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Gast

  • #1

Spontaneität vs. Planung

In einer beruflich anstrengenden Phase den Freunden und dem Partner gerecht zu werden ist schwierig - geschweige denn, neue Menschen kennenzulernen.
Natürlich sind zwischenmenschliche Kontakte wichtig für das seelische Wohlbefinden und Glück.
Beim Beruf Abstriche zu machen finde ich jedoch auch verantwortungslos, denn er hat den Status der Existenzsicherung inne und stellt eine weitere Quelle der persönlichen Zufriedenheit und Erfüllung dar.

Ich frage mich nun, wieviel Verständnis und Geduld darf bzw. kann man von Gegenüber erwarten? Wie spontan muss man sein, und wann ist es richtig, dem persönlichen Plan Priorität zu verleihen?
Wie unterscheidet sich das im Falle guter Freunde und neuer Bekanntschaften?
Sicher ist es auch eine Frage des "Wie"...
Und wann ist die unverzeihliche Grenze erreicht?
 
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Gast

  • #2
Also ich habe damit keinerlei Probleme, was mir wichtig ist, dafür habe ich bzw. dafür nehme ich mir genügend Zeit und das erwarte ich auch von meinen Mitmenschen und von meiner angestrebten Beziehung. Mein Motto heißt: "Keine Lust = keine Zeit"! (m)
 
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Gast

  • #3
Wenn es richtige Freunde sind, verstehen sie es. Wenn man mit dem Partner zusammen wohnt, gibt es auch Lösungen. Wichtig ist, dass man seine Prioritäten richtig setzt und lebt. Was will man selber? Wenn möchte man um sich haben? Egal, wie stressig es im Beruf ist, unbedingt die freie Zeit einplanen. Und zwar steht dann im Terminkalender von/bis FREI und das muss genauso eingehalten werden wie geschäftliche meetings. Was man mit dem FREI anstellt, sollte man nach Gefühl entscheiden. Ob faul auf der Couch sitzen oder etwas unternehmen, es ist egal, hauptsache es hat rein gar nichts mit job zu tun. Wenn du nicht weißt wie, kauf dir ein Buch über Zeitmanagement, das hilft sehr sich selbst zu organisieren. Je organisierter man ist, desto mehr freie Zeit hat man.
Wenn es eine Phase ist, ist es für das gesamte Umfeld verzeihlich. Geburtstage, wichtige Ereignisse etc. der Freunde lassen sich auch in jedem Kalender eintragen um teilhaben zu können, damit die Freunde wissen, man denkt noch an sie.
Jedoch: Wenn man sozial offen bleibt, baut man dementsprechend ein Umfeld auf denen es ähnlich geht und die Verständnis dafür haben. Existenzsicherung gibt es übrignes nur für überdurchschnittliche Großverdiener, alle anderen sind von irgendjemanden abhängig und daher ist auch nach 20jähriger Betriebszugehörigkeit und/oder 12 Stunden Arbeit täglich niemand sicher. w.30
 
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Gast

  • #4
Ich befinde mich gerade in der Situation jemanden kennenzulernen der beruflich sehr eingespannt ist und es dann auch noch Freunden und Bekannten recht machen möchte. Wenn ich allerdings 2-4 Wochen auf eine Antwort per Mail warte und die Treffen auch in größeren Abständen stattfinden, dann frage ich mich langsam auch, ob es tatsächlich so ist wie er sagt, oder ob vielleicht doch das Desinteresse überwiegt. Wann ist also die unverzeihliche Grenze erreicht? Ich denke, ich werde noch etwas Geduld haben, da ich ihn wirklich sehr nett finde und ihn als einen aufrichtigen Menschen empfinde. Fange aber so langsam an hin und her zu schwanken zwischen keine Zeit, viel Arbeit = Desinteresse
 
  • #5
Solch eine Beziehung/Ehe hab ich hinter mir.Ich hatte nie ein Problem mit: viel Arbeit,gestresst sein,keine Lust auf irgendwas....Das wichtigste ist: nach viel Arbeit und Pause/Hobby mit Freunden,sollte die Familie/Partner(in) kommen.Angestellte/Arbeitskollegen sollten erst gaaaaanz weit danach kommen.Sonst gibt es den Eindruck,dass der Partner nicht sooo wichtig ist.Bei mir war es in etwa so: ich lag mich fast40 Grad Fieber im Bett(Kinder 2/8/12) und er fuhr Angestellte zu einer Party.Ich denke,es ist kein Problem,wenn du 1/2 mal die Woche Freizeit(allein,oder mit anderen) nutzt.Nur solltest du den Partner nicht"hängen lassen".In einem Beruf mit variablen Arbeitszeiten/permanente Überstunden sollte dein/e Partner/in aber Verständnis für die mangelde Zeit aufbringen,echte Freunde bleiben dir trotzdem treu.Neue Bekanntschaften weihe in dein Arbeitsleben ein.Wenn sie das aktzepieren hast du Glück,wenn nicht waren sie es nicht wert.(w)
 
  • #6
Die Überschrift suggeriert, es ginge um Spontanes versus Geplantes, der Fragetext aber zielt eher auf Privatleben versus Beruf. Gerade bei beruflich sehr engagierten Menschen ist das Private aber oft nicht das Spontane, sondern gut geplante freie Zeit, Zeit, die man sich bewusst für den Partner oder Freunde nimmt. Die darf nicht zu kurz kommen. Wie man sie dann inhaltlich füllt - das darf dann spontan entschieden werden.
 
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Gast

  • #7
Ich bin selbstständig. Das bedeutet, dass ich Verantwortung trage, die auch einmal dazu führt, länger arbeiten zu müssen. Das müsste mein Partner verstehen.

Der Beruf sichert die Existenz. Und die Leute, die pünktlich um 16 Uhr die Stechkarte in die Stechuhr schieben können, werden immer weniger oder sitzen auf dem Schleudersitz. Mit der Öffnung des polnischen Marktes wird die Konkurrenz mehr, d.h. jeder sollte sich auch bewußt werden, wo er seine Prioritäten setzt: Gehe ich ins Kino oder mache ich das Projekt zu ende, und sichere mir dadurch meinen Lebensunterhalt?

Klare Fakten. Macht weniger Spaß, ist aber die nüchterne Realität. Mein Partner müßte daher dafür Verständnis haben.