• #31
Die Ideen mit Wellness-WE und mal einladen zum schick Essengehen finde ich super. Und ich hoffe, sie reagiert dann nicht doof drauf im Sinne von "unnötig".
Eigene Freizeit finde ich wichtig, könnte mir aber vorstellen, wenn Du das nun in dieser Situation einleiten willst, dass sie misstrauisch wird.

Habe ihr aber auch schon mehrfach gesagt, das ich oft keinen Unterschied zwischen den Kindern und mir merke, wenn sie mich mal wieder belehrt bzw meckert.
Da musst Du sehr hartnäckig bleiben und JEDESMAL, wenn sie mit Dir wie mit den Kindern redet oder Dir sagen will, wie Du was zu machen hast, obwohl es auch anders geht und genauso sauber und gut wird bzw. Deine Sache ist, ihr mitteilen, dass Dir der Ton nicht passt oder das Reinreden nicht.

Was ich nicht gut finde, wäre, wenn dem Mann jetzt allein angelastet würde, dass die Partnerin keinen Wert mehr auf Äußerlichkeiten legt und dann aber vorwirft, nicht begehrt zu werden. Ich würde erstmal bei mir gucken, ob ich was ändern müsste. Kann natürlich sein, dass sie das längst gemacht hatte und DANACH feststellte, dass es Dir sowieso egal ist, ob ihre Beine rasiert sind oder nicht, und sich dann erst gehenließ. Wobei es bei den Männern, die ich kannte, nie auf rasierte Beine ankam, aber ich weiß nicht, wie behaart sie ist an den Beinen. Vielleicht ist das wirklich nicht sexy.
 
  • #32
Wir haben keine Luft... Alles machen wir zusammen, wenn es hoch kommt, habe ich 4 Tage im Jahr wo ich etwas ohne Sie mache... Im Alltag kümmere ich mich gerne um Haus und Kinder .. Habe ihr aber auch schon mehrfach gesagt, das ich oft keinen Unterschied zwischen den Kindern und mir merke, wenn sie mich mal wieder belehrt bzw meckert. Auch wenn das jetzt hart klingt, aber seitdem wir zusammen sind, lässt sie sich immer mehr gehen... Sie nimmt immer mehr zu, die Beine werden immer unregelmäßiger rasiert.. Sie stylt sich fast gar nicht mehr ... Alles Dinge über die ich mir bislang keine Gedanken gemacht habe, zumindest nicht bewusst. Ich war bislang nur darauf fokussiert gewesen, endlich wieder Lust für sie zu empfinden
Hey, das ist gut, dass dieser Thread dich zum nachdenken gebracht hat. Das sind keine Kleinigkeiten und natürlich hat das Einfluss auf das Begehren. Insbesondere, wenn jemand mich wie ein Kind, statt wie einen erwachsenen Partner behandeln würde, wäre ich abgetörnt. Wenn ich deine Zeilen so lese, könntet ihr wohl beide etwas weniger "Alltag" gebrauchen. So ein Wochenende, wo die Kids bei den Grosseltern sind. Oder zumindest im Kinderhort eines kinderfreundlichen Wellness Hotels abgegeben werden können (spätestens bei der Aussicht auf einen Swimming Pool rasieren sich fast alle Frauen die Beine..). Als Fernbeziehung konntet ihr euch gegenseitig aus dem Alltag herausreissen. Jetzt müsst ihr daran "arbeiten", dass es wieder Paar- und Rückzugszeiten gibt. Ich wünsche euch viel Erfolg dabei.
 
  • #33
Hallo,

also ich kann verstehen, dass die Situation für Dich nicht leicht ist.
Einerseits bist Du in der Familie eingespannt wie ein Ersatzvater...andererseits scheint sie Dich wie ein Kind zu belehren und zu behandeln. Ich verstehe Frauen die das machen nicht. Wenn ein Mann mich wie ein Papi massregeln wollte... ich wäre sofort weg.

Und damit meine ich jetzt nicht, dass man Kritik und Verletzungen nicht sachlich und auf Augenhöhe ansprechen sollte.

Das mit der offenen Beziehung finde ich keine gute Idee. Es hört sich ein bisschen so an als ob Du Dir dann die eine Frau als "Nest" und die andere für Erotik "hältst" und das wäre für die Beteiligten auf Dauer entwürdigend.

