• #1

Sollte man betteln und jammern bei der Trennung?

Liebes Forum,
ich habe mal eine allgemeine Frage: Hier wird immer mal wieder berichtet, dass Männer/Frauen bei einer Trennung jammern und betteln.
Mir ist das noch nie passiert. Bei den von mir ausgesprochenen Trennungen hat der Mann noch nie gebettelt/gejammert, sondern es immer gut akzeptiert. Auch bei Beziehungsanbahnungen, die ich abgebrochen habe, hat noch nie jemand gebettelt/gejammert oder ist gar aggressiv geworden oder hat nachgetreten. Einige Männer haben danach, nach Monaten oder sogar Jahren, nochmal Kontakt aufgenommen und nochmal nachgefragt. Aber das habe ich nie als Jammern/Betteln empfunden, sondern fand das positiv, dass jemand nochmal nachhakt, wenn er mit einer Sache noch nicht durch ist.
Darum wundere ich mich ein bisschen, warum anderen das anscheinend regelmäßig passiert. Oder verstehen andere unter Jammern/Betteln etwas anderes als ich? Wie seht ihr das?

w/44
 
P

proudwoman

Gast
  • #2
Also Fragen gibts...Ich finde das Jammern und Betteln nach einer Trennung sind einfach undiskutabel und Kindergartenniveau. Nichts worauf man sich was einbilden müsste.
Ich selber jammere ihm, dem Ex nicht hinterher, eher nach dem Motto , Reisende sollte man ziehen lassen, und mir hat auch noch keiner hinterhergejammert soviel ich weiß.
Dass man sich hinterher vielleicht nochmal ausspricht, um den anderen das Loslassen zu erleichtern ist wünschenswert, aber auch das kann ich nicht erwarten und muss mich damit abfinden. Da gehen hier auch die Meinungen auseinander. Das ist ein ganz anderes Thema. Auch dass man seine Trauer mit sich selbst abmacht, oder durch Therapie oder Gespräche mit Freunden, das ist völlig normal.
Ich respektiere einfach, wenn der Partner nicht mehr will oder kann. Ich kann ihn doch nicht durch Jammern an mich binden, habe ich noch nie gehört, dass das funktioniert hat.
Vielleicht aber nur vorübergehend aus Mitleid...Darauf kann ich verzichten.
62
 
  • #3
Warum soll ich einer Frau, die mich nicht mehr will, nachlaufen und sie anflehen oder - betteln es noch mal mit mir zu versuchen.
1. Sie wird ihre Gründe haben.
2. Das Leben ist auch ohne sie lebenswert und wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Neue .
3. Soll sie doch ihre eigenen Fehler machen und die Konsequenzen tragen.
4. Andere Mütter haben auch schöne Töchter.
 
  • #4
Oder verstehen andere unter Jammern/Betteln etwas anderes als ich?
Es ist Teil unserer Kultur, Menschen einfach "abzuhaken", man sieht es ja auch an den Antworten hier im Forum und hier bei dieser Frage.
Ich finde jammern völlig normal, wenn man getrennt worden ist. Mir kommt da der Gedanke an Verstorbene, auch da soll man ja zügig zum Alltag übergehen, wenn es nach der Gesellschaft ginge. In anderen Ländern wird gejammert, wird der Schmerz rausgelassen bis gut ist.
Eine Trennung ist schmerzhaft für den, der verlassen wurde. Jammern finde ich absolut erlaubt. Hält bloß niemand aus und/oder will sich in dieser schnelllebigen Gesellschaft keiner mehr Zeit nehmen.
Jammern und Betteln sind aber zwei verschiedene Dinge, finde ich.
Natürlich macht bei Trennung ein Betteln keinen Sinn, aber das weiß der Getrennte eigentlich auch. Man macht komische Dinge, wenn man noch nicht loslassen kann. Kann man drüber stehen. Es sei denn, es entwickelt sich zum echten Stalking, aber die Definition sorgt ja schon hier für sehr verschiedene Meinungen. 10 SMS schicken ist in meinen Augen kein Stalking, da will nur jemand Kummer loswerden. Andere sehen das durchaus anders. Allgemein wird geraten, es wortlos zu akzeptieren, wenn sich jemand trennen will.
Ich frage mich ja immer, wie diese Leute in der Beziehung kommuniziert haben und was genau sie unter tiefen Gefühlen verstehen. Jemandem, der erwartet, dass bei einer Trennung nicht mal nachhakt wird und sich wortlos zurückgezogen wird, dem spreche ich Gefühle während der Beziehung ganz einfach ab.
Nur weil man selber keine Gefühle mehr hat, kann man trotzdem sorgsam mit den Gefühlen anderer umgehen.
Aber das habe ich nie als Jammern/Betteln empfunden, sondern fand das positiv, dass jemand nochmal nachhakt, wenn er mit einer Sache noch nicht durch ist.
Genau. So sehe ich das auch
W
 
  • #5
Ich hab auch kein Jammern oder Betteln erlebt. Nur, dass man mich nicht ernstgenommen hat, dass ich überredet werden sollte und dass es den Männern somit gar nicht in den Sinn kam, dass es nicht ausreicht, wenn sie sich entschieden haben.

