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  • #1

Sollte man sich als Frau "kleinreden" ?

Ich (56) lebe seit ein paar Jahren in Deutschland, bezahlt und ausgesandt von meinem skandinavischen Heimatland. Ich habe zwei Magister-Ausbildungen, spreche 12 Sprachen, habe 3 Kinder alleine großgezogen (in Skandinavien ist die Kinderbetreuung besser als hier), habe seit 3 Jahrzehnten immer einen qualifizierten Vollzeitjob, verdiene auch jetzt ein (für dt. Verhältnisse) außerordentlich gutes Gehalt. Ich bin selbstsicher, slebstbewusst, unabhängig, attraktiv (schlank und blonde Haare), gebildet ..... , bin aber sehr wohl aufmerksam auf andere Menschen und habe Empathie. Ich versuche, mich bewusst zurückzuhalten und sanft mit meinem "Anderssein" umzugehen. Dennoch fühle ich deutlich, dass deutsche Männer vor mir zurückschrecken. Sie finden mich interessant, bewundern und loben mich; aber eine ernsthafte Beziehung trauen sie sich offenbar nicht mit mir einzugehen. Oder kann ich mich irren? Was meint ihr?
 
  • #2
Ich denke, dass Du ein absolut typisches Beispiel für das Pyramidenproblem bist: Männer daten horizontal oder nach unten, Frauen horizontal oder nach oben. Je weiter oben Du stehst, desto knapper daher die erreichbare Zielgruppe, die noch dazu gerne etwas weiter nach unten datet. Da wird die Schnittmenge verdammt klein.

Während Frauen sich von Status, Erfolg und Qualifikation anziehen lassen, wirkt Dein Lebenslauf und Deine Persönlichkeit auf Männer eben leider nicht verlockend. Sie fragen sich als erstes,

+ "Wo bitte ist da Platz für mich und eine erfüllende Partnerschaft?"

und sie fragen sich auch

+ "Wie kann die mich jemals bewundern, wo ich ihr doch nichts zu bieten habe?".

Weibliche Unabhängigkeit, Einkommen, großes Selbstbewusstsein, gesellschaftlicher Status, hohe Bildung, 12 Sprachen... all das macht keine Punkte im Herzen eines Mannes. Bestenfalls stört es ihn nicht oder spricht allenfalls seinen Verstand an ("finde ich gut"), aber das Herz klopft deswegen nicht.

Es ist Fakt, dass Männer mehrheitlich keine Frau wollen, der sie nichts zu bieten haben oder der sie sich gar intellektuell, gesellschaftlich oder wirtschaftlich unterlegen fühlen.

Antwort auf die Titelfrage: Nein, kleinreden bringt da gar nichts und ist ja auch nicht der Sinn der Sache. Natürlich auf gar keinen Fall auch noch betonen, aber eigentlich musst Du einfach auf die leider nur kleine Chance hoffen, dass Du einen Mann findest, der ebenso viel zu bieten hat und dann Dich persönlich toll findet. Hoch ist die Wahrscheinlichkeit dafür nicht, aber einen besseren Weg gibt es nicht. Man kann nicht alles haben im Leben und Du hast Dich nun mal für Karriere und Erfolg entscheiden. Dann musst Du auch bereit sein, den Preis zuzahlen, dass kaum ein Mann so eine Frau als Partnerin wünscht.
 
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  • #3
Ich denke, du hast einfach noch nicht den Richtigen getroffen. Da fängt man dann gern mal an, an sich zu zweifeln und zu suchen. Hinzu kommt, dass in deinem Alter auch nicht mehr ganz so viele (wirklich begehrenswerte ) Männer vorhanden sind.
Bleib du selbst mit deinen guten Eigenschaften. Letztendlich ist es nicht relevant, wie viele du kennen lernst, sondern , ob es einen einzigen gibt.
Und in Liebesdingen entscheidet immer noch das Herz und nicht die Anzahl der Sprachen.
Betone deine weibliche Seite ohne den Rest zu verleugnen. Gehe weiterhin unter Menschen und hab Spaß!
Auch wenn es schwer fällt: Nicht krampfhaft suchen. Für jeden Topf gibt es einen Deckel, auch in Deutschland ;-)
Karriere und Liebesglück schließen sich nicht aus, dafür gibt es unzählige Beispiele!
 
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  • #4
Also meinem Ex konnte die Partnerin gar nicht weit genug oben stehen in der Karriereleiter. Der hätte sich bei dir wahrscheinlich sauwohl gefühlt, vor allem wenn er so jemanden hätte vor anderen präsentieren können. Er war mir ein Klotz am Bein und ich kam mir irgendwann vor wie seine Mutter.

Hoffentlich war der ein extremer Einzelfall, aber vor Typen, die sich davon nicht "einschüchtern" lassen und sogar besonderen Wert auf sowas legen (obwohl sie der Dame im Grunde nicht das Wasser nicht reichen könnten) und selbst wenn Frau das alles zu bieten hätte - um solche Männer würde ich auch einen großen Bogen machen.
 