Ich persönlich möchte Dir folgenden Tipp geben: Grenze Dich von Deiner Freundin mehr ab. Sage ihr höflich, dass Du respektvoll behandelt werden möchtest. Ignoriere nicht wenn sie sich im Ton vergreift. Streite niveauvoll mit ihr. Und opfere Dich nicht für ihre Kinder wenn Dir andere Dinge wichtiger sind.

Steh zu Dir! Auch bei Gegenwind. Und bleib selber respektvoll.

Vielleicht kommt die Lust dann wieder? Zumindest klärt sich dann etwas und es wird ehrlicher zwischen euch.

Alles Gute Dir
 
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  • #34
Wie so oft ist das Sexleben auch ein Spiegel für die Beziehung. Du solltest gegenüber deine Freundin deutlicher auftreten als Mann und dich nicht total aufopfern. Auch deine eigene Sachen machen. Damit ist nicht Fremdgehen gemeint. Genauso ihr mal den Rücken freihalten, damit sie was für sich machen kann. Vielleicht schenkst du ihr mal einen Wellnesstag für sich allein. Und dann macht ihr Paarzeit aus, was weiss ich jede 2. Woche ein Abend wo ihr zusammen ausgeht. Und dann schauen was es mit eurer Beziehung macht.
 
  • #35
Für mich ist das klar: aus einer Fernbeziehung (wo man sich nach dem Anderen sehnt) ist eine "normale" Beziehung geworden. Der Alltag, auch noch mit (fremden) Kindern, macht sowieso peu à peu alles kaputt, aus der fernen Freundin/Geliebte ist eine alltägliche "Mutter" geworden, mit entsprechenen Prioritäten. Sicherlich lässt sie sich auch gehen und macht sich nicht mehr "attraktiv" (wie früher). Aus einer Zweierbeziehung ist eine Fünferbeziehung geworden. Ganz normale Entwicklung!
 
  • #36
Sei mal bitte ganz ehrlich zu Dir selbst:
Hat Dein nachlassendes Begehren vielleicht auch mit gewissen Äußerlichkeiten von Dir oder Deiner Partnerin zu tun?

Ist es ihr Charakter, der keine Ruhe lässt, weil sie Dich bevormundet oder gibt es jemanden ausserhalb Eurer Beziehung, der Deine Aufmerksamkeit abzieht?
Ich glaube nicht, dass sich ihr äußerliches verändert hat, seit sie zusammen gezogen sind und die vier Jahre davor hatten sie sich sexuell begehrt. Die Frage ist, was hat dazu geführt, dass er plötzlich keine Lust empfindet mit ihr zu schlafen?

Und die andere Frage wäre, warum kommen Männer immer dazu, dass eine Frau die Männer bevormundet? Jemand kann etwas als Bevormundung empfinden, die gar keine ist!

Das haben wir auch mehrmals hier gelesen und auch ich habe so ähnliches erlebt, dass das sexuelle Interesse nachlässt, sobald ein Paar zusammen gezogen ist. Das wird sogar biologisch begründet, dass Paare so lange miteinander Sex haben, bis die Beziehung fest und sicher ist. Bis sozusagen das Nest gebaut ist. Dann muss sich der Mann (oder auch umgekehrt die Frau um den Mann) nicht mehr sexuell bemühen, um sie dauerhaft zu halten. Mit dem Zusammenziehen ist gleichzeitig ein Gefühl entstanden: jetzt haben wir einander und müssen uns nicht mehr anstrengen, um für einander interessant und attraktiv zu sein, damit der eine die Beziehung nicht beendet.

Ich bin sicher, hätten sie ein LAT-Modell am
gleichen Wohnort gelebt, so hätten sie viel und häufig Sexualität gehabt. Also jede Nacht im gleichen Bett zu schlafen und den Partner immer verfügbar zu haben, ist vermutlich langweilig und nicht spannend. Um sexuelles Begehren zu empfinden und zu spüren braucht es eine gewisse Distanz und es muss die Sehnsucht nach etwas unerreichbarem da sein, welches das Feuer entflammt. Man muss den Partner vermissen und genau das ist immer so, wenn man sich nicht jeden Tag sieht und nicht zusammen lebt. Aber so ist die Sehnsucht bereits gestillt und die Nähe ist dauerhaft vorhanden. Er vermisst nichts!

Paartherapeuten empfehlen sogar Paaren mit eingeschlafener Sexualität getrennte Schlafzimmer zu nehmen, damit sie wieder Sehnsucht nach einander spüren und sich zu begehren beginnen.
 
