• #1

Starke Frau, männliche Frau, Beschützerrolle toll oder nicht?

Liebe Forumsteilnehmer,

mir wurde neulich gesagt, ich wirke so, dass ein Belästiger sich vermutlich nicht so leicht traut, mich anzugreifen. Der Mann, der das sagte, bezog sich auf die Körpergröße, weil er meinte, eine andere, sehr viel kleinere Frau wäre da mehr in Gefahr, dass Männer sich trauen, sie blöde anzumachen.
Ich überlege aber, ob es an meiner Ausstrahlung liegt, dass ich auf ihn so wirke. Mir sind früher diverse solche Übergriff-Sachen passiert und ich sagte, dass es nichts macht, wie groß man ist. Es macht was aus, ob man Angst zeigt oder nicht und ich hab das zum Glück hinter mir gelassen.

In Bezug auf den anderen Thread mit dem Thema "Angst vor selbstbewussten Frauen" mache ich mir nun einige Gedanken (da ich den Mann attraktiv finde).

Was ist für euch eine Frau, die männlich wirkt? Wo ist der Unterschied zu einer Frau, die stark wirkt?

Diese kleine Frau würde der attraktive Mann dann wohl eher im Dunkeln nach Hause bringen als mich, wenn es ein Umweg wäre?! Ich hab aber durchaus auch Angst und steh auch auf charmante Beschützergesten, die ich aber anscheinend bei ihm nicht hervorlocken könnte.

Ist die Beschützerrolle allgemein lästig oder romantisch für euch?

Ich fand z.B. die Filmfiguren in "Drei Engel für Charlie" oder Mrs. Peel z.B. immer toll. Wie findet ihr solche Filmfiguren, also sexy, taff und schön und in der Lage zur Selbstverteidigung. Aber! sie sehen nicht so aus.
Ich kann mich vermutlich nicht gegen Angreifer verteidigen, aber wirke auf den Mann so...

Optisch kann man mich bestimmt nicht mit einem Mann verwechseln, ich bin auch nicht laut, aggressiv, bodybuilderinnenmäßig oder versuche, wen zu beeindrucken mit irgendwas.

Insofern grüble ich jetzt, ob ich irgendeine männliche Attitüde in meiner Ausstrahlung habe oder ob es eben so ist, dass kleine Frauen generell beschützungswürdiger (Als Partnerin attraktiver?) wirken. Das erste kann hier natürlich niemand beantworten, aber vielleicht helfen mir eure Gedanken bei der Selbstreflexion auf die Sprünge.

Danke schon mal :)
 
  • #2
Die zwischenzeitlich teilweise grotesk übersteigerte Emanzipationswelle hat allerhand Kollateralschäden und Opfer produziert. Einige Männer sind in ihrem Selbstbildnis verunsichert aufgrund der Dauerkampagnen gegen alles "Männliche", andere haben Schlüsse gezogen, die ihre Bereitschaft, sich für Frauen zu engagieren ("Beschützerrolle"?), erheblich gedämpft haben.

Vor diesem Hintergrund ist es für "starke Frauen" (die sich ihrerseits oft überschätzen) nicht einfacher geworden. Allgemein wirken männliche Züge bei einer Frau seltenst attraktiv auf Männer.
 
  • #3
Liebe FS,

da hat ein Mann eine Aussage getätigt, die dich an deiner Weiblichkeit zweifeln läßt ? Entscheidend ist doch, wie du dich innerlich fühlst.
Ich erlebe ähnliches und habe mir auch schon sagen lassen, dass meine körperliche Größe von 176 cm, mit Pumps satte 182 und mehr, eine Überforderung bei einem Mann von 180 cm Größe, mit Schuhwerk 182 cm, auslöste. Nun, das wäre auch kein Mann für mich, egal, wie attraktiv. Mir wäre es zu anstrengend, den Mann auf den Bügersteig gehen zu lassen und ich auf der Straße, damit ich einen kleinen Unterschied herbeizaubern kann....;-)
So wirst du auch erleben, dass es männliche Wesenheiten gibt, die auf große Frauen stehen und umgekehrt.
Es gibt auch kleine Frauen, die trotz ihrer kleinen Größe, wie Männer durch das Leben stiefeln und aufgrund ihres Auftretens, aus dem Gebüsch springende Schlüpferstürmer in die Flucht schlagen. Erfreue dich an deiner körperlichen Größe, die historische wird eh erst nach deinem Ableben bekannt und genieße lieber deine hoffentlich gute Gesundheit und den Radius, den du aufgrund deiner Größe für dich benötigst.
 
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  • #4
Auch hier gilt wie so oft....Jein!
Ich gehöre zu den Kleinen; -)
Und ich war lange dazu noch zierlich mit langen naturblonden Haaren und einer großen schlanken braunhaarigen Freundin.
Das erwähne ich, weil wir viel zusammen unterwegs waren und wirklich manchmal unterschiedlichen behandelt wurden!
Grundsätzlich hatte sie definitiv nicht weniger Wirkung. ..Im Gegenteil sie ist eine absolute Naturschönheit!
Aber es gab auf jeden Fall viele Momente in denen Männer mit ihr anders sprachen als mit mir. Mit ihr auf Augenhöhe und mit mir wie : ich bin der starke Mann!
Wenn das Beschützerinstinkt ist, habe ich es so nie empfunden! Eher als ob man mich wegen Größe und Haarfarbe für dümmer hielt. Ziemlich von oben herab und kurz danach von mir demontiert.
Ansonsten ist sie von netten Herren genauso im Dunklen zum Auto begleitet worden wie ich und auch ich habe Herren kennengelernt die mich alleine haben laufen lassen!
Wenn Du ihn magst, ist er bestimmt charmant bei jeder Größe und meinte nur : kleine Frauen werden von allen überfallen, an große Frauen traut sich ein Zwerg nicht ran!
 