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  • #5
Buchtipp:

"Überlisten Sie Ihr Beuteschema. Warum immer mehr Frauen keinen Partner finden und was sie dagegen tun können."
von Dr. Stefan Woinoff

Ich hab das Buch nicht gelesen, sondern nur eine Diskussion gesehen, an der der Autor beteiligt war. Vielleicht schenkt es ja neue Erkenntnisse.

w28
 
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  • #6
Ich denke mal, die meisten Männer interessiert nur, ob bei all dem Gewusel in deinem Leben noch Platz und Zeit für einen Partner bleibt. Wenn du das überzeugend glaubhaft machen kannst, besteht denke ich kein Grund, dich klein zu reden.

m41
 
  • #7
Liebe Fragestellerin, noch ein zweiter Gedanke zum Thema: Natürlich werden sich sehr viele Männer im passenden Alter auch fragen, wie Du Dir Deine Zukunft vorstellst, nämlich in Deutschland oder doch wieder in Skandinavien. Eine "Beziehung auf Zeit" werden die meisten eher nicht suchen, sondern Beständigkeit und gemeinsamen Lebensabend. Auswandern wollen zwar einige wenige, aber die allermeisten werden schon in Deutschland bleiben wollen. Gerade dieser Aspekt kann sehr viele Männer zu recht abschrecken. Selbst wenn Du in Deutschland alt werden möchtest, müsstest Du diesen Punkt also klar kommunizieren, denn erraten kann das keiner und viele werden Dich gleich von ihrer gedanklichen Liste streichen, weil sie annehmen, Du würdest spätestens zur Rente wieder zurück nach Skandinavien wollen.

Wäre nett, wenn Du uns mal etwas Feedback zu den ersten Beiträgen geben würdest...
 
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  • #8
Hier die FS:
Natürlich haben einige Herren gefragt, wo ich mir die Zukunft vorstellen würde, in Skandinavien oder in Deutschland. Ich sage dann ganz ehrlich: es kommt ganz darauf an, was sich so ergibt. Ich stelle mich da offen meiner Zukunft. Meine Kinder und Freunde leben zwar in Skandinavien, ich vermisse sie oft sehr. Aber ich bin nicht darauf fixiert.

Auch ich hätte noch eine Überlegung. In Skandinavien ist es eine Selbstverständlichkeit, dass eine Frau durchaus gebildet, feminin, erfolgreich und selbstbewusst sein kann, ohne dass sich der Mann verkrümeln möchte. Die Gleichberechtigung von Mann und Frau ist auch im Bewusstsein wirklich weiter fortgeschritten als in Deutschland. Ich kenne viele Paare dort, wo der Mann "weniger" ist als die Frau, ohne dass das dem Paar interne Probleme bereitet.

Frederika, ich denke, du hast recht, wenn man mit deutschen Augen berufliche und persönliche Erfolge der Frauen betrachtet und dieses aus den Augen der Männer sieht. Die Männer ziehen sich zurück. Bei Dates haben die Herren schon manchmal gefragt, ob auch Platz für sie da sei. In Skandinavien wäre mir eine solche Frage nie gestellt worden!

Mag sein, dass du bei den Geschlechtern und ihrem Rollenverhalten auch eine biologische Komponente sehen kannst. Ich sehe vieles, was ich hier beobachte, aus einer anderen Warte und wundere mich. Ich denke doch, dass das Gockelgehabe der deutschen Männer (teilweise?) anerzogen ist. Denn ich weiß, es muss nicht so sein.

Schau dir skandinavische Frauen an: Helle Thorning-Schmidt, Gry Bundtland, die isländischen Frauen, Prinzessin Victoria aus Schweden (die einen Fitness-Trainer heiratet). Sie alle haben mit ihrer Bildung, Femininität und ihren Männern kein Problem. Hier ist es offenbar ein schwelendes Problem, wenn eine Frau erfolgreich, feminin, gebildet und selbstbewusst ist, und biologisch alleine ist das nicht zu erklären.

Ich muss offenbar noch viel dazu lernen ;-))
 
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  • #9
Ich frage mich ob es nur daran liegt, dass Frau gebildet oder eben anders ist. Ich denke jeder Mensch sucht als Partner einen Menschen den er lieben kann. Um das zu können bedarf es nicht mehr als die passende Chemie, aber genau diese findet man/frau nicht so leicht. Diese Nadel im Heuhaufen zu finden ist für alle Menschen (in jeder Bildungsschicht) nicht einfach.

Ob man 12 Sprachen spricht, 2 Magister hat, blond ist und noch tausend andere tolle Attribute aufweisen kann spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, was du ausstrahlst, ob du empathisch bist und ob du signalisiert dass du dich lieben lassen möchtest.

Wir Frauen reden uns gerne ein, Männer haben Angst vor starken intelligenten Frauen, das ist es nicht, es gibt genug Männer die genau das suchen, die Frage ist nur ob und wann man genau auf diesen trifft.

w (45)
 
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  • #10
@7
Ja, liebe FS,

die Haltung deutscher Männer einem bestimmten Frauentyp gegenüber hast Du gut beobachtet. Auch meine französische Freundin wundert sich immer wieder, sie findet deutsche Männer ausgesprochen machohaft. Darum hat es eine Frau hier sehr schwer, Weiblichkeit und beruflichen Erfolg zusammenzubringen. Das zeigt sich auch in der Kleidung: Will eine deutsche Frau in höheren beruflichen Sphären Erfolg haben, wird ihr empfohlen, einen dunklen Hosenanzug zu tragen. Aber in diesem Hosenanzug wirkt sie nicht mehr weiblich. Es ist ein Teufelskreis.

