• #1

Spätstudierende Frauen

Hallo, liebe Männer,
was haltet ihr von Frauen, die im fortgeschrittenen Alter (Ende 40) studieren, um sich nach der Familenarbeit beruflich neu zu orientieren (dann mit zwei Studienabschlüssen)?
Der Lebensunterhalt ist gesichert, aber es können derzeit keine Großausgaben gemacht werden. Weil mittlerweile ja viele Männer auch finanziell "Augenhöhe" möchten. Oder zählen für euch Attraktivität und Lebensfreude doch mehr?
 
  • #2
Also ich finde es gut. Wenn du das machst um ein ernsthaftes Ziel zu verfolgen gibt es keine Altersgrenze! Als Partner würde ich das voll und ganz unterstützen!
M45
 
  • #3
Ich halte es bei solchen Fragestellungen wie eine Bank, die man zur Unterstützung von Vorhaben mit in's Boot holen möchte! ...und wisst ihr, was ein Banker bei sowas sagt/fragt?:

"Können Sie uns ein Geschäftskonzept und einen schlüssigen Bussinessplan vorlegen?"

Übersetzt heißt das: Wenn es ein "hartes" Fach ist, das sie nochmal studieren, will. Wenn es vielleicht konsekutiv zur ersten Abschluß passt, wenn sei mit dem studierten Fach später wirklich was bewegen kann .etc. etc.

...dann hätte sie meine volle Unterstützung!

Da ich (in dieser Hinsicht) viel Glück hgehabt habe und sehr gut gestellt bin, würde ich da auch alles reininvestieren, was z.B. Auslandssemester, Studiengebühren, etc. on top kosten könnten.

Worauf ich keine Lust hätte, wäre eine Frau, die schon im ersten Studium lasch war und die dadurch die Performance dieses akademischen Berufs nicht "auf die Straße bachte" ....und nun noch eine zweites lasches und brotloses Fach studieren will. (z. B. nach Archivkunde jetzt Sozialpädagogik)

V.m44
 
  • #4
Ich rate ihnen ernsthaft ihre Bedürfnisse logisch auseinanderzudividieren.

Wollen sie attraktiv für einen Mann sein oder Geld für Großaufgaben haben?

Lohnt sich denn ein GANZES Studium um dann mit Anfang 50 gegen die Generation
Praktikum anzutreten (die es schon schwer hat eine Festanstellung zu kriegen)
um dann als Berufsanfängerin SIGNIFIKANT mehr zu verdienen? Eher nicht.

Wenn sie ihren Marktwert erhöhen wollen, um bei Männer gut anzukommen,
dann optimieren sie Figur und Äusseres und die eigene Austrahlung.

Es ist toll wenn eine Frau ihr eigenes Geld verdient. Besonders mit 30, wenn man
eine Familie gründen möchte. Dann liegt einem die Frau seltener auf der Tasche.

Das macht sie aber für Männer nicht attraktiver, sondern nur ungefährlicher.

Bei einer Frau Ende 40 ist es mir aber egal was sie beruflich macht.
Einkommen und Status spielen beim Marktwert des Mannes eine Rolle.
Bei Frauen jedoch NICHT. Da zählt Aussehen und Jugendlichkeit.

Frau möchte natürlich selbst definieren, was wichtig für ihren Marktwert ist.
Insbesondere weil man Fruchtbarkeit (Jugend) nicht wiederbekommt.
Da soll der Arbeitsplatz (Geld) die Fruchtbarkeit ersetzen. Das wird in den
nächsten paar Millionen Jahren so nicht eintreten.

Die Deutungshoheit erstreckt sich immer nur bis zum eigenen Geschlecht,
nicht auf das andere. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
 
  • #5
Ja, ein Studium bringt doch immer Erkenntnisse und damit Entwicklung!
Warum ist bloß Sozialpädagogik (Antwort 2) so schlimm?
Gerade in diesen komplexen Systemen wäre Wissen darüber notwendig!
Wissen ist auch mit Macht verbunden, wovor könnten Männer Angst haben?
Auch Männern wäre geraten auf ihre Ausstrahlung und ihre Gesundheit zu achten, also weniger Bauch, weniger Alkohol, weniger Nikotin...
Bildung hat für mich einen ganz hoher Wert und korreliert ohnehin mit Gesundheit!
Viel Freude mit deinem Studium!
 
  • #6
Hey Primrose,

ich finde deinen Entschluss sehr mutig, sind ja nur 3–4 Jahre oder ist es ein längerer Studiengang? Welches Fach?