Ich war mit einem Mann zusammen, der sehr gefährlich war, mich stalkte, nachdem ich Schluss machte. Der andere wollte was, ich wollte nicht, er stalkte und war lästig und gruselig. Aber nicht gefährlich, nur wusste ich das nicht damals und hatte noch die andere Chose in den Knochen.
Einer war total liebenswürdig. Leider wollte er keine Freundschaft, als klar war, dass ich keine Beziehung will. Ein anderer war auch nett, brach aber den Kontakt ab, nachdem ihm klar war, dass ich ihn als einen Kumpel sah.
In einen hatte ich mich zunächst verguckt, der trieb blöde Spielchen, also hakte ich das ab. Dann auf einmal wollte er nicht, dass der Kontakt abbrach und nervte eine Weile noch ein bisschen. Als er Jahre später noch mal anrief und sich treffen wollte, wollte ich das nicht. Ich hatte feigerweise gesagt, dass es wegen meines Freundes sei, dass ich ihn nicht treffen wollte. Das hätte der auch nicht gut gefunden, aber der wirkliche Grund war, dass ich diesen Honk nicht mehr wiedersehen wollte. Einen Tag später oder so meldete sich eine Flirtseite mit ner SMS bei mir, so dass ich mich fragte, wer mich dort wohl angemeldet hat mit meiner Handynummer...

Oder verstehen andere unter Jammern/Betteln etwas anderes als ich?
Denke ich nicht. Ich glaube, Du datest einfach einen anderen Typ Mann oder strahlst irgendwas aus, dass die Seltsamen Dich sowieso nicht wollen.
 
  • #6
Ich denke, es kommt hierbei nicht auf den Moment der Trennung an, sondern auf die Persönlichkeit desjenigen, der die Trennung ausspricht.

Wenn der Verlassene weiß, dass der Trennende eine leicht zu beeinflussende Persönlichkeit ist, der schnell seine Meinung ändert und mit Gejammer und Gebettel zu beeinflussen ist, wird er dies vielleicht versuchen, weil er glaubt damit was erreichen zu können.

Ist für den Verlassenen hingegen klar, dass der sich Trennende nie leichtfertige Entscheidungen trifft, ist ihm sicher auch klar, dass er sich solch erniedrigendes Verhalten sparen kann.

Ich fände es auch in gewisser Weise respektlos, wenn ich mich trenne und der Verlassene dann die Trennung nicht akzeptieren will, somit mich und meine Entscheidung nicht respektiert, indem er ewig bettelt und jammert.

Und andersrum würde ich auch viel Respekt vor einem Jammerer und Bettler verlieren.

Denn wenn man nicht gewollt ist, sollte man doch so viel Stolz haben, dann nicht noch hinterherzulaufen.

Betteln und jammern wäre für mich ein absolutes No-Go, egal aus welcher Position heraus betrachtet.
 
  • #7
Tendenziell verachte ich Betteln bei Männern, denn sie haben jahrelang nicht erkannt, wie wichtig ich ihnen bin. Es gibt einen Mann in meinem Leben, der seit nun 15 Jahren nach der Trennung immer noch alle paar Jahre mal anklopft und bettelt, weil er eben scheiße ist und keine andere Frau ihn will.
Ich finde das unmöglich. Facebook, Internet & Co. machen es in heutiger Zeit noch schwieriger, von solchen Leuten für immer und ewig runterzukommen. Sie finden immer einen Weg, sich wieder in Erinnerung zu bringen.
 
  • #8
Betteln und jammern halte ich für völlig würdelos und es bringt auch nichts. Wenn eine Partnerin in einer Beziehung so unglücklich ist, dass sie gehen möchte, dann akzeptiere ich das schlicht und überlege, worin mein Anteil besteht. Ich weiß, dass ich auch alleine leben kann und ich weiß auch, dass es genügend passende Frauen gibt, um wieder eine neue Partnerin zu finden.
Umgekehrt kenne ich übrigens auch kein Betteln und jammern.
 
  • #9
Bei Beziehungen ist mir das bisher auch noch nicht passiert. Es gab zwar Gespräche 'danach' aber kein Jammern und Betteln.

Bei online-Kontakten sieht es anders aus. Jammern würde ich es nicht nennen, aber hartnäckiges Überzeugenwollen und bei nicht wunschgemäßem Verlauf unhöfliches Benehmen. Ich würde sagen, höfliche Absagen mit plausibler Begründung (z.B.Entfernung, andere Interessen, etc.) haben die meisten akzeptiert aber die, die es nicht taten haften im Gedächtnis. Bzw. forderten weniger dezente Absagen heraus und reagierten entsprechenden unhöflich. Aber auch da gibt es Ausnahmen, ein Mann reagierte auf den Hinweis, dass ich bezüglich Optik andere Vorstellungen hätte freundlich.
Ein Mann mit dem ich vor dem Date ziemlich viel schriftlichen Kontakt hatte akzeptierte die Absage 'es hat nicht gefunkt' nicht. Nachdem Date gab es kurz normalen Kontakt, der aber teilweise in ÜberzeugungsVersuchen seinerseits endete. Schlussendlich blockierte ich ihn auf seinen Wunsch hin. Als 'betteln' kam mir das aber auch nicht vor.
 
