• #31
Bei mir heisst die Wohnung deshalb Wohnung, weil ich da wohne. Und nicht, weils eine Möbelausstellung sein soll. Sauber ja, aber mich würde eine Designerbude ohne persönliche Note und wie im Möbelhaus eher abschrecken.
Insofern - der riesige Teddybär bräuchte vor mir nicht versteckt werden.
Bei mir ist das Büro heilig, dort darf nichts umgeräumt oder in Unterlagen geblättert werden. Schlafzimmer - warum sollte ich daraus ein Geheimnis machen?
Am Abend vor ihrer ersten Übernachtung bei mir habe ich meiner Freundin gezeigt, wo das Wichtigste seinen Platz hat. Sie soll ja nicht warten müssen, bis ich geduscht habe, wenn sie jetzt einen Kaffee haben will. Allerdings bedienen sich bei mir auch gute Freunde einfach selbst.
Inzwischen hat sie einiges hier bei mir - für mich ist das ok. Da wir mehr in meiner Wohnung als in ihrer sind, habe ich dort nur Notausstattung. Allerdings sind die Wege auch nicht weit.
Ich sehe das relativ locker ....
 
  • #32
Die meisten User kombinieren wohl gesunde Vorsicht mit einem entspannten Öffnen ihres Heims für Fremde und fremdeln auch nicht mit Kleinigkeiten die ihr Dauergast bei ihnen deponiert.

Schlafstörungen scheinen bei einigen ein Problem zu sein wenn sie in fremder Umgebung übernachten. Speziell bei meiner Bekannten habe ich das auch, sie bei mir nicht. Der Grund in unserem Fall ist eher banal. Ihr Bett ist 140 breit, meines 190. Sie hat eine Matratze, ich zwei. Allerdings weiß ich, dass sich einige Damen an Exehebetten stören. Irgendwie lächerlich wenn ich an die Fluktuation in einigen Singlebetten denke.

Wenn ich mir vorstelle, bei mir liegen die Hemden und Hosen von Freunden rum ... bäh!

Daran habe ich weniger gedacht. Es ging mir eher um so etwas wie Zahnpflegeartikel und einen Schlafanzug (letzteren in einer Phase in der ich dreimal in der Woche bei ihr übernachtet habe). Rum liegen sollten die Sachen nicht. Frau/Mann kann ihnen ja einen Platz geben.

Deine Sachen stören, nehmen Platz weg und sehen wahrscheinlich blöd aus

Ihren Platz haben allerdings diverse Geschenke bekommen. Umgekehrt wurden sofort nach dem Relaunch Hausschuhe bei mir deponiert, die generell herum liegen wenn ich zurück in meine Wohnung komme. Sie verlässt sie an Arbeitstagen in der Regel nach mir.

Du bist doch gar nicht ihr fester Partner und die Frau datet womöglich andere Männer in ihrer Wohnung.
:( Oh Schreck. Wir haben zwar nur ein/zweimal die Woche intimen Kontakt aber seit Ostern ohne gummierten Schutz. Das ist ja dann total gefährlich.

@Martina698 warst du schon einmal in einer glücklichen längeren Beziehung? Hast du schon einmal mit jemanden zufrieden zusammen gelebt?
 
  • #33
Die Wohnung ist ein Spiegel des Charakters. Als ich meinen letzten Exfreund kennen lernte und seine Wohnung sah fiel mir sofort die Leere dort auf. Er hätte alles in 3 Tüten packen können und wäre weg gewesen. Ich hatte absolut Recht mit meiner Einschätzung weil er sich als bindungsgestörter Fremdgeher entpuppte, was sich in seiner Wohnung wiederspiegelte. Sie war persönlichkeitslos, leer - nicht einmal funktionell. Sein gesamter Charakter war dort offen gelegt.
 
  • #34
Wenn ich so darüber nachdenke, dann war die Wohnung meiner Ex-Daueraffäre ungefähr genauso wie sein Leben: tragisch. Angefangen von der trostlosen Gegend, dem verratzten Haus, der verkommenen Nachbarschaft, da liefen tatsächlich nachts etliche Ratten über den Hof.