  • #5
da hat ein Mann eine Aussage getätigt, die dich an deiner Weiblichkeit zweifeln läßt
Nicht direkt. Ich hab mich gefragt, ob ich diese vorhandene Weiblichkeit auch ausstrahle.
Dass er mich attraktiv findet, weiß ich, allerdings kann es auch nur das Gesicht sein. Um diesen Mann geht es mir aber gar nicht, sondern nur, dass mir noch nie ein Mann gesagt hat, ich würde stark wirken, als wäre ich kaum in Gefahr, dass mir ein Belästiger begegnet. Ich hab weder definierte Muskelpakete noch bin ich sonderlich breit, allerdings 1,80 (der Mann ist vielleicht 2 Meter.)

Ich weiß gar nicht genau, warum mich dieses Aussage so sehr beschäftigt.
Ich glaube, es hängt damit zusammen, dass ich mein ganzes Leben allein gelassen war mit solchen Situationen. Z.B. ein >1.90-Kerl wie ein Schrank hielt mich (damals 18) in einem Tunnel an den Haaren fest und ließ nicht mehr los. Wenn sein Kumpel nicht irgendwann gesagt hätte, dass er mich loslassen soll, weiß ich nicht, was passiert wäre. Meine Mutter war schon vorausgegangen und als der Typ mich packte, sah ich sie in zehn Meter Entfernung auf der Treppe verschwinden. Kam auch nicht mehr gucken. Ich dachte auch, der lässt mal wieder los, weil ja Leute kommen könnten, aber er schlang die Haare nochmal um die Hand, als ich den Kopf wegziehen wollte, und riss noch mehr an den Haaren. Außerdem kam niemand mehr. Was zu Hause von Vater und Tante zu dem Vorfall gesagt wurde, war "na wenn du auch mit offenen Haaren rumläufst". (Selbst schuld, kam bei mir an.)
Ein Kindheitsvorfall wurde nie thematisiert. War ja vorbei und nichts schlimmes - äußerlich - passiert.

Ich hatte gelernt, dass Weiblichkeit ausstrahlen Gefahr bedeutet. Wenn mich Männer mit Begehren ansahen, habe ich mich extrem unwohl gefühlt. Erst in einer sehr liebevollen Beziehung und mit Ende 30 habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen, und mich selber sozusagen erlöst von dieser Angst, dass mich weibliche Ausstrahlung verletzlich macht. Ich weiß, dass ich mich wehren werde.

Das alles fühlt sich heute weder überkompensiert noch krampfig an.
Deswegen denke ich drüber nach, was diese innerlich ruhige allgemeine "ich hab keine Angst. wenn du Ärger machst, kriegst du auch welchen"-Haltung in meiner Ausstrahlung bewirkt und es hat mich getroffen, dass dieser/ein? Mann allgemein lieber die kleine Frau nach Hause bringt, die vielleicht Kampfsport macht und sich viel besser verteidigen könnte als ich.
 
  • #6
Wir wissen schon instinktiv was weiblich und männlich ist.
Wir können instinktiv den männlichsten Mann und die weiblichste Frau aus einer Vielzahl von Menschen auswählen. Das ist sogar ziemlich einfach.
Bloß warum der Mann besonders männlich und die Frau besonders weiblich ist,
das ist schon schwieriger. Das ganze dann noch auf sich zu übertragen, wird dann noch schwieriger.

Der Feminismus und damit die Gesellschaft machen einen Fehler. Sie lassen bestimmte Konstellation nicht nebeneinander zu.

Sie können als Frau sehr selbstbewusst sein und zur gleichen Zeit feminin sein.
Viele werden aber nur männlich-dominant und werten das als selbstbewusst.
Das es da an Weiblichkeit fehlt, ist klar.

Und Weiblichkeit und Männlichkeit haben auch nichts mit "ich kann eine Bohrmaschine bedienen oder ich lass mich gerne nach Hause bringen"
zu tun. Die kleinen femininen Gesten sind es, die den Unterschied machen.
Welche das sind, müssen sie selbst lernen.
 
  • #7
Liebe FS,

für mich gibt es diese Angst nicht mehr.

Warum sollte ich mich fragen, was mich zu der macht, die ich bin? Woran sollte ich zweifeln? Welchem Bild könnte ich eventuell nicht entsprechen und weshalb sollte ich das überhaupt?

Warum taucht in meiner Fragestellung immer ein Zwang in Form eines 'sollte' auf? Bin ich so nicht gut genug, wie ich schon bin?

Ich mag sehr gerne Menschen, die Fragen stellen, denn sie tragen die Antwort in sich selbst.

Schau dich selbst an, wertschätze dich und du wirst erstaunt sein, was dir widerfährt.

Alles Liebe von Rocaille
 
  • #8
Wir wissen schon instinktiv was weiblich und männlich ist.
Wir können instinktiv den männlichsten Mann und die weiblichste Frau aus einer Vielzahl von Menschen auswählen. Das ist sogar ziemlich einfach.
Bloß warum der Mann besonders männlich und die Frau besonders weiblich ist,
das ist schon schwieriger. Das ganze dann noch auf sich zu übertragen, wird dann noch schwieriger.

Der Feminismus und damit die Gesellschaft machen einen Fehler. Sie lassen bestimmte Konstellation nicht nebeneinander zu.