Dennoch glaube ich, dass es einen Mann geben wird, für den Du interessant bist; nicht alle deutschen Männer haben dieses geringe Selbstbewusstsein. Bleib also am Ball!
 
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  • #11
Liebe #9, hier noch einmal die FS:
Ja, um Gottes willen: diese hässlichen maskulinen Hosenanzüge für Karrierefrauen! Wie kann eine Frau auch nur erwägen, diese zu kaufen und sich anzuziehen. Ich kaufe mir skandinavische Kleidung, wenn ich z.B. in Kopenhagen, Malmö oder Reykjavík bin. Femine, qualitativ gute Kleidung und durchdachtes Design in guten Stoffen, Farben und Qualitäten! Ich habe nie verstanden, wieso eine Frau die Männer nachahmen muss, wenn sie meint, Erfolg haben zu müssen?! Eben die wunderschönen Unterschiede zwischen Mann und Frau geben dem Leben ein lebendiges Gewürz. Ich liebe Femininität bei Frauen und Maskulinität bei Männern, und das unabhängig von anderen Eigenschaften und Qualitäten.

Ja, du hast recht: deutsche Männer kommen mir sehr machohaft vor, dabei spürt man im Grunde ihre Unsicherheit und ihren Drang, sich darstellen zu wollen. Ich werde jedes Mal nachdenklich, wenn ich erleben muss, dass ein deutscher Mann sich von mir distanziert. Dabei kann ich doch "alles" bieten, finde ich. OK, ich bin schon 56, und da wird's eben auch nicht leichter! Wollen die Männer lieber ein Weibchen, das sich ihnen unterlegen fühlt und auch ist? Nein, ich gehe sanft mit meiner Intellektualität und meinen beruflichen Erfolgen um, und ich bin sehr feminin und attraktiv. Aber all das erschreckt die Männer scheinbar, obwohl ich zurückhaltend bei Dates bin und lieber die Männer reden (und fragen) lasse. Ich finde es ja aufrichtig interessant, wenn sie von sich berichten. Lebensläufe sind spannend!

Ja, ich bleibe am Ball; ich gebe so schnell nicht auf!
 
  • #12
@#7: Danke für Dein Feedback.

Sicherlich sind die Mentalitäten von Deutschen und Skandinaviern in manchen Bereichen unterschiedlich. Nichtsdestotrotz denke ich, dass für JEDEN der Wohnort und das Land einen entscheidenden Einfluss auf die Partnerwahl hat. Ich verstehe die Männer, die sich bei so vagen Äußerungen dann lieber zurückziehen. Wer will sich denn mehrere Jahre auf eine tolle Partnerschaft einlassen und dann wil die Frau plötzlich in ein anderes Land?! Also diese Unsicherheit wäre auch mir zuviel und sie ist gewiss auch der Mehrheit der deutschen Männer zuviel.

Danke für die tolle Bestätigung meines Argumentes mit dem "Wo ist da Platz für einen Mann?". Ich verstehe aber nicht, warum das in Skandinavien so anders sein soll. Die Balance aus Freizeit und Beruf, das Setzen von Prioritäten muss doch in jedem westlichen Land ähnlich ablaufen. Alles geht nun mal nicht gleichzeitig. Ich glaube, dass hat vorallem damit zu tun, wie intensiv und zweisam vs. wie unabhängig und distant man sich eine Partnerschaft vorstellt. Die Einstellung zu Distanz vs. Nähe und Unabhängigkeit vs. Paarfähigkeit ist nichts, das man als gut oder schlecht bewerten sollte, aber es sagt sehr viel darüber as, was für ein Leben man sich vorstellt und wer zu diesem Leben passen könnte. Wie so oft geht es also auch hier primär um Kompatibilität. Möglicherweise sind deutsche Männer diesbezüglich auf mehr Zweisamkeit und Nähe eingestellt, was ich wirklich nicht weiß und abschätzen kann, aber ich schätze, dass es auch in Skandinavien genug Paare gibt, die Nähe, enge Partnerschaft und Zweisamkeit ausleben wollen.

Ich finde im übrigen nicht, dass deutsche Männer in irgendeiner Form ein "Gockelgehabe" an den Tag legen und finde das höchst beleidigend. Als Ausländerin so negativ über das Gastland zu urteilen, finde ich regelrecht unverschämt. Deutsche Männer sind vielleicht noch Männer, ja, aber gockelhaft? Ganz und gar nicht. Eher schüchtern, schlecht im Flirten und sich nicht so körperlich in den Mittelpunkt stellend wie viele andere Länder mit "Gigolo-Attitüde". Vielleicht sind skandinavische Männer aufgrund der politischen Ausrichtung besonders verweichlicht und unterwerfend? Keine Ahnung, warum deutsche Männer so schrecklich auf Dich wirken und warum Du unter solchen Umständen überhaupt einen suchst...
 
  • #13
@#10: So, dann zähle uns jetzt doch mal auf, was Du Deiner Meinung einem Mann im passenden Alter zu bieten hast. Ich bin gespannt, was Du Dir so vorstellst, dass ein deutscher Mann bei Dir suchen könnte.

