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  • #1

Sollte man bei der Partnersuche seinen Ansprüchen treu bleiben?

Las vor einiger Zeit in dem Buch "Warum bin ich noch Single" von Susan Page folgende Passage: So lange Sie Single sind, werden sie immer wieder zu hören bekommen, deine Ansprüche sind zu hoch und mal sollte sie herunterschrauben um Erfolg zu haben. Nur Erfolg wobei? Am Ende etwas zu bekommen, dass man nicht haben wollte, was für ein Erfolg wär das? Eine Frau, die einen Mann wünscht, der gepflegt ist, gut angezogen, beruflich erfolgreich und viel Zeit mit ihr verbringen möchte sind doch ganz normale Ansprüche. Sollte sie sich etwa einen Partner wählen, der ungepflegt ist, beruflich ein Looser, ewig in Gammeljeans herumläuft und nie Zeit für einen hat? Ansprüche sind ein wichtiger Aktivposten bei der Partnersuche und man sollte jeden "sausenlassen", der diesen nicht gerecht wird, denn mit einem "Kompromiss" wird man auf Dauer auch nicht glücklich.
 
  • #2
Man sollte zunächst mal herausfinden, welche Ansprüche man selbst erfüllen kann. Eine absolut zuverlässige und sichere Antwort wird man auf diese Frage nie bekommen, aber an einer hinreichend genauen Antwort sollte man schon arbeiten.

Die eigenen Ansprüche orientieren sich daran, was man selbst zu bieten hat. Wer einen ziemlich schlechten optischen Marktwert hat, braucht nicht unter den Schönheitsköniginnen und -königen nach einem Partner suchen. Wer selbst einen Hauptschulabschluss hat, wird es in der Regel unter Uniabsolventen schwerhaben. Da muss man dann schon auf anderer Ebene außergewöhnliche Qualitäten aufweisen.

Ich glaube, lieber Fragesteller, dein Beispiel kommt in der Praxis nicht sehr häufig vor. Die wenigsten laufen Gefahr, "aus Versehen" zu weit nach unten zu suchen. Vielmehr laufen die allermeisten Gefahr, zu weit nach oben zu suchen.
 
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  • #3
Liebe FS

Das sehe ich auch so.Ich w.49 bin auch sei 2 J. Singel, zwischendurch hatte ich eine Beziehung
und musste sehr viele Kompromisse eingehen. Deshalb habe ich dann auch die Beziehung beendet.Jetzt bin ich wieder ein glücklicher Singel kann tun und lassen was ich will... was wichtig ist das man ein Freundeskreis pflegt und viel zusammen unternimmt.
Bevor ich mich auch auf Männer einlasse die nicht meinen Vorstellungen entsprechen, will ich lieber gar keinen.Ich habe gelernt auch allein zurecht zu kommen.
Ich träume auch noch immer von Mr. Right,wenn ich aber schon bei anderen Männern Kompromisse eingehe, die doch nicht mein Favorit sind werde ich nie Mr. Right kennenlernen...!
 
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  • #4
Liebe FS,

ich finde diese Ratschläge, man solle "die eigenen Ansprüche herunterschrauben", auch unpraktikabel, ausser es handelt sich um völlig überzogene Ansprüche. Du bringst es mit Deinen Beispielen genau auf den Punkt!
Es wird ja auch gerne akademisch gebildeten und erfolgreichen Frauen empfohlen, sich bildungsmässig und die "Finanzkraft" betreffend nach unten zu orientieren, damit sie dort dann einen Partner finden.

Auch ich frage mich, was soll ich denn mit dem Mann "da unten" anfangen??? Ein wirklicher geistiger Austausch ist mit einem bildungsmässig und geistig unterlegenen Mann nicht dauerhaft möglich, ausser man selbst stellt sein Licht ständig unter den Scheffel, was in meinen Augen auch ein Belügen des Partners ist. Hobbys und Interessen differieren dann meist auch gewaltig (ganz krass: er Fussballplatz, sie Kunstausstellung). Also was bleibt denn dann noch übrig für eine Beziehung. Liebe und Sex? Wenn ich einen stark übergewichtigen Partner nähme, dann noch nicht mal Sex, weil es mir so ekelt, dass ich es nicht könnte...
Das ist mir nicht genug, bevor ich mich auf so einen faulen Kompromiss einlasse, bleibe ich lieber allein! Und zwar, ohne zu jammern!