Sie können als Frau sehr selbstbewusst sein und zur gleichen Zeit feminin sein.
Viele werden aber nur männlich-dominant und werten das als selbstbewusst.
Das es da an Weiblichkeit fehlt, ist klar.

Und Weiblichkeit und Männlichkeit haben auch nichts mit "ich kann eine Bohrmaschine bedienen oder ich lass mich gerne nach Hause bringen"
zu tun. Die kleinen femininen Gesten sind es, die den Unterschied machen.
Welche das sind, müssen sie selbst lernen.
Es hat auf jeden Fall auch etwas mit der Verteilung männlicher und weiblicher Hormone zu tun. Männer und Frauen haben ja sowohl als auch männliche und weibliche Hormone. Eine Frau mit relativ hohem Anteil Testosteron wirkt automatisch männlicher. Die meisten Frauen strahlen während einer Schwangerschaft zum Beispiel viel mehr Weiblichkeit aus-wegen der Hormone.

w 45
 
N

nachdenkliche

  • #9
Das geht mir sowas vom am A.... vorbei, ob Männer mich beschützen wollen oder nicht, oder ob sie mich weiblich finden oder nicht! Ich sehe mit Sicherheit nicht wie ein Mainstreamweibchen (sorry) aus. Ich bin wie Du 1,80m groß, eher sehr dünn und den Rest wisst ihr ja, aber was ich für mich fühle, das allein ist wichtig! Ich kenne die Gefahren und beachte das, bin groß genug , und muss mit keinem oder keiner mehr konkurrieren. Die Männer, die mich als Frau sehen, gab es und gibt es, liebe @void Alles Liebe Dir, ich finde Deine Beiträge einfach klasse!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #10
Nein, das stimmt so nicht.

Ich habe in meinen jüngeren Jahren auch Übergriffe erlebt, bei denen ich aber glimpflich davongekommen bin. Und ich war damals 1,72 m ohne Schuhe - genau wie auch heute.

Es kann natürlich sein, dass kleine Hempflinge sich nicht an größere Frauen herantrauen. Und da muss grundsätzlich keine größere Frau traurig drüber sein. Denn wer mag schon sexuell übergriffiges respektloses Verhalten?

Von kleineren zierlichen Frauen nehmen manche Männer wohl an, keine Gegenwehr zu erwarten und bei ihr den großen starken Mann herauskehren zu können.

Und zu deinem anderen Problem. Eine männlich wirkende Frau ist doch nicht männlich wirkend, nur weil sie die 1,70 m oder sogar 1,80 m überragt. Herbe Gesichtszüge, tiefe Stimme, männliche Kleidung - das sind vermutlich die äußeren Merkmale einer männlich wirkenden Frau. Mit der Körpergröße hat das nichts zu tun.

Mache jetzt nur nicht den Fehler, dich für diesen Mann - den du ja offenbar ganz gern magst - jetzt irgendwie zu verstellen, nur um Beschützerinstinkte zu wecken o. Ä. Ich finde es ehrlich gesagt schon seltsam, dass er so ein merkwürdiges Thema (welche Frauen von Männern "lieber" überfallen werden) überhaupt anspricht.
 
  • #11
Ist die Beschützerrolle allgemein lästig oder romantisch für euch?
Je kleiner und zarter die Frau, desto eher will man als Mann ihr Beschützer sein. Ist die Frau jedoch gleich stark - kann sie sich selber helfen. Kommt auch auf die Frau an. Ob sie "beschützt" werden will, oder ob ihr das lästig ist ?

Als Mann bin ich schon gerne der Beschützer. Auch aus Sorge und Verlustangst. Aber nur, wenn die Frau schutzbedürftig wirkt. Dagegen eine starke Persönlichkeit braucht keinen Schutz.

Ein Mann empfindet es aber als peinlich, wenn die Frau so stark wirkt, dass sie der Beschützer zu sein scheint. Also braucht es da zwei gleich starke Persönlichkeiten.

Eine Frau wirkt auf mich männlich, wenn sie äußerlich wie innerlich das Gegenteil von weiblich wirkt. Und nur noch ihre weiblichen Geschlechtsteile sie als Frau kennzeichnet.
Abgemilderte Variante: Die Frau wirkt burschikos.
 
N

nachdenkliche

  • #12
Nein, das stimmt so nicht.

Ich habe in meinen jüngeren Jahren auch Übergriffe erlebt, bei denen ich aber glimpflich davongekommen bin. Und ich war damals 1,72 m ohne Schuhe - genau wie auch heute.

Es kann natürlich sein, dass kleine Hempflinge sich nicht an größere Frauen herantrauen. Und da muss grundsätzlich keine größere Frau traurig drüber sein. Denn wer mag schon sexuell übergriffiges respektloses Verhalten?

Von kleineren zierlichen Frauen nehmen manche Männer wohl an, keine Gegenwehr zu erwarten und bei ihr den großen starken Mann herauskehren zu können.

Und zu deinem anderen Problem. Eine männlich wirkende Frau ist doch nicht männlich wirkend, nur weil sie die 1,70 m oder sogar 1,80 m überragt. Herbe Gesichtszüge, tiefe Stimme, männliche Kleidung - das sind vermutlich die äußeren Merkmale einer männlich wirkenden Frau. Mit der Körpergröße hat das nichts zu tun.

Mache jetzt nur nicht den Fehler, dich für diesen Mann - den du ja offenbar ganz gern magst - jetzt irgendwie zu verstellen, nur um Beschützerinstinkte zu wecken o. Ä. Ich finde es ehrlich gesagt schon seltsam, dass er so ein merkwürdiges Thema (welche Frauen von Männern "lieber" überfallen werden) überhaupt anspricht.
Liebe Cassel, da hast Du absolut Recht! Es ist kein Zeichen von Weiblichkeit, wenn man klein und hilfebdürftig wirkt oder sogar zur Kategorie " wird gern sexuell belästigt und überfallen". Das ist das Problem eines " Mannes" nicht eines der Frau...Kopfschüttel .....ich sehe weiblich aus und NICHT burschikos. Und wenn schon, was hat das damit zu tun, das ist doch krank!
 