Die Wohnung selbst halb renoviert, halb verratzt, unaufgeräumt, sah immer so aus, als wäre er gestern eingezogen nur ungeputzter. Die Wohnung ist sehr wohl ein Spiegel unseres Innenlebens. Und damit meine ich nicht die Socken, die mal liegenbleiben oder die Zahnbürste, die man vergessen hat wegzuräumen oder der arme Teddybär, den man nicht sehen soll. Das sind nämlich in meinen Augen Peanuts. Wer auf solchen Sachen rumhackt, der hat meiner Ansicht nach auch ein Problem. Das sind für mich Korinthenkacker.
 
  • #35
Der Besuch der Wohnung lässt anschließend nur Platz für die eigenen Spekulationen. Dies ist mir schon mehrmals passiert und es sagte überhaupt nichts über mich aus.

Ich habe sehr viel Porzellan in meiner Wohnung und dann kam gleich die Spekulation, dass die Wohnung von einer Frau dekoriert wurde. So etwas macht kein Mann. Auf die Idee, dass mir aber Porzellan sehr gut gefällt, kam kaum jemand. Ich rede hier jetzt nicht von den Hummelfiguren, weil gerade dieses Porzellan mir halt nicht gefällt. Dazu fällt mir etwas anderes ein, wie ich gerne diese Figuren betitele, aber das lasse ich jetzt lieber.

Des Weiteren kam auch schon die Spekulation, weil es in meiner Wohnung keine Türen gibt, dass ich vielleicht schon einmal im Knast war und demzufolge auch die Türen nicht mag. Dass mir aber gerade diese offenen Wohnungen sehr gut gefallen, kam auch wieder nur die Minderheit. Diese wilden Spekulationen habe ich aber auch hier schon festgestellt. In einen anderem Thread schrieb ich, dass ich absolut keinen Alkohol trinke und demzufolge war ich für die eine oder andere Userin, ein ehemaliger Alkoholiker, aber das mir einfach es nicht schmeckt, kam kaum jemand.

Eventuell lebe ich auch nur viel zu offen. In meiner Wohnung kann jeder gerne kommen und sich auch vom Kühlschrank usw. bedienen und wenn er leer ist, dann ist er halt leer. Nur die muss er schon selber tun, weil ich ja kein Commis de Rang bin.

Dies hat auch bei mir wenig mit der Wohnlage zu tun. Dies machte ich schon bei Städten über 2 Mio. Einwohnern und auch in kleinen Dörfern unter 2.000 Einwohner. Diese Offenheit gefällt gerade meiner Lebenspartnerin sehr gut. Bei unserem 1. Date fragte sie mich, ob ich sie abholen könnte, da ihr Auto in der Werkstatt ist. Das war für mich überhaupt kein Problem, aber ich hätte dies niemals selber angeboten, weil dies wieder nur ein Raum für wilde Spekulationen ist.

Die türenlose Wohnung hat auch den Vorteil, wenn man streitet. Es fehlen nach dem Streit die Türen, die man laut zuschlagen kann.:)
 
  • #36
Ich habe sehr viel Porzellan in meiner Wohnung und dann kam gleich die Spekulation, dass die Wohnung von einer Frau dekoriert wurde. So etwas macht kein Mann.
Oh ja, das kenne ich. Bei Magnus war es das Porzellan, bei mir die Orchideen. Und als ich dann auch noch verschütteten Rotwein wegwischte, damit keine Flecken bleiben, war für sie die Sache klar: hier lebt eine Frau, die nichts von dem Damenbesuch wissen darf.

Selbst wenn eine nachfolgende Bekanntschaft gar nicht der Typ für derlei Spekulationen wäre: die Angst vor falsch interpretierten Eindrücken bleibt. Für ein entspanntes Kennenlernen samt erster Nacht kommt daher nur ein Kurzurlaub in Frage.
 
  • #37
Selbst wenn eine nachfolgende Bekanntschaft gar nicht der Typ für derlei Spekulationen wäre: die Angst vor falsch interpretierten Eindrücken bleibt. Für ein entspanntes Kennenlernen samt erster Nacht kommt daher nur ein Kurzurlaub in Frage.