Ernst gemeint. Bitte antworten!
 
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  • #14
Hier die FS, Antwort an Frederika.

Sicher war das Wort "Gockelgehabe" schlecht gewählt, aber ich habe schon konstatiert, dass deutsche Männer ein Verlangen oder einen Wunsch nach Überheblichkeit, Mehr-sein-wollen (als die Frauen) und nach Souveränität haben.

Auf die Frage, ob Platz in meinem Leben für einen Mann an meiner Seite sei, antworte ich mit einem klaren "ja" und ich argumentiere dafür. Ich möchte jetzt hier aus Anonymitätsgründen nicht weiter ausführen, was ich beruflich mache, aber bei einem konkreten Gespräch bringe ich das schon herüber, dass ich seriös suche und auch "Platz" (Zeit, Engagement etc.) vorhanden ist.

Ich finde es ein wenig peinlich, weil prahlerisch, wenn ich jetzt aufzählen sollte, was ich einem Mann im pasenden Alter zu bieten hätte, aber OK, in Kurzform: ich will keinen Versorger, bin also finanziell sehr unabhängig, bin intellektuell und gebildet, kulturell versiert und interessiert, sehe attraktiv und feminin aus (möglicherweise vergleichbar mit eurer Ursula von Leyen), und ich kann bei vielen Themen mitreden und kann mich in vielen Kreisen bewegen. Es wird mir eine Ausstrahlung, Bildung und Attraktivität nachgesagt. Ich kann dabei durchaus fürsorglich, intensiv, engagiert, fühlend, beobachtend und empathisch mit Menschen umgehen (was ich u.a. beruflich ja auch gerne tue!). Der Mensch, mit dem ich zu tun habe, interessiert und bewegt mich in aller Regel. Ich kann unterscheiden und Entscheidungen treffen, und ich weiß, was ich kann und (noch wichtiger!) was ich nicht kann!

Ich sehe in Männern kein anderes, fremdes Wesen. Die deutsche, teilweise sehr rabiate Frauen- und Emanzenbewegung mag ich nicht, denn sie schafft mehr Abstand als Zusammenarbeit! Ich denke, in Skandinavien ist man einer friedlichen, gegenseitig respektierenden Umgangsform zwischen Mann und Frau wesentlich näher gekommen als in Deutschland. So scheint es mir auf jeden Fall. Ich kann mich in vielem irren, weshalb ich offen bin und bleibe und auch gerne diskutiere!
 
  • #15
@#13: Also Überheblichkeit kann ich bei deutschen Männern gar nicht empfinden. Gerade die südländer sind für mich viel eher die, die sich ach-so-schön, ach-so-wichtig und ach-so-toll finden. Deutsche doch eher fast das Gegenteil. Seltsam, dass das so unterschiedlich wirken und empfunden werden kann. Der Ausdruck "Gockelgehabe" trifft es daher meiner Meinung nach inhaltlich überhaupt nicht und verstellt Dir den Blick auf die tatsächlichen inneren Bewandnisse deutscher Männer. Im übrigen ist der Ausdruck abfällig und weit unter der Gürtellinie, wie ich finde, vorallem wenn man genau so einen eigentlich sucht.

Wo ich Dir recht gebe, ist, dass deutsche Männer wirklich fast nur horizontal oder nach unten daten und der Pyramideneffekt in Deutschland sehr ausgeprägt ist. Allerdings, und das relativiert das ganze drastisch, verhalten sich auch die überwältigende Mehrheit der deutschen Frauen genau so. Auch starke, erfolgreiche Frauen sagen von sich, "ich muss meinen Partner schon bewundern und zu ihm aufsehen können; ich möchte ihn toll finde; er muss Erfolg haben und angesehen sein". Deutsche Frauen und deutsche Männer komplementieren sich bezüglich des Pyramideneffekts perfekt. Insofern stellt er für die Deutschen kein Problem dar. Ich glaube aber, dass der Pyramideneffekt auch in vielen anderen Ländern gültig ist und eintritt. Ob Skandinavien wirklich eine Ausnahme ist, weiß ich leider nicht. Abgeschwächter erscheint er dort wohl zu sein.

Jetzt zu dem eigentlich interessanten Teil aus paarpsychologischer Sicht. Vorab, Dir braucht hier anonym nichts peinlich zu sein, es geht doch daum, dass wir Dir helfen und dass Du etwas über die deutsche Mentalität und Partnersuche lernst.

Was Du zu bieten hast:

1. finanziell unabhängig, keinen Versorger
2. intellektuell und gebildet
3. kulturell versiert und interessiert
4. attraktiv und feminin
5. Ausstrahlung
6. Du kannst fürsorglich, engagiert, empathisch sein
7. entscheidungsfreudig und selbstreflektiert

Dazu jetzt meine Analyse: 4., 5. und 6. sind Pluspunkte, alles andere bringt nichts bezüglich Deiner Chancen, das Herz eines Mannes zu erobern. Im Gegenteil, es ist eher hinderlich. Das ist die nackte Wahrheit -- die erfolgreiche, sogenannt "starke" Frauen meist nicht gerne hören und die von niveauvollen Männer dann auch noch irreführenderweise manchmal schöngeredet und weggeheuchelt wird.