  • #10
Die Frage ist komisch formuliert - soll man...
Für mich würdelos.

Aber ich habe es nach einem Dritten Date erlebt, dass ich das Kennen lernen abbrach, weil er mir unheimlich wurde - und dann kam per WhatsApp noch einiges hinterher. Was mir mein Bauchgefühl damit zu 100% bestätigt hatte

Ansonsten, ich habe mich bis dato immer friedlich getrennt, Kontakte gibt es durchaus noch.
 
  • #11
Darum wundere ich mich ein bisschen, warum anderen das anscheinend regelmäßig passiert. Oder verstehen andere unter Jammern/Betteln etwas anderes als ich? Wie seht ihr das?
w/44

Ich frage mich auch immer, was man mit Betteln und Jammern bei einer Trennung erreichen will. Denjenigen der geht, wird es nicht zurückbringen. Deshalb finde ich ein solches Verhalten, außer demütigend, schlichtweg unnötig.

Natürlich können Trennungen schmerzhaft sein, aber sie gehören zum Leben. Was ich verstehe ist, wenn man nach einer Trennung traurig ist und das Ganze verarbeiten muss, selbst wenn man daran beteiligt war und seinen Part daran erkannt hat.

Trotzdem bleibt nur, die Trennung zu akzeptieren und nach vorne zu schauen, statt zurück. Weiter in der Vergangenheit zu leben wird zu nichts führen.
 
  • #12
Ich würde sagen, höfliche Absagen mit plausibler Begründung (z.B.Entfernung, andere Interessen, etc.) haben die meisten akzeptiert aber die, die es nicht taten haften im Gedächtnis. Bzw. forderten weniger dezente Absagen heraus und reagierten entsprechenden unhöflich. Aber auch da gibt es Ausnahmen, ein Mann reagierte auf den Hinweis, dass ich bezüglich Optik andere Vorstellungen hätte freundlich.

Ich finde auch hier muss man nicht auf Notlügen und Ausreden zurückgreifen. Genausowenig muss man verletzend direkt sein und jemanden ins Gesicht sagen, dass man ihn optisch nicht gut findet.

Wenn ich einen Kontakt beenden möchte, sage ich immer, dass der Funke nicht übergesprungen ist. Und das ist immer die Wahrheit.
Wenn ich denjenigen rein menschlich sehr mag biete ich ihm Freundschaft an. Für manche ist das okay für andere nicht und auch das kann ich verstehen.

Damit kann man auch vermeiden, dass das Gegenüber dann anfängt Diskussionen anzufangen über vermeintlich angemessene Entfernung oder die inneren Werte, wenn es die Optik betrifft, die mir nicht gefällt.
 
  • #13
Tendenziell verachte ich Betteln bei Männern, denn sie haben jahrelang nicht erkannt, wie wichtig ich ihnen bin. Es gibt einen Mann in meinem Leben, der seit nun 15 Jahren nach der Trennung immer noch alle paar Jahre mal anklopft
Ein solcher Mann ist auch meine einzige Erfahrung mit Betteln und Jammern.
Wir waren in jungen Jahren zwei Jahre lang ein Paar, er musste unbedingt ständig fremdflirten und mich respektlos behandeln, also trennte ich mich. Das traf ihn wohl wie der Schlag aus heiterem Himmel und hat sein Ego nie verkraftet.
Über die Jahre kamen auch immer wieder Anfragen, vorzugsweise wenn man wieder eine seiner Beziehungen in die Brüche gegangen war.
Ich könnte mir nun einbilden, dass ich seine große, wahre Liebe gewesen bin, die er nie vergessen konnte, aber die Realität ist viel einfacher. Er hatte eine Rechnung mit mir offen.

Grundsätzlich ist Herzschmerz aber eine schlimme Sache. Es ist schade, dass in unserer Gesellschaft dem Getrennten häufig so wenig Trost von Seiten des Trennenden entgegenkommt.

Wenn ich mich getrennt habe, stand ich meinem Ex immer noch voller Wärme, Wohlwollen und Respekt für letzte klärende Gespräche zur Verfügung. Schließlich habe ich mal Liebe für diesen Menschen empfunden, und selbst wenn es für eine Beziehung nicht mehr reicht, ist dieser vormals geliebte Mensch doch nicht plötzlich Dreck für mich.

Solch ein Wohlwollen wurde mir nie zuteil, und diese Kälte und Ignoranz meiner Gefühle und das Auslöschen der gemeinsamen Vergangenheit haben mich viel mehr verletzt als die Trennung an sich.
 