Das wäre mir zu blöd und zu umständlich. Ein Date hat mir nach einer missglückten Nachricht von mir einmal mitgeteilt, dass sie auch nicht weiß wie wir aus der Nr wieder heraus kommen. Ich habe ihr geantwortet, dass ich in keiner Nr bin aus der ich heraus kommen muss und dies daher ihr alleiniges Problem ist.

Letztlich passieren immer wieder mehrdeutige, interpretierbare oder missverständliche Dinge. Wer diese dann unbedingt negativ auslegen will, lässt sich das nicht ausreden. Selbst wenn man einmal erfolgreich eine Begründung liefert, suchen diese Leute immer weiter nach Gründen, dass nur Schlechtes vorhanden ist.

Jemanden vordem man seine Wohnung verstecken muss, gehört zu diesen Menschen.

In einem frühen Date erzählt man sich doch sowieso von Hobbies u.ä. Orchideen Zucht oder Porzellan Sammeln sind so exotisch und untypisch für Männer, dass ich von diesen Leidenschaften früh erzählen würde. Eine Frau die dies dann als Grund gegen den Versuch einer Beziehungsanbahnung ansieht ist eine unbrauchbare Pfeife.
 
  • #38
Mich amüsieren ja die Frauen, die meinen in der Wohnung des Exfreundes hätte sich auch dessen Charakter widergespiegelt.
leer, charakterlos, verratzt ....

Die Frauen teilen hier mehr von sich selbst mit als von ihrem Exfreund. Denn von sowas fühlten sie sich ja angezogen.

Das Thema wird überbewertet.
 
  • #39
Die meisten User kombinieren wohl gesunde Vorsicht mit einem entspannten Öffnen ihres Heims für Fremde und fremdeln auch nicht mit Kleinigkeiten die ihr Dauergast bei ihnen deponiert.

Nein, ich will auch keine "Kleinigkeiten" von Dauergästen. Ich will nicht mal Dauergäste. Ich will noch nicht mal Leuten sagen müssen, dass ich sowas nicht will.

Mit Vorsicht wird das nichts zu tun haben, sondern dass Frauen emotional immer schon vergeben sind. Deine flüchtige Bekannte will keinen nähere emotionale Verbindlichkeit, sondern wollte nur Sex. Emotional wird sie also bei einem anderen Mann hängen, da stört es, deine Sache ständig in ihrer Nähe zu haben.

Keine gute Frau lässt sich und ihren Alltag von einem "Interessenten" dominieren.

Du redest von deiner flüchtigen Bekannten, mit der du zwei mal pro Woche Sex hast. Ich würde keinem Mann ein Sonderrecht zum Einnisten geben, mit dem ich nur immer wieder unverbindlichen Sex habe.
Sex ist eine Sache der Triebabfuhr, auch bei Frauen. Mit anderen Worten: ein Mann, mit dem ich nur Sex hätte, und das über längere Zeit (!!!), der hätte sowieso kein Recht mehr, sich einen Status in meiner Wohnung zu erringen. Solche Männer, die sonst nichts leisten können, hätte ich am liebsten, wenn sie im Moment des Orgasmus sofort wortlos verschwinden und nach Hause gehen. Sie sind Hüllen und gesichtslose Geister, die ihren Dienst erfüllt haben, als potentielle Partner aber völlig wert- und nutzlos. Es würde mich nicht stören, wenn solche Männer nach dem Sex umfallen würden, dann hat man sie wenigstens los.

Du redest von Gläsern in der Küche ... Erwachsene Menschen nehmen sich einfach was. So kenn ich es zumindest. Kuscheltiere ... weg damit. Keine Diskussion mehr.

Du hast hier viele Tipps bekommen, verteidigst dich aber. Vielleicht setzt du mal was um.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #40
Das wundert mich. Die meisten Wohnungen ob Mann oder Frau sind Einheitsbrei, die typischen Möbel, alle gleich ausgerichtet. Ist ja auch kein Wunder bei den Umsatzzahlen von Ikea, Dänisches Bettenlager, Pocco etc. Ganz nüchtern betrachtet ähneln sich fast alle Wohnungen.

