G

Gast

Gast
  • #1

Sollte intensive Beziehung selbstreflexives, wie z.B. Therapieinhalte, tragen können ?

Was ist, wenn Nähebedürfnis ungleich und einer/ den letzten Meter nicht zulassen kann ? Ist das Verlangen, Alles - den Rest des *sich-nicht-öffnen-können* herauszukitzeln, beschädigend ? Autarkie/Abrenzung/Raum geben - (laut herschender Meinung) - ein Erfolgsrezept? Denn - warum sollte man diese Nähe überhaupt wollen? Symbiotisches wiederholen wie in Vergangenem? Beschädigt dieses Einlassen die Phantasie, den Sex, Selbständigkeit ? Sind unreflexive Partnerschaften mit bewusst gesteuert mittelmässiger Komplexität (...Alltag, Kinder aus früherem Leben, Beruf, Geld, ) tendentiell erfolgreicher ? Danke von m 43
 
G

Gast

Gast
  • #2
Wer sich sehr nahe kommt wird verwundbar. Jeder hat so seine " Stellen" an denen er besonders empfindlich ist aus der Vergangenheit. Herauskitzeln ist m.E. der falsche Weg. Aufeinander zugehen, Schritt um Schritt Vertrauen schaffen, geben, bekommen damit man sich wirklich kennt, dann gehen vielleicht die Türen auf durch die wir alle gerne gehen würden ;-)
 
G

Gast

Gast
  • #3
Lieber FS,

Sowohl zu wenig Nähe als auch zuviel davon kann für die Beziehung schädigend sein.
Es kommt nur darauf an inwiefern man sich darauf einigen kann und das ist von Paar zu Paar
verschieden.
Sollte man sich nicht einig sein, dann ist selbstreflexives Verhalten und therapeutische Unterstützung
manchmal ratsam.
Ein bisschen weniger Grübeln lässt manchmal mehr Raum um zu leben und zu lieben.
Das ist meine Meinung und ich übe auch noch...

Alles Gute w(im besten Alter)
 
G

Gast

Gast
  • #4
Ja, ich wünsche mir einen Partner, der genau wie ich, Therapieerfahrung hat und dadurch mit Selbstreflexion einfach mehr anfangen kann.

Ich denke, dass so eine Beziehung mehr Chancen hat, eine Beziehung bzw. Partnerschaft zu werden, wo auch über das Nähebedürfnis gut reflektiiert werden kann, wenn es unterschiedlich ist.

100% gleiches Nähebedürfnis gibt es m.E. nicht, aber Frau und Mann sollten in der Lage sein darüber richtig sprechen zu können,um so viel Nähe wie möglich zu finden, was m.E. auch gute Auswirkungen auf den grauen Alltag hat.

Empfehlen kann ich sehr dazu das Buch: Die Wahrheit beginnt zu zweit.

Diese Buch gehört für mich zum Grundwissen eines Singles, was er/sie aneignen sollte.

w (46)
 
G

Gast

Gast
  • #5
Ehrlichkeit ist wichtig. Empfindungen zugeben. Wenn ich über etwas nicht reden möchte, sage ich das.Mit der Begründung warum ich das nicht möchte, z. B. mir ist das peinlich, oder das schmerzt, oder ich möchte so schnell nicht meine Fehler erörtern. Das Gegenüber fühlt sich dann nicht ausgegrenzt und kann dann mit der Situation umgehen. Aller zerreden macht nur ein ungutes Gefühl und nimmt die rosa Brille zu schnell. Es hat doch etwas zerstörerisches, wenn ständig Probleme gewälzt werden müssen. Vom Reden verschwinden die nicht.
 
  • #6
1. Deine Frage ist sehr kompliziert und unverständlich gestellt. Ich weiß nicht genau, was Du eigentlich willst. Ich könnte mir vorstellen, dass so ein Gerede viele potentielle Partner abschreckt.

2. Nähe ist überaus wichtig. Partnerschaft sollte Geborgenheit, Zusammengehörigkeitsgefühl, Intimität, geistige und körperliche Nähe vermitteln. Aufrichtigkeit, Authentizität, Offenheit sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche, dauerhafte Partnerschaft.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Ich faende das abschreckend. Gut, natuerlich ist es von Vorteil, selbstreflexiv zu sein. Aber eine Rhetorik, die Komponenten von Eso- oder Psycho-Waffle hat, faende ich konterproduktiv. Meine, wenn es hart auf hart kommt, muss man schon die richtigen Worte finden. Aber wenn mir eine Frau gegenueber sitzt, die frueh solche Worthuelsen auffaehrt, wuerde ich die Beine in die Hand nehmen.
 
  • #8
Hier habe ich den Eindruck, dass jemand irgendwelche "Psycho-Bücher" zwar gelesen aber nicht verstanden hat und das Forum um Aufklärung bittet.
Viel interessanter fände ich es, lieber FS, zu erfahren, was dies für dich persönlich bedeutet und was du eigentlich wissen möchtest.
 
