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  • #1

Sollten Frauen ihre Nägel kurz halten? Und sind Tatoos etwas für die Unterschicht?

 
  • #2
Fingernägel: Ja, ich finde kurz viel besser. Das signalisiert, dass man selbst arbeitet und anpackt und keine Tussi ist, die machen lässt. Lange Fingernägel sehen auch nur bei ganz wenige Frauen überhaupt gut aus, fast immer wirkt es tussig oder prätentiös-gekünstelt. Es gibt aber einige modisch-stylische Frauen, denen es halbwegs steht und zum Gesamteindruck passt. Die allermeisten Männer lassen sich durch lange Fingernägel aber eher abschrecken als anlocken, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.

Tätowierungen: Ja, eindeutig ein Sammelsurium von Minderheiten -- Seefahrer, Kriminelle, Rocker, Motorradfahrer, Unterschicht ("Arschgeweih"). -- Für mich kommt kein Tätowierter in Frage. Wer so etwas seinem eigenen Körper antut, passt definitv nicht zu mir und ich möchte mich auch niemals mit so einem Typen öffentlich zeigen. Brrr... geht echt gar nicht.
 
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  • #3
in Ost-Berlin sind alle Schichten von Kopf bis Fuß tätowiert !
 
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  • #4
Ja, das sind wirklich zwei Fragen, die die Welt bewegen.... Guck doch einfach mal in der Themenliste, die Fragen sind wirklich ein alter Hut (und vor allem die Meinungen dazu).

w, 40
 
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  • #5
Fingernägel: ich trage sie nicht ganz kurz, etwas über Fingerkuppe. Dazu gehe ich auch ins Nagelstudio, es sieht aber total natürlich aus, immer wie frisch lackiert. Ich habe nie French oder Glitzerblümchen oder so Zeug. Nur zart rosa und etwas länger als sie bei mir in natura halten würden ohne zu brechen. Alles was lang und bunt und schon von weitem künstlich aussieht, wirkt billig, tussig und unintelligent.
Tattoos und Piercings: nee, niemals, würde ich selber nicht wollen und fände ich auch beim Partner peinlich. Ich würde aber ein Auge zudrücken, wenn es nicht riesig und für Jeden sichtbar ist. Es hat wirklich was unterschichtiges, auch wenn es inzwischen in den besten Familien vorkommt.
 
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  • #6
Tatoos sind immer "Assi", lange Fingernägel oftmals !
 
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  • #7
Bin bei dem Thema liberal, jeder wie er meint. Sooo sehr ansprechend finde ich beides nicht.

Side-Kick: Habe vor kurzem noch mit mehreren Freunden darüber gesprochen, wie deutlich in den letzten Jahren die Anzahl rauchender sowie auch tätowierter Frauen zugenommen hat. Dem stimmten alle anhand von eigenen Wahrnehmungen zu.
 
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  • #8
In Berlin, insbesondere Ost-Berlin, gibt es eine sehr grosse Unterschicht; ausgiebige Tätowierungen sind dort in allen Altersgruppen an der Tagesordnung. Wenn manch einer so viel Aufmerksamkeit in seine Berufsausbildung stecken würde, hätten diejenigen sicher weniger Vermittlungshemmnisse in bezahlte Tätigkeiten.
 
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  • #9
Lange Fingernägel und Tatoos signalisieren ICH BIN GERNE SEXOBJEKT und wirken daher auf Männer erotisch sehr stimulierend.

Ob wir nach dem Sex allerdigs bleiben wollen, ist ne kompliziertere Frage ;-)

m/41
 
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  • #10
Lange Fingernägel finde ich abstoßend.
Tattoos wirken auf mich - hat nichts mit Motiv u. Ä. zu tun - prollig.
Beides zeugt für mich nicht von "Klasse".
 