Nur ich finde es nicht schlimm; den Charakter daraus zu lesen, na gut man kann alles übertreiben.
 
  • #41
Deine flüchtige Bekannte will keinen nähere emotionale Verbindlichkeit, sondern wollte nur Sex. Emotional wird sie also bei einem anderen Mann hängen ....

Bedingt hast du recht. Der wichtigste Mann in ihrem Leben ist ihr Vater. Zu diesem hat sie eine extrem ambivalent dramatische Beziehung wie zu allen ihren Männern, soweit sie darüber berichtet hat, inklusive ... . Wir besuchen ihn morgen im Krankenhaus.

Meine Bekannte und ich finden übrigens auch sexfreies kuscheln sehr schön. Deswegen wahrscheinlich unsere positive Haltung zu Kuscheltieren. Es ist sehr angenehm von jemanden in den Arm genommen zu werden oder angekuschelt einzuschlafen. Auch bei Bedarf auf den Schoß genommen und getröstet zu werden scheint sehr positiv zu sein. Ihre Reifen kann ich natürlich auch wechseln.

Dies alles hat sie erst seit November so richtig entdeckt. Viele Männer kuschel halt nicht gern und trinken stattdessen lieber ein paar Biere beim Fußball oder der Formel Eins.

Wie läuft es mit dir und deinem Bekannten?
 
  • #42
Wie ist es mit den Usern hier, insbesondere den Frauen. Wie schnell verratet ihr eure Adresse, lasst den Interessenten in eure Wohnung, in euer Schlafzimmer?
Wenn ich denke, dass ich vielleicht in der nächsten Zeit mal mit ihm zärtlich werden und Sex haben möchte. Und das weiss ich meistens nach dem zweiten oder dritten Date. Zur Info: Die allermeisten Bekanntschaften enden bei mir nach einem Date. Dass es ein drittes Date mit jemandem gibt, kommt eher selten vor, es herrscht also kein munteres Ein und Aus bei mir in der Wohnung.
Bleibt Euer eigenes Schlafzimmer ggf. auch noch Taboo wenn ihr schon Sex mit dem Anderen gehabt habt.
Hä? Nein. Sicher nicht.
Nehmt ihr vorher irgendwelche Veränderungen vor? Meine letzte Bekannte hatte z.B. erst einmal ihr Stofftier versteckt.
Ich putze, kaufe Kondome, platziere die weiblichen Hygieneprodukte dezent in einer Schachtel, achte darauf, dass ich zur Not eine Ersatz-Zahnbürste da hätte, dass der Kühlschrank gefüllt ist, dass meine gebrauchten Unterhosen nicht auf dem Badezimmerboden rumliegen und so fort. Und ja, ich verstecke meine kleine Plüschtier-Wärmflasche und auch die oberhässlichen Gammelhosen.
Was haltet ihr übrigens von einem Mann der in seinem Schlafzimmer ein/zwei Stofftiere hat?
Das habe ich noch nie angetroffen, aber angesichts meiner Plüschtier-Wärmflasche kann ich ja kaum einen blöden Kommentar abgeben.
Wann habt ihr das Bedürfniss die Wohnung des Kandidaten kennen zu lernen? Dort zu Übernachten? Oder ist für euch dies unwichtig.
Natürlich will ich die Wohnung des Kandidaten sehen! Übernachten finde ich immer schwierig am Anfang, weil das Bad teilen mit jemand Neuem ist so ein Knackpunkt. Aber da muss man durch und am besten bald, wenn man sich mag.
Wenn ihr dort häufiger übernachtet, deponiert ihr dort Dinge wie z.B. einen Schlafanzug oder Hygieneartikel. Gestattet ihr dies umgekehrt dem Anderen auch oder stören Dinge von diesem die Ordnung in eurer Wohnung? Ab wann darf so ein Gast sich selbst bedienen z.B. ein Glas aus dem Schrank nehmen.
Also wenn ich einen Mann in meine Wohnung lasse, dann bin ich so halbwegs dabei, mich in ihn zu verlieben und dann darf er natürlich was da lassen, sich Essen und Getränk aus dem Schrank nehmen. Er soll sich bei mir wie zuhause fühlen. Umgekehrt fände ich es auch komisch, wenn ich zwar mit dem Mann wilde Stunden verbringen, mir aber kein Glas aus dem Schrank nehmen darf. Fände ich eine seltsame Distanziertheit.
 