G

Gast

Gast
  • #9
Hallo FS,

Ich würde rein intuitiv erst mal sagen diese Art von Selbstreflexion die Du wohl meinst, gehört in die Therapie. In der Partnerschaft kann das sehr verletzend sein, je nachdem was Du durch die Selbstreflexion dort bei Dir erarbeitest.

Wenn es beide wollen, kann ein solches Gespräch hin und wieder sicherlich zur Lösung mancher Missverständnisse beitragen. Jeden Tag und sozusagen als Ritual in der Beziehung fände ich das aber dann doch eher belastend.

Vor allem schaffen diese Gespräche nicht unbedingt eine intime Nähe zwischen Partnern. Es kann auch Distanz stiften wenn die Beziehung auf diesem ... sorry... "verkopften" Level abläuft.

Mehr Romantik und weniger Psychologie....

Wäre mein Erfolgsrezept

w45
 
G

Gast

Gast
  • #10
Lieber FS,

Du stellst ja mehrere Fragen auf einmal.
Selbstreflexivität ist doch wunderbar, sozusagen ein Reifezeichen. Allerdings kann mit zu viel Nachdenken über sich selbst sich sehr im Weg stehen. Und dem anderen. Also: man kann damit bewußt oder nicht - sich dem anderen vom Hals schaffen und Nähe verhindern.
Vielleicht bist Du Dir noch nicht sicher, wie weit Du Dich einlassen und Nähe zulassen willst.

Inhalte aus der therapiestunde würde ich so ohne Weiteres nicht 1:1 weitererzählen. ich glaube, dass das nicht viel bringt, dem Partner auch nicht hilft. was allerdings hilft ist, wenn Du durch die therapie anders an etwas oder deinen Partner heranzugehen wagst als bisher. Dann merkt Dein Gegenüber den Effekt der Therapie- reicht doch.

Reden ist ja schön und gut, man kann aber auch Vieles zerreden. Klarer gestrickte Menschen, also diejenigen, die nicht so sehr rationalisieren und intellektualisieren, haben es manchmal mit den Gefühlen leichter. Manchmal sind diese aber evtl. vergelichsweise impulsiv oder unabgegrenzt- dann haste wieder ein Problem.....

ich würde Dir empfehelen - so wie das schon einige vor mir taten-, den Kopf mal auszuschalten.
 
G

Gast

Gast
  • #11
zu #8

Das Erfolgsrezept, mehr Romantik und weniger Psychologie, kann erst dann funktionieren, wenn beide Partner in einer Beziehung auf einem ähnlichen Level sind.

Allgemein:

Selbstreflexion kann nie verletztend sein. Warum sollte sich ein Mann an meiner Seite verletzt fühlten, wenn ich mich selber hinterfrage oder sogar ihn hinterfrage? Ein emotioanl reifer Mensch muss damit umgehen können.

zu #9

Hast du persönlich Therapieerfahrung?

Ich denke schon, dass man in einer guten Beziehung, die kann man auch zu einer Freundin haben, auch einem Mann/seinem Partner Dinge aus der Therapie erzählen sollte. Was spricht denn dagegen? Woher willst du wissen, ob es was bringt oder nicht?

Ich habe mal gelesen, wer dem angeblich zu viel Reden, ein ZERREDEN zuschreibt, ist nicht in der Lage, über gewisse Themen ausführlich zu diskutieren. Auf deutsch gesagt, es gibt kein Zerreden. Es gibt Menschen, die können stundenlang über das Gleiche sprechen und fühlen sich wohl dabei. Zerreden die dann ein Thema?

Es gibt die Menschen, die intellektuell oder gefühlsmäßig nicht in der Lage sind, über ein Thema/Problem so lange zu diskutieren, bis für beide Seiten ein zufriedenstellendes Ergebniss gefunden wurde. Wenn sich zwei Menschen auf dieser nicht tief gehenden Basis treffen und damit leben können, ist doch in Ordnung.

w (47)
 
G

Gast

Gast
  • #12
Ich finde die Frage auch recht unkonkret und etwas unverständlich. Ein paar Informationen mehr wären hilfreich.

Generell halte ich Selbstreflexivität für etwas positives. Dagegen glaube ich, dass "unreflexive" Beziehungen wenig Erfolg versprechend sind, da keine Entwicklung möglich, im Falle eines Konfliktes eher zu einem Treten auf der Stelle und großer Frustration führt und somit das Scheitern schon fast vorprogrammiert ist.

Ein sich nicht öffnen können, kann bei einer bereits länger andauernden Beziehung ein Zeichen sein, dass man nicht zusammen passt, bei einer frischen Beziehung, dass noch mehr Vertrauen aufgebaut werden muss, um Nähe zulassen zu können. Das kann ich mir insbesondere bei Belastungsfaktoren, wie Scheidung, Kindern aus vorherigen Beziehungen oder schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit vorstellen. Allerdings sollte man in diesem Fall nach einigen Wochen oder Monaten eine Entscheidung fällen können, ob man gewillt ist, sich langfristig auf eine/diese Beziehung einzulassen.
 
Top