  • #37
Lieber FS,
bevor du deiner Partnerin vorschlägst, dass du mit anderen Frauen schlafen "darfst", gehe doch zum Arzt und lasse dich untersuchen, es kann doch eine ernsthafte Erkrankung im Hormonbereich bei dir vorliegen. Wäre doch schade, wenn es daran liegt und du deine Beziehung unnötig aufs Spiel gesetzt hast.
Hast du außerdem selbst in letzter Zeit stark zugenommen, so dass sich dein Sexverlangen eventuell deswegen geändert hat?
Oder findet deine Partnerin dich nicht mehr so attraktiv und strahlt es dir als Feedback aus und du hast deswegen weniger Lust auf sie?
 
  • #38
Dann muss sich der Mann (oder auch umgekehrt die Frau um den Mann) nicht mehr sexuell bemühen, um sie dauerhaft zu halten.
Das kenne ich gar nicht.
Heißt es nicht in jedem zweiten Thread, das z.B. eher bindungsunwillige Männer Frauen bei ONS und Affären doch geradezu mißbrauchen, frei nach dem Motto "Er bekommt Sex, ohne auch noch dafür zu bezahlen" ?

Wird also nicht dauernd vorausgesetzt, das der Mann sowieso die größere Sexbedürfnis hat und Sex entsprechend mittebar auch eine Währung ist ?.

Und jetzt heißt es plötzlich, der Mann müsse sich "sexuell bemühen ...." ? Irgendwas passt da nicht zusammen. Das klingt eher danach den vorhandenen Sex besser zu machen. Aber "bemühen" Lust zu haben ?

Was ich aber kenne ist, dass das Begehren nachlässt und ja, das hat auch etwas mit dem Äußerlichen zu tun, wie ich zuletzt selbst herausgefunden habe....
 
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  • #39
Der TE schreibt doch in seinem Post #16, dass sie sich hat gehen gelassen. Zugenommen und sich nicht mehr so pflegt. Für mich verständliche Gründe, dass man jemanden nicht mehr begehrt.
 
  • #40
Der TE schreibt doch in seinem Post #16, dass sie sich hat gehen gelassen. Zugenommen und sich nicht mehr so pflegt. Für mich verständliche Gründe, dass man jemanden nicht mehr begehrt.
Was soll denn das für eine Potenz bzw. seltsames männliches Begehren sein, wenn diese nachlässt oder nicht mehr da ist, wenn die Frau 2 kg, 5 kg oder wie auch immer zunahm?
Zum Nichtpflegen schrieb er das mit den Haaren auf den Beinen. Selbe Frage was soll das für eine Potenz sein, wenn sie weg ist, wenn sie sich nicht täglich enthaart?
 
  • #41
Du willst doch gar keine offene Beziehung, sondern deine Freundin soll dir den Sex mit fremden Frauen erlauben.
Eine offene Beziehung wäre es, wenn sie Lust auf andere Männer hätte. Sie will aber offenbar Sex mit dir, ihrem Lebensgefährten, und das können andere Männer nicht aufwiegen.
Häh?
Verstehe ich das richtig: eine offene Beziehung ist es für @Jana_09/15 nur, wenn die Frau mit mehrere Männern sexuell verkehren darf, umgekehrt nicht?

So wie der FS gefragt hat, läuft es natürlich auf Gegenseitigkeit und nicht auf einen Freifahrtschein nur für ihn hinaus. Und Gegenseitigkeit wäre dann keine "offene Beziehung"?
Ich bin ehrlich verblüfft über die Doppelmoral, die ich manchmal vorfinde.

Abgesehen davon sind offene Beziehungen so ziemlich die Königsdisziplin bei zwischenmenschlicher Kommunikation und Einfühlungsvermögen. Nur wer extrem gut darin ist, wird nicht scheitern.
Da ist Polyamourie leichter, weil deren Protagonisten ja schon mit der entsprechenden Einstellung in die Beziehung gehen, im Gegensatz zur Öffnung einer Beziehung nach längerer Zeit.