  • #43
Ich hab keinen Bekannten mehr. Ich hab seit fast 8 Jahren einen Lebenspartner. Ich würde mir abgewöhnen, flüchtige Bekanntschaften dieser Art zu pflegen, wo ich mich selber aufdrängen muss. Meine Adresse geht keinen was an.

Übernachten und Wohnungsbesichtigungen kann man ja nur machen, wenn der Gegenüber dem zustimmt. Und meiner Beobachtung nach machen das viele Leute bei unverbindlichen Partnern nicht mehr gerne. Bei Frauen wäre ich da ohnehin sehr dezent, du wirkst auf mich eher creepy + Du definierst deine Beziehungen seltsam (Bekannte irgendwas...? mit der du welches Verhältnis hast?). Ich würde solche Leute nicht mal ins Haus lassen.

Ich kann denn anderen hier nur zustimmen. Die meisten Wohnungen gleichen sich (Ikea-Ambiente). Wenn es demnach geht, dann keiner seinen eigenen Stil. Andersrum haben viele stilvolle Typen, die viel unterwegs sind, auch oft keine herzeigbare Wohnung, weil sie selten zuhause sind. Gut eingerichtet sind ja nur Leute, die sich Haus-Design zum Hobby gemacht haben, weil sie so häuslich sind. Aber in solchen Häusern feiere ich dann auch keine Partys mehr und lade keine Personen zum Sex ein.

Das erste Mal in einer fremden Wohnung deponiert habe ich nach 4 Jahren Beziehung ungefähr. Nie im Leben würde mir einfallen, das bei Bekannten oder Freunden zu tun. Ich möchte mich einfach nicht aufdrängen und ich finde auch andere Männer, die das tun, ganz schrecklich.
 
  • #44
Das erste Mal in einer fremden Wohnung deponiert habe ich nach 4 Jahren Beziehung ungefähr. Nie im Leben würde mir einfallen, das bei Bekannten oder Freunden zu tun. Ich möchte mich einfach nicht aufdrängen und ich finde auch andere Männer, die das tun, ganz schrecklich.

Wenn man häufig beieinander übernachtet ist es einfach hilfreich Sachen in der Wohnung des anderen zu deponieren. Es vereinfacht einiges.

Annährung kann man natürlich auch als Aufdrängen bezeichnen. Wenn ich von jemanden etwas will muss ich schon an ihn ran. Ob das unerwünscht ist merke ich frühestens wenn ich mich auf ihn zu bewege und keinesfalls durch Distanz halten.

du wirkst auf mich eher creepy + Du definierst deine Beziehungen seltsam (Bekannte irgendwas...? mit der du welches Verhältnis hast?

Zu mir und meiner Bekannten habe ich in diversen Threads sehr viel geschrieben. Ich wiederhole, das hier nicht erneut. Insgesamt bin ich unzufrieden und bezeichne sie daher nicht mehr als meine Freundin.

Es gibt aber diverse Gründe warum wir immer noch viel zusammen machen und ich z.B. mit ihr zu ihren Vater fahre. Vermutlich bin ich im Moment ihr bester Kumpel.

Dieser Thread war aber nur sehr eingeschränkt durch diese Beziehung motiviert.
 
  • #45
Da ich mit meinen Söhnen zusammen lebe, ist das bei mir sicher weniger aussagekräftig.
Als sie jünger waren, gab es die klassischen Kinderfreiwochenenden...dadurch hat mein Exfreund mein Heim beim 6 Date kennengelernt und ist a übernacht geblieben und am nächsten Tag zusammen nach Holland.
Ich Nähemensch, mit Hang zur vergesslichkeit hatte irgendwann Zahnbürste, Creme etc vor Ort.
Er brachte fast 7 Jahre immer alles mit.
 