  • #13
Dein Bekannter redet Stammtisch-Niveau. Ich kann das nachfühlen, das du dich nicht drüber freust. Für mich sah die Sache so aus: Als Kind auf dem Weg zum Bahnhof oder auch zur Schule bis sagen wir mal 18 max: Oft mindestens verbal belästigt worden. Ich wurde mit dem Köfferchen in der der Hand auf dem Weg zu Oma schon angegangen was ich koste und das sich mitsoll. Aus Autos raus angeschrien das ich herkommen soll. Mit 6 oder 7 ... auf den Grundschulhof festgehalten, da war leider die Hauptschule auf dem Gelände. Lehrer gucken weg. Ich habe mir entsprechend eine grimmige Miene zugelegt um meine Angst zu verheimlichen. Mit 20 war ich schon zu alt für die Klientel. Das es Frauen gibt die man nicht mitnehmen kann, stimmt nicht, dafür gibt es KO Tropfen. Die Berichte welche Frauen das sind, die überfallen werden sprechen gegen die Annahme, dass man ausschließlich hübsch und klein und jung sein muss. Eine wichtige Voraussetzung ist mit auch möglichst außer Reichweite für Hilfe zu sein, oder sich drauf verlassen zu können, das keiner eingreift. In Kriegsgebieten ist es sogar ganz egal. Das zu den schlechten Nachrichten und wie man zu der Wirkung kommt. Hin zu längeren Singlephasen und nicht zu verbergendem Interesse an aktuellen politischen, kulturellen oder wissenschaftlichen Themen: Kumpelebene. Du bist länger alleine, musst einiges hinbekommen, bringst dein Auto selber zum Tüv? (Wer sonst und warum?) Brauchst keinen Mann - Kumpelebene! Kein Dauerlächeln, auch ein ewiges Thema. Kochst zu gerne? (Mutti). Das werfen manchen Männer gerne in einen Topf. Kumpel - Würde keiner mitnehmen. Tatsächlich war ich es bis sagen wir 22 gewöhnt nach Hause gebracht zu werden, wenn ich einen Freund hatte. Das war durchaus üblich. Die gute Nachricht ist das es auch heute noch Männer gibt, die dich nachhause bringen. Oder wenigstens wissen wollen wie du nach Hause kommst. Und ich gebe zu das ich es bis heute zumindest sehr angenehm, freundlich und wohltuend finde. Die drei Engel waren auch Kunstfiguren die es im wahren Leben nicht gibt. Man kann sie sowenig erreichen wie heute die Photoshopmodels. Der Aufwand sie als "echte Frauen" dastehen zu lassen war hoch. Bei mir ist der Unterschied zwischen Jeans und Kleid so extrem, dass ich schnell genervt werde. Ich bin nicht mehr schön. Wirklich schlank auch nicht. Trotzdem "verschanze" ich mich nach einer Zeit in der Jeans. Ich hasse es dauernd angegangen zu werden. Das ist dann wohl übergeblieben. Schade eigentlich. w49
 
  • #14
Liebe Void,
es ist in jedem Menschen ein Bedürfnisn nach Schutz! Viele haben auch schon schlimmes erlebt und wie ich in einem Alter, in dem wir alle klein waren. Da ich Söhne habe um die man sich genauso Sorgen macht, setzt man sich auch mit der "männlichen " Seite auseinander und so glaube ich heute, dass auch viele Männer irgendwann etwas erlebt haben müssen!
Wenn jemand Dich alleine laufen lassen würde, weil Du groß bist, kannst Du diesen Menschen komplett vergessen! Er hat dann grundsätzlich keinen Anstand und würde eine kleine Frau nur begleiten mit Hintergedanken.
Wir werden leider immer etwas unsicher ob unserer Wirkung, wenn wir uns nicht angenommen fühlen. Und gerade dann, wenn uns jemand gefällt in dessen Beuteschema wir nicht passen. Wir beide könnten also nebeneinander in unseren Kaffee seufzen. ..Ich zu klein, du zu groß und denken, wäre ich mal so groß.
Ich habe immer das Gefühl, dass man mich für zu stark hält um mal auf den "Schoss " zu dürfen, wenn ich Sorgen habe.
Obwohl ich denke, dass hat damit zu tun, dass niemand mehr Verantwortung übernehmen möchte. Und gar nicht an meiner oder Deiner Ausstrahlung liegt. Und. ..Auch viele Männer diesen "Schutz" ab und zu brauchen.
Du bist sicher eine tolle Frau und kein Mannweib. ..Das merkt man doch schon wie Du schreibst! Aber wenn solche Sprüche kommen, dann will jemand klein machen! Und solche Menschen beschützen Deine Seele im Notfall nie
 
A

Ares

  • #15
Was ist für euch eine Frau, die männlich wirkt? Wo ist der Unterschied zu einer Frau, die stark wirkt?
Eine Frau, die männlich wirkt, ist für mich eine, die männliche Eigenschaften oder Verhaltensweisen hat. Das Beispiel der motorradfahrenden Rockerbraut passt da nicht schlecht.
Eine "Beschützerin" brauche ich nicht (die wäre in der Tat lästig), eine "Versorgerin" auch nicht, als Mann bin ich autark. Die will ich persönlich auch nicht haben. Allem, was lautstark (oder gar "vorlaut") ist, gehe ich aus dem Weg. Dominantes Auftreten brauche ich nicht, ich will keinen Konkurrenzkampf in einer Beziehung.