  • #14
Vielen Dank für die bisherigen Antworten!

Die Frage ist komisch formuliert - soll man...
Die Überschrift stammt nicht von mir, die hatte ich anders formuliert.

@Blindfisch - Deine Ausführungen finde ich prima, ich bin auch der Meinung, dass in unserer heutigen Gesellschaft zu wenig Raum gegeben wird, um Dinge zu verarbeiten. Wer nicht nach kurzer Zeit wieder "normal" funktioniert, mit dem stimmt etwas nicht. Keine gute Entwicklung.

@void - Ja, "überreden" kenne ich auch, Stalking zum Glück nicht. Wenn es nur überreden ist, ist das für mich kein Betteln, sondern ein legitimes Für-seine-Interessen-Eintreten. Finde ich auch nicht würdelos.

@Joggerin - Sehr interessanter Gedanke. Ja, das ist absolut einleuchtend, dass jemand nur da nachhakt, wo er eine Erfolgsaussicht sieht. Kann darin liegen, dass er den Anderen als beeinflussbar ansieht. Andere Gründe können auch sein, dass die Trennung in einer Stressphase ausgesprochen wurde oder es ein Missverständnis gab. Das ist mir bei einem Mann schon passiert und da habe ich nochmal nachgehakt, weil ich das Gefühl hatte, dass es ohne den Stress nicht zu der Trennung gekommen wäre. Hatte jedoch keinen Erfolg, ich habe keine Antwort auf diese Frage bekommen, also war es wohl nicht allein der Stress.

@Gast712 - Aber vielleicht findet dich der Mann auch einfach besonders toll. Finde ich naheliegender, als dass er sonst keine abbekommt.
 
  • #15
Es ist schade, dass in unserer Gesellschaft dem Getrennten häufig so wenig Trost von Seiten des Trennenden entgegenkommt.

Wenn ich mich getrennt habe, stand ich meinem Ex immer noch voller Wärme, Wohlwollen und Respekt für letzte klärende Gespräche zur Verfügung.

Für letzte klärende Gespräche zur Verfügung zu stehen, finde ich absolut in Ordnung.

Aber als Trennender dem Verlassenen Wärme und Trost spenden zu wollen, halte ich für absolut kontraproduktiv.

Der Verlassene wird immer daraus Hoffnung schöpfen und sich an jeden Strohhalm klammern, jedes Wort zu seinen Gunsten deuten und daraus Interesse des anderen ableiten.

Ich denke das macht es für den Verlassenen letztlich viel schlimmer und lässt den Schmerz länger andauern, als wenn man den Kontakt dann abbricht.

Ich war auch mal diejenige die nicht als Beziehung gewollt war und der Mann kam immer wieder auf mich zu und jedes Mal dachte ich, dass er nun doch wollte und ließ mich wieder auf einen näheren Kontakt ein. Er wollte aber letztlich eigentlich nichts mehr als eine Affäre.
 
  • #16
Solch ein Wohlwollen wurde mir nie zuteil, und diese Kälte und Ignoranz meiner Gefühle und das Auslöschen der gemeinsamen Vergangenheit haben mich viel mehr verletzt als die Trennung an sich.
Ja. So sehe ich es auch. Und ich erlebe es rundherum um mich. Diese Haltung, man hat eine Trennung zu akzeptieren und sogar wortlos hinzunehmen (keine Anwort ist auch eine Antwort, versteh das einfach!), die führt dazu, dass Menschen nach Trennungen regelrecht traumatisiert sind. Ein böse Entwicklung, wie ich finde.
Es war früher normal, sich auszuheulen, bis man fertig war. DAS gehört zur Trennung. Jedenfalls für den, für den die Trennung ein riesengroßer Verlust ist, der absolut beklagt werden darf. Für viele hier scheint der Partner ja dann kein großer Verlust zu sein, wenn man wort- und klaglos (jammerlos) zum Alltag übergehen kann.Oder die innere Mauer ist schon so hoch, dass alles daran abprallt, was für mich auch sehr bedenklich sein kann.
Ich habe es schon erlebt, dass wir BEIDE gejammert und geklagt haben, auch so kann man sich trennen.
W
 
  • #17
Aber als Trennender dem Verlassenen Wärme und Trost spenden zu wollen, halte ich für absolut kontraproduktiv.
Ich nicht. Das geht auch mit klaren Worten und ohne das der Expartner sich wieder Hoffnungen machen kann. Wenn man selbst unklar ist, ja klar, dann kann es wieder losgehen mit den Hoffnungen. Immer wieder auf den Verlassenen zukommen ist ja auch noch etwas anderes, klar hat man da Hoffnungen, wenn man selber die Beziehung weiterhin wünscht.
Es ist ja vielleicht auch eher so, dass nur der Betroffene wissen kann, was ihm gerade helfen kann. Wenn da jemand die Entscheidung abnimmt, weil es kontraproduktiv sein soll, kann man das auch deuten wie ....keine Lust mehr, mich damit auseinanderzusetzen (was ja auch ganz häufig schlicht und ergreifend der Grund für einen Kontaktabbruch ist).
Ich rede hier sicher nicht von der Trennung nach 1 Monat oder von einer Affäre. Selbst bei langjährigen Beziehungen wird ja Kontaktabbruch verlangt. Ich finde das nicht hilfreich. Ein vernünftiges "Hinausbegleiten" finde ich normal. Und den anderen einfach eine Runde jammern lassen finde ich auch normal und angemessen.
W
 