1. Ja, finanzielle Unabhängigkeit ist wünschenswert, aber in dem Alter und auf Deiner Niveauebene auch selbstverständlich. Allerdings schränkt hohes Einkommen auch die Zielgruppe ein, denn ein Mann wird sich auf gar keinen Fall aushalten lassen und Du wirst Deinen Lebenstandard nicht senken. Es muss also mindestens passen und auf wieviele Männer trifft das zu? Wie hoch ist der Anteil der Männer die mind. 75% oder mehr von Deinem Einkommen haben?

2. Natürlich möchte sich ein Mann mit seiner Partnerin gut unterhalten und diskutieren können. Aber wenn sie intelligenter, intellektueller oder deutlich gebildeter ist, dann bekommt er schnell Minderwertigkeitsgefühle oder fühlt sich sonstwie zumindest unwohl. Das gefällt Männern einfach nicht. Männer erklären die Welt, aber lassen sie sich nicht gerne erklären. Auf Augenhöhe diskutieren und was lernen ist in Ordnung, aber nicht sich unterlegen zu fühlen. Im Gegenteil leiden Männer nicht unter einer niedrigeren Bildung ihrer Partnerin, solange sie über gesunden Menschenverstand verfügt und pfiffig ist. Intellekt und Bildung sind keine Pluspunkte für eine Frau, sondern schränken die Zielgruppe auf Männer mit mindestens ähnlichem Standard ein. Die aber wissen es dann natürlich auch zu schätzen, das ist logisch. Wenn ein Mann sagt, er erwartet Intellekt, dann hat er ihn auch selbst zu bieten.

3. Kultur ist bei Männer nicht hoch im Kurs. Die meisten tun nur so oder wollen damit glänzen oder es gehört dazu oder sie fühlen sich gut bis besser dabei. Aber viel mehr meist nicht. Der Anspruch an ein Äquivalent schränkt die Zielgruppe einerseits drastisch ein oder man muss beim Mann darauf verzichten. Hohen kulturelle Versiertheit ist kein Pluspunkt für die Partnersuche.

7. Selbstbewusstsein, Entscheidungsfreude, Dominanz sind schwierige Themen, weil jeder etwas anderes darunter versteht. Selbstbewusstsein ist für viele niveauvolle Männer bei Frauen eine positive Eigenschaft. Nicht alle wollen das schüchterne Häschen, viele finden den selbstbewussten Augenkontakt, die Selbstsicherheit einer Frau toll und herausfordernd. Aber alles hat seine Grenzen. Sie darf dabei nicht dominant oder herrisch, im Privaten eben auch nicht geschäftlich oder hart oder gefühlskalt rüberkommen.

Jetzt zum Gegenteil, was hätten Männer denn bei Dir gesucht?

+ ich bin warmherzig, einfühlsam und fürsorglich
+ ich bin natürlich, unkompliziert und pflegeleicht
+ ich bin zärtlich, sanft, kuschelig, weiblich
+ ich bin schlank, anmutig, geschmeidig, knackig
+ ich habe eine weiche, sanfte Stimme
+ ich habe eine natürliche Schönheit, schminke mich wenig, bin schnell aus dem Bad
+ ich kann gut vermitteln und ausgleichen, bringe Geborgenheit, vermeide Kampf und Streit
+ ich würde gerne viele gemeinsame Interessen haben und viel zusammen unternehmen
+ ich bin sportlich, unternehmungslustig, naturverbunden, praktisch, pragmatisch

Männer suchen eine Frau, um ein Gefühl der Geborgenheit, Verbundenheit zu bekommen und bieten zu können, eine Frau zu beschützen und zu versorgen, ein klein wenig bewundert zu werden, eine Frau zu haben, die gerne an ihrer Seite ist -- und umgekehrt natürlich.

Männer suchen keine Frau mit Erfolgen, Einkommen, Durchsetzungsvermögen. Bestenfalls stört das nicht, aber aktiv gesucht wird es nicht.
 
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  • #16
Liebe Frederika, hier wieder die FS:

Ich mag den Dialog mit dir. Du gibst mir gute Antworten, die ein Pro und ein Kontra beinhalten.
Du gibst mir im positiven Sinne zu denken, nicht zuletzt weil du auch schreibst, du willst (und andere sicher auch) mir helfen.
Herrlich (!) finde ich es, dass du schreibst, Kultur stehe bei Männern nicht hoch im Kurs. Tjaa...
Ich bin anders sozialisiert als eine deutsche Frau. Sicher nicht wesentlich, aber in doch entscheidenden Punkten. Für mich war es immer eine Selbstverständlichkeit, dass ich eine gute Ausbildung, Kinder, Arbeit, Unabhängigkeit haben würde. Etwas anderes habe ich nie in Erwägung gezogen. Dass mir das Lernen leicht gefallen ist und ich viele Interessen habe, hat mir in meinem Lebenslauf nie geschadet! - und dann doch wieder, vielleicht bei der Partnersuche. Und ich bin nicht (wie deutsche Emanzen) kriegerisch, feixend und maskulin. Zusammenarbeit ist mir wichtig.
Ja, ich habe bemerkt, dass ich wesentlich mehr verdiene als ein deutscher Professor oder Manager. Es ist eben so gekommen, es ist Teil meines Lebenslaufes, dass ich mich beruflich etc. gut gehalten habe. Es steht mir auch nicht auf der Stirn geschrieben, und ich rede nicht oft darüber!
Gleichzeitig liebe ich es, meine Femininität hervorzuheben und dabei Geschmack, Design og Stil zu beachten. Selbstverständlich im dezenten, natürlichen skandinavischen Stil ohne übertriebenen Schmuck oder massenweise Schminke, aber qualitäts- und designbewusst. Ich habe meinen Stil gefunden, und ich merke dennoch das "Anderssein". Ich bin schlank, eher zierlich, blond (auch von Natur aus), knapp 170 cm, gesund und lebhaft.
Vermitteln von Wärme und Geborgenheit: ja, wird mir eindeutig nachgesagt. Meine Stimme kann ich nicht beurteiln (habe noch keine negativen Bemerkungen gehört), kuscheln, zärtlich sein, auf andere eingehen können etc. - ist bei mir vorhanden, das weiß ich.
Unkompliziert und pflegeleicht: nicht immer (arbeite daran). Sportlich: gar nicht, sieht man mir nicht an, weil schlank, gesund und leicht in den Bewegungen (sagt man).
Tja, das Alter spielt schon eine Rolle, denke ich. Sicher auch, dass manche Angst haben, ich kehre zurück in mein Heimatland (was ich nicht ausschließe).
Ich denke, dass kulturelle Aspekte schon eine Rolle spielen, nicht zuletzt das Frauenbild; dabei könnte alles doch so selbstverständlich und unkompliziert sein.
 
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  • #17
liebe FS,
nachdem ich (w/53) nun alle Beiträge gelesen habe, möchte ich dir sagen: so wie du bist, bist du gut genug! All das Geschwafel von "Was Männer suchen oder nicht suchen" ist viel zu pauschal - es gibt ihn nicht DEN typischen MANN. Ich kenne Männer, die stolz auf ihre erfolgreichen Frauen sind, andere wieder, die mehr auf den Weibchentyp stehen, der beschützt werden will, auch genug solche, die kleine Machos sind. Lass dich nicht klein reden, auch nicht von Menschen mit ihren Rat-Schlägen.
Ich hab mich in die Rolle als Mann versetzt und deine Frage aus diesem Gesichtspunkt gelesen: das einzige, was mich dabei stutzig machen würde, ist: "Hab ich in ihrem Leben überhaupt Platz? und "Was ist, wenn sie wieder nach Skandinavien zurückgeht?". Diese Fragen würden mich als möglicher Partner sehr verunsichern. Kann es auch sein, dass du ein sehr "intensiv" fühlender Mensch bist? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Eigenschaft Männer zum einen anzieht und zum andern zutiefst erschreckt.
Ich wünsche dir alles Gute und bin überzeugt, dass es den Richtigen für dich gibt.
 
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  • #18
Frederika was meinst du mit "pflegeleicht"? Männer suchen eine Frau keinen Kaschmirpullover.

Die von dir beschriebenen Attribute klingen etwas arg niedlich, ich bin mir nicht sicher, ob Männer da wirklich drauf stehen, es sei denn sie suchen so ein verblödetes Weibchen.

Es gibt durchaus Männer die Frauen suchen die beruflichen Erfolg haben, intelligent sind, nur sollte dabei die weibliche Seite nicht darunter leider. Kann es eigentlich sein, dass du dich etwas zu sehr an die Männerwelt anpasst?
 
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  • #19
Hier die FS. Danke, liebe #16, danke für deinen Beitrag.
Ja, ich bin ein intensiv fühlender Mensch, aber auch realistisch-pragmatisch. Genuss- und Kopfmensch. UNd: der Richtige wird schon auftauchen. Ich gebe nicht so schnell auf.
 
  • #20
@#15: Liebe Fragestellerin, aj, der Dialog bringt auch mir Spaß.

Zur Kultur muss ich mich natürlich schon ein wenig einschränken. Natürlich gibt es auch unter Männern welche, die von Klassischer Musik oder Malerei begeistert sind. Aber ich denke schon, dass es vorallem bei breit angeleten kulturellen Interesse und vorallem auch kultureller Bildung weniger Männer sind, die das nun gerade in einer zukünftigen Partnerin suchen und auch nur wenige, die in ihrer Freizeit stark bevorzugt der Kultur frönen möchten. Ganz überwiegend bekomme ich im durchauzs gehobenen Kollegenkreis mit, dass solange man sich nicht so genau kennt, viel von Kultur wie Theater, Vernissage, Konzert, Oper die Rede ist, aber sobald man sich besser kennt, geben fast alle ausnahmslos zu, dass sie es ihrer Frau oder Freundin zuliebe machen oder weil "es dazu gehört", wobei "es" dann wahlweise Bildung, Gesehenwerden, Partnerschaft bedeutet.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die skandinavische Emanzipation ganz anders ist als die deutsche -- ich weiß es aber nicht. Die deutsche Art des Feminismus ist ja eher Männerfeindlichkeit als Frauenfreundlichkeit und wird genau deswegen nicht nur von Männern, sondern auch von vielen Frauen abgelehnt. Letztlich ist dieser Punkt ja aber nicht der Kern dieses Threads.

