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Gast

  • #1

Sparerin und Lebemann - geht das gut?

Hallo, hat hier jemand Erfahrung mit einer Beziehung, bei der ein eher sparsamer Mensch auf einen anderen trifft, der immer alles ausgibt und nichts zurücklegt?

Ich (weiblich, Ende 20) bin in einer solchen Situation und weiß nicht, ob eine solche Konstellation eine Zukunft hat. Ich bin sparsam, aber nicht geizig und habe etwas für die erste eigene Immobilie zurückgelegt. Mein Freund wünscht sich auch eine Immobilie, tut aber nichts dafür, sondern sagt immer sowas wie "das ergibt sich".

Meine Befürchtung ist, dass mein Partner sich nun erst Recht darauf ausruht, dass ich ja für das Sparen "zuständig" bin. Gibt es hier Leute, die damit Erfahrung haben? Kann man diesen Konflikt irgendwie lösen, gibt es einen Mittelweg? Oder ist es zum Scheitern verurteilt?

Ganz vielen Dank!
 
G

Gast

  • #2
Liebe Fs,

derzeit sind hier im Forum wei andere Threads zum Thema Eigentum-Erwerb zu lesen. Lies dir die mal bitte richtig durch und vielleicht wirst du deine Einstellung zu Eigentum noch mal überdenken.

Ansonsten kann ich dir nur sagen, dass zwei solche entgegensätzliche Menschen noch mehr trennendes haben.

Wenn du so ein sparsamer Typ bist, solltest du einen Mann haben, der so ähnlich tickt. Alles andere funktioniert auf Dauer nicht.

w 49
 
G

Gast

  • #3
Vergiß es. Es geht nicht gut! Er wird von deinem Geld leben - wenn ihr heiratet und Eigentum habt, wirst du weiterhin dein Geld für das Eigentum ausgeben. Am Ende der Ehe zahlst du ihn nochmals aus. Er hat also nur Vorteile.
Gibt er sein Geld auch für Dich aus? Oder nur zu seinem Vergnügen? Dann wird es schon garnicht funktionieren.

Du wirst unglücklich und immer mehr verärgert. Überleg es dir! Es passt nicht.
 
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Gast

  • #4
Das ist schwer. Tendenziell würde ich sagen, dass das unweigerlich irgendwann zu einem Streitpunkt wird.
Ich denke, du hast ein Ziel, wie z.B. die von dir angesprochenen Immobilie. Dafür sparst Du. Dein Partner findet dieses ziel zwar wohl erstrebenswert, wünscht es sich dennoch wohl nicht so sehr wie du. Oder wacht irgendwann auf und wundert sich wie schwer das Umsetzbar ist. (gesetz den Fall es sind keine Gelder durch Erbschaften oder ähnliches im Hintergrund) Wenn ihr beide das Ziel dieser Immobilie unbedingt umsetzen wollt, solltet ihr gemeinsam einen Weg suchen um dieses Ziel auch zu erreichen. Z.B.indem ihr beide jeweils einen Betrag dafür monatlich zu Seite legt. Vielleicht solltet ihr euch diesbezüglich einfach mal unverbindlich beraten lassen, damit ihr beide genau wisst was auf euch zukommen kann.
Bei Kleinigkeiten muss man immer abwägen. Liegt auch an den finanziellen Möglichkeiten.
Ich persönlich denke, dass Sparsamkeit kein Geiz ist! Ein gesundes Mittelmaß wird auch hier wohl der richtige Weg sein.
 
G

Gast

  • #5
Da eine Partnerschaft auch eine Wertegemeinschaft ist geht es keinsfalls gut. Das betrifft nicht nur der Alltag mit dem täglichen Konsum sondern die gesamte Lebensplanung. Denn ohne Ersparnisse lassen sich bestimmte Lebensziele nicht erreichen. Zum Beispiel ein Hauskauf oder finanzielle Unabhängigkeit ab 50 oder große Reisen für die es vielleicht eine berufliche Auszeit braucht. Und vieles mehr. Ohne Mos nix los.
 
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Gast

  • #6
Nein es ist nicht zum Scheitern verurteilt wenn du deinen Partner so Doll liebst das du dazu bereit bist für euch beide ein Heim zu erschaffen.

Normalerweise sind die Rollen vertauscht und die Männer sind dazu bereit für beide etwas aufzubauen. Liegt aber wohl daran das Männer eine Zukunft mit einer Frau aufgrund der Liebe und nicht des Geldes wegen aufbauen.

Solltest du damit ein Problem haben Trenne dich.
Oder spare allein weiter und kaufe die Immobilie allein.

Dein Freund kann dann als Mieter bei dir einziehen und für dich abbezahlen.
So machst du ein schönes Plus und brauchst keine Angst zu haben!
 
G

Gast

  • #7
wenn dein Freund dein Freund bleibt und nicht dein Ehemann wird und dein Haus nur dein (und nicht euer) Haus ist, dann kann es funktionieren

auf eine Wirtschaftsgemeinschaft würde ich mich in so einer Konstellation nicht einlassen
 
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Gast

  • #8
Ich glaube langfristig geht sowas nicht gut - Einnahmen-/Ausgabenlevel sollten in etwa auf dem gleichen Niveau sein.

Wenn ihr evtl. heiratet und dann Zugewinngemeinschaft habt bist du bei einer evtl. Scheidung jedoch die Dumme, das sage ich dir gleich.

Denn du müsstest von deinem Zugewinn ab Heirat die Hälfte an ihn abgeben, naja und er dürfte ja dann nicht viel "Zugewinn" zum Teilen mit dir haben.
 
G

Gast

  • #9
Es kann gut gehen, wenn strikt auf getrennte Kassen geachtet wird und möglichst wenig Dinge gemeinsam angeschafft werden. Schon gar keine Immobilie.
Es muss immer derjenige Eigentümer sein, der gezahlt hat.

Eigentlich ganz einfach.
Die FS darf nur nicht "weich werden"
 
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Gast

  • #10
Kann ich nur davon abraten - davon würde ich hohldrehen.
Der hat sicher ein gutes Leben bei dir und du bist der Aufpass-Wauwau und hältst ihm Vorträge oder frisst in dich rein.
Und er wird dir Versprechungen machen a la "werde mich bemühen" und dich damit hinhalten und sich denken "ergibt sich von selbst".
Vielleicht gibts auch trotz seines guten Lebens dauernd Knatsch, weil du zu viele Vorschriften machst und "dir zu wenig gönnst". Dann hast du entweder ein schlechtes Gewissen oder wieder Ärger.