  • #18
Selbstverständlich soll man nicht jammern und betteln, sondern mit Würde und Respekt annehmen, dass der andere die Beziehung nicht mehr will.
Umgekehrt soll man sich auch nicht bejammern und bebetteln lassen, sondern einfordern, dass die Trennung respektiert und angenommen wird. Man darf auch zu konsequenten Mitteln greifen, um die Trennung durchzusetzen: blocken, aus den digitalen Kontakten rauswerfen etc, wenn man nach der Trennung keinen Kontakt mehr wünscht.

Beim Onlinedating hatte ich einige Male, dass Männer nicht respektieren wollten, dass ich an weiterem Kontakt nicht interessiert bin. Damit kann man gut umgehen (Absagebutton), solange man keine privaten Daten (Telnr) herausgegeben hat, allerdings verstehe ich das nicht als Trennung.

Wenn man schon länger in einer Beziehung war und die gestehenden Probleme in der Beziehung nicht gelöst bekam, sehe ich auch keine Notwendigkeit für ein vermeintlich letztes Trennungsgespraech o.ä. - beide wissen doch, was die Ursache war. Damit sind nachgehende Gespräche für mich obsolet.
 
  • #19
Es war früher normal, sich auszuheulen, bis man fertig war.

Also ich halte die Fragestellung so verstanden, ob man als Verlassener den sich Trennenden anbetteln und dem die Ohren volljammern soll. Das würde ich mit einem klaren Nein beantworten.

Soll aber nicht heißen, dass man grundsätzlich gleich wieder zum Alltag übergehen kann und soll.

Dass man sich gegenüber Freunden ausheult und denen die Ohren über die gescheiterte Beziehung voll jammert finde ich absolut in Ordnung und normal.

Ich war auch als mich Trennende traurig über den Verlust der jeweiligen Beziehungen. Aber manchmal kommt man eben an einem Punkt wo eine Trennung für einen selbst sich besser anfühlt und letztlich besser ist als eine Beziehung weiterzuführen in der man nicht glücklich ist.
Aber trotzdem gab es dann ja auch Eigenschaften die man an dem Partner geschätzt hat und die man vermisst. Oder auch Erinnerungen an gemeinsame schöne Zeiten.
 
  • #20
Wenn es nur überreden ist, ist das für mich kein Betteln, sondern ein legitimes Für-seine-Interessen-Eintreten. Finde ich auch nicht würdelos.
Ich fand es ätzend, weil der Mann meine Situation ausnutzen wollte. Er hat gedacht, wenn er mich lange genug bearbeitet, würde ich doch "ja" sagen. Ja, es ging um sein Interesse, aber NUR um seins, denn mein "nein" hat er nicht akzeptiert, weil es nicht knallhart gesagt wurde. Konnte ich nicht, weil ich noch in der Stalkingphase mit dem Gefährlichen war, ich wollte nur meine Ruhe. Und der neue "Verehrer" wusste das auch, aber er hat sich gedacht, wenn er lange genug quatscht, gebe ich nach. Finde ich nicht legitim.

Der andere, mit dem mir das passiert ist, hat massiven Druck ausgeübt. Der war sehr unangenehm.

Beide sind für ihre Interessen eingetreten, okay. Aber Überredenwollen ist für mich, die Interessen des anderen zu ignorieren. Würdelos ist das nicht, es ist egoistisch und ar***mäßig.
 
  • #21
Ja. So sehe ich es auch. Und ich erlebe es rundherum um mich. Diese Haltung, man hat eine Trennung zu akzeptieren und sogar wortlos hinzunehmen (keine Anwort ist auch eine Antwort, versteh das einfach!), die führt dazu, dass Menschen nach Trennungen regelrecht traumatisiert sind.
Da bin ich bei euch. Was ist so schlimm daran, mit jemandem noch Trennungsgespräche zu führen? Man ist doch in der erheblich leichteren Situation, dass man nicht der Abwiesene ist, warum dann nicht freundlich zu dem anderen sein.

Selbstverständlich soll man nicht jammern und betteln, sondern mit Würde und Respekt annehmen, dass der andere die Beziehung nicht mehr will.
Ja, das sollte man. Aber der andere sollte auch mit Würde und Respekt schlussmachen. Das gilt doch für beide, dass man sich respektvoll verhalten sollte. Und für den Verlassenden ist es erheblich leichter.
 