Mensch50
 
  • #42
Hallo Timme,
zunächst mal finde ich es wichtig darauf hinzuweisen, dass das Abnehmen der Lust auf Deine Partnerin nicht per se DEIN Fehler ist. Bei Frauen ist es aus biologischen Gründen vorgesehen, dass deren Begehren nach demselben Partner über die Jahre (besonders nach der Geburt eines Kindes) nachlässt um die eigenen Gene möglichst mit einem neuen Mann zu vermischen. Dies nennt man in der Konsequenz dann serielle Monogamie. Bei Männern, die weniger zur seriellen Monogamie, als viel mehr zur Polygynie, der Vielweiberei neigen, gehört Vielfalt zum bevorzugten sexuellen Programm. Der sogenannte "Coolidge Effekt" wurde an Rattenmännchen nachgewiesen, nämlich dass wiederholter Geschlechtsverkehr mit demselben Weibchen den sexuellen Appetit des Männchens dämpft. Andererseits ist eine gleichbleibend hohe sexuelle Aktivität zu beobachten, wenn immer andere Weibchen angeboten werden. Es liegt also die Vermutung nahe, dass Dein sexueller Appetit nach Deiner Partnerin wahrscheinlich wieder steigen wird, sobald Du mit anderen Frauen verkehrst. Vielleicht hilft diese Argumentation ja bei der Durchsetzung Deines Wunsches nach einer offenen Beziehung.
Viele Grüße und Daumendruck!
Vega (m38)
 
  • #43
sobald Du mit anderen Frauen verkehrst. Vielleicht hilft diese Argumentation ja bei der Durchsetzung Deines Wunsches nach einer offenen Beziehung.
Viele Grüße und Daumendruck!
Bestimmt! Ich vermute, dass er bald mit so vielen Damen Sex haben könnte, wie er finden kann, wenn seine Anziehungskraft als Single denn genauso hoch ist wie als gebundener Mann, der schon mal ein Weibchen sicher hat. Nun dürfte es wohl ander Zeit sein, in der Bezihung mal reinen Tisch zu machen, und auch die Frau darf sich entscheiden, ob sie ihr Rattenmännchen auf andere Frauen loslässt.
 
  • #44
Ich habe allerdings einige solcher Paare kennengelernt. Das schien für den Moment erstmal sehr offen, aber letztlich war es bei allen so, dass sich die Frau darauf eingelassen hat, weil der Mann es wollte und sie ihn nicht verlieren wollte. Und diese Beziehungen sind letztlich auch alle gescheitert ...

Meine aktuellen Probleme die ich hier breit und episch auswälze sind zum Teil die Folgeschäden einer ähnlichen Konstellation.

Keine offene sondern eine polyamore Beziehung. Insider werden jetzt vielleicht sagen, dass beides total unterschiedlich und nicht vergleichbar ist, denn polyamore Beziehungen entspringen der Liebe (?)

Tatsächlich lassen sich Menschen auf solche Konstellationen aus Liebe ein obwohl dieses Konzept im Widerspruch zu ihren Gefühlen steht. Möglicherweise eine Selbsttraumatisierung. Angst beherrscht dann Folgebeziehungen.

Mein Unbehagen gegenüber "modernen" Konzepten wie offenen Beziehungen bestand schon vor diesem traurigen Einblick. Jetzt bin ich darin bestärkt, dass solche Konzepte Menschen sehr viel Unglück bringen können.
 
  • #45
Ich kann dich sehr gut verstehen. Ich habe ehrlich gesagt wenig Respekt vor Frauen, die sich in einer Beziehung gehen lassen (was das Aussehen angeht), den Mann bemeckern und belehren. Für mich ist das pure Arroganz (ich hab ihn eingefangen, nun brauch ich mich ja nicht mehr bemühen). Wenn sie überarbeitet ist, könnte sie ja etwas dagegen tun (z.B. mit dir über die Finanzierung von Haushaltshilfe, Putzfrau, Kinderfrau sprechen) - tut sie aber nicht. Dass der Mann unter solchen Umständen irgendwann weg ist oder fremdgeht, ist völlig klar. Es ehrt dich, dass du dir noch so viel Mühe gibst, obwohl ihr verhältnismäßig kurz zusammen seid.

Eine offene Beziehung finde ich hier keine Lösung, denn sie will ja (momentan) dich und keinen anderen. Ich glaube aber auch nicht, dass man die Gefühle hier wieder "wecken" kann, dazu schreibst du schon viel zu emotionslos und hast zu lange gewartet. Ich rate Dir zur Trennung, denn mit dem demütigenden Vorschlag einer offenen Beziehung verletzt du sie MEHR.
 
  • #46
Du möchtest Sex, aber nicht mit deiner Partnerin? Warum ist sie dann deine Partnerin? Liebe scheint ja nicht vorhanden zu sein! Sei ehrlich zu ihr, sag ihr, was du dir wünscht und sie hat die Chance dich vor die Tür zu setzen.
 