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  • #11
Hm, ich bin tätowiert (unauffällig) mein Partner auch und wir sind Beide nicht aus der Unterschicht - und nun? Motorradfahrer sind wir auch...

w/39
 
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  • #12
Ich finde Tattoos,gerade wenn man ins Alter kommt,eher "peinlich".
Ich stelle mir vor,wenn in 30Jahren in den ganzen Altenheimen die Omas mit Arschgeweihen rumlaufen...:D
 
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  • #13
Ich hätte meine Gedanken vermutlich nicht in Buchstaben gefasst. Brauche ich auch nicht mehr.
Unter 1# sind sie zu lesen. Ich kann es so unterschreiben. M 54J
 
  • #14
Nun, ich kenne durchaus (sehr ästhtetisch) tätowierte Männer, die keineswegs irgendeiner Unterschicht angehören. Sie stehen einfach zu ihren "Jugendsünden". Es gibt überhaupt so einige Tattoos an den passenden Körperstellen, die sehr spannend aussehen können - und vor allem nicht für jeden sichtbar sind.
Aber: Das klassische "Arschgeweih", auch bekannt als "Schlampenstempel" geht natürlich überhaupt nicht. Genausowenig wie ein Delphin oder ein Einhorn oder ähnlicher Kitsch.

Mit langen künstlichen Nägeln, am besten noch in bunt und mit Glitzersteinchen, kann frau sich m.E. auch sehr schnell und für jeden sichtbar als wenig niveauvoll bzw. sehr tussig outen.
 
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  • #15
@8 wenn man ein Tattoo hat, dann ist man gerne Sexobjekt? Aja...In Deiner Phantasie vielleicht:)

w
 
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  • #16
Kurze, gepflegte Nägel sind allemal besser als lange Krallen.
Interessant stelle ich mir eine Statistik zum Berufsabschluss der Nagelstudio-Kundinnen vor. Da kann man nur vermuten, und zwar nichts allzu Hochfliegendes... ;-) Für mich persönlich wäre es völlig undenkbar, ein solches Studio aufzusuchen, es hat für mich den Proll-Touch. Andererseits sollten Nägel natürlich immer gepflegt sein, aber das geht auch ohne schichtenweise Lack, Plaste, Steinchen und - schlimmstenfalls - Federchen und anderen Karnevals-Firlefanz auf den Nägeln.
Tattoos sind in meinen Augen eine Entwertung des Körpers. Sie können nicht einfach wie normale Kosmetik entfernt werden und sehen im Alter unästhetisch aus. Wer solche Spielereien, Mutproben oder Geschmacksextreme durchzieht, rangiert für mich ebenfalls in der Proll-Liga.
 
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  • #17
Ich bin zwar auch tätowiert, im Alltagsleben allerdings nicht sichbar. Es gibt aber durchaus einige Tattoos, die mir nicht gefallen - beispielsweise sehr bunt, Totenköpfe, Rosen oder Drachen - kommt auch sehr auf die Körperstelle an, ansonsten finde ich das weniger schlimm und wenns zum Typ passt, warum nicht.

Künstliche Fingernägel: wenn sie nicht zu lang und krallenartig sind und nicht mit Blümchen verziehrt sind, finde ich das auch ok. Besser als zu kurz und "abgefressen".
 
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  • #18
Bin doch sehr erstaunt, wie schnell man tätowierte Leute in die "Unterschicht-Schublade" steckt - es mag ja durchaus sein, dass man gerne mal das Bild des achselhemdtragenden Hartz-IV-Prolls vor Augen hat, der von oben bis unten tätowiert ist, aber bitte vorsichtiger mit Vorurteilen umgehen, bitte - und weshalb wertet man seinen Körper ab, wenn man tätowiert ist @15?

w
 
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  • #19
Herrlich diese Einteilung nach Fingernägeln in Ober- und Unterschicht. Ich werde es meinen Kolleginnen mal erzählen, dass sie wohl alle recht prollig sind. Dabei leben wir nicht mal in Ostberlin.

Über Geschmack lässt sich nicht wirklich streiten. Mir gefallen diese zwei genannten Sachen auch nicht. Doch ein intelligenter Mensch sollte zu etwas Toleranz und Differenzierung fähig sein.
 