  • #22
Nun,
Nicht jammern, aber da bin ich semantisch spitzfindig. Jammern ist für mich negativ, abwertend, oft ein Verhalten ohne wirklichen Grund.
Trauern, Schmerz zeigen, etc. ist etwas ganz anderes

Sich Raum nehmen die Trauer, Verzweiflung, Wut, für die Enttäuschungen, den Raum sich zuverabschieden, das ist wichtig.
Das sollte sich jede/r erst mal selbst zugestehen, und auch anderen.
Es ist eine äußerst ungesunde Entwicklung, dass man sich selbst immer weniger Zeit / Raum für diese Seiten des Lebens einräumt, und dies auch anderen nicht zugesteht.
Wir funktionieren so schnell wie möglich wieder, weil wir uns selbst diesen Anspruch stellen und dies dann vermeintlich der Gesellschaft zuschreiben. Ich muss ja.. NEIN, ich muss gar nichts.
Und wir reagieren genervt, wenn die Freundin zum 5mal die gleiche Geschichte erzählt...

Die Phasen für die Gefühle, und dann für das Verarbeiten, Abschließen und Perspektiven entwickeln braucht es.
Weil sich ansonsten negative Muster verfestigen, wiederholen, und / oder manches Verdrängte irgendwann ein oberes Eigenleben entwickelt und einem dann ganz plötzlich und unerwartet wieder vor die Füße fällt.
 
  • #23
Er hat gedacht, wenn er mich lange genug bearbeitet, würde ich doch "ja" sagen. Ja, es ging um sein Interesse, aber NUR um seins, denn mein "nein" hat er nicht akzeptiert, weil es nicht knallhart gesagt wurde. Konnte ich nicht, weil ich noch in der Stalkingphase mit dem Gefährlichen war, ich wollte nur meine Ruhe. Und der neue "Verehrer" wusste das auch, aber er hat sich gedacht, wenn er lange genug quatscht, gebe ich nach.
Vielleicht hat er aber das Gefühl gehabt, dass es auch in deinem Interesse liegt, wenn du siehst, dass nicht alle wie der Gefährliche sind. Aber bei dir hat das nur das Gefühl des Bedrängtwerdens getriggert. Irgendwie schade, zur falschen Zeit kennengelernt.
 
  • #24
Ja, das sollte man. Aber der andere sollte auch mit Würde und Respekt schlussmachen. Das gilt doch für beide, dass man sich respektvoll verhalten sollte. Und für den Verlassenden ist es erheblich leichter.

Richtig, aber das ist ein anderes Thema. Wenn das nicht geschehen ist, dann sagt das viel über die gescheiterte Beziehung und ihre Kommunikationskultur aus.
Durch "betteln und jammern" nach der Trennung lässt sich ein mieses "Schlussmachen" nicht mehr revidieren. Derjenige, der würdelos hinterherjammert beschädigt sich durch dieses Verhalten stärker/die schlechte Phase nach der Trennung dauert länger, als wenn er das Dilemma der gescheiterten Beziehung mit sich selber ausmacht. Und der Schlussmachende Partner fühlt sich noch im Recht durch das Verhalten des Verlassenen.
 
  • #25
Aber als Trennender dem Verlassenen Wärme und Trost spenden zu wollen, halte ich für absolut kontraproduktiv.
Trost zu spenden heißt keineswegs, mit dem Mann noch ein paar Mal ins Bett zu hüpfen oder ihm noch Hoffnungen zu machen. Das ist Zerstörung, kein Trost.

Es gibt aber einen Unterschied zwischen einem eiskalten Goodbye, ohne vernünftige Begründung, ohne Worte der Wertschätzung und ohne selbst ein wenig traurig über den Verlust dieses Menschen zu sein - und eben dem Gegenteil.
 
  • #26
@Jana_09/15

schon klar, dass die deinerseits genannten Beispiele keinen guten Abschluss einer Beziehung darstellen können.

Unter Trost spenden stell ich mir vor, dass man den Verlassenen in den Arm nimmt, mit ihm über die Ungerechtigkeit der Welt mitjammert und ihm/ihr klarmacht, dass andere Mütter auch auch schöne Söhne / Töchter haben. Dies kann doch aber nicht Aufgabe desjenigen sein, der sich getrennt hat. Das würde ich als Geheuchel empfinden.

Wenn ich mich getrennt habe, hat derjenige auch stets den Grund dafür erfahren. Und ich habe demjenigen immer mehrmals vor der Trennung auf sein Verhalten hingewiesen.

ZB. meinen Exmann. Jahrelang um Unterstützung im Haushalt, bei der Kindererziehung gebeten, mitgeteilt, wie sehr es mich verletzte, wenn mein Geburtstag übergangen wurde, es kein liebevolles Verhalten seinerseits mehr gab. Als ich denn einen Beweis fand, dass er fremdging, habe ich es beendet, ihm mitgeteilt, dass ich keine Beziehung mehr will. Da hatte ich für mich eine Entscheidung getroffen, da gab es keinen Raum mehr für irgendwelche Trennungsgespräche. Ich brauchte ja schließlich nicht seine Einwilligung dafür.