"Stark" ist dagegen für mich vielleicht eher die Frau mit Status, durchaus auch selbstbewusst, ohne männlich zu sein. Eine Frau, die sich in ihrer weiblichen Rolle wohl fühlt, nicht meint, konkurrieren zu müssen, sicher nicht im privaten Umfeld. Das ist eher die Frau auf natürlicher "Augenhöhe", die Gleichberechtigung nicht nur als "Recht" versteht, sondern auch für sich selbst nutzt und ihr Leben unabhängig auf die Reihe bekommt. Zielstrebig und erfolgreich zum Beispiel im Job, weiß, was sie wil, aber ist eben doch noch ganz Frau. Und die mich auch ganz Mann sein lässt.
 
  • #16
Typisch unsichere Frau.
Da sagt irgendein Typ was und Frau zweifelt.

Mir ist das schlichtweg egal was ein Typ über mich denkt.
Denn ein anderer kann es schon anders sehen.

Auch sollte einer selbstbewussten Frau die Männermeinungen wurscht sein, sie sollte an ihrer Meinung über sich und ihrem eigenen Lebensstil und ihrer Persönlichkeit definieren.

Eine Frau, die sich rundherum wohl fühlt wird auch positiv von anderen wahrgenommen. Macht sie sich selbst klein (mental) wird sie häufiger kritisiert und zweifelt noch mehr an sich.

Liebe FS; scher Dich einen Kehrricht darum, was Männer wohl über Dich denken oder nicht, geh Deinen Weg, mach Dein Ding und plötzlich bekommst Du ganz unverwartet jede Menge positives Feedback von Frauen und Männern.
 
L

Lisachen

  • #17
Ich kann dich sehr gut verstehen. Aber ich denke nicht, dass so etwas mit der Körpergröße oder mit den Gesichtszügen zu tun hat. Es ist auch etwas, was man nicht nur von den eventuellen Partnerkandidaten zu hören bekommt. Ich bin eher klein, unter 170 und sehr schlank und habe eine schöne Figur (was mich auch mehr Kummer bereitet als Freude). Ich bin eher schüchtern und introvertiert aber ich war gut in der Schule und habe sehr früh Abitur gemacht, sehr schnell studiert, spreche mehrere Sprachen fließend. Egal welches Problem ich auch in meinem Leben hatte, wurde ich irgendwie damit fertig. Den Satz "Du schaffst es schon" kenne ich von meinem Elternhaus und Freundeskreis und egal wer mich näher kennt sagt mir: "du schaffst es schon" "du müsst Stoltz auf dich sein" Bla Bla Bla. Auch mein ExMann sagte mir am Ende unserer Beziehung, dass er mich nie beschützen konnte. Also ich war am Ende Schuld am Scheitern unserer Beziehung und jetzt sagt er: "Ich bewundere deine Stärke" Ich hatte sogar bei vielen Menschen das Gefühl, dass sie mich genau deshalb nicht mochten. Keiner und nichts kann mich zerbrechen. Das ist das Problem. Gleichzeitig finde ich 99,9 % der Männer nicht geeignet für mich und diese 0,1 % findet mich wahrscheinlich auf Dauer zu anstrengend. Dabei wünsche ich mir sehr jemanden, der sich auch mal um mich kümmert und mich beschützt aber viele denken wahrscheinlich die Frau braucht ja niemanden. Ihr leben kann sie auch ohne Mann sehr gut meistern. Ich wünsche mir, dass die Männerwelt sich ändert und ich denke, dass die jüngere Generation anders denkt. Ich merke es bei meinen Söhnen, die mich beschützen wollen und sich auch Sorgen machen um mich und das ist ein sehr schönes Gefühl.
 
  • #18
"Ich bewundere deine Stärke" Ich hatte sogar bei vielen Menschen das Gefühl, dass sie mich genau deshalb nicht mochten.
Aber das ist eine große Hemmung der weiteren Emanzipation der Frau.
Je stärker und unabhängiger die Frau = desto weniger begehrt ?

Ähnliches auch als Mann erlebt. Je mehr ich von den "typisch weiblichen" Tätigkeiten wusste und konnte, desto weniger war ich ggf. für die Frauen interessant. Sie fühlen sich minderwertig oder herab gesetzt, weil man(n) sie nicht braucht ?
Lässt man sich aber (wie ein Pascha) von der Frau bedienen, sind sie dabei sogar glücklich.

Ich will nie so herrisch und egoistisch über meine Partnerin bestimmen. Aber damit verstoße ich gegen das Rollenspiel, was die Frau ggf. haben will. Sinngemäs:"Bitte tu mir das an, damit ich mich als Frau fühlen kann." Trifft das zu ?
 
  • #19
Vielen Dank für eure Beiträge. Das hilft mir gerade sehr beim Nachdenken, was ihr schreibt.

Viele werden aber nur männlich-dominant und werten das als selbstbewusst.
Ja, das ist das erste, was man tut, wenn man eine Erfahrung gemacht hat in Richtung Belästigung und niemand sich um Hilfe kümmert. Allerdings kann man auch noch weiter zurückgehen in die Kindheit, die Unsicherheiten der Eltern, was die normale Entwicklung der Weiblichkeit/Männlichkeit des Kindes angeht.

Ich denke, ich war auch einfach männlich-dominant früher als Kompensation. Das hörte mit Mitte, Ende 20 auf, weil mir ab da die männerfeindlichen Witze auffielen usw. Ich meine, über die frauenfeindlichen regt frau sich auf, aber Frauen selber reden andersrum genauso.