"Ansprüche runterschrauben", das ist, als wenn ich nicht genug Geld für mein Traumkleid dabei habe und mir stattdessen einen viel zu grossen Hosenanzug kaufe, dessen Farbe mir nicht steht, nur weil er preiswerter ist. Gut, ich laufe dann nicht mehr nackt rum, aber wohl fühl ich mich in dem Dingens eben auch nicht. Da spare ich lieber noch oder suche so lange, bis ich das Traumkleid für einen Preis, den ich bezahlen kann, finde.

Ich denke, ohne dass ein Minimum an Ansprüchen erfüllt sein muss, sonst macht man sich total unglücklich! Unglücklicher, als man es als Single wäre... ;-))
 
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  • #5
ja, ihr Lieben Forumis, so sehe ich das auch.
Und das Beste kommt erst jetzt: Je älter man wird, desto bewusster wird man sich.
Lieber wenige - dafür erlesene (!!!) Gesellschaft, als nur schlechte, oder solche Kompagnie, für die man sich verbiegen muss!
Und das nicht nur in Bezug auf Partner!

Gruß, weiblich, überzeugt
 
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  • #6
Einige Forenprotagonisten bringen ja grundsätzlich die Themen wie Marktwert bei der Partnersuche etc. an den Start!
Letztendlich ist es doch so, NIEMAND aber auch wirklich NIEMAND hier macht irgendwelche Kompromisse bei der Partnerwahl. Und das ist auch gut so.
Kompromisse kann manch machen, wenn man jung ist. Je älter man wird, desto mehr entwickeln sich die eigenen Lebensentwürfe.
Und so bleiben die meisten sehr,sehr lange, wenn nicht sogar für immer, Suchend!
Ich bin ein Mann, Ende dreissig, bringe eigentlich alles mit! Erfolgreich im Job, keine unverarbeiteten Beziehungen, kinderlos, durchaus attraktiv (ich weiß, das liegt im Auge des Betrachters), sportlich, habe mein Leben fest im Griff.
Leider durch Job (eigene Firma) sehr ortsgebunden, ich hab' die Suche nach einer Partnerin mittlerweile aufgegeben.
Ich stehe dazu, gewisse Ansprüche zu haben. Die sind zwar nicht unüberwindbar, aber ein paar Basics müssen halt stimmen.
Aber jemand nehmen, nur weil's so sein muss, nee, nee....da sage ich dankend Nein!
Das bringt doch beiden nur eine unglückliche Partnerschaft! Trennung vorprogrammiert!
Wie singt Element Of Crime so schön - Nicht auf jeden Eimer passt ein Gesicht!
Ist viel Wahres dran...
 
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  • #7
Ich kann mich dem allgemeinem Tenor hier nur anschließen. Bin schon 3 Jahre Single und habe natürlich auch zu hohe Ansprüche (sagt Mann/Frau).

Gehe leidenschaftlich gerne tanzen. Mein derzeitiger Tanzpartner und ich passen auf der Tanzfläche optimal zusammen. Ich werde häufig gefragt, ob wir ein Paar sind, weil wir auf unsere Umwelt so harmonisch wirken und er sich, was offensichtlich ist, ernsthaft für mich interessiert. Er ist ein gut aussehender Mann und ich habe mich ernsthaft bemüht, bin mit ihm Essen gegangen, wir waren abens tanzen - er hat mich in sein Haus eingeladen, mir eine Reise zu einem Weinfest übers WE angeboten - aber was soll ich sagen, Liebe kann man nicht erzwingen. Mein Herz schlägt nicht für ihn.