  • #46
Sex ist eine Sache der Triebabfuhr, auch bei Frauen. Mit anderen Worten: ein Mann, mit dem ich nur Sex hätte, und das über längere Zeit (!!!), der hätte sowieso kein Recht mehr, sich einen Status in meiner Wohnung zu erringen. Solche Männer, die sonst nichts leisten können, hätte ich am liebsten, wenn sie im Moment des Orgasmus sofort wortlos verschwinden und nach Hause gehen. Sie sind Hüllen und gesichtslose Geister, die ihren Dienst erfüllt haben, als potentielle Partner aber völlig wert- und nutzlos. Es würde mich nicht stören, wenn solche Männer nach dem Sex umfallen würden, dann hat man sie wenigstens los.

Also sowas hab ich ja auch noch nicht gehört. Sorry @jasmina_jj, aber hat dir sowas dein Partner (Der dich, soweit ich mich erinnern kann, seit fast 8 Jahren am langen Arm verhungern lässt) eingebläut?

Wenn mir jemand total Sympatisch ist, ich mich mit dem jenigen sehr gut verstehe und nach mehrmaligen treffen, hätte ich kein Problem damit das man dann auch gegenseitig die Wohnungen kennenlernt.
Sollte sich daraus dann etwas entwickelt, in welcher Form auch immer und man dann weis das man dann öfter gemeinsam übernachtet, dann ist es doch kein Problem Sachen (Zahnbürste ect.) dort zu deponieren. (Natürlich mit Zustimmung des anderen)
Das macht es irgendwie einfacher und man muss nicht ständig alles mitschleppen. Vor allem wenn man evtl. auch mal spontan über Nacht bleibt.

Ich hatte früher sogar bei mienem besten Kumpel und seiner Freundin eine Zahnbürste rumliegen. Wenn wir eine Feier oder Grillabend hatten und etwas Getrunken haben, dann hab ich da meist auch übernachtet.( Natürlich im Gästezimmer)

Und bedienen dürfen sich meine Freunde alle bei mir zuhause. Wenn jemand Hunger oder Durst hat dann können sie sich was nehmen. Von mir aus auch Kochen.
Nur an meine Unterlagen hat keiner ran zu gehen, aber das halte ich für selbstverständlich.
Das kommt aber möglicherweise auch daher das ich früher immer in WGs gelebt habe und wenn man da jedes mal alle Gäste bedienen hätte müssen dann hat man ja auch nichts mehr vom Abend und ist nur am hin und her rennen.

Bei mir soll sich jeder wie zuhause fühlen.
 
  • #47
Ich hatte nach ca. 1/2 Jahr meinen Kulturbeutel beim Liebsten im Bad und im Schrank ein Fach für Kleidung.
Er umgekehrt ebenso. Wir haben uns beide gefreut (WE-Beziehung), ein bisschen vom Anderen bei sich zu haben.
Außerdem gab es nicht soviel hin- und herzuschleppen.
Mal Sachen vom Partner mitwaschen war auch dabei.
Ich begreife nicht, wie sich Menschen in einer verbindlichen Beziehung davon bedrängt fühlen oder ihrerseits nicht "aufdringlich" sein wollen. Hey, es geht nicht darum, die ganze Wohnung zu vereinnahmen, sondern um ein paar Sachen, die man immer braucht (und eben auch zweifach besitzen kann).
Wo kommt das nur her, das verbindliches Verhalten und sich im Leben des Anderen ein wenig einzurichten von Einigen so überbetont vermieden wird?

Ich muss niemanden gleich heiraten, der bei mir eine Zahnbürste oder ein paar Schuhe stehen lässt.
Und wenn ich beim Liebsten ein Schrankfach nutze, läute ich damit nicht ein, mich lebenslang von ihm aushalten zu lassen.