Nur die weibliche Seite war irgendwie weg bzw. nie entwickelt, da ich das anscheinend unbewusst immer mit Einladung zur Belästigung gleichsetzte und ich die Reaktion der Umwelt so auffasste, dass ich selbst dran schuld sei, wenn sowas passierte. Also lässt man das lieber, es gab auch so genug Typen, die Grenzen überschritten.

Die kleinen femininen Gesten sind es, die den Unterschied machen.
Ja, ich denke, das wird es sein.
Es gibt ja allgemeines wie "lächle viel" (dann siehst du nicht aggressiv aus). Es wird so sein, dass es einfach von innen kommen muss, das Weibliche. Einstudierte Gesten verfehlen auch das Gewünschte.

Es ist schwierig, selber rauszufinden, mit welcher Haltung man eigentlich rumläuft. Also welche Reaktionen von anderen erwartet man, wenn man in die Öffentlichkeit tritt, was strahlt man aus? Das riecht die Klientel, die darauf anspringt, und das eben auch, wenn man ängstlich ist oder aggressiv.
 
  • #20
Die Männer, die mich als Frau sehen, gab es und gibt es
Die gibt es bei mir auch. Die sind lustigerweise oft kleiner, aber gut, das mag daran liegen, dass der Durchschnittsmann einfach in unserer Größenklasse liegt.

Ich habe mal einen Bericht über große Frauen gesehen. Da ging es auch genau um das Problem. Sie wirkten auf die Umweld kompetenter als kleine Frauen, es wurden höhere Erwartungen an sie gestellt. Die jungen Frauen sagten, sie hätten auch gern einen Mann, der sie beschützen will, aber das kam nie als Resonanz. Man sieht als Kind älter aus, wenn man größer ist. Da wird erwartet, dass man besser, souveräner und vernünftiger ist. Abgesehen davon, dass die Umwelt auch Dinge sagt wie "wie große bist du, wie willst du mal einen Mann finden". All das verunsichert einfach nur wegen der Körpergröße, die man nicht ändern kann.

Ich habe an mir gemerkt, dass ICH immer Beschützerinstinkt zeigte gegenüber kleineren Mädchen. Ich hab immer zurückgesteckt und die Folge war, was ich später auch an manchen Männern gesehen habe. Wenn man immer zurücksteckt, verteidigt man seine eigenen Interessen nicht und hält den anderen irgendwie auch für schwächer. Die sich aber nicht, sondern die nachsichtige Person für ausnutzbar. Ein Anteil der weiblichen Seite ist ja, wenn man von der Mythologie ausgeht, Verführung, Manipulation statt "ich will" usw. Diese Methoden scheinen mir auch die Zeichen zu sein, auf die die männliche Welt gern anspringt. Wenn man das nicht natürlich entwickeln kann, wird das schwierig, egal wie groß man ist, weil die Werbung für sich als Frau falsch läuft. (Kumpelfalle) Nur haben die kleineren Frauen einen natürlichen körperlichen Vorteil.
 
  • #21
Mache jetzt nur nicht den Fehler, dich für diesen Mann - den du ja offenbar ganz gern magst - jetzt irgendwie zu verstellen, nur um Beschützerinstinkte zu wecken o. Ä.
Nee, das wäre sowieso zu spät. Es ist auch noch nicht mal raus, ob er das negativ gemeint hatte. Es hat mich nur so berührt, weil es so klang wie "dich können wir allein lassen, du kannst dir selbst helfen". Das ist das, was ich immer musste.
Mir hat in dieser Hinsicht nie einer geholfen, (nur mein Ex, den ich mit 33 kennenlernte, wollte die Beschützerrolle und mochte gleichzeitig "starke Frauen"). Aber die Vergangenheit ist halt "drin". Und weil das so klang wie "dir helfe ich wieder nicht, sondern dieser kleinen Frau" (die im übrigen sehr resolut ist), gab es einen Stich.

Ich werde mich nicht verstellen, habe ich nie gemacht. Ich versuche nur rauszufinden, ob es Restverhalten von früher gibt, als ich das Weibliche verbergen wollte.

Ich finde es ehrlich gesagt schon seltsam, dass er so ein merkwürdiges Thema (welche Frauen von Männern "lieber" überfallen werden) überhaupt anspricht.
Das ergab sich im Gespräch, weil über Gewalttätigkeiten allgemein auch gegenüber Männern gesprochen wurde. Der Mann meinte auch, dass ihn nie einer blöd angemacht hätte und führte das auf seine eigene Körpergröße zurück. Ich nehme mal an, dass er einfach eine Parallele zog, denke aber, wie schon angedeutet, dass es auch an meiner Ausstrahlung liegen könnte.
 
  • #22
Kommt auch auf die Frau an. Ob sie "beschützt" werden will, oder ob ihr das lästig ist ?
Das ist ein interessanter Punkt.
Denn da ich immer selber sehen musste, wie ich klarkam, könnte es durchaus sein, dass ich Beschützergesten auch gewohnheitsmäßig abwehre. Es macht einen ja auch unabhängig, wenn man sich selber helfen kann, und früher war ich in der Überkompensationsphase ja auch nicht gerade eine Männerfreundin, dh. ich habe mich "schwach-gemacht" gefühlt, wenn ein Mann mich in die weibliche Rolle "drängen wollte", indem er mir was hilft.