Ich bin davon überzeugt, dass nur der jenige der seinen Ansprüchen treu bleibt, auch das finden kann, was er für sich erhofft.
w (44)
 
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  • #8
Liebe FS
Ich kann dir voll und ganz beipflichten. Warum soll ich meine Ansprüche runterschrauben? Ich sollte mir natürlich genau überlegen, was ich möchte und was ich auf keinen Fall möchte.
Wenn mein Anspruch ist, dass mein Mann mindestens 180 cm groß sein muss, dann kann ich mir überlegen wie wichtig das ist und ob nicht 175 cm bei meiner eigenen Größe von 168 akzeptabel wäre. Bin ich aber selbst 182cm, werde ich wahrscheinlich die Ansprüche nicht runterschrauben können.
Also überdenken ja, aber wenn ich sie überdacht habe, dann behalte ich mein Anspruchsdenken auch bei.
Ich will keinen Raucher, ich will keinen Mann, der weiter als 100 km entfernt wohnt, ich will keinen Mann unter 170 cm und ich will keinen Mann, der bildungsmäßig weit unter mir steht.
Fertig und aus. Dann bleib ich lieber alleine und bleibe mir treu. Ich brauch keinen Mann um jeden Preis, da wäre ich nur unglücklich.

@1:
Da kann ich dir absolut nicht recht geben. Meine Ansprüche an meinen zukünftigen Partner haben absolut nichts mit dem zu tun, was ich selbst zu bieten habe.
Wer sagt denn, dass ich selbst schlank sein muss, wenn ich einen schlanken Partner möchte? Es gibt genügend schlanke Menschen, die gerne einen molligen Partner hätten oder umgekehrt. Es gibt genügend Akademiker, denen es egal ist, ob sein Partner studiert hat oder nicht. es gibt genügend Sportler, denen es egal ist, ob der Partner eine Sportart betreibt.
Es ist ein Irrglauben, dass der Partner so ähnlich sein sollte wie ich.
 
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  • #9
Ich (m 46) würde ansprüche herunterschrauben mal anders definieren, und zwar folgendermaßen. Mal die oberflächlichkeiten hinterfragen ist es wirklich so wichtig ob jemand blond oder schwarzhaarig ist? oder der wunschpartner wirklich min 1,80 groß sein muß, wenn ich selbst 1,65 bin? das könnte ich noch beliebig fortsetzten. Es gibt grundsätzliche Eigenschaften die ich auch für sehr wichtig halte und da würde ich auch keine Kompromisse machen wollen. Aber das sind eher eigenschaften wie oben schon erwähnt sauberkeit und auch die Bildung sollte auch einigermaßen auf gleicher höhe liegen das gefühl und die gegenseitige anziehung sollte vorhanden sein. Ich würde jetzt z.B. keine Frau von vorneherein ausschließen nur weil sie statt blond und langhaarig, dunkel und kurzhaarfrisur hat ich versuche die person erstmal bei einem oder vieleicht mehreren dates möglichst vorurteilsfrei kennenzulernen um den Menschen der dahintersteckt richtig kennenzulernen. Denn meine neue Partnerin ist eigentlich vom aussehen her das gegenenteil meiner ursprünglichen Suche, aber alles andere passt so toll das ich total glücklich bin.
 
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  • #10
Wer sich an der blanken Optik festsaugt wird nie fündig. Was sagen mir Körpermasse, Haarfarben oder ein Foto über eineFrau ? Nicht mehr als ein erster Eindruck. Erst die Stimme, Aura, Gestik, Mimik , das geistige Niveau macht das Paket perfekt. Zum Niveau gehört Bildung, ein fundiertes Leben und eine vergleichbare Vita. Eine typische Singlefrau ohne Kinder, ohne Eheerfahrung hat vollkommen anders gelebt wie ich bisher, in der Regel passt es dann halt auch nicht .

Natürlich will jeder auf den anderen a bisserl stolz sein, ihn/sie gerne mitnehmen...zeigen..dazu gehört dass man schon in der passenden gesellschaftlichen Range unterwegs war..