Ebenso die nachfolgende Beziehung. Nicht nur einmal habe ich die krankhafte Eifersucht moniert. Es wurde nicht besser sondern immer schlimmer, also habe ich irgendwann das ganze beendet. Was hätte ich da noch über die Beziehung oder die Trennung reden sollen? Ich wollte es nicht mehr, er nervte mich mit seiner Art. Auch seine vorherigen Versprechungen es zu lassen, liefen ins Leere. Demzufolge musste er schlichtweg mit den angekündigten Konsequenzen klarkommen. Dafür muss ich doch kein Mitleid mit ihm haben? Er hatte ja schließlich auch keins mit mir, oder macht es sich Gedanken darüber wie ich mich fühlte, wenn er mir schlechtes Verhalten völlig grundlos unterstellte.
 
  • #27
Durch "betteln und jammern" nach der Trennung lässt sich ein mieses "Schlussmachen" nicht mehr revidieren. Derjenige, der würdelos hinterherjammert beschädigt sich durch dieses Verhalten stärker/die schlechte Phase nach der Trennung dauert länger, als wenn er das Dilemma der gescheiterten Beziehung mit sich selber ausmacht. Und der Schlussmachende Partner fühlt sich noch im Recht durch das Verhalten des Verlassenen.
Jetzt verstehe ich, wie du es meinst. Ja, das ist überzeugend. Wenn man es so anschaut, gibt es keinen Fall, in dem ein "betteln und jammern" Sinn macht. Wenn die Trennung mit Respekt und Würde vorgenommen wird, wird der Getrennte nicht jammern und betteln, weil es dafür keinen Grund gibt. Und wenn die Trennung mies durchgezogen wurde und der Getrennte deshalb jammert (= sich über das miese Verhalten beschwert) und bettelt (= darum, dass der andere sich respektvoll verhalten soll), dann wird er damit kaum Erfolg haben können, also sollte er es zum Selbstschutz lassen.
 
  • #28
Vielleicht hat er aber das Gefühl gehabt, dass es auch in deinem Interesse liegt, wenn du siehst, dass nicht alle wie der Gefährliche sind. Aber bei dir hat das nur das Gefühl des Bedrängtwerdens getriggert. Irgendwie schade, zur falschen Zeit kennengelernt.
Nein, das war nicht schade. Der Typ hatte beruflich einen Auftrag bei mir gegeben. Ein paar Tage später erzählte er mir, seine Freundin hätte in der Zwischenzeit mit ihm Schluss gemacht wegen eines anderen, und kam mit Blumen. Ich sagte ihm, dass ich gerade eine schwierige Sache hinter mir habe und nicht zu was neuem bereit bin. Er fing daraufhin an, dass man am besten gleich was Neues startet. Ich sagte ihm, dass ich das nicht will. Daraufhin kam er noch ein paar Male, um mich zu bearbeiten und weil ich ihn nicht rausschmeißen konnte aus dem Geschäft, setzte er sich auch stur hin und dachte sich, er erzählt mir jetzt mal, wie er die Sache sieht.

Was in meinem Interesse lag, hatte ich gesagt. Es wurde übergangen. Ich hatte keine Kraft für ein deutliches "verpiss dich bitte endlich". Dass er wiederkam, war nur deswegen, weil er mich nicht ernst nahm.
Ich brauche keinen Mann, der es gut meint mit mir (ja eigentlich nur mit sich selbst). Der hätte mich nämlich in Ruhe gelassen, wie ich anfangs gewollt hatte.

Sei nicht so naiv und denke, dass sowas eine Grundlage als Beziehung hat, wenn einer dem andere was aufzeigen will. Das hat immer im Hintergrund, dass derjenige seine eigenen Interessen durchsetzen will und die Schwäche der Person, die sich nicht mit noch stärkeren "Neins" wehrt, ausnutzen will.

Ich weiß, dass es allgemein die Meinung gibt, Frauen könnten nichts für sich entscheiden und müssten irgendeinen Mann finden, der es besser weiß, was gut für sie ist. Das sehen selbst Frauen so (die starke Schulter Suchenden).
Das nervt mich, weil das sehr viele gesellschaftliche Probleme auch nach sich zieht. Z.B. Frauen für inkompetenter per Geschlecht zu halten, ihnen für das Gleiche weniger Geld zu geben usw.

Männer und Frauen sind Erwachsene. Vielleicht findet man einen Partner, der einem was fürs Leben zeigen kann. Das ging mir auch tatsächlich so. Aber da haben wir beide vom anderen gelernt und keiner wollte dem anderen was zeigen oder beibringen, als wir die Bez. eingingen.
 