  • #20
Kurzabriss des Themas: Tattoos

"Das Tattoo" existiert nicht, ebensowenig ist "das Tattoo" per se unterschichtig, proletarisch und hässlich. Es existieren durchaus solche Tattoos und diese sind generell in der Mehrheit, aber gerade für die Besserverdienenden und sogenannten "elitären Kreise" gilt dieses eben nicht. Eine Verallgemeinerung in diese Richtung wäre vorsätzlich irreführend. Ebenso ist die Zuordnung von Tättowierten zu einer bestimmten gesellschaftlichen Schicht nicht statthaft solange der zu besprechende Personenkreis durch andere Qualifikationen bereits gewisse Kreise ausschliesst. Sicherlich finden sich in Unterschichten mehr sichtbar Tättowierte als in gehobenen Kreisen, da hier aber per se nur eben diese "gehobene Schicht" zur Partneranbahnung in betracht gezogen wird, kann hier daraufhin der Umkehrschluss "wer ein Tattoo besitzt, gehört (trotzdem) zur Unterschicht" nicht gezogen werden
Grade im Hochpreissegment finden sich (Ganzkörper) Kunstwerke die den Körper nicht unwesentlich aufwerten, optisch wie auch ideell.
Grade weil diese Gesamtkunstwerke selten sind, ist der Wert Dieser hoch anzusiedeln.

Grundsätzlich sollte gelten: Ein Tattoo ist ein Auszeichnung, eine sichtbare Erinnerung. Ich habe am Wochenende einer Mathematikerin und jungen Mutter ihren ganz persönlichen Lebensbaum auf den Fuss/Unterschenkel bringen dürfen. Sie hatte dort ihren ganz persönlichen Lebensweg verewigt inkl. der beiden ersten Zeichnungen ihrer Kinder.


d.h.Um auf die Frage zurückzukommen: nein, selbstverständlich sind "Tattoos" nicht nur etwas für die Unterschicht, Tattoos sind aus der (Ur-) Historie betrachtet seit jeh her eher etwas für die "Elite" gewesen. Sei es nun der Steinzeitliche europäische Jäger der sich diese Ehrung erst verdienen musste oder der polynesische Stammesfürst der Kraft seiner Amtswürde das Tattoo tragen durfte.
 
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  • #21
@19 Hellekeen: Danke für diesen sachlichen und sehr informativen Beitrag!

An die meisten anderen: Gilt auch hier (wie schon bei anderen Themen, die sich mit Äußerlichkeiten beschäftigen) nicht der gesamte Mensch? Warum wird nicht gefragt, was der/die Einzelne für Gründe hat für Tätowierungen?

Wird hier die Qualität von Tätowierungen nicht in Betracht gezogen? Und vor allem die sehr persönliche Geschichte, die eine Tätowierung erzählen kann? Daß manche Menschen sich über viele Monate hinweg Gedanken über eine anstehende Tätowierung machen, bevor sie diese realisieren lassen? Daß manche "Körperbilder" in Symbolen Erinnerungen sind, auch an einen geliebten Menschen, der nun nicht mehr ist?

Daß Tätowierungen nicht immer "Jugendsünden" sind, sondern bewußte und nüchterne (also alkoholfreie) Entscheidungen einer erwachsenen Person? Und was diese gestochenen Bilder bitte mit Gesellschaftsschichten zu tun haben müssen?

Ich habe laut gelacht über die Ansammlung massiver Vorurteile und Urteile in den meisten Beiträgen hier.

There is often more to them than meets the eye... oder: Der Schein trügt - in beide Richtungen. Tätowiert oder nicht tätowiert.

w, 47
 
  • #22
Ich finde lange und lackierte Fingernägel furchtbar. Tattoos sind auch nicht so der Brüller.

Deswegen würde ich niemandem in Schubladen stecken, nur weil mir sowas nicht sonderlich gefällt.
 
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  • #23
@ 18&19

ein "dezentes" Tatoo geht für mich völlig in Ordnung und kann einen Menschen auch zieren

Aber mir selbst fallen bei Tatoo (Runen, Flammen an Hals und Beinen, HassGesichter über den gesamten Hinterkopf, "Lofe", nicht Love oder "Hass" über die Finger der Hand) erst einmal die Gestalten auf die sich im Muscle-Shirt oder mit freiem Oberkörper, die Bier-Pulle in der Hand und Glatzen-Sprüche gröhlend (das weibliche Pendant vom Typ Mandie-an der Seite, Bully an der Leine) durch Lichtenberg, F´Hain eigentlich die meisten Bezirke Ost-Berlins bewegen. Bei meiner Kundschaft treffe ich hin und wieder auf die Knastträne oder die berühmten drei Punkte auf der Knacki-Hand (Glaube, Liebe, Hoffnung).