Manche glauben ewig sie sind Prinzessinen, sonst gäbs hier keine 10 J. alten Fotos zu bestaunen die mit der Realität absolut nichts mehr gemein haben..
 
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  • #11
Ansprüche werden doch auch definiert durch Lebensumstände, ich gehe mit Dir, liebe FS insofern einig, als es Ansprüche gibt, unter die man nicht gehen soll, und diese betreffen vorwiegend psychische Strukturen wie Nähe und Distanzbedürfnisse, auch ein gutes Körpergefühl finde ich wichtig, trotzdem sehe ich die Grenzen nicht so eng wie z.B. #3: was ist denn seltsam an der Vorstellung, dass er Fussballmätche mag und sie Theater oder Vernissagen? Warum soll das nicht möglich sein? (hier sind wir dann eben wieder bei den Psychostrukturen sprich: ich brauche viel Nähe und kann es nicht zulassen, dass er an einen Match geht ) Meine beste Freundin ist seit 30 Jahren! in einer glücklichen Partnerschaft, sie mag Kultur, Kunst, Literatur, schreibst selbst, er mag Sport, Fussball, Politik und beide inspirieren sich genau durch ihre offene, grosszügige Art damit umzugehen! Und wer sagt, dass Nicht-Akademiker nicht intelligent sind???? Ich bin selbst Akademikerin mit zwei Studien, intellektuell und kann diese Seite sehr gut im Beruf und mit vielen guten FreundInnen abdecken, was ich mir wünsche, ist vorab ein sportlicher, gesellschftsorientierter Partner an meiner Seite, den stillen Denker im Kämmerlein kann ich selbst abgeben...:) ..
 
V

Vicky

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  • #12
Ich finde das, was # 7,8 geschrieben hat, gut. So ungefähr sehe ich das auch.

Ich berichte in solchen Dingen gerne von meinen Erfahrungen, weil ich diese selbst am besten beurteilen kann, weil sie aber auch mitunter verallgemeinerbar ist. aussah.

[Mod. = gelöscht wegen Überlänge]
 
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  • #13
"beruflich erfolgreich und viel Zeit". - Fehlt noch: Dominant im Beruf, empathisch am Feierabend...

Natürlich steht es jedem frei, völlig widersprüchliche Zielvorgaben zu formulieren und gleichzeitig an allen Punkten festzuhalten. In Anbahung wie Umsetzung von Beziehungen gleichermaßen.

Meines Wissens (BWLer werden sich erinnern) funktioniert das "Magische Viereck" nur durch Kompromisse und ist es noch niemandem gelungen, den Kreis zu quadrieren?

Ich bin gespannt, ob Letzteres via Internet in Partnerbörsen mit Millionen Zulauf dann doch möglich ist? Muss doch! Vermutlich nur eine Frage der Anzahl der Dates?

Ich bin gespannt auf diesbezügliche Erfolgsmeldungen!
 
  • #14
Ansprüche hin oder her, wenn jemand, warum auch immer, anziehend wirkt, sind die meisten Bedenken und Ansprüche schon über den Haufen geworfen. Zumindest im realen Leben.

Online funktioniert das alles nicht wirklich.
Ich mache hier die Partnerwahl am Gesicht fest, wenn diese bei mindestens 3 Bildern anziehend wirkt, dann bin ich für mehr als Freundschaft offen.
Das Gesicht macht bei mir einiges aus, im realen wie im online Leben. Das ist mein Anspruch an die Optik, die Schnute muss Lust auf mehr wecken.
 