Ich glaube Dir, dass Du die genannten weiblichen Eigenschaften hast -- worauf ich hinauswollte ist, dass Du ursprünglich dachtest, dass Du mit anderen Attributen punkten würdest. Das, was Du zunächst aufgezählt hast, würde eher einen Arbeitgeber interessieren als einen deutschen Mann. Ich denke daher, dass dieser Effekt nicht nur hier im Forum auftreten wird, sondern auch bei der Partnersuche. Ich vermute einfach, dass Du Dich auch dort dem Mann als intellektuelle, kulturelle, breit gebildete, selbständige, erfolgreiche Frau vorstellst -- denn genau darauf bist Du stolz und genau so definierst Du Dich. Nur das lockt keinen Mann hinter dem Ofen vor! Das respektiert er vielleicht, manche werden es bewundern, anderen ist es möglicherweise völlig egal. Das, was sie wissen möchten, ist doch, ob sie mit Dir Spaß haben werden, ob Du eine liebe, sanfte, zärtliche Frau bist, ob Du Lust hättest, viel zusammen zu unternehmen, die gemeinsame Freizeit toll zu gestalten, ob Du Zeit und Spaß an einem Leben zu zweit hättest.

Du stellst wahrscheinlich Attribute von Dir dar, die für die Partnersuche unwichtig sind, aber die Dich sehr professionell, vielleicht sogar einschüchternd oder überlegen erscheinen lassen. Du müsstest aber vielmehr Deine private, weibliche Seite betonen und das Berufsleben ausblenden.

Im Rahmen der Profilchecks formuliere es das immer so: Wenn der Mann das liest, dann muss er sich sagen, "Wow, so eine Frau habe ich schon immer gesucht; mit der würden die Wochenende Spaß bringen, auf die gemeinsame Freizeit mit ihr würde ich mich freuen!"

Genau dieser Grundgedanke ist es, der Männer anlockt. Dieser Gedanke begeistert Männer, vorallem wenn sie dann noch das Gefühl haben, der Frau etwas bieten zu können und von ihr bewundert zu werden.
 
  • #21
@#16: Niemand behauptet, dass alle Männer gleich sind. Aber es gibt signifikante Häufungen von einigen begehrten Attributen und es gibt auch Attribute, die nur von sehr wenigen nachgefragt werden.

Du hast aber recht, dass die Skandinavien-Frage und die "Wo ist jein Platz?"-Frage die beiden entscheidenden in diesem konkreten Falle sind. Volle Zustimmung.

@#18: Nun sind Kaschmirpullover ja kein besonders gutes Beispiel für pflegeleicht, oder? ;-) Mit pflegeleicht meine ich zum Beispiel, eine Frau, die keine Stunden im Bad braucht, der man auch mal die Haare wuscheln darf, die sich auch mal unprätentiös irgendwo schnell umzieht, die nicht den Abend gelaufen sieht, weil die Haare im Regen feucht werden, die nicht übersensibel auf jedes Missverständnis reagiert und so weiter. Alle mir besser bekannten Männer nervt es einfach nur, wenn eine Frau ewig shoppt, ewig im bad verbringt, über "was soll ich anziehen" jammert oder unanfassbar ist, weil Schminke, Frisur, Kleidung oder sonstwas verrutschen könnte.

Im ürbrigen versichere ich Dir, dass ich keinerleii Rolle spiele, sehr authentisch bin und mich nicht den Männerwelt anpasse. Ich lasse mich aber auch nicht von Pseudo-Feminismus diktieren oder von der ach-so-modernen Gesellschaft sagen, dass Frauen möglichst irgendwie wie Männer sein müssen. Ich bin gerne Frau. Und trotzdem intelligent und beruflich erfolgreich.
 
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  • #22
Hier die FS. Danke an alle, die mir Denkanstöße gegeben haben. Sie haben mir sehr geholfen, ud ich werde weiter nachdenken und in mich hineinfühlen.
Und an alle "Emanzen": Feindseligkeit und Kampf ist NIE gut. Zusammenarbeit, Respekt, Menschlichkeit, Toleranz, Weitsicht ..... das ist es, was den Menschen ausmacht.
Auch weitere Beiträge werde ich mit hogem Interesse lesen.
Danke euch !!!
 
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  • #23
Darf ich mal als Mann etwas dazu sagen?

Zuerst einmal meine Antwort für die FS: Nein, eine Frau sollte sich nicht kleinreden.

Die Frage, ob Männer mit starken Frauen umgehen können, kann nicht einheitlich beantwortet werden.
Der eine kann es, der andere nicht. Männer sind grundsätzlich verschiedene Individuen.

Ich zB. mag starke Frauen am denen Mann sich dann auch mal reiben kann und muss.

Neben dem, was jemamd "zu bieten" hat, sind doch aber ganz andere Dinge entscheidend:

Bist du in der Öffentlichkeit? Müsste ich zum Damenprogramm oder zum Bundes-Presseball? Könnte ich nicht mit umgehen.

Was versteht eine intellektuelle Frau unter Kultur: Oper, Klassik, Malerei? Oder darf es auch Kleinkunst, Rockkonzert, Currywurst oder Kneipe sein?

Wo stehst du politisch, bist du religiös, was bedeutet Familie für dich? Welche Werte sind dir sonst wichtig?