Vielleicht ist das die Krux:
Beim Unverbindlichen traut man sich nicht, dort irgend etwas zu lassen, um den nicht zu vertreiben. Doch schiebt man das nicht nur auf?
Diese ganzen Ratgeber, in denen man liest, man solle ja schön distanziert bleiben, die führen dazu, dass man das Unverbindliche geradezu pflegt und fördert, indem man artig Zurückhaltung zeigt.

Ein Kerl, der nach 1/2 bis 1 Jahr des Miteinanders meine Zahnbürste nicht beherbergen möchte, der hat eine distanzierte Seite, die ich mir nicht mehr antun würde. Das Gefühl, man würde dort "stören" bleibt jedenfalls erhalten.
Ist mir definitiv zu unverbindlich.
 
  • #48
Ich begreife nicht, wie sich Menschen in einer verbindlichen Beziehung davon bedrängt fühlen oder ihrerseits nicht "aufdringlich" sein wollen. Hey, es geht nicht darum, die ganze Wohnung zu vereinnahmen, sondern um ein paar Sachen, die man immer braucht (und eben auch zweifach besitzen kann).

Diese Menschen begreifen es zum Teil selbst nicht wenn sie sich dann tatsächlich mal darauf einlassen darüber zu sprechen.

Meiner Meinung hat dies meistens mit einer Angst(störung) zu tun. Bei Störungen der Beziehungsfähigkeit geht es immer um (Verlust)Angst und Vetrauen.

Da es heute möglich ist auch als Single gut durch das Leben zu kommen, versuchen die wenigsten Betroffenen etwas an ihrer Angst zu ändern. Ich bin mir auch nicht sicher ob es wirklich möglich ist sich von so einer Angst zu befreien. Das hängt wahrscheinlich von sehr vielen Faktoren ab.

Beim Unverbindlichen traut man sich nicht, dort irgend etwas zu lassen, um den nicht zu vertreiben. Doch schiebt man das nicht nur auf?

Im Grunde ist die Trennung tatsächlich unausweichlich. Wenn ich noch Familie gründen will ist so eine Beziehung absolut kontraproduktiv.

Habe ich dieses Ziel nicht, sind mir die Bedingungen klar kann die "Beziehung" mit einem Distanzler auch eine Art Reiz haben. Lässt sich die Angsstörung irgendwie beeinflussen? Spannend, denn die Angst führt immer wieder zu neuen überraschenden Einfällen auch dann wenn dieser Mensch eigentlich kooperieren will.

Allerdings ist dies keine Beziehung mehr auf Augenhöhe sondern eigentlich ein bitteres Spiel.
 
  • #49
Du vergisst immer, dass deine Situation keine normale ist.

Deine „Bekannte“ wollte keine Beziehung mit dir und du hast sie systematisch manipuliert und dann doch halbherzig dazu gebracht
Du diagnostizierst anderen ja immer schnell Cluster B etc: was würdest du da dir diagnostizieren? Jemanden so lange manipulieren, weil man ihn unbedingt haben muss, um dem eigenen Ego zu beweisen, dass man es noch bringt?

Aber deswegen spürt deine „Bekannte“ natürlich, dass da etwas nicht stimmig ist und will dich eigentlich nicht in ihrer Wohnung und ihrem Leben haben, kann sich aber nicht aus deiner manipulativen Abhängigkeit befreien.
Aber diese Kleinigkeiten zeigen dir eben doch, dass dei Erfolg kein Allumfänglivher ist. Sie will dich nicht in ihrem Leben.
 
  • #50
Deine „Bekannte“ wollte keine Beziehung mit dir und du hast sie systematisch manipuliert.

Die Fragestellung des Thread ist allgemein und unabhängig von meinen persönlichen Drama.

Dass was du als Manipulation ansiehst, sind Dinge die viele nicht geben können/wollen und für die andere dankbar sind. Ein offenes Ohr, Zärtlichkeit ohne unmittelbaren Übergang zum Sex ...

Jemand der diese Dinge nicht vermisst, erreichen sie nicht. Der der sie lange vermisst hat, hält sie vielleicht für eine Illusion oder ein Strohfeuer die er so lange Probe stellen muss, bis er Bestätigung für seine Meinung findet.