  • #29
Mir hat der Beitrag von Blindfisch besonders gut gefallen.
Man müßte bei dieser Fragestellung wahrscheinlich die Begriffe genau definieren. Es gibt ja mit Sicherheit auch Menschen, die bei einer Trennung manipulierend den Partner um Erhalt der Beziehung anbetteln, gerade weil sie von der Beziehung sehr profitiert haben und nicht aus ihrem Wohlfühlbereich geschubst werden möchten. Da gibt es ja in verschiedensten Ausprägungen in allen möglichen zwischenmenschlichen Beziehungen, nicht nur in Paarbeziehungen. Der Partner sind endlich entschieden sich zu befreien.

Was Frau Blindfisch beschreibt ist nach meiner Definition - Trauer. Trauern ist ein normaler Prozess nach einer Trennung. Ich fände mich oberflächlich, wenn ich eine tiefe Beziehung zu einem früher sehr nahen Menschen so einfach abhaken könnte.
In der Trauerzeit bricht man völlig aus dem Nichts in Tränen aus. Die eigene Welt liegt in gefühlt in Trümmern. Es fehlt die Hoffnung und der Blick nach vorn. Ich habe nur nach hinten geschaut und wollte begreifen, weshalb es gescheitert ist. Was war mein Anteil am scheitern. Was hätte ich besser machen können.. usw... Das sind doch normale Fragen, die sich jeder stellt. Das gehört doch zur Verarbeitung von Lebensleid dazu. Als jammern würde ich das nicht bezeichnen.
Jammern wäre für mich dann eher, wenn ich aus der Schleife nicht mehr rauskäme und sich das zu einer endlos Schleife werden würde.
Irgendwann muss man wieder sein Leben gestalten und nach vorn sehen. Der Schmerz wird ein Teil des Lebens bleiben, aber verarbeitet werden.
Im Film "Amelie" wird das so wunderbar erzählt. Von der Concierge, die ihrem Mann hinterher weinte, der sie vor x Jahren verlassen hatte und sie aus dem unverarbeiteten Verlassen werden, nicht mehr herauskam.
 
  • #30
Ich fand es ätzend, weil der Mann meine Situation ausnutzen wollte. Er hat gedacht, wenn er mich lange genug bearbeitet, würde ich doch "ja" sagen.

Sowas Ähnliches hab ich auch mal erlebt, wobei ich mit dem Mann immerhin ein paar Dates incl. Intimitäten gehabt hatte. Als ich das Kennenlernen beenden wollte, fing er auch an, auf mich einzureden, dass ich irgendwann kaum noch wusste, wo mir der Kopf stand.

Ich empfand das ähnlich wie du; hatte auch das Gefühl, er spürte meine Schwäche und versuchte sie auszunutzen. Ich hatte den Fehler gemacht, ihm sehr schnell zu erzählen, dass ich aufgrund meiner Verlustängste und Abgrenzungsschwierigkeiten noch nie eine richtige Beziehung hatte, außerdem noch aus anderen Gründen in psychologischer Behandlung bin. Er versuchte es dann so zu drehen, dass ich nur aus Angst keine Beziehung mit ihm will. So nach dem Motto (natürlich nicht so derbe ausgedrückt sondern pseudo-verständnisvoll-papi-mäßig), ich sei ja sowieso nicht normal, könne meinen Gefühlen nicht trauen und würde nur wieder den Schwanz einziehen. Also auch wieder dieses bevormundende "ich weiß besser, was gut für dich ist".

Nun stimmt es zwar, dass man als bindungsängstlicher Mensch z.T. seinen eigenen Gefühlen nicht traut, aber 1. finde ich es daneben, wenn jemand diese Verunsicherung zu seinen Gunsten ausnutzen will und 2. ist es letztlich egal, ob es sich aus Angst oder mangelnder Passung nicht gut anfühlt. Eine Beziehung, die sich nicht gut anfühlt, gehe ich nicht ein; damit ist niemandem geholfen und meine "Störung" wird dadurch sicher nicht besser.

Und seine Reaktion auf mein "Schlussmachen" hat mich in meiner Entscheidung nur bestätigt. Ich habe auch später gehört, dass das Ende seiner nächsten Affäre (ebenfalls durch die Frau ausgesprochen) ziemlich dramatisch verlaufen ist (keine Gewalt, aber Stalking und heftige "Szenen"). Insofern will ich gar nicht wissen, wie sich eine "richtige" Trennung von diesem Mann gestaltet hätte.

Ach ja, mir fällt gerade ein, dass er einer Ex-Freundin wohl mit Selbstmord gedroht hatte, als sie sich trennen wollte. Da hätten bei mir schon alle Alarmglocken schrillen müssen.

Wenn die FS noch keine "melodramatischen" Schlussmach-Gespräche erlebt hat, hat sie vielleicht gute Antennen, die sie bei den ersten Anzeichen von manipulativem und/oder grenzüberschreitendem Verhalten die Flucht ergreifen lassen; strahlt evtl. auch aus, dass sie ihre Grenzen zu wahren weiß.
 
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