Für eine Partnerschaft sind dass die wesentlichen Dinge, die passen müssen und das hat mit "etwas bieten können" nichts zu tun. Übrigens passen sie in der Regel nicht, wenn man intellektuell zu weit auseinander liegt.

Daneben ist Sex und Zweisamkeit sehr wichtig. Kannst auch mal Weib sein statt Dame?

Wenn diese Dinge passen und dann noch bei einer starken Frau: Um so besser!!

Noch zwei Bemerkungen:
Ja, manche Männer sind manchmal Gockel. Z.B wenn sie in einem Meeting mal ganz subtil rüberbringen, wer eigentlich hier was zu sagen hat. Und da gibt es wenig Unterschiede zwischen den Nationen.
Frauen sind oft sachlicher. Allerdings tun es oft gerade die Erfolgreichen den Männern in dieser Hinsicht gleich.
Und nein: Männer suchen sich keine Frauen die sie bewundern. Und Selbstwewusstsein und Dominanz sind eigentlich keine schwierigen Themen. Immer zu gewinnen ist genau so langweilig wie immer zu verlieren frustierend ist. Ausgeglichen sollte es sein.
 
  • #24
Liebe FS,
du irrst nicht!

Irgendwie finden Männer es cool, wenn eine Frau viel drauf hat.
Habe bisher immer erlebt, dass Männer den Hut vor mir und dem, was ich leiste und geleistet habe, weiß und kann ziehen.
Ich kann anpacken, habe Durchhaltevermögen, Power, stehe im Leben meine Frau (und Mutter und Chefin).

Ich habe eine Menge Interessen, bin ohne Vorurteile, warmherzig, einfühlsam, verständnisvoll, liebevoll, fürsorglich, hilfsbereit, humorvoll, weiblich, einsatzfreudig, konsequent, erfinderisch, scheue keinen Stress, keine Mühe, keinen Konflik ... naja, und so weiter ...

Und doch ... ab einem gewissen Grad fühlen sich manche Männer unwohl damit.
Weil sie sich irgendwie "weniger wertig" fühlen.
Ich kann das gar nicht verstehen.
Ich bin halt so wie ich bin. Und sie sind wie sie sind. Für mich alles okay.

Ich habe erfahren, dass das, was Männer auf mich aufmerksam werden und sie sich für mich begeistern ließ, später ein "Problem" für sie war.

So sind sie halt.

Ich sehe es so:
Der zu mir passende Mann wird damit Können, es wird für ihn keine Schwierigkeit sein.
Die, die damit langfristig betrachtet nicht umgehen können, sind nun einmal nicht die Richtigen.

Und es gibt sie, die Männer, die damit null Problem haben.
Sie stehen nur nicht an jeder Straßenecke und warten darauf, dass du oder ich oder ... um die Ecke kommen.

So leb dein Leben ... und der Richtige wird sich zeigen.
Ich bin ganz fest davon überzeugt.
Meist passieren die entscheidenden Dinge im Leben immer dann, wenn wir sie am wenigsten bis gar nicht erwarten.

Ich bin schon gespannt!!

Du auch?
 
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  • #25
mit dem Kaschmirpullover hast du recht, das Beispiel passte nicht wirklich.

Die meisten Frauen die ich kenne erfüllen allerdings auch die von dir beschriebenen Attribute nicht, ewig lange im Bad, bla bla bla.
Keiner hat gesagt dass Frauen wie Männer sein müssen, da hast du wohl meinen letzten Satz nicht genau gelesen. Es sollte durchaus ein Unterschied erkennbar sein zwischen Mann und Frau.
Aber die Attribute die du aufgezählt klingen mir zu sehr nach Anpassung, wie Männer Frauen wollen. Mag ja sein dass Männer in deinem näherem Umkreis solche Frauen mögen, in meinem definitiv nicht. Ich bin immer vorsichtig, wenn Frauen die Männer plötzlich besser verstehen als sie sich selbst. Das hat was anbiederndes für mich, sorry wenn ich es so krass formuliere.

Mir geht es als Frau eher darum was ich möchte, also wie muss der Mann sein der zu mir passt. Das hat übrigens nichts mit Pseudo-Feminismus oder der ach-so-modernen Gesellschaft zu tun, sondern einfach damit dass man/frau wissen wo sie stehen. Lass die Schlagwörter weg sie passen an dieser Stelle nicht.

Ich bin auch gerne Frau, intelligent und beruflich erfolgreich, aber das alleine reicht nicht um einen Mann auf Dauer zu begeistern, aber das scheinen viele noch nicht kapiert zu haben.
 
G

Gast

Gast
  • #26
Also, mir hat meine Schwiegermutter, ebenso meine Exschwiegermutter und die Exschwiegermutter davor (nu ist Schluß damit, mehr Exschwiegermütter hab ich nicht zu bieten...) geraten, mich "klein" zu machen, als wir mal Streit hatten, ihn den "Mann" sein zu lassen, ein wenig zu weinen und mich unterzuordnen. Das sind alles Frauen im Rentenalter, in Deutschland geboren, verheiratet und aufgewachsen.....noch Fragen?
Natürlich hab ich das NICHT gemacht, kann ich gar nicht!
Und so frag ich mich oft wirklich, ob wir denn nicht doch irgendwo in vergangenen Zeiten leben, besonders, wenn ich solche Fragen lese....kopfschüttel
 
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