts im Wege stehen würde, frag den jungen Mann doch mal was er davon halten würde.

Finde deine Idee großartig, du hilfst ihm sicherlich sehr damit. 🥰

Wünsche euch alles Gute.

W 26
 
  • #17
Lieber FS, ich weiß jetzt nicht, wie es rechtlich ist aber hat der Junge keinen Vater? und geht es einfach so ein Kind zu adoptieren? Ich denke, der Vater muss ja zustimmen. oder?
Ich weiß, dass ab einem gewissen Alter die Kinder selber entscheiden, sodass sie nicht unbedingt adoptiert werden müssen. In der Schule wollen die Lehrer auch nur mit den jugendlichen direkt sprechen und ab 18 ist er ja sowieso erwachsen.
Wenn Ihr ja zusammen wohnt und wenn der Junge und der leibliche Vater es wollen, kannst du es ja gerne machen aber braucht der Junge überhaupt eine Adoption? Hast du mit ihm darüber geredet und was sagt der Vater des Kindes dazu?
 
  • #18
Wenn er dich mag und ihr euch gut versteht - ohne zu zögern ja!
Wobei Adoption wohl das maximalste ist, was du tun kannst, vermutlich gehen auch Sachen wie Pflegschaft, Vormundschaft oder sowas.
Informiere beim Fachanwalt für Familienrecht oder bei ProFamilia. Zum Jugendamt würde ich erst gehen, wenn du alle Möglichkeiten kennst, denn die handeln nicht unbedingt in deinem Interesse.

W35
 
  • #19
Ich mag das Kind unheimlich und das Kind hat mit seiner Mutter in meinem Haus gewohnt.

Eigentlich wollte ich nie Kinder und habe deshalb mit 30 eine Vasektomie durchgeführt.
Bei mir sind jetzt die Zeichen anders und alle AE-Frauen es können sich auch kinderlose Männer um entwickeln.

Das nächste Problem wäre, dass das Kind bei einer Adoption wie ich die US-Bürgerschaft bekommen könnte, aber ich zwinge das Kind nicht dazu. Er soll selber entscheiden, ob er lieber D oder US Bürger ist.
Natürlich wäre mir eine demokratische Einstellung lieber als ein Republikaner. Mit dem Republikaner habe ich immer in den US-Foren meine persönliche Meinung dazu, wenn sie gegen die Afroamerikaner schreiben. Wenn sie keine Afroamerikaner wollen, dann dürfen sie auch kein Basketball oder Football ansuchen, weil dort über 50 % Afroamerikaner sind. Damm lieber Eishockey oder Skifahren. Wer hat den einen Afroamerikaner beim Skifahren gesehen.
Es gibt auch Nichtafroamerikaner, die Pro-Afroamerikaner denken.

Die rechtlichen Schritte sind eher einfach, weil es keinen lebten Verwandten mehr hat. Vielleicht frage ich auch Donald Trump. Wie sagt er immer Amerika First.:)
 
  • #20
Euer Verlust tut mir leid. Der Junge hat schon viel erleben müssen. Vollwaise mit 14. So wie du es beschreibst, sind deine Mutter und du wahrscheinlich das Beste was ihm in seiner Situation passieren kann. Mach es, wenn dein Herz so fühlt. Du schenkst dem Jungen eine Perspektive, die er dringend brauchen kann. Auch du gewinnst dadurch und wirst sicher viel zurückbekommen. Bald ist er erwachsen und wird eines Tages sicher große Dankbarkeit empfinden.

Wenn eure Partnerin plötzlich sterben würde, würdet ihr dann auch die vorhandenen Kinder adoptieren.
Klares Ja.

Du hast meinen größten Respekt für deine Courage und dein Herz.
 
  • #21
Ich finde es auch eine gute Entscheidung , wenn du es machst FS.aber ihm jetzt hier einen Heiligenschein zu verpassen finde ich übertrieben. Er lebt seit Jahren mit dem Kind in einem Haus.es ist doch eher selbstverständlich dass du das Kind nicht in eine Wohngruppe gibst. Da hat sich doch schon eine Bindung aufgebaut.Ihr seid beide nicht alleine und du hast eine Aufgabe, die dich auch in der schwierigen Trauerphase am Leben halten wird. Alles Gute in dieser schweren Zeit!
 
  • #22
Ich würde es sehr schön von dir finden, weil er jemanden hat, zu dem er "gehört". Außerdem versteht ihr euch sehr gut und es sind auch nur noch 4 Jahre, in denen du verantwortlich für ihn wärst. w,34
 
  • #23
Den Jungen, mit dem du dich gut verstehst und dessen Mutter du geliebt hast, zu adoptieren, wäre eine wirklich große und edle Geste! Frag ihn vorher mal, ob er auch möchte (er wird wahrscheinlich zustimmen), dann informiere dich, wie es geht. Es wäre eine sehr gute Tat.
 
  • #24
Mir geht das Herz auf bei deiner Frage...wenn du denn jungen Mann liebst, das beste für ihn willst also schon etwas papaersatz bist...mach es. Der Kleine hat niemanden mehr und wenn du bereit bist ihn zu unterstützen beim Erwachsenwerden, einfach schön....mein Sohn ist 17 und ich weiss nicht ob sein Vater ihn nehmen würde sollte ich nicht mehr da sein ( aber wer wie was wurde schon vor langem geregelt, ich habe Gott sei dank noch Familie).

Du bringst das Kind als US Bürger oder nicht weiter, nach all dem Schrecklichen was er erlebt hat.

Tu es, die Welt braucht viel mehr so wundervolle Menschen wie dich!!!
 