Liebe gast_w,
es macht mich betroffen, was Du geschrieben hast. Geht Dir anscheinend genauso.
Trotzdem "verschanze" ich mich nach einer Zeit in der Jeans. Ich hasse es dauernd angegangen zu werden. Das ist dann wohl übergeblieben.
Ja, das ist schade. Ich denke aber, es ist nicht zu spät, sich noch um die weibliche Seite zu kümmern. Ich verzichte bislang auch völlig auf "weibliche" Kleidung, auch wenn ich knackige Jeans trage und mich schminke.

Genau das spielt mit rein bei diesem Thema. Und ja, man ist auch noch selber schuld, weil man aus der Not heraus oder einfach wegen des Talents gut allein klarkommt und wird wieder allein gelassen bzw. es wird einfach erwartet, dass man was hinkriegt. Und niemand scheint wirklich zu schätzen, was man leistet. Es ist normal.

Die einzige Alternative scheint immer zu sein, sich "schwächer" machen zu sollen, was aber nicht funktioniert. Es kann aber sein, dass man lernen kann, mehr seine weibliche Seite wirken zu lassen. Ich bin mittlerweile sehr viel charmanter als früher.

Ich möchte euch nochmal danken. Ich kann ja nicht auf alle Beiträge eingehen, jeder hat mir geholfen beim Nachdenken. Dass mich das Thema so berührt, liegt auch daran, dass das von dem Mann Gesagte und von mir als "klein muss man sein als Frau, wenn man weiblich wirken will" interpretiert wurde, ja nicht gelöst werden kann, da ich nunmal 1,80 bin. Aber meiner Ausstrahlung kann ich ja bewusster werden.
 
  • #23
Schauen sie sich Filme und Pornos mit Transen an. Es sind Männer, die zwangsläufig weiblich Gesten lernen müssen. Ein Teil kommt durch Hormone,
ein Teil ist abgeguckt. Transsexuelle trainieren von klein auf weibliche Gesten.
Wenn man darauf achtet, kann man das lernen, z.B. Ellbogen näher am Körper,
Beine enger zusammen, als bei Männern. Da gibt es viele Details.

Regel der Verhaltenstherapie: Fake it until you make it. Innere Haltung steuert äusseres Verhalten. Aber äusseres Verhalten kann die innere Haltung beeinflussen. Wenn sie nur lang genug eine weibliche Haltung einnehmen werden sie weiblich.

Und arbeiten sie ihr "Tunnel-Trauma" auf.
 
  • #24
Ist die Beschützerrolle allgemein lästig oder romantisch für euch?
Ist mir völlig gleich. JEDER Mensch versucht sich, seine Angehörigen und andere Menschen allemein vor Gewalt zu schützen.
Da ich als Mann größer, sehr kampferfahren und wohl auch deutlich furchtloser bin, als andere Menschen, mag mir das vermutlich praktisch besser gelingen.

Ich erwarte aber auch von meiner Partnerin und allen anderen, dass sie diese Aufgabe nicht deligieren, sondern im Fall der Fälle genauso für sich und andere übernehimen.
Als besonderer Beschützer meiner Partnerin definiere ich mich daher nicht.
 
  • #25
Hallo Void,
ich kann Dich gut verstehen.
Das, was Dich geprägt hat, ist Deine Familie, die Dich nicht beschützt, stattdessen Dir die Verantwortung übergeholfen hat und den Übergriff rechtfertigte. Das Gefühl des Ausgeliefertseins verstärkt sich, wenn einem die Schutzbefohlenen auch noch zu verstehen geben, dass man doch selbst schuld war. Es ist die emotionale Kälte und Teilnahmslosigkeit der Angehörigen, und die Erfahrungen mit der emotionalen Übergriffigkeit der eigenen Eltern. Ich komme auch aus so einer Familie und musste ähnliche Erfahrungen machen. Mit Mitte 20 wusste ich, dass es nur 2 Wege für mich gibt: entweder an der Herzlosigkeit der Familie kaputt gehen oder für mich und mein Leben kämpfen. Den Beschützer habe ich auch stets vermisst, herbei gesehnt. Für mich beschreibe ich es eher so, dass ich jemanden vermisste, der mich unterstützt und versteht. Meine körperliche Präsenz (1,75m) stand für mich in jungen Jahren auch immer stark im Widerspruch zu meiner inneren Unsicherheit und verstärkte in mir noch das Gefühl, eine *gut sichtbare* Zielscheibe zu sein. Wie man vom Umfeld letztendlich wahrgenommen wird? Ich denke, das Feedback (du brauchst doch niemanden, der dich beschützt), ist immer eher positiv gemeint und drückt aus, dass man Dich als starke Persönlichkeit wahrnimmt. Dass es Dich teilweise verunsichert, liegt an Deinen Erfahrungen in der Kindheit und Jugend.

Dir alles Liebe,
w 45
 
  • #26
Ich verstehe das Problem, dass viele Frauen, gerade die allzu toughen Foristinnen, die alle immer ganz genau wissen, wie zu funktionieren hat, und vor allen immer sofort die Bremse anziehen (Trennung wegen jedem Mist), anderseits gerne männlicherseits gewährten Schutz und andere Vorteile in Anspruch nehmen würden. Meine frühere und Partnerin ist in dieser Hinsicht auch nicht besser.

"Männer sind auch Menschen" singt Herbert G und dem kann ich nur bespflichten.

Entweder man lässt seinem Partner Respekt und Raum (und zwar, so ohne den ganzen Tag Vorschriften zu machen). Dann kann man auch Schutz beanspruchen. Wennich vom Mann eine Rolle fordere, muss ich auch bereit sein, selber eine zu spielen.