Du hast immerhin noch mind. 15 Jahre zu arbeiten, da solltest du in einem Beruf sein, der dich glücklich macht. Gerade nach deiner Familienphase ist es Zeit, wieder an dich selbst und deine Wünsche zu denken. Ein Mann, der zu dir passt, wäre ein Mann, der es ebenso bewundernswert findet. Wer es nicht gut findet, unterstützt dich nicht in deiner Persönlichkeit und solche Leute brauchen weder Frauen noch Männer ;)
w30
 
  • #7
Da mir gutes Aussehen (das leider oft nur eine Momentaufnahme ist) und Fruchtbarkeit keineswegs das Wichtigste sind noch je waren, finde ich es gut, wenn eine Frau sich weiterentwickeln will. Ein Studium mit Ende vierzig sehe ich trotzdem skeptisch. Es sieht sehr nach Selbstverwirklichung und Hobby und weniger nach Ernsthaftigkeit aus. Doppelt skeptisch bin ich, wenn eine Frau von "Familienarbeit" spricht. Das klingt nicht nach nennenswerter Erwerbstätigkeit in der Vergangenheit und dass der Arbeitseifer dann mit Mitte fünfzig, wenn andere schon allmählich ans Kürzertreten denken, kommt, bezweifle ich.
 
  • #8
Bei Frauen jedoch NICHT. Da zählt Aussehen und Jugendlichkeit.

Zuerst einmal muß es "zählen" heißen statt "zählt". Auf Männer, die schon in der Rechtschreibung unsicher sind, mag dieses „Aussehen zählt mehr als Bildung” ja zutreffen, ich sehe das – mit Verlaub – etwas anders und sage: Hut ab vor einer Frau, die den Mut hat, sich mit 40 noch einmal neu zu orientieren.

Welches Studienfach wird denn angestrebt, wenn ich fragen darf?
 
  • #9
Wenn du wirklich sehr attraktiv und lebensfroh bist, was ich deiner Frage am Ende entnehmen darf, dann wirst du sicher einen lieben Mann finden.
Dein zweites Studium wird dich wahrscheinlich finanziell nicht nach vorn bringen, denn diese Jahre kannst du nie wieder reinholen, selbst wenn du später mit Anfang oder Mitte 50 einen Job in diesem Beruf finden solltest, was sehr unwahrscheinlich ist, wohlgemerkt als Berufsanfängerin.
Aber wenn du abgesichert bist, also für deinen Unterhalt nicht arbeiten mußt, finde ich das gut. Besser als zuhause zu sitzen.
Und solange du dem neuen Mann nicht auf der Tasche liegst, wird es ihm auch egal sein, dass du nun nochmal studierst. Ihm wird wichtig sein, dass du fröhlich und ausgeglichen und zufrieden bist, damit ihr eine harmonische Beziehung führen könnt.
Mit diesen Überlegungen im Hintergrund halte ich es für richtig, etwas zu studieren, was dir wirklich Spaß macht, selbst wenn es ein Soziologie-, Pädagogik- oder Kunststudium ist. Denn in eine Erwerbstätigkeit soll es ja ohnehin nicht münden, richtig ?
Sonst würdest du sicher eher versuchen, in deinem ersten Beruf Fuß zu fassen, stimmt's ?

Viel Freude :)

w 47
 
  • #10
Liebe Primrose,
auch ich bin nicht m -wie von Dir als AW-Geber gewünscht, sondern w und habe Ähnliches vor. Auch ich werde im Alter von 43 Jahren berufsbegleitend meinen Fachwirt machen, ab Herbst ´15 damit anfangen und eineinhalb anstrengende Jahre vor mir haben. Allerdings habe ich bei meiner Entscheidung nie den evtl. Zusammenhang zur Attraktivitätssteigerung für Männer erwogen, sondern ganz banale berufliche Gründe. Insofern kann ich Dich auch nur darin bestärken/befeuern: Mach´s - mach´s für Dich! ;-) Viel Erfolg bei Deinem Vorhaben! Ich bin mir sicher, dass sich nach erfolgreichem Bestehen Deine Frage für Dich - für uns - egalisiert ;-)
Viele Grüße und alles Gute!
Siska
 
G

Gast

Gast
  • #12
Nicht alle Männer sind gleich. Einen normalen Arbeiter könnte das nerven. Er könnte dich ständig mit deiner Schule aufziehen, dass du nichts hast, nichts bist und noch studierst und keine große Sprünge machen kannst.
 
L

Lexcanuleia

Gast
  • #13
Ich finde es toll:) ich habe auch mein Studium mit 30 angefangen, obwohl mir alle abgeraten haben. Ich hatte sogar ein Prof. Der mir ernsthaft gesagt hat, dass Frauen wie ich hier nichts zu suchen haben. Damit hat er gemeint: Frauen die ein Kind haben, über 30 sind und die deutsche Sprache nicht beherrschen. Jetzt habe ich mein Studium erfolgreich abgeschlossen und der Herr prof . Der jetzt dekan ist, hat sich geirrt.
Jeder hat nur ein Leben und jeder darf selbst entscheiden wie er sein Leben zu leben hat, soviel sollte in ein freies Land möglich sein.
Wenn du das möchtest und das für dich wichtig ist, dann mach es, es ist ja dein Leben.
Wenn irgendwann ein Typ, dich deswegen schief anschaut, dann ist er der falsche.

Mach das, was du für richtig hälst!
 