  • #25
Das nächste Problem wäre, dass das Kind bei einer Adoption wie ich die US-Bürgerschaft bekommen könnte, aber ich zwinge das Kind nicht dazu. Er soll selber entscheiden, ob er lieber D oder US Bürger ist.
Bekommt man heutzutage so einfach die US Staatsbürgerschaft. Kenne mich da jetzt nicht so aus. Muss man da nicht dort geboren sein. Macht das überhaupt einen Sin, wenn er sowieso in Deutschland lebt?

Ansonsten finde ich es richtig, dass du ihn adoptieren willst. Das wäre für ihn ja kein Leben wenn er in ein Heim müsste.
 
  • #26
Wenn Du ihn liebst: ja

Natürlich hast Du dann Pflichten aber die hast Du doch schon seit Jahren

Ein trauriger Anlass aber ihr zwei Männer macht das schon...Oma in der Nähe...perfekt;'-)
 
  • #27
Mein ganz tiefes Beileid.

Das wäre Größe, und wem Ihr beide es wollt - Ja.
Ob es Adoption sein muss oder Pflegschaft ist, müsste man klären. Und hängt davon ab, was Ihr beide wollt.

Nun, er wird sich wohl nicht für Trump begeistern.
Er braucht ein Zuhause, es ist sicher für Euch beide nicht einfach.

Euch viel Kraft und alles Gute.

Randbemerkung - Mein Ex hat über mich 2 Söhne bekommen, ich denke, das bereut er sicher nicht 😉

W, 51
 
  • #28
Für mich wären die finanziellen Belange mit am wichtigsten. Das Kind hat hier Anspruch auf eine Vollwaisenrente, die ihm bei seiner Berufsausbildung sehr weiterhelfen wird. Erlischt der Anspruch bei einer Adoption? Dann wird sich den Fall das Familiengericht und der Beistand, den der Junge bekommt genau angucken.

Vor Trump könnte man vielleicht noch mit einer US-Bürgerschaft angeben, jetzt bekommt man Mitleid.
 
  • #29
Lieber FS,
anders als der Rest der TN breche ich nicht in Lob aus über Deinen Plan, sondern hinterfrage ihn. Nur jemand, der sehr große Zweifel hat, stellt hier Fragen ein. Ok, es gibt auch manche, die nur provozieren.
Eine Adoption ist eine weitreichende rechtliche Angelegenheit und ich habe den Eindruck, dass Du unzureichend informiert bist.

Auf die Idee mit der Adoption brachte mich meine Mutter.
Kann man so machen, muss man aber nicht. Zum einen wird er mit 14 kaum in ein Kinder-/Jugendheim kommen sondern meistens in eine Jugend-WG.
Oft als normal sozialisierter Jugendlicher ohne Auffälligkeiten aber auch garnicht das, sondern das Jugendamt hat keinerlei Interesse sich den nächsten Dauerfall bis weit ins Erwachsenenleben zu schaffen und finanziert ihm ein Internat (ist besser und billiger).
Da ihr euch aber versteht und er bei Dir bleiben will, könntest Du die Pflegschaft für ihn übernehmen.
Du siehst: es gibt einige Optionen zwischen Kinderheim und Adoption und diese solltest Du kennen und für euch prüfen, bevor Du Dich entscheidest.

Die Adoption halte ich, wenn Du sie aus tiefem Inneren und beidseitigem Wunsch (und vollständig über alle Optiuonen informiert) entscheidest für die mit Abstand beste Option für einen Jugendlichen, der sonst komplett allein auf der Welt dasteht. Das wird ihm den benötigten Halt geben.

Wenn eure Partnerin plötzlich sterben würde, würdet ihr dann auch die vorhandenen Kinder adoptieren.
Einmal mehr ist Dein Fall ein Beispiel dafür, dass man unverheiratet nicht ins Blaue leben sollte, sondern sich zu Lebenzeiten zusammen um diese Dinge kümmern und sie regeln sollte. Dann stellen sich solche Fragen nicht und sorgen nicht für Unsicherheiten.

Und ja, ich würde ihn daoptieren, mich fragen was ich sonst noch alles im Leben nicht geregelt habe und es sofort angehen, um den Jungen davon freizuhalten, Dinge entscheiden zu müssen, die er nicht entscheiden kann - auch nicht mit 18.

Ich habe mit meinem Mann ausgemacht, dass er, sollte ich vor ihm sterben, meine Tochter adoptiert. Sie weiß natürlich davon.
Gute Sache, wenn die "Ausmachung" auch rechtssicher dokumentiert ist. Sowas gibt einem Kind große Sicherheit.

Außerdem versteht ihr euch sehr gut und es sind auch nur noch 4 Jahre, in denen du verantwortlich für ihn wärst. w,34
Glaubst Du das wirklich? Dann belies Dich mal zu dem Thema und Du wirst sehen: er ist mit der Adoption sein Leben lang verantwortlich.

Früher nannte man Addoption "an Kindes statt" nehmen und das drückt die rechtlichen Konsequenzen besser aus, als ein nicht verstandenes Fremdwort.
 
  • #30
Lieber FS,
deine Geschichte beschäftigst mich einwenig. Es ist selbstverständlich eine edle Geste, wenn der Junge ein Kind aus ärmlichen Verhältnissen ist. Du wärst dann wie Jean Valjean in Le miserable vom Viktor Hugo. In diesem Fall hast du meine Hochachtung.
Die Geschichte würde natürlich anders aussehen, wenn deine verstorbene Partnerin keine arme vereinsamte und vom Leben benachteiligte Frau war, sondern vermögend. Dann würde das gesamte Geschichte eine andere Note bekommen.
Ich würde auch deshalb Vikky zustimmen.