Diejenigen die dies als negativ ansehen, werden vielleicht von Neid getrieben. Neid darauf, dass sie nicht selbst geben können oder so etwas nicht angeboten bekommen.

Mich selbst so zu sehen kommt wahrscheinlich narzisstisch rüber. Aber wenn dies so ist, dann ist das ok.
 
L

Lionne69

Gast
  • #51
Eigentlich ist die Diskussion schon schräg.
Man hat mit einem anderen Menschen Sex, (nicht als ONs), aber hat ein Problem damit, wenn diese *r dann mal an den Kühlschrank geht, oder Waschzeug da lässt.

Da beginnt das Thema Nähe - Distanz Menschen noch mal eine ganz andere Dimension.

Mit einem Menschen, bei dem ich mich in seiner Wohnung nicht willkommen fühlen könnte, könnte ich auch keine Partnerschaft eingehen.
Mein Haus ist offen - ich gehe davon aus, dass meine persönlichen Unterlagen tabu sind. Alles andere ist frei.
 
  • #52
Wo kommt das nur her, das verbindliches Verhalten und sich im Leben des Anderen ein wenig einzurichten von Einigen so überbetont vermieden wird?

Das frage ich mich gerade auch. Wenn ich einer Frau begegne mit der ich so viel Zeit verbringe und die mir mehr als gefällt, diese bei mir auch übernachtet und mehr. Ja dann ist es mir Egal ob sie ihre Zahnbürste, frische Schlübber und ihren Lieblingsteddy bei mir lässt.
Also manche machen sich aber auch für jedes bissl ins Hemdchen.
Wasch mich aber mach mich ja nicht naß.
"Gucken aber nicht anfassen. Anfassen aber nicht kosten. Kosten aber nicht runterschlucken."
Diese Unverbindlichkeit welche manche an den Tag legen, kann ich nicht nachvollziehen. Bloß nicht zu nahe kommen. Als ob eine Frau die ihre Zahnbürste oder ihre Schlübber nicht ständig hin und her schleppen möchte nur ihr Revier makieren will. Das ist doch Unsinn.
Wenn mir diese Frau Wichtig ist und ich verliebt bin, ist mein Zuhause auch ihres wenn sie mag. Ein Gast ist dann für mich jemand, der mich "mal" besuchen kommt, aber doch solch eine Konstellation nicht.
Vielleicht sollten einige einfach mal etwas wählerischer ( gibt es dieses Wort überhaupt?) sein, dann muss man sich auch nicht "ständig" solche Gedanken machen wenn man mal jemanden nettes kennenlernt.

m47
 
  • #53
Die Überraschungen reißen nicht ab. Jetzt die neue Wende, sie ist deine Bekannte.
Weiß sie wie du über sie denkst?
Ich tippe auf nein.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dich sonst so demonstrativ abbusserlt und dich zu ihrem kranken Vater ins Krankenhaus mitnimmt.
Diejenigen die dies als negativ ansehen, werden vielleicht von Neid getrieben. Neid darauf, dass sie nicht selbst geben können oder so etwas nicht angeboten bekommen.
Ich sehe es negativ, jedoch nicht aus Neid, sondern Entsetzen, da ich davon ausgehe, sie weiß nicht, dass sie von dir als Bekannte betitelt wird.
Würde ich erfahren, dass mein Freund mich hinter meinem Rücken als Bekannte betitelt, würde er garantiert nicht mehr in meine Wohnung kommen noch würde ich seine betreten und Sachen deponieren wäre überflüssig sowie würde ich mich wohler fühlen alleine und mit Single-Status meinen kranken Vater im KH besuchen als mit jemanden, der schlechte Gefühle für mich hegt.
Ich würde mich auch fragen, warum so einer trotz seiner schlechten Gefühle bei mir bleiben will, verspricht er sich einen besseren sozialen Status, Geld(ansprüche), andere Vorteile von mir oder will er nur sein Ego bedienen?

Da ist keine gute Sache dahinter, wenn man gesellschaftlich als positiv anerkannte Dinge anbietet und ausübt, die Gefühle für die Partnerin aber von negativen Emotionen getragen werden.
 
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