  • #47
Was wenn du ihr vielleicht einmal ein Wellnesswochenende mit einer Freundin schenkst, mit Mani- & Pediküre, Friseur und dem allem, vielleicht findet ihr da auch Betreuung für die Kinder. Sie hat Entspannung & tut gleichzeitig etwas für sich
Wieso soll er ihr ein Wellness-Wochenende schenken? - Damit er aus ihrem Einflußbereich gelangen kann und ein paar schöne Stunden mit Kumpels verbringen kann? - Kumpels, die er wahrscheinlich schon gar nicht mehr hat, weil er 361 Tage im Jahr zu Hause sein mußte, um mit ihr gemeinsam das Haus und die Kinder zu hüten?

Ich denke, es ist schon so, wie es allgemein bekannt ist: eine alleinerziehende Frau (und schon gar nicht mit 3 Kindern) sucht keine Beziehung - sie sucht Hilfe.
Die hat sie im FS gefunden und nunmehr ist der Köder nicht mehr notwendig. Außerdem wird er mittels der Waffen der Frau erzogen und wie ihre Kinder angesprochen (nach Worten des FS).
Es ist quasi der klassische Verlauf - ein Ansatz, wie er üblicherweise waidmännisch auch bei der Lockjagd gehandhabt wird.

mMensch50
 
  • #48
Vielleicht sollte man mit Blick auf Statistiken und unsere persönlichen sicher ähnlichen Erfahrungen sagen:

'Da klassische/monogame Beziehung statistisch dazu tendieren, (eher) früher oder (als) später zu enden und nur ein winziger Bruchteil an Paaren tatsächlich bis zu ihrem Tod [glücklich] zusammen bleiben, wäre es interessant in die Zukunft zu blicken, um dort zu erfahren, wie andere Beziehungsformen aussehen könnten, bzw. aussehen werden. Oder ob die klassische/monogame Beziehung in ihrer heutigen Form zukünftig sogar zu einer Randerscheinung wird. Und ob diese (zukünftigen Beziehungen) länger Bestand haben, als die uns bekannte, gängige/klassiche/monogame Beziehung, die nach 3 - bis 7 Jahren wieder endet.'

Die Wahrscheinlichkeit, dass eine heutzutage 20 jährige Frau den Freund den sie liebt (und der sie liebt), heiratet und den Rest ihres Lebens mit ihm verbringt, ist verschwindet gering. Das passiert sehr selten. Trotzdem leben und erleben wir gut funktionierende und leidenschaftliche/erfüllende Beziehungen genau unter dieser Prämisse.

Ehen die zwischen 2006 und 2017 geschieden wurden dauerten durchschnittlich 15 Jahre. So wie es während der letzten Ehephase eine Zeit des Auseinanderlebens gegeben haben wird, wird es es bereits vorweg eine gemeinsames Ehevorleben gegeben haben. Beides gleicht sich gegenseitig aus. Andere mögliche Messgrößen für die Dauer monogamer Beziehungen sind mir nicht bekannt. Unabhängig davon finde ich eine durchschnittliche Dauer von 15 Jahren nicht kurz sondern relativ lang.

An Messgrößen für die (höhere) Beständigkeit offener Beziehungen (die natürlich bedingt eine tote Ehe formal verlängern können) oder polyamorer Beziehungen fehlt es völlig. @Allzeit ggf. kannst du dazu etwas beisteuern?

Die offenen bzw. polyamoren Beziehungen die mir bekannt sind haben alle wesentlich stärkere destruktive Elemente als die meisten monogamen Beziehungen in meinem Umfeld. In der Regel bildet dort ein egomaner Selbstverwirklicher den Mittelpunkt.

Es gibt Überlegungen, dass die Hauptriebfeder von Polymaorie Angst ist. Die Angst verlassen zu werden, verhindert, dass der Polyamore sich auf nur einen Beziehungspartner festlegt. Durch einen Pool von Partnern schließt er zumindest theoretisch aus, dass er jemals allein ist. In der Praxis kann es aber zum totalen Crash des gesamten Beziehungsnetzwerks kommen und dann?

Angst basierte Beziehungsarten (Polyamorie) oder Beziehungskosntrukte die eine tote Primärbeziehung verlängern sollen (offene Beziehung) sind in sich destruktiv. Soll das die Alternative zur monogamen Beziehung sein?

Wenn ich hier etwas übersehe oder falsch sehe, bitte ich um Kritik durch Befürworter von Alternativen zur monogamen Beziehung wie z.B. @Allzeit oder @Andreas1965 . Bezüglich anderer Meinungen bin ich völlig offen ;)
 
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