Ober aber man weiß ständig alles alles besser und versucht dem Partner darzulegen, wie das gemeinsame Leben aussehen soll, zwingt zu kaum unterbrochenen Diskussionen, die oft kein Ergebnis haben.
Im diesem Falle gibt es keinen Anspruch auf besonderen Schutz. Warum auch? Wer schon alles weiß und alles kann, der braucht auch keinen Schutz. So auch die ganzen kritischen Foristinnen hier.
 
  • #27
Also mit 1,78 bin ich wohl nicht die kleinste und für jeden Zentimeter dankbar.

Als große Frau wird man wesentlich mehr respektiert und ernstgenommen auch auf den ersten Blick.
Eine kleine Frau muss sich erst Respekt erarbeiten, da sie auf den ersten Blick eher übersehen wird.
 
  • #28
Regel der Verhaltenstherapie: Fake it until you make it.
Das werde ich mal verstärkt beachten. Ich wollte eigentlich schreiben, dass ich kein Tunnel-Trauma habe (ich renne ja nicht mehr rum mit "ich habe Angst" auf der Stirn), aber weiter gefasst liegt es ja wirklich an meinen Eltern und ihren Reaktionen, die sich eben in diesem Erlebnis ganz unverschleiert zeigten. In sofern - ja, da ist noch was zu bearbeiten. Es scheint eine allgemeine Vertrauensgeschichte zu sein.

@Solo70
Wenn man sich bewusst wird, wie sehr dieses Elternverhalten das spätere Leben beeinflusst, ist das wirklich traurig, weil man nicht zurückreisen kann in der Zeit und die Prägung ändern. Meine Mutter wurde wohl früher selber auch belästigt und keiner kümmerte sich. Ich denke, das wird dann so weitergetragen, was die Reaktion darauf angeht.
Meine körperliche Präsenz (1,75m) stand für mich in jungen Jahren auch immer stark im Widerspruch zu meiner inneren Unsicherheit und verstärkte in mir noch das Gefühl, eine *gut sichtbare* Zielscheibe zu sein.
Ja, das war bei mir auch so. Vor allem habe ich manchmal Enttäuschung bemerkt, wenn ich die Erwartungen nicht erfüllen konnte, ich bin ein ziemlich introvertierter Typ, sehe aber nicht so aus.

Eine kleine Frau muss sich erst Respekt erarbeiten, da sie auf den ersten Blick eher übersehen wird.
Das stimmt, aber wenn man als große Frau eingeschüchtert ist und sich nicht so darstellt, wie die Optik verspricht, kriegt man als Reaktion Verachtung. Das habe ich auch schon erfahren und bringe es zumindest in diesen Zusammenhang. Trotzdem - ja, ich will auch keinen Zentimeter abgeben.
 
  • #29
Wer schon alles weiß und alles kann, der braucht auch keinen Schutz.
Hm. Also eigentlich bringe ich das so nicht in Zusammenhang. Nach meiner Erfahrung haben die nettesten Männer manchmal die schlimmsten Drachen als Frauen. Ich habe lange darüber nachgedacht und bin zu folgendem Schluss gekommen, gerade auch in Bezug auf kleine "resolute" Frauen: Diese Männer halten Frauen generell für schwächer, und insbesondere die Kleinen. Dadurch denken sie, sie müssten sie beschützen, selbst wenn die Frauen mit Geschirr schmeißen und den Mann verletzen.
Mag sein, dass die Frauen sich auch nicht ernstgenommen fühlen und deswegen so aggressiv sind. Auf jeden Fall sind ja viele Männer auch mental nicht in der Lage, sich zu wehren, wenn eine Frau sie körperlich angeht. (ist ja auch ein heikles Thema, weil man der Frau glaubt, dass der Mann angefangen hat, wenn sie das vorlügt)

Also ich denke nicht, dass Männer sich abwenden, wenn sich zig Beziehungsvorschriften kriegen, sondern viele immer noch denken, sie müssten die Frau schützen, sie müssten nachsichtig sein, weil es ja niemand auf Augenhöhe sich da durchsetzen will. Es gibt natürlich Abstufungen, meist scheint sich der Mann dann irgendwie dem Regiment zu entziehen, statt sich mit dem eigentlichen Kampf auseinanderzusetzen.

Das ist die Nachsicht des Stärkeren, würde ich sagen, die "Kleinen und deshalb Schwachen" muss man beschützen und sie nicht als ernstzunehmende Gegner sehen, egal, was sie tun. Ich denke, das sind die Männer, die ihre Männlichkeit über die Beschützerrolle definieren und Frauen dann weiblichkeitsmäßig auch noch in Größenklassen einteilen.
 
N

nachdenkliche

  • #30
Trotzdem - ja, ich will auch keinen Zentimeter abgeben.
Das rate ich Dir auch, liebe void :)...wir großen Frauen strahlen irgendwie mehr Präsenz und Achtung aus. Natürlich liegt das nicht an der Körpergröße allein. Ich mache diese Erfahrung auch beruflich! Ich stehe neben meiner Chefin, sie ist 28, kleiner als ich und ist einfach nur hübsch. Fragen tun mich dann die Kunden, was mir immer richtig peinlich ist. Was soll ich tun, mich einfach wegdrehen? Nee!
Meine Schwester ist sogar noch einige cm größer als ich, wurde als teenie und noch viel später wegen ihrer Körpergröße insbesondere von Männern auf übelste Art und Weise gehänselt. Diese Männer waren natürlich kleiner als sie. In meinen Augen sind diese Männer wirklich klein...Sie ist inzwischen von ihrer Lebenseinstellung ähnlich wie Herakles :) eine wirklich nette! Das meine ich auch so!
Belästigt werde ich auch, aber ich lasse mir das nicht gefallen.