  • #14
Wenn die Frau leidenschaftlich von ihrem Studienfach überzeugt ist - ok.
Aber nicht, wenn nur aus einer Laune heraus - nur um den Mann zu beeindrucken - nur des Geldes wegen.
Ich kenne eine Frau, die anscheinend nur des Geldes wegen Rechtsanwältin geworden ist. Die tlw. Mängel im Talent dafür, sowie den menschlichen Schaden den sie dabei anrichtet, sind nicht zu entschuldigen. Gutes Einkommen - aber einsam ?
Eine andere Frau spezialisierte sich zur Scheidungsanwältin. Ihre berufliche Skrupellosigkeit würden mich bei der Partnerwahl zweifeln lassen.
Vielleicht wird es niemand wagen, diese Frau zu heiraten ?

Studieren und Lebensfreude schließen sich nicht aus - könnten sich sogar ergänzen.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #15
Liebe Forenmitglieder,
ich danke euch für eure zahlreichen Antworten und eure Meinungen.
fand ich, dass sich Männer gemeldet haben, die mein Vorhaben sogar unterstützen würden. Das ist für mich positiver als erwartet.

Besonders haben mich die Antworten von Frauen gefreut, die mir Mut gemacht haben, meinen weg zu gehen.

Es ist mir wichtig, richtig zu stellen, dass es mir NICHT um eine etwaige Attraktivitätssteigerung durch ein Studium geht. Ganz im Gegenteil, ich wollte wissen, ob potentielle Partner eher Abstand nehmen WEIL ich studiere.
Angestrebt wird: Juristisches Staatsexamen, philologisches Studium, beides fast fertig

@11. auch einen promovierten Akademiker können berufliche Pläne und Interessen der Partnerin sehr nerven und er kann es so wie der von dir geschilderte Arbeiter sehen- das habe ich bereits erlebt (und aus diesem Grund wieder frei für einen neuen Partner)

@Karlo: Deine Sichtweise entspricht leider eher der des Arbeiters von Beitrag 11 als meiner Lebenswirklichkeit
Lg W Ende 40
 
A

Ars_Vivendi

Gast
  • #16
Angestrebt wird: Juristisches Staatsexamen, philologisches Studium, beides fast fertig

In Deinem Alter ist auch entscheidend, ob gerade begonnen oder, wie Du, fast fertig.
Wenn Du am Anfang stehen würdest, wärst Du für mich als Partnerin uninteressant. Die Lebensphasen sind einfach zu unterschiedlich, mein Studium habe ich vor über 20 Jahren abgeschlossen. Außerdem ist es dann unter Umständen auch nur "brotlose Selbstverwirklichung".
Wenn Du fast fertig bist, sieht das anders aus. Du bist engagiert, hast das Studium durchgezogen und wirst auch eine Stelle damit finden. Nicht mit der finanziellen Perspektive, die Du mit 25 hättest, aber mehr als eine wiedereinsteigende Mutter wird es auf jeden Fall sein.
 
G

Gast

Gast
  • #17
Ich war in einer ähnlichen Situation wie du, allerdings keine Familienarbeit dafür bereits gefragten Studienabschluss und mehrere Jahre gutverdienend im Job. Ich habe mir gleiche Gedanken gemacht wie du. Die neue Ausbildung fällt in den Bereich der hier vielzitierten brotlosen. Notfalls bin ich durch meine Erstausbildung abgesichert. Ein Mann muss Verständnis haben, dass z.B. Urlaub im Fünfesterne-Golfresort nicht drinliegt und mir dafür eine spannende berufliche Tätigkeit wichtiger ist. Am Ende habe ich mir gesagt, dass ein Mann, der meine Einstellung nicht teilt, auch nicht zu mir passt.
 
  • #18
... ich wollte wissen, ob potentielle Partner eher Abstand nehmen WEIL ich studiere. Angestrebt wird: Juristisches Staatsexamen, philologisches Studium, beides fast fertig ...
Der Fehler liegt für mich schon darin, warum du das überhaupt wissen willst. Wenn du doch schon fast fertig bist, dann müsstest du es doch eh gemerkt haben? Wenn du meinst du willst was anderes machen und studieren und kannst dir das leisten dann ist das so. Auch ob du eine Stelle findest oder nicht geht keinen was an und ist dein "Problem". (Eher denke ich natürlich das es keins ist. Wird sich schon was finden!) Für mich wäre auch ein Partner der von meinem Job genervt ist nicht in meinem Horizont vorhanden. So jemand taucht in meinem Leben schlicht nicht auf. Ebenso wie ich entweder den Job und die Berufung meines Freundes respektiere oder mich raushalte. Die Fragerei hier hilft dir nichts. Das Leben draußen wird es zeigen. Du triffst den richtigen Partner oder eben nicht. Mit oder ohne zweites Studium. Ich glaube außerdem auch, das in anderen Ländern, weniger unkige Unterstellungen ("brotlos, bringt bestimmt keine Kohle, bin ich skeptisch wenn ich mal ins blaue spekuliere, oder: wenn du was machen SOLLTEST was MIR nicht passt, oder Frechheiten wie: wirste nicht fruchtbarer jünger und schöner von") kämen. Freu dich über dein fast geschafftes Ziel und sei guten Mutes. Der Fehler ist für mich wie gesagt überhaupt zu fragen. Damit drückst du dich ganz von selber in eine unterwürfige Bittstellerinnen Position. w48
 
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