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  • #15
Liebe FS,man könnte ja auch einen Kompromiss eingehen und den beruflich Erfolgreichen,gepflegten, viel Zeit mit dir verbringenden aaaber in Gammeljeans laufenden-wählen.Nein das Gesamtpaket wird geschnürt und da ist die positive Gesamtheit gerade gut genug für Frau----kein Wunder weil überzogen.Für Kinder und Familie habt ihr damals sicher den Mann nicht durch so ein engmaschiges (Anspruchs)-Sieb gefiltert--da hat oft schon die Optik und die Liebe gereicht.
Hey Damen wo wollt ihr mit eurem Anspruchdenken noch hin,geht ja wohl zu 90 Prozent nur noch in die Einsamkeit.Nur wer alle Kriterien positiv erfüllt,kann auf ein "Weibchen" hoffen und damit auf eine Partnerschaft-----Liebe und Sex.
Warum sollte Mann alles bieten und bekommt dafür fast nichts----Frau beruflich nicht erfolgreich,schlecht gekleidet,zuviel Zeit und dadurch träge,ungepflegt,einige Altlasten im Gepäck und Älter.....als man selbst ist.Anspruchdenken JA,aber übertreibt es mal nicht "Mädels"---vielleicht will euch ja auch keiner,schon mal daran gedacht.....!

m48
 
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  • #16
@ 15
Du hörst dich sehr frustriert an. Die Ansprüche der FS sind nicht überzogen. Anscheinend hast DU deine Altlasten und negativen Erfahrungen noch nicht verarbeitet. Wenn du kein "Weibchen" abkriegst, dann liegt das wohl daran. Es ist nun mal so, dass BEIDE sich für eine Beziehung entscheiden müssen. Wenn einer will und der andere nicht, dann muss man das auch akzeptieren und weitersuchen! Du kehrst alle "Damen" zu den 90 % Einsamen zusammen. So leicht kann man die Schuld nicht auf andere schieben, nur weil man in der eigenen Einsamkeit verzweifelt.
 
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  • #17
@15
Du scheinst ziemlich gefrustet, tut mir leid für Dich. Deine Darstellung geht aber irgendwie am Thema vorbei. Die FS hat beispielhaft einige Eigenschaften genannt, die sie für SICH von einem Partner als Basics erwartet. Das bedeutet nicht, dass die Beispiele exemplarisch für den Wunsch einer jeden Frau stehen.

Es geht bei der Fragestellung doch darum, ob frau/mann prinzipiell bereit wäre/sein sollte, die eigenen Ansprüche immer weiter hinunterzuschrauben und sich -um nicht partnerlos zu bleiben- mit einem Partner einzulassen, der so gut wie nichts mehr von dem erfüllt, was man selbst für eine Beziehung essentiell findet. Auch Du willst ja offensichtlich nicht die von Dir erwähnte, erfolglose, schlecht gekleidete, altbelastete Frau, oder?

Ich bin #3 und sage ganz klar: nein, ich bin nicht bereit, mir einen Partner zu nehmen, bei dem noch nicht mal die elementarsten Grundlagen für eine Beziehung erfüllt sind. Wenn der Mann mir weder äusserlich gefällt, noch mich erotisch anspricht, ein Austausch auf ähnlichem Bildungs- und sozialem Niveau fehlt und man noch dazu keine gemeinsamen Interessen und Hobbys hat -was bitte soll mir eine solche "Nicht-Beziehung" denn bringen? Auf was am Partner ist man denn noch "bezogen"? Nur um sagen zu können "ich habe einen Freund", tu ich mir das sicher nicht an!!!

Ich habe weder sexuellen Notstand, noch fühle ich mich als Single unwohl.Ich bin zwar allein im Sinne einer fehlenden Paarbeziehung, aber nicht einsam. Dass ich irgendwann mal dermassen verzweifelt sein könnte, dass ich einen völlig unpassenden Partner nehme, statt gar keinen, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen (und ich bin bereits seit 4 Jahren Single).

Ich akzeptiere vielmehr, dass in der etwas unglücklichen Generation der jetzt 40-60-jährigen Akademikerinnen schlicht zuwenig passende Männer vorhanden sind, weil sich ein Grossteil traditionsgemäss nach unten bindet. Wobei gerade aus diesen Bindungen durch Scheidung vermehrt vernünftige Männer frei werden, die aus schlechten Ehe- und Scheidungserfahrungen auf keinen Fall mehr eine finanziell wie geistig deutlich unterlegene Partnerin wollen.

Die kommenden Frauengenerationen haben da viel bessere Karten, da suchen nur noch 20% der Männer "nach unten" und es ist gesellschaftlich nicht mehr sehr anerkannt, eine dümmere Frau zu haben. Glückwunsch, Mädels!

w, 49
 
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  • #18
Mir fällt noch etwas ein, was das Forumsmitglied Frederika mal geschrieben hat und was ich sehr treffend fand:

Sie schilderte einen möglichen Fall, dass eine Frau sehr gerne in die Oper geht und nun einen Mann sucht, der ebenfalls dieses Hobby hat. Da es aber eher wenige Männer gibt, die dieses Hobby teilen, wäre doch eine mögliche Alternative, mit einer Freundin in die Oper zu gehen und dem Partneranschließend davon einfach nur erzählen?

Gerade die Oper ist ja eine Sache, zu der eher wenige Menschen Zugang haben. Und von der Minderheit, die gerne und regelmäßig in die Oper geht, sind es nach meiner Schätzung mehrheitlich Frauen als Männer. Wenn man nun also partout einen Mann sucht, der die Oper liebt, schränkt man die in Betracht kommende Menge an Männern enorm ein. Und aus dieser kleinen Menge einen Mann zu finden, der dann auch noch in allen anderen, wichtigeren Belangen kompatibel ist, das dürfte serh schwer sein.

Akzeptiert man aber, dass es vollkommen in Ordnung ist, wenn ein Paar verschiedene Hobbies und Interessen hat und man nicht alles zusammen machen muss, so erleichtert man sich die Suche und auch das Paarleben ungemein. Natürlich ist es schön, wenn man gewisse Dinge zusammen unternehmen kann aber es ist auch ab und zu schön, mal getrennte Wege zu gehen. Dann kommt man gut unterhalten und mit neuem Input zurück, das kann eine Beziehung schon sehr beleben.

Unter dieser und ähnlichen Prämissen sollte man meiner Meinung nach einfach mal eine Liste machen, mit den Ansprüchen, bei denen man meint: "Die müssen auf jeden Fall erfüllt sein!", welche, bei denen man sagt: "Wäre sehr schön, ist aber nicht zwingend notwendig", genauso wie: "Damit kann ich auf keinen Fall leben!" oder "Würde mir erst mal schwerfallen, kann ich mich aber vielleicht auch dran gewöhnen". Ich denke, dass die starren Forderungen bzw. Ablehnungen besonders gut durchdacht sein sollten und die Liste dieser Punkte nicht sehr lang sein darf. Sonst ist man wohl in der Tat zu anspruchsvoll oder hat schlichtweg die falschen Kriterien. Bei den anderen beiden "softeren" Sparten, die ich beschrieben habe, sollte man sich so flexibel wie möglich machen und diese Liste sollte deutlich länger ausfallen als die eben beschriebene. Das hat meiner Meinung nach auch nichts mit Verbiegen zu tun oder damit, sich mit etwas Schlechtem zufrieden zu geben. Aber wenn man bedenkt, dass jeder Mensch seine Vorlieben und Abneigungen und dazu noch seine ganz eigene Vergangenheit hat, so muss man halt schauen, wie man da zusammenkommen kann. Denn den perfekten Partner gibt es halt nicht.
 
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  • #19
Ich bin der Meinung, es sind nicht die Ansprüche, die einen hindern, sondern der Mangel an Offenheit, Zeit und Güte. Es wird sofort beurteilt und bewertete. Dabei dauert es lange bis sich ein Herz wirklich öffnet, ein Mensch in seinem Wesen sich wirklich zeigt. Wie oft im realen Leben lernt man einen Menschen nebensächlich" locker kennen, der auch nicht auf Anhieb die Kriteriene rfüllen würde, aber später erst lernt man ihn - allmählich- wertschätzen....

Bei dieser Vorgehensweise hier fehlt einfach die Geduld und Zeit, jemanden erstmal völlig unverbindlich und unvoreingenommen auf sich wirken zu lassen, erstmal nur einen freudnschaftlichen Kontakt anstreben, mal was unternehmen und dann schauen, ob sich was entwickeln kann. Aber daran mangelt es hier. Hier entscheidet sich alles gleich udn sofort, noch vor dem perswönlichen Treffen. Ich gehe nur noch mit dem Vorsatz an die Sache heran, einen netten Menschen und evtl. Gesprächspartner kennenzulernen mit dem man mal was unternehmen kann, wobei "spätere Partnerschaft nicht ausgeschlossen. ist..."?!
 
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  • #20
Liebe FS,
es gibt bei Partnerschaften (zumindest am Anfang) noch keine Bilanze: was kann ich in der Beziehung bieten und was kriege ich dafür. Kompromisse sind oft fraglich, ich würde es wie bei der Jobsuche machen, lieber erstmal Ansprüche hochschrauben , dann kann man auch Kompomisse angehen. Aber als "Kompromiss" jemand haben, der mir gar nicht gefällt , ist für mich auch kein "Erfolg" und nicht Sinn der Sache. Sehe es auch wie die #2 , #3 etc.
"Und wenn was besseres kommt, was dann???"
 
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  • #21
Ich habe an mir selbt beobachtet, dass meine "Kompromissbereitschaft" sich in den letzten 4 Monaten erhöht hat :) Nach einige Kennenlernen-Dates habe meine Erwartungen etwas "runtergeschraubt", aber sehr realistisch formuliert. Ich glaube, in der laufe der Zeit habe meine Erwqartungen für mich selbst besser formuliert. Ich sehe mich, nach solchen Erkenntnissen, echt als "sieger", und die gewonnene Klarheit in den Erwartungen ist mir viel Wert. Ich muss nur aufpassen, dass meine Schmerzgrenze nicht zu viel nach unten korrigiert wird :)

Es sind definitivi viele nette Damen in der nähe, nur irgendwie habe ich Kontakt nur zu den richtigen Personen, die nicht nur nehmen konnen, sondern auch viel geben können! Und dabei können pure Lebenslust ausstrahlen, haben eigene Initiative, vollen mit anpacken ...

Erlaube Dir nicht zu viel "Kompromissbereitschaft"...!
M42
 
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  • #22
Also ich weiß nicht so recht.
Wenn ich mir meinen Bekanntenkreis so anschaue, ich meine jetzt die "Verbandelten" stelle ich fest, dass die Frauen in der Regel doch "wählerischer" waren als Männer, sie blieben auch länger Single als Männer.
Männer hatten nach einiger Zeit Singledasein Frauen, die alles andere als das waren, was sie sich einst wünschten bzw. immer als Beuteschema ansahen. Bsp. sie suchten einen Typ wie Claudia Schiffer, groß, schlank und blond und hatten am Ende das Gegenteil geheiratet.
Wobei Frauen eher am Ende einen Mann hatten, der schon in etwa dem "Ideal" zumindest nahe kam.
 
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  • #23
Nein Leute, keine sollte seine Ansprüche runterschrauben. Das wäre einfach eine keine richtige Beziehung und hätte ein Verfallsdatum.

Nur muss da definiert werden welche Ansprüche wir meinen. Ein vernünftiger Anspruch ist das man sich mit seinem Partner auf einer Ebene unterhalten kann ohne dass einer von beiden sich klein machen muss. unvernüftig ist es dagegen denselben Bildungsabschluss zu erwarten. Vernüftig ist es einen selbstständigen Partner zu wollen, unvernünftig dass er möglichst viel Kohle ranschaffen muss.... diese Liste liesse sich unendlich verlängern.

@3
Zustimmung, aber um in Deinem Bild zu bleiben: das Traumkleid mit den perfekten Farben und dem perfekten Schnitt für Dich muss nichtmal teuer sein.

@19, das sind doch auch Ansprüche! Offenheit, Güte und Liebe. Das willst und das brauchst Du. Was willst Du mit einem Verschlossenen, Selbstsüchtigen. Ich finde das dies sogar die höchsten Ansprüche sind die man